Zoopresseschau

Zoo Leipzig 31.07.2026
Wie soll der kleine Giraffenbulle heißen? Abstimmung bis zum 11. August
Das Tierpfleger-Team im Giraffenhaus des Zoo Leipzig hatte in den vergangenen Tagen die Qual der Wahl. Aus mehr als 1.700 eingereichten Vorschlägen mussten die Favoriten herausgefiltert werden. Gesucht war ein Name aus dem östlichen oder südlichen Afrika, passend zum natürlichen Verbreitungsgebiet der Rothschildgiraffen (Giraffa camelopardalis rothschildi). In die Endauswahl gelangt sind: Kato – traditioneller Name für Zweitgeborene Jaro – leuchtend Nkosi – der König Jabari – stark und mutig Sima – in Anlehnung an die Eltern Sipiwe und Matyas Die Teilnahme an der Abstimmung darüber, wie Sipiwes Sohn künftig heißen soll, ist auf der Website des Zoo Leipzig bis zum 11. August unter Namensaufruf Giraffenjungtier | Zoo Leipzig möglich. Der Name des kleinen Langhalses wird dann am 14. August um 13.15 Uhr an der Kiwara-Savanne verkündet. Bei den täglichen Kommentierungen jeweils um 13.15 Uhr und 16.30 Uhr erfahren die Gäste neben aktuellen Neuigkeiten aus der Jungtierentwicklung auch Wissenswertes über die zahlreichen Tierarten auf der Savanne. Das fünf Wochen alte Jungtier ist täglich während der Zooöffnungszeiten von 9 bis 19 Uhr in der Kiwara-Savanne oder im Huftierhaus zu sehen. Der kleine Bulle ist mutig und forsch auf der Anlage unterwegs – und gönnt sich im Schutze seiner Herde ab und an altersentsprechende Ruhepause. Auch Urlauber und Feriengäste, die ihre Auszeit mitten im Großstadtdschungel, verbringen, können jede Menge entdecken.

Kölner Zoo 31.07.2026
Jungtier bei den Persischen Leoparden im Kölner Zoo geboren
Nachwuchs zunächst im Backstage-Bereich – Gäste haben ab sofort per Kamera Einblick in die Wurfbox Im Kölner Zoo wurde am 13. Juli ein Persischer Leopard geboren. Das Jungtier ist munter und wohlauf. Mutter ist die 7-jährige „Mitra“. Es ist ihr erster Wurf. Vater ist der zwölfjährige Kater „Grom“. „Mitra“ füllt die Mutterrolle bislang sehr gut aus, sodass der Zoo optimistisch hinsichtlich der weiteren Aufzucht des Jungtieres ist. Erst in einigen Wochen kann das Geschlecht des Nachwuchses bestimmt werden. Mutter „Mitra“ bleibt bis auf weiteres allein und in kompletter Ruhe mit dem Jungtier in einer Wurfhöhle im Backstage-Bereich der Anlage. Die Tierpflegerinnen und Tierpfleger haben keinen Kontakt zu dem Jungtier, um den Aufbau der Mutter-Kind-Beziehungen nicht zu stören. Auch Vater „Grom“ hat, wie auch in der Wildnis üblich, derzeit keinen Kontakt zu dem Jungtier. Mit in den Ställen installierten Kameras bleibt der Zoo dennoch auf dem Laufenden über die Entwicklung. Das Live-Bild ist auch für alle, die in den Zoo kommen, sichtbar als Extra-Angebot auf einem Monitor in der „Tigerhöhle“ zwischen Löwen- und Tigeranlage. Der Kölner Zoo plant, das Jungtier bei weiter gutem Verlauf in etwa drei Monaten der Öffentlichkeit vorzustellen. Der genaue Termin steht noch nicht fest. Er ist abhängig von der weiteren Entwicklung und den Witterungsbedingungen. Persische Leoparden gelten nach der IUCN Rote Liste als stark gefährdet, ihre Bestände sinken leider. Jeder Nachwuchs ist daher erwünscht und hilft, diese Art vor dem Aussterben zu retten.

Alpenzoo Innsbruck 31.07.2026
Neuer Mitbewohner am Bauernhof: Turopolje-Eber Georg zieht in den Alpenzoo ein
Am Bauernhof im Alpenzoo gibt es einen neuen Bewohner: Der Turopolje-Eber Georg ist gestern im Zoo angekommen und sorgt seitdem für frischen Wind im Schweinegehege.
Nach seiner Ankunft machte es sich Georg zunächst gemütlich. Im weichen Stroh des Geheges schien der neue Eber die Ruhe nach der Reise genießen zu wollen. Lange blieb diese jedoch nicht ungestört: Die beiden Turopolje-Schwein-Damen Lieselotte und Brunhilde waren sofort neugierig auf ihren neuen Mitbewohner und ließen ihm kaum Zeit zum Ausruhen. Immer wieder wurde Georg beschnuppert, begleitet und zum Aufstehen animiert. Die ersten Begegnungen verliefen dabei ausgesprochen harmonisch. Die beiden Weibchen zeigen großes Interesse an ihrem neuen Gefährten und scheinen regelrecht begeistert von dessen Gesellschaft. Georg nimmt die viele Aufmerksamkeit bisher gelassen hin – auch wenn ihm zwischendurch wohl die eine oder andere ruhige Minute ganz recht wäre. Mit Georg hofft der Alpenzoo, die Zucht der seltenen Turopolje-Schweine weiter zu stärken. Die ursprünglich aus Kroatien stammende Schweinerasse zählt zu den gefährdeten Nutztierrassen Europas. Zoos und Erhaltungszuchtprogramme leisten daher einen wichtigen Beitrag zum Erhalt dieser alten Haustierrasse. Da das Turopolje-Schwein die „Rasse des Jahres 2026“ ist, freut sich der Alpenzoo besonders über die Unterstützung der Zuchtorganisation Arche Austria bei der Erhaltungszucht.

Zoo Duisburg 30.07.2026
Fossa-Kater „Zaza“ im Zoo Duisburg eingezogen
Seit Kurzem ist der etwa achtjährige Fossa-Kater im Zoo Duisburg zu sehen. Er soll für viele Nachkommen sorgen. Im Zoo Duisburg ist seit Neuestem ein weiterer Fossa-Kater zu sehen. Der etwa achtjährige Kater „Zaza“ (gesprochen „Sasa“) wurde im Zoo von San Diego, USA, geboren, anschließend zog er im Rahmen des Zuchtbuches in den Zoo nach Chester in Großbritannien, von wo aus er nun nach Duisburg kam. Revierleiter Mike Kirschner beschreibt Zaza als neugieriges, sehr ruhiges Tier. Als Einzelgänger lebt Zaza getrennt von seinen Artgenossen. Nur einmal im Jahr kommen die Tiere zur Paarung zusammen – die Paarungszeit beginnt meist im April und geht bis in den Mai. Zaza ist bereits zuchterprobt, hat er doch in Chester im Juli 2025 schon für vierfachen Nachwuchs gesorgt. In den Zoo Duisburg kam er auf Empfehlung des Zuchtbuches, das in Leipzig geführt wird, und soll hier perspektivisch für Nachwuchs sorgen. Zwei Kater für die Fossa-Zucht im Zoo Duisburg Mit Zaza leben nun zwei Fossa-Kater im Zoo Duisburg. Kater „Isaloh“ ist bereits seit knapp zwei Jahren am Kaiserberg. Mit beiden Katern soll gezüchtet werden – denn der Zoo Duisburg verfügt über eine der größten Fossa-Zuchtanlagen Europas. „Wir freuen uns über die Möglichkeit, nun mit zwei Katern in die Zucht gehen zu können. Ziel ist es, eine starke Population aufzubauen und damit den Erhalt der Art zu fördern“, sagt Dr. Carolin Bunert, stellvertretende Zoologische Leitung. Insgesamt leben im Zoo Duisburg fünf Fossa – neben den zwei Katern die drei Katzen Sina, Kinja und Beroketa. Zaza ist bereits für Besucherinnen und Besucher in der Schauanlage zu sehen. Fossa zählen zu den auf Madagaskar lebenden Raubtieren. Ihr Lebensraum liegt in den Regen- und Trockenwäldern der Insel vor der ostafrikanischen Küste. Dort, wo die Fossa lebt, ist das Raubtier hochbedroht.

Kölner Zoo 30.07.2026
Mit der VR-Brille in die Savanne: Neues Erlebnis „SAVANNA VR“ startet im Kölner Zoo
Zur Eröffnung der neuen Giraffenanlage bieten Kölner Zoo und TimeRide ab sofort eine immersive Entdeckungsreise durch das Ökosystem der afrikanischen Savanne Erlebnis für die ganze Familie, empfohlen ab 6 Jahren Die neue, doppelt so große Giraffenanlage mit den beiden Bewohnerinnen „Maoli“ und „Penda“ ist der neue Gästemagnet im Kölner Zoo. Passend dazu erweitert der Zoo sein Angebot um einen zusätzlichen Hingucker. Ab sofort bieten Zoo und die Zeitreise-Spezialisten von TimeRide eine immersive Entdeckungsreise durch das Ökosystem der afrikanischen Savanne – ein Erlebnis für die ganze Familie, empfohlen ab 6 Jahren. Das neue Mixed-Reality-Erlebnis „SAVANNA VR“ entführt die Zoo-Gäste mitten in den Lebensraum der afrikanischen Savanne. An zwei zusätzlichen Stationen im Alten Nashornhaus direkt gegenüber der neuen Giraffenanlage erleben Familien eines der artenreichsten Ökosysteme der Erde hautnah – und erfahren dabei, mit welchen Herausforderungen seine tierischen Bewohner konfrontiert sind und welche Rolle der Mensch für die Savanne spielt. Nach „Dino VR“ ist „SAVANNA VR“ bereits das zweite Erlebnis, das TimeRide im Kölner Zoo eröffnet. Die Reise beginnt an einer virtuellen Weltkugel: In Augmented Reality entdecken die Zeitreisenden, wie der einzigartige Lebensraum Savanne entsteht, welche Savannentypen es gibt und warum dort eine so außergewöhnliche Artenvielfalt zuhause ist. Dann wechselt das Bild in die virtuelle Realität – und die Gäste stehen mitten in der Savanne: Aus der Perspektive der Tiere geht es in luftige Höhen und nasse Tiefen, während eine Erzählerin spannende Hintergründe zum Gesehenen liefert. An der zweiten Station werden die Gäste selbst aktiv: Auf virtuellen Spielfeldern beobachten sie, wie sich das Leben der Tiere zwischen Trocken- und Regenzeit verändert – spielerisches Entdecken für Groß und Klein. Das rund 25-minütige Erlebnis ist auf Deutsch und Englisch verfügbar. „Erst unsere beiden Kordofan-Giraffen ,Penda‘ und Maoli‘ live bewundern. Dann direkt gegenüber in ihren natürlichen Lebensraum eintauchen und spannende Fakten darüber erfahren: Das ist moderne Erlebnispädagogik, die in den Köpfen der Menschen bleibt. Wir freuen uns, dieses zusätzliche Angebot pünktlich zur Giraffenhauseröffnung präsentieren zu können“, so Prof. Theo B. Pagel und Christopher Landsberg, Vorstand Kölner Zoo. „Der Kölner Zoo begeistert Menschen für die Tierwelt – wir eröffnen Perspektiven, die sonst verborgen bleiben. Bei SAVANNA VR sehen Familien die Savanne mit den Augen ihrer Bewohner und spüren, wie kostbar dieses Ökosystem ist. So wird Wissensvermittlung zum gemeinsamen Abenteuer“, so Jonas Rothe, Gründer und Geschäftsführer der TimeRide GmbH. SAVANNA VR – auf einen Blick Spielzeiten Erster Tourstart 11:30 Uhr, letzte Tourstart 17:00 Uhr im Alten Nashornhaus im Kölner Zoo, gegenüber Giraffenanlage Dauer ca. 25 Minuten Sprachen Deutsch, Englisch Empfohlen ab 6 Jahren Preise 11 € regulär, 9 € ermäßigt (Kinder und Jugendliche von 6 bis 12 Jahren); zzgl. Zoo-Eintritt Ort Kölner Zoo Tickets über www.koelnerzoo.de – empfohlen wird das Kombi-Ticket mit Zoo-Eintritt Weitere Infos www.timeride.de/koeln/timeride-reels-savanna-vr

