Zoopresseschau

Allwetterzoo Münster 10.07.2026
Neuer Spielplatz im Allwetterzoo Münster feierlich eröffnet
Der Allwetterzoo Münster hat am Freitag seinen umfassend modernisierten Tigerspielplatz neu eröffnet. Eingeweiht wurde der Spielplatz von einer Gruppe der St. Dionysus Kita Nordwalde und weiteren spielfreudigen Kindern. Neue Spielgeräte für mehr Spielspaß Herzstück des neugestalteten Spielplatzes ist ein neuer Kletterturm mit Rutsche. Ergänzt wird dieser durch einen abwechslungsreichen Kletterparcours aus Seilen, Holzstämmen und Ketten, der motorische Fähigkeiten fördert und zum gemeinsamen Spielen einlädt. Ebenfalls neu ist das barrierefrei nutzbare „Vogelnest“, das Kindern mit und ohne Behinderung gleichermaßen vielfältige Spielmöglichkeiten bietet. Ausgestattet ist der Bereich unter anderem mit einem Klangspiel, einem Sand-Seilzug sowie weiteren Elementen, die gemeinsames Spielen ermöglichen. Auch einige beliebte Klassiker, wie das Sitzkarussell, das schon vor der Renovierung auf dem Spielplatz beim Tigergehege stand, wurden aufgehübscht und in die Neugestaltung integriert. Der alte Sand wurde ausgetauscht und konnte z.B. auf der großen Afrika-Anlage und im Warzenschwein-Gehege wiederverwendet werden. Attraktiv für verschiedene Altersgruppen Das neue Konzept soll dabei für verschiedene Altersgruppen funktionieren. Kinder können ihre Kletterfähigkeiten ihrem Alter entsprechend immer wieder neu herausfordern. Somit soll der Spielplatz für verschiedene Altersgruppen und über Jahre für die Kinder attraktiv bleiben. Zoodirektorin Dr. Simone Schehka hat den Spielplatz zusammen mit den Kindern eröffnet und dabei auch selber die neuen Spielgeräte getestet: „Spielplätze sind für viele Familien ein wichtiger Bestandteil eines Zoobesuchs. Mit der Neugestaltung des Tigerspielplatzes haben wir einen modernen, erlebnisreichen Ort geschaffen, an dem Kinder gemeinsam spielen, entdecken und sich bewegen können.“ Möglich gemacht wurde der Umbau des Spielplatzes durch eine Förderung in Höhe von 150.000€ und die gute Zusammenarbeit zwischen dem Team des Allwetterzoos und der Firma Böcker, die für den Aufbau des Spielplatzes verantwortlich waren. Der neue Spielplatz steht ab sofort allen Besucherinnen und Besuchern während der regulären Öffnungszeiten des Zoos zur Verfügung.

Kölner Zoo 10.07.2026
Doppelt so groß: Kölner Zoo eröffnet neue Anlage für Giraffen
Mit „Maoli“ und „Penda“ sind die ersten beiden Giraffen eingezogen Groß denken und hoch bauen – das können die Kölner mindestens seit dem Dombau. Auch im Kölner Zoo geht es hoch hinaus. Heute ist hier die neue Heimat der Giraffen, der höchsten Landtiere der Erde, eröffnet worden. Basis war die Vorgänger-Anlage aus den 60er Jahren. Sie wurde in rd. zwei Jahren Bauzeit und für Bruttokosten von rd. 6,5 Mio. Euro komplett kernsaniert und wesentlich erweitert. „Viel mehr Platz für die Tiere. Neue und nahe Einblicke für unsere Gäste. Spannende Edukation, bei der man mehr über die Biologie der Tiere, ihre Bedrohung und ihren Schutz mitnimmt: Die Anlage vereint all das, was moderne Zoos heute bieten“, so Prof. Theo B. Pagel und Christopher Landsberg, Vorstände des Kölner Zoos bei der Eröffnung. Zusätzlich ist das Haus mit einem Schutzprojekt für Giraffen in Kenia verknüpft, das der Zoo bereits länger unterstützt. Hohe Standards für hohe Tiere – doppelt so viel Platz, energetisch auf neuestem Stand Der Giraffen-Innenbereich wuchs durch einen Anbau und neue, multifunktionale Raumaufteilungen auf mehr als 1.000 qm2 – nahezu doppelt so viel wie früher. Dadurch bieten sich viele zusätzliche Möglichkeiten für ein noch verhaltensgerechteres Management der höchsten Landsäuger der Erde. So z.B. durch mehr Bewegungsfreiheit und Auslauf, neun variable Innenfutterkörbe in „Giraffenhöhe“, den Einbau einer Wand für medizinische Trainings sowie einer Waage für regelmäßige Gewicht-Check-ups. Die Innenhalle stellt dank ihrer Größe und der tageslichtdurchlässigen Decke vor allem in den Wintermonaten eine deutliche Verbesserung in der Haltung dar. Auch der Außenbereich ist nahezu um das Doppelte gewachsen. Er bietet u.a. Futteraufhängungen und ein für Gäste gut sichtbares Trinkbecken. Auf der Außenanlage werden künftig auch Mhorr-Gazellen leben und zwischen der anschließenden Anlage für Spitzmaulnashörner und dem Giraffenbereich frei hin- und herwechseln können. Groß gedacht wurde auch für die Zoogäste. Für sie ist u.a. eine neue Aussichtsplattform entstanden, auf der man Giraffen zukünftig zu bestimmten Zeiten „Auge in Auge“ begegnen und mitfüttern kann. Das neue Edukationskonzept für Jung und Alt sorgt für spannende Aha-Momente rund um die afrikanischen Riesen. Zudem wurde die gesamte Technik des Vorgängerbaus auf neuesten Stand gebracht und energetisch optimiert. Dazu zählen der Anschluss an die Fernwärme, die Errichtung einer Photovoltaikanlage und ein Gründach. Darunter werden sich nicht nur Giraffenköpfe tummeln. Denn zu den riesigen Giraffen ziehen bald erstmals auch Nacktmulle, also sehr kleine Tiere, in eine neue Anlage im Innenbereich ein. Ihre künftigen Nachbarn, die in Zoos nur selten gehaltenen madagassischen Ringelschwanzmungos, erhalten ebenfalls neue Innen- und Außengehege. Willkommen „Penda“ und „Maoli“: Aufbau einer Kordofan-Giraffen-Gruppe – 50 cm lange Zunge, 50km/h schnell Die Anlage ist für einen Giraffen-Bullen und seine bis zu drei Weibchen mit ihren Jungtieren ausgelegt. Den Anfang machen „Penda“ und „Maoli“. Die beiden siebenjährigen Weibchen zählen zu den Kordofan-Giraffen (Giraffa camelopardalis antiquorum). Sie kamen Anfang der Woche auf Empfehlung des Zuchtbuchkoordinators für diese Unterart aus dem Dortmunder Zoo nach Köln. „Penda“ wurde am 22. Dezember 2018 im Zoo Basel, Schweiz, geboren. Im Alter von 2,5 Jahren zog sie in den Dortmunder Zoo. „Maoli“ kam am 13. Januar 2019 im Zoo von La Fleche, Frankreich, zur Welt und im Alter von zwei Jahren nach Dortmund. Die beiden gleichaltrigen Kühe sind eng miteinander vertraut und auch daher im Doppelpack aus dem Ruhrgebiet ins Rheinland gezogen. Schon bald wird ein Bulle folgen, sodass irgendwann auch die Erhaltungszucht bei dieser vom Aussterben bedrohten Giraffenart in Köln beginnen kann. Kordofan-Giraffen sind eine Unterart der Nord-Giraffen. Sie kommen in der Zentralafrikanischen Republik, in Kamerun, dem Tschad, der Demokratischen Republik Kongo sowie im Süd-Sudan vor. Die Wildbestände sind in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen. Erhebungen zufolge gibt es nur noch 1.400 fortpflanzungsfähige Kordofan-Giraffen – ein dramatischer Schwund. Gründe sind vor allem Lebensraumzerstörung und illegale Bejagung. Kordofan-Giraffen sind etwas kleiner als andere Giraffen-Unterarten. Sie brauchen Baumsavannen, da sie auf Blätter, Knospen, Zweige und Rinde als Futter spezialisiert sind. Mit ihrer etwa 50 cm langen Zunge kommen sie auch an schwer erreichbare Äste. Sie leben in kleinen Herden, die von den ältesten Kühen angeführt werden. Kordofan-Giraffen werden bis zu 6 Meter groß und knapp 2 Tonnen schwer. Trotzdem erreichen sie bei Fluchtbewegungen ein Tempo von mehr als 50 km/h.Kölner Zoo fördert Giraffenschutzprojekt in Kenia – heute wieder 200 Giraffen Um den Lebensraum von Giraffen zu schützen und die Wildbestände zu stärken, unterstützt der Kölner Zoo seit drei Jahren ein Bildungsprojekt zur Vermeidung von Mensch-Tier-Konflikten im kenianischen Teil der Serengeti, der Massai Mara. Pro Jahr stellt der Kölner Zoo dafür 15.000 Euro bereit. Gemeinsam mit der Kölner NGO „Chance e.V.“ fördert der Zoo die Mara Siana Conservancy, ein von den dort lebenden Menschen verwaltetes Gebiet von rd. 6.000 Hektar mit ca. 2.000 Massai-Familien. Diese verpachten im Rahmen der Kooperation einen Teil ihres Landbesitzes an das Schutzprojekt. Dadurch entstehen wieder wichtige Wanderkorridore für Giraffen und andere Wildtiere. Im Gegenzug erhalten die Dorfgemeinschaften finanzielle Unterstützung und Einnahmen aus Tourismuseinkünften sowie praktische Hilfe beim Schutz ihrer Nutztierherden, die früher oft von Wildtieren gerissen wurden. Der Kölner Zoo finanziert einen lokalen Lehrer und entwickelt mit ihm gemeinsam Bildungsmaterialien für Erwachsene und Kinder, um die Massai nachhaltig von diesem ganzheitlichen Ansatz im Sinne aller zu überzeugen. Dazu tragen auch die Erfolge des Schutzprojekts bei: Laut des Direktors der Conservancy und Hauptkoordinators der Arbeit vor Ort, Rimoine Ole Kararei, leben im Gebiet der Mara Siana Conservancy inzwischen wieder rd. 200 Giraffen – vor zehn Jahren gab es keine mehr.

