Zoo Schwerin 24.04.2026
70 Jahre Zoo Schwerin – vom Heimattiergarten zum Zoo mit Strahlkraft
Am heutigen Freitag vor 70 Jahren entstand aus einem kleinen Tiergehege am Franzosenweg der Heimattiergarten Schwerin. Mit der offiziellen Gründung am 24. April 1956 wurde auf einem damals 15 ha großen Gelände der Grundstein für die Entstehung des heutigen Schweriner Zoos als eine der bedeutendsten Naturschutz-, Freizeit- und Erholungsstätten des Landes gelegt. Zusammen mit Gästen aus Politik und Wirtschaft sowie über 5000 Besucherinnen und Besuchern feierte der Zoo Schwerin heute sein 70-jähriges Jubiläum mit vielen tierischen Aktionen und einem Bühnenprogramm. Zoo-Fans hatten anlässlich des Jubiläums die besondere Gelegenheit, den Zoo für symbolische 70 Cent zu erleben. Zoodirektor Dr. Tim Schikora: „Wir konnten heute mit unseren Gästen auf 70 Jahre Zoo-Geschichte blicken und unser Jubiläum gebührend feiern. Viele Familien aus der Region sind bereits über Generationen hinweg mit dem Zoo verbunden. Neben der schönen Landschaft und den Tieren ist es diese enge Verbundenheit mit der Region, die den Zoo Schwerin auszeichnet. Ich bin dankbar dafür und stolz darauf, dass wir es geschafft haben, diesen Ort in den vergangenen 70 Jahren immer weiterzuentwickeln und seine Strahlkraft weit über die Grenzen der Landeshauptstadt zu erhöhen.“ Dr. Tim Schikora ist seit 11 Jahren Zoodirektor in Schwerin. In seiner Zeit sind unter anderem mit Projekten wie der Erweiterung der Nashornsavanne im Jahr 2017, dem Flamingo-Winterquartier 2019 sowie dem weltweit einzigartigen Rote Liste Zentrum und seiner Eröffnung im Jahr 2021 wichtige Entwicklungsschritte erfolgt. Ein Blick auf 70 Jahre Zoo-Geschichte Mit gerade einmal 17 Tieren, darunter Rehwild, Damwild, Störche und Teichvögel, startete der Heimattiergarten seinen Betrieb im Jahr 1956. Am 1. Oktober 1974 erhielt der Tiergarten den Status eines wissenschaftlich geleiteten Zoologischen Gartens. Etwa zeitgleich erfolgte eine Erweiterung des Geländes auf die heutige Geländegröße von 25 ha. Mit den Jahren wuchsen nicht nur die Reputation und die Flächen, sondern auch der Tierbestand des Zoos. Mitte der 50er Jahre lebten dort erstmals mehr als 100 Tiere, Mitte der 70er Jahre waren es mehr als 1000. Am längsten gibt es die Damhirsche im Schweriner Zoo – Zoo-Gäste können sie heute wie damals im Zoo beobachten. Auch Braunbären gehören seit den Anfängen fest zum Tierbestand: 1958 kamen die ersten Bären aus dem Tierpark Bernburg und Rumänien nach Schwerin. Entwicklung zum Artenschutzzoo Mit der Haltung und Zucht des bedrohten Armurtigers beteiligte sich der Zoo im Jahr 1985 erstmals an einem international koordinierten Erhaltungszuchtprogramm (EEP). Inzwischen sind es mehr als 50 EEPs, an denen der Zoo Schwerin mitwirkt. Drei werden vom Zoo aus selbst koordiniert – darunter die Riesenotter durch Zoodirektor Dr. Tim Schikora. Fast die Hälfte der im Zoo lebenden Arten gilt als gefährdet – einige sind in der Natur bereits ausgestorben. Der Zoo hat sich im Laufe der Jahre zu einem bedeutenden Ort für den Natur- und Artenschutz entwickelt. Mit der Haltung und Zucht zahlreicher stark gefährdeter Arten ist er Teil internationaler Bemühungen, diese vor dem Aussterben zu bewahren. Durch die freiwillige Abgabe des „Umwelteuros“ (UWE) beim Zooeintritt können zudem regionale und überregionale Umweltschutzprojekte dank der Unterstützung der Zoo-Gäste durch den Zoo gefördert werden. Ausblick – wie entwickelt sich der Zoo in den kommenden Jahren Im Jahr 2026 stehen keine neuen Großprojekte im Zoo Schwerin an. Dafür wird mit Hochdruck an der wirtschaftlichen und baulichen Realisierung des im Jahr 2025 veröffentlichten Rahmenplans – der Vision für den Zoo – gearbeitet. Dr. Tim Schikora: „Im Moment laufen mehrere Vorplanungen für Areale und Baumaßnahmen parallel. Im Vordergrund steht zunächst der ‚ZooCampus‘ als künftiges Herzstück des Zoos. Hier wollen wir neben der Verwaltung eine moderne Veterinärstation, einsehbare Betriebsbereiche für Gäste sowie ein Zentrum für die Zusammenarbeit mit anderen Akteuren im Natur- und Artenschutz errichten.“ Wann der Campusbau starten kann, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. „Wir stehen in engem Austausch mit der Politik, um geeignete Fördermöglichkeiten zu identifizieren“, so Schikora. Weitere Erlebnisse für Gäste geplant Neben seiner umfassenden Arbeit für den Artenschutz, baut der Zoo Schwerin auch sein Freizeitangebot kontinuierlich weiter aus. Mit der „Löwenlodge“ ist nach dem 2014 eingeweihten Baumhaus in diesem Jahr ein weiteres exklusives Übernachtungsangebot mitten im Zoo eröffnet worden. Im Bereich Veranstaltungen geht der Zoo 2026 erstmals neue Wege: Zur Premiere der „WILD LIGHTS“ vom 9.10. bis 29.11. verwandelt sich das Gelände rund um die Teichanlage in den Abendstunden in eine leuchtende und stimmungsvolle Erlebniswelt mit riesigen Lichtinstallationen, eingebettet in die charakteristische Landschaft des Zoos. Auch der zoologische Bereich hielt schon zu Beginn des Jahres einige besondere Ereignisse bereit: Mit der Geburt der Löwen-Drillinge im Januar, der eines Giraffenkalbs im März und der jüngsten Geburt des stark gefährdeten Flachlandtapir-Nachwuchses erwartet die Gäste mit Sicherheit die ein oder andere tapsige Begegnung bei ihrem nächsten Besuch. Der Zoo Schwerin dankt allen Freunden, Partnern, Unterstützern und Mitarbeitenden sowie natürlich seinen Gästen für 70 Jahre Verbundenheit!
Zoo Heidelberg 24.04.2026
Ein Stück Meer im Zoo Heidelberg
Der Zoo Heidelberg lädt zur neuen Ausstellung „Meer.Natur.Schutz.“ ein Ab Mittwoch, den 20. Mai 2026, ist die neue Sonderausstellung „Meer.Natur.Schutz.“ im Zoo Heidelberg zu Gast. Die Ausstellung bietet spannende Einblicke in die Vielfalt und Schutzbedürftigkeit der Meere und schafft zugleich eine direkte Verbindung zu den Küstentieren im Zoo, deren Balzverhalten und Brutgeschehen Zoo-Besucher gerade hautnah erleben können. Mit der Ausstellung „Meer.Natur.Schutz.“ bringt der Zoo Heidelberg das Meer in die Stadt – und macht deutlich, wie eng auch eine Region fernab der Küste mit den Ozeanen verbunden ist. Die Wanderausstellung des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), die ab 20. Mai im Roten Saal der Explo-Halle zu sehen ist, gibt einen umfassenden Einblick in die Meeresschutzgebiete vor den deutschen Küsten. Im Mittelpunkt stehen die einzigartigen Lebensräume von Nord- und Ostsee, ihre tierischen Bewohner sowie aktuelle Maßnahmen zum Schutz und zur Wiederansiedlung bedrohter Arten wie der Europäischen Auster. Interaktive Elemente und eindrucksvolle Naturfotografien ermöglichen Besuchern jeden Alters einen leicht verständlichen Zugang zu diesem komplexen Thema. Axel Schlemann, Leiter der Zoo-Akademie, freut sich auf die neue Ausstellung: „Das Meer ist für die meisten von uns ein Sehnsuchtsort. Vor allem aber ist es ein spannender, hochkomplexer Lebensraum, den es zu erhalten gilt. Die Ausstellung klärt auf und erinnert uns daran, dass Meeresschutz auch Menschenschutz ist.“ Um die tierischen Bewohner deutscher Küsten zu sehen, müssen Interessierte nicht weit reisen. Im Küstenpanorama des Zoo Heidelberg erleben Besucher eine Landschaft, die den deutschen Küsten nachempfunden ist. Hier leben verschiedene Vogelarten, die auch an Nord- und Ostseeküsten zuhause sind – und deren Schutz eng mit dem Erhalt dieser sensiblen Lebensräume verknüpft ist. Besonders eindrucksvoll zeigen sich derzeit die Kampfläufer. Die Männchen präsentieren sich in ihrem nur wenige Wochen im Jahr sichtbaren Prachtkleid mit auffälligen Federkragen und liefern sich kleine Schaukämpfe um die Gunst der Weibchen. Dieses spektakuläre Balzverhalten gehört zu den faszinierendsten Naturphänomenen der Vogelwelt und lässt sich aktuell im Zoo aus nächster Nähe beobachten. Zu den Bewohnern des Küstenpanoramas gehören außerdem Alpenstrandläufer, Austernfischer und Säbelschnäbler. Letztere haben bereits mit der Brut begonnen: Erste Eier der Bodenbrüter liegen in Kuhlen im Sand. „Das Balzverhalten und die Brutzeit gehören zu den schönsten Phasen des Jahres und sind aktuell für Besucher gut zu beobachten“, erklärt Leonhard Aistleitner, Revierleiter des Vogelreviers. Der Zoo Heidelberg verbindet mit der neuen Sonderausstellung „Meer.Natur.Schutz.“ und den Tieren vor Ort ein klares Anliegen: Besucher sollen nicht nur faszinierende Einblicke in die Tierwelt erhalten, sondern auch für den Schutz der Meere sensibilisiert werden. Denn die deutschen Küsten und der Lebensraum Meer gehören zu den ökologisch wertvollsten Regionen Europas – und sind zugleich durch Klimawandel und Fischerei stark bedroht