Zoo Magdeburg 30.07.2026
Kotproben für die Forschung
Der Zoo Magdeburg unterstützt Mikrobiom-Projekte für bedrohte Tierarten Der Zoo Magdeburg beteiligt sich an zwei zoologischen Forschungsprojekten, die neue Erkenntnisse über Gesundheit, Haltung und Ernährung von Zootieren liefern sollen. Gemeinsam mit dem Verband der Zoologischen Gärten (VdZ), dem Zoo Krefeld sowie der Arbeitsgruppe Zootierbiologie der Goethe-Universität Frankfurt werden derzeit Mikrobiom-Untersuchungen bei Capybaras und Beuteltieren durchgeführt. Für die Untersuchungen stellen die Tierpflegerinnen und Tierpfleger des Zoo Magdeburg Kotproben ihrer Tiere zur Verfügung. Die Proben werden anschließend genetisch analysiert, um die Zusammensetzung der im Verdauungstrakt lebenden Mikroorganismen zu erfassen. Die Probennahme erfolgt vollständig nicht-invasiv und beeinträchtigt die Tiere nicht. Während die Untersuchungen bei den Parmawallabys Teil einer Doktorarbeit sind und dazu beitragen sollen, eine bislang nur wenig erforschte Tiergruppe besser zuverstehen, hat das Capybara-Projekt einen konkreten Anlass: In mehreren zoologischen Einrichtungen treten bei Wasserschweinen wiederholt Durchfallerkrankungen unbekannter Ursache auf. Die Analyse des Mikrobioms könnte dabei helfen, mögliche Zusammenhänge mit Ernährung, Haltung oder Umweltfaktoren aufzudecken. „Moderne Zoos sind nicht nur Orte der Tierhaltung und Bildung, sondern auch wichtige Forschungseinrichtungen“, sagt Zoodirektor Dr. David Pruß. „Indem wir uns an solchen Projekten beteiligen, leisten wir einen Beitrag dazu, die Bedürfnisse vonKommentierenHervorheben Weitere Infos und Bildmaterial unter: www.zoo-magdeburg.de/pressemeldungen Datenschutz: www.zoo-magdeburg.de/datenschutz Tierarten noch besser zu verstehen und ihre Haltung kontinuierlich weiterzuentwickeln. Auch ihre Verwandten in der Wildbahn können davon profitieren, denn mit dem gewonnen Wissen können Tierärzte und Ranger geschult werden.“ Die Untersuchungen finden in mehreren Zoos statt. Durch den Vergleich der Ergebnisse verschiedener Tierbestände erhoffen sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wertvolle Erkenntnisse über den Einfluss von Fütterung, Haltungsbedingungen und Umweltfaktoren auf die Darmgesundheit der Tiere. Die Beteiligung an wissenschaftlichen Projekten ist Teil des Selbstverständnisses moderner, wissenschaftlich geführter Zoos. Gemeinsam mit Universitäten, Forschungseinrichtungen und anderen zoologischen Gärten trägt der Zoo Magdeburg dazu bei, Wissen über Wildtiere zu erweitern und die Grundlage für eine noch bessere Tierhaltung und den langfristigen Artenschutz zu schaffen. Veranstaltungsinformationen Internationaler Tag des Naturschutzes im Zoo Magdeburg Datum: Dienstag, 28. Juli 2026 Zeit: 10:00 bis 16:00 Uhr Programm: Artenschutz-Rallye für Groß und Klein inkl. kleiner Überraschung, exklusive Führungen hinter die Kulisse bei Nashorn und Giraffe, Artenschutz- Fütterung Pinguin Ort: Zoo Magdeburg Zielgruppe: Familien mit Kindern sowie natur- und artenschutzinteressierte Zoobesucherinnen und Zoobesucher aller Altersklassen

Tierpark Nordhorn 30.07.2026
Mit der Rikscha durch den Nordhorner Tierpark
Ehrenamtliches Mobilitätsangebot steuert den Familienzoo an Vor etwa einem Jahr erreichte den Tierpark Nordhorn eine ungewöhnliche Anfrage: Die Nordhorner Initiative „Die Rikscha“ fragte an, ob der Familienzoo künftig als Ausflugsziel für ihre ehrenamtlichen Fahrten infrage käme. Schnell kam es zu einem gemeinsamen Gespräch – und die Idee stieß bei den Verantwortlichen des Tierparks sofort auf offene Ohren. Seitdem gehört der Zoo zu den beliebtesten Zielen der Rikschatouren. Gegründet wurde die Initiative vor rund vier Jahren von Günter Behrendt. Ziel ist es, Menschen mit eingeschränkter Mobilität aus der Isolation zu holen und ihnen wieder mehr Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Die Nordhorner GMP-Stiftung finanzierte die erste Rikscha und unterstützt das Projekt bis heute. Im Frühjahr 2023 starteten die ersten Fahrten. Damals engagierten sich rund 16 ehrenamtliche Fahrerinnen und Fahrer, die bis Ende 2024 bereits rund 500 Ausflüge ermöglicht hatten. In einer Rikscha finden zwei Fahrgäste Platz. Die Touren führen zu Lieblingsorten in Nordhorn – etwa in ein Café, an den Vechtesee oder in die Natur. Die Fahrgäste werden aus Seniorenheimen, Tages- und Kurzzeitpflegeeinrichtungen sowie Einrichtungen der Lebenshilfe abgeholt. „Es ist toll, dass inzwischen so viele Einrichtungen in Nordhorn dabei sind“, freut sich Günter Behrendt. Gleichzeitig weist er darauf hin, dass jede Fahrt für die Einrichtungen mit organisatorischem Aufwand verbunden ist: „Die Seniorinnen und Senioren müssen pünktlich bereitstehen und dem Wetter entsprechend gekleidet sein. Das kann nicht jede Einrichtung leisten.“ Mit der steigenden Nachfrage wuchs auch die Initiative. In den Jahren 2025 und 2026 kamen zwei weitere Rikschen hinzu – eine als Privatspende, die andere durch eine Förderung der Aktion Mensch über die Lebenshilfe. Eine Rikscha kostet zwischen 8.000 und 15.000 Euro. Gleichzeitig konnten zahlreiche neue Ehrenamtliche gewonnen werden. Heute engagieren sich bereits 38 Fahrerinnen und Fahrer mit einem fünfköpfigen Organisationsteam. Zwei ehrenamtliche Monteure sorgen zudem dafür, dass die Fahrzeuge jederzeit einsatzbereit sind. Mit dem Wachstum entstand auch der Wunsch nach besonderen Ausflugszielen. So rückte der Tierpark Nordhorn in den Fokus. Viele Seniorinnen und Senioren kennen den Zoo noch aus ihrer Kindheit oder Jugend. Der Familienzoo am Heseper Weg blickt inzwischen auf eine mehr als 75-jährige Geschichte zurück und hat sich seit seiner Gründung stetig weiterentwickelt.KommentierenHervorheben Bevor die ersten Fahrten starten konnten, war allerdings einiges vorzubereiten. Nachdem Hermann Buitkamp aus dem Organisationsteam den Kontakt zum Tierpark hergestellt hatte, wurde zunächst getestet, ob die breiten Rikschen alle Wege problemlos befahren können. Auch die Einlasssituation sowie einzelne Bereiche des Zoos wurden geprüft. Nachdem alle organisatorischen Fragen geklärt waren und jede Rikscha mit einer Jahreskarte ausgestattet worden war, folgte eine besondere Schulung für die Ehrenamtlichen: Ina Deiting, Leiterin der Zooschule, führte die Fahrerinnen und Fahrer bei einem abendlichen Rundgang samt Rikscha durch den Tierpark. Dabei vermittelte sie Wissenswertes über Tiere, Gebäude und zukünftige Projekte, sodass die Ehrenamtlichen ihren Fahrgästen unterwegs spannende Informationen mit auf den Weg geben können. Im Oktober 2025 fanden schließlich die ersten Fahrten in den Tierpark statt. Die Touren werden jeweils von März bis November angeboten. Dass der Zoo zu einem echten Lieblingsziel werden würde, zeigte sich schnell: Bereits in den letzten Wochen der ersten Saison wurden elf Fahrten in den Familienzoo unternommen. In diesem Jahr sind es bereits 33. „Die Touren in den Zoo machen nicht nur unseren Seniorinnen und Senioren viel Spaß“, sagt Hermann Buitkamp. „Auch unsere Fahrerinnen und Fahrer kommen immer wieder gerne hierher. Die Mitarbeitenden des Tierparks sind ausgesprochen freundlich und hilfsbereit, und auch die Besucherinnen und Besucher reagieren durchweg positiv.“ Ein besonderer Höhepunkt ist für viele der Halt am historischen Vechtebauernhof. Wenn Bauer Jan vor Ort ist, nimmt er sich gerne Zeit für die Gäste, zeigt ein Ferkel, ein Lamm oder eine Kuh und füttert gemeinsam mit ihnen Tauben und Hühner. Solche Begegnungen sorgen regelmäßig für strahlende Gesichter. Über die Freiwilligenagentur des Landkreises Grafschaft Bentheim sind die ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrer gemeldet und versichert. Neben der GMP- Stiftung und dem Landkreis Grafschaft Bentheim zählt auch die Lebenshilfe zu den wichtigsten Partnern der Initiative. Sie unterstützte nicht nur die Anschaffung einer Rikscha, sondern stellt an ihrem Standort an der Von-Behring-Straße auch einen festen Stellplatz zur Verfügung. Viele Fahrten werden zudem gemeinsam mit Bewohnerinnen und Bewohnern der Lebenshilfe durchgeführt. „Wir sind sehr froh, die Kooperation mit der Initiative ‚Die Rikscha‘ eingegangen zu sein“, sagt Tierpark-Pressesprecherin Ina Deiting. „Es ist schön zu sehen, wie vielLebensfreude und Abwechslung die Fahrten in den Alltag der Seniorinnen und Senioren bringen. Wir hoffen, auch in den kommenden Jahren auf diese Weise vielen Menschen eine Freude bereiten zu können.“

