Tierpark + Fossilum Bochum 15.05.2026
Wetterkapriolen verantwortlich für Verlust des Weißstorchnachwuchses im Storcherlebnispark Wattenscheid
Anhaltende Regenfälle und niedrige Temperaturen haben zum Verlust der am 1. Maiwochenende geschlüpften Storchenküken geführt: Die vier Küken sind auf den Bildern der Überwachungskamera nicht mehr zu sehen, sodass Biologen und Zootierpfleger des Bochumer Tierparks davon ausgehen müssen, dass die Nachzuchten verstorben sind. Auch im natürlichen Lebensraum sind die Jungtiere in den ersten Lebenswochen bei extremen Wetterbedingungen bedroht, da ihr Gefieder noch nicht vollständig ausgebildet ist und sie ihre Körpertemperatur nur eingeschränkt regulieren können. Unterkühlungen führen dann häufig zum Tod der Jungvögel. Die erfolglose Brut erklärt, dass die Elterntiere wieder die gesamten Strukturen der Voliere nutzen, zur Futtersuche sowohl im Teich als auch auf der Wiese unterwegs und mitunter auch auf dem zweiten Horst zu beobachten sind. Ob damit die Brutsaison tatsächlich beendet ist, wird die Natur – bessere Wetterbedingungen vorausgesetzt – noch zeigen. „Nachdem das Wattenscheider Storchenpaar im letzten Jahr zwei Küken erfolgreich aufgezogen hat, die in Kooperation mit der Wildvogelstation Paasmühle in Hattingen ausgewildert wurden, haben wir die Hoffnung auf Weißstorchnachwuchs in diesem Jahr nicht aufgegeben“, erläutert Zoodirektor Ralf Slabik, „möglicherweise kommt es noch zu einem Nachgelege.“
Zoo Berlin 15.05.2026
Ein Hauch von „Black Panther“ in Berlin
Jaguar Tikal zieht in das Reich der Jäger im Zoo Berlin ein Ein Neuzugang mit geheimnisvoller Ausstrahlung bereichert ab sofort den Zoo Berlin. Mit dem jungen Jaguar „Tikal“ zieht ein sogenannter „Schwarzer Panther“ ins Raubtierhaus ein. Der am 3. September 2024 im Zoo Lumigny Safari Reserve (Frankreich) geborene Kater übernimmt künftig den Platz von Jaguar Aloha. Schwarze Jaguare üben seit jeher eine besondere Faszination aus – nicht zuletzt, weil sie oft mit dem Begriff „Schwarzer Panther“ verbunden werden, der vielen aus der Popkultur bekannt ist. Tatsächlich handelt es sich dabei jedoch nicht um eine eigene Tierart, sondern um eine besondere Farbvariante des Jaguars, die auch bei Leoparden vorkommt. Ursache für das tiefdunkle Fell ist der sogenannte Melanismus – eine genetische Besonderheit, bei der verstärkt dunkle Pigmente in Haut und Haaren gebildet werden. „Beim Jaguar treten die sogenannten Schwärzlinge relativ oft auf. Dabei gibt es auch innerhalb der schwarzen Tiere unterschiedliche Ausprägungen. Bei manchen ist das Fell nahezu einheitlich dunkel, bei anderen sind die Rosetten je nach Lichteinfall mehr oder weniger deutlich zu erkennen. Im selben Wurf kann es außerdem normalfarbige und schwarze Jungtiere geben. Bei Tikal lassen sich die Rosetten in seinem dunklen Fell besonders gut sehen“, erklärt Florian Sicks. Im Gegensatz zu vielen anderen Großkatzen ist diese dunkle Fellvariante beim Jaguar genetisch dominant. Bereits ein entsprechendes Gen eines Elternteils genügt, damit ein Jungtier schwarz gefärbt ist. Dennoch machen melanistische Tiere nur etwa zehn Prozent der Population aus. Der Name „Tikal“ des Neuzugangs aus Frankreich ist kein Zufall. Er verweist auf eine bedeutende antike Maya-Stadt im Regenwald Guatemalas, mitten im natürlichen Lebensraum der Jaguare. In der Kultur der Maya galt der Jaguar als kraftvolles Symbol und als Verbindung zwischen verschiedenen Welten. Eine Bedeutung, die bis heute nachhallt. „Schwarze Jaguare sind besonders faszinierende Tiere, weil sie auf einzigartige Weise Ästhetik und Anpassungsfähigkeit vereinen. Umso mehr freuen wir uns, dass wir mit Tikal diese eindrucksvolle Erscheinungsform nun wieder im Zoo Berlin zeigen können. Ein schwarzer Jaguar war schon lange Zeit nicht mehr bei uns zu sehen“, sagt Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem. „Mit Tikal zieht nicht nur ein neues Tier ein, sondern auch eine wichtige Botschafterart für den Schutz tropischer Wälder.“ Jaguare sind vor allem in den tropischen Wäldern Mittel- und Südamerikas zuhause. Ihre dunkle Fellfärbung kann ihnen dort einen Vorteil verschaffen, denn in den schattigen, dichten Lebensräumen sind sie besonders gut getarnt und können sich nahezu lautlos an ihre Beute heranschleichen. Zoo-Gäste können den jungen Jaguar ab sofort im Raubtierhaus erleben und sich von seiner besonderen Ausstrahlung in den Bann ziehen lassen.
Zoo Landau in der Pfalz 13.05.2026
9. Internationaler Zooförderer-Tag am Pfingstmontag, 25. Mai 2026
Ehrensache Zoo – Zeit für Zoofreunde Am Pfingstmontag, 25. Mai 2026, findet zum neunten Mal der Internationale Zooförderer-Tag statt. Die Gemeinschaft der Zooförderer e.V. (GDZ) hat diesen Tag im Jahr 2018 ins Leben gerufen, um auf das vielfältige ehrenamtliche Engagement der Freunde und Förderer von Zoos, Tier- und Wildparks aufmerksam zu machen. Auch im Zoo Landau wird Pfingstmontag ab 11 Uhr der Freundeskreis Zoo Landau e.V. seine Arbeit unter dem Motto „Ehrensache Zoo – Zeit für Zoofreunde“ vorstellen. Dabei steht die aktive Teilhabe an der Entwicklung vom Zoo Landau im Mittelpunkt. Insgesamt engagieren sich über 140.000 Menschen in Fördervereinen in Deutschland und stehen damit auch für ca. 80 Millionen Menschen, die jährlich in Deutschland Zoos, Tier- und Wildparks besuchen. Zoos, Tier- und Wildparks sind jedoch nicht nur beliebte Freizeit- und Erholungseinrichtung, sondern engagieren sich auch in der Bildung und im Natur- und Artenschutz. Die finanziellen Möglichkeiten der Zoos, Tierparks und Wildparks sind jedoch oft eingeschränkt, sodass sich ehrenamtlich viele Besucherinnen und Besucher in örtlichen Fördervereinen zusammengefunden haben, um die wichtige zoologische Arbeit zu fördern, so wie auch der Freundeskreis Zoo Landau. „Als Förderverein vom Zoo Landau sind wir Teil einer großen Zoofamilie und engagieren uns in diesem Rahmen auch überregional für den Natur- und Artenschutz. Das ehrenamtliche Engagement in unserem Förderverein ist eine unbezahlbare Bereicherung für den Zoo Landau“, so Alexander Grassmann, Vorsitzender des Freundeskreis Zoo Landau. Jede Verbesserung der Tierhaltung, jede Investition in einen Zoo, Tier- oder Wildpark bedarf zusätzlicher finanzieller Mittel. Daher ist es wichtig, dass Menschen sich in ihrer Freizeit ideell und materiell für den Ausbau und die Weiterentwicklung der Zoolandschaft in ihren Fördervereinen engagieren. Dies stellt einen wesentlichen Beitrag in der gesellschaftlichen Verantwortung für unsere Natur dar und bereichert das bürgerschaftliche Engagement. Der Präsident der Gemeinschaft der Zooförderer, Bruno Hensel, würdigt dieses Engagement: „Der Freundeskreis Zoo Landau hat in den zurückliegenden Jahren einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung vom Zoo Landau geleistet. Dass Menschen in ihrer Freizeit, ihr Wissen und ihr Können für den Zoo Landau und damit für die gesamte Zoowelt einbringen, ist nicht selbstverständlich. Gerade das jüngste Förderprojekt des Vereins, die Flamingo-Lagune, verdient unsere volle Unterstützung.“ Der Zoo behält sich immer vor, Veranstaltungen u.a. witterungsbedingt abzusagen oder zeitlich abzukürzen.
Alpenzoo Innsbruck 13.05.2026
Der Frühling bringt Nachwuchs im Alpenzoo: Erste Gams- und Steinbockkitze geboren
Im Alpenzoo gibt es erfreulichen Nachwuchs zu bestaunen: Vor zwei Wochen kam bei den Steinböcken das erste Kitz zur Welt. Am vergangenen Wochenende durfte sich nun auch die Gämsengruppe über doppelten Nachwuchs freuen – zwei kleine Gamskitze ergänzen seitdem die Herde. Während das junge Steinbockkitz bereits neugierig und voller Energie sein Gehege erkundet und erste Kletterversuche unternimmt, zeigen sich die beiden kleinen Gämsen derzeit noch etwas vorsichtiger. Sie bleiben meist in der Nähe ihrer Mutter und suchen Schutz bei ihr. Doch schon bald werden auch sie mutiger werden und ihre ersten Sprünge alleine durch das Gehege wagen. Der Nachwuchs ist für Besucherinnen und Besucher mit etwas Glück bereits zu beobachten und sorgt für viele besondere Frühlingsmomente. Gerade in den ersten Lebenswochen entwickeln sich die Tiere besonders schnell und zeigen nach und nach ihr typisches Verhalten. Der Alpenzoo freut sich über die gesunden Jungtiere und lädt alle Tierfreundinnen und Tierfreunde ein, den tierischen Nachwuchs zu entdecken.
Zoo Heidelberg 13.05.2026
Nach der Schulzeit richtig anpacken
Paul und Marwin berichten von ihrem Bundesfreiwilligendienst im Zoo Heidelberg Spritzbeton statt Schulbank: Zwei BFDler und ein FÖJler gestalten im Zoo Heidelberg Sichtbares. Von der Planung bis zur fertigen Mauer übernehmen die jungen Männer dabei viele Arbeitsschritte selbst, angeleitet sowie betreut und unterstützt vom Handwerksteam des Zoos. Wer praktische Erfahrung im Bereich Garten und Handwerk sammeln möchte, kann sich noch für einen Bundesfreiwilligendienst dieses Jahr bewerben. Routiniert richtet Paul die Düse auf das Metallgerüst um die Pflanzenkübel und trägt Schicht für Schicht den Spritzbeton auf. Neben ihm füllt Yannick den Mörtel in die Maschine, während Marwin die Schläuche kontrolliert. Was heute fast selbstverständlich aussieht, war für die drei vor wenigen Monaten noch völliges Neuland. Die beiden 19-jährigen Paul Raitzig und Marwin Stiller absolvieren seit September 2025 ihren Bundesfreiwilligendienst (BFD) im Garten- und Handwerksteam des Zoo Heidelberg. Gemeinsam mit Yannick Erdel, der ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) macht, haben sie in den vergangenen Monaten zwei spannende Projekte im Rahmen ihres Freiwilligendienstes umgesetzt: die neue Mauer vor dem Schneeeulen-Gehege und eine Verkleidung für große Pflanzenkübel. „Wir haben bei Null angefangen“, erzählt Marwin. „Welche Maschinen brauchen wir? Welcher Mörtel ist geeignet? Wie baut man überhaupt so eine Struktur? Das mussten wir uns erst erarbeiten.“ Die drei recherchierten Materialien, tauschten sich mit Firmen aus und entwickelten eigene Lösungen. „Das war herausfordernd, aber genau das hat Spaß gemacht“, sagt Marwin. Die Arbeiten begannen bereits im vergangenen Herbst mit Planung und Vorbereitung. Im Frühjahr startete dann die Umsetzung: Alte Holzelemente wurden entfernt, Metall- und Eisenbügel gebogen und befestigt, Estrichgitter eingesetzt und anschließend Schicht für Schicht modelliert. „Wir haben viel nach dem Prinzip ‚trial and error‘ gearbeitet“, berichtet Paul. „Das richtige Mischverhältnis für den Mörtel zu finden, war anfangs gar nicht so einfach. Aber als es dann funktioniert hat, war das ein richtig gutes Gefühl.“ Besonders schätzen die jungen Männer die Verantwortung, die sie übernehmen dürfen. „Eigenständig an so einer Aufgabe zu arbeiten und seine Fähigkeiten auszuprobieren, ist einfach schön“, sagt Paul. „Wir konnten unsere Ideen einbringen und am Ende des Tages sieht man, was man geschafft hat.“ Die fertige Mauer vor dem Schneeeulen-Gehege wertet den Bereich inzwischen sichtbar auf. Etwas komplexer gestaltete sich die Verkleidung mehrerer großer Kübel für Wasserpflanzen nahe der Elefantenanlage. Anders als bei der Schneeeulen-Mauer mussten die drei dafür ein komplettes Gerüst frei im Raum konstruieren und dreidimensional arbeiten. Die Arbeiten dienten als Vorbereitung für ein noch größeres Vorhaben: die Gestaltung von Fassaden und Beeten im neuen Schildkrötenhaus des Zoo Heidelberg. Wenn alles nach Plan läuft, können Besucher im kommenden Herbst das neue Haus und die Arbeiten der jungen Männer bestaunen. Die BFDler unterstützen den Zoo-Alltag in vielen Bereichen: Sie helfen bei der Parkreinigung, pflanzen Blumenzwiebeln, reparieren Zäune und haben beim Bau des neuen Außengehege der Varis geholfen. Paul und Marwin entschieden sich nach dem Abitur bewusst für einen praktischen Freiwilligendienst. „Ich wollte erstmal etwas anderes machen als Schule und Lernen – weniger sitzen und mehr anpacken“, erzählt Paul. Nach dem BFD möchte er wahrscheinlich einen handwerklichen Beruf erlernen. Wer sich für praktische Arbeit, Gartenbau und Handwerk interessiert, kann sich jetzt noch für ein BFD ab September 2026 im Zoo bewerben. Gesucht werden motivierte junge Menschen, die Lust haben, den Zoo aktiv mitzugestalten und dabei wertvolle Erfahrungen fürs Berufsleben zu sammeln. Weitere Informationen gibt es auf der Karriereseite des Zoo Heidelberg.