Zoo Duisburg 24.04.2026
Duisburger Elefanten werden auf Umzug vorbereitet
Voraussichtlich im Sommer steht für die Duisburger Elefantenkühe Saiwa, Etosha und Daisy eine große Veränderung an: Auf Empfehlung des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms werden sie den Zoo Duisburg verlassen und in den Zoo Poznań in Polen umziehen. Die Elefantenanlage in Poznań gehört zu den größten und modernsten ihrer Art in Europa und bietet weitläufige, naturnahe Lebensräume mit viel Platz, Wasserflächen und Rückzugsmöglichkeiten. Derzeit laufen vor Ort noch bauliche Anpassungen für eine optimale Unterbringung der Duisburger Gruppe. Der Transport der Tiere ist dabei ein aufwendiger Prozess. Die Mitarbeitenden aus Duisburg stehen im engen Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen in Poznań, um den Umzug Schritt für Schritt vorzubereiten. Erst wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind, wird ein konkretes Transportdatum festgelegt. Für den Zoo Duisburg ist dieser Schritt unerlässlich, da eine dauerhaft zukunftsfähige Haltung der drei Kühe am heutigen Standort innerhalb des Zoos ausgeschlossen ist, emotional aber alles andere als leicht. „Saiwa, Etosha und Daisy begleiten unseren Zoo seit Mitte der 90er-Jahre. Sie sind Teil unserer Geschichte und der Abschied fällt uns sehr schwer. Gleichzeitig wissen wir, dass sie in Poznań eine moderne, tiergerechte Haltung erwartet. Das Wohl der Tiere steht klar im Fokus dieser Entscheidung, damit sie auch in Zukunft gemeinsam als Herde leben können.“, so Zoodirektorin Astrid Stewin. Auch in Poznań blickt man mit Vorfreude auf die Ankunft: „Die Partnerschaft mit dem Zoo Duisburg ist für uns ein wichtiger Schritt und wir hoffen, die Elefantenpopulation im Zoo Poznań in naher Zukunft erweitern zu können.“ freut sich Piotr Przyłucki, Zoodirektor des Zoo Poznań. Die Entscheidung für den Umzug basiert auf der engen Zusammenarbeit innerhalb des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP): „Ziel des EEP ist es, Elefanten in Europa langfristig in stabilen, sozial funktionierenden Gruppen zu halten. Dafür sind manchmal auch Veränderungen notwendig. Wir sind uns sicher, in Polen einen geeigneten Platz für die drei Duisburger Elefantenkühe gefunden zu haben und der geplante Umzug ist ein wichtiger Schritt für die zukünftige Entwicklung der Gruppe.“, erklärt EEP-Koordinator Dr. Arne Lawrenz aus dem Zoo Wuppertal. Die Duisburger Elefantenhaltung hat sich über Jahrzehnte entwickelt. Seit den fünfziger Jahren sind Elefanten ein Teil des Zoos und haben Generationen von Besuchenden begeistert. Gleichzeitig verändern sich die Anforderungen an eine moderne, tiergerechte Haltung stetig: größere Flächen, komplexere Sozialstrukturen und neue wissenschaftliche Erkenntnisse spielen eine immer größere Rolle. Der geplante Umzug ist Teil dieses Wandels. Auch wenn der Zoo Duisburg sich übergangsweise von den Elefanten verabschieden muss, ist perspektivisch der Bau einer neuen Elefanten-Anlage im Rahmen des Masterplan des Zoos geplant. Als Zukunftsprojekt ist vorgesehen, dass in den nächsten Jahren an anderer Stelle auf dem Zoogelände eine den Anforderungen gerechte neue Elefanten-Anlage entstehen wird. Dazu haben bereits erste Gespräche stattgefunden.
Zoo Magdeburg 24.04.2026
Barrierefreies Wegeleitsystem für den Zoo Magdeburg
Sachsen-Anhalt fördert Zoo-Projekt für mehr Teilhabe Der Zoo Magdeburg bekommt ein neues, barrierefreies Wegeleitsystem vom Land Sachsen-Anhalt gefördert. Eindeutige Symbole, großformatige Bilder und kurze Begriffe sowie eine Beschilderung in Profil- und Brailleschrift verbessern zukünftig die Orientierung im gesamten Gelände. „Der Magdeburger Zoo wird inklusiver. Bisher konnten Menschen mit Sehbehinderung oder Blindheit die Schilder weder an den Wegen noch an den Tiergehegen wahrnehmen. Das soll jetzt anders werden. Auch für Besucherinnen und Besucher mit Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten, kognitiven Beeinträchtigungen oder fehlenden Sprachkenntnissen wird der Zoo attraktiver“, sagte Sozialministerin Petra Grimm- Benne bei der heutigen Übergabe des Fördermittelbescheids in Höhe von rund 31.700 Euro. Die Förderung erfolgt im Rahmen des Landesaktionsplanes einfach machen – Unser Weg in eine inklusive Gesellschaft. Für das Wegeleitsystem werden 20 großformatige Holzpfeiler mit weithin sichtbaren Tiersilhouetten aus langlebigem Cortenstahl installiert. Dazu kommen Schilder mit einer Pfeilkennzeichnung auf einem zentralen Rundweg. Außerdem werden zukünftig 85 Metallschilder mit Brailleschrift über die kommenden Tierarten auf dem Rundweg informieren. Die Entwicklung des Wegeleitsystems wurde in enger Zusammenarbeit des Zoos mit Experten für Barrierefreiheit, Verbänden für Menschen mit Behinderungen sowie weiteren Akteuren durchgeführt. Zoodirektor David Pruß, Ph.D.: „Inklusion und Barrierefreiheit sind für uns keine bloßen Zusätze, sondern ein integraler Bestandteil meiner Vision, den Zoo für alle gleichberechtigt zugänglich zu machen. Das inklusive Wegeleitsystem fördert die soziale Teilhabe, Selbstständigkeit und Sicherheit von Menschen mit Behinderungen oder von Menschen welche Probleme mit Schrift haben und unterstützt ein respektvolles und wertschätzendes Miteinander. Gleichzeitig wird die Aufenthaltsqualität für alle Besuchergruppen gesteigert und die Attraktivität des Zoos als öffentlich zugänglicher Bildungs-und Erholungsort erhöht. Hintergrund Mit dem Landesaktionsplan Sachsen-Anhalt einfach machen – Unser Weg in eine inklusive Gesellschaft hatte sich Sachsen-Anhalt 2013 ein umfassendes behindertenpolitisches Programm gegeben, um die gesetzlich verankerte UN- Behindertenrechtskonvention umzusetzen. Die Richtlinie zur Umsetzung des Landesaktionsplans in Sachsen-Anhalt fördert Projekte zur Inklusion von Menschen mit Behinderungen mit bis zu 90 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben (maximal 50.000 Euro/Projekt). Gefördert werden Selbststärkung, Sensibilisierung, Teilhabe und Barrierefreiheit, wobei Anträge beim Landesamt für Soziales, Jugend und Gesundheit zu stellen sind.
Alpenzoo Innsbruck 24.04.2026
Fünf muntere Frischlinge sorgen für tierischen Zuwachs im Alpenzoo
Große Freude im Alpenzoo: Bei den Wildschweinen gibt es Nachwuchs! Fünf gesunde Frischlinge haben letzte Woche das Licht der Welt erblickt und erkunden nun neugierig ihr Gehege.
Die kleinen Wildschweine zeigen sich bereits äußerst aktiv. Mit ihren noch zarten Rüsseln durchwühlen sie eifrig den Boden und entdecken dabei spielerisch ihre Umgebung. Besucherinnen und Besucher können mit etwas Glück beobachten, wie die Frischlinge miteinander toben oder sich eng aneinander kuscheln. Für Sicherheit sorgt Mutter „Berta“, die ihre Jungtiere stets aufmerksam im Blick behält. Die fürsorgliche Wildschweinmama lässt ihre Kleinen kaum aus den Augen – besonders häufig sieht man die Frischlinge dicht an sie geschmiegt, wo sie Schutz und Wärme finden. Wildschwein-Frischlinge kommen bereits mit den typischen hellen Streifen auf ihrem Fell zur Welt. Diese Zeichnung prägt ihr Aussehen in den ersten Lebenswochen deutlich. Mit der Zeit verblassen die Streifen jedoch zunehmend – meist im Alter von etwa drei bis vier Monaten – bis das Fell schließlich eine einheitlich dunklere Färbung annimmt, wie bei den erwachsenen Tieren.