Tierpark Bern 30.07.2026
Schwimmen vom ersten Atemzug an: Jungtier bei den Seehunden
Nach einer Tragzeit von rund 11 Monaten hat die Seehündin «Purina» im Tierpark Bern am 28. Juli 2026 ein Jungtier zur Welt gebracht. Mutter und Junges sind wohlauf. Seehundjungtiere können buchstäblich vom ersten Atemzug an schwimmen und tauchen. Das Muttertier und ihr Junges wurden vorerst von der restlichen Gruppe separiert, um eine ruhige Bindungsphase zu ermöglichen. Beide Tiere sind gesund und munter. Es ist das 6. Jungtier von «Purina», allerdings das erste nach einer Pause von10 Jahren. Fettreiche Muttermilch als Überlebensvorteil Die Seehundmutter wird ihr Jungtier rund 5 Wochen lang säugen. Die Milch von Seehunden gehört mit bis zu 50 Prozent Fettanteil zu den fettreichsten im gesamten Tierreich. Dank dieser Energiedichte dürfte das Jungtier sein Geburtsgewicht von rund 9 kg innerhalb der Säugezeit verdreifachen. Die fettreiche Milch ermöglicht so ein extrem schnelles Wachstum und hilft dem Jungtier, rasch eine isolierende Fettschicht aufzubauen – um sich vor den kühlen Wassertemperaturen zu schützen. Schwimmen und Tauchen ab der Geburt – eine Frage des Überlebens Seehunde kommen an Stränden und Sandbänken zur Welt – Lebensräumen, die den Gezeiten unterworfen sind. Steigt die Flut, während die Mutter mit ihrem frisch geborenen Jungtier auf einer Sandbank ruht, bleibt keine Zeit zum Lernen: Das Jungtier kann daher von der ersten Stunde an schwimmen und tauchen, sonst würde es im steigenden Wasser ertrinken. Diese angeborene Fähigkeit ist eine direkte Anpassung an den Lebensraum zwischen Land und Meer. Warum man Seehund-Jungtiere «Heuler» nennt Muttertiere und ihre Jungen verständigen sich über laute, klagende Rufe, wenn sie kurz- fristig getrennt sind, etwa weil das Muttertier zur Nahrungssuche ins Wasser muss. Dieses charakteristische Heulen hat den Jungtieren den Namen «Heuler» gebracht (englisch: «Howler»). Sobald das Jungtier nicht mehr gesäugt wird, verlässt das Muttertier es. In der Natur müs- sen die Jungtiere nun selbständig Fische fangen lernen – wegen der Überfischung gelingt das heutzutage vielen nicht rechtzeitig, was als häufigste Todesursache bei Heulern gilt. In sogenannten Heuler-Stationen nimmt man sich dieser Jungtiere an. Die Seehunde im Tierpark Bern sind Teil des neu gegründeten Europäischen Zuchtbuchs (EEP), das vom Zoo «Bio-Topia Fort-Mardyck» in Frankreich geführt wird.

Zoo Frankfurt 30.07.2026
Erlebnis Zoo – Abenteuer Naturschutz
Live Talks und Vorträge im Zoo Dienstag, 4. August 2026 18 Uhr Süß aber bissig: Wie man Feldhamster züchtet und auswildert Live Talk mit Maie Kool, Referentin für Feldhamsterschutz, AG Feldhamster der HGON e. V. Feldhamster gelten als unkooperativ und schwer zu bändigen – dabei passiert alles zu ihrem Besten: Jährlich werden etwa 30 der Nagetiere von der AG Feldhamster im Umland von Frankfurt ausgewildert mit dem Ziel, den Bestand der heimischen Art zu erhalten und zu schützen. Die Feldhamster für die Wiederansiedlung werden in einer Artenschutzstation in Frankfurt Bergen-Enkheim gezüchtet und nach der Auswilderung engmaschig überwacht. Was für Herausforderungen man dabei meistern muss, erzählt Maie Kool in einem spannenden Live-Talk. Bei gutem Wetter findet der Vortrag im Freien statt. Zugang über den Eingang Rhönstraße. Der Eintritt ist frei.

Zoo Heidelberg 30.07.2026
Erneuter Goldkatzen-Nachwuchs im Zoo Heidelberg
Das Jungtier hat vor kurzem erstmals die Wurfkiste verlassen Erfreuliche Nachrichten: Die weibliche Asiatische Goldkatze im Zoo Heidelberg hat erneut Nachwuchs bekommen. Seitdem zieht die Mutter ihr Jungtier komplett eigenständig auf – ein besonderer Erfolg, denn es ist das erste Mal, dass sie diese Aufgabe übernimmt. Das Zoo-Team begleitet die Aufzucht aus der Distanz: Bislang entwickelt sich das Jungtier sehr gut. Die Tierpfleger halten sich bei der Aufzucht bewusst zurück und beobachten die Tiere über Kameras. So können sie regelmäßig kontrollieren, ob es der erwachsenen Goldkatze gut geht und ob sie ausreichend frisst, ohne die Mutter und ihr Jungtier zu stören. „Wir freuen uns sehr, dass die Goldkatze ihren Nachwuchs so souverän selbst aufzieht. Sie macht das wirklich toll“, sagt Kuratorin Sandra Reichler. „Für uns war lange nicht klar, ob sie tatsächlich Nachwuchs bekommen hat. Durch ihr verändertes Verhalten hatten wir vermutet, dass sie sich in der Wurfkiste um ein Jungtier kümmert, sicher waren wir uns jedoch nicht. Umso schöner war der Moment, als wir vor einigen Tagen erstmals das Jungtier entdecken konnten.“ Geboren wurde die kleine Goldkatze in der Nacht vom 18. auf den 19. Juni 2026. Erst vergangene Woche konnte auf der Kamera beobachtet werden, dass das Jungtier spätabends die Wurfbox verlassen hat. Für Besucher ist der Nachwuchs aktuell noch selten zu sehen. Die meiste Zeit verbringt das Jungtier gemeinsam mit seiner Mutter in der geschützten Wurfkiste. In den kommenden Wochen wird es diese jedoch zunehmend verlassen und seine Umgebung erkunden. Bis zur ersten veterinärmedizinischen Untersuchung dauert es noch einige Wochen. Erst dann wird das Geschlecht des Jungtiers bestimmt. Das Zoo-Team möchte die Tiere bis dahin möglichst wenig stören. Der erneute Zuchterfolg ist für den Zoo Heidelberg von besonderer Bedeutung. Die Asiatische Goldkatze gilt als gefährdet und ist in europäischen Zoos äußerst selten. Der Zoo Heidelberg koordiniert das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für die Art. Mit dem aktuellen Nachwuchs leben nun insgesamt neun Asiatische Goldkatzen in europäischen Zoos, fünf davon im Zoo Heidelberg. Damit leistet der Zoo einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der kleinen Population in menschlicher Obhut. Seit 1976 engagiert sich der Zoo in der Haltung und Zucht Asiatischer Goldkatzen und hat bereits 28 Jungtiere erfolgreich aufgezogen. Auch Samin und Mirza, die Anfang März im Zoo Heidelberg geboren wurden, haben sich in den vergangenen fünf Monaten sehr gut entwickelt. Die beiden Jungtiere sind inzwischen regelmäßig auf ihrer Anlage neben den Alpakas zu sehen. Das natürliche Verbreitungsgebiet der Asiatischen Goldkatze erstreckt sich von Nepal bis Sumatra; Wilderei, illegaler Handel und der Verlust des Lebensraums setzen den Beständen der Goldkatze jedoch stark zu. Der Zoo Heidelberg unterstützt deshalb neben der Erhaltungszucht in Europa ebenfalls Artenschutzprojekte vor Ort. Dazu gehören unter anderem der Schutz vor Wilderei sowie Maßnahmen, die Konflikte zwischen Menschen und Goldkatzen verringern. In den kommenden Monaten bietet sich Besuchern ein besonderer Einblick in die Entwicklung der seltenen Tiere – vom noch jungen Nachwuchs über die heranwachsenden Kater Samin und Mirza bis hin zu den ausgewachsenen Asiatischen Goldkatzen.

Tierpark Görlitz 30.07.2026
Allerlei Ferkelei
Quirliger Nachwuchs bei Tibet- und Husumer Schweinen im Naturschutz Tierpark Görlitz – Zgorzelec Doppelter Nachwuchs sorgt derzeit für jede Menge Leben im Görlitzer Tierpark: Sowohl im Lausitzer Bauernhof als auch im Tibetdorf haben jeweils acht Ferkel das Licht der Welt erblickt. Fast scheint es, als hätten sich Tibetsau Brunhilde und Husumer Sau Berta abgesprochen – dabei kennen sich die beiden Schweinedamen gar nicht. Schließlich leben sie in ganz unterschiedlichen Bereichen des Tierparks. Die beiden aufgeweckten Ferkelgruppen entwickeln sich prächtig und erkunden mit großer Neugier ihre Anlagen. Beim ausgelassenen Toben, Spielen und den ersten Entdeckungstouren sorgen sie täglich für viele unterhaltsame Momente und begeistern kleine wie große Tierparkgäste. Wer den munteren Schweinenachwuchs selbst erleben möchte, hat dazu täglich zwischen 9 und 18 Uhr Gelegenheit. Mit etwas Glück lassen sich die Ferkel beim gemeinsamen Spielen, beim Erkunden ihrer Umgebung oder beim ausgiebigen Kuscheln mit ihren Müttern beobachten.