Erlebniszoo Hannover 10.07.2026
ZWITSCHERNDE ZWERGOTTER EROBERN DEN DSCHUNGELPALAST
Die kleinsten Otter der Welt sind an den Teich der Hulman-Languren im Erlebnis-Zoo Hannover gezogen Sie knurren und kichern, summen und pfeifen. Sie wuseln und waten, schwimmen und tauchen. Sie sind hochsozial, neugierig, verspielt – kurz: rundum liebenswert. Drei Asiatische Kurzkrallenotter (Aonyx cinereus), auch Zwergotter genannt, sind an den Teich im Dschungelpalast des Erlebnis-Zoo Hannover gezogen und erobern die Herzen im Sturm. Die kleinsten Otter der Welt haben ein dichtes, braunes Fell, kleine schwarze Knopfaugen, kurze Beine und für den Unterwasser-Antrieb einen kräftigen Schwanz. Mit ihren kleinen Pfoten, die an menschliche Hände erinnern, können sie Muscheln knacken, Fische festhalten und Gegenstände ertasten. Ruhig ist es bei Familie Otter nur selten: Die Tiere kommunizieren miteinander in über zwölf verschiedenen Geräuschen vom Pfeifen bis zum Quieken. „Asiatische Zwergotter sind charismatische Tiere, sehr aktiv, sie spielen viel und beschäftigen sich in ihrem Familienverband sehr stark miteinander“, beschreibt Zoo-Kurator Fabian Krause die Neulinge. Und sie sind sehr neugierig: Jeder Zentimeter ihres neuen Reiches wird ausgiebig erforscht. Die Anlage in dem einstigen Maharadscha-Palast bietet den agilen Zwergottern einen großen Teich zum Schwimmen und Tauchen, eine üppige Ufervegetation zum Verstecken, Rasenflächen und Ruinen zum Rennen und Klettern. „Es macht einfach Spaß, die flinken und äußerst geschickten Tiere zu beobachten“, so Krause. Neue Wohngemeinschaft Die drei Otter teilen sich ihre Anlage mit weniger aquatischen Mitbewohnern, den Hulman-Languren (Semnopithecus entellus). „Tierische Wohngemeinschaften, also Vergesellschaftungen von zwei oder mehr Tierarten, bieten Raum für die natürlichen Interaktionen zwischen den Tieren und beschäftigen sie ausgiebig“, erklärt der Kurator. Die ersten Tage waren die Otter alleine auf der Anlage, damit sie ihr neues Reich in aller Ruhe erkunden konnten, ihre Schlafplätze und den Zugang zum Bereich hinter den Kulissen sicher fanden. Während der Eingewöhnung nutzten Otter und Hulman-Languren die Anlage daher abwechselnd und lernten sich so zumindest geruchlich schon einmal kennen. Jetzt können sich die Zoo-Besuchenden auf spannende Einblicke in das Zusammenleben der wasserliebenden Bodenbewohner und sprunggewaltigen Klettermeister freuen. „Mit den Asiatischen Kurzkrallenottern bereichert eine faszinierende und zugleich bedrohte Tierart den Dschungelpalast“, sagt Zoo-Geschäftsführer Andreas M. Casdorff, „die flinken kleinen Otter werden sicherlich schnell zu den neuen Publikumslieblingen“. Das Team des Erlebnis-Zoo freut sich, den Besuchenden diese lebhaften Tiere näherzubringen und gleichzeitig auf die Gefährdung der natürlichen Lebensräume der Zwergotter aufmerksam zu machen. Gefährdete Tierart Asiatische Kurzkrallenotter (Aonyx cinereus), auch Zwergotter genannt, sind die kleinsten Otter der Welt. Sie leben an Flüssen und Seen sowie Sumpf- und Mangrovengebieten Südostasiens. Neben der Zerstörung und Zerstückelung ihrer Lebensräume sind sie vor allem durch chlorhaltige Chemikalien aus Landwirtschaft und Industrie bedroht, die in Gewässer und Böden gelangen. Die Weltnaturschutzunion IUCN stuft den Zwergotter daher als „gefährdet“ ein. Im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes für Asiatische Kurzkrallenotter will der Erlebnis-Zoo Hannover dazu beitragen, die flinken Otter langfristig zu erhalten und sie später, wenn möglich, in geeigneten Lebensräumen wieder anzusiedeln.

Zoo Magdeburg 10.07.2026
Zoo Magdeburg bietet tierische Sommererlebnisse für die ganze Familie
Superlative Urlaubserlebnisse mit 700 Zootieren, kostenfreiem Zoobesuch für Kinder, Zoorallye, Camping mit Nachtsafari, Klassikkonzert auf der Paviananlage, Weinlounge beim Nashorn und vieles mehr Wer faszinierende Tierwelten erleben möchte, muss nicht um die halbe Welt reisen. In der weitläufigen, 20 Hektar großen Parklandschaft des Zoo Magdeburg können Besucher auf eine außergewöhnliche Entdeckungsreise durch die Tierwelt verschiedener Kontinente gehen. Rund 700 Tiere in 180 Arten laden dazu ein, majestätische Giraffen, auf Felsen thronende Blutbrustpaviane oder die quirligen südamerikanischen Krallenaffen aus nächster Nähe zu beobachten. Für die Ferien- und Urlaubszeit hält der Zoo Magdeburg zahlreiche besondere Erlebnisse bereit. Große Beliebtheit genießen die morgendlichen Sommerspaziergänge, die bereits vor der regulären Zooöffnung beginnen und online buchbar sind. Ein besonderes Highlight erwartete die Besucher am 6. Juli 2026 beim Camping mit Nachtsafari. Dabei erlebten die Teilnehmenden den Zoo nach Schließung der Zootore und verbrachten eine unvergessliche Nacht inmitten der Tierwelt. Genuss- und Kulturfreunde kommen ebenfalls auf ihre Kosten: Am 18. Juli 2026 lädt die Weinlounge am Nashorngehege zu ausgewählten Weinen in außergewöhnlicher Atmosphäre ein. Am 7. August 2026 verbindet die Veranstaltung „Klang & Kulinarik“ in der AFRICAMBO Lodge kulinarische Genüsse mit einem besonderen Musikerlebnis. Von der Terrasse der Lodge aus können Gäste ein Klassikkonzert auf der Anlage der Blutbrustpaviane erleben. Harmonische Klänge klassischer Meisterwerke und exzellente Kulinarik verschmelzen dabei zu einem außergewöhnlichen Sommerabend. Zum täglichen Programm gehören Tierpräsentationen sowie das Medical Training bei den Elefanten. Darüber hinaus bietet der Zoo ein 16-tägiges Ferienprogramm für Kinder an. Dabei können junge Tierfreunde unter anderem den Haustierführerschein erwerben oder spannende Einblicke hinter die Kulissen der modernen Zootierhaltung erhalten. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, eine Online-Buchung wird empfohlen. Auch die tierischen Superlative des Zoos begeistern große und kleine Besucher. Im Zoo Magdeburg leben unter anderem die größten Raubkatzen der Welt, die Sibirischen Tiger, die größten Papageien, die Hyazintharas, sowie die größten Nagetiere der Erde, die Capybaras. Besonders vielfältig präsentiert sich die Primatenwelt: Insgesamt 77 Tiere aus 22 Arten sind hier zu Hause, darunter Schimpansen, Lemuren, Nördliche Zwergmeerkatzen und Kronenmakis. Für zusätzliche Begeisterung sorgen zahlreiche Jungtiere. In der Rosaflamingo- Kolonie sind in Naturbrut mehrere Flamingoküken geschlüpft. Auch bei den Schwarzschwanzpräriehunden wächst der Nachwuchsbestand kontinuierlich. Bereits jetzt wurden Jungtiere im zweistelligen Bereich gezählt. Weitere Tierkinder werden im Laufe des Sommers erwartet. Mit besonderer Spannung blickt Magdeburg zudem auf ein tierisches Großereignis: Im Zoo wird in Kürze die Geburt eines Elefantenkalbes erwartet. Viele Tierfreunde fiebern diesem außergewöhnlichen Moment bereits entgegen. Ein weiterer Pluspunkt für Familien: Kinder bis einschließlich 12 Jahre erhalten kostenfreien Eintritt in den Zoo Magdeburg. Zusätzlich bekommt jedes Kind an der Zookasse eine kostenfreie Zoorallye für noch mehr Entdeckerspaß.

ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen 10.07.2026
Seltener Zuchterfolg in der ZOOM Erlebniswelt: Zwillingsgeburt bei den Kronenmakis
Große Freude in der ZOOM Erlebniswelt: Bei den Kronenmakis in der Erlebniswelt Afrika hat das 6-jährige Weibchen Lilibet am vergangenen Dienstag, 7. Juli 2026 Zwillinge zur Welt gebracht. Die Geburt der beiden Jungtiere ist ein besonderer Zuchterfolg, da Zwillingsgeburten bei dieser bedrohten Primatenart äußerst selten sind. Während sich die beiden Jungtiere in den ersten Lebenstagen eng an den Bauch ihrer Mutter klammern, kümmert sich Lilibet fürsorglich um ihren Nachwuchs. Die ersten Lebenswochen gelten jedoch als sehr sensibel. Die Aufzucht von Zwillingen stellt für die Mutter eine große Herausforderung dar, da sie beide Tiere gleichzeitig versorgen muss. Entsprechend aufmerksam überwacht das Tierpfleger- und Tierärzteteam die Entwicklung der kleinen Kronenmakis und hofft, dass die Aufzucht der beiden Jungtiere erfolgreich verläuft. Gemeinsam mit dem 7-jährigen Vater Archie leben Lilibet und die Jungtiere im ELE Dschungelabenteuer in der Erlebniswelt Afrika. Besucher können die Jungtiere der nun vierköpfigen Familie hier mit etwas Glück bereits beobachten. Welches Geschlecht die beiden Jungtiere haben, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht bestimmen. Bei den Kronenmakis zeigt sich das Geschlecht erst im Laufe der Entwicklung durch eine unterschiedliche Fellzeichnung der erwachsenen Tiere. Für die ZOOM Erlebniswelt ist die Geburt ein bedeutender Zuchterfolg. Kronenmakis gehören zu den seltensten in Zoos gehaltenen Primaten Europas. Derzeit leben europaweit lediglich rund 50 Tiere in zoologischen Einrichtungen, weltweit sind es nur etwa 161 Tiere. Da bei mehr als 80 Prozent aller Geburten nur ein Jungtier zur Welt kommt, gelten Zwillingsgeburten als große Seltenheit. Die Geburt der Zwillinge ist zugleich ein wichtiges Signal für den globalen Artenschutz. Kronenmakis leben endemisch im Norden Madagaskars, d. h. sie kommen weltweit ausschließlich dort vor. In ihrem natürlichen Lebensraum sind die Tiere durch Bejagung, den illegalen Heimtierhandel sowie die fortschreitende Zerstörung ihres Lebensraums durch Abholzung und Brandrodung massiv bedroht. Auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) werden sie daher als „stark gefährdet“ (endangered) eingestuft