Tierpark + Fossilium Bochum 23.04.2026
Starke Partner für Familienfreundlichkeit: Familien- und Krankenpflege
Bochum sponsort neue Bollerwagen im Bochumer Tierpark 30 „Safarimobile“ sorgen für einen entspannten Aufenthalt Der Tierpark + Fossilium Bochum freut sich über eine großzügige Unterstützung: Dank der Familien- und Krankenpflege Bochum (F&K) stehen Besucherinnen und Besuchern ab sofort 30 neue, moderne Bollerwagen zur Verfügung. Die Initiative zielt darauf ab, insbesondere Familien oder älteren Angehörigen mit Kindern den Aufenthalt im Tierpark noch komfortabler und bequemer zu gestalten. Die robusten und leicht zu handhabenden „Safarimobile“ können direkt am Eingangsbereich kostenlos ausgeliehen werden und bieten ausreichend Platz für Kinder, Gepäck oder Verpflegung. Damit sorgt der Tierpark gleichzeitig für ein entspanntes Besuchserlebnis für alle Generationen. „Seit 2015 sind wir beim jährlich stattfindenden Bochumer Familientag im Tierpark aktiv. Als gemeinnütziges Bochumer Traditionsunternehmen ist die Partnerschaft für uns ideal, um Familien in der Region zu unterstützen. Wir freuen uns, die Zusammenarbeit mit dem Tierpark weiter auszubauen und gemeinsam Themen wie Inklusion, besondere Betreuungsbedarfe und Demenz stärker in den Fokus zu rücken und das Miteinander in Bochum zu festigen“, erläutert Feras Daniel Hammad, F&K-Geschäftsführer. Darüber hinaus macht sich das Bochumer Unternehmen für die Erdmännchen des Tierparks stark und fördert die Lebensraumanlage mit den – bei großen und kleinen Gästen äußerst beliebten – afrikanischen Kleinsäugern. „Wir haben uns bewusst für diese, in großen sozialen Verbänden lebende Tierart entschieden, denn Familie, Unterstützung und Gemeinschaft sind ebenso zentrale Werte unseres Unternehmens“, erklärt F&K-Geschäftsführerin Silke Jacobsen. Auch für den Tierpark ist die Kooperation ein wichtiger Schritt: „Ob durch finanzielle Unterstützung, ideelle Partnerschaften oder aktives Engagement – jede Beteiligung trägt zur Existenzsicherung des Tierparks und zur Sicherung seiner Aufgaben im Gemeinwohl bei“, sagt Zoodirektor Ralf Slabik, „die Kooperation mit der Familien- und Krankenpflege ist ein leuchtendes Beispiel und wir bedanken uns herzlich für dieses Engagement. Wir würden uns freuen, wenn weitere Unternehmen folgen und den Tierpark als einen Ort des sozialen Miteinanders fördern – für Bildung, Teilhabe und Zusammenhalt.“ Als bedeutendes Umweltbildungs- und BNE-Regionalzentrum vermittelt der Tierpark + Fossilium Bochum nachhaltiges Denken und Handeln. Dabei stehen die Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (SDGs), wie z.B. „Förderung starker Partnerschaften“ (SDG 17) oder „Hochwertige Bildung“ (SDG 4), im Mittelpunkt. In diesem Zusammenhang soll die zunächst auf drei Jahre angelegte Kooperation weiter ausgebaut werden, um zukünftig gemeinsame Projekte zu entwickeln, die einen positiven Beitrag für die Gesellschaft leisten.
Tierpark Ueckermünde 23.04.2026
Die schönsten Säugetiere der Erde – zwei Rote Pandas im Tierpark Ueckermünde angekommen.
Von seinem Entdecker Frédéric Cuvier im Jahr 1825 wurde der Rote Panda als „schönstes Säugetier auf Erden“ bezeichnet. Kleiner Panda, Feuerfuchs oder Goldhund – all diese Namen beziehen sich auf das gleiche Tier, den Roten Panda. Durch sein niedliches Aussehen, das an eine Mischung aus Fuchs, Waschbär und Katze erinnert, war es lange umstritten, welcher Gattung und Familie diese Art zugeordnet werden kann. Heute weiß man, dass der Rote Panda im Tierreich eine eigene Familie bildet, die Katzenbären (Ailuridae). Mit seinem Namensvetter, dem Großen Panda, ist er tatsächlich nicht näher verwandt. Das Verbreitungsgebiet des Kleinen Pandas erstreckt sich über Süd- und Ostasien. Er bewohnt gerne Baumhöhlen oder Höhlen in Baumwurzeln an steilen Felshängen. Der Panda hat teilweise ausfahrbare Krallen, was ihm das Klettern auf Bäumen erleichtert. Bambus bildet den Hauptbestandteil seiner Ernährung, doch als echtes Raubtier erbeutet er ab und zu auch Kleinnager und nimmt gerne Wurzeln, Gräser, Beeren, Früchte und andere Pflanzen zu sich. Theoretisch ist er ein Einzelgänger und wie die meisten Raubtiere territorial und markiert sein Revier mit Sekreten spezieller Drüsen und Urin. Unter günstigen Bedingungen wird er bis zu 20 Jahre alt. Der Rote Panda gehört heute zu den stark gefährdeten Tierarten. Am bedrohlichsten ist der Verlust seines Lebensraums: Die Bergwälder, in denen er lebt, werden für die Nutzung von Äckern, Feuerholz und Baumaterial abgeholzt. Neue Straßen zerschneiden seinen Lebensraum zusätzlich, was das Risiko von Inzucht und Krankheiten dramatisch erhöht. Zusätzlich setzt der illegale Handel mit seinem Fell der kleinen Population schwer zu und stellt eine existenzielle Gefahr für das Überleben dieser faszinierenden Tiere dar. Im ihren natürlichen Lebensraum gibt es nur noch weniger als 10.000 Individuen. Der Tierpark Ueckermünde als EAZA und VdZ – Mitglied beteiligt sich am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm für die Roten Pandas. Dank der Zusammenarbeit bei EAZA sind ans Stettiner Haff gleich zwei Rote Panda – Weibchen angekommen. Aus dem Ogrόd Zoobotaniczny in Torun in Polen ist am 16. April 2026 das fast einjähriges Roter Panda – Weibchen nach Ueckermünde gekommen. Das junge Tier erkundet schon gern seine eigene Anlage, klettert auf den Bäumen, markiert sein Territorium und genießt regelmäßig ein Nickerchen. In Zooboatnischen Garten in Torun leben immer noch das Elternpaar und der Bruder des kleinen Weibchens. Das zweite Weibchen kam in den Ueckermünder Tierpark am 23. April 2026 aus dem Zoo Bussolengo in Italien. Der „italienische“ Roter Panda ist drei Jahre alt. Die Roten Pandas sind mit 18 Monaten geschlechtsreif, gelten also als erwachsene Tiere. Das italienische Temperament konnte man gleich nach der Ankunft beobachten. Der Rote Panda erkundete ohne Scheu seine Anlage, probierte alle Klettermöglichkeiten aus und entschied sich auf den höchsten Baum zu klettern.
Tiergarten Kleve 23.04.2026
Ferien mit Fell, Federn und Futterküche
Tiergarten Kleve macht Kinder in den Sommerferien zu Junior-Tierpflegern Ferien, die nach Heu riechen, Tierstimmen erklingen lassen und echte Einblicke hinter die Kulissen bieten: Mit der Sommerferienaktion „Junior Tierpfleger“ lädt der Tiergarten Kleve Kinder dazu ein, selbst in die Rolle von Tierpflegerinnen und Tierpflegern zu schlüpfen. Vom 20. bis 31. Juli 2026, jeweils von 9:00 bis 12:00 Uhr, erleben Kinder im Alter von 6 bis 10 Jahren einen spannenden Vormittag im Zoo. Gemeinsam mit der Zoopädagogik geht es auf Entdeckungstour: Was fressen die Tiere? Wie sieht ihr Alltag aus? Und was gehört alles zur Pflege dazu? Die jungen Teilnehmer dürfen nicht nur zuschauen, sondern aktiv mitmachen und Tiere aus nächster Nähe kennenlernen. Das Programm verbindet praktische Erfahrungen mit spielerischem Lernen. Neben der Tierpflege steht auch ein kreativer Teil auf dem Plan: Hier dreht sich alles um das Thema „Tarnung und Täuschung“ im Tierreich – ein spannender Blick darauf, wie Tiere sich schützen oder verstecken. „Mit unserer neuen Sommerferienaktion, die in diesem Jahr zum ersten Mal stattfindet, möchten wir Kindern nicht nur einen unvergesslichen Tag bieten, sondern sie auch für die Arbeit im Zoo und den Schutz von Tieren begeistern“, erklärt Tiergartenleiter Dr. Martin Polotzek. „Wer einmal selbst erlebt hat, wie vielseitig und verantwortungsvoll die Tierpflege ist, entwickelt oft ein ganz neues Verständnis für Natur und Artenschutz.“ Die Ferienaktion ist als eintägiges Erlebnis konzipiert und kann flexibel gebucht werden. Tickets sind ausschließlich online und an der Tiergartenkasse erhältlich. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, empfiehlt der Tiergarten eine frühzeitige Buchung. Mit Sommerferienangebot „Junior Tierpfleger“ unterstreicht der Tiergarten Kleve seinen Anspruch als moderner Familienzoo, der Unterhaltung mit Bildungsarbeit verbindet und insbesondere junge Besucher für Natur- und Artenschutz sensibilisiert.