Tiergarten Schönbrunn 30.07.2026
Doppelter Mähnenrobben-Nachwuchs in Schönbrunn
Im Tiergarten Schönbrunn gibt es lautstarken Zuwachs im Doppelpack: Anfang und Mitte Juli ist jeweils ein Mähnenrobben-Jungtier zur Welt gekommen. Die kleinen Neuankömmlinge machen bereits kräftig auf sich aufmerksam und sind immer wieder lautstark zu hören. Gemeinsam mit ihren Müttern leben sie derzeit im eigens eingerichteten Mutter-Jungtier-Bereich der Robbenanlage. Dort sind die beiden kleinen Mähnenrobben auch für Besucherinnen und Besucher gut zu sehen. „Bis sie zum Männchen dazustoßen, wird es noch ein wenig dauern, da wir den Tieren ausreichend Zeit und Ruhe geben möchten. Auch für unser Mähnenrobben-Männchen ist es derzeit eine besondere Phase. Während der Paarungszeit nimmt es kaum Nahrung zu sich. Das ist auch in der Wildbahn so. Daher finden das Training und die kommentierte Fütterung aktuell in einem angepassten Format statt“, erklärt Tiergartendirektor Dr. Stephan Hering-Hagenbeck. Noch halten sich die beiden Jungtiere besonders gerne in unmittelbarer Nähe ihrer Mütter auf. Doch schon bald wird die Distanz zu den Müttern größer werden. Hering-Hagenbeck: „Mit etwas Geduld können dann Besucherinnen und Besucher wunderbar beobachten, wie die beiden Robben-Jungtiere mehr und mehr ihre Umgebung erkunden und spielerisch kennenlernen.“ Sogar die ersten Schwimmversuche wurden bereits gemeistert, denn Mähnenrobben können von Geburt an schwimmen. Mit einem Gewicht von rund neun Kilogramm haben die Jungtiere noch einiges vor sich, bis sie an die stattlichen 145 Kilogramm der Mütter oder sogar die rund 430 Kilogramm des Vaters herankommen. Unter Wasser wirken jedoch selbst ausgewachsene Mähnenrobben nahezu schwerelos. „Mähnenrobben verfügen über eine Reihe faszinierender Anpassungen, die ihnen das Leben am und im Meer ermöglichen. Die in Südamerika heimischen Tiere können bei Tauchgängen beispielsweise ihre Ohren und Nasenlöcher verschließen. Blut und Muskeln sind dank des Proteins Myoglobin dafür ausgestattet, besonders viel Sauerstoff zu speichern. Dadurch können sie deutlich länger tauchen als der Mensch“, erklärt Rupert Kainradl, MSc, zoologischer Abteilungsleiter. Doch nicht nur das: Eine Studie zeigte, dass Mähnenrobben abhängig vom Lebensraum ihre Fähigkeit, die Luft anzuhalten, bis zu einem gewissen Grad trainieren können. Besonders tief und lange tauchende Tiere, etwa im Süden Chiles, verfügen im Verhältnis zu ihrem Körpergewicht über die Fähigkeit, im Blut mehr Sauerstoff zu speichern. Der längste im Rahmen der Studie dokumentiere Tauchgang einer Mähnenrobbe dauerte 12 Minuten.

Tiergarten Kleve 30.07.2026
Doppeltes Pandaglück im Tiergarten Kleve
Zwei Rote Pandas geboren – wichtiger Nachwuchs für den internationalen Artenschutz Große Freude im Tiergarten Kleve: Am 21. Juni 2026 sind bei den Roten Pandas zwei Jungtiere zur Welt gekommen. Mutter ist Pandaweibchen Kamala, Vater ist Janak. Das Zuchtpaar wurde im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) zusammengestellt, das den langfristigen Erhalt einer genetisch gesunden Reservepopulation in zoologischen Gärten sicherstellen soll. „Die Geburt von zwei Roten Pandas ist für uns ein ganz besonderer Erfolg“, freut sich Tiergartenleiter Dr. Martin Polotzek. „Rote Pandas gelten in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet als „stark gefährdet“. Jede erfolgreiche Nachzucht ist deshalb ein wichtiger Beitrag zum internationalen Artenschutz und zeigt, wie bedeutend die Zusammenarbeit der Zoos innerhalb des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms ist.“ Derzeit verbringen die beiden Jungtiere ihre ersten Lebenswochen noch gut geschützt in der Wurfhöhle. Dort werden sie von Mutter Kamala liebevoll versorgt. Besucherinnen und Besucher müssen sich daher noch etwas gedulden, bis der Nachwuchs erstmals außerhalb der Wurfhöhle zu sehen sein wird. „In den ersten Lebenswochen benötigen die Jungtiere viel Ruhe“, erläutert Dr. Polotzek. „Bislang kümmert sich Kamala vorbildlich um ihren Nachwuchs und versorgt die beiden Jungtiere sehr fürsorglich. Um unnötige Störungen zu vermeiden, haben wir auch noch keinen tiermedizinischen Gesundheitscheck durchgeführt und wissen die Geschlechter der Jungtiere ebenfalls noch nicht.“ Rote Pandas leben ursprünglich in den Bergwäldern des Himalayas und Südwestchinas. Dort bewohnen sie kühle, nebelreiche Mischwälder mit dichtem Bambusbestand in Höhen von bis zu 4.000 Metern. Obwohl sie zur Ordnung der Raubtiere gehören, besteht ihre Nahrung zu einem Großteil aus Bambus. Ergänzt wird ihr Speiseplan durch Früchte, Beeren, Eier und gelegentlich Insekten. Die Bestände der Roten Pandas gehen seit Jahren stark zurück. Nach Schätzungen leben heute nur noch wenige tausend erwachsene Tiere in der Wildbahn. Die International Union for Conservation of Nature (IUCN) stuft die Art deshalb als „stark gefährdet“ ein. Hauptursachen sind die fortschreitende Zerstörung ihres Lebensraums, die zunehmende Zerschneidung der Bergwälder sowie der illegale Wildtierhandel. „Artenschutz ist eine unserer Hauptaufgaben als wissenschaftlich geführter Zoo“, betont Dr. Polotzek. „Deshalb unterstützen wir seit vielen Jahren das Red Panda Network in Nepal. Jedes Tiergartenticket enthält einen zweckgebundenen Artenschutzbeitrag, mit dem wir jährlich einen fünfstelligen Betrag für das Artenschutzprojekt des Roten Pandas in Nepal bereitstellen und auch noch weitere Artenschutzprojekte für andere Tierarten weltweit unterstützen. So helfen unsere Besucherinnen und Besucher mit jedem Zoobesuch unmittelbar dabei, den Lebensraum der Roten Pandas und zahlreichen anderen hochbedrohten Spezies in ihrer Heimat zu schützen.“ Die heutige Pandaanlage im Tiergarten Kleve wurde 2023 eröffnet und entspricht den neuesten Erkenntnissen einer modernen und naturnahen Haltung. Große Kletterstrukturen, zahlreiche Rückzugsmöglichkeiten und eine üppige Bepflanzung bieten den Roten Pandas optimale Bedingungen. Erst im Frühjahr dieses Jahres wurde zusätzlich eine Benebelungsanlage in einem Teil der Außenanlage installiert. Sie sorgt insbesondere an heißen Sommertagen für angenehme Abkühlung und schafft ein Klima, das den natürlichen Lebensbedingungen der Tiere möglichst nahekommt. Ein weiteres besonderes Merkmal ist die eigene Bambusplantage des Tiergartens Kleve, die der Tiergarten Kleve vor wenigen Jahren außerhalb des Zoos angelegt hat. Dort werden die sieben Lieblingssorten der Roten Pandas gepflanzt und ganzjährig frisch geerntet. „Die Ansprüche von Roten Pandas an ihre Haltung sind hoch“, erklärt Dr. Polotzek. „Mit unserer modernen Anlage, der eigenen Bambusplantage und der neuen Benebelungsanlage schaffen wir Bedingungen, die den natürlichen Lebensräumen der Tiere möglichst nahekommen. Umso mehr freuen wir uns, dass Kamala und Janak sich bei uns so wohlfühlen, dass sie nun erfolgreich Nachwuchs großziehen.“ Wann die beiden Jungtiere erstmals dauerhaft für Besucherinnen und Besucher sichtbar sein werden, hängt von ihrer weiteren Entwicklung ab. Bis dahin bittet der Tiergarten um Verständnis, dass der Nachwuchs zunächst in aller Ruhe heranwachsen darf.

Zoo Münster 29.07.2026
Schneller und günstiger: Allwetterzoo installiert neue Ticketautomaten am Eingang
Viele Menschen planen ihre Freizeitausflüge kurzfristig oder entscheiden sich sogar ganz spontan für ein Ziel. Beim Allwetterzoo zeigt sich das oft an der Art der Ticketkäufe. Nach wie vor werden viele Tagestickets vor Ort an der Zoo-Kasse gekauft. Zusätzlich dazu werden alle Tickets auch im Online-Shop angeboten. Seit Mittwoch, 22.07.2026, gibt es nun eine weitere Möglichkeit: Den Ticketkauf am Automaten. Zwei Geräte stehen den Besucher*innen ab sofort am Zoo-Eingang zur Verfügung. „Die Ticketautomaten haben mehrere Vorteile. Unsere Besucher*innen können ihre Tagestickets weiterhin einfach und unkompliziert vor Ort kaufen, brauchen sich dafür aber nicht in der Schlange der regulären Zoo-Kasse anstellen“, sagt Zoodirektorin Dr. Simone Schehka. „Außerdem ist der Ticketkauf am Automaten günstiger und entlastet unser Personal an der regulären Zoo-Kasse.“ Online-Ticket für den Allwetterzoo bleibt am günstigsten Ein Tagesticket für Erwachsene kostet am Automaten 25,90 Euro, an der Zoo-Kasse 27,90 Euro. Kinder zahlen 16,40 Euro am Automaten und 17,90 Euro an der Zoo-Kasse. Am günstigsten bleiben auch weiterhin die Online-Tickets. Erwachsene zahlen 23,90 Euro, Kinder 15,90 Euro. Der Allwetterzoo Münster hat täglich von 9-18.30 Uhr geöffnet. Die Zoo-Kasse und der Einlass schließen um 17.30 Uhr.

Zoo Innsbruck 29.07.2026
Alpenzoo Innsbruck erhält Österreichisches Umweltzeichen für Museum und Veranstaltungssaal
Naturkundemuseum Weiherburg und Hans-Psenner-Saal erfüllen umfassende Umwelt- und Qualitätsstandards Innsbruck, Nachhaltigkeit wird im Alpenzoo Innsbruck nicht nur vermittelt, sondern auch im täglichen Betrieb umgesetzt: Das Naturkundemuseum Weiherburg und der Hans-Psenner-Saal wurden mit dem Österreichischen Umweltzeichen ausgezeichnet. Die Zertifizierung bestätigt das Engagement des Alpenzoos für einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen sowie für Umwelt-, Klima- und Artenschutz. Die beiden Einrichtungen werden unter der Umweltzeichen-Lizenz UZ200-1669 geführt. Das Naturkundemuseum Weiherburg ergänzt die lebendige Tierwelt des Alpenzoos um die wissenschaftlichen Hintergründe der alpinen Lebensräume. Im Mittelpunkt stehen Geologie, Flora und Fauna des Alpenraums. Die Ausstellungen werden gemeinsam mit den Tiroler Landesmuseen entwickelt und alle zwei Jahre neu kuratiert. Dadurch entstehen regelmäßig neue, anschaulich aufbereitete Zugänge zur Natur- und Artenvielfalt der Alpen. Das Museum wurde 2021 eröffnet und ist in die historische, bis ins 15. Jahrhundert zurückreichende Weiherburg eingebettet. Auch der nach Alpenzoo-Gründer Prof. Hans Psenner benannte Veranstaltungssaal verbindet Wissensvermittlung mit einer außergewöhnlichen Atmosphäre. Der Saal befindet sich beim Kaltwasseraquarium des Alpenzoos; das große Aquarium bildet eine eindrucksvolle Kulisse für Seminare, Tagungen, Vorträge und Aktionstage. Damit bietet der Hans-Psenner-Saal einen professionellen Rahmen für Bildung, Begegnung und fachlichen Austausch mitten in der alpinen Wasserwelt. „Das Österreichische Umweltzeichen ist für uns eine wichtige Anerkennung und zugleich ein Auftrag, unseren Weg konsequent weiterzugehen. Natur- und Artenschutz gehören zur Identität des Alpenzoos. Deshalb ist es für uns selbstverständlich, auch beim Betrieb unserer Bildungs-, Museums- und Veranstaltungsräume auf Nachhaltigkeit und einen verantwortungsvollen Ressourceneinsatz zu achten“, erklärt Zoopädagoge und Nachhaltigkeitsbeauftragter des Alpenzoo Innsbruck. Zu den im Zuge der Zertifizierung ausgewiesenen Umweltleistungen des Alpenzoos gehören unter anderem die Installation einer Photovoltaikanlage und die Einführung eines Pfandrückgabesystems. Darüber hinaus umfasst die Prüfung für das Österreichische Umweltzeichen zahlreiche betriebliche Bereiche – von Umweltmanagement, Energie- und Wasserverbrauch über Abfallvermeidung, Reinigung und Beschaffung bis hin zu Mobilität, Ausstattung und Außenanlagen. Verpflichtende Muss-Kriterien werden dabei durch zusätzliche, an den jeweiligen Betrieb angepasste Soll-Kriterien ergänzt.