Vivarium Darmstadt 10.07.2026
Tag der Schopfmakaken am 18. Juli im Zoo Vivarium / 20 Jahre Einsatz für den Schutz einer stark bedrohten Primatenart
Am Samstag, 18. Juli, lädt der Zoo Vivarium zum „Tag der Schopfmakaken“ ein. Anlass ist das 20-jährige Jubiläum des „Macaca Nigra Projekts“, das sich dem Schutz und der Erforschung der stark bedrohten Schopfmakaken widmet. Die Schopfmakaken gehören seit Jahrzehnten zu den bekanntesten Bewohnern des Zoos Vivarium. Die charismatischen Primaten auf ihrer großzügigen Außenanlage mit Wassergraben sind für viele Besucherinnen und Besucher längst zu einem festen Bestandteil des Zoos geworden. In den vergangenen 30 Jahren sind jedoch die Bestände der vom Aussterben bedrohten Schopfmakaken in ihrem natürlichen Lebensraum um rund 70 Prozent zurückgegangen. „Besucherinnen und Besucher erwartet am Aktionstag ein abwechslungsreiches Programm rund um die Schopfmakaken und den internationalen Artenschutz. Geplant sind unter anderem ein Informationsstand mit einem Wissensspiel, kommentierte Schaufütterungen, Malangebote für Kinder sowie eine Fotogalerie aus dem Regenwald Sulawesis. Durch den Verkauf verschiedener Produkte wird der Zoo das ‚Macaca Nigra Projekt‘ weiterhin unterstützen können“, so Stadtkämmerer André Schellenberg. Mit dem Aktionstag macht der Zoo Vivarium auf die Situation dieser Tierart aufmerksam und würdigt gleichzeitig das 20-jährige Bestehen des „Macaca Nigra Projekt“. Seit 2012 pflegt der Zoo Vivarium einen engen Austausch mit den Gründerinnen und Ko-Direktorinnen des Projekts, Dr. Antje Engelhardt vom Deutschen Primatenzentrum Göttingen und Dr. Anja Widdig von der Universität Leipzig. Es umfasst den Schutz und die wissenschaftliche Erforschung der Schopfmakaken sowie den Erhalt ihres Lebensraums im Tangkoko-Schutzgebiet auf der indonesischen Insel Sulawesi. Davon profitieren zahlreiche weitere endemische Tier- und Pflanzenarten der Region. Ein Highlight am „Tag der Schopfmakaken“ ist die exklusive Premiere des Films „Expedition Sulawesi“. Naturfilmer Reinhard Mink war im vergangenen Jahr im Lebensraum der Schopfmakaken in Nord-Sulawesi unterwegs und wird zur Filmvorführung über die Tiere und angrenzende Unterwasserwelt berichten. Der Film ist am Freitag, 17. Juli, und am Samstag, 18. Juli, jeweils ab 17 Uhr zu sehen. Der Film dauert 90 Minuten. Es fallen lediglich Kosten für den Zoo-Eintritt an. Zur Premiere des Films bittet der Zoo um Voranmeldung unter der Telefonnummer 06151 13-46900 oder per E-Mail.

Alpenzoo Innsbruck 10.07.2026
Sommerferien im Alpenzoo: Abendführungen und tierischen Nachwuchs entdecken
Mit Beginn der Sommerferien lädt der Alpenzoo wieder zu seinen beliebten Sommer-Abendführungen ein. Von 14.7. bis 10.9.26 finden jeden Dienstag und Donnerstag jeweils um 18:00 Uhr spannende Führungen durch den Zoo statt. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich – alle Interessierten sind herzlich willkommen. Für die Teilnahme fällt eine Führungspauschale von € 5,00 pro Person zusätzlich zum normalen Eintrittspreis an. Für Kinder und Jugendliche bis 17 Jahren fällt nur der reguläre Eintrittspreis an. Die Abendstunden bieten eine besondere Atmosphäre im Alpenzoo. Während die Temperaturen angenehmer werden, lassen sich viele Tierarten besonders gut beobachten. Gemeinsam mit den Zooguides erfahren die Besucher Wissenswertes über die tierischen Bewohner der Alpen und erleben den Zoo aus einer neuen Perspektive. Bei einem Besuch im Alpenzoo gibt es derzeit außerdem zahlreiche Jungtiere zu entdecken. Eines davon ist der Nachwuchs bei den Schmutzgeiern. Der kleine Schmutzgeier ist inzwischen rund einen Monat alt und mit etwas Glück nun auch für Besucher im Horst sichtbar. Nachdem im vergangenen Jahr aufgrund einer Legenot des Weibchens kein Nachwuchs aufgezogen werden konnte – das Weibchen überstand die Komplikationen glücklicherweise vollständig – ist die Freude über den diesjährigen Bruterfolg umso größer. Schmutzgeier zählen zu den kleinsten europäischen Geierarten und sind in vielen Regionen ihres Verbreitungsgebietes stark gefährdet. Erfolgreiche Nachzuchten in zoologischen Einrichtungen leisten daher einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Art und zu internationalen Erhaltungszucht- und Artenschutzprogrammen.

Tierpark Desslau 10.07.2026
Er ist wieder da
Kürzlich kam er endlich wieder zurück in den Tierpark Dessau. Der Thüringer Waldeselhengst „Herbert“. Nach gut zweieinhalb Jahren im Thüringer Zoopark Erfurt ist aus ihm ein stattlicher Hengst geworden. Zusammen mit den beiden Stuten „Maike“ und „Wilma“ soll nun auch im Tierpark Dessau die Zucht dieser alten und bedrohten Haustierrasse anlaufen. „Herbert hat die beiden Stuten gleich nach seiner Ankunft feurig umworben“ kommentiert Tierparkleiter Jan Bauer. „Eselliebe ist nicht sehr harmonisch, sondern eher temperamentvoll. Dabei geht es schon mal sehr ruppig zu“. Aktuell sind die drei Esel gegenüber vom Buddelplatz untergebracht und dürfen sich auf den baldigen Umzug in den Anhaltischen Lehrbauernhof freuen. Dort ist ihr Stall aktuell noch von den Dromedaren bewohnt, die wiederum auf den Bau und die Fertigstellung ihres neuen Stalls warten. Der Baubeginn dafür wird noch in diesem Jahr stattfinden. Dann können alle beiden Tierarten, wie im Tierparkkonzept vorgesehen, ihre geplanten Anlagen beziehen und auch „hübsch fleißig“ sein, was das Thema Nachkommenschaft betrifft.

Wingster Waldzoo 09.07.2026
22. Tropennacht im Wingster Waldzoo
Am Freitag, den 17.07.2025, um 19:30 Uhr beginnt die 22. Wingster Tropennacht. Die Veranstaltung im Wingster Waldzoo hat sich in über zwei Jahrzehnten zu einer festen Größe etabliert und lockt jährlich einige Tausend Gäste. Eine stilvolle Beleuchtung führt vom Zooeingang über das Gelände. Hierfür sorgen Fackeln, Lichterketten, Spots und die im letzten Jahr fest installierte Wegebeleuchtung. Mit Einbruch der Dunkelheit erwarten die Gäste das jährliche Highlight. Das Hamburger Duo Flammenspuk zeigt mit dem „Tanz der Feuervögel“ eine spektakuläre Feuershow. Am früheren Abend mischen sich gestelzte und liebevoll gestaltete Hörnerviecher sowie andere plüschige Gesellen unter das Publikum. DJ Ralf Dembeck sorgt am zentralen Festplatz für gute Stimmung. Eine ausgewogene Mischung aus exotischer Musik und bekannten Hits vermitteln tropisches Flair und werden so manches Tanzbein zur Bewegung animieren. Etwas ruhiger gelegen ist der asiatisch gestaltete Bambuswald um den Gibbonteich herum. Beleuchtung und ruhige Musik laden zu einem gemeinsamen Chillen bei kühlen Drinks ein. Bei einem Schlenderrundgang durch den Zoo können weitere Neuigkeiten entdeckt werden. So sind in der Voliere vorm Betriebshof erst im April Felsenhörnchen eingezogen. Die Ziegen, Vietnamfasanen, Frettchen und Streifenskunks haben Nachwuchs. Übrigens werden die letztgenannten sowie weitere Zoobewohner in der Dämmerung erst richtig aktiv, so auch die Ozelots und Nachtaffen. Die Tiere sind über den Abend länger als sonst in ihren Anlagen zu beobachten. Auch ein Blick durch den Bauzaun auf den Fortschritt des Lemurenwalds ist möglich. Der Aussichtsturm “Deutscher Olymp“ bleibt an diesem Abend wieder bis 22 Uhr geöffnet. So wird ein kurzen Abstecher den Olymp hinauf mit einer herrlichen Sicht über die Umgebung belohnt. Zahlreiche ehrenamtliche Helfer engagieren sich um das leibliche Wohl. Sie sorgen für heiße, delikate Speisen und auch für süße Verführungen. So werden u.a. die im letzten Jahr beliebten Cheeseburger angeboten, aber auch Crêpes und Waffeln. An der großen Cocktailbar und den beiden Getränkewagen warten eine Vielzahl an kühlen und erfrischenden Drinks. Die Tropennacht endet gegen 0:30 Uhr. Traditionell ist der Eintritt kostenfrei. Stattdessen bittet der Förderverein Zoo in der Wingst um eine Spende für die Mühen der Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltung. Mit den Einnahmen dieses Abends unterstützt der Förderverein die Modernisierung und Erweiterung von Tiergehegen. Der Förderverein ist auch Mitinitiator und großer Sponsor für den im Bau befindlichen, begehbaren Lemurenwald.