Erlebnis-Zoo Hannover 23.04.2026
BERUFE-RALLYE ZWISCHEN LÖWE, EISBÄR UND GÜRTELTIER
Tierisch spannender Zukunftstag im Erlebnis‑Zoo Hannover 1.000 Schülerinnen und Schüler waren beim Zukunftstag 2026 im Erlebnis-Zoo Hannover zu Gast. Bei einer neu konzipierten Berufe-Rallye lernten die Kinder, wie der Arbeitsalltag im Zoo aussieht und welche Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten es in einer der größten Freizeit- und Bildungseinrichtungen Norddeutschland gibt – praxisnah, abwechslungsreich und direkt im Arbeitsumfeld. Im Erlebnis‑Zoo wurde der Zukunftstag in diesem Jahr deutlich ausgeweitet: Statt der bislang üblichen rund 200 Teilnehmenden waren erstmals etwa 1.000 Kinder zu Gast. Die Schülerinnen und Schüler gingen auf eine Berufe-Rallye durch den gesamten Zoo: an 28 Stationen zwischen Löwen, Eisbären und Gürteltieren stellten Mitarbeitende ihre Arbeit vor – von der Tierpflege über Handwerk, Technik und Gärtnerei bis hin zu Gastronomie, Verwaltung und Kommunikation. Ein besonderer Fokus lag auf den Ausbildungsberufen, die der Erlebnis‑Zoo anbietet. Bei der Rallye galt es, Fragen zu den vorgestellten Berufen zu beantworten: Wie lang ist das Bewässerungssystem des Zoos, wozu dient die Farbmarkierung an den Flügeln der Pinguine, wie lange ist Robinienholz haltbar, wie viele Kilometer legt die Reinigungsmaschine täglich zurück, wie viele PCs müssen im Zoo betreut werden, wie kommt Technik in der Tierhaltung zum Einsatz? An jeder Station gab es tierisch spannende Informationen sowie einen Stempel für das Rallye-Heft – mindestens sieben Stempel mussten bei der Berufe-Rallye durch den Zoo gesammelt werden. „Wir möchten möglichst vielen jungen Menschen frühzeitig zeigen, wie vielfältig die Berufswelt ist“, erklärt Zoo‑Geschäftsführer Andreas M. Casdorff, daher habe der Zoo den Zukunftstag bewusst ausgeweitet und erstmals für 1.000 Kinder geöffnet. „Bei der neuen Berufe-Rallye können wir unsere Arbeitsbereiche im Zoo lebendig und greifbar vermitteln“, so der Geschäftsführer. Natürlich gibt es Arbeiten, bei denen das Zoo-Team Unterstützung benötigt. Daher stellten auch Partnerunternehmen des Zoos – HPE Mertens, H2O und Gehrke Econ – ihre Tätigkeiten in den Bereichen Hydraulik/Elektronik, Versorgungstechnik und Steuerberatung/Wirtschaftsprüfung bei der Berufe-Rallye vor. Mit zahlreichen Mitmach‑Aktionen, persönlichen Gesprächen und Einblicken in den Zoo-Alltag wurde der Zukunftstag im Zoo zu einer Entdeckungsreise durch eine vielfältige Arbeitswelt und zeigte: Der Erlebnis-Zoo Hannover ist ein moderner Ausbildungs- und Lernort mit tierisch spannenden Perspektiven! Aktuell bildet der Erlebnis-Zoo in folgenden Berufen aus: Elektroniker/in für Automatisierungstechnik Elektroniker/in für Betriebstechnik* Fachinformatiker/in für Systemintegration* Fachkraft für Gastronomie* Fachmann/-frau für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie* Fachmann/-frau für Systemgastronomie* Kaufmann/-frau für Büromanagement* Kaufmann/-frau Einzelhandel* Koch/Köchin* Mechatroniker/in* Personaldienstleistungskaufmann/-frau* Tierpfleger/in* Veranstaltungskaufmann/-frau*. * alle (m/w/d) Über die Berufe und Ausbildungsplätze im Erlebnis-Zoo wird auf www.erlebnis-zoo.de/ausbildung umfassend informiert. Interessierte können sich dort online bewerben.
Zoo Krefeld 23.04.2026
Artenschutzzentrum Affenpark: Spatenstich für Orang-Utan-Anlage – Arbeiten für zweiten Bauabschnitt im Krefelder Zoo starten
Mit dem offiziellen Spatenstich beginnen im Zoo die Arbeiten für den zweiten Bauabschnitt des Artenschutzzentrums Affenpark. Auf einer 4.000 Quadratmeter großen Erweiterungsfläche soll bis 2028 eine Anlage für bedrohte Orang-Utans entstehen. „Dies ist der zweite Teil eines Neubeginns im Krefelder Zoo“, sagt Oberbürgermeister Frank Meyer. „Stück für Stück lassen wir das Trauma der Brandnacht hinter uns und schaffen eine neue, artgerechte Heimat für bedrohte Menschenaffen im Krefelder Zoo. Die Anlage für Schimpansen und Gorillas hat sich bereits zum Anziehungspunkt für Besucherinnen und Besucher aus der ganzen Region entwickelt. Mit dem Orang-Utan-Haus gehen wir diesen Weg weiter.“ Die Affen können in ihrem Warmhaus künftig zwölf Meter nach oben klettern. Auf drei Ebenen beobachten die Besucher und Besucherinnen die Tiere dabei buchstäblich auf Augenhöhe. Große Panoramascheiben und eine Terrasse bieten Einblicke in die übernetzten Außenbereiche, die sogar bis zu 15 Meter hoch sind. „Wir orientieren uns bei der Anlage an den Bedürfnissen der Tiere, die uns anvertraut sind“, sagt Zoodirektorin Dr. Stefanie Markowski. „Orang-Utans leben in großer Höhe, es sind hochsoziale Tiere, die aber auch Rückzugsmöglichkeiten brauchen. All das ist in die Planungen eingeflossen, die wir mit Tierpflegern, externen Experten und Forschenden in den vergangenen Jahren entwickelt haben.“ Die Stadt beteiligt sich als Mehrheitsgesellschafter maßgeblich an den Gesamtkosten des Projekts in Höhe von rund 14,1 Millionen Euro, doch auch die Zoofreunde steuern einen Teil des Geldes bei. „Wir sind mit jetzt 6.300 Mitgliedern einer der größten Vereine in Krefeld“, betont die Vorsitzende der Zoofreunde, Yvonne Brandt. „Gleich nach Fertigstellung des Menschenaffenwaldes, dessen Bau wir mit 3,2 Millionen Euro unterstützt haben, gingen die Sammlungen weiter. Wir bekommen viel Zuspruch der Zoobesucher und danken allen Spendern und Sponsoren.“ Der „Menschenaffenwald“ wurde im Oktober eingeweiht und bietet Schimpansen und Gorillas eine Heimat. Parallel liefen bereits die Vorbereitungen für das zweite Bauvorhaben. Mit dem Spatenstich beginnt nun die Errichtung des Rohbaus, 2027 folgen die Freianlagen. Die Inbetriebnahme ist für 2028 geplant. Als typische Baumbewohner verbringen Orang-Utans den größten Teil ihres Lebens in den Kronen tropischer Regenwälder, entsprechend liegt die Höhe in den Innenanlagen bei bis zu zwölf Metern, verteilt auf mehrere Galerieebenen. Sichere Edelstahlnetze ermöglichen es den Tieren, das gesamte Raumvolumen auszunutzen. Bäume, Kletterstrukturen, Plattformen, Felsen, ein Wasserlauf sowie unterschiedliche Bodensubstrate wie Wiese, Sand und Mulch schaffen eine abwechslungsreiche Umgebung mit vielfältigen natürlichen Reizen. Hinter den Kulissen schließen sich Schlaf- und Trainingsräume an. Eine sogenannte Solebox bietet den Tieren die Möglichkeit zur Inhalation. Jedes Individuum erhält eigene Rückzugsbereiche, zugleich ist eine flexible Gruppenhaltung möglich. Auch für die Besucherinnen und Besucher eröffnet der Neubau neue Perspektiven. Über großzügige Panoramascheiben sind Einblicke in die Außenanlagen möglich. Der Besucherbereich erstreckt sich über mehrere Ebenen und erlaubt Begegnungen mit den baumbewohnenden Menschenaffen. Große Oberlichter sorgen für Tageslicht in den Innenanlagen. Die Dachflächen werden extensiv begrünt oder für Photovoltaik genutzt. Wie auch beim „Menschenaffenwald“ sind Gehege, Inneneinrichtung und Netzanlagen so konzipiert, dass sie für Orang-Utans, aber auch für allen anderen Menschenaffen nutzbar und sicher sind. Gestalterisch lehnt sich der Neubau an den „Menschenaffenwald“ an. Orang-Utans gehören zu den am stärksten bedrohten Menschenaffen weltweit. Ihre natürlichen Lebensräume auf Sumatra und Borneo schrumpfen durch Abholzung, Klimaveränderungen und Landnutzungsdruck dramatisch. Beide Arten gelten laut der Weltnaturschutzunion IUCN als „kritisch bedroht“. Moderne wissenschaftlich geführte Zoos übernehmen daher Verantwortung im Ex-situ-Artenschutz, um stabile Populationen aufzubauen und gleichzeitig Schutzprojekte in den Herkunftsländern zu unterstützen. Welche Orang-Utan-Art künftig in Krefeld leben wird, entscheidet das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) des Europäischen Zoo- und Aquarienverbandes EAZA entsprechend des Bedarfs.