Zoo Zürich 29.07.2026
NACHWUCHS BEI DEN GORILLAS
Am Montagvormittag hat es in der seit einem Jahr neuen Gorillagruppe des Zoo Zürich erstmals Nachwuchs gegeben. Für die Mutter des Jungtiers war es die erste Geburt. Der bisherige Verlauf der neuen Situation in der Gorillagruppe ist positiv und alle Gruppenmitglieder verhalten sich vorbildlich. Das Gorillaweibchen Mayumi brachte ihren Nachwuchs am Montagvormittag kurz vor 10 Uhr zur Welt. Für das Weibchen der vom Aussterben bedrohten Westlichen Flachlandgorillas (Gorilla gorilla gorilla) ist es das erste Jungtier. Die Geburt verlief ohne Komplikationen und schon nach kurzer Zeit trank das Junge die erste Muttermilch. Vater des Nachwuchses ist das Gorillamännchen Bwana. Vorsichtig optimistisch «Natürlich freuen wir uns über die erfolgreiche Geburt, gleichzeitig sind wir noch vorsichtig optimistisch. Die ersten Lebenswochen sind immer die heikelsten – auch wenn das Jungtier momentan einen gesunden und fitten Eindruck macht, sich die Mutter vorbildlich um ihren Nachwuchs kümmert und die anderen Gorillas den Neuzuwachs in der Gruppe akzeptieren. Wir werden die Situation in den nächsten Tagen weiterhin genau beobachten», erklärt Zoodirektor Severin Dressen. Die vom Tierpflege-Team beobachteten Paarungen in den letzten Monaten sowie die nun erfolgte Geburt sind ein positives Zeichen für das Zusammenwachsen und Funktionieren der Gorillagruppe. Gorillamännchen Bwana hat – nach anfänglichen Unsicherheiten – seine Rolle als Silberrücken inzwischen gefunden und managt diese mit Bravour. Umbau Gorillagruppe 2025 Die Gorillagruppe des Zoo Zürich wurde im vergangenen Jahr umgebaut, weil diese aufgrund der genetischen Zusammensetzung bereits seit längerem im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms keine Zuchtempfehlung mehr hatte und somit keinen Beitrag zum Artenschutz ausserhalb des natürlichen Lebensraums mittels einer Reservepopulation leisten konnte. Auch hatte die wichtige Führungsstärke des damaligen Silberrückens aufgrund seines fortgeschrittenen Alters stetig abgenommen, was zu Auseinandersetzungen in der Gruppe führte, die das Tierwohl zunehmend beeinträchtigten. Artenschutz vor Ort und im Zoo Zeitgleich ist der Nachwuchs ein wichtiger Beitrag innerhalb der Reservepopulation im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) für den Westlichen Flachlandgorilla. Im Sinne des One Plan Approach – ein ganzheitliches Konzept, das die Arbeit moderner Zoos mit dem Schutz der Art in ihrem natürlichen Lebensraum verbindet – engagiert sich der Zoo Zürich darüber hinaus auf mehreren Ebenen. So informieren wir auf verschiedenen Kanälen über die Bedrohungssituation der Art, sensibilisieren die Zoogäste für deren Schutz und sind mit der Gorillagruppe Teil verschiedener Forschungsprojekte – beispielsweise zur Erforschung von Kognition oder der Verdauungsbiologie. Und mit dem künftigen Bau des Ndoki Wald, dem neuen Lebensraum für den Westlichen Flachlandgorilla und weitere gefährdete Tierarten, hat der Zoo auch sein Naturschutzengagement vor Ort weiter ausgebaut. Vorbild für den Ndoki Wald ist der Nouabalé-Ndoki-Nationalpark in der Republik Kongo. Der Zoo Zürich unterstützt diesen als sein neuntes Naturschutzprojekt in Zusammenarbeit mit der lokalen Projektpartnerin Wildlife Conservation Society WCS. Der Nouabalé-Ndoki-Nationalpark ist ein gut 4000 Quadratkilometer grosses Naturschutzgebiet im Kongo-Becken. Er zeichnet sich durch einen weitgehend unberührten Regenwald aus. Der Nationalpark ist einer der wichtigsten Rückzugsorte für den Westlichen Flachlandgorilla sowie zahlreiche weitere gefährdete Tierarten. Ndoki Wald Der Ndoki Wald wird dem natürlichen Lebensraum der Gorillas in der Republik Kongo nachempfunden sein und allen vier Hauptaufgaben – Naturschutz, Artenschutz, Forschung und Bildung – eines modernen Zoos Rechnung tragen. Eine offene, sumpfige Lichtung umgeben von einem dichten Wald mit bis zu 25 Meter hohen «Baumriesen» wird das Zentrum des neuen Lebensraums Ndoki Wald bilden. Rund 100 solcher Giganten prägen dereinst die Landschaft und bieten den Tieren eine für einen Zoo weltweit einzigartige natürliche Klettermöglichkeit. Auf einer Gesamtfläche von 29‘000 Quadratmetern werden Gorillas und weitere gefährdete Tierarten wie Drills, Okapis oder Zwergflusspferde den neuen Lebensraum gemeinsam bewohnen. Ebola, Konflikte, Jagd und Lebensraumverlust Der Westliche Flachlandgorilla zählt zu den besonders stark gefährdeten Tierarten. In der Natur existieren nach aktuellen Schätzungen unter 300‘000 Tiere – das ist weniger als Zürich Einwohner hat. Die Bestände sind kontinuierlich abnehmend. Auf der Roten Liste der gefährdeten Arten der Weltnaturschutzunion IUCN ist die Art entsprechend als vom Aussterben bedroht gelistet. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet reicht von Kamerun über Gabun und die Republik Kongo bis in die Demokratische Republik Kongo. Die meisten Gorillas leben im zentralafrikanischen Kongobecken. Grösste Gefahr für den Westlichen Flachlandgorilla ist der Mensch. Gorillas werden für Trophäen sowie als Bushmeat zum Verzehr gejagt. Durch Abholzung und Brandrodung schwindet immer mehr Lebensraum. Politische Instabilität und Bürgerkrieg führen zu Mensch-Tier-Konflikten und einer mangelhaften Kontrolle von Schutzmassnahmen. Und auch das Ebola-Virus ist eine grosse Gefahr, teilweise löscht es ganze lokale Populationen aus.

Tierpark Nordhorn 28.07.2026
Tierpark Nordhorn setzt weiteren Meilenstein im energetischen Nachhaltigkeitsprogramm um Photovoltaikleistung mehr als verdreifacht – Familienzoo verfolgt konsequent das Ziel eines möglichst energieautarken Betriebs
Der Tierpark Nordhorn treibt sein energetisches Nachhaltigkeitsprogramm konsequent weiter voran. Mit der Inbetriebnahme einer neuen Photovoltaikanlage mit einer Leistung von knapp 200 kWp erreicht der Familienzoo einen weiteren bedeutenden Meilenstein auf dem Weg zu einer möglichst energieautarken Energieversorgung. Bereits vor rund zwei Jahren hatte der Tierpark mit mehreren Photovoltaikanlagen, E-Ladesäulen sowie zahlreichen energetischen Optimierungsmaßnahmen den Startschuss für ein umfassendes Nachhaltigkeitsprogramm gegeben. Nun folgt der bislang größte Ausbauschritt: Die bereits vorhandene Photovoltaikleistung von rund 90 kWp wird durch die neue Anlage auf insgesamt knapp 290 kWp erweitert. Damit hat der Tierpark seine Kapazitäten zur eigenen Stromerzeugung mehr als verdreifacht. „Unser Ziel ist es, den Tierpark Schritt für Schritt unabhängiger von externen Energiequellen zu machen und den Eigenversorgungsanteil kontinuierlich zu erhöhen“, erklärt der kaufmännische Leiter des Zoos, Nils Schleper. „Die vergangenen Jahre haben bereits gezeigt, dass sich unsere Investitionen in eine nachhaltige Energieversorgung sowohl ökologisch als auch wirtschaftlich auszahlen. Mit der neuen Photovoltaikanlage gehen wir nun den nächsten konsequenten Schritt.“ Besonders gut eignet sich Photovoltaik für die Anforderungen eines Zoobetriebes. Gerade an sonnigen Tagen, wenn viele Besucher den Tierpark besuchen, steigt auch der Strombedarf deutlich. Gastronomie, Kühlanlagen, Tierhäuser, Pumpen, Lüftungsanlagen und zahlreiche weitere technische Einrichtungen benötigen dann besonders viel Energie. Genau in diesen Zeiten liefert die Photovoltaikanlage ihre höchste Leistung. „Die zeitliche Übereinstimmung von hoher Sonneneinstrahlung und großem Besucheraufkommen ist für uns ein echter Standortvorteil“, erläutert Kramer. „Ein erheblicher Teil des zusätzlich benötigten Stroms kann unmittelbar selbst erzeugt und direkt vor Ort genutzt werden. Das verbessert nicht nur unsere Klimabilanz, sondern reduziert gleichzeitig dauerhaft unsere Energiekosten.“ Die energetische Optimierung ist dabei nur ein Baustein der umfassenden Nachhaltigkeitsstrategie des Tierparks. Bereits in den vergangenen Jahren wurden zahlreiche technische Anlagen modernisiert, energieeffiziente Beleuchtung installiert, Heizungsanlagen optimiert und das gesamte Tierparkteam für einen bewussten Umgang mit Energie sensibilisiert. Die bisherigen Maßnahmen haben bereits zu deutlichen Einsparungen beim Energieverbrauch geführt. Die Investition ist Teil eines langfristig angelegten Entwicklungsprozesses. Auch künftig sollen weitere Maßnahmen folgen, um den Energieverbrauch weiter zu reduzieren, den Eigenversorgungsgrad weiter auszubauen und den Tierpark Nordhorn nachhaltig für die Zukunft aufzustellen. „Unser Ziel ist klar: Der Tierpark Nordhorn soll in den kommenden Jahren zu einem der energieeffizientesten Zoos Deutschlands werden. Jeder weitere Schritt in Richtung Energieautarkie stärkt nicht nur unsere wirtschaftliche Zukunft, sondern leistet zugleich einen konkreten Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz. Nachhaltigkeit ist für uns kein Projekt mit Enddatum, sondern ein dauerhafter Entwicklungsprozess!“ so Zoodirektor Dr. Nils Kramer und ergänzt: „Als moderner Zoo tragen wir Verantwortung – für die uns anvertrauten Tiere, für unsere Besucher, für unser Mitarbeiterteam und für kommende Generationen. Deshalb möchten wir Nachhaltigkeit nicht nur vermitteln, sondern sie im eigenen Betrieb sichtbar leben. Die neue Photovoltaikanlage ist dabei ein weiterer wichtiger Meilenstein auf unserem Weg zu einem möglichst energieautarken Tierpark.“