Zoo Leipzig 09.07.2026
Giraffenjungtier erkundet Savanne – Namenssuche startet Zuchterfolg bei den Riesenottern
Kräftig gebaut und neugierig unterwegs: Der jüngste Spross in der 8-köpfigen Rothschildgiraffenherde ist nicht nur kräftig gebaut, sondern auch an seiner Umgebung und dem Herdenleben äußerst interessiert. Seit seiner Geburt am 16. Juni lernte Sipiwes und Matyas Sohn im Giraffenstall schrittweise die Herde kennen und erkundet inzwischen die weitläufige Kiwara-Savanne. „Sipiwes Sohn hat sich sehr gut entwickelt, ist mutig unterwegs und lässt sich auch nicht von den anderen Mitbewohnern einschüchtern. Diese Eigenschaften sind mit Blick auf die verschiedenen Savannenbewohner die beste Voraussetzung für ein gutes Miteinander“, zeigt sich Bereichsleiter Rene Forberg zufrieden. „Zuchterfolge bei den gefährdeten Rothschildgiraffen sind für uns immer wieder Anlass zur Freude. Seit wir durch das Europäische Erhaltungszuchtprogramm 2020 und 2021 zwei neue Kühe und einen neuen Bullen bekamen, können wir uns über regelmäßigen Nachwuchs freuen“, ergänzt Zoodirektor Prof. Jörg Junhold und ruft gleichzeitig alle Zoo- und Giraffenfreunde auf, sich am heute beginnenden Namensaufruf zu beteiligen. Bis zum 23. Juli sucht der Zoo Leipzig einen Namen für Sipiwes Sohn. Entsprechend des Verbreitungsgebietes der Rothschildgiraffen (Giraffa camelopardalis rothschildi) werden Namen aus Ost- und Südafrika gesucht. Die Namensvorschläge können über die Website Namensaufruf | Zoo Leipzig (zoo-leipzig.de) eingereicht werden. Aus allen Einsendungen suchen die Tierpflegerinnen und Tierpfleger ihre fünf Favoriten aus, die in die Onlineabstimmung gehen. Mit Beginn des Votings wird der Tauftermin bekanntgegeben. Freude in Gondwanaland: Im 15. Jubiläumsjahr der Tropenerlebniswelt Gondwanaland können sich die Pflegerinnen und Pfleger regelmäßig über Neuankömmlinge freuen. Nachdem unter anderem bei den Rotschultertamarinen und Kronenmakis Jungtiere geboren wurden, sorgte am 21. Juni das Riesenotterpaar Caria (4) und Nacho (10) für seinen ersten Nachwuchs. Wurde das Jungtier in den ersten Wochen ausschließlich in der Wurfbox von den Eltern versorgt, nehmen sie es seit ein paar Tagen immer wieder mit auf die Anlage. Vor allem während der Kommentierungen um 11.00 Uhr und 15.30 Uhr besteht für Zoogäste mit etwas Glück die Chance, den Neuankömmling bei seinen ersten Badeeinheiten zu sehen. „Bislang kümmert sich unser Riesenotterweibchen als Erstgebärende gemeinsam mit ihrem Partner vorbildlich um ihr Junges, und wir hoffen, dass sich die positive Entwicklung fortsetzt. Die ersten Wochen in der Erstaufzuchtphase sind immer kritisch, und leider hat nur dieses eine von insgesamt 3 Jungtieren überlebt. Wir müssen noch etwas abwarten, um sicher sein zu können, dass das Jungtier aufkommt“, erklärt Seniorkurator Ariel Jacken. Riesenotter (Pteronura brasiliensis) gelten in ihren Verbreitungsgebieten durch Lebensraumzerstörung, Gewässerverschmutzung und Jagd als stark gefährdet. Der Zoo Leipzig war der erste europäische Zoo, der diese Tierart im Jahr 1882 hielt.

Tierpark Hagenbeck 09.07.2026
Flamingos zurück am Afrika-Panorama
Hagenbecks modernisierte Teichanlage eröffnet Pünktlich zum Hamburger Ferienstart sind die Flamingos im Tierpark Hagenbeck wieder auf ihrer Außenanlage zu bewundern. Nach einer umfangreichen Modernisierung der denkmalgeschützten Teichanlage haben die rosafarbenen Vögel ihr neugestaltetes Zuhause bezogen. Herzstück des Umbaus ist eine leistungsstarke Filteranlage, die Dauerhaft für hohe Wasserqualität sorgt und damit die Lebensbedingungen der Tiere verbessert. „Die neue Filteranlage sorgt für eine deutlich verbesserte Wasserqualität und schafft beste Voraussetzungen für eine artgerechte Haltung. Gleichzeitig bieten wir unseren Gästen die Möglichkeit, die Tiere in einer naturnah gestalteten Umgebung zu beobachten“, erklärt Walter Wolters, Geschäftsführer des Tierparks Hagenbeck. Die aufwendig sanierte und nachhaltig konzipierteAnlage wurde gezielt an die Bedürfnisse der Flamingos angepasst. Sauberes Wasser ist eine wesentliche Voraussetzung für die Gesundheit der Tiere, da sie ihre Nahrung durch das Filtern des Wassers aufnehmen und ihr Gefieder regelmäßig pflegen. Die neue Filtertechnik schafft optimale hygienische Bedingungen und unterstützt damit das Wohlbefinden der gesamten Flamingogruppe. „Wir haben eine sehr aufwendige Filteranlage installiert, die ganzjährig reinigt. Damit sparen wir uns die vierteljährliche Reinigung. Die Trommelfilter und die Skimmer reinigen mechanisch, Biofilter und eine Pflanzenklärzone sorgen für eine biologische Reinigung. Verschiedene Strömungspumpen sorgen das ganze Jahr über für gute Wasserqualität“, sagt Tobias Taraba, Bereichsleiter Tiermanagement. Mit der Rückkehr der Flamingos auf die Außenanlage am Afrika-Panorama erwartet die Besucher wieder ein farbenfroher Vogelteich und eines der beliebtesten Fotomotive des Tierparks. Möglich gemacht wurde dieses Bauprojekt durch die großzügige Unterstützung der Stiftung Hagenbeck in Höhe von rund 1 Million Euro.

Allwetterzoo Münster 09.07.2026
Nachwuchs bei den Rotluchsen im Allwetterzoo Münster
Die Rotluchse im Allwetterzoo Münster haben Nachwuchs bekommen. Das kleine Weibchen kam am 06. Mai 2026 zur Welt und war in den ersten Wochen seines Lebens eher selten für die Besucher*innen zu sehen. Doch mittlerweile erkundet es neugierig die Anlage, übt das Klettern und spielt mit Mutter „Kayla“. Die erste tierärztliche Untersuchung hat bereits stattgefunden. „Bei der Jungtier-Untersuchung konnten wir uns einen ersten Eindruck von der kleinen Katze verschaffen und sind mit ihrer Entwicklung sehr zufrieden“, sagt Zootierärztin Johanna Reuken. Das Weibchen wurde gewogen, geimpft und hat eine Wurmkur verabreicht bekommen. Außerdem wurde ein Transponder zu Wiedererkennung gesetzt. Rotluchse im Allwetterzoo sind erfahrene Elterntiere Die Eltern des Rotluchs-Weibchens sind „Kayla“ und „Floyd“. Sie sind jeweils 7 Jahre alt und leben seit dem Jahr 2020 im Allwetterzoo Münster. Es ist nicht der erste Nachwuchs für die beiden. Bereits im Jahr 2022 brachte „Kayla“ ein Jungtier zur Welt. Damals war es ein Männchen, das auf den Namen „Rufus“ getauft wurde. „Rufus“ lebt seit September 2024 im Zoo de Lagos in Portugal und hat dort bereits für eigenen Nachwuchs gesorgt. Der Rotluchs ist eine aus Amerika stammende Kleinkatze und ist vielen Menschen auch als „Bobcat“ bekannt. Er kommt von Kanada bis in das nördliche Mexiko vor und bewohnt dort vor allem Wälder, Halbwüsten und Sumpfgebiete. Er ist ein Einzelgänger und ist meist in der Dämmerung oder der Nacht aktiv.

Alpenzoo Innsbruck 09.07.2026
Eröffnung der Weiherburg beim Alpenzoo: Ein historischer Ort eröffnet ein neues kulinarisches Kapitel
Mit der Eröffnung des neuen Restaurants in der Weiherburg hat der Alpenzoo sein Angebot um einen weiteren Höhepunkt erweitert. Die über 600 Jahre alte Weiherburg, direkt neben dem Alpenzoo gelegen, vereint nun Umweltbildung, Natur und Kulinarik auf einzigartige Weise. Gemeinsam mit zahlreichen Medienvertretern, geladenen Gästen sowie vielen Besuchern feierte Alpenzoo-Direktor Dr. André Stadler gestern mit seinem Team die offizielle Eröffnung. Den Auftakt des Eröffnungstages bildete ein abwechslungsreiches Familienprogramm. Nach einem Presserundgang mit anschließendem Bauernfrühstück folgte das große Eröffnungsfest mit regionalen Spezialitäten. Für Unterhaltung sorgten unter anderem Fußball-Dart und eine Hüpfburg für die jüngsten Gäste. Am späten Nachmittag wurde das Restaurant offiziell eröffnet, bevor der gelungene Tag bei entspannter Live-Musik von Markus Linder einen stimmungsvollen Ausklang fand. Seit 2021 beherbergt die Weiherburg zudem das Naturkundemuseum des Alpenzoo und der Tiroler Landesmuseen. Die Dauerausstellung vermittelt faszinierende Einblicke in die Tier- und Pflanzenwelt Tirols sowie in die Biodiversität der Alpen. Aktuell stehen die außergewöhnlichen Überlebensstrategien von Tieren und Pflanzen in extremen Lebensräumen im Mittelpunkt. Auch für Familien bietet die Weiherburg ein besonderes Erlebnis. Das beliebte Kindertheater begeistert mit fantasievollen Aufführungen rund um das freundliche Gespenst „Sigismund“. Mit dem neuen Restaurant erhält die Weiherburg nun eine weitere Attraktion und ist damit vollständig durchrenoviert und eröffnet. In stilvoll restaurierten historischen Räumlichkeiten und zwei großzügigen Biergärten genießen Besucher regionale Küche in besonderem Ambiente. Alpenzoo-Direktor Dr. André Stadler zeigte sich stolz über den erfolgreichen Abschluss des Projekts: „Mit der Eröffnung des Restaurants ist es gelungen, die Weiherburg zu einem einzigartigen Gesamterlebnis weiterzuentwickeln. Die Verbindung aus Bildung, Natur und regionaler Kulinarik macht diesen besonderen Ort zu einem attraktiven Ausflugsziel für Einheimische und Gäste, und das zu jeder Jahreszeit.“