Zoo Hoyerswerda 23.04.2026
Zwei besondere Erlebnisführungen im Zoo Hoyerswerda
„Gute Nacht Zoo“ am 1. Mai & Extra-Morgen-Runde am 3. Mai Gleich zwei außergewöhnliche Gelegenheiten, den Zoo Hoyerswerda einmal zu ganz besonderen Tageszeiten zu erleben, erwarten Besuchende im Mai: Bei der abendlichen Sonderführung „Gute Nacht Zoo“ am 1. Mai und der morgendlichen „Extra-Morgen-Runde“ am 3. Mai können Besuchende den Zoo in völlig unterschiedlicher Atmosphäre erleben. „Gute Nacht Zoo“ – Wenn der Zoo schlafen geht Am Freitag, den 1. Mai, um 18:30 Uhr lädt Zoopädagogin Silke Kühn zu einem spannenden Blick hinter die Kulissen ein. Die Teilnehmenden erfahren, was im Zoo passiert, nachdem die letzten Gäste gegangen sind. Wer geht früh schlafen, wer wird erst in der Dämmerung aktiv und auf welche Routinen die Tierpflegenden am Abend besonders achten müssen. Tierlaute und abendliche Stimmung verleihen der Führung eine ganz besondere Atmosphäre. Treffpunkt: An der Zookasse Extra-Morgen-Runde – Wenn der Zoo erwacht Frühaufstehende kommen am Sonntag, den 3. Mai, um 8 Uhr auf ihre Kosten. Unter dem Motto „Der Zoo erwacht“ nimmt Zoopädagogin Silke Kühn Interessierte mit auf eine exklusive Runde durch das sechs Hektar große Areal, bevor der Zoo offiziell öffnet. Dabei erfahren die Teilnehmenden, welche Tiere als erste ihr Frühstück bekommen, wer besondere Morgenrituale hat und wer den Start in den Tag am liebsten verschläft. Treffpunkt: An der Zookasse
Kölner Zoo 23.04.2026
Goldige Frühlingsmomente – Nachwuchs bei den Goldgelben Löwenäffchen im Kölner Zoo
Zahlreiche Extras: Kommenden Sonntag ist KlimaTag im Kölner Zoo Verstärkung für das „Arnulf-und-Elizabeth-Reichert-Haus“ im Kölner Zoo: „Apu“ und „Nala“, das dort lebende Goldgelbe Löwenäffchen-Paar, hat dreifachen Nachwuchs. Sie sind derzeit noch im hinteren, nicht einsehbaren Bereich, um ihnen die notwendige Ruhe beim ersten Aufwachsen zu geben. Bald werden sie auch im für Gäste offenen Teil des Hauses zu sehen sein. Das Geschlecht der Drillings-Kletterkünstler ist noch nicht bestimmt, um die Eltern-Kind-Bindung nicht zu stören. Das Trio kam am 26. Februar 2026 zur Welt und ist mittlerweile gut in die Gruppe integriert. Mit diesem neuen Nachwuchs ist die Zahl der Löwenäffchen im Kölner Zoo auf nun 10 Tiere angewachsen. Insgesamt sind in der 2021 eröffneten Anlage bereits elf Goldgelbe Löwenäffchen geboren worden, die zum Teil an andere Zoos abgegeben wurden. Das „Arnulf-und-Elizabeth-Reichert-Haus“ ist einem tropischen Regenwald nachempfunden, in dem sich Tiere frei bewegen. Bewohner sind neben den Löwenäffchen auch Weißkopfsakis, Kugelgürteltiere, Piranhas, Tukan und viele weitere Vogelarten. Zudem leben hier die beiden Faultiere „Jumi“ und „Perez“ mit ihrem Nachwuchs, dem Männchen „Yono“. Gäste gehen unmittelbar neben oder unter den Tieren hindurch. Das Warmhaus mit dem immer dichter werdenden Dschungelbewuchs mit Bromelien, Palmen und Kakaobäumen ist ein perfekter Ort für warme Gedanken an schönen Frühlingstagen. Zoos stärken Naturbestände durch Erhaltungszucht und Auswilderung Goldgelbe Löwenäffchen gehören zu den Krallenaffen. Es ist die größte der 50 Arten umfassenden und sehr formenreichen Familie in den Tropen Mittel-und Südamerikas. Sie haben Krallen an Händen und Füßen, nur die Großzehen haben Nägel. Mit ihren verlängerten Eckzähnen fangen und töten auch manchmal kleine Wirbeltiere. Hauptsächlich stehen aber Früchte, Baumsäfte und Insekten auf ihrem Speiseplan. Die Klein-Primaten verständigen sich mit zwitschernden Lauten. Anfang der 70er Jahre standen die Löwenäffchen mit nur noch 200 bis 600 Tieren kurz vor der Ausrottung. Sie kommen nur noch im südöstlichen Brasilien, in einem kleinen Gebiet im Bundesstaat Rio de Janeiro, vor. Zu ihrer Rettung wurde 1974 das Projekt „Countdown 2025” gestartet – wissenschaftlich geführte Zoos waren dafür sehr wichtig. Sie leisten mit ihren koordinierten Zuchtprogrammen und Artenschutz-Engagements einen großen Beitrag für den Erhalt dieser Art. Mitte der 80er Jahre wurden die ersten Nachzuchten aus Zoos wieder ausgewildert. Fünf Tiere kamen später auch aus dem Kölner Zoo hinzu. KlimaTag am 26. April Tipp: Die Abholzung von Regenwäldern hat nicht nur für Tiere wie die Goldgelben Löwenäffchen verheerende Folgen – sondern auch für das Klima und damit die Lebensbedingen für uns Menschen auf der Erde. Der KlimaTag im Kölner Zoo zeigt, wie bunt und vielfältig Klimaschutz sein kann. Zahlreiche Partner aus der Region geben Tipps und Anregungen, wie man im Alltag Energie sparen, nachhaltiger essen oder mobil unterwegs sein kann. Wer sich an mindestens 10 Stationen Infos, Ideen und die dazugehörigen Stempel abgeholt hat, kann an einer Verlosung von tollen Preisen teilnehmen.
Zoo Basel 23.04.2026
Zwergotter-Jungtiere entdecken die Aussenanlage
Am 19. Januar 2026 sind im Zoo Basel zwei gefährdete Zwergotter (Aonyx cinereus) geboren. Nach ihren ersten Lebenswochen in der Wurfbox erkunden die Geschwister nun erstmals die Aussenanlage. Dabei liefern sie sich verspielte Raufereien – ein typisches Zeichen für ihr ausgeprägtes Sozialverhalten. Für Mutter Riya (8) und Vater Ramu (3) sind es die ersten Jungen, die sie erfolgreich aufziehen, für den Zoo Basel die ersten jungen Otter seit 13 Jahren. Zwergotter (Aonyx cinereus) sind die kleinsten Otter der Welt. Sie leben an Flüssen und Seen, in Sümpfen, küstennahen Feuchtgebieten, Mangrovenwäldern und Reisfeldern in Süd- und Südostasien. Dort jagen sie im Wasser nach Krebsen, Muscheln, Schnecken und weiteren Wasserlebewesen. Lange erwartet Seit dem 27. Juni 2023 bewohnen Zwergotter-Weibchen Riya (8) und das Männchen Ramu (3) die Aussenanlage vor dem Vogelhaus. Nachdem ein erster Wurf im Jahr 2025 erfolglos blieb, kamen am 19. Januar 2026 zwei Jungtiere zur Welt. Für den Zoo Basel sind es die ersten jungen Otter seit 13 Jahren. Da Otter während der Aufzucht sehr störungsempfindlich sind, wurde die Familie zunächst nicht gestört. Erst bei der ersten tierärztlichen Kontrolle am 6. März 2026 zeigte sich, dass es sich um zwei Jungtiere handelt. Die Nesthocker kommen nackt und blind zur Welt, weshalb die beiden Jungtiere, ein Männchen und ein Weibchen, ihre ersten Lebenswochen geschützt in der Wurfbox verbrachten. Mit den steigenden Temperaturen erkunden sie nun erstmals die Aussenanlage. Verspieltes Verhalten Auf der Aussenanlage sind derzeit wilde Raufereien und Spasskämpfe der jungen Zwergotter zu beobachten. Otter sind gesellige und verspielte Tiere. Oft sind sie in Familienverbänden von bis zu zwölf Tieren auf Nahrungssuche unterwegs. Sie verfügen über ein vielfältiges Stimmrepertoire, das mindestens zwölf verschiedene Laute wie Begrüssungs-, Alarm- oder Paarungsrufe umfasst. Bestand abnehmend Der Bestand der Art ist rückläufig. Die Ursachen sind Lebensraumveränderungen durch Strassen- und Dammbau, Wasserverschmutzung und Bejagung. Die Weltnaturschutzunion IUCN stuft den Zwergotter auf der Roten Liste der bedrohten Tier- und Pflanzenarten als gefährdet (vulnerable) ein.
23.04.2026, Zoo Augsburg
Aus dem April-Newsletter
Geschlüpft sind ein Schmalschnabelstar, eine Inkaseeschwalbe und ein Schwalbensittich.
Der kleine Mähnenwolf wächst, gedeiht und wird immer selbständiger. Leider ist ihm der Schwanz verlorengegangen, wobei nicht final geklärt werden konnte wie das passiert ist. Allerdings ist die Wunde problemlos verheilt und es beeinträchtigt sie überhaupt nicht (bei der Kontrolle haben wurde das Geschlecht kontrolliert – es ist ein Mädchen).
Geboren wurden außerdem mindestens drei Streifenhörnchen, eine Hirschziegenantilope, sowie ein Mantelpavian.
Ein neues Chamäleon ist in die Tropenhalle eingezogen. Im Vogelbestand kamen ein Fukien-Waldrebhuhn aus Ostrava, eine Türkistangare aus Antwerpen und ein Bambushuhn aus Rostock.
Von den letztjährigen Nasenbärenachzuchten wurden zwei männliche und drei weibliche Tiere an einen privaten Halter in Cham abgegeben. Nachdem sich die Abgabe von Nasenbären doch zunehmend schwieriger gestaltet, und es zukünftig nicht leichter wird, wurde das Zuchtmännchen im letzten Herbst kastriert.
Zwei Nachzuchten der Hundskopfboas reisten nach Rostock. Im Vogelbestand wurden zwei Moorenten an den Zoo Zürich und zwei Schmuckloris an den Zoo Karlsruhe abgegeben.
Verstorben ist ein Zebrafink und zwei Schwalbensittiche.
Drei Magellanpinguine wurden vom Fuchs gerissen. Das Pinguingehege wurde sofort mit Strom gesichert und die Schwachstelle an der Einfriedung gesucht wo ein Eindringen möglich wäre (der schlimmste Fall wäre gewesen, dass er einen Bau im Zoo hat). Nach intensiver Suche wurde tatsächlich das Einfallstor gefunden und geschlossen.
Geschlachtet wurden die 3jährige Nachzucht der Rotbüffel und eine männliche Hirschziegenantilope, nachdem keine Interessenten für die Tiere gefunden wurden.
Neues von der Himalaya-Baustelle: Die Ställe wachsen und eine große Anzahl an Pflanzen wurde bereits angeliefert. Besonders aufwändig war das Einbringen von drei Großbäumen in das zukünftige Gehege für die Roten Pandas.