Opel Zoo Kronberg 28.07.2026
Letzte Woche Sommerferien-Programm im Opel-Zoo Fledermausführung am Freitag, 7. August 2026, 20 Uhr
Auch in der letzten Woche der hessischen Sommerferien erwartet die Besucher noch ein vielfälitges Ferienprogramm im Opel-Zoo: Am Dienstag, dem 4.8.2026 startet die Ferienführung um 11 Uhr an der Statue des Zoogründers hinter dem Haupteingang, bei der es um „Tierische Rekorde“ geht. Am Größten oder eher klein und unscheinbar, am Schwersten oder eher federleicht, am Schnellsten oder bewegungslos im Versteck: Die Anpassungen im Tierreich sind vielfältig, ebenso wie die Gründe für die Anpassung. Am Mittwoch, dem 5.8.2026, und Donnerstag, dem 6.8.2026, öffnet die Zooschule wieder von 10 bis 13 Uhr ihre Türen und bietet Aktionen unter dem Motto „Mitmachen, erforschen, erleben“ an. Alle drei Veranstaltungen sind kostenfrei, ohne Zuschlag zum Eintrittspreis und ohne Voranmeldung. Auch für die beliebte Fledermausführung, die am Freitag, dem 7.8.2026 um 20 Uhr, also nach Kassenschluss vor dem Haupteingang startet, ist keine Voranmeldung erforderlich. Sie ist auch für Schüler ab 8 Jahren geeignet und kostet 30 € pro Person. Die Fledermausexpertin Ulrike Balzer erläutert die Lebensweise heimischer Fledermäuse, die alle unter strengem Naturschutz stehen und als reine Insektenfresser eine wichtige Rolle in unserem Ökosystem einnehmen. Sie wird mit den Teilnehmern an der Führung verschiedene Fledermausarten, die im Zoogelände Abends und Nachts fliegen, mit einem Detektor orten und erklären, wie sie mithilfe von Ultraschall-Echoortung ihre Beute jagen. Bei ungünstiger Witterung wird Ulrike Balzer einen interessanten Fledermausvortrag in der Zooschule halten. Die Zoopädgogen bieten darüber hinaus täglich um 12, 14 und 16 Uhr Führungen in die Madagaskar-Voliere an, nach den hessischen Sommerferien dann bis Ende September 2026 um 14 und um 16 Uhr. Die Teilnahme ist nur mit dem zuvor unter opel-zoo.de gebuchten online-Ticket möglich und kostet 3 € pro Person, mit denen der Opel-Zoo Artenschutzprojekte unterstützt. Auch die Tierpfleger-Gespräche finden täglich statt und können beim Zoobesuch ohne Voranmeldung und ohne weitere Kosten erlebt werden: Jeweils um 14 Uhr am Montag das Elefantentraining, am Dienstag bei den Erdmännchen, Hyänen oder Gibbons, am Mittwoch bei den Geparden, Hirschebern oder Nasenbären, am Donnerstag bei den Luchsen, Himalaya-Glanzfasanen oder Nandus und am Freitag bei den Dromedaren. Täglich um 16 Uhr finden die Tierpfleger-Gespräche bei den Brillenpinguinen statt

Zoologisch-Botanischer Garten Wilhelma Stuttgart 28.07.2026
Wilhelma verabschiedet Masterplan 2035+ als fachbereichsübergreifende Zukunftsstrategie Maßstäbe setzen für die Wilhelma von morgen
Am Dienstag, den 28. Juli 2026 hat Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin im Rahmen einer Pressekonferenz den neuen Wilhelma Masterplan 2035+ erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Dr. Thomas Kölpin erklärt: „Seit ihrer Gründung hat sich die Wilhelma immer weiterentwickelt und auf gesellschaftliche Veränderungen reagiert. Mit dem Masterplan 2035+ schlagen wir nun ein neues Kapitel unserer Geschichte auf. Erstmals haben alle Fachbereiche und Stabsstellen gemeinsam ein Zukunftsbild für die Wilhelma konzipiert. Unser Ziel ist es, Bewährtes zu bewahren, unsere besonderen Stärken weiter auszubauen und gleichzeitig den Mut zu haben, neue Maßstäbe zu setzen. Mein besonderer Dank gilt dem Land Baden-Württemberg als Träger der Wilhelma für die verlässliche Unterstützung und das Vertrauen in unsere Arbeit. Ebenso danke ich dem Verein der Freunde und Förderer der Wilhelma und seiner mittlerweile rund 38.000 Mitglieder. Der Förderverein unterstützt uns schon seit Jahrzehnten mit außergewöhnlichem Engagement und erheblichen Summen. Damit hat er zahlreiche Projekte ermöglicht entscheidend zur Weiterentwicklung der Wilhelma und dem Artenschutz in aller Welt beigetragen.“ Der Masterplan versteht sich als strategischer Entwicklungsrahmen. Sämtliche dargestellten Projekte stehen dabei unter dem Vorbehalt der Finanzierung, zumal sie nur im Rahmen vorhandener finanzieller Mittel und personeller Kapazitäten vorangebracht werden können. Weichenstellungen für die Zukunft Der Masterplan beschreibt die Wilhelma gemäß der Welt- Zoo- Naturschutzstrategie Weltverband der Zoos und Aquarien (WAZA) als international anerkanntes Zentrum für Artenschutz, Forschung, Bildung und Erholung und formuliert den Anspruch, ihre zoologischen und botanischen Sammlungen, den historischen Park sowie ihre wissenschaftlichen Aktivitäten gleichermaßen weiterzuentwickeln. Tierwohl, Nachhaltigkeit, Klimaanpassung, Biodiversität und moderne Infrastruktur gehören dabei ebenso zu den zentralen Handlungsfeldern wie eine zeitgemäße Besuchendenorientierung. Ziel ist es nicht nur, die Wilhelma weiterzuentwickeln, sondern neue Maßstäbe zu setzen. Fokus wird dabei auf Nachhaltigkeit gelegt, ganz besonders, was einen sorgsamen Umgang mit Ressourcen wie Wasser und Energie und der Vermeidung von Emissionen angeht. Die Vision der Wilhelma ist es, dass eine Zukunft in der Natur geschätzt, geschützt und bewahrt wird. Sie sieht es als ihre Mission, für Umwelt und Natur zu begeistern, um gemeinsam Arten zu schützen. Vom Leitbild zur Umsetzung Die strategischen Ziele werden im Masterplan durch konkrete Entwicklungsschritte ergänzt – von der bereits im Juli 2026 eröffneten Anlage für Kalifornische Strumpfbandnattern bis hin zu Zukunftsvisionen, die erst nach 2035 auf dem Plan stehen sollen. Gemeinsam verfolgen diese Projekte das Ziel, naturnahe Lebensräume zu schaffen, Tierwohl und Ex Situ-Artenschutz weiter zu stärken und den Besucherinnen und Besuchern ökologische Zusammenhänge noch anschaulicher zu vermitteln. Aktuell ist die Entstehung der neuen Elefantenwelt „Kui Buri“, deren Spatenstich im Januar 2026 begangen wurde, ein wegweisendes Leuchtturmprojekt: Als erste so genannte Fission-Fusion-Anlage für Asiatische Elefanten wird sie nach einer Bauzeit von rund 3,5 bis 4 Jahren optimale Bedingungen für Zucht und Haltung der stark gefährdeten Art bieten. Sie wird dem Sozialverhalten der Tiere Rechnung tragen, bei dem sich Elefantengruppen immer wieder trennen und neu formieren. Um einen naturgetreuen Lebensraumausschnitt des namensgebenden Kui Buri Nationalpark in Thailand abbilden zu können, wurde schon 2020 mit der Aussaat und Anzucht von Baumarten begonnen, die in dem Gebiet natürlicherweise vorkommen. Das Gesamtprojekt umfasst ein modernes Elefantenhaus, großzügige Außenanlagen sowie Gastronomie- und Serviceangebote. Das Land Baden-Württemberg investiert in den Neubau rund 68,5 Millionen Euro. Hiervon werden 15 Millionen Euro durch den Verein der Freunde und Förderer der Wilhelma übernommen. Die bestehende Themenwelt Terra Australis wird zudem schon zeitnah mit den Bereichen Narawntapu und Tasmanien weiterentwickelt, u. a. mit einer teilweise begehbaren Anlage für Südliche Nacktnasenwombats, Tasmanische Östliche Graue Riesenkängurus und Bennett-Kängurus. Grundlage bleibt das Prinzip „100 % Habitat“, das natürliche Lebensräume mit den dazugehörigen Pflanzen- und Tierarten möglichst vollständig nachbildet. Vor dem Amazonienhaus ist zudem ein Krallenaffenbaum geplant, der Einblick in das Leben der possierlichen Primaten geben wird. Über die kommenden Jahre hinweg werden im Rahmen des Projekts „Luftige Bergwelten“ sukzessive neue Volieren für Greifvögel und Eulen entstehen. Die Sanierung des Nashornhauses und die Gestaltung einer größeren Außenanlage wird erfolgen, sobald die benachbarte alte Elefantenanalage nicht mehr bewohnt ist. Mittelfristig soll auf der Fläche des heutigen Raubtierhauses mit der Themenwelt Gir Forest ein neuer Lebensraum für Asiatische Löwen, Streifenhyänen und Rostkatzen entstehen. Langfristig muss das noch aus dem Jahr 1960 stammende Gebäude des Aquariums/Terrariums umfassend modernisiert oder ggf. neu errichtet werden. Ein wesentliches Ziel des Masterplans ist die behutsame Erhaltung und Weiterentwicklung der denkmalgeschützten Gebäude und Anlagen aus der Zeit von König Wilhelm I. Dazu gehören unter anderem die bereits begonnene stufenweise Sanierung der Subtropenterrassen und der dortigen Errichtung neuer Volieren sowie langfristig die Transformation des Maurischen Landhauses – eines der architektonischen Kleinode der Wilhelma – zu einem Madagaskar-Trockenwaldhaus mit Nachttierbereichen. Perspektiven über 2035 hinaus Der Masterplan endet bewusst nicht mit dem Jahr 2035. Er formuliert darüber hinaus Entwicklungsperspektiven für die Zeit danach. Dazu gehören unter anderem eine neue afrikanische Savanne, die Umgestaltung des heutigen Flusspferdhauses zu einer Südostasien-Anlage mit Schabrackentapiren, Hirschebern, Orang-Utans und Gibbons sowie eine vom Förderverein der Wilhelma geplante, frei zugängliche Anlage für Zwergflusspferde am Neckar. Mit dem Masterplan 2035+ richtet die Wilhelma ihren Blick weit über einzelne Bauvorhaben hinaus. Er verbindet die Geschichte eines einzigartigen zoologisch-botanischen Gartens inmitten historischer Anlagen mit den Herausforderungen der Zukunft und formuliert einen klaren Anspruch: Die Wilhelma will Maßstäbe setzen – im Artenschutz, in der Umweltbildung, in der nachhaltigen Entwicklung und als moderne wissenschaftliche Einrichtung im Dienst der biologischen Vielfalt. Eine Institution internationaler Bedeutung Die Wilhelma ist der einzige zoologisch-botanische Garten Deutschlands. Auf dem historischen Gelände, dessen Wurzeln in einer privaten Parkanlage von König Wilhelm I. von Württemberg liegen, werden heute rund 1.200 Tierarten und mehr als 8.500 Pflanzenarten und -sorten gepflegt. Über 330 Beschäftigte in der Wilhelma selbst und den Außenstellen des Fachbereichs Parkpflege sorgen täglich dafür, dass Zoologie, Botanik, Parkpflege, Verwaltung, Technik, Umweltbildung und Artenschutz innerhalb und außerhalb der Wilhelma erfolgreich zusammenwirken. Mit mehr als 1,8 Millionen Besucherinnen und Besuchern jährlich zählt der zoologisch-botanische Garten zu den beliebtesten Freizeiteinrichtungen Baden-Württembergs und ist zugleich der größte außerschulische Lernort der Landeshauptstadt Stuttgart. Darüber hinaus engagiert sich die Wilhelma weltweit mit jährlich mehr als einer Million Euro für über 40 internationale Artenschutzprojekte.