Tiergarten Kleve 13.05.2026
Babyboom im Tiergarten Kleve geht weiter
Mamma Mia! Wer ist nur der Vater des Nachwuchses in der Jansen Bedachungen-Erdmännchenanlage? Im Tiergarten Kleve setzt sich der aktuelle Nachwuchsboom fort: Nach erfolgreichen Nachzuchten bei Baumstachler, Gürteltier und Rüsselspringer gibt es nun auch Nachwuchs bei den Erdmännchen. Bereits am 20. April 2026 kam der Nachwuchs in der Jansen Bedachungen-Erdmännchenanlage zur Welt. Mittlerweile sind die kleinen Erdmännchen groß genug, um erstmals ihre schützende Wurfhöhle zu verlassen und die Außenanlage zu erkunden. Mutter der Jungtiere ist Alphaweibchen Beyoncé. Wer der Vater des Nachwuchses ist, bleibt hingegen unklar: In der Erdmännchengruppe leben mit Texas, Halo und Jay-Z gleich drei adulte Männchen, die um die Gunst von Alphaweibchen Beyoncé buhlen. Ganz ähnlich wie im Film „Mamma Mia“ lässt sich daher derzeit nicht eindeutig sagen, welches der drei Männchen tatsächlich der Vater der Jungtiere ist. „Erdmännchen werden als sogenannte Nesthocker geboren“, erklärt Tiergartenleiter Dr. Martin Polotzek. „Nach einer Tragzeit von etwa elf Wochen bringt ein Erdmännchenweibchen meist zwei bis fünf Jungtiere in einer schützenden Erdhöhle zur Welt. In den ersten Lebenswochen bleiben die Jungtiere geschützt in der Wurfhöhle und öffnen ihre Augen erst nach rund zwei Wochen. Erst wenn sie kräftig genug sind, wagen sie gemeinsam die ersten Schritte außerhalb des Baus, was nun seit wenigen Tagen der Fall ist. Die kleinen Erdmännchen entdecken jetzt neugierig ihre Umgebung, orientieren sich eng an den erwachsenen Tieren und lernen jeden Tag etwas Neues.“ Erdmännchen stammen ursprünglich aus den trockenen Savannen und Halbwüsten des südlichen Afrikas und gehören zur Familie der Mangusten. Charakteristisch für die sozialen Tiere ist ihr ausgeprägtes Gruppenverhalten: Während einzelne Tiere nach Nahrung suchen, übernehmen andere Gruppenmitglieder die Rolle des Wächters und halten Ausschau nach möglichen Gefahren. Auch bei der Aufzucht des Nachwuchses zeigt sich das besondere Sozialverhalten der Tiere. Meist bekommt nur das ranghöchste Weibchen – das sogenannte Alphaweibchen – Nachwuchs. Die übrigen Gruppenmitglieder helfen anschließend bei der Aufzucht, bewachen die Jungtiere und beteiligen sich später sogar an der Erziehung und bringen den jüngeren Geschwistern lebenswichtige Verhaltensweisen wie beispielsweise die Jagd nach giftigen Skorpionen bei. „Erdmännchen sind echte Teamplayer“, erläutert Dr. Polotzek. „Die Jungtiere werden nicht nur von der Mutter versorgt, sondern wachsen praktisch unter der Aufsicht der gesamten Gruppe auf. Genau dieses spannende Sozialverhalten sichert ihnen in der Wildbahn das Überleben und fasziniert viele Menschen.“ Die fünf Jungtiere entwickeln sich bislang sehr gut und sorgen bereits jetzt für viel Leben in der Jansen Bedachungen-Erdmännchenanlage. Mit etwas Glück können Besucherinnen und Besucher beobachten, wie die kleinen Erdmännchen miteinander spielen, ihre Umgebung erkunden oder dicht aneinandergeschmiegt in der Sonne liegen.
Zoo Magdeburg 12.05.2026
Giraffenkuh Zahra konnte gerettet werden Nubisches Giraffenjungtier tot geboren
In der Nacht zum 12. Mai 2026 hatte die Nubische Giraffe Zahra eine Totgeburt. Für die Giraffenkuh Zahra war es die erste Geburt. Erstgebärende Giraffenkuh hatte schwierige Geburt Anna Hauffe, Tierärztin im Zoo Magdeburg und der langjährig vertraute Zootierpfleger, Michael Banse, begleiteten den Geburtsverlauf in der Nacht im Giraffenhaus. „Bei unserer erstgebärenden Giraffenkuh Zahra verlief die Trächtigkeit zunächst arttypisch. Allerdings hat sie sich in der Geburt sehr schwergetan. Mit tiermedizinischer Unterstützung hat sie diese Situation jedoch überstanden. Es geht ihr den Umständen entsprechend gut. Nach der Geburt konnten wir bei dem männlichen Jungtier weder Atmung noch Herzaktivität feststellen; es war bereits tot,“ erklärt Anna Hauffe. Rettung der Giraffenkuh Zahra „Das Muttertier hat die Geburt körperlich gut überstanden, soweit dies erst einmal ersichtlich ist. Sie wird nun engmaschig vom fachkundigen Team des Zoos beobachtet, um ihr die Möglichkeit zu geben, sich von der anstrengenden Geburt zu erholen. Um Infektionen in der Herde zu verhindern und die genaue Todesursache zu klären, wird der Körper des Jungtieres pathologisch untersucht“, informiert Zoodirektor, David Pruß, Ph.D.. Totgeburten kommen in der Natur, aber auch in zoologischen Einrichtungen – trotz bester Pflege – vor. Das Giraffenhaus bleibt für die nächsten zwei Tage geschlossen, um der Giraffenkuh Ruhe zu gönnen. Sie hat jedoch die Möglichkeit, bei Bedarf mit ihren Artgenossen die Außenanlage zu nutzen. Giraffenzucht für den Arterhalt Dr. Christin Unruh, zoologisch-wissenschaftliche Assistentin im Zoo Magdeburg betont: „Wir sind froh, dass die Mutterkuh die Geburt gut überstanden zu haben scheint, und bedauern den Verlust des Jungtieres sehr. Die Haltung und Zucht der Giraffen bleibt ein wichtiger Bestandteil des internationalen Artenschutzes, da die Population laut der International Union for Conservation of Nature (IUCN) als gefährdet gilt und die Bestände in der Natur weiterhin abnehmen. Durch koordinierte Erhaltungszuchtprogramme, wissenschaftliche Betreuung und Bildungsarbeit leisten zoologische Einrichtungen einen wichtigen Beitrag zum langfristigen Schutz dieser ikonischen Tierart.“ Daten zur Giraffenherde Zoo Magdeburg Zur Magdeburger Giraffenherde gehört der fünfjährige Giraffenbulle Kiano. Die dreizehnjährige Giraffenkuh Shani und die elfjährige Giraffenkuh Zahra. Über den Zoo Magdeburg Seit seiner Gründung im Jahr 1950 zählt der Zoo Magdeburg zu den artenreichsten Zoos Mitteldeutschlands. Auf rund 20 Hektar leben über 700 Tiere aus 177 Arten. Der Zoo engagiert sich aktiv im internationalen Artenschutz, beteiligt sich an 70 internationalen Zuchtprogrammen und unterstützt zehn Artenschutzprojekte.
Zoo Berlin 12.05.2026
Noch mehr Hippo-Glück im Zoo Berlin Nachwuchs bei den seltenen Zwergflusspferden
Die Hippo Bay im Zoo Berlin entwickelt sich immer mehr zur tierischen Kinderstube. Nachdem Flusspferdjunge Willi Wackelöhrchen seit einigen Monaten seine Mutter Nala ordentlich auf Trab hält, gibt es nun erneut niedlichen Nachwuchs. Diesmal bei den deutlich kleineren Verwandten: Am 9. Mai 2026 brachte Zwergflusspferd-Dame Debbie ein gesundes Weibchen mit einem Geburtsgewicht von 5,9 Kilogramm zur Welt. Nur drei Tage später hat der Nachwuchs bereits ordentlich zugelegt und bringt nun 7,1 Kilogramm auf die Waage. Vater des kleinen Hippos ist auch dieses Mal Zwergflusspferd-Männchen Tobi. Da Zwergflusspferde Einzelgänger sind, sind männliche Zwergflusspferde an der Aufzucht ihrer Jungtiere jedoch nicht beteiligt. Noch ist die kleine Hippo-Dame eng an der Seite ihrer Mutter. Debbie kümmert sich fürsorglich um ihren Nachwuchs und bringt dabei jede Menge Erfahrung mit. „Es ist schön zu sehen, wie ruhig und souverän Debbie mit ihrem Nachwuchs umgeht“, erklärt Säugetier-Kurator Dr. Florian Sicks. „Zwergflusspferde sind sehr sensible Tiere. Gerade in den ersten Tagen ist es wichtig, dass Mutter und Jungtier ausreichend Ruhe haben, um sich aneinander zu gewöhnen. Umso mehr freuen wir uns, dass sich das Jungtier bislang sehr gut entwickelt.“ Bereits in den vergangenen Jahren zog Debbie erfolgreich mehrere Jungtiere groß. Darunter auch Tochter Toni, die mit ihren großen Knopfaugen und charmanten Badestunden weit über die Grenzen Berlins hinaus für einen regelrechten Zwergflusspferd-Hype sorgte. Millionen Menschen verfolgten Tonis Entwicklung über Social Media und machten sie zu einer kleinen Botschafterin ihrer bedrohten Art. „Spätestens seit Toni wissen wir, wie sehr diese Tiere die Herzen unserer Besucherinnen und Besucher erobern können. Umso mehr freuen wir uns über den erneuten Nachwuchs, der auch dabei hilft, Aufmerksamkeit für den Schutz dieser stark gefährdeten Tierart zu schaffen“, so Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem. Denn die kleinen Hippos sind nicht nur Publikumslieblinge, sondern auch extrem selten. Laut der Weltnaturschutzunion IUCN leben in den Wäldern Westafrikas weniger als 2.500 ausgewachsene Zwergflusspferde. Lebensraumverlust durch Abholzung, Bergbau und landwirtschaftliche Nutzung setzen den scheuen Tieren massiv zu. In einigen Regionen, wie Nigeria, gelten sie bereits als ausgestorben. Während die kleine Zwergflusspferd-Dame aktuell noch gemeinsam mit ihrer Mutter hinter den Kulissen bleibt, ist der schon etwas ältere Flusspferd-Nachwuchs Willi im Innenbecken zu beobachten oder erkundet bei gutem Wetter sogar den Außenbereich seines Refugiums. Damit gibt es derzeit gleich doppelten Hippo-Nachwuchs in Berlin und jede Menge Gründe für einen Besuch in der Hippo Bay. Wissenswertes über Zwergflusspferde Schon gewusst, dass… …ihre Füße mit weniger Schwimmhäuten versehen sind, als die ihrer großen Verwandten, weil sie mehr Zeit an Land als im Wasser verbringen. … Zwergflusspferde nur ein Paar Schneidezähne im Unterkiefer haben, während das Flusspferd zwei oder drei hat. …die Tierart erst ziemlich spät von Forschenden entdeckt wurde: 1849; da war der Zoo Berlin schon 5 Jahre alt.