Zoo Duisburg 22.04.2026
Neues Koalaweibchen „Kiri“ zieht Ende April in den Zoo Duisburg
Das Weibchen kommt aus dem Zoo Dresden an den Kaiserberg – Koalamännchen Kamaroo verlässt Duisburg im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms. Duisburg Im Zoo Duisburg gibt es bald tierischen Zuwachs: Ende April zieht das Koalaweibchen „Kiri“ aus dem Zoo Dresden an den Kaiserberg. Das junge Beuteltier wird künftig Teil der Duisburger Koalagruppe und soll hier langfristig zur Erhaltungszucht der bedrohten Beuteltiere beitragen. Zeitgleich heißt es Abschied nehmen: Das in Duisburg geborene Koalamännchen Kamaroo wird den Zoo Duisburg verlassen und im Zoo Dresden sein neues Zuhause finden. „Der Austausch von Tieren zwischen Zoos ist ein zentraler Bestandteil des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms“, erklärt Revierleiter Florian Thaller. „Wir freuen uns darauf, dass unsere Gruppe nun durch ein neues Weibchen erweitert wird und Yoorana dadurch Gesellschaft durch einen gleichaltrigen Koala erhält. Kamaroo wird im Gegenzug nach Dresden wechseln und dort zur Zucht beitragen.“ Auch aus Sicht der Koordinatorin des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) ist der Wechsel ein wichtiger Schritt: „Jeder Tiertransfer innerhalb des Erhaltungszuchtprogramms folgt einem klaren Ziel – dem langfristigen Erhalt einer stabilen und genetisch vielfältigen Population“, betont Tierärztin Dr. Kerstin Ternes, die das EEP für Koalas leitet. „Der Austausch zwischen den Zoos ist dabei entscheidend, um die Zukunft dieser faszinierenden Tierart nachhaltig zu sichern.“ Kiri stammt aus dem Zoo Dresden und hat sich dort in den vergangenen Monaten gut entwickelt. Das junge Weibchen gilt als neugierig und aufmerksam – beste Voraussetzungen für den Umzug an den Kaiserberg. Nach ihrer Ankunft wird sie zunächst im hinteren Bereich der Koala-Anlage untergebracht, um sich in Ruhe an die neue Umgebung, die Pfleger und die anderen Koalas zu gewöhnen. Erst danach wird sie Schritt für Schritt für die Besucherinnen und Besucher zu sehen sein. Begleitet wird Kiri in den ersten Tagen durch einen vertrauten Pfleger aus Dresden, welcher so auch Kamaroo vor seiner Abreise in Ruhe kennenlernen kann. Der Abschied von Kamaroo fällt dem Team nicht leicht. Das Männchen, das im Zoo Duisburg geboren wurde, hat sich in den vergangenen Jahren zu einem charakterstarken Tier entwickelt. „Kamaroo ist bei uns aufgewachsen und hat sich prächtig entwickelt“, sagt Thaller. „Dass er nun weiterzieht, zeigt aber auch, dass unsere Zuchtarbeit funktioniert. Genau darum geht es im Erhaltungszuchtprogramm.“ Koalas zählen zu den gefährdeten Tierarten. Lebensraumverlust, Klimaveränderungen und verheerende Buschbrände setzen den Beständen in Australien massiv zu. Zoos leisten mit der koordinierten Zucht und Forschung einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Art. Im Zoo Duisburg haben Koalas eine lange Tradition: Seit den 1990er Jahren gehört der Standort zu den wichtigsten Einrichtungen für die Haltung und Zucht der Beuteltiere in Europa. Zahlreiche Jungtiere wurden hier bereits erfolgreich aufgezogen. Mit dem Einzug von Kiri setzt der Zoo Duisburg dieses Engagement konsequent fort – und bietet gleichzeitig neue Einblicke in das Leben der faszinierenden Eukalyptus-Spezialisten.
Zoo Münster 22.04.2026
Traurige Nachricht aus dem Allwetterzoo Münster: Persische Leopardin Bara wurde am Mittwoch eingeschläfert
Der Persische Leopard ist eine der am stärksten gefährdeten Großkatzen weltweit. Der Allwetterzoo Münster ist einer der wenigen Zoos in Deutschland, der die beeindruckenden Katzen hält. Eine von ihnen war die Leopardenkatze Bara. Am Mittwoch (22.04.2026) wurde sie im stolzen Alter von 18 Jahren und 10 Monaten eingeschläfert. Leoparden sind exzellente Kletterer. Hoch oben fühlen sie sich besonders wohl und nutzen Bäume und Plattformen als Rückzugsort oder Aussichtspunkt. Auch Bara liebte das Klettern und Springen, doch beides fiel ihr zuletzt immer schwerer. „Mit Schmerzmitteln konnten wir die altersbedingten Probleme eine Weile gut behandeln, doch in den vergangenen Wochen wurde ihr Gesamtzustand trotz der Medikamente immer schlechter und sie hat weiter abgebaut“, sagt Zootierärztin Johanna Reuken. Leopardin im Allwetterzoo zog sich häufiger zurück Besonders die Tierpflege hat Bara in den vergangenen Wochen sehr engmaschig beobachtet. „Sie hat sich immer häufiger zurückgezogen und einen ruhigen Platz im Innenbereich der Anlage gesucht“, sagt Tierpflegerin und stellvertretende Bereichsleiterin Marijke Jakatt. „Uns war klar: Wenn Bara solch ein Verhalten zeigt, fühlt sie sich wirklich nicht gut.“ Den Besucher*innen im Allwetterzoo dürften zuletzt vor allem die Veränderungen an Baras Augen aufgefallen sein. Bereits im November 2024 wurden unter Narkose Proben genommen und gutartige Wucherungen der Bindehäute festgestellt. Trotz Medikation verschlechterte sich der Zustand hier zusehends. „Bara hat kein vermehrtes Augenreiben oder Blinzeln gezeigt und wir konnten auch keine Sichteinschränkung feststellen, die nicht altersbedingt zu erklären war. Deswegen waren die Wucherungen allein für uns bislang kein Grund für eine Einschläferung“, sagt Reuken. „Ausschlaggebend war schlussendlich, dass sich ihr Gesamtzustand immer weiter verschlechtert hat und wir ihr über Medikamente keine Erleichterung mehr verschaffen konnten. Gemeinsam mit der Tierpflege und der Kuration haben wir deswegen entschieden sie gehen zu lassen.“ Persische Leoparden sind stark gefährdet Bara zählte zu den ältesten Persischen Leoparden in wissenschaftlich geführten Zoos. In Münster hat sie 2011 das Weibchen Charlene zur Welt gebracht. Die lebt heute im Zoo Jihlava in Tschechien und hat ebenfalls weiteren Nachwuchs bekommen. Bei Leoparden gibt es diverse Unterarten. Der Persische Unterart wird von der IUCN als stark gefährdet eingestuft und ist nur in vereinzelten Regionen des Kaukasus und einer größeren Population von geschätzten 800 Tieren im Iran zu finden. WWF Deutschland unterstützt Arbeit des Allwetterzoos Der Allwetterzoo bemüht sich seit vielen Jahren um den Schutz und die Zucht der Persischen Leoparden. Unterstützt werden die Artenschutz-Bemühungen vom WWF Deutschland. In Kooperation mit dem Zoo wurde gemeinsam das „Team Leopard Münster“ ins Leben gerufen. Die Mitglieder unterstützen monatlich den Schutz der bedrohten Tiere.
Zoo Hannover 22.04.2026
Reise für den Artenschutz – Nachwuchs der Kleinen Pandas zieht im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms nach Schweden
Der Nachwuchs der Kleinem Pandas im Erlebnis-Zoo Hannover ist schon fast genauso groß wie die Elterntiere: Zeit, auf eigenen Pfoten zu stehen. Im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) reist Jungtier „Rasma“ in Kürze in einen Zoo in Schweden, um dort mit einem Partner zum Erhalt ihrer stark gefährdeten Art beizutragen. Das Jungtier der seltenen Katzenbären kam am 10. Juni 2025 zur Welt. Bei der Erstkontrolle wog es 353 Gramm und war nicht mehr als eine Handvoll rotbraunes Fell. Bei der Geschlechtsbestimmung glaubte das Zoo-Team, es sei ein Männchen – aber schon bald entpuppte sich „Rasmus“ als „Rasma“. Das von Anfang an temperamentvolle Jungtier eroberte die gesamte Panda-Anlage im Erlebnis-Zoo und konnte schnell so gut klettern wie seine Mutter. Mit zehn Monaten trennt sich nun der Weg von Mutter und Nachwuchs. Über das EEP wurde ein passender Partner für „Rasma“ gefunden. Wenn die beiden alt genug sind und sich gut riechen können, werden sie hoffentlich auch bald Nachwuchs bekommen – denn der ist dringend erwünscht: Die Internationale Union zur Bewahrung der Natur (IUCN) stuft den Kleinen Panda als „stark gefährdet“ ein. Kleine Pandas sind in ihrem natürlichen Lebensraum im Himalaya-Gebirge zunehmend bedroht – unter anderem durch Lebensraumverlust und Fragmentierung der Wälder. „Ziel des Europäischen Erhaltungsprogramm ist es, gesunde Populationen der verschiedensten Tierarten in menschlicher Obhut aufzubauen und genetisch vielfältig zu erhalten“, erklärt Zoo-Kurator Robin Walb. „Der Abschied von ‚Rasma‘ fällt uns schwer, aber die Reise unseres Jungtiers nach Schweden ist ein wichtiger Schritt für den Schutz dieser bedrohten Art.“ Der Kleine Panda ist der einzige Vertreter der Familie „Katzenbär“. Dabei ist er gar kein Bär wie der weitaus bekanntere Große Panda, sondern gehört zu den Marderverwandten. Eine anatomische Gemeinsamkeit haben die beiden Pandas jedoch: einen „falschen“ Daumen. Beide haben einen verlängerten Knochen im Handgelenk, den sogenannten Sesambeinfortsatz. Der wirkt wie ein zusätzlicher Daumen mit dem die Tiere ihre Nahrung – Bambusstangen – geschickt greifen und festhalten können.