Kölner Zoo 09.07.2026
Kölner Zoo hat neuen Aufsichtsrat
Robert Schallehn zum neuen Vorsitzenden gewählt Die AG Zoologischer Garten Köln hat einen neuen Aufsichtsrat. Dieser wurde gestern in der Hauptversammlung bestätigt. Vorsitzender des neuen, neunköpfigen Gremiums ist Robert Schallehn (Grüne), Mitglied des Kölner Stadtrats. Er folgt auf Dr. Ralf Unna (Grüne), der das Amt seit 2021 innehatte und inzwischen aus dem Rat der Stadt Köln ausgeschieden ist. Zur Ersten Stellvertreterin wurde Lea Verse (SPD) gewählt. Die Wahl von Herrn Schallehn und Frau Verse war jeweils einstimmig. Zweite Stellvertreterin ist Frau Monika Assenmacher als Arbeitnehmervertreterin (AN). Sie wurde ebenfalls einstimmig gewählt. Weitere Mitglieder des Aufsichtsrats sind: Anja Corvin (Grüne), Ursula Heinen-Esser (CDU), Marion Pfeiffer (AN), Andrea Schröder (Linke), William Wolfgramm (Beigeordneter) und Peter Zwanzger (AN). Aus dem Aufsichtsrats-Amt ausgeschieden sind: Anne Henk-Hollstein (CDU), Erika Oedingen (SPD) und Dr. Ralf Unna. Dr. Ralf Unna, Tierarzt: „Aufsichtsrat und Zoo-Vorstand blicken auf erfolgreiche vergangene fünf Jahre zurück. In dieser Zeit haben wir gemeinsam viele wichtige Entscheidungen für eine gute Zoo-Zukunft getroffen. Ich verlasse dieses Amt mit viel Freude und genauso viel Wehmut. Den Mitgliedern des Aufsichtsrats, den beiden Zoo-Vorständen Prof. Theo B. Pagel und Christopher Landsberg sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Zoos danke ich für die jederzeit gute Zusammenarbeit.“ Diplom-Biologe Robert Schallehn: „Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe und danke für das Vertrauen. Ich bin zuversichtlich, dass der neu zusammengesetzte Aufsichtsrat den erfolgreichen Weg, den der Kölner Zoo unter der Leitung von Prof. Theo B. Pagel und Christopher Landsberg seit vielen Jahren beschreitet, auch weiterhin tatkräftig unterstützen wird.“

Tiergarten Schönbrunn 09.07.2026
Nachwuchs in Schwarz-Weiß steht auf frisches Grün
Im Tiergarten Schönbrunn gibt es Nachwuchs bei den Zebras: Ein Hengstfohlen wurde Anfang Mai geboren und erkundet an der Seite seiner Mutter die Anlage. Noch wird es regelmäßig gesäugt, doch es zeigt sich zunehmend interessiert am Futter der erwachsenen Tiere. Dazu zählen vor allem Gras und Heu, aber auch frische Äste und Blätter. „Frische Äste und Laub sind für viele unserer Tiere wie Elefanten, Giraffen und Nashörner ein wertvolles Futter und eine wichtige Beschäftigung. Besonders wichtig ist das Laub auch für Nahrungsspezialisten, die ganzjährig auf Blätter angewiesen sind. Ein Teil des frischen Laubs wird daher sorgfältig abgezupft und tiefgefroren, um auch im Winter Tierarten wie die Bärenstummelaffen versorgen zu können“, erklärt Tiergartendirektor Dr. Stephan Hering-Hagenbeck. „Wir sind sehr dankbar für die verlässliche Versorgung und langjährige Partnerschaft mit der MA 49.“ Für die regelmäßige Versorgung mit frischem Grün sorgt seit vielen Jahren die MA 49 – Forst- und Landwirtschaftsbetrieb der Stadt Wien, die den Tiergarten mit Ästen und Laub aus dem Wiener Stadtgebiet beliefert. Die Blätter und Äste stammen heuer in erster Linie aus der Lobau und von der Donauinsel. Sie fallen im Zuge von Sicherungsschnitten entlang von Wegen vor allem im 21. und 22. Bezirk an und gelangen dank kurzer Lieferwege direkt in den Tiergarten Schönbrunn. „Bei uns bleiben diese Äste und Blätter im Zuge der Pflegearbeiten übrig, im Tiergarten werden sie sinnvoll weiterverwendet“, sagt Forstdirektorin DI Petra Wagner. „Das ist eine sehr schöne regionale Kooperation, die wir gerne weiterführen.“

Tiergarten Gotha 09.07.2026
Nachwuchs bei den Baumstachlern
Tierpark Gotha freut sich über Zuchterfolg und lädt zum Sommerferienprogramm ein. Im Tierpark Gotha gibt es tierischen Nachwuchs: Am 21. Juni 2026 kam nach rund sieben Monaten Tragzeit das Baumstachler-Jungtier „Baumi“ zur Welt. Es ist ein Weibchen. Mit der erfolgreichen Geburt ist dem Tierpark erstmals seit vielen Jahren wieder die Nachzucht von Baumstachlern gelungen. Seit dem Frühjahr bewohnen die Tiere eine großzügig umgestaltete Anlage, die mit zahlreichen Kletterelementen speziell auf ihre Bedürfnisse abgestimmt wurde. Dort erkundet „Baumi“ inzwischen gemeinsam mit ihren Elter neugierig ihre Umgebung. Baumstachler, auch Ursons genannt, gehören zu den Nagetieren und sind in den Waldgebieten Nordamerikas heimisch. Als echte Baumbewohner verbringen sie den Großteil ihres Lebens in luftiger Höhe. Sie sind hervorragende Kletterer und können nicht nur sicher nach oben, sondern auch problemlos rückwärts einen Baumstamm hinabsteigen. Am Boden wirken sie dagegen eher langsam und gemächlich. Da Baumstachler überwiegend nachtaktiv sind, ruhen sie tagsüber häufig in den höher gelegenen Bereichen ihrer Anlage. Ihr flauschiges Aussehen täuscht: Unter ihrem Fell verbergen sich Stacheln mit Widerhaken, die sie bei Gefahr aufrichten. Mit ihrem kräftigen, stark bestachelten Schwanz verteidigen sie sich nicht nur gegen Angreifer, sondern nutzen ihn beim Klettern auch als wichtige Stütze. Wer „Baumi“ selbst entdecken möchte, hat in den Sommerferien bis zum 16. August die beste Gelegenheit dazu. Das bereits gestartete Sommerferienprogramm bietet täglich kommentierte Fütterungen und spannende Einblicke in die Tierwelt. Zu den Höhepunkten gehören unter anderem die Mitmachfütterungen bei den Trampeltieren, kommentierte Fütterungen bei Wölfen, Luchsen, Waschbären, Stachelschweinen und Steppenfüchsen sowie eine Insektenschau mit faszinierenden Blattschrecken, Stabschrecken und weiteren außergewöhnlichen Arten. Das vollständige Programm mit allen Terminen und Uhrzeiten ist auf www.tierpark-gotha.de zu finden. Der Tierpark Gotha am Töpfleber Weg 2 ist in den Sommermonaten täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Der letzte Einlass erfolgt 45 Minuten vor Schließung. Der Eintritt beträgt 8,00 Euro für Erwachsene sowie 5,00 Euro für Kinder.

Opel Zoo Kronberg 08.07.2026
Weiterer Nachwuchs beim Bucharahirsch, Streifengnu und Zwergmangusten Sommerferienprogramm im Opel-Zoo
Über Nachwuchs im Opel-Zoo bei den Afrikanischen Elefanten, den Netzgiraffen, den Trampeltieren, den Roten Varis und vielen mehr wurde bereits hinreichend berichtet. In den Reigen der Jungtiere reihen sich nun auch zwei Bucharahirsche, geboren am 18.06. und am 07.07.2026, sowie ein Streifengnu und 3 Zwergmangusten, die im Juni zur Welt gekommen sind. Der Bucharahirsch ist eine Unterart des Rothirschs, der etwas kleiner und leichter als der Europäische Rothirsch, aber mit bis zu 190 kg und seinem großen Geweih durchaus eine imposante Erscheinung ist. Während der Rothirsch als Art nicht gefährdet ist, gilt der Bucharahirsch nach der Roten Liste der Weltnaturschutzorganisation (IUCN) als stark gefährdet. Seine Bestände im westlichen Zentralasien sind in der Vergangenheit durch Lebensraumverlust, die Zerstörung von Auenwäldern und auch Wilderei stark zurückgegangen. Dank gezielter Schutzmaßnahmen, Wiederansiedelungsprogrammen und dem Schutz geeigneter Lebensräume konnten sich einige lokale Populationen inzwischen erholen und man schätzt den Bestand in den Herkunftsgebieten Afghanistan, Kasachstan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan auf 2.000 bis 2.500 Tiere. Beeindruckend in den Savannen des südlichen Afrikas hingegen sind die Wanderungen zehntausender Streifengnus gemeinsam in einer gewaltigen Herde. Auslöser dieser Wanderungen sind Nahrungs- und Mineralienmangel. Dabei werden alle Jungtiere einer solchen Herde innerhalb von drei Wochen, kurz vor oder am Beginn der Regenzeit geboren, wenn das Futterangebot gut ist. Wegen der vielen Feinde wie Löwen, Leoparden, Hyänen etc. gibt das den einzelnen Jungtieren zusätzlich eine höhere Überlebenschance. Eine weitere Anpassung an das Leben in der freien Savanne und die vielen Fressfeinde ist das schnelle Aufstehen der frisch geborenen Gnus: Sie müssen bereits innerhalb der ersten zehn Lebensminuten zum Stehen kommen. In den ersten Tagen bleiben sie zudem dicht bei ihrer Mutter, da sie es in dieser Zeit nur am Geruch erkennt. Nachwuchs im Opel-Zoo gab es auch bei den Zwergmangusten, die die kleinsten Vertreter der 30 Mangustenarten sind, zu denen auch die ebenfalls im Opel-Zoo gepflegten Erdmännchen gehören. Sie bewohnen die Wälder und Savannen Afrikas, wo sie sich von Wirbellosen, vor allem Larven und Termiten ernähren. Häufig kann man sie beim Graben oder beim Ruhen auf Termitenhügeln beobachten. Und so kennt man es auch aus der Haltung im Opel-Zoo: Gleich zu Beginn des Rundweges sind sie gut zu beobachten. Über ihr gut einsehbares Gehege wurde nun ein großes Netz gespannt, um die räuberischen Elstern und Rabenkrähen davon abzuhalten, die Jungtiere zu Neben den Jungtieren lockt auch das umfangreiche Programm in den hessischen Sommerferien, an dem die Zoobesucher kostenfrei, ohne Zuschlag zum Eintrittspreis und ohne Voranmeldung teilnehmen können: Jeden Dienstag finden um 11 h Ferienführungen zu verschiedenen Themen statt, die an der Bronzestatue des Zoogründers mit dem kleinen Elefanten hinter dem Haupteingang starten. Mittwochs und Donnerstags von 10 bis 13 Uhr bieten die Zoopädagogen dann in der Zooschule verschiedene Aktionen unter dem Motto „Mitmachen, erforschen, erleben“ an. Besonders beliebt sind die Tierpfleger-Gespräche, bei denen die Tierpfleger jeden Tag eine andere Tierart vorstellen, Anekdoten über ihre Schützlinge erzählen und dabei gerne Besucherfragen beantworten: Montags startet jeweils um 14 Uhr das kommentierte Elefantentraining, das die Besucher von Holzsteg am Bullengehege aus mitverfolgen können. Dienstags, 14 Uhr gibt es – ausgehend vom Treffpunkt bei den Berberaffen – Interessantes über Erdmännchen, Hyänen oder Gibbons zu erfahren. Am Mittwoch um 14 Uhr werden dann Gepard, Nasenbär oder Roter Panda vorgestellt. Treffpunkt ist dabei der Unterstand der Geparde. Am Donnerstag startet das Tierpfleger-Gespräch um 14 Uhr vom Waldkiosk aus und Luchs, Nandu oder Schnee-Eule stehen im Blickpunkt. Die Dromedare sind am Freitag dran: Auch hier ist um 14 Uhr Beginn und zwar an der Kamelwiese. Und wer etwas über die Brillenpinguine erfahren möchte, kann sich täglich um 16 Uhr an der Brillenpinguin-Anlage einfinden. Last but not least findet am Samstag, dem 25. Juli 2026 um 15 Uhr noch eine Öffentliche Führung mit dem Thema “Tierisch clever – wie lernen Tiere?“ statt. Last but not least bieten die Zoopädagogen in den Hessischen Sommerferien drei Mal täglich Führungen in die Madagaskar-Voliere zu den Kattas und Roten Varis mit ihren beiden Jungtieren an und zwar um 12, um 14 und um 16 Uhr. Diese Führungen müssen allerdings zuvor online unter opel-zoo.de für einen Obolus von 3 € pro Person gebucht werden, der Artenschutzprojekten zugutekommt, die vom Opel-Zoo unterstützt werden.

Zoologisch-Botanischer Garten Wilhelma Stuttgart 08.07.2026
Nachwuchs bei den Rosaflamingos in der Wilhelma Vier kleine Stelzvögel auf ihren ersten Schritten
Die Flamingogruppe der Wilhelma hat Zuwachs bekommen: Bereits in der ersten Junihälfte sind vier Jungvögel geschlüpft. Zunächst hielten sie sich meist im von dichter Vegetation abgeschirmten hinteren Teil der Anlage auf, wo auch die Brut stattfand. Mittlerweile kann man immer häufiger beobachten, wie sie auf Erkundungstour gehen. Mit ihrem grauen Dunengefieder und den noch vergleichsweise kurzen Beinen unterscheiden sich die Küken deutlich von den rosafarbenen Erwachsenen. Flamingos brüten auf mit Hilfe von Schlamm selbst aufgehäuften Hügeln, an deren Oberseite eine flache Brutmulde geformt wird. In der Regel besteht jedes Gelege aus nur einem einzigen Ei, das von beiden Elternteilen bebrütet wird. Nach rund vier Wochen Brutzeit schlüpft der Nachwuchs. Schon wenige Tage später verlassen die Jungvögel ihr Nest und schließen sich mit anderen Küken zu einer Art „Kindergarten“ zusammen. Dort verbringen sie den Großteil des Tages gemeinsam, während die Eltern sie weiterhin zuverlässig versorgen. „Obwohl sich die Jungvögel in einer Gruppe aufhalten, findet jedes Küken seine Eltern wieder“, erklärt Andreas Frei, Vogel-Kurator der Wilhelma. „Flamingos erkennen sich an ihren individuellen Rufen. Das funktioniert in der Natur sogar in großen Kolonien mit Hunderten oder Tausenden von Vögeln.“ Der Name Rosaflamingo täuscht zunächst: Die Küken schlüpfen mit einem weichen grauen Dunenkleid und entwickeln erst im Laufe der Zeit ihr typisches Federkleid, das aber zunächst auch eher schlicht gefärbt ist. Die namensgebenden kräftigen Rosatöne im Gefieder, am Schnabel und an den Beinen zeigen sich meist erst im 3. oder 4. Lebensjahr. Das kräftige Rosa ausgewachsener Flamingos ist auf natürliche Farbstoffe zurückzuführen, die sie über ihre Nahrung aufnehmen. Ebenso auffällig wie ihre Färbung ist die besondere Art der Nahrungssuche: Mit ihren nach unten gebogenen Schnäbeln filtern Flamingos kleine Krebstiere, Insektenlarven und andere Kleinstlebewesen aus dem Wasser. Dabei halten sie den Kopf oft auf dem Kopf stehend ins Wasser und pumpen mit der Zunge das Wasser durch feine Lamellen im Schnabel – ein hochspezialisiertes Filtersystem. Rosaflamingos sind ausgesprochen soziale Tiere und fühlen sich nur in Gruppen wohl. In der Natur können Brutkolonien mehrere Zehntausend Paare umfassen. Die Art ist rund um das Mittelmeer, in weiten Teilen Afrikas sowie vom Nahen Osten bis nach Indien verbreitet und gilt derzeit noch nicht als bedroht. Dennoch sind einzelne Brutkolonien natürlichen und vom Menschen verursachten Einflüssen ausgesetzt. Sinkende Wasserstände, lang anhaltende Trockenperioden, Störungen durch Freizeitaktivitäten oder Infrastrukturprojekte sowie Veränderungen der Wasserqualität können den Bruterfolg beeinträchtigen oder sogar ganze Kolonien gefährden.

Zoo Heidelberg 08.07.2026
Graue Küken zwischen rosa Flamingos Nachwuchs bei den Kuba-Flamingos im Zoo Heidelberg
Auf dem Flamingosee im Zoo Heidelberg ist die Brutzeit in vollem Gange. Mehrere Flamingo-Küken sind in den letzten Wochen geschlüpft, weitere Eier werden aktuell noch bebrütet. Die jungen Kuba-Flamingos entwickeln sich gut, Besucher können den grauen Küken zusehen, wie sie von Ihren Eltern gefüttert werden und rasch wachsen. Zwischen den rund 60 ausgewachsenen Kuba-Flamingos fallen sie sofort auf: Mit ihrem grauen Federkleid und den vergleichsweise kurzen, kräftigen Beinen bewegen sich die Jungvögel vorsichtig über die Brutinsel und durch das Wasser. Mehrere Küken sind bereits geschlüpft, weitere werden noch erwartet. Für Besucher lohnt sich deshalb in den kommenden Wochen immer wieder ein Blick auf den Flamingosee. „Wir freuen uns, dass die Brutsaison so gut angelaufen ist“, sagt Vogelkurator Joshua Förg. „Im letzten Jahr haben wie Flamingos aus Mainz und Krefeld aufgenommen, die sich hervorragend in die bestehende Gruppe eingefügt haben.“ Flamingos brüten in großen Kolonien, jedes Paar zieht in der Regel nur ein Jungtier groß. Mutter und Vater wechseln sich sowohl beim Brüten als auch bei der Versorgung des Nachwuchses ab. In den ersten Lebenswochen erhalten die Küken eine besonders nährstoffreiche Kropfmilch, die beide Eltern bilden können. Es gibt nur wenige weitere Vogelarten, die ihren Nachwuchs mit solch einer selbstproduzierten „Milch“ versorgen. Erst in einigen Monaten entwickelt sich bei den Jungtieren der charakteristisch gebogene Seihschnabel, mit dem Flamingos ihre Nahrung aus dem Wasser filtern. Noch erinnert wenig an das auffällige Erscheinungsbild der erwachsenen Vögel. Das graue Jugendgefieder bleibt den Jungtieren zunächst erhalten. Erst mit zunehmendem Alter färben sich die Federn durch natürliche Farbstoffe aus der Nahrung nach und nach orange-rosa. Nicht nur ihre auffällige Erscheinung macht die Flamingos zu besonderen Vögeln: Sie sind die offiziellen Botschafter der internationalen Artenschutzkampagne „Wetlands for Life“, an der sich der Zoo Heidelberg beteiligt. Die von der Europäischen Vereinigung der Zoos und Aquarien (EAZA) ins Leben gerufene Kampagne macht auf die Bedeutung wertvoller Feuchtgebiete wie Moore, Sümpfe, Auen, Lagunen und Salzseen aufmerksam. Diese Lebensräume gehören weltweit zu den artenreichsten Ökosystemen und sind zugleich stark gefährdet. Wer die Entwicklung der jungen Kuba-Flamingos verfolgen möchte, hat dazu in den kommenden Wochen beste Gelegenheit: Die Küken sind ganztägig gemeinsam mit der Kolonie auf dem Flamingosee zu sehen.

Zoo Augsburg 08.07.2026
Hoffnung für die Wechselkröte: LBV und Zoo Augsburgengagieren sich gemeinsam für die in Bayern vom Aussterbenbedrohte Art
Die Wechselkröte ist eine der am stärksten bedrohtenAmphibienarten in Bayern, mit nur noch einem Vorkommen in Schwaben. Ehrenamtlichedes Landesbundes für Vogel- und Naturschutz betreuen die Wechselkröte in einem LBV-Schutzgebiet und suchen nach weiteren Vorkommen in Schwaben und Oberbayern. Dabeiwurden unzählige Kaulquappen in einem kleinen Gewässer gefunden, das kurz vor derAustrocknung stand. Um die Quappen zu retten, wurden sie teilweise auf andere Gewässerverteilt, aber auch dem Zoo Augsburg zur Aufzucht übergeben.Die Wechselkröte ist selten geworden, denn geeigneter Lebensraum und vor allem geeigneteLaichgewässer werden immer seltener. Zum Ablaichen bevorzugt die Wechselkröte temporärekleine Gewässer mit niedrigem Wasserstand. Normalerweise ist sie hier konkurrenzlos, denn esgibt weder Fische noch Libellenlarven. Die Kaulquappen müssen in ihrer Entwicklung schnellsein, denn der Vorteil hat auch einen Nachteil: die Gewässer trocknen schnell aus. Mittlerweilezu schnell, denn die Niederschläge nehmen ab und die Temperaturen sind schon früh im Jahrsehr hoch. Kurz vor der Austrocknung stand auch ein kleines Gewässer, in dem Ehrenamtlichedes LBV noch rund 25.000 Kaulquappen gefunden und dann zur Rettung entnommen haben.Rettung von rund 25.000 KaulquappenDie Kaulquappen wurden in andere Gewässer umgesiedelt. Das Problem hier ist, dass einigedieser Gewässer nicht temporär sind und daher viele Fressfeinde wie Libellenlarven oderWasserfrösche auf die Kaulquappen warten. Um die Überlebenschancen insgesamt zu erhöhen,wurden mit Genehmigung der zuständigen Behörde Kaulquappen an den Augsburger Zooübergeben, der die Quappen unter geschützten Bedingungen so lange hält, bis sie als kleineKröten an Land gehen. Also eine Anschubhilfe, denn das Kaulquappen-Stadium ist diegefährlichste Zeit im Leben einer Wechselkröte. „Ich freue mich natürlich, wenn wir als Zoo hierhelfen können,“ sagt Dr. Philipp Wagner, Zoodirektor in Augsburg „denn mir ist durchausbewusst, wie stark die Wechselkröte und andere heimische Amphibien gerade zurückgehen. Eszeigt für mich aber auch, dass der Schutz im Lebensraum und der Schutz außerhalb derLebensräume viel stärker kombiniert werden muss, wenn wir in der heutigen Zeit effektiv gegendas anthropogene Artensterben vorgehen wollen.“ Und mit dem Landesbund für Vogel- undNaturschutz und dem Zoologischen Garten Augsburg haben sich hier zwei starke Partnergefunden. Das findet auch Günter Hansbauer, Leiter der AG Amphibien des LBV Augsburg:„Natürlich ist es wichtig wieder mehr Lebensraum für die Wechselkröte zu schaffen und dieseLebensräume zu vernetzen. Zur Stabilisierung des letzten Vorkommens ist es aber wichtig, dassauch die Reproduktion gewährleistet ist.“Weitere KooperationenUnd hier kann man die Rettungsaktion durchaus auch als Testlauf für ein durchgeplantes Projektsehen, denn die Wechselkröte gehört zu den derzeitigen Verlierern der Artenvielfalt und braucht die Hilfe der Artenschützer. Daher werden auch bereits erste Gespräche zwischen LBV und Zoogeführt, um Ideen für eine stärkere Kooperation im Sinne der Wechselkröte auszutauschen.

Zoo Salzburg 07.07.2026
Um eine Attraktion reicher: Tierische Wohngemeinschaft für hochbedrohte Arten
Mit der heutigen Eröffnung der Südostasien-WG hat der Zoo Salzburg einen weiteren Meilenstein in Richtung Zukunft gesetzt. Die Haltung der „vom Aussterben bedrohten“ Schopfmakaken und Visayas-Pustelschweine sowie die als „gefährdet“ geltenden Zwergotter bedeutet für den nördlichen Teil des Zoos eine enorme Attraktivitätssteigerung. Das betonten gleich zu Anfang der feierlichen Eröffnung Landeshauptfrau Karoline Edtstadler und Bürgermeister Bernhard Auinger. Während Karoline Edtstadler unter anderem von dem gesamten Zoo Salzburg als bedeutende Attraktion für die direkte Umgebung, aber auch für die angrenzenden Bundesländer und Bayern sprach, hob Bernhard Auinger den hochwertigen Wohnraum für die Tiere hervor, die sich sichtlich wohlfühlen würden. Aktuell wird die Wohngemeinschaft von den Zwergottern Ravi und Mona, den Visayas-Pustelschweinen Miko und Matapang sowie dem Schopfmakak Kera bewohnt. Die sich aufdrängende Frage nach dem Verbleib der Artgenossen für letzteren konnte Geschäftsführerin Sabine Grebner die Umstehenden aus erster Hand informieren. Er soll drei weibliche Schopfmakaken aus einem englischen Zoo als tierische Gesellschaft dazubekommen. Das Problem dabei: Aufgrund des „Brexits“ sind die zu überspringenden behördlichen Hürden deutlich höher geworden, was den gesamten Organisationsprozess gehörig in die Länge zieht. Neben den drei Affenweibchen erwartet der Zoo Salzburg zudem zwei weibliche Pustelschweine aus den Vereinigten Königreich. Und während Aufsichtsratsvorsitzender Josef Schöchl den Blick kurz in die Vergangenheit schweifen ließ, wobei er im gleichen Atemzug die enorme Weiterentwicklung des Zoo Salzburg herausstellte, zogen im Hintergrund die beiden Pustelschweine ihre Bahnen über die weitläufige Außenanlage. 1.200 Quadratmeter wollen schließlich erkundet werden. Mit dem Rüssel dicht über dem Boden und den Blick neugierig nach vorne gerichtet, sind sie bereits dabei, ihr neues Zuhause akribisch zu erkunden. Zwischendurch huschen die wendigen Zwergotter, die ausschließlich im Doppelpack auftreten, immer wieder kurz durchs Blickfeld, um dann im Eiltempo erneut die sichere Innenanlage aufzusuchen. Allen Besucherinnen und Besuchern des Zoo Salzburg, die bereits seit Frühjahr 2025 auf die neue Attraktion warten, sei gesagt: Die neuen tierischen WG-Bewohner sind zu sehen und die liebevoll gestaltete Anlage lädt auf jeden Fall dazu ein, länger dort zu verweilen. Es dauert allerdings noch ein paar Tage, bis der Schopfmakak den neuen Außenbereich erkunden kann.

Tiergarten Kleve 07.07.2026
Goldener Nachwuchs ist noch ganz unscheinbar Erster Goldfasan-Nachwuchs seit fünf Jahren im Tiergarten Kleve
Im Tiergarten Kleve gibt es erneut erfreulichen Nachwuchs: Am 15. Juni 2026 sind Goldfasanküken geschlüpft. Es ist der erste Nachwuchs dieser farbenprächtigen Vogelart im Tiergarten Kleve seit fünf Jahren. Besucherinnen und Besucher können die fünf Jungtiere bereits gemeinsam mit ihren Eltern in der großen Vogelvoliere beobachten. Möglich wurde der Zuchterfolg durch zwei neue Goldfasanhennen, die Anfang des Jahres aus dem Tierpark Hexentanzplatz Thale nach Kleve kamen. Nachdem die bisherige Goldfasanhenne des Tiergartens verstorben war, wurde die Zuchtgruppe neu aufgebaut. Nun konnten die beiden Hennen erstmals erfolgreich Nachwuchs großziehen. „Wir freuen uns sehr, dass wir nach fünf Jahren wieder Goldfasan-Nachwuchs im Tiergarten begrüßen dürfen“, erklärt Tiergartenleiter Dr. Martin Polotzek. „Gerade nach dem Verlust unserer bisherigen Henne war es uns wichtig, die Zucht dieser wunderschönen Vogelart fortzuführen. Dass die beiden neuen Hennen bereits im ersten Jahr erfolgreich Küken aufziehen, ist ein toller Erfolg.“ Noch haben die kleinen Goldfasane allerdings wenig mit ihren prächtig gefärbten Eltern gemeinsam. Die Küken sind vollständig braun gefärbt und dadurch hervorragend getarnt. Erst im Laufe der kommenden Monate entwickelt sich nach und nach das arttypische Federkleid. Vor allem die Hähne zeigen später ihre leuchtend goldgelben, roten und orangefarbenen Schmuckfedern, für die Goldfasane weltweit bekannt sind. Goldfasane stammen ursprünglich aus den Bergwäldern Zentralchinas und gehören zu den auffälligsten Hühnervögeln der Welt. Vor allem die Hähne beeindrucken mit ihrem goldgelben Schopf, dem kräftig roten Körpergefieder und dem langen, kunstvoll gezeichneten Schwanz. Die deutlich unauffälliger gefärbten Hennen sind hingegen hervorragend getarnt und können ihren Nachwuchs dadurch sicher im Unterholz führen. „Die Küken sind sogenannte Nestflüchter“, erläutert Dr. Polotzek. „Bereits kurz nach dem Schlupf verlassen sie das Nest und folgen ihrer Mutter selbstständig durch die Anlage. In den ersten Lebenswochen lernen sie von ihr, welche Nahrung geeignet ist und wie sie sich bei Gefahr verhalten müssen.“ In ihrer natürlichen Heimat leben Goldfasane überwiegend am Boden und ernähren sich von Samen, Früchten, Beeren, Insekten und anderen kleinen Wirbellosen. Bei Gefahr flüchten sie meist laufend ins dichte Unterholz und nutzen ihre Flugfähigkeit nur auf kurzen Strecken. Obwohl Goldfasane in ihrer ursprünglichen Heimat regional unter Lebensraumverlust leiden, werden sie weltweit häufig in zoologischen Gärten und privaten Haltungen gepflegt. Zoos tragen dazu bei, die Art langfristig zu erhalten und Besucherinnen und Besuchern die Vielfalt der Vogelwelt näherzubringen. „Gerade farbenprächtige Vogelarten wie der Goldfasan begeistern viele Gäste und bieten gleichzeitig einen guten Anlass, über den Schutz von Lebensräumen und die Vielfalt der Natur zu sprechen“, so Dr. Polotzek. „Der erneute Zuchterfolg zeigt außerdem, dass sich unsere Tiere im Tiergarten Kleve wohlfühlen und optimale Bedingungen vorfinden.“ Die fünf Küken entwickeln sich bislang sehr gut und sind bereits gemeinsam mit ihren braun gefiederten Müttern in der großen Flugvoliere unterwegs. Mit etwas Geduld können Besucherinnen und Besucher beobachten, wie die kleinen Goldfasane neugierig ihre Umgebung erkunden – auch wenn ihr später namensgebendes Gold derzeit noch vollständig unter einem braunen Jugendgefieder verborgen ist.