Zoo Salzburg 28.07.2026
Nachts im Zoo: Magische Momente und einmalige Tierbegegnungen
Die Vorfreude steigt. Schon bald dürfen sich Besucherinnen und Besucher des Zoo Salzburg wieder über beeindruckende Tierbegegnungen in einmaliger Atmosphäre freuen. Der beliebte Nachtzoo geht nämlich in die nächste Runde. Die jeweils am Freitag und Samstag im August stattfindende Veranstaltung kann zwar schon als fester Bestandteil der sommerlichen Zoosaison bezeichnet werden, dennoch gleicht kein Abend dem anderen. Schließlich laufen Tierbegegnungen nicht nach einem bestimmten Schema ab. Jede Begegnung ist anders und damit einzigartig. Und so darf ein jeder an den insgesamt neun Nachtzoo-Abenden seine eigenen magischen Momente sammeln. Der Startschuss für den Nachtzoo 2026 fällt am Samstag, 1. August. Wie im Jahr zuvor stehen abwechselnd die Erdteile Eurasien und Südamerika sowie Afrika und Südamerika im Zentrum des Geschehens. Dennoch wird während des von 18 bis 22 Uhr stattfindenden Programms die sich über den gesamten Zoo erstreckende Nachtzoo-Beleuchtung ein nicht zu leugnendes „Dschungel-Feeling“ aufkommen lassen. Daneben werden drei geführte Kurztouren angeboten, außerdem erfahren Anwesende beim Tierpflegertalk spannende Details über die Arbeit im Zoo und schließlich dürfen sich die kleinen Tierfreundinnen und -freunde an der Bastelstation kreativ betätigen. An den Nachtzoo-Abenden sind das Zoo-Restaurant sowie der Gastgarten geöffnet, sodass für das kulinarische Wohl der großen und kleinen Besucherinnen und Besucher bestens gesorgt ist. Die Veranstaltungsgebühr von drei Euro für Erwachsene und einem Euro für Kinder ab vier Jahren wird ab 17:30 Uhr erhoben. Der letzte Einlass erfolgt um 20:30 Uhr. Bei Schlechtwetter findet die Veranstaltung mit eingeschränktem Programm statt.

Zoo Dresden 28.07.2026
Abschied von Löwin Layla
Schweren Herzens haben wir uns heute dazu entschlossen, die 2005 geborene Löwin Layla einzuschläfern. Trotz ihres hohen Alters von über 20 Jahren zeigte sich Layla in den letzten Jahren meistens gesund, hatte aber auch mehrfach kurze Phasen, in denen sie etwas unleidlich und abgeschlagen wirkte. Zuletzt wurden im Jahr 2023, im Rahmen einer Reihe von Zahnbehandlungen, die Blutwerte kontrolliert. Damals zeichnete sich bereits ab, dass Layla eine beginnende Nierenerkrankung aufwies, die zu diesem Zeitpunkt jedoch noch größtenteils symptomlos war. Dennoch rechneten wir stets damit, dass ihre Krankheit, die nicht heilbar ist, früher oder später zu Symptomen führen würde. In den vergangenen Monaten waren bei Layla nun ein stetiger Verlust an Körpermasse und häufigere Phasen mit geringem Appetit und reduziertem Wohlbefinden zu verzeichnen. In den vergangenen Tagen hat sich ihr Allgemeinzustand stark und rapide verschlechtert. Sie zeigte sich müde und teilnahmslos, verweigerte vermutlich aufgrund von Übelkeit jegliche Futteraufnahme und bereits geringe Belastungen strengten sie extrem an. Zuletzt war sie beinahe vollkommen apathisch. Um Layla weiteres Leiden zu ersparen, haben wir uns entschieden, sie zu diesem Zeitpunkt zu erlösen. Layla wurde am 15. November im Zoo Amsterdam/ NL geboren und war dort mit anderen Junglöwen aufgewachsen. Seit dem 25. Juli 2007 lebte Layla im Zoo Dresden, wo sie gemeinsam mit dem Kater Jago die damals neu eröffnete Löwenanlage im historischen Raubtierfelsen bezog. Mit den 2012 geborenen Zwillingen Abaja und Damien wuchs das Dresdner Rudel zwischenzeitlich auf vier Tiere an. Nach dem Tod von Jago im April 2022 wurde Layla souveräner und sorgte für Ruhe und Ordnung innerhalb der Gruppe. Die Tierpflegerinnen und Tierpfleger bezeichneten sie als selbstbewusstes und freundliches Tier. Als letzter Löwe verbleibt nun nur noch Laylas 2012 geborener Sohn Damien im Zoo Dresden. Da er vorerst ohne Artgenossen auskommen muss, wird sich die Tierpflege umso intensiver um ihn kümmern. Optionen für seine weitere Zukunft werden nun das Thema zoointerner Beratungen sein.

Zoo Duisburg 28.07.2026
Kleinste Hirschart der Welt erobert den Zoo am Kaiserberg
Seit Kurzem können sich die Besucherinnen und Besucher über eine neue Tierart freuen: Ein Südlicher Pudu ist in den Zoo Duisburg eingezogen. Duisburg Ein Südlicher Pudu ist von nun an im Zoo Duisburg zu sehen. Das Männchen „Yuri“, geboren am 21. Mai 2025 im Kölner Zoo, zog bereits vor rund zwei Wochen nach Duisburg. Ein Weibchen wird ebenfalls in den kommenden Wochen am Kaiserberg erwartet. Damit hält der Zoo Duisburg erstmals Südliche Pudus. Yuri ist auf der ehemaligen Muntjakanlage zu sehen, die Muntjaks sind bereits vor einiger Zeit zu den Schopfhirschen auf die Anlage nebenan gezogen, wo sie nun vergesellschaftet sind. Perspektivisch sollen die beiden Tiere auf Empfehlung des EEPs (Europäisches Erhaltungszuchtprogramm) Nachwuchs bekommen. Das Internationale Zuchtbuch wird durch den Zoo Wuppertal geführt. Die Art wird zwar schon mit wenigen Monaten geschlechtsreif, die meisten Pudus paaren sich jedoch erst mit rund zwei Jahren erfolgreich. Etwa sieben Monate dauert die Tragzeit, bis ein Kitz geboren wird. Pudus gelten als die kleinsten Hirsche der Welt. Die regenwaldbewohnenden Tiere stammen ursprünglich aus Südamerika, vorrangig aus Südwest-Argentinien und Südchile. Durch ihren kleinen Körperbau und einer Schulterhöhe von nur knapp 40 Zentimeter, sind sie perfekt an das Leben im Unterholz angepasst. Die Tiere sind reine Pflanzenfresser – Blätter, Rinde, Früchte, Farne und Blüten stehen auf ihrem Speiseplan. Pudus sind potenziell gefährdet Pudus gelten laut Roter Liste der IUCN als potentiell gefährdet. Die Bestände nehmen kontinuierlich ab – nicht nur, weil der Lebensraum durch Rodung bedroht ist, sondern auch, weil die Tiere gejagt werden. Durch die Haltung und die angestrebte Zucht am Kaiserberg übernimmt der Zoo Duisburg einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Hirschart. „In Zeiten, in denen Lebensräume kleiner und die Lebensbedingungen für viele Tierarten schwieriger werden, sind Artenschutzprogramme unerlässlich. Wir freuen wir uns, die Zucht der bedrohten Pudus hier bei uns im Zoo Duisburg unterstützen und die Erhaltung der Art aktiv vorantreiben zu können“, sagt Dr. Carolin Bunert, stellvertretende Zoologische Leitung des Zoo Duisburg.