Tierpark Berlin 21.04.2026
Ein großer Moment für einen kleinen Bären Brillenbär – Enzo wagt erste Schritte aus der Wurfhöhle
Der kleine Brillenbär Enzo hat im Tierpark Berlin erstmals seine Anlage erkundet und wurde den entzückten Gästen dabei von seiner stolzen Mutter Tinka präsentiert. So trug sie den Kleinen sogar behutsam bis nach vorne an die Scheibe. Noch etwas tapsig auf den Beinen, aber mit umso größerer Neugier entdeckt der am 16. Januar 2026 geborene Andenbär Schritt für Schritt seine neue Umgebung. Jeder Ast und jeder Geruch sind für ihn ein echtes Abenteuer. Den Nachwuchs nun bei seinem ersten Ausflug zu beobachten, ist auch für das Team des Tierpark Berlin ein besonderer Augenblick. Bislang bekamen selbst seine Pfleger*innen Enzo nur für wenige Minuten am Tag zu sehen, da Mutter und Jungtier in den vergangenen Wochen bewusst möglichst ungestört in ihrer Wurfhöhle gelassen wurden. Noch legt der kleine Brillenbär viele Ruhepausen ein und sammelt bei seinen ausgiebigen Nickerchen neue Kräfte für seine nächsten Expeditionen. Er wird jedoch von Tag zu Tag agiler und versucht zunehmend, seiner Mutter hinterherzulaufen. „Es ist schön zu sehen, wie Enzo nun beginnt, seine Umwelt aktiv zu erkunden und immer mehr Sicherheit gewinnt“, erklärt Tierpark- und Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem. „Gerade in dieser Phase machen die Jungtiere enorme Entwicklungsschritte. Enzo orientiert sich stark an seiner Mutter und lernt täglich dazu.“ Mit etwas Glück können Tierparkgäste den kleinen Bären bei gutem Wetter nun auch selbst bei seinen Ausflügen beobachten. Pate des Jungtieres ist der Förderverein von Tierpark Berlin und Zoo Berlin e.V. Das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für Brillenbären wird von Säugetierkurator Dr. Florian Sicks aus dem Zoo Berlin koordiniert. „Das letzte Berliner Jungtier wurde 2017 geboren, umso mehr freut uns Enzos Geburt. Gleichzeitig setzt sich der Tierpark Berlin aber auch für den Schutz der Brillenbären und ihres Lebensraums in den Trockenwäldern von Tarija im Süden Boliviens ein, indem er das Andean Carnivore Conservation Program (ACCP) unterstützt“, berichtet der EEP-Koordinator. Als junger Brillenbär macht Enzo dabei zugleich als Botschafter seiner Art auf die Bedrohung seiner Verwandten im natürlichen Lebensraum sowie auf das wichtige Schutzprojekt aufmerksam. Mithilfe von Kamerafallen wird im Rahmen des ACCP die Population der Andenbären überwacht und ihr Verhalten dokumentiert. Gleichzeitig fördert das Projekt nachhaltige Lebensgrundlagen in lokalen Gemeinden, etwa durch Bienenzucht und die Verbesserung der Viehhaltung. Ziel ist es, Mensch und Tier langfristig in Einklang zu bringen und den Lebensraum der Brillenbären zu sichern. Auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) gilt der Brillenbär als gefährdet. Zu den Hauptbedrohungen in seinem natürlichen Verbreitungsgebiet in Südamerika zählen die Zerstörung seines Lebensraums durch Abholzung der Wälder sowie die Umwandlung dieser Flächen in landwirtschaftliche Nutzgebiete.
Tierpark Hagenbeck Hamburg 21.04.2026
Neue Tierart bei Hagenbeck – Serval-Brüder ziehen auf Löwenfelsen
Hagenbeck freut sich über tierischen Zuwachs. Zwei junge Serval-Kater sind am Dienstag, den 14.04.2026 aus dem Zoo Dvůr Králové in Tschechien nach Hamburg gezogen. Die beiden männlichen Tiere sind Brüder und erkunden derzeit ihr neues Zuhause im Löwengehege. „Uns freut es ganz besonders, dass wir wieder eine Kleinkatzenart bei Hagenbeck zeigen können. Die letzten Kleinkatzen waren Luchse, die Hagenbeck Mitte der 90er-Jahre verlassen haben“, weiß Dr. Flügger, Zootierarzt bei Hagenbeck und Geschäftsführer Dr. Westhoff ergänzt: „Durch die Aufnahme der beiden Tiere unterstützen wir nicht nur das Europäische Erhaltungszuchtprogramm, unsere Besucher können sich an den Tieren erfreuen, bis die Löwenanlage umgebaut wird, sodass in Zukunft auch wieder Afrikanische Löwen bei Hagenbeck zu sehen sein werden.“ Nach ihrer Ankunft konnten sich die beiden Servale zunächst in Ruhe an die neue Umgebung gewöhnen. Ab heute zeigen sich die Brüder für die Besucher auch auf der Außenanlage und erkunden neugierig ihr Gehege. Mit ihren langen Beinen, den großen Ohren und dem charakteristischen, gefleckten Fell gehören Servale zu den auffälligsten Vertretern der afrikanischen Katzen. Servale stammen ursprünglich aus den Savannen und Graslandschaften Afrikas südlich der Sahara. Dort leben sie vor allem in offenen Landschaften mit hohem Gras und in der Nähe von Gewässern. Die schlanken Wildkatzen sind hervorragend an diese Lebensräume angepasst. Ihre außergewöhnlich langen Beine ermöglichen ihnen hohe Sprünge von bis zu drei Metern, mit denen sie ihre Beute überraschen. Mit ihren Ohren können sie selbst kleinste Geräusche wahrnehmen – etwa das Rascheln von Nagetieren im hohen Gras. Diese ausgezeichnete Hörfähigkeit macht sie zu besonders effektiven Jägern. Auf ihrem Speiseplan stehen vor allem kleine Säugetiere, Vögel, Frösche und gelegentlich auch Fische. Mit dem Einzug der beiden Brüder erweitert der Tierpark Hagenbeck seinen Bestand um zwei faszinierende Vertreter der afrikanischen Katzenwelt. Besucher haben nun die Gelegenheit, die eleganten Servale aus nächster Nähe zu beobachten und mehr über ihre besonderen Fähigkeiten und ihren natürlichen Lebensraum zu erfahren.
Zoo Dresden 21.04.2026
Koala-Tausch: Kiri zieht um, Kamaroo kommt
Unser junges Koala-Weibchen Kiri wird unseren Zoo am 27. April verlassen und im Zoo Duisburg ein neues Zuhause finden. Kiri kam am 18. November 2024 zu Welt und ist das zweite bislang im Zoo Dresden geborene Koala-Jungtier. Mit fast eineinhalb Jahren ist sie inzwischen selbstständig und bereit, ihre eigenen Wege zu gehen. Bei uns lebt Kiri mit ihrer Schwester Janali und Mutter Eerin in einer Anlage. Tierpfleger Olaf Lohnitz wird Kiri nach Duisburg begleiten. Er kennt Kiri, seit sie erstmals im Mai 2025 aus dem Beutel blinzelte und unterstützt sie nun bei der Eingewöhnung in ihrer neuen Umgebung vor Ort. Im Zoo Duisburg wird Kiri auch mit mehreren Koala-Weibchen zusammenleben. Die Reise ins Ruhrgebiet ist nicht nur mit einem Abschied verbunden, sondern auch mit einem Neuanfang mit Koala Kamaroo. Olaf Lohnitz bringt das fast vierjährige Männchen auf seinem Rückweg mit nach Dresden. Kamaroo wurde im Zoo Duisburg geboren und soll zukünftig unsere beiden Weibchen Eerin und Janali kennenlernen. Da Koala-Männchen Einzelgänger sind, wird er in die Anlage neben den Weibchen einziehen und so räumlich von ihnen getrennt sein. Sie können sich jedoch hören, sehen und riechen. Koala-Männchen und Weibchen treffen nur zur Paarung aufeinander und anschließend trennen sich ihre Wege wieder. Ihre Paarungsbereitschaft zeigen Weibchen, indem sie laut rufen und die Nähe der Männchen suchen. Wir freuen uns sehr, dass mit Kamaroo wieder ein Männchen im Zoo Dresden leben wird, nachdem Koala Mullaya Anfang Januar wegen eines Tumors am Kiefer euthanasiert werden musste. Kamaroo wird voraussichtlich ab dem langen 1. Mai-Wochenende für die Besucherinnen und Besucher zu sehen sein.
Zoologisch-Botanischer Garten Wilhelma Stuttgart 21.04.2026
Weiterer Nachwuchs auf dem Asiatischen Schaubauernhof Zuwachs bei den Kaschmirziegen in der Wilhelma
Nach dem Ende der Osterferien hat sich im Asiatischen Schaubauernhof der Wilhelma erneut tierischer Nachwuchs eingestellt: Mitte April sind bei den Kaschmirziegen drei gesunde Zicklein zur Welt gekommen. Die Jungtiere stammen von zwei unterschiedlichen Müttern und sorgen derzeit für lebhafte Bewegung auf der Anlage. Die kleinen Ziegen präsentieren sich bereits wenige Tage nach der Geburt aufmerksam und neugierig. Beide Zicklein haben ein dichtes, weißes Fell. Wie für Ziegen typisch, folgen sie ihren Müttern eng und erkunden zunehmend eigenständig ihre Umgebung, wobei sie spielerisch ihre Koordination und Trittsicherheit entwickeln. Die Kaschmirziege hat ihren Ursprung in den Hochgebirgsregionen Asiens, insbesondere im Himalaya. Dort ist sie an extreme klimatische Bedingungen angepasst, die durch starke Temperaturschwankungen und karge Vegetation geprägt sind. Charakteristisch für die Rasse ist ihre feine Unterwolle, das sogenannte Kaschmirhaar, das zu den wertvollsten Naturfasern weltweit zählt. Diese isolierende Schicht schützt die Tiere effektiv vor Kälte und wird seit Jahrtausenden vom Menschen genutzt. Bereits kurz vor der Geburt der Zicklein hatte es im Schaubauernhof Nachwuchs bei den Romanovschafen gegeben, die mit den Kaschmirziegen auf einer Anlage zusammenleben. Für Besucherinnen und Besucher ist diese teilweise begehbar. Es bietet sich daher die Möglichkeit, den Schafen und Ziegen mit ihren Jungtieren aus nächster Nähe zu begegnen. Über Durchgangsschleusen, die vom Menschen nicht passierbar sind, können sich die Tiere aber jederzeit in ruhige Bereiche zurückziehen. Darüber hinaus wurde etwa einen Monat zuvor in der benachbarten Anlage ein Jungtier bei den Trampeltieren geboren.