Tierpark Sababurg 11.05.2026
16. Sababurger Tierparklauf Das Sommer-Laufevent für die ganze Familie!
Der Tierpark Sababurg freut sich, den diesjährigen Sababurger Tierparklauf ankündigen zu können. Am 21. Juni 2026 wird das beliebte Laufevent zum 16. Mal stattfinden und Sportbegeisterte, Naturfreunde und Familien aus nah und fern in den idyllischen Tierpark und den angrenzenden Reinhardswald locken. Auch 2026 trifft sportlicher Ehrgeiz auf die Freude an der Natur! Mit unterschiedlichen Streckenlängen und Schwierigkeitsgraden bietet der Lauf für alle Teilnehmenden eine passende Herausforderung. Ob erfahrene Läufer, Anfänger oder Kinder – für jeden gibt es die perfekte Route. Dafür werden wieder die bewährten Strecken durch den Park eingemessen – vom 500 m Bambini-Lauf bis zum Halbmarathon. Begeisterte Zuschauer können die Läuferinnen und Läufer vom Streckenrand anfeuern und die Siegerehrungen mitverfolgen, bei welcher je nach Platzierung nicht nur Urkunden und Medaillen, sondern auch speziell für den 16. Sababurger Tierparklauf angefertigte Frosch-Pokale verliehen werden. Gemeinsam laufen für unsere Amphibienwelt! Der „erlaufene“ Spendenbetrag des diesjährigen Tierparklaufs kommt der Amphibienwelt im Tierpark zugute. Das Erkunden und Erforschen des Lebensraums Wasser soll durch einen Steg, der über flachere Bereiche des Teichs verläuft, ermöglicht werden. Wasserentnahmen und –proben können leicht erfolgen und dienen dem direkten Erforschen am Objekt und stellt dabei einen neuen und außergewöhnlichen Naturlernort für die Besucher des Tierparks dar. Mit der Teilnahme am Tierparklauf leisten alle Läuferinnen und Läufer einen wertvollen Beitrag zur Realisation dieses Projektes. Die Laufstrecken Die Laufstrecken innerhalb des Tierparks führen über befestigte Parkwege. Vom Einsteiger bis zum „Profi“ – es ist für jeden etwas dabei! Halbmarathon Für die Halbmarathondistanz folgen die Läuferinnen und Läufer dem ersten Teil der Tierparkrunde, bevor sie das Gelände verlassen. Über die befestigten Wirtschaftswege durch den Reinhardswald erreichen die Läufer dann wieder die Zielgerade im Tierpark. Die Teilnahme ist ab Jahrgang 2010 und älter möglich. 10 km-Lauf Der Lauf über die 10 km-Distanz folgt zweimal der 5-km-Rundstrecke. Die Teilnahme ist ab Jahrgang 2012 und älter möglich. 5 km-Lauf und 5 km-Nordic-Walking Die Rundstrecke folgt der historischen Außenmauer innerhalb des Tierparks und gibt einen guten Überblick über die Gesamtdimension des Parks. Die Teilnahme ist ab Jahrgang 2016 und älter möglich. 1.000 m-Schülerinnen und Schüler-Lauf und 500 m Bambini-Lauf Die Schülerinnen und Schüler [Jahrgang 2011 – 2018] sowie die Bambinis [Jahrgang 2019 und jünger] laufen auf einer zentralen Kurzstrecke im Blickfeld des Publikums. Wenn erforderlich, dürfen die Kinder von einem Erwachsenen begleitet werden.
Zoo Hoyerswerda 11.05.2026
Zoo Hoyerswerda betrauert den Verlust von Leopard
Leopard San im Zoo Hoyerswerda ist verstorben. Das gesamte Zoo-Team ist tief betroffen über diesen Verlust. Er musste heute nach intensiver Abwägung mit dem behandelnden Tierarzt aufgrund eines akuten Nierenleidens eingeschläfert werden. San war seit längerem wegen einer Nierenanfälligkeit in tierärztlicher Behandlung und erhielt eine spezielle Medikation. In den vergangenen Tagen verschlechterte sich sein Gesundheitszustand jedoch zunehmend. Das Leoparden-Männchen zeigte weder Appetit noch Bewegungsdrang. Nachdem erste medizinische Maßnahmen keine Besserung zeigten, wurde San heute von seinem Leiden erlöst „Da Katzen reine Fleischfresser sind, sind sie leider äußerst anfällig für Nierenprobleme. Daher ist diese Diagnose keine untypische Erkrankung für Leoparden“, erklärt Zootierarzt DVM Holger Metting. Mit 19 Jahren war das Leoparden-Männchen der drittälteste China Leopard in Europas Zuchtprogramm. Altersentsprechend schlief er viel und fraß auch etwas weniger. Seine Sehkraft wurde schwächer und auch die Muskelkraft lies nach. Die Tierpflegenden förderten in den letzten Jahren seine Beweglichkeit durch Futterbeschäftigung oder trainierten das Köpfchen indem er häufiger seinen Geruchssinn nutzen musste. San entschied selbst, ob er lieber auf der Außenanlage oder im Innenstall sein wollte. Im Oktober 2016 kam das Leoparden-Männchen aus dem Zoo Neuwied nach Hoyerswerda. Zwei Jahre später folgte seine Partnerin BaoBao aus Frankreich. Mit Nachwuchs Nala im Mai 2020 hatte das Pärchen seinen ersten Zuchterfolg.
Zoo Augsburg 11.05.2026
Grasfrosch, Kreuzotter, Wiesenbrüter: Mehr als ein Drittel der Arten hierzulande gefährdet Artenschützer aus Zoos und Organisationen wollen heimische Arten besser schützen
Am letzten Freitag endete die zweitägige Artenschutz-Fachtagung der Stiftung Artenschutz und des Verbands der Zoologischen Gärten (VdZ) im Zoo Schwerin. Mit Laura Japke und Philipp Wagner haben auch zwei Vertreter des Augsburger Zoos an der Fachtagung teilgenommen. Der Zoo der Landeshauptstadt Schwerin war Gastgeber dieses Treffens mit rund 50 Teilnehmenden aus dem deutschsprachigen Raum. Neben den anhaltenden Bemühungen, gefährdete Arten weltweit mithilfe zoologischer Einrichtungen langfristig zu erhalten, haben sich die Expertinnen und Experten angesichts des zunehmenden Biodiversitätsverlusts in Mitteleuropa darauf geeinigt, die Schutzbemühungen für heimische Arten künftig stärker auszubauen. Artenschutz „vor der eigenen Haustür“ im Fokus Auch in Deutschland wird das anthropogene Artensterben immer stärker wahrnehmbar und bei vielen Arten nehmen die Populationen stark ab. Alarmierend aber kaum beachtet ist beispielsweise die Situation des Grasfroschs. In manchen Regionen ist er ähnlich stark zurück gegangen wie die viel beachteten Vogelarten Rebhuhn und Kiebitz. Und wie diese galt der Grasfrosch als eine „Allerweltsart“ die überall häufig war. Hauptursachen für den Verlust ist der Verlust von Lebensraum und vor allem der geeigneten Laichgewässer. Von Schutzbemühungen zugunsten des Grasfroschs würden auch unzählige andere Arten profitieren, vor allem die Arten, die auf Gewässer angewiesen sind. „Nicht umsonst wird gerade die Rote Liste der europäischen Fischarten immer länger. Das zeigt sehr gut, wie es um den Zustand unserer Süßgewässer steht. Das wollen wir bei der Initiierung neuer Projekte künftig stärker berücksichtigen“, erklärt Laura Japke, Kuratorin für Artenschutz am Augsburger Zoo. „Solche Maßnahmen wirken sich dann auf andere Arten aus, die wir zukünftig gezielt stärken wollen“, ergänzt Dr. Philipp Wagner, Direktor des Augsburger Zoos, „denn vom Grasfrosch profitiert auch die Kreuzotter, denn dieser ist ein wesentlicher Bestandteil im Beutespektrum der Jungtiere. Und gerade die Kreuzotter macht mir Sorgen, da sie gerade stark abnimmt und durch viele Raster im rechtlichen Artenschutz fällt. Gerade für eine solche Aufgabe müssen sich die Zoos, Natur- und Artenschutzinstitutionen vernetzen“, erklärt Wagner weiter. Zoos und andere Naturschutzeinrichtungen haben die wichtige Aufgabe, Arten vor dem Aussterben zu bewahren und dem Biodiversitätsverlust etwas entgegenzusetzen. Weltweit ist eine Vielzahl von Tierarten auf Hilfe angewiesen. Um sie zu erhalten, bedarf es internationaler Netzwerke und Bemühungen vieler verschiedener Akteure. Kriterien für Schutzbedürftigkeit Die mittlerweile 12. Tagung der „Arbeitsgruppe (AG) Artenschutz“ fand im Rote Liste Zentrum des Schweriner Zoos statt. Zu den Teilnehmenden zählten Biologinnen und Biologen sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Zoos und zoonahen Organisationen. Im Zuge der Tagung wurden Kriterien zur Identifizierung der Schutzbedürftigkeit und zum Aufbau neuer Projekte für den Schutz nationaler Verantwortungsarten dargelegt. Entscheidend für die Bewertung sind neben dem Gefährdungsgrad der einzelnen Art die weiteren positiven Auswirkungen auf ein Ökosystem sowie die Realisierbarkeit von Schutzbemühungen unter Einbeziehung der Expertise von modernen Zoos.
Zoo Berlin 11.05.2026
Seit Jahrzehnten verschollen: Bring Back Blue – Der Vietnamesische Fasan gilt als „in der Natur ausgestorben“ – Zoo und Tierpark Berlin unterstützen seine Rückkehr in die Wälder Vietnams
Eine internationale Artenschutzinitiative nimmt Fahrt auf: Unter Koordination der Zoologischen Gärten Berlin werden in dieser Woche insgesamt 20 Vietnamesische Fasane aus dem europäischen Erhaltungszuchtprogramm nach Vietnam gebracht, wo die Tierart als ausgerottet gilt. Ziel ist es, die Art langfristig wieder in ihrem ursprünglichen Lebensraum anzusiedeln. Der Vietnamesische Fasan (Lophura edwardsi) gilt in Zentralvietnam seit Jahrzehnten als verschollen: Zuletzt wurde er im Jahr 2000 gesichtet. Seit 2012 ist er auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN als „vom Aussterben bedroht“ eingestuft. 2024 erhielt die Art zusätzlich den Status „Possibly Extinct in the Wild“ („wahrscheinlich in der Natur ausgestorben“), ein Sonderstatus für Arten, die in ihrem natürlichen Lebensraum vermutlich nicht mehr vorkommen. Auf der lokalen Liste der IUCN in Vietnam ist er bereits als „Extinct in the wild“ („in der Natur ausgestorben“) gelistet. Die Hauptursachen für sein Verschwinden sind die Jagd und insbesondere der Lebensraumverlust, der durch den Vietnamkrieg und seine langfristigen Folgen noch verschärft wurde. Dass die Art dennoch erhalten werden konnte, ist der internationalen Zusammenarbeit zoologischer Einrichtungen zu verdanken. Aus wenigen Tieren entstand über Jahrzehnte hinweg eine stabile Reservepopulation, die jetzt die Grundlage für die geplante Rückkehr bildet. Die nun ausgewählten Tiere wurden anhand genetischer Vielfalt, Gesundheitszustand und Verhaltensmerkmalen zusammengestellt. „Dieses Projekt ist für uns in Berlin eine besondere Herzensangelegenheit und das Ergebnis jahrzehntelanger internationaler Zusammenarbeit“, sagt Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem. „Der Vietnamesische Fasan hat dank koordinierter Erhaltungszucht überlebt. Nun haben wir die Chance, ihn wieder in seine natürliche Heimat, zurückzubringen.“ Nach dem Transport werden die Tiere zunächst unter geschützten Bedingungen in Vietnam gehalten. Ziel ist es, stabile Bestände aufzubauen und eine neue Generation vor Ort zu etablieren. Erst dann folgen weitere Schritte in Richtung Auswilderung. Parallel dazu werden geeignete Lebensräume gesichert und Schutzmaßnahmen intensiviert. Eine zentrale Rolle spielt das Rare Pheasant Breeding Center der NGO Viet Nature, das Zucht, Forschung sowie Umweltbildung verbindet und eng mit lokalen Gemeinschaften arbeitet. „Für Vietnam bedeutet die Rückkehr des Vietnamesischen Fasans mehr als den Schutz einer einzelnen Art“, sagt Pham Tuan Anh, Direktorin von Viet Nature. „Sie steht für die Wiederherstellung eines Teils unseres natürlichen Erbes. Dieses Projekt zeigt, wie Naturschutz, Wissenschaft und lokale Gemeinschaften gemeinsam verlorene Werte wiederaufbauen können.“ Das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) koordiniert aus dem Zoo Prag die Zucht in europäischen Einrichtungen und stellt sicher, dass eine genetisch vielfältige Population für das Projekt zur Verfügung steht. „Das koordinierte Management der europäischen Population war die wichtigste Basis, um an diesen Punkt zu kommen“, sagt Veronika Zahradníčková, EEP-Koordinatorin im Zoo Prag. „Durch gezielte Zucht und langfristige genetische Planung konnten wir eine stabile und gesunde Population erhalten. Die Bereitstellung von Tieren für dieses Projekt ist ein wichtiger Meilenstein und ein entscheidender Schritt zur Wiederherstellung der Art in ihrem Lebensraum.“ Die Initiative wird von einem internationalen Netzwerk getragen, das Expertise aus Tierhaltung, Forschung und Naturschutz bündelt und eng mit Partnern vor Ort zusammenarbeitet. „In Vinpearl Safari Phú Quốc verstehen wir unsere Rolle als Aufbau eines starken regionalen Zentrums für den Vietnamesischen Fasan – als Ergänzung internationaler Bemühungen und als Grundlage für ein nachhaltiges Management im Ursprungsgebiet. Durch ein gesichertes Zuchtzentrum in Vietnam reduzieren wir Risiken, stärken die Widerstandsfähigkeit und schaffen die Voraussetzungen für eine langfristige Erholung der Art in der Natur“, sagt Lưu Chí Hiếu, General Manager von Vinpearl Safari Phú Quốc. „Nur sehr wenige Arten erhalten eine zweite Chance wie diese“, sagt Jo Gregson, Vorsitzende der World Pheasant Association. „Der Vietnamesische Fasan zeigt eindrucksvoll, dass langfristige Schutzmaßnahmen selbst unter schwierigen Bedingungen echte Perspektiven für eine Erholung der Bestände schaffen können.“ Die Initiative „Bring Back Blue“ steht damit für die langfristige Wirkung internationaler Zusammenarbeit im Artenschutz und für die Möglichkeit, eine verlorene Art Schritt für Schritt in ihren ursprünglichen Lebensraum zurückzubringen.
