Zoo Leipzig 23.01.2026
Namenssuche geht in die nächste Runde
Koalajungtier und Magisches Tropenleuchten erleben
Der Start ins neue Jahr im Zoo Leipzig steht ganz im Zeichen der Namenssuche für den Koalanachwuchs und des Magischen Tropenleuchtens. Beides findet an diesem Wochenende seine Fortsetzung. Mehr als 3000 kreative, liebevolle und originelle Ideen sind für die Tochter der beiden Koalas Erlinga und Yuma eingegangen. Damit hatte das Tierpflegerteam eine Mammutaufgabe, ihre Favoriten zu finden. Drei Namen haben es in die finale Auswahl geschafft und durch Bedeutung und Klang überzeugt. Inala – Frieden. Ruby – kostbar / Edelstein, Mani – Stern Jetzt sind erneut die Zoo- und Koalafans gefragt: Ab sofort kann abgestimmt werden, welcher der drei Namen künftig das Koalajungtier begleiten soll. Mit der Abstimmung haben alle die Möglichkeit, aktiv Teil dieser besonderen Namensfindung zu werden. Bis kommenden Mittwoch um 12 Uhr läuft das Voting über die Website des Zoos unter www.zoo-leipzig.de/namensaufruf. Wer sich nicht entscheiden kann, hat täglich von 9 bis 17 Uhr im Koala-Haus, das in diesem Jahr seinen zehnten Geburtstag feiert, die Möglichkeit, Namensvorschläge und den persönlichen Eindruck vor der Entscheidung abzugleichen. Wenn Winterzauber auf Tropenfeeling trifft Bis zum 8. Februar können Zoofans und Nachtschwärmer beim Tropenleuchten im Zoo Leipzig jeweils donnerstags bis sonntags einen faszinierenden Abend erleben. Leuchtende Projektionen, Künstlerauftritte und Lichtspiele begleiten dabei den Weg durch den Zoo in die Lichterwelt mitten im Dschungel, wenn Winterzauber auf Tropenfeeling trifft. In sommerlicher Kleidung das Abendessen oder einen Cocktail genießen, im Boot über den Urwaldfluss schippern oder vom Baumriesen aus in die tropische Nacht schauen – all das lässt sich im abendlichen Regenwald erleben. Ein begrenztes Ticketkontingent gibt es online unter www.zoo-leipzig.de/tropenleuchten sowohl für dieses als auch die kommenden Wochenenden
Allwetterzoo Münster 23.01.2026
Riesenotter-Nachwuchs im Allwetterzoo in tierärztlicher Behandlung – Ein Jungtier eingeschläfert
Die Geburt der vier kleinen Riesenotter war eine schöne Überraschung zum Jahresende 2025 im Allwetterzoo. Die Elterntiere Amérie und Lobo sowie die beiden älteren Jungtiere kümmerten sich seit der Geburt am 26. November 2025 gemeinsam um den frischen Nachwuchs. Dabei stand die Otterfamilie über eine Kamera in der Wurfbox unter ständiger Beobachtung. Vergangene Woche Donnerstag (15.01.2026) fand die erste tierärztliche Untersuchung statt, bei der die jungen Otter erstmals in die Hand genommen, geimpft, entwurmt und gewogen wurden. „Dabei mussten wir leider feststellen, dass die Jungtiere unter dem Gewicht liegen, das sie zu diesem Zeitpunkt eigentlich haben müssten. Eines der vier Jungtiere war deutlich zu mager“, sagt Zootierarzt Dr. Carsten Ludwig. Riesenotter-Jungtier eingeschläfert Die Tierärzte, die Tierpflege und die Kuration entschieden sich daher zu engmaschigen Kontrollen der Tiere – etwas, das ohne konkreten Anlass in den ersten sensiblen Wochen nach einer Geburt eigentlich vermieden wird. Eine der weiteren Gewichtskontrollen am vergangenen Dienstag schaffte zunächst Erleichterung: zwei der kleinen Männchen und ein Weibchen hatten zugenommen; brachte aber auch Ernüchterung für das vierte Jungtier: „Trotz weiterer medizinischer Maßnahmen hatte eine männliche Nachzucht noch weiter abgenommen“, sagt Ludwig. Daher wurde die Entscheidung getroffen, dieses Jungtier einzuschläfern. Riesenotter-Weibchen Amérie hat nicht genügend Milch Ursächlich für das geringe Gewicht der Jungtiere ist mit hoher Wahrscheinlichkeit die Milchmenge von Mutter Amérie, die nicht für alle Jungtiere ausreicht. „Für Fisch sind die Jungtiere noch nicht alt genug, deswegen ist die Zufütterung zum jetzigen Zeitpunkt keine Alternative“, sagt Kuratorin Isabel Seyrling. Der Allwetterzoo konzentriert sich nun auf die tierärztliche Betreuung der drei verbliebenen Jungtiere. Bei ihnen war das Gewicht bei erneuten Kontrollen gestiegen, die kritische Phase ist jedoch noch längst nicht überstanden.