Tierpark Gotha 20.04.2026
100 Jahre Tierpark Gotha: Vom Stadtratsbeschluss zum Besuchermagnet Gedenktafel erinnert an die Geburtsstunde des Tierparks
Es ist ein Datum, das in die Geschichte der Stadt eingegangen ist: Am 20. April 1926 fasste der Stadtrat die Entscheidung, ein Grundstück am Fischhaus an den Verein der Aquarien- und Terrarienfreunde „DANIO“ zu verpachten. Damit wurde der Grundstein für den heutigen Tierpark Gotha gelegt. Genau 100 Jahre später ist dieser Beschluss nun mit einer feierlichen Gedenktafel im Tierpark sichtbar gemacht worden. Oberbürgermeister Knut Kreuch übergab die Gedenktafel an den Tierpark Gotha und würdigte in seiner Ansprache die außergewöhnliche Entwicklung des Parks: von den frühen Initiativen engagierter Bürgerinnen und Bürger bis zu einem festen Bestandteil des kulturellen und touristischen Lebens der Stadt. Die heute enthüllte Gedenktafel greift diese Geschichte auf und erinnert daran, dass der Tierpark Gotha seit nunmehr einem Jahrhundert ein Ort der Begegnung, der Erholung und der Naturerfahrung ist. Auch Bürgermeister Ulf Zillmann, Aufsichtsratsvorsitzender der KulTourStadt Gotha GmbH Peter Leisner, Geschäftsführer der Gothaer Stadtwerke Gruppe Martin Illhardt, Geschäftsführerin Maya Heß sowie Tierparkleiterin DVM Angelika Wimmer unterstrichen die Bedeutung des Tierparks für Gotha. Dabei wurde deutlich, dass insbesondere das Zusammenspiel aus kommunalem Engagement und bürgerschaftlichem Einsatz den Tierpark über Jahrzehnte geprägt und getragen hat. Die Gedenktafel selbst zeichnet die Entwicklungslinien des Tierparks nach, von den Anfängen der Aquaristikbewegung im 19. Jahrhundert über die Gründung des ersten Freilandaquariums Deutschlands bis hin zum Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg und der heutigen Rolle als beliebtes Ausflugsziel für Einheimische und Gäste. Mit der feierlichen Übergabe der Tafel wurde nicht nur ein Blick in die Vergangenheit geworfen, sondern auch ein Zeichen für die Zukunft gesetzt: Der Tierpark Gotha bleibt ein lebendiges Beispiel dafür, wie aus bürgerschaftlicher Initiative ein nachhaltiger Ort für Natur, Bildung und Gemeinschaft entstehen kann. Sein 100-jähriges Bestehen wird der Tierpark Gotha im Rahmen des großen Tierparkfestes vom 05. bis 06. September 2026 feiern.
Zoo Münster 20.04.2026
Erfolgreicher Lauf „Rund um den Allwetterzoo“: Rund 2700 Euro fließen in das Artenschutzzentrum des Allwetterzoo in Kambodscha
2734 Läuferinnen und Läufer waren für den Lauf „Rund um den Allwetterzoo“ am vergangenen Sonntag angemeldet – so viele wie noch nie. „Das ist ein neuer Rekord und deutlich mehr als sich in den vergangenen Jahren angemeldet haben“, sagt Chef-Organisator Axel Bredelow. Für den Allwetterzoo, der den Volks- und Straßenlauf seit vielen Jahren sponsort, ist die hohe Anmeldezahl ebenfalls eine sehr gute Nachricht: „Pro Startnummer geht ein Euro an unser Artenschutzzentrum in Kambodscha. Das Angkor Centre for Conservation of Biodiversity (ACCB) gibt es seit 2003 und gehört zu den führenden Artenschutzzentren in Kambodscha. Vor Ort werden bedrohte Tierarten gezüchtet und sofern möglich wieder ausgewildert. Unsere Arbeit dort umfasst aber auch die Themen Umweltbildung und Forschung“, sagt Zoodirektorin Dr. Simone Schehka. „Insofern freuen wir uns über jeden Euro, der durch den Lauf in unser Herzensprojekt fließt und die wertvolle Arbeit unterstützt.“ Zoolauf bald durch den Zoo statt drumherum? Bislang fand die Laufveranstaltung „Rund um den Allwetterzoo“ namensgetreu immer auf den Wegen rund um den Zoo statt, Simone Schehka könnte sich aber auch eine Streckenführung durch den Zoo vorstellen. „Das ist bislang nur eine Idee, aber vielleicht kann sie in Zukunft Realität werden und motiviert noch mehr Läuferinnen und Läufer dazu sich anzumelden. Genügend Laufwege gibt es bei uns im Zoo auf jeden Fall.“ Die Zoodirektorin gab am vergangenen Sonntag den Startschuss für den Halbmarathon und lief danach selbst die Distanz über fünf Kilometer. Die Ergebnisse des vergangenen Wochenendes sind auf der Homepage (https://www.wasser-freizeit.de/veranstaltungen/zoolauf-muenster) zu finden. Veranstalter des Laufs sind die Volkslauf-Union Münster mit ESV Münster und Wasser und Freizeit Münster.
Zoo Köln 20.04.2026
Unter den führenden Zoos in Europa: Kölner Zoo erhält wichtige Zertifizierung
Der Kölner Zoo erfüllt die höchsten Kriterien der European Association of Zoos and Aquaria (EAZA) und bleibt auch in den kommenden fünf Jahren Vollmitglied des Zusammenschlusses wissenschaftlich geführter Zoos in Europa. Der EAZA-Verband gab dies nun auf einer Tagung in den Niederlanden bekannt. Der Kölner Zoo wurde dafür im vergangenen Herbst von verschiedenen internationalen Experten umfangreich geprüft. Die Audits fanden sowohl während als auch nach den Öffnungszeiten statt. Sie umfassten Prüfungen der Tierhaltung mit z.B. Versorgung und Gehege-Größen. Gescreent wurden aber auch viele weitere betriebliche Abläufe wie etwa die Buchhaltung und Mittelverwendung. Hinzukamen Interviews mit den Beschäftigten aus unterschiedlichen Abteilungen und über verschiedene Hierarchie-Ebenen hinweg. Nach Abschluss des Screenings schlugen die Prüfer dem Membership and Ethics Committee der EAZA vor, dass der Kölner Zoo auch für die kommenden fünf Jahre die Vollmitgliedschaft erhalten soll, was nun bestätigt wurde. Unter dem Dach der EAZA werden 450 Erhaltungsprogramme für bedrohte Arten koordiniert Der Kölner Zoo ist Gründungsmitglied der EAZA und hat sich bereits 2017 erfolgreich freiwillig screenen lassen. Die EAZA stellte im vergangenen Jahr die Regel auf, dass sich Mitglieder spätestens alle fünf Jahre einem Screening unterziehen müssen. Die EAZA vereint über 400 Mitglieder in 47 Ländern. Der Verband mit Sitz in Amsterdam umfasst Zoos, Aquarien und weitere assoziierte Einrichtungen aus ganz Europa und Westasien. Die EAZA-Mitgliedzoos managen rd. 450 bedrohte Tierarten in sogenannten Erhaltungszuchtprogrammen, in denen ganz konkrete Artenschutzarbeit wirkungsvoll gebündelt wird. „Wir sind stolz darauf, dass wir die Ansprüche der wissenschaftlich geführten Zoos des Europäischen Zooverbandes wieder vollumfänglich erfüllt haben,“ so der Direktor des Kölner Zoos, Prof. Theo B. Pagel. Er ergänzt: „Mit dieser Auszeichnung unterstreichen wir unseren eigenen Anspruch als wissenschaftlich geführter Zoo. Sie belegt, dass wir einerseits wichtiger Akteur der internationalen Artenschutzarbeit sind. Andererseits zeigt es unsere Kompetenz als lokaler Wohlfühl- und Erlebnisort mit packender Umweltedukation, die Menschen für Tiere begeistert.“ Von Vietnam bis Weidenpesch: Bericht lobt Biodiversitäts- und Bildungs-Engagement In ihrem Bericht hoben die Screener insbesondere die Artenschutz- und Bildungsarbeit des Kölner Zoos hervor. Allein in den vergangenen drei Jahren unterstützte er weltweit Artenschutzprojekte mit mehr als 1,5 Mio. Euro – von der Me Linh-Station im Norden Vietnams bis zum Wechselkrötenprojekt in Köln- Weidenpesch. Ebenso zeigten sich die Screener von der Tierhaltung und insbesondere den zuletzt sukzessive ausgebauten Beschäftigungs-Programmen und Medical Trainings beeindruckt. Der Dank des Vorstands geht an alle Beschäftigten, die in den unterschiedlichen Abteilungen am Erfolg des Kölner Zoos mitarbeiten und dafür sorgen, dass die hohen Standards des Europäischen Zooverbandes gelten. Der Kölner Zoo konnte sich jüngst über weitere Auszeichnungen freuen. „Global Humane“, weltweit größter Zertifizierer von Einrichtungen, die für den Tierschutz arbeiten, hat den Kölner Zoo 2024 für seine Haltungsstandards ausgezeichnet – als ersten Zoo in Deutschland. Zusammen mit der „Species Survival Commission“ der Weltnaturschutzunion (IUCN) hat der Zoo außerdem jüngst in Köln ein Artenschutzzentrum gegründet – ebenfalls eine Pioniertat für Zoos im deutschsprachigen Raum.