Zoo Hof 11.05.2026
125 Bäume für den Artenschutzwald des Hofer Zoos
Schülerinnen und Schüler der Christian-Wolfrum-Mittelschule pflanzten gemeinsam mit dem Zoo Hof und dem Forstrevier Hof Bäume für die Zukunft. Raus aus dem Klassenzimmer, rein in den Wald: Die 6. Klasse der Christian-Wolfrum-Mittelschule hat in der vergangenen Woche gemeinsam mit dem Zoo Hof und dem Forstrevier Hof 125 junge Bäume auf einem brachliegenden Waldstück bei Feilitzsch gepflanzt. Damit ist der Startschuss für den neuen Artenschutzwald des Zoo Hof gefallen. Aus der Fläche soll in den kommenden Jahren ein zukunftsfähiger Wald entstehen, der heimischen Tierarten neuen Lebensraum bietet. Besonders Insekten, Vögel und Reptilien können von naturnahen Waldflächen profitieren. Fachlich begleitet wurde die Aktion von Daniel Feulner, Revierleiter des Forstreviers Hof. Besonders schön war die revierübergreifende Zusammenarbeit: Auch Förster aus Selb und dem Bereich Schwarzenbach/Naila unterstützten die Pflanzung und vermittelten den Kindern direkt vor Ort spannendes Wissen rund um Wald, Bäume und Naturschutz. Der Zoo Hof bedankt sich herzlich bei allen beteiligten Förstern, bei der Christian-Wolfrum-Mittelschule, Klassenlehrerin Frau Zittlau, Rektorin Frau Neumann und natürlich bei den Schülerinnen und Schülern, die mit viel Einsatz angepackt haben. Für den Zoo Hof ist das Projekt ein weiterer Schritt im heimischen Artenschutz. „Artenschutz beginnt nicht erst in fernen Ländern, sondern auch direkt vor der eigenen Haustür. Wir können alle einen kleinen Beitrag leisten, der in der Summe Großes bewirken kann“, so Michel Vollprich, Leiter des Zoo Hof. Als Dankeschön wurde die Klasse herzlich eingeladen, den Zoo Hof kostenlos zu besuchen und bei einer Führung weitere Einblicke in Artenschutz und die Arbeit des Zoos zu bekommen. Als einer der größten außerschulischen Lernorte in Hof gibt es auch dort für die Sechstklässler viel zu entdecken. Das Engagement der Christian-Wolfrum-Mittelschule ist dabei besonders hervorzuheben und ein gelungener Start, um den Zoo Hof verstärkt als Bildungsort für Hofer Schulen erlebbar zu machen. Auch in Zukunft freut sich der Zoo Hof darauf, gemeinsam mit Schulen neue Ideen und Projekte umzusetzen. Auch im Zoo selbst wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche Bäume gepflanzt, um mehr Schatten, Struktur und Lebensraum zu schaffen. Der neue Artenschutzwald bei Feilitzsch darf nun wachsen und sich Schritt für Schritt zu einem wertvollen Lebensraum entwickeln.
Tiergarten Kleve 11.05.2026
Mini-Rüssel in der Schwanenstadt geboren Tiergarten Kleve freut sich über erneuten Nachwuchs bei den Rüsselspringern im E-Center Schroff-Afrikaterrarium
Im Tiergarten Kleve gibt es erneut besonderen Nachwuchs: Am 3. Mai 2026 wurde im E-Center Schroff-Afrikaterrarium ein Kurzohrrüsselspringer geboren. Mutter des Jungtieres ist Rüsselspringerweibchen Roswitha, Vater ist Rüsselspringermännchen Martin. Der kleine Nachwuchs entwickelt sich bislang sehr gut und erkundet bereits neugierig seine Umgebung, die er sich nicht nur mit seinen Eltern, sondern auch mit den Spaltenschildkröten Lydia und Yoshi teilt. „Wir freuen uns sehr über diese erneute erfolgreiche Nachzucht“, erklärt Tiergartenleiter Dr. Martin Polotzek. „Kurzohrrüsselspringer werden nur in wenigen zoologischen Einrichtungen Europas gehalten und noch deutlich seltener erfolgreich gezüchtet. Daher ist jedes Jungtier ein wichtiger Erfolg für die Haltung und Erforschung dieser außergewöhnlichen Tierart.“ Der Tiergarten Kleve zählt inzwischen zu den wenigen Zoos in Europa, die Kurzohrrüsselspringer regelmäßig nachzüchten. Mit aktuell drei Zuchtpaaren verfügt der Familienzoo am Niederrhein zudem über eine der größten Rüsselspringerpopulationen in menschlicher Obhut weltweit. „Wir beschäftigen uns seit vielen Jahren intensiv mit der Haltung und Erforschung von Rüsselspringern und konnten dadurch viel Erfahrung sammeln“, so Dr. Polotzek, der bereits seine Diplomarbeit über diese faszinierende Tierart geschrieben hat, weiter. „Dass wir mittlerweile regelmäßig Nachwuchs bekommen, ist ein großer Erfolg für unsere Tierpflege und unsere langjährigen Bemühungen in der Rüsselspringerforschung.“ Die besonderen Zucht- und Forschungsergebnisse waren auch der Grund, warum kürzlich erst eine Delegation der Harvard University nach Kleve reiste, um in den Erfahrungsaustausch mit dem Tiergarten Kleve zu treten. Kurzohrrüsselspringer gehören trotz ihres mausähnlichen Aussehens zoologisch betrachtet nicht zu den Nagetieren, sondern sind entfernte Verwandte von Elefanten und Seekühen. Ihren Namen verdanken sie der beweglichen, rüsselartigen Nase, mit der sie gezielt nach Insekten suchen. Die monogamen Tiere leben ursprünglich in trockenen Regionen Afrikas und ernähren sich vor allem von kleinen Wirbellosen wie Insekten und Spinnen, aber auch Sämereien stehen gelegentlich auf dem Speiseplan. Besonders außergewöhnlich ist die Entwicklung der Jungtiere: Rüsselspringer sind sogenannte Nestflüchter. Bereits kurz nach der Geburt sind sie vollständig behaart, haben geöffnete Augen und sehen ihren Eltern im Miniaturformat erstaunlich ähnlich. Dadurch können sie schon früh selbstständig ihre Umgebung erkunden. Neben der Haltung und Zucht engagiert sich der Tiergarten Kleve auch wissenschaftlich für die wenig erforschte Tierart. Gemeinsam mit der Veterinärmedizinischen Universität Wien untersuchte der Tiergarten in den vergangenen Jahren den Zyklus weiblicher Rüsselspringer. Die gewonnenen Erkenntnisse helfen dabei, die Fortpflanzungsbiologie der Tiere besser zu verstehen und die Zucht langfristig zu verbessern. „Forschung ist neben Artenschutz, Bildung und Erholung eine der Hauptaufgaben wissenschaftlich geführter Zoos“, betont Dr. Polotzek. „Gerade bei wenig erforschten Tierarten wie Rüsselspringern können solche Projekte einen wichtigen Beitrag leisten und helfen uns gleichzeitig dabei, die Tiere erfolgreicher zu züchten und somit auch besser schützen zu können.“ Auch der aktuelle Nachwuchs zeigt sich bereits aktiv und wagt erste kleine Erkundungstouren durch die Anlage. Das Jungtier, dessen Geschlecht noch nicht feststeht, kann gut beim Sonnenbaden in der Afrika-WG mit Spaltenschildkröten im E-Center Schroff-Afrikaterrarium beobachtet werden. Außerdem können sich die Gäste des Familienzoos in der Schwanenstadt Kleve auch auf Nachwuchs bei Baumstachler und Gürteltier freuen.
Zoo Frankfurt, 08.05.2026
AYA, AYBA und AYABU – drei neue Gorillas sind ins Menschenaffenhaus Borgori-Wald eingezogen
Gleich drei Gorillas aus dem Zoo Rotterdam sind ab heute im Menschenaffenhaus Borgori-Wald zu sehen: AYA und ihr Nachwuchs AYBA und AYABU. Die Frankfurter Gruppe ist damit auf acht Tiere angewachsen.
Westliche Flachland-Gorillas (Gorilla gorilla gorilla) leben in Haremsgruppen von bis zu 20 Tieren. Die Gruppenzusammensetzung ist dynamisch, sowohl in der Natur als auch in Zoos. So hat die neunjährige und damit fast ausgewachsene WELA Anfang März ihre Frankfurter Geburtsgruppe verlassen, um in den Nyíregyháza Zoo in Ungarn umzuziehen. Die Frankfurter Gorilla-Gruppe schrumpfte damit auf fünf Individuen.
„Die drei neuen Gorillas werden die Frankfurter Gruppe bereichern und mit dem etwa gleichalten AYABU erhält unser Frankfurter ARCO einen neuen Spielgefährten“, sagt Dr. Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft, „Gorillas sind bei den Zoobesucherinnen und Zoobesuchern beliebt und ideale Boschafter für den Schutz des afrikanischen Regenwalds. Auf den interaktiven Tafeln im Borgori-Wald kann man viel über den Lebensraumverlust der sanften Riesen erfahren und auch darüber, was man selber zum Schutz der Tiere beitragen kann.“
Für die 31 Jahre alte AYA und ihren Nachwuchs war die Eingewöhnung in der neuen Umgebung gemeinsam leichter. Die ersten vier Wochen haben die drei Neuankömmlinge hinter den Kulissen verbracht, heute sind sie in eine der beiden Gorilla-Anlagen gezogen, zunächst noch ohne direkten Kontakt zur Frankfurter Stammgruppe. „Die Integration in die Stammgruppe, die von Silberrücken VIATU angeführt wird, erfolgt behutsam und mit Geduld. VIATU bekommt mit AYA und AYBA gleich zwei neue Weibchen in seinen Harem. Das wird eine Herausforderung, denn die Gruppe muss sich neu strukturieren. Mit der 43-jährigen REBECCA haben wir glücklicherweise ein sehr ausgleichendes Weibchen dabei, das schon bei mehreren Integrationen die Emotionen geglättet hat,“ sagt Zoodirektorin Dr. Christina Geiger.
Gorillas können in Zoos gut mit anderen Tierarten vergesellschaftet werden. In Frankfurt teilen sie sich die Anlage mit einer Gruppe Rotscheitelmangaben. „Die neun Rotscheitelmangaben mischen die Gorilla-Gruppe auf. Obwohl sie viel kleiner und schlanker als die Gorillas sind, lassen sie sich von ihren Mitbewohnern nichts gefallen“, so Geiger.
Die Gorilla-Zoopopulation wird durch ein EAZA Ex-situ-Programm (EEP) und ein Internationales Zuchtbuch (ISB) gemanagt. Das Gorilla-ISB wird in Frankfurt geführt.
Der Bestand der Westlichen Flachland-Gorillas im natürlichen Lebensraum ist durch Besiedlung und Rodung der Urwälder stark bedroht. In der Roten Liste der IUCN werden die imposanten Tiere als „vom Aussterben bedroht“ geführt.
Zoo Zürich 08.05.2026
Der Zoo Zürich hat zwei neue Stahlbaufirmen mit der Fertigstellung der Voliere im zukünftigen Pantanal Feuchtgebiet beauftragt. Dabei handelt es sich um die Stakotra Manufacturing s.r.o. mit Sitz in der Slowakei sowie die Cimolai S.p.A. aus Italien. Um einen zügigen Baufortschritt sicherzustellen und die jeweiligen Fertigungsstärken der beiden Stahlbauunternehmen optimal zu nutzen, werden die Unternehmen parallel an den erforderlichen Stahlkonstruktionen arbeiten.
Rund fünf Monate sind vergangen, seit dem der Zoo Zürich die Zusammenarbeit mit der bisherigen Stahlbaufirma Baltensperger im Bauprojekt für das Pantanal Feuchtgebiet beenden musste. Dieser für den Zoo in den letzten Jahrzehnten einmalige und bedauerliche Schritt wurde notwendig, da das Unternehmen die für die Konstruktion der Voliere erforderlichen und vertraglich vereinbarten Toleranzwerte nicht frist- und kostengerecht einhalten konnte.
Nun steht fest, mit welchen beiden neuen Stahlbaufirmen der Zoo stattdessen das Bauprojekt umsetzen wird: die slowakische Stakotra Manufacturing s.r.o. sowie die italienische Cimolai S.p.A. «Wir freuen uns, dass wir mit den neuen Baupartnern zwei ausgewiesene Stahlbauspezialisten für die einmalige Konstruktion der Voliere verpflichten konnten. Nun sind wir zuversichtlich, dass die Stahlbauarbeiten zeitnah wieder aufgenommen werden können», sagt Zoodirektor Severin Dressen zum erfolgreichen Vertragsabschluss.
Probe-Werkstück gebaut
Als Teil des Auswahlverfahren wurden die beiden Stahlbauunternehmen beauftragt, ein 1:1-Probe-Werkstück der Unterkonstruktion innerhalb der geforderten Toleranzen und des vorgegebenen Zeitrahmens herzustellen und zur Abnahme vorzulegen. Beide Unternehmen erfüllten diese Anforderungen ohne Beanstandungen. Nach weiteren Evaluierungsschritten konnten die Verträge mit den beiden neuen Stahlbaufirmen definitiv unterzeichnet werden. Mit der Stakotra Manufacturing s.r.o., einem hochspezialisierten Zulieferer für präzise, dynamisch belastete Stahlkonstruktionen (z.B. die höchste, längste und schnellste Achterbahn der Welt oder aussergewöhnliche Industrieanlagen) sowie der Cimolai S.p.A., einem in internationalen Grossprojekten erfahrenen Stahlbaukonzern (z.B. die breiteste Brücke Europas, das grösste Teleskop der Welt oder Stadien), hat sich der Zoo Zürich für zwei etablierte und in ihren jeweiligen Spezialgebieten führende Stahlbaufirmen entschieden.
Cimolai S.p.A. in positiv verlaufendem Sanierungsverfahren
Der Zoo Zürich ist sich bewusst und möchte transparent darüber informieren, dass sich die italienische Stahlbaufirma Cimolai S.p.A. seit 2023 in einem Sanierungsverfahren mit Gläubigervergleich befindet, dessen formeller Abschluss derzeit noch aussteht. Hintergrund sind insbesondere Verluste aus komplexen Währungsabsicherungsgeschäften, welche die finanzielle Situation des Unternehmens belastet haben. Diese Faktoren stehen jedoch nicht im direkten Zusammenhang mit der operativen Geschäftstätigkeit des Unternehmens, die weiterhin regulär fortgeführt wird. Das eingeleitete Verfahren hat eine schrittweise Stabilisierung der finanziellen Struktur ermöglicht und steht nun vor dem Abschluss, mit dem Ziel, die operative Kontinuität von Cimolai S.p.A. langfristig zu sichern.
Der Entscheid des Zoo Zürich, dennoch mit Cimolai S.p.A. zusammenzuarbeiten, basiert auf einer umfassenden Bewertung. Ausschlaggebend waren insbesondere die bei der Erstellung des Probe-Werkstücks der Unterkonstruktion nachgewiesene technische Leistungsfähigkeit innerhalb der geforderten Toleranzen sowie die Gesamtbeurteilung der wirtschaftlichen und unternehmerischen Leistungsfähigkeit. In dieser Beurteilung schnitt die erfahrene Cimolai S.p.A. im Vergleich zu anderen Stahlbaufirmen insgesamt besser ab. Gleichzeitig wurden – wie bei Projekten dieser Grössenordnung üblich – gezielte vertragliche Sicherungsmechanismen verankert, darunter durch in der Schweiz niedergelassene Banken ausgestellte Bankgarantien, um mögliche Risiken zu minimieren und die vertragliche Projektumsetzung zusätzlich abzusichern.
Zusammenarbeit zweier Firmen
Um einen zügigen Baufortschritt sicherzustellen und die jeweiligen Fertigungsstärken der beiden Stahlbauunternehmen optimal zu nutzen, werden Stakotra Manufacturing s.r.o. und Cimolai S.p.A. parallel an den erforderlichen Stahlkonstruktionen arbeiten. Dabei ist Stakotra für die Herstellung und Montage der Unterkonstruktion sowie die Montage der Bogenträgerelemente zuständig, während Cimolai S.p.A. die rund 60 Bogenteile produziert.
Die beiden Stahlbaufirmen haben während den Vergabeverhandlungen dem Zoo Zürich mitgeteilt, dass sie von einer Übernahme der bereits durch die Firma Baltensperger produzierten Bogenträgerteile absehen werden, weil sie die tatsächliche Genauigkeit und Fertigungsqualität der Volieren-Elemente nicht vollends einschätzen können. Zudem sind bereits vorgängig geführte Verhandlungen zwischen dem Zoo Zürich und der Baltensperger AG für eine allfällige Übernahme der Bogenträgerteile gescheitert, da Baltensperger die durch den Zoo vorgelegten Angebote mehrfach abgelehnt hat.
Weiterer Verlauf des Bauprojekts
Obwohl die Stahlbauarbeiten zwischenzeitlich pausiert waren, wurde auf sowie in der Umgebung der Baustelle für das Pantanal Feuchtgebiet kontinuierlich weitergearbeitet. So konnten beispielsweise die Innenbereiche für die verschiedenen gefährdeten südamerikanischen Vogelarten bereits fertiggestellt werden. Nach Abschluss der Einrichtungsarbeiten werden bald die ersten Vögel ins sogenannte Refugio einziehen und die Tierpfleger*innen können erste Erfahrungen in der Haltung der Tiere in den neuen Anlagen sammeln. «Inwieweit sich das Eröffnungsdatum aufgrund des Wechsels der Stahlbaufirmen verzögern wird, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschliessend beurteilen», erklärt Zoodirektor Severin Dressen. Dazu muss nun zuerst der detaillierte Bauterminplan mit den beiden neuen Unternehmen nochmals geprüft werden. «Nach den herausfordernden Monaten, die hinter uns liegen, freue ich mich sehr auf den Moment, in dem der erste Bogenträger steht und die Voliere Schritt für Schritt Gestalt annimmt», zeigt sich Dressen optimistisch für den weiteren Projektverlauf mit den beiden neuen Stahlbaufirmen.
Tierpark Bern, 7. Mai 2026
Vom Tierpark in die Karpaten – Berner Elch zieht nach Rumänien
Am 20. April 2026 hat ein junger Elchbulle den Tierpark Bern verlassen und ist nach Rumänien gereist – als Vertreter einer Art, die dort seit Mittedes 19. Jahrhunderts ausgestorben ist. Im Naturpark Vânätori-Neamț wird er Teil einer kleinen Gruppe, die den Grundstein für die Wiederansiedlung des Elchs in Rumänien legen soll.
Wiederansiedlung: Elche kehren nach Rumänien zurück
In Rumänien gibt es heute keine wildlebende Elchpopulation mehr. Der Berner Elchbulle wird nach der kurzen Quarantäne in eine 180 Hektar grosse Anlage kommen, wo er ge-
meinsam mit drei Elchkühen und einem weiteren Elchstier leben wird. Das Projektgebiet bietet eine vielfältige Landschaft aus Laub- und Mischwäldern, Grasland und Feuchtgebieten – ideale Bedingungen für die grösste Hirschart Europas. Ein Forschungsteam der Universität Suceava begleitet die Population wissenschaftlich; alle Ergebnisse werden öffentlich zugänglich gemacht.
Die fünf Jungelche sollen die Gründerpopulation für eine mögliche Wiederansiedelung von Elchen in der Region bilden. Nach einer Zeit der Beobachtung, wie gut sich die Tiere an die lokalen Bedingungen anpassen, entscheidet die Parkverwaltung aufgrund der wissenschaftlichen Daten, ob die Nachkommen der Gründertiere in die freie Wildbahn entlassen werden.
«Dass ein Tier aus dem Tierpark Bern künftig durch rumänische Wälder steifen wird und vielleicht den Grundstein für das Zurückkehren einer ausgestorbenen Art sein kann, erfüllt uns mit echtem Stolz. Wir leisten damit einen konkreten Beitrag zur Biodiversität in Europa», sagt Tierparkdirektorin Friederike von Houwald.
Elchzwillinge im Tierpark Bern
Der Elchbulle wurde am 17. Mai 2025 als Zwilling geboren – der dritte Wurf der sechsjährigen Berner Elchkuh. Elche gehören zu den anspruchsvollsten Tierarten in der Zoohal-
tung: Viele Zoos haben ihre Elche in den letzten Jahren abgegeben, was die Vermittlung von Jungtieren zunehmend erschwert. Da eine Elchkuh ihren Vorjahresnachwuchs kurz
vor der nächsten Geburt verstösst, mussten beide Jungbullen den Tierpark rechtzeitig verlassen.
Für den zweiten Zwillingsbullen konnte trotz intensiver Suche kein geeigneter Platz gefunden werden. Er wurde daher geschlachtet und den Raubtieren im Tierpark Bern als hochwertiges Futter verfüttert. Dieser Entscheid ist nie einfach, entspricht aber einer sachlich begründeten und verantwortungsvollen Praxis in der modernen Zoohaltung.
Der Elch rückt näher – auch an die Schweiz
Der Elch (Alces alces) ist die grösste Hirschart Europas und seit einigen Jahren auf dem Vormarsch in südwestliche Regionen. Vereinzelte Tiere wurden bereits in Süddeutschland beobachtet – es ist möglicherweise nur eine Frage der Zeit, bis die ersten Elche auch in der Schweiz gesichtet werden. Der Tierpark Bern hält Elche auch deshalb, um Besucherinnen und Besucher für diese faszinierende Art zu begeistern – als lebendige Begegnung mit einem möglichen künftigen Wildtier der Region.
Tiergarten Kleve 07.05.2026
Seltene Kugelgürteltier-Geburt im Tiergarten Kleve
Wichtiger Nachwuchs für den Artenschutz
Im Tiergarten Kleve gibt es erneut besonderen Nachwuchs: Am 21. April 2026 wurde ein Südliches Kugelgürteltier geboren. Mutter des Jungtieres ist das Gürteltierweibchen Paloma, das Ende 2021 aus der Tierwelt Herberstein in Österreich nach Kleve zog. Vater ist Pedro, der bereits vor fünf Jahren aus dem Zoo Leipzig an den Niederrhein kam. Für den Tiergarten Kleve ist es nach Gürteltierjungtier Pepe, welcher zwischenzeitlich im Zoo Duisburg lebt, bereits die zweite erfolgreiche Nachzucht dieser besonderen Tierart.
„Wir freuen uns sehr über diesen besonderen Zuchterfolg“, erklärt Tiergartenleiter und Zootierarzt Dr. Martin Polotzek. „Südliche Kugelgürteltiere werden nur in wenigen zoologischen Einrichtungen gehalten und gelten als anspruchsvoll in der Haltung, Fütterung und Zucht. Daher ist die erfolgreiche Nachzucht eine schöne Anerkennung für die herausragende Arbeit unseres Tiergartenteams und ein wichtiger Erfolg für den Artenschutz.“
Noch ist nicht bekannt, ob es sich bei dem Jungtier um ein Weibchen oder ein Männchen handelt. Um Muttertier und Nachwuchs größtmögliche Ruhe zu ermöglichen, wurde der Bereich vor der Zwergseidenäffchenanlage, in dem auch die Gürteltiere leben, vorübergehend abgesperrt. „Gerade in den ersten Lebenswochen reagieren Gürteltiere sensibel auf Störungen“, erläutert Dr. Polotzek. „Deshalb möchten wir Paloma und ihrem Jungtier möglichst optimale Bedingungen bieten. Bislang entwickelt sich das Jungtier aber sehr gut und zeigt bereits ein aktives Verhalten.“
Südliche Kugelgürteltiere kommen ursprünglich aus Südamerika und bringen nach einer Tragzeit von rund 120 Tagen meist ein einzelnes Jungtier zur Welt. Als einzelgängerisch lebende Tiere versorgen ausschließlich die Weibchen den Nachwuchs und säugen das Jungtier rund zehn Wochen. Bei der Geburt sind Gürteltiere blind und öffnen Ihre Augen erst mit ca. 22 Tagen. Aufgrund der zunehmenden Lebensraumzerstörung werden Südliche Kugelgürteltiere von der IUCN Roten Liste als „potenziell gefährdet“ eingestuft.
„Wie für Gürteltiere üblich, interessiert der Vater sich nicht besonders für den Nachwuchs und könnte eine ihm sogar gefährlich werden“, so Tiergartenleiter Dr. Polotzek. „Daher haben wir unseren Gürteltiermann Pedro kurz vor der Geburt von der werdenden Mutter Paloma abgetrennt, damit Paloma die nötige Ruhe für die Geburt und Aufzucht hat. Bisher kümmert sie sich auch sehr gut um den Nachwuchs und schläft als nachtaktives Tier tagsüber meist an ihr Jungtier angekuschelt in einem schützenden Versteck.“
Wann das Jungtier erstmals dauerhaft für Besucherinnen und Besucher sichtbar sein wird, hängt von seiner weiteren Entwicklung ab. Der Tiergarten bittet daher um Verständnis für die vorübergehenden Einschränkungen im Bereich der Anlage.
Zoo Halle an der Saale 06.05.2026
Löwe Akinda hat den BERGZOO verlassen Neuankömmlinge in wenigen Wochen erwartet
Heute in den frühen Morgenstunden hat Löwe Akinda den Bergzoo Halle verlassen und ist mittlerweile im Zoo Rostock guten angekommen. Dort erwartet ihn bereits Löwin Zimbala, die nach dem Verlust Ihrer Mutter Zima im Vorjahr seit längerem alleine lebte. Auch Akinda verlor erst kürzlich seine Gefährtin Nyla, mit der er viele Jahre in Eintracht im Bergzoo zusammenlebte. Nun endet die Zeit des Alleinseins für den 13-jährigen Akinda und die 17-jährige Zimbala. Die Zoo-Teams in Rostock und Halle hoffen nun auf eine harmonische Zusammenführung der beiden Löwen. Vorerst hat Akinda aber einen Teil der Anlage für sich alleine bekommen bevor er und Zimbala sich behutsam näher kennenlernen. Wie es sich für einen Löwenkater gehört, hat er als erstes das Gelände markiert und fühlt sich offensichtlich sehr wohl. Für Akinda war es heute Morgen erprobte Routine, als er zügig in seine Transportkiste lief. Seine Pfleger hatten ihn intensiv trainiert und so optimal auf diesen Tag vorbereitet. Den Transport führt der Bergzoo in Eigenregie durch. Zwei Mitarbeiterinnen begleiten Akinda nach Rostock, wo sie in den Mittagsstunden eintreffen werden. Auch die Kollegen im Zoo Rostock sind trotz der Trauer um den vorhergehenden Verlust über die glückliche Fügung sehr erfreut. „Wir haben lange versucht, einen Partner für unsere einzelne Löwendame zu finden“, erklärt Zoodirektorin Antje Angeli gegenüber der Rostocker Presse. Eine Abgabe in einen anderen Zoo kam für die Rostocker Kollegen aufgrund des hohen Alters der Löwin Zimbala nicht in Frage. Die nun verwaiste Löwenanlage im Bergzoo wird indes nicht lange leer stehen, denn schon kündigt sich ein imposanter Neuzugang an. Im Rahmen der Suche nach einer Partnerin für Akinda erfuhr der Bergzoo von zwei jungerwachsenen Berberlöwenbrüdern in einem französischen Zoo, die dort ihr Rudel verlassen mussten. Anders als Tiger, welche außerhalb der Paarungszeit einzelgängerisch leben, sind Löwen Rudeltiere mit einem ausgeprägten Sozialverhalten. Männliche Löwen verlassen diese Rudel jedoch, sobald sie geschlechtsreif werden, um sich ein eigenes Rudel zu erobern. Häufig bleiben Brüder eines Wurfes in dieser Lebensphase zusammen und führen dann gegebenenfalls auch gemeinsam ein erfolgreich erobertes Rudel an. „Die beiden Junglöwen werden in den nächsten Wochen nach Halle gebracht und wir sind sehr erfreut, diese vom Aussterben bedrohte nördliche Form des Löwen bald im Zoo beherbergen und unseren Besuchern zeigen zu dürfen“, sagte Zoodirektor Dr. Dennis Müller. Der Bergzoo nimmt dabei am Arterhaltungszuchtprogramm des europäischen Zooverbandes EAZA teil. In ihrer ursprünglichen Heimat in Nordafrika und Vorderasien sind die imposanten Tiere schon länger ausgestorben, der letzte wild lebende Löwe in Nordafrika wurde 1942 durch einen Wilderer getötet. „Nur geschützt in Zoos konnte das genetische Erbe der nordafrikanischen Löwen bis heute bewahrt werden, was einmal mehr die wichtige Rolle zoologischer Einrichtungen im weltweiten Artenschutz belegt,“ so Zoodirektor Dr. Dennis Müller.
Opel Zoo Kronberg 06.05.2026
Jungtiere im Doppelpack Trampeltier ‚Victoria‘ ist zweiter Frühjahrs-Nachwuchs im Opel-Zoo
Zum zweiten Mal in diesem Frühjahr gab es Nachwuchs bei den Trampeltieren im Opel-Zoo. Bereits Ende März wurde Jungtier ‚Chuck’ geboren, der mit seiner Mutter ‚Emily‘ inzwischen inmitten der Herde auf der Kamelwiese zu sehen ist. Fast genau einen Monat später – am 28. April 2026 – brachte die Trampeltierstute ‚Vlocka‘ ein weibliches Jungtier zur Welt, das von den Tierpflegern den Namen ‚Victoria‘ erhielt. Auch diese beiden werden zunächst einige Tage im Vorgehege verbringen, aber sicher auch bald mit ihren Artgenossen auf der großen Wiese zusammenkommen. Dort ist bereits zu sehen, dass das dicke Winterfell der Trampeltiere in großen Fetzen ausgeht. Man kann sich gut vorstellen, wie gut die Tiere damit gegen Kälte geschützt sind. Sie stammen aus den Trockengebieten Asiens, wie zum Beispiel der Wüste Gobi. Das Klima wechselt dort zwischen Dürre und Hitze bis 50 ° C im Sommer und Frosttemperaturen bis -25° C im Winter. Trampeltiere gehören zu den Großkamelen und haben zwei Höcker, Dromedare hingegen nur einen. Diese Höcker sind allerdings keine Wasserspeicher, wie viele vermuten. Wenn Kamele in der Trockenzeit viel Wasser verlieren, können sie Wasser aus dem Muskelgewebe und anderen Organen mobilisieren. Bei den meisten anderen Tieren einschließlich uns Menschen dickt das Blut bei mangelnder Wasserzufuhr ein und verursacht Kreislaufprobleme. Bei Kamelen hingegen passiert dies nicht, ihre Körperfunktionen werden daher wenig beeinträchtigt. Haben sie nach der Durstperiode die Möglichkeit zu trinken, können sie in wenigen Stunden bis zu 200 Liter Wasser aufnehmen und die Verluste schnell ausgleichen. Durstperioden werden die beiden Trampeltier-Jungtiere im Opel-Zoo in nächster Zeit bestimmt nicht haben, denn ihre Mütter geben ausreichend Milch, von der sie sich in den nächsten Monaten ernähren. Zudem beginnen sie relativ bald, wie die erwachsenen Tiere das frische, saftige Grün auf der Kamelwiese abzuweiden. Kaum eine Woche alt, hat Trampeltier Victoria auch bereits Wegbegleiter aus der Nachbarschaft: Ihre Patenschaft hat der Rotary Club Kronberg-Victoria übernommen.
Zoologisch-Botanischer Garten Wilhelma Stuttgart 06.05.2026
Nachwuchs bei den seltenen Waldantilopen Weibliches Bongo-Jungtier in der Wilhelma geboren. Erfolgreiche Nachzucht in zweiter Generation.
In der Wilhelma gibt es erfreuliche Neuigkeiten: Am Samstag, 25. April 2026, ist ein weibliches Bongo-Jungtier zur Welt gekommen. Muttertier ist die sechsjährige Sabah, die selbst 2020 in der Wilhelma geboren wurde. Deren Mutter ist die ebenfalls in der Wilhelma lebende Bongo-Kuh Assante. Damit setzt sich die erfolgreiche Zucht dieser selten gehaltenen Antilopenart in Stuttgart über mehrere Generationen hinweg fort. Geschwister zeigen großes Interesse In den ersten Lebenstagen blieb das Jungtier gemeinsam mit seiner Mutter im geschützten Vorgehege. Seit heute ist das kleine Bongo-Weibchen gemeinsam mit ihrer Mutter und den beiden Schwestern auch im Außengehege unterwegs und gut für Besucherinnen und Besucher zu sehen. Dort zeigt sich der Nachwuchs bereits ausgesprochen aktiv: Immer wieder erkundet das Jungtier im Familienverbund aufmerksam seine Umgebung. Perfekt angepasst an das Leben im Regenwald Bongos (Tragelaphus eurycerus) zählen zu den größten und zugleich scheuesten Waldantilopen Afrikas. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet liegt in den dichten Regen- und Bergwäldern Zentralafrikas. Charakteristisch ist ihr kastanienbraunes Fell mit auffälligen weißen Querstreifen, die im gefleckten Licht des Waldes eine effektive Tarnung bieten. Sowohl männliche als auch weibliche Tiere tragen spiralig gedrehte Hörner. Bedrohte Art im Fokus des Artenschutzes In der Natur sind Bongos stark bedroht. Lebensraumverlust durch Abholzung sowie Wilderei haben vielerorts zu drastischen Bestandsrückgängen geführt. Besonders die Unterart der Bergbongos gilt laut Weltnaturschutzunion IUCN als vom Aussterben bedroht. Wissenschaftlich geführte zoologische Einrichtungen wie die Wilhelma engagieren sich daher im Rahmen international koordinierter Erhaltungszuchtprogramme für den Aufbau stabiler Reservepopulationen. Darüber hinaus laufen internationale Projekte zur Wiederansiedlung des stark bedrohten Östlichen Bongos in Kenia. Gemeinsam mit dem Kenya Wildlife Service und der Mount Kenya Wildlife Conservancy beteiligen sich mehrere europäische Zoos an der Vorbereitung von Auswilderungen. Anfang 2026 wurden männliche Tiere unter anderem aus den Zoos Frankfurt und Berlin nach Kenia gebracht, wo sie schrittweise an ein Leben in der Natur herangeführt werden sollen. Ziel des Projekts ist es, langfristig wieder stabile Bongo-Bestände in den Bergwäldern Kenias aufzubauen. Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin betont: „Jedes Jungtier ist ein wichtiger Beitrag zum Erhalt dieser faszinierenden und seltenen Tierart. Gleichzeitig ermöglichen uns solche Nachzuchten, Besucherinnen und Besucher für die Bedrohung tropischer Waldökosysteme zu sensibilisieren und Ex situ Artenschutz zu betreiben.“
Zoo Heidelberg 06.05.2026
Goldkatzen-Nachwuchs auf Entdeckungstour
Die seltenen Jungtiere im Zoo Heidelberg entwickeln sich großartig Die rund neun Wochen alten Goldkatzenkater Samin und Mirza wurden vergangene Woche gründlich untersucht. Die beiden sind kerngesund und erkunden immer häufiger ihr Außengehege im Zoo Heidelberg. Für den Artenschutz sind die seltenen Jungtiere besonders wertvoll. Abhören, abtasten, wiegen, ein prüfender Blick ins Maul – dann ein kurzer Pieks für die Impfung. Danach wird ein kleiner Mikrochip unter die Haut gesetzt, damit die wertvollen Jungtiere ein Leben lang genau identifiziert werden können. Bei der Erstuntersuchung von Samin und Mirza wird klar, dass sich die beiden rund zwei Monate alten Kater hervorragend entwickelt haben. Mit einem Gewicht von 1470 Gramm bei Samin und 1380 Gramm bei Mirza liegen sie im optimalen Bereich. Während Mirza anfangs deutlich kleiner war als sein Bruder, hat er inzwischen gut aufgeholt. „Die Untersuchung hat gezeigt, dass beide kerngesund sind“, berichtet Revierleiterin Bianca Weißbarth. „Sie sind sehr selbstständig, brauchen keine Milch mehr und entwickeln sich genau so, wie wir es uns wünschen.“ Das Milchzahngebiss der beiden ist vollständig ausgebildet, auf dem Speiseplan steht mittlerweile ausschließlich feste Nahrung: mundgerecht vorbereitete Küken, Mäuse und etwa 400 Gramm Fleisch täglich. Die beiden Jungtiere sind aktiv und verspielt, raufen miteinander, üben das Klettern und erkunden ihre Umgebung mit wachsender Sicherheit. Immer häufiger sind Samin und Mirza in ihrem Außengehege unterwegs, das sich direkt neben den Alpakas befindet. Kuratorin Sandra Reichler beobachtet die Entwicklung mit großer Zufriedenheit: „Es ist schön zu sehen, wie die beiden neugierig ihre Umgebung erkunden. Noch ist das Fell der beiden weich und erinnert an das typische Babyfell, wird aber allmählich kürzer und fester – so wie bei erwachsenen Goldkatzen.“ Die erfolgreiche Aufzucht ist für den Zoo Heidelberg und den internationalen Artenschutz von großer Bedeutung. Asiatische Goldkatzen gelten als gefährdet, ihr Lebensraum schrumpft stetig und über ihre Lebensweise ist nur wenig bekannt. In europäischen Zoos ist die Art äußerst selten: Aktuell leben dort nur acht Tiere. Der Zoo Heidelberg übernimmt dabei eine zentrale Rolle: Hier wird das Zuchtbuch geführt und das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) von Sandra Reichler koordiniert. „Jedes Jungtier ist für den Erhalt der Population enorm wichtig“, betont sie. „Mit den beiden kleinen Katern leisten wir einen wertvollen Beitrag, um diese seltene Art langfristig zu sichern.“ Parallel engagiert sich der Zoo Heidelberg in Artenschutzprojekten im natürlichen Verbreitungsgebiet der Tiere und unterstützt dort Maßnahmen gegen Wilderei, illegalen Handel und Lebensraumverlust. Für Besucher bietet sich derzeit eine besondere Gelegenheit: Mit etwas Geduld lassen sich die jungen Goldkatzen bei ihren Erkundungstouren beobachten – und das geht zurzeit nur in Heidelberg.
Zoo Innsbruck 06.05.2026
Ein Ort für Besucherinnen und Besucher – Eröffnung der neuen Verweilzone
Heute Vormittag um 10:00 Uhr wurde im Alpenzoo feierlich eine neue Attraktion eröffnet: die Verweilzone für Besucherinnen und Besucher. Nach ein paar Grußworten wurde schon das rote Band von Zoodirektor Dr. André Stadler, dem Präsidenten des Zoos Günther Platter sowie dem Präsidenten der „Freunde des Alpenzoo“, Christoph Kaufmann, durchschnitten. Mit der neuen Verweilzone setzt der Alpenzoo bewusst ein Zeichen: Im Mittelpunkt stehen diesmal nicht wie sonst üblich die Tiere, sondern die Menschen. Die Anlage wurde geschaffen, um Familien, Zoobegeisterten und Erholungssuchenden einen Ort zum Verweilen, Ausruhen und gemeinsamen Genießen zu bieten. Die großzügig gestaltete Zone lädt dazu ein, im Schatten zu entspannen, eine gemütliche Jause zu genießen und gleichzeitig Wissenswertes über den Artenschutz zu entdecken. Ein besonderes Highlight ist der Artenschutzpavillon, das Herzstück der neuen Anlage. Hier erhalten Besucherinnen und Besucher spannende Einblicke in die wichtige Arbeit des Artenschutzes und finden zugleich an warmen Tagen angenehme Abkühlung. Auch für Kinder bietet die Verweilzone abwechslungsreiche Spielmöglichkeiten: Eine Feuerwehrstange führt in die alte Wolfsgrube und sorgt für ein kleines Abenteuer, während ein Wasserspielplatz zum Entdecken und Abkühlen einlädt. Mit der neuen Verweilzone erweitert der Alpenzoo sein Angebot um einen Ort der Begegnung, Erholung und Bildung – ein Platz, der Naturerlebnis und Wohlfühlatmosphäre auf einzigartige Weise verbindet.
Tierpark Gotha 06.05.2026
Tigerin Indira fand im Tierpark Gotha einen ruhigen Lebensabend
Die Bengal-Hybrid-Tigerin Indira ist im Tierpark Gotha im stolzen Alter von 16 Jahren verstorben. Sie kam im Mai 2025 aus dem Filmpark Eschede nach Gotha, um hier ihren letzten Lebensabschnitt in einer ruhigen und auf ihre Bedürfnisse abgestimmten Umgebung zu verbringen. Bereits bei ihrer Ankunft war Indira ein Tier im fortgeschrittenen Alter und in einem deutlich geschwächten Allgemeinzustand. In den vergangenen Monaten gelang es durch intensive Betreuung und Pflege sowie eine individuell angepasste Unterbringung, ein stabiles Umfeld für sie zu schaffen. Die modernisierte Anlage, hervorgegangen aus dem umgebauten ehemaligen Bärengehege, wurde gezielt so gestaltet, dass sie Rückzug, Sicherheit und zugleich ausreichend Bewegungsraum vereint. Indira nahm ihr neues Zuhause gut an und bewegte sich dort sicher. Ihr Allgemeinzustand zeigte in dieser Zeit eine deutliche Stabilisierung. Im Verlauf ihres Aufenthalts entwickelte sich ein Tumor an der Vorderpfote. Trotz kontinuierlicher tierärztlicher Betreuung und begleitender Maßnahmen ließ sich das Fortschreiten der Erkrankung nicht aufhalten. Nach umfassender Untersuchung und sorgfältiger fachlicher Abwägung wurde entschieden, weiteres Leiden zu vermeiden. Mit der Aufnahme von Indira hat der Tierpark Gotha bewusst Verantwortung übernommen und ihr einen geschützten und würdevollen Lebensabend ermöglicht. Dieser Anspruch prägte die tägliche Betreuung und Versorgung über den gesamten Zeitraum hinweg. Parallel dazu wurde die Weiterentwicklung der Tigerhaltung im Tierpark konsequent fortgeführt. Die bestehende Anlage wurde erfolgreich genutzt und in das Gesamtkonzept der modernen Tigerhaltung eingebunden, während der Neubau eines weiteren Tigerhauses planmäßig voranschreitet. In den kommenden Monaten bereitet sich der Tierpark Gotha auf die Ankunft von Indiras Nachkommen vor.
Wildpark Lüneburger Heide 06.05.2026
Wildpark Lüneburger Heide eröffnet Igelpfad und das „Wilde Klassenzimmer“
Igeltag am 17. Mai vermittelt: Artenschutz beginnt vor der eigenen Haustür
Sanft raschelndes Laub, geheimnisvolle Schatten und das leise Schnaufen eines kleinen, stacheligen Gartenbewohners – der Igel gehört zu den stillen Helden unserer Natur. Doch genau dieser heimliche Gartenbesucher wird immer seltener. Umso wichtiger ist es, ihn wieder ins Bewusstsein zu rücken. Der Wildpark Lüneburger Heide setzt dafür ein starkes Zeichen: Am 17. Mai 2026 von 11 bis 16 Uhr wird im Rahmen eines Igeltages der neue Igelpfad eröffnet. Im Mittelpunkt steht ein Tier, das kaum jemand sieht und das dennoch viel über den Zustand unserer Umwelt verrät. Denn der Igel gilt als Indikator für ein intaktes Ökosystem. Wo er verschwindet, stimmt oft etwas nicht: Lebensräume gehen durch Bebauung verloren, Gärten werden zunehmend „igelunfreundlich“ gestaltet, Straßen durchschneiden seine Lebensräume. Die Folge: Der Igel steht inzwischen auf der Roten Liste gefährdeter Arten. Fachliche Unterstützung aus der Praxis Entlang des neuen Pfades laden elf Informationstafeln, gesponsert vom Verein Artenschutz Wildpark Lüneburger Heide e.V., dazu ein, mehr über das nachtaktive Tier zu erfahren. Doch der Igelpfad ist mehr als nur ein Spazierweg – er ist ein Gemeinschaftsprojekt. Unterstützt wurde die Umsetzung von der Igelpflege Gellersen, einer zertifizierten und rein spendenfinanzierten Igelstation. Gemeinsam mit der Igelpflege Rotenburg/Wümme e.V. brachten die Expertinnen ihr Fachwissen in die Gestaltung des Pfades ein. Leiterin Antje Fabrizius-Voigt sowie Susi Gerlach und ihre Team engagieren sich ehrenamtlich mit großer Hingabe für die kleinen Stacheltiere. In Stoßzeiten widmen sie täglich mehrere Stunden der Pflege verletzter oder unterversorgter Igel – Tiere, die häufig geschwächt, verletzt oder sogar tagsüber aufgefunden werden, was bei den nachtaktiven Tieren ein Alarmzeichen ist. Ziel ihrer Arbeit ist immer die Auswilderung gesund gepflegter Tiere. Ein Lernpfad mit Herz und Engagement Mit beeindruckendem Engagement haben zudem die Kinder des Wildpark-Clubs der IGS Hanstedt praktische Lebenshilfen für Igel geschaffen: Überwinterungsmöglichkeiten, igelfreundliche Zäune oder kleine „Futterkeller“. Unter der Begleitung von Lernbegleiterin Katja Krause arbeiteten die Kinder mit Feuereifer an ihren Ideen – und erlebten dabei einen ganz besonderen Moment: Als während der Bauarbeiten ein verletzter Igel eingeliefert wurde, konnten viele von ihnen zum ersten Mal ein echtes Tier aus nächster Nähe sehen. Die unmittelbare Begegnung mit dem geschwächten Tier machte eindrücklich klar, wie bedroht Igel inzwischen sind und dass etwas gegen sein Verschwinden getan werden muss. Igeltag: Mitmachen, Staunen, Verstehen Der Igeltag am 17. Mai bietet ein abwechslungsreiches Programm für die ganze Familie. Neben Infoständen, Flyern und anschaulichen Schaukästen erwarten die Besucher zahlreiche Mitmachaktionen: Wie lebt ein Igel? Was frisst er? Und wie kann man den eigenen Garten zu einem sicheren Rückzugsort machen? Zwei spannende Vorträge – jeweils am Vormittag und am Nachmittag – von Merwel Otto-Link (Igelpflege Rotenburg/Wümme e.V.) zum Thema: „Der Igel – Gestern, heute… und auch noch morgen?“, vertiefen das Wissen rund um den Igel. Für junge Entdecker gibt es eine Igel-Rallye mit kleinen Überraschungen. Auch das beliebte Wildpark-Maskottchen Willi Wildpark darf nicht fehlen und bekommt Besuch von Maskottchen Igeldame Marlies. Das neue „Wilde Klassenzimmer“ wird eröffnet Zeitgleich mit dem Igelpfad wird ein weiterer bedeutender Lernort eingeweiht: das Wilde Klassenzimmer. Der gläserne, rund 50 Quadratmeter große Raum liegt idyllisch im Schatten alter Buchen, direkt neben dem Igelpfad. Ausgestattet mit moderner Präsentationstechnik bietet er künftig Raum für Umweltbildung, Workshops und Seminare. Als Erweiterung der Wildpark-Schule ermöglicht das Wilde Klassenzimmer Bildungsangebote für Kindergärten, Schulklassen und Gruppen – auch bei schlechtem Wetter. Darüber hinaus soll es künftig für Firmenevents zur Verfügung stehen. Ab dem 17. Mai finden dort regelmäßig den Wochenenden von 11 bis 14 Uhr sogenannte „Entdeckerstunden“ statt. Zum Auftakt dreht sich alles um den Igel, gefolgt von weiteren Themen wie „Kleine Helden ganz groß – Bienen und Insekten“ (24. Mai) und „Bitte nicht anfassen – Jungtiere im Frühling“ (31. Mai). Ein Appell für mehr Naturbewusstsein Mit dem neuen Igelpfad setzt der Wildpark ein klares Zeichen: Artenschutz beginnt vor der eigenen Haustür. Ziel ist es, Besucher nicht nur zu informieren, sondern zum Umdenken und Handeln zu bewegen. Denn nur wenn der Igel wieder mehr Platz in unseren Gärten und Gedanken findet, wird sein leises Rascheln auch in Zukunft noch zu hören sein.
Zoo Landau in der Pfalz 06.05.2026
Traumnacht im Zoo Landau am 5. Juni 2026 Träume werden wahr – bei der „Traumnacht im Zoo Landau in der Pfalz“
Einladung zu einer exklusiven und kostenlosen Veranstaltung für schwer kranke, chronisch kranke und behinderte Kinder und deren Familien Auch in diesem Jahr öffnet der Zoo Landau in der Pfalz seine Türen wieder zur „Traumnacht im Zoo“ – das bedeutet, dass der Zoo an diesem Abend exklusiv ganz besonderen, kleinen Gästen vorbehalten ist. Schwer kranke, chronisch kranke und behinderte Kinder haben häufig nicht die Möglichkeit, den Zoo zu den normalen Öffnungszeiten zu besuchen. Sie bekommen im Rahmen der „Traumnacht“ die Gelegenheit, den Zoo auf ganz besondere Weise kennen zu lernen! Die Traumnacht findet in diesem Jahr am Freitag, 5. Juni, ab 18 Uhr statt. 1996 ergriff der Rotterdamer Zoo Blijdorp die Initiative, einmal jährlich einen besonderen Abend für Kinder des Sophia Kinderkrankenhaus zu veranstalten. 175 krebskranke Kinder samt ihren Angehörigen nahmen daran teil. Bis 2001 schlossen sich alle Zoos der Niederlande dieser Aktion an – und so ist die Traumnacht im Zoo entstanden, die jährlich am 1. Freitag im Juni in inzwischen über mehreren hundert Zoos weltweit stattfindet. Zoo und Zooschule Landau beteiligen sich in diesem Jahr bereits zum 17. Mal an der Traumnacht! Die Pädagoginnen und Pädagogen der Zooschule und die Mitarbeitenden des Zoos werden den Kindern und ihren Familien wieder ein tolles Programm zusammenstellen. Für das leiblich Wohl wird das Team der Zoogastronomie „Erdmänn’l“ sorgen. Das Restaurant hat an diesem Abend für die besonderen Gäste geöffnet, und es gibt natürlich auch Grillgut, Pommes Frites und Getränke „to go“, um sich im Zoo ein schönes Plätzchen zu suchen. Los geht es um 18 Uhr, das Ende der Veranstaltung ist gegen 21 Uhr vorgesehen, doch jede*r kann den Rundgang zu den verschiedenen Stationen im Zoo frei planen! Um die Veranstaltung angemessen planen zu können, bitten wir um verbindliche Anmeldung per E-Mail an zoo@landau.de. Bitte nennen Sie bei der Anmeldung die Anzahl an Kindern und Begleitpersonen!
Tierpark Nordhorn 05.05.2026
Jungtierboom im Tierpark Nordhorn Überall ist Nachwuchs zu entdecken – Uhuanlage nach Renovierung wieder bezugsfertig!
Frühling ist traditionell Jungtierzeit im Zoo. In der begehbaren Anlage mit VietnamSikahirschen gibt es gleich drei Kälbchen, die den Besuchern beim Füttern mitunter schon sehr nah kommen. Bereits 3 Monate alt, aber immer noch klein und bequem auf Mutters Bauch unterwegs ist der letzte Faultiernachwuchs. Gerade zu den Fütterungszeiten kann man die ansonsten recht behäbigen Tiere gut beobachten. Die hübsch gefärbten Blaulatzsittiche, die mit ihnen eine Wohngemeinschaft bilden, sitzen derweil noch mit ihrem geschlüpften Nachwuchs im Nistkasten. Bereits regelmäßig zeigt sich in den letzten Tagen der Nachwuchs, der sich ebenfalls in den ersten Lebensmonaten bequem von seiner Mutter tragen lässt – die Rede ist von den Bennet-Kängurus, die ab einem Alter von 5 Monaten keck aus dem Beutel der Mutter schauen. Den „mengenmäßig“ größten Anteil am Jungtierboom haben die verschiedenen Haus- und Nutztierrassen. Den Anfang machen hier traditionell die großen Schafrassen wie die Bentheimer Schafe, Zackelschafe und Jakobschafe. Die niedlichen Minischafe (Ouessantschafe) im Streichelzoo am kleinen Bauernhof bekommen erst jetzt ihre Lämmer. Während sie nach der Geburt noch in eine Hand passen, reichen einem die erwachsenen Schafe gerade mal bis zum Knie. Am Vechtehof leben die Bunten Bentheimer Schweine und Sau „Almuth“ hat Mitte März hier 9 quirlige Ferkel zur Welt gebracht, die im Ferkelstreichelzoo durchgekrault werden können. Im Stall sind dagegen die Holländerkaninchen mit ihrem Nachwuchs zu sehen. Weitere Haustiere mit Nachwuchs sind die Niederländischen Landziegen und die Zwergziegen. Beim Nutzgeflügel ist der Nachwuchs quasi noch in Arbeit. Sowohl die Twentsen Landgänse, als auch die Krummschnabelenten, alle Tauben und die Cröllwitzer Puten brüten aktuell. Den Hühnerküken kann man an jedem Wochenende in der Kükenschau in der Nähe der Futterküche beim Schlüpfen zusehen. Natürlich wird im Familienzoo auch weiterhin jeden Tag daran gearbeitet Neues zu planen, zu bauen und Altes Instand zu setzen, um den Besuchern einen Tag Glück zu schenken. Ganz frisch renoviert wurde die Anlage der größten einheimischen Eulenart – dem Uhu. Ein sehr gelungenes Projekt, welches wunderbar in dem für Nordhorn typischen natürlichen Stil umgesetzt wurde.
Tierpark Ueckermünde 05.05.2026
Zwei Chinesischen Muntjaks im Tierpark Ueckermünde angekommen
In den Tierpark Ueckermünde sind zwei Chinesische Munjaks angekommen. Es sind zwei Bruder sind im Mai und November 2025 im Zoo Stralsund zur Welt gekommen. Die Tierpfleger im Tierpark Ueckermünde haben die beiden kleinen Männchen liebevoll Bambi und Bambus genannt. Die kleinen Hirsche teilen sich die Anlage mit dem Roten Panda. Die kleinen Zwergmuntjaks gehören zur Hirschfamilie. Der Chinesische Muntjak ist mit einer Schulterhöhe von ca. 50 cm der kleinste Vertreter aus der Gattung der Muntjaks. Bei männlichen Tieren tritt im Oberkiefer ein langer (ca. 6 cm), an einen Hauer erinnernder Eckzahn auf. Der Chinesische Muntjak ist ein selektiver Pflanzenfresser, zu seiner Nahrung zählen Blätter und die Triebe junger Bäume, aber auch Früchte. Die Muntjaks wurden Anfang des 20. Jahrhunderts aus China nach Großbritannien gebracht, um dort für die Jagd genutzt zu werden. Mittlerweile wird die Population auf etwa 52.000 Tiere geschätzt. In den Wäldern richten sie große Schäden an, da sie bevorzugt junge Triebe und Pflanzen fressen. Ein wichtiger Grund für ihre starke Ausbreitung ist, dass ihnen in der neuen Umgebung oft natürliche Feinde fehlen. Dadurch können sie sich ungehindert vermehren und einheimische Arten verdrängen, deren Lebensräume verändern oder sie sogar ausrotten. Viele heimische Arten sind nicht an neue Konkurrenten oder Fressfeinde angepasst und geraten deshalb unter Druck. Obwohl die Art teilweise bejagt wird und ihr Lebensraum schrumpft, ist sie noch relativ häufig vertreten und weit verbreitet. Deshalb listet die IUCN (Internationale Union zur Bewahrung der Natur) den Chinesischen Muntjak in der Kategorie „nicht gefährdet“ ein. Der Schutz heimischer Ökosysteme erfordert daher einen bewussten Umgang mit invasiven Arten und Maßnahmen, um die Ausbreitung invasiver Arten zu begrenzen. Um Schäden früh einzudämmen und eine weitere Ausbreitung zu verhindern, führt die Europäische Union eine Liste invasiver Arten. Arten auf dieser Liste dürfen in der EU nicht mehr eingeführt, gehalten, gezüchtet, transportiert oder gehandelt werden. Mittlerweile sind auf dieser Liste 114 Arten aufgeführt.
Zoo Hoyerswerda 05.05.2026
Doppelte Erfolgsnachzucht bei den Hyazintharas im Zoo Hoyerswerda
Im Zoo Hoyerswerda schlüpfte Mitte Februar Nachwuchs bei den Hyazintharas. Die erste Nachzucht des neuen Arapärchens im Zoo Hoyerswerda. Erst im September des vergangenen Jahres zog des Hyazinthara-Paar aus Aralandia, einem Dating-Center für Aras im Zoo Wuppertal nach Hoyerswerda. Die beiden neunjährigen Vögel sind das erste Paar dieser Art, das sich in Aralandia gefunden und dort bereits erfolgreich Nachwuchs aufgezogen hat. Mit drei Tagen Abstand schlüpften am 16. und am 19. Februar jeweils ein Küken. Papageien gehören zu den Nesthockern. Das heißt: Sie schlüpfen nackt, mit geschlossenen Augen und sind auf die Fürsorge der Elterntiere angewiesen. Mittlerweile zeigt sich das prägnante blaue Federkleid schon und ihr Gewicht ist von circa 60 Gramm auf fast zwei Kilo angewachsen. „Es ist möglich, dass sich die beiden Jungvögel bald auch den Besuchenden zeigen“, erzählt Eugène Bruins, Zoologischer Leiter. Bis zu einem Jahr versorgen die Elterntiere den Nachwuchs bevor er flügge wird. Das Geschlecht lässt sich erst durch eine Federprobe ermitteln. Hyazintharas gehören zu den Vögeln, bei denen sich die Geschlechter äußerlich nicht unterscheiden. „Wir sind froh über diese erfolgreiche Nachzucht. Insbesondere, wenn man sich bewusst macht, wie gefährdet diese Vögel in freier Wildbahn sind“, erklärt Eugène Bruins, Zoologischer Leiter Zoo Hoyerswerda. Hyazintharas bewohnen Randgebiete tropischer Regenwälder in Südamerika, wobei die meisten Vögel im Pantanal leben. Sie sind mit einem Meter Körperlänge die größten Papageien und ernähren sich von Sämereien, Nüssen und hartschaligen Früchten. Ihr Schnabel dient ihnen nicht nur zur Nahrungsaufnahme, sondern macht sie damit auch zu einem guten Kletterer.
Zoo Dresden 04.05.2026
Zoo Dresden begrüßt Koala-Neuzugang Kamaroo
Vor vier Tagen ist der fast vierjährige Koala Kamaroo in den Zoo Dresden umgezogen. Nun gewöhnt er sich langsam an seine neue Umgebung und das Tierpflegerteam. Tierpfleger Olaf Lohnitz brachte das Männchen aus dem Zoo Duisburg mit und begleitete seine ersten Schritte in der neuen Anlage. Die Reise und die Ankunft waren natürlich sehr aufregend, sodass Kamaroo sofort begann, die Äste seines neuen Reviers zu beschnuppern und mit der Duftdrüse an der Brust zu markieren. Derzeit zeigt sich Kamaroo verständlicherweise noch etwas zurückhaltend. Er ist ein freundlicher und neugieriger Koala und wird von seinen Duisburger-Tierpflegern zudem als sehr umgänglich beschrieben. Das Männchen, das am 26. Juli seinen 4. Geburtstag feiert, ist bereits geschlechtsreif und könnte somit künftig auch für Nachwuchs sorgen. Da Koalas Einzelgänger sind, suchen Weibchen nur zur Paarungszeit die Nähe der Männchen. Außerhalb dieser Phase zeigen sie nur wenig Interesse an Artgenossen. Als potenzielle Partnerin käme derzeit das vierjährige Weibchen Janali in Frage, das ebenfalls bereits geschlechtsreif ist. Unser bald sechsjähriges Weibchen Eerin ist seit dem 8. Januar erneut Mutter. In ihrem Beutel wächst seit vier Monaten ein Jungtier heran, das sich, wenn weiterhin alles gut verläuft, voraussichtlich ab Ende Juni erstmals zeigen wird. Der Vater des Jungtiers ist unser verstorbenes Koala-Männchen Mullaya, das Anfang Januar aufgrund eines Tumors am Kiefer euthanasiert werden musste. Wir hoffen sehr, dass sich Eerins Jungtier weiterhin gut entwickelt, und freuen uns, dass mit Kamaroo wieder ein Koala-Männchen im Zoo Dresden vertreten ist.
Opel Zoo Kronberg 04.05.2026
Sympathieträger an neuem Standort
Erdmännchen beziehen neu gestaltete Anlage im Opel-Zoo Die Erdmännchen im Opel-Zoo haben eine neue Anlage bekommen. Drei Tiere sind nun dort eingezogen. Das neu gestaltete Gehege ist an zentraler Stelle im Opel-Zoo zwischen der ElefantenAußenanlage, den Berberaffen und den Pinselohrschweinen zu finden. Die drei Erdmännchen, ein weibliches und zwei männliche Tiere, kamen Ende April aus den Zoos in Schwerin und Zürich in den Opel-Zoo. Sie sollen die Basis für eine neue Zuchtgruppe im Kronberger Freigehege bilden. Ihre neue, deutlich größere Außenanlage ist von drei Seiten für die Besucher einsehbar. Sie wurde mit großen Blöcken aus Taunus-Gestein und künstlichen Termitenhügeln abwechslungsreich gestaltet und bietet den Tieren noch mehr Ruhe- und Sonnenplätze als am bisherigen Standort. Im dazugehörigen Stallbereich konnten die drei Neuankömmlinge sich seit ihrer Ankunft akklimatisieren und bereits Sicht- und Schnupperkontakt miteinander aufnehmen. Nun können die Zoobesucher sie dabei beobachten, wie sie die neue Anlage erkunden, mit dem Graben eigener Baue beginnen, als Gruppe zusammenfinden und hoffentlich in kommenden Jahren auch für weiteren Erdmännchen-Nachwuchs im Opel-Zoo sorgen. Es ist immer nur ein weibliches Tier je Gruppe, das bei den Erdmännchen für Nachwuchs sorgt. Die bisherige Gruppe mittlerweile etwas älterer, zuchterfahrener Erdmännchen bleibt daher vorerst in der bisherigen Anlage, so dass es in nächster Zeit zwei Standorte gibt, an denen die Besucher die beliebte Mangustenart im Opel-Zoo bei ihrem lebhaften Treiben beobachten können.