Tierpark Nordhorn 07.07.2026
Tierpark Nordhorn gibt seltenen Kauz in Auswilderungsprojekt – Weiterer Habichtskauz-Nachwuchs wird im Biosphärenpark Wienerwald angesiedelt
Seit etwas mehr als drei Jahren lebt ein Pärchen Habichtskäuze gemeinsam mit einigen weiblichen Schneeeulen in der begehbaren „Eulen-Tundra“ im Familienzoo in der Grafschaft Bentheim. „Das besondere an unseren Habichtskäuzen ist, dass uns dieses Zuchtpaar von der Österreichischen Vogelwarte für die Teilnahme an deren Habichtskauz- Wiederansiedlungsprojekt zur Verfügung gestellt wurde!“ so der zuständige Kurator Dr. Dirk Wewers. Es wurde vereinbart, dass alle Nachkommen dieses Paares im Wienerwald-Projekt ausgewildert werden. In diesem Jahr schlüpfte erstmals nach 2024 wieder ein Jungvogel und wurde von den Eltern großgezogen. Am 6. Juli hat er den Tierpark Richtung Wien verlassen. Die notwendigen Transporte in das Auswilderungsprojekt können Dank des Artenschutzeuros vom Tierpark Nordhorn organisiert werden. Damit die Auswilderung für den Vogel so erfolgreich wie möglich verläuft, sollte er bestenfalls bis zum 80sten Lebenstag im Projektgebiet eingetroffen sein. Junge Vögel stellen sich deutlich leichter auf ihren neuen Lebensraum ein als Altvögel. Dort wird der junge Kauz dann sofort in ein Freilassungsgehege gebracht und nach etwa 14 Tagen vor Ort in seinen neuen Lebensraum entlassen. Der Habichtskauz ist, nach dem Uhu, unsere zweitgrößte heimische Eulenart und wurde im vorigen Jahrhundert in Österreich komplett und in Deutschland bis auf eine Restpopulation im Bayrischen Wald ausgerottet. Seit 2009 werden im Biosphärenpark Wienerwald und im Wildnisgebiet Dürrenstein unter der Projektleitung von Richard Zink (Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie der Veterinärmedizinischen Universität Wien bzw. Konrad-LorenzInstitut für Vergleichende Verhaltensforschung) junge Habichtskäuze angesiedelt. Dadurch soll eine Verbindung zwischen den inselartigen Habichtskauzvorkommen in Österreichs Nachbarländern ermöglicht und so das Überleben der Habichtskäuze dauerhaft gesichert werden. Einen großen Anteil an dem Projekterfolg haben Zoos und Tierparks, die regelmäßig Nachzuchten ihrer Habichtskäuze kostenfrei zur Auswilderung in das Projekt geben. Mittlerweile wurden allein im Biosphärenpark Wienerwald über 200 junge Eulen freigelassen. Einige davon haben inzwischen in freier Wildbahn selbst Nachwuchs bekommen. Zoodirektor Dr. Nils Kramer freut sich über die Beteiligung des Zoos an diesem erfolgreichen Auswilderungsprojekt: „Es wäre schön, wenn auch der kleine Nordhorner Kauz in Zukunft zur Arterhaltung beitragen wird! Und wir hoffen sehr, dass ihm noch viele weitere Jungtiere aus dem Familienzoo folgen werden.

Zoo Berlin 07.07.2026
Wilde Sommerferien Ferienzeit ist Zoo- und Tierparkzeit | Erstmals Zuckertüten-Woche im Zoo Berlin
Brötchen erkundet neugierig ihre Außenanlage, die Afrikanischen Elefanten genießen ihr neues Zuhause im Tierpark und die jungen Panda-Zwillinge Leni und Lotti mischen den Panda-Garden auf. In Zoo und Tierpark Berlin warten in den Sommerferien zahlreiche tierische Highlights auf große und kleine Zoo-Gäste. Ergänzt durch große Spielplätze, spannende Tierhäuser und das historische Aquarium Berlin wird der Besuch auch bei wechselhaftem Wetter zu einem abwechslungsreichen Ferienausflug für die ganze Familie. „Um eine faszinierende Tierwelt zu erleben, muss man nicht ans andere Ende der Welt reisen, denn eine Weltreise geht auch mitten in Berlin. Ob ein Spaziergang durch die afrikanische Savanne oder hinauf in den Himalya im Tierpark oder ein Besuch bei unseren vielen Jungtieren im Zoo, in den Sommerferien gibt es bei uns jeden Tag Neues zu entdecken. Wir möchten Menschen hier vor Ort für die Natur begeistern und dabei ein ganz besonderes Ferienerlebnis für die ganze Familie bieten“, betont Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem. Wie beliebt dieses Angebot ist, zeigt auch das diesjährige Ferienprogramm: Rund 900 Kinder verbringen ihre Sommerferien im Zoo und Tierpark Berlin gemeinsam mit erfahrenen Guides. Sie gehen tierischen Geheimnissen auf den Grund, experimentieren, basteln und werfen exklusive Blicke hinter die Kulissen. Die begehrten Plätze sind bereits vollständig ausgebucht. Erstmals bietet der Zoo Berlin eine eigene Ferienprogramm-Woche für Kinder, die nach den Sommerferien eingeschult werden, an. Für die Zuckertüten-Woche vom 24. – 28. August sind noch letzte Tickets verfügbar: Ferienprogramm Schulanfänger – Zoo / Aquarium Berlin Doch auch alle anderen großen und kleinen Feriengäste erwartet ein Sommer voller tierischer Erlebnisse. Wer derzeit den Tierpark Berlin besucht, taucht unmittelbar in die Tierwelt Afrikas ein. Auf der weitläufigen Savannenanlage laufen die beiden jungen Rothschild-Giraffenbullen Linus und Albert inzwischen selbstbewusst mit der Herde und erkunden neugierig ihre Umgebung. Gleich nebenan erkundet die Afrikanische Elefantenfamilie rund um Leitkuh Pori ihre neue Berliner Heimat. Mittlerweile ist die Herde ganztägig auf ihrer Außenanlage zu beobachten. Wer zwischendurch eine kleine Tobepause braucht, ist unweit der Elefanten auf dem beliebten Spielplatz mit Wasserspiel genau richtig. Während sich die Kinder austoben, laden nebenan die Ziegen und Schafe des Streichelzoos zu tierischen Begegnungen ein – beste Voraussetzungen für einen entspannten Ferientag. Der Zoo Berlin steht dem Tierpark in nichts nach, denn auch hier warten zahlreiche tierische Highlights auf kleine und große Feriengäste. Im modernisierten Antilopenhaus haben sich die geheimnisvollen Okapis bestens eingelebt und präsentieren ihr charakteristisch glänzendes Fell. Gleich nebenan bilden ein Strauß und einige Mhorrgazellen eine tierische Wohngemeinschaft. Ebenfalls Teil dieser wilden WG sind zwei Giraffenbullen, die sich jedoch derzeit noch Schritt für Schritt an ihr neues Reich gewöhnen. Natürlich freuen sich auch die Pandas Leni und Lotti auf viele große und kleine Zoo-Gäste. Und ganz besonders zieht derzeit natürlich das zum Anbeißen niedliche Zwergflusspferd Brötchen alle Blicke auf sich. Und selbst wenn das Berliner Sommerwetter einmal nicht mitspielt, lohnt sich ein Zoobesuch in jedem Fall. Im Reich der Jäger lassen sich dann unter anderem der junge Komodowaran Drakaris oder der geheimnisvolle Schwarze Panther Tikal beobachten und auch das Aquarium Berlin direkt nebenan hat viele exotische und faszinierende Bewohner zu bieten. So werden auch Regentage zu einem spannenden Ferienerlebnis!

Zoo Münster 06.07.2026
Zählung im Allwetterzoo Münster: Weißstorch erreicht enorm hohes Alter – Jungvögel üben für den ersten Flug
Weißstörche gibt es im Allwetterzoo Münster seit vielen Jahren, doch zu den offiziellen Zoo-Tieren gehören die beeindruckenden Vögel nicht. Sie sind wildlebende Tiere, die Jahr für Jahr Münster für ein paar Monate Richtung Westen verlassen und dann wieder für die Brutzeit zurückkehren. „Das erste freifliegende Paar hat sich 1996, also vor genau 30 Jahren, im Allwetterzoo angesiedelt. Mittlerweile sind es bedeutend mehr“, sagt Janine Wendels, Kuratorin im Allwetterzoo Münster. Im aktuellen Jahr 2026 wurden 54 Horstpaare gezählt. Sie haben 114 Jungvögel großgezogen – so viele wie noch nie. In den kommenden Tagen werden die jungen Störche ihre ersten Flugübungen machen. Drei der jungen Störche sitzen in einem Nest nahe der Afrika-Anlage. Ihr Vater ist ein außergewöhnlich alter Storch. „Uns liegt eine Meldung der Vogelwarte vor, dank der wissen wir, dass er vor 30 Jahre in Nordbaden beringt wurde. Sein Alter ist vergleichbar mit einem 100 Jahre alten Menschen und eine absolute Seltenheit“, sagt Michael Tillmann, ausgewiesener Experte für Weißstörche und Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft Weißstorch NRW und verantwortlich für die Zählung. Seit 25 Jahren besetzt der Storch dasselbe Nest auf dem Zoogelände. Störche im Allwetterzoo werden nicht zugefüttert Im Allwetterzoo wurde die Zufütterung der Störche im Jahr 2015 eingestellt. „Damals hatten einige Menschen Sorge, dass diese Entscheidung negative Auswirkungen auf die Population haben könnte“, sagt Tillmann. „Doch die blieben aus. Stattdessen ist die Storchen-Kolonie Jahr für Jahr größer geworden.“ Mittlerweile gehört sie zu einer der größten in NRW. Die Hauptursache dafür sieht er in dem veränderten Zugverhalten der Tiere. Während die Weißstörche früher für die Überwinterung bis nach Westafrika geflogen sind, fliegen sie heute nur noch bis zur iberischen Halbinsel. Der deutlich kürzere Weg erhöht die Überlebensrate deutlich. Zudem finden die Tiere auf den überwiegend landwirtschaftlich genutzten Flächen rund um den Allwetterzoo ausreichend Nahrung. „In diesem Jahr gab es viele Mäuse. Solche Mäusejahre sind oft auch gute Storchenjahre“, sagt Tillmann. Bestandserfassung der Weißstörche ist arbeitsintensiv Für die Bestandserfassung und die Bruterfolgskontrolle war er in den vergangenen Monaten häufig im Allwetterzoo unterwegs, teilweise sogar zweimal die Woche. Unterstützt wurde er dabei von der Biologiestudentin Emely Hirschmann. Die hatte im Vorhinein ein freiwilliges ökologisches Jahr auf dem Storchenhof Loburg bei Magdeburg absolviert und brachte beste Erfahrungen mit. „Es hat mir unheimlich Spaß gemacht“, sagt Hirschmann. „Und dass wir hier im Zoo diesen grandiosen Bruterfolg haben, ist natürlich nochmal besonders toll.“ Mit dem Herbstzug werden sich die jungen und die älteren Störche gemeinsam auf den Weg in wärmere Gegenden machen – und kommen im nächsten Jahr vermutlich zahlenstärker als zuvor wieder zum Allwetterzoo zurück.

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