Zoo Hoyerswerda 27.07.2026
Hornvogel, Schneeeulen und Mandschurenkraniche haben Jungtiere
Im Zoo Hoyerswerda gibt es gleich vielfachen gefiederten Nachwuchs. Die Mandschurenkraniche, Sunda-Orienthornvogel und Schneeeulen haben Jungtiere. Ein wichtiger Zuchterfolg für die Arterhaltung, denn alle Arten sind bedroht. Das älteste unter den Küken ist der Sund-Orienthornvogel-Nachwuchs. Es ist bereits am 20. Mai geschlüpft, aber zeigt sich erst jetzt in der Voliere. Schon im April haben die beiden Altvögel fleißig an der Bruthöhle gebaut und seit Mitte April, war das Weibchen für die Besuchenden nicht mehr zu sehen. Denn bei Hornvögeln mauert das Männchen seine Frau und die Eier zum Schutz vor Fressfeinden in die Nisthöhle ein. Nur einen kleinen Spalt lässt er vom Eingang der Höhle frei, so dass er das Weibchen und später auch die Küken mit Futter versorgen kann. Ab dann ist seine Frau mehrere Wochen voll und ganz von seiner Versorgung abhängig. Während das Männchen sich die letzten Wochen um ihr leibliches Wohl gekümmert hat, konnten aufmerksame Besuchende in der letzten Zeit schon hin und wieder hören, wie das Küken im Nest laut zwitschernd nach Futter verlangt hat. Davon scheint es ausreichend bekommen zu haben. Am vergangenen Wochenende hat die Hornvogelmutter die Lehmmauer am Nesteingang aufgebrochen und Jungtier mit Mutter habe die Nisthöhle verlassen. Das Küken hat sich großartig entwickelt und ist schon so groß wie seine Eltern. Zu erkennen ist es am blassen Schnabel, der seine typische Färbung erst allmählich erhalten wird. Seit 2007 lebt das Paar im Zoo Hoyerswerda. Im Jahr 2011 hatte es erstmalig mit der Nachzucht geklappt und im Jahr 2013 das zweite Mal. Noch keine 30 Tage alt sind hingegen die Küken der Schneeeulen und des Mandschurenkranich Paares. Dieses schlüpfte am 5. Juli und die beiden Küken des Schneeeulen Paares Hedwig und Harry am 3. Juli. Für die Schneeeulen ist es der erste Nachwuchs als Paar überhaupt und im Zoo Hoyerswerda nach elf Jahren der erste in der neuen Schneeeulen-Voliere. Als Bodenbrüter suchen sie sich eigentlich geschützte Nester zwischen Sträuchern oder größeren Steinen auf dem Boden, aber Hedwig und Harry befanden ein Platz auf dem Stallgebäude für die beste Option. Das wohl am schnellsten wachsende Küken ist das der Mandschurenkraniche. „Man kann ihm täglich beim Wachsen zu sehen, jeden Tag ist es ein paar Zentimeter größer,“ erzählt Romeo Mildner, Revierleiter im Vogelrevier. Innerhalb einer Woche verdoppeltes es sein Geburtsgewicht. Ein notwendiges Wachstum, denn in ihrer Herkunftsregion der Mandschurei sind die Sommer kurz und das Jungtier muss schnell flugfähig sein, um zum Herbstende ins Winterquartier fliegen zu können. Die Geschlechter der Nachzuchten werden erst mit einer DNA-Probe ermittelt. Äußerlich kann man Weibchen und Männchen nur bei den Schneeeulen unterscheiden, dort sind die Weibchen größer und haben mehr dunkle Flecken als die Männchen.

Zoo Magdeburg 27.07.2026
Seltene Bartlett-Dolchstichtaube zieht in den Zoo Magdeburg ein Neue Partnerin für seltenen Taubenvogel trifft auf erfolgreiche Artenschutz-WG mit den bedrohten Balistaren
Der Zoo Magdeburg darf sich über einen besonderen Neuzugang freuen: Eine weibliche Bartlett-Dolchstichtaube (Gallicolumba crinigera) ist in die Asienvoliere des Zoos eingezogen. Sie soll künftig mit dem bereits in Magdeburg lebenden Männchen ein Paar bilden und damit perspektivisch zur Erhaltungszucht dieser seltenen Vogelart beitragen. Die neue Bartlett-Dolchstichtaube kam aus dem Zoo Frankfurt nach Magdeburg. Der Austausch zeigt die erfolgreiche Zusammenarbeit der in der EAZA zusammengeschlossenen wissenschaftlich geführten Zoos. Durch die koordinierte Bestands- und Zuchtplanung werden passende Partnertiere europaweit vermittelt und so langfristig stabile Populationen bedrohter Tierarten aufgebaut. Diese Taubenart gilt als gefährdet, da ihr natürlicher Lebensraum auf den Philippinen durch Abholzung und andere menschliche Eingriffe zunehmend verloren geht. Die etwa 30 Zentimeter große Taube stammt von mehreren Inseln der südlichen Philippinen und lebt dort vor allem in Primär- und Sekundärwäldern. Charakteristisch ist der auffällige dunkelrote Brustfleck, der der Art ihren deutschen Namen verliehen hat und wie eine Dolchverletzung wirkt. Bartlett-Dolchstichtauben gehören zu den sogenannten Erdtauben und verbringen einen Großteil ihres Lebens am Boden, wo sie nach Samen, Früchten, Beeren sowie kleinen Wirbellosen suchen. Besonders bemerkenswert ist jedoch nicht nur die neue Taube selbst, sondern auch ihr neues Zuhause in Magdeburg. Die Bartlett-Dolchstichtauben bewohnen gemeinsam mit Balistaren eine der bedeutendsten Vogelanlagen des Zoo Magdeburg. Der Balistar zählt zu den am stärksten bedrohten Vogelarten der Welt. Umso größer war die Freude im Zoo, als in diesem Jahr erstmals in der Geschichte des Zoo Magdeburg Balistar-Nachwuchs erfolgreich aufgezogen werden konnte. Die gemeinsame Haltung beider Arten zeigt eindrucksvoll die Bedeutung moderner zoologischer Gärten für den internationalen Artenschutz. In einer einzigen Voliere treffen zwei Vogelarten aufeinander, deren wilde Bestände durch Lebensraumverlust und andere Bedrohungen unter Druck geraten sind. Während die Balistare weltweit zu den seltensten Singvögeln zählen, gilt auch die Bartlett-Dolchstichtaube als gefährdet und ist auf koordinierte Erhaltungszuchtprogramme angewiesen. „Unsere Vogelanlage vereint inzwischen mehrere Erfolgsgeschichten des Artenschutzes an einem Ort“, erklärt Zoodirektor Dr. David Pruß. „Mit dem ersten Balistar-Nachwuchs in der Geschichte unseres Zoos konnten wir bereits einen wichtigen Meilenstein erreichen. Nun freuen wir uns sehr darüber, dass wir für unsere Bartlett-Dolchstichtaube eine Partnerin gewinnen konnten. Jeder neue Zuchtansatz trägt dazu bei, Reservepopulationen bedrohter Tierarten aufzubauen und langfristig zu sichern.“ Für die Zoobesucher gibt es die seltenen Tauben durchaus zu entdecken – allerdings braucht es etwas Geduld. Die scheuen Vögel halten sich bevorzugt am Boden oder in dichtem Bewuchs auf und fallen eher durch ihre außergewöhnliche Färbung als durch auffälliges Verhalten auf. Wer genau hinsieht, kann eine der seltensten Taubenarten der Welt beobachten und gleichzeitig einen Blick auf die erfolgreiche Artenschutzarbeit mit den Balistaren werfen. Diese sind aufgrund ihres weißen Gefieders deutlich leichter im Bambusdickicht zu entdecken. „Mit dem Einzug der neuen Bartlett-Dolchstichtaube setzt der Zoo Magdeburg seine Bemühungen fort, bedrohte Vogelarten nicht nur zu präsentieren, sondern aktiv zu ihrem Erhalt beizutragen. Die Hoffnung ist groß, dass sich das neue Paar gut versteht und künftig selbst für Nachwuchs sorgt – ein weiterer wichtiger Beitrag zum Schutz einer seltenen Art, deren Zukunft in der Wildbahn keineswegs gesichert ist“, so der Zoodirektor David Pruß.

Tiergarten Hellabrunn München 27.07.2026
Asiatische Elefantkuh Temi erwartet wieder Nachwuchs – Große Freude im Hellabrunner Elefantenhaus – Elefantenkuh Temi ist wieder trächtig. Der Geburtstermin ist für August 2027 berechnet.
Seit diesem Frühjahr steht fest, dass Temi erneut trächtig ist. Der Nachweis gelang durch regelmäßige Urinproben im Rahmen des Medical Trainings, bei denen Zyklus- und Trächtigkeitshormone gemessen werden. „Dass Temi erneut trächtig ist, ist eine wunderbare Nachricht für den Tierpark Hellabrunn. Nach den Herausforderungen des vergangenen Jahres in der Elefantengruppe freuen wir uns sehr über diese Entwicklung. Bis zur Geburt liegt zwar noch einige Zeit vor uns, doch wir werden Temi auf diesem Weg mit größter Sorgfalt begleiten“, sagt Tierparkdirektor Rasem Baban. Möglich wird die engmaschige Begleitung durch das tägliche Medical Training der Asiatischen Elefanten. Dabei können die Tierpflegerinnen und Tierpfleger die Tiere freiwillig und stressfrei medizinisch versorgen sowie wichtige Gesundheitsdaten erheben. „ Die ganz unkomplizierten und regelmäßigen Blut- und Urinproben, die wir Dank des Medical Trainings bekommen, liefern zuverlässige Werte zur Zyklusbestimmung und haben es ermöglicht, die Trächtigkeit sowie den voraussichtlichen Geburtstermin frühzeitig festzustellen“, erklärt Dr. Hanspeter Steinmetz, Kurator für Elefanten im Tierpark Hellabrunn. Mit einer Tragzeit von rund 22 Monaten gehören Asiatische Elefanten zu den Säugetieren mit der längsten Schwangerschaft. Bis im Hellabrunner Elefantenhaus wieder ein Jungtier zu sehen sein wird, dauert es daher noch knapp ein Jahr. Auch aus zoologischer Sicht ist die Trächtigkeit von großer Bedeutung. „Die Erfahrungen der vergangenen Zeit haben eindrücklich gezeigt, wie wichtig regelmäßiger Nachwuchs bei Asiatischen Elefanten in zoologischen Gärten für den Aufbau einer gesunden Immunität und den Erhalt einer stabilen Population ist. Neben der Vergrößerung der Herde durch Rani und Savani ist Temis erneute Trächtigkeit deshalb eine sehr positive Nachricht. Wir sind gespannt, wie sich die Dynamik in der Gruppe in den kommenden Monaten und nach der Geburt des Jungtiers weiterentwickeln wird.“, so Steinmetz. „Dass Temi wieder Nachwuchs erwartet, ist eine wunderbare Nachricht – für den Tierpark Hellabrunn, für München und für alle Menschen, die unseren Tierpark mit großer Verbundenheit begleiten. Sie zeigt, wie engagiert und fachkundig das Team in Hellabrunn arbeitet und mit welcher Sorgfalt die Tiere betreut werden. Ich freue mich sehr auf das Elefantenkalb im kommenden Jahr und wünsche Temi bis zur Geburt weiterhin alles Gute und eine bestmögliche Betreuung“, sagt Bürgermeisterin Verena Dietl, Aufsichtsratsvorsitzende des Tierparks Hellabrunn. Bis zur Geburt wird Temi weiterhin eng von Tierpflegerinnen und Tierpflegern sowie Tierärztinnen und Tierärzten begleitet. Dank des täglichen Medical Trainings lässt sich der Verlauf der Trächtigkeit regelmäßig kontrollieren, sodass die werdende Mutter bestmöglich betreut werden kann.

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