Tiergarten Nürnberg 23.01.2026
Lebensraumschutz: Tiergarten unterstützt Umsiedelung von Kulanen in Kasachstan
Das zweite Jahr in Folge gingen im Herbst 2025 wilde Kulane auf große Fahrt über 2.000 Kilometer quer durch Kasachstan: Der Verein der Tiergartenfreunde Nürnberg e.V. und der Tiergarten der Stadt Nürnberg unterstützten ihre langjährigen Projektpartner erneut dabei, die seltenen Wildesel vom Altyn-Emel-Nationalpark in das Naturschutzgebiet Altyn Dala zu transportieren. Dort stärken sie eine neu entstandene und sich entwickelnde Population. Im Herzen Kasachstans waren die großen Pflanzenfresser vor Generationen ausgestorben – ihre wichtige Rolle im Ökosystem fehlte dort. Für das Team aus Naturschützerinnen und Tierärzten war dieser Transport emotional und logistisch anspruchsvoll – dennoch gibt die Ankunft einer neuen Gruppe in Zentralkasachstan Anlass zur Hoffnung, dass die „goldene Steppe“ wieder ihr ökologisches Gleichgewicht zurückerlangt. „Die Umsiedlung der Kulane ist ein wichtiger und anspruchsvoller Teil unserer Naturschutzarbeit in Altyn Dala. Wir sind sehr froh, dass sich nach langjähriger Erprobung verschiedener Ansätze die Methode des Transports über Land erneut als praktikabel erwiesen hat“, sagt Albert Salemgareyev, der leitende Spezialist für Wiederansiedlungen bei der Gesellschaft für den Schutz der Biodiversität Kasachstans (Association for the Conservation of Biodiversity of Kazakhstan, ACBK). „Die Ökosystemleistungen, die wir von dieser Schlüsselart erwarten, werden für die langfristige Wiederherstellung der Goldenen Steppe von entscheidender Bedeutung sein“, fügt Stephanie Ward, Programmleiterin für Kasachstan bei der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt, hinzu. Im September 2025 transportierten schwere Lastwagen die Gruppe wild gefangener Kulane in knapp 50 Stunden über mehr als 2.000 Kilometer durch Kasachstan. Während der langen und anspruchsvollen Reise wurden die Tiere dank speziell entwickelter Transportcontainer kontinuierlich überwacht. Die von „Conservation Solutions“ entwickelten Container ermöglichten die Fütterung, Tränkung und stetige Videoüberwachung während der gesamten Fahrt. Conservation Solutions ist ein führendes Unternehmen für Umsiedlungen von Wildtieren, das in ganz Afrika und darüber hinaus tätig ist. Es stand während des gesamten Prozesses mit fachkundiger Beratung zur Seite. Die professionelle Seite 2 von 4tierärztliche Betreuung wurde von Julia Bohner, Wildtierärztin am Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW), geleitet. Sorgsame Auswahl der Tiere Die Umsiedlung der Kulane umfasste vier risikoreiche Schritte: Zunächst fing das Team wildlebende Kulane im Altyn-Emel-Nationalpark ein. Während die Tiere in der Koppel waren, wählten die Fachleute sorgfältig aus, welche von ihnen in die Steppe transportiert und welche im Altyn-Emel-Nationalpark bleiben würden. Nach gründlicher tiermedizinischer Untersuchung wurden die ausgewählten Tiere auf Lastwagen verladen und schließlich auf die „große Fahrt“ durch Kasachstan geschickt. Angekommen am Zielort im Altyn Dala Naturschutzgebiet wurden die Wildesel in das vorläufige Akklimatisierungsgehege entlassen. Trotz der umfangreichen Maßnahmen, welche die Expertinnen und Experten ergriffen hatten, um Verletzungen oder Schlimmeres während solch komplexer Umsiedlungen zu vermeiden, kann es zu gefährlichen Zwischenfällen kommen. Das Team achtete bei der Zusammenstellung der Kulan-Gruppe für die Umsiedlung darauf, eine harmonische Herde mit intakten sozialen Strukturen auszuwählen. Zusätzlich wurden die Tiere vor dem Verladen sediert, um Stress zu vermeiden. Risikoreiche Arbeit mit Wildtieren Dennoch kann es vorkommen, dass einzelne Tiere in Panik geraten – was auf dem Transport im Herbst 2025 tragischerweise bei zwei der beteiligten Tiere geschah. Beide Kulane wurden schwer verletzt und überlebten den Transport nicht. Obwohl die Sicherheit und das Tierwohl für das Team oberste Priorität haben, lassen sich Risiken bei der Arbeit mit Wildtieren nicht komplett eliminieren und solche Vorfälle sich nicht immer vermeiden. Geschehen solche Unfälle, sind sie für das Team emotional belastend und stehen im Fokus des Lernprozesses aller Beteiligten, um künftige Umsiedlungen weiter zu verbessern und Risiken zu mindern. Dank dieses Ansatzes und der Bemühungen um ein proaktives Risikomanagement verzeichnete das Team seit Beginn des Wiederansiedlungsprojekts nur wenige gefährliche Zwischenfälle. „Wir arbeiten seit 2012 mit unseren internationalen Partnern zusammen, um den Lebensraum Steppe in Kasachstan zu erhalten“, sagt Tiergartendirektor Dr. Dag Encke. „Große Pflanzenfresser wir Kulane und Przewalski-Pferde sind dabei ein unabdingbarer Bestandteil, weil sie helfen, den Lebensraum für viele andere Tier- und Pflanzenarten offen zu halten. In diesem anspruchsvollen Projekt sind wir immer wieder beeindruckt von der Professionalität und Ausdauer unserer Partner.“ Seite 3 von 4 Auf dem Weg zu einer stabilen Kulan-Population in der Steppe Die Kulane verbringen nun ihren ersten Winter in einem 54 Hektar großen Gehege, bevor sie sich im nächsten Frühjahr ihren Artgenossen in der Natur der Goldenen Steppe anschließen. Mit ihnen ist die sich entwickelnde Kulan-Population in Altyn Dala auf dem besten Weg, sich selbst zu erhalten. Kulane sind eine der vom Aussterben bedrohten Unterarten des Asiatischen Wildesels. Die großen Weidetiere und Grasfresser unterstützen den Nährstoffkreislauf der Graslandschaft und verbreiten Samen über große Entfernungen. Einst als edles Wild angesehen und ausschließlich von politisch privilegierten Personen gejagt, wurden Kulane vor einem Jahrhundert in den weiten Steppen Zentralkasachstans ausgerottet. Seit 2017 kehren sie im Rahmen der Altyn Dala Conservation Initiative in ihre Heimat zurück. Der Altyn-Emel-Nationalpark im Südosten Kasachstans beherbergt die weltweit größte noch existierende Population von Kulanen. Eingebettet zwischen hohen Bergen und einem breiten Stausee bietet er einen begrenzten Lebensraum für eine wachsende Zahl von Tieren. Die wildlebenden Kulane aus dieser Region bilden die Grundlage für eine neue Population in der Zentralsteppe. Obwohl beide Gebiete innerhalb Kasachstans liegen, sind sie durch endlose Graslandschaften voneinander getrennt, die nur mühsam zu durchqueren waren. Seit 2024 ist das kasachische Straßennetz so weit ausgebaut, dass ein Transport über Land möglich ist. Über das Projekt und die Partner Der Transport der Kulane erfolgt im Rahmen der Altyn Dala Conservation Initiative – einer Partnerschaft zwischen dem Committee of Forestry and Wildlife des Ministry of Ecology and Natural Resources der Republik Kasachstan, der Association for the Conservation of Biodiversity of Kazakhstan (ACBK), der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt (ZGF), der Royal Society for the Protection of Birds (RSPB) und Fauna & Flora. Die tierärztliche Betreuung im Rahmen der Initiative übernimmt das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW). Technische und finanzielle Unterstützung leistet der Tiergarten Nürnberg. Das Einfangen der Kulane wurde vom Altyn-Emel-Nationalpark und dem Unternehmen „Okhotzooprom“ durchgeführt, während die Verladung und der Transport von dem südafrikanischen Wildtiertransportunternehmen „Conservation Solutions“ unterstützt und überwacht wurden.
Alpenzoo Innsbruck 23.01.2026
2026-2027 im Alpenzoo stehen ganz im Zeichen der Feuchtgebiete
Der Alpenzoo Innsbruck beteiligt sich an der internationalen Naturschutzkampagne „Wetlands for Life“ der Europäischen Zoo- und Aquarienvereinigung (EAZA). Die Kampagne rückt in den kommenden 2 Jahren Feuchtgebiete wie u.a. Sümpfe, Moore, Seen und Flüsse in den Vordergrund, welche für Trinkwasserversorgung, Artenvielfalt und das tägliche Leben vieler Menschen unverzichtbar sind. Als Teil dieser Kampagne wird der Alpenzoo in Zusammenarbeit mit der EAZA sowie anderen Zoos und Aquarien das öffentliche Bewusstsein für die Bedeutung von Feuchtgebieten stärken und Projekte zu ihrem Schutz unterstützen. Viele alpine Arten, die im Alpenzoo leben, vom Fischotter über den Zwergtaucher bis zum Biber und den Feuersalamander sind direkt auf Wasserlebensräume angewiesen.
„Wir freuen uns darauf, uns für den Schutz von Feuchtgebieten einzusetzen und die Zukunft dieser wertvollen Lebensräume zu sichern“, so Alpenzoo-Direktor Dr. André Stadler. Besucherinnen und Besucher können sich auf spezielle Programme und Informationen rund um Feuchtgebiete freuen, wie zum Beispiel den World Wetlands Day, der im Alpenzoo am 1. Februar 2026 im Psenner Saal gefeiert wird. Mit dabei sind der Naturpark Karwendel, der Tiroler Fischereiverband und Natopia.
Wilhelma Stuttgart 23.01.2026
Wilhelma meldet Tod von Koala Borobi
Ende Dezember 2025 ist in der Wilhelma das Koala-Männchen Borobi im Alter von 1,5 Jahren gestorben. Dr. Tobias Knauf-Witzens, leitender Tierarzt in der Wilhelma, erklärt: „Borobi litt schon seit mehreren Monaten an einer langwierigen Lungenentzündung. Es handelt sich dabei um ein Krankheitsbild, das auch aus Australien bekannt ist. Nach dem Eintreten der ersten Symptome hatten wir im engen Dialog mit Koala-Expertinnen und Experten in Australien sowie Lungenspezialisten aus der Humanmedizin verschiedene, teils sehr intensive Therapien durchgeführt. Damit konnten wir Borobi zeitweise stabilisieren. Nachdem sich sein Zustand Ende Dezember wieder deutlich verschlechtert hatte, mussten wir die Entscheidung treffen, den Koala von seinem Leid zu erlösen.“ Volker Grün, zuständiger Kurator und gleichzeitig Co-Zuchtbuchkoordinator des Europäischen Ex Situ-Programms für Koalas, betont: „Der Tod von Borobi hat uns alle, besonders das Team der Terra Australis, emotional sehr berührt. Da Borobi und seine Eltern nicht näher mit den anderen in Europa gehaltenen Koalas verwandt ist, hätte er außerdem einen wichtigen Beitrag für die europäische Reservepopulation leisten können. Auch in dieser Hinsicht ist sein Tod daher ein großer Verlust.“ Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin: „Oft verdrängen wir es. Aber der Tod gehört zum Leben dazu – das gilt in zoologischer Haltung genau wie in der Natur. Dennoch führt er zwangsläufig zu Momenten der Trauer. Ein Lichtblick ist daher, dass unser Koala-Weibchen Auburn wieder Nachwuchs bekommen hat. Der Joey schaut mittlerweile immer häufiger aus dem Beutel. Auch für unsere Besucherinnen und Besucher in der Terra Australis steigen damit die Chancen, Mutter und Jungtier mit eigenen Augen zu bewundern.“
Deutsche Tierpark Gesellschaft e.V. 23.01.2026
Zoos sind Deutschlands größte Klassenzimmer – Deutsche Tierpark-Gesellschaft würdigt Umweltbildung am UNESCO-Tag der Bildung
60 Millionen Zoobesucher jährlich weltweit lernen direkt von der Natur – DTG-Mitgliedseinrichtungen nehmen ihren Bildungsauftrag täglich wahr! Die Deutsche Tierparkgesellschaft (DTG) unterstreicht zum Internationalen Tag der Bildung (24. Januar) die zentrale Rolle von zoologischen Einrichtungen als größte außerschulische Lernorte Deutschlands. Mehr als 100 DTG-Mitgliedseinrichtungen vermitteln jährlich Millionen Besuchern – vom Kindergartenkind bis zum Senior – fundamentales Wissen über Biodiversität, Artenschutz und nachhaltiges Zusammenleben mit der Natur. „Zoos sind keine Museen für Tiere – sie sind Schulen für Leben“, sagt Gert Emmrich, Präsident der DTG. „Während Schulen Biologielehrbücher nutzen, ermöglichen wir direkten Kontakt mit lebenden Organismen, echten Ökosystemen und den realen Herausforderungen des Artenschutzes. Das ist Umweltbildung, die bleibt.“ Die Arbeit in DTG-Einrichtungen umfasst spezialisierte Bildungsprogramme. In einigen Einrichtungen auch BNE zertifiziert, für jede Altersgruppe: Kindgerechte Führungen vermitteln ersten Naturschutz-Gedanken, Schulklassen-Angebote ergänzen den Lehrplan mit praktischen Erkenntnissen, Seniorengruppen profitieren von barrierefreien Lernerlebnissen in der Natur. Diese Inklusivität macht Zoos zum einzigen großen Bildungsort, der wirklich alle erreicht – unabhängig von Einkommen, Schulbildung oder körperlichen Fähigkeiten. Forscher bestätigen den Effekt: Besucher, die sich mit Tieren direkt auseinandersetzen, entwickeln ein stärkeres Umweltbewusstsein und treffen konkretere Nachhaltigkeitsentscheidungen. Der Besuch in zoologischen Einrichtungen ist damit ein Investment in zukünftige Generationen von Naturschützern – und in nachhaltige Gesellschaften. „Die UNESCO betont, dass Bildung der Schlüssel zu Frieden und nachhaltiger Entwicklung ist“, ergänzt Emmrich. „Unsere Mitgliedseinrichtungen zeigen täglich: Wer die Schönheit und Fragilität der Natur verstanden hat, schützt sie. Das ist die Bildung, die die Welt braucht.“ Die DTG ruft auf: Am Internationalen Tag der Bildung sind Zoos nicht nur Ausflugsziele – sie sind Werkstätten für Bewusstsein und Verantwortung. Ein Besuch in einer DTG-Mitgliedseinrichtung ist ein Bildungserlebnis, das wirkt.
Opel-Zoo Kronberg 23.01.2026
Das Leben in den Tierhäusern
Nächste Öffentliche Führung im Opel-Zoo am 31.01.2026, 15 Uhr Um „das Leben in den Tierhäusern“ geht es in der nächsten Öffentlichen Führung im Opel-Zoo am 31. Januar 2026. In den Warmhäusern der Giraffen und Elefanten gibt es bei der Führung viel Interessantes zu erfahren, zumal die junge Netzgiraffe „Kianga“, geboren am 10. März 2025, und das Elefantenkalb „Kaja“, geboren am 27. Mai 2025, die Besucher in ihren Bann ziehen. Auch die Alttiere finden bei der Führung gebührende Beachtung und die Besonderheiten ihres Zusammenlebens werden erläutert, alles in unmittelbarer Nähe der Tiere und mit direktem Blick auf die Laufflächen. Die Kattas, die gemeinsam mit den weiteren Lemuren – den Roten Varis – von Mai bis September in der Madagaskar-Voliere hautnah erlebt werden können, sind nun gut dabei zu beobachten, wie sie sich hinter den großen Panoramascheiben sonnen, es sich dicht aneinander gekuschelt gemütlich machen oder behände an den vielen Seilen klettern. Auch über diese Tierart wissen die Zoopädagogen in der Führung Interessantes über Lebensweise und Verhalten zu berichten. Die Führung startet am Samstag, dem 31. Januar 2026 um 15 Uhr an der Statue des Zoogründers hinter dem Haupteingang. Sie ist kostenfrei, ohne Zuschlag zum Eintrittspreis. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Zoo Heidelberg 22.01.2026
Auf vier kleinen Hufen ins neue Jahr
Fohlen ist erster Nachwuchs des Jahres im Zoo Heidelberg Die Freude bei den Tierpflegern des Zoo Heidelberg ist groß: In der Nacht auf den 10. Januar wurde das erste Jungtier des Jahres geboren. Shetlandpony-Stute Elli brachte ein gesundes Fohlen zur Welt. Die junge Stute erkundet bereits aufgeweckt ihre Umgebung. Mutter und Tochter sind aktuell gemeinsam mit den anderen Pony-Stuten und den Rindern beim Bauernhof zu sehen. Schon wenige Tage nach der Geburt erkundet das Fohlen neugierig Stall und Koppel beim Bauernhof. Gemeinsam mit den anderen Ponys und den Rindern bewegt sich die junge Stute bereits sicher über das Gelände. Die Tierpfleger haben dabei stets ein Auge auf die Tiere. Mutterstute Elli ist acht Jahre alt und lebt seit 2018 im Zoo Heidelberg. Die Tierpfleger zeigen sich sehr zufrieden mit ihrem Verhalten. Ruhig kümmert sie sich um ihren ersten Nachwuchs und gibt ihm die nötige Sicherheit. „Elli macht das wirklich sehr gut“, berichtet Tierpfleger Jonathan Truman. „Das Fohlen ist aufmerksam, neugierig und entwickelt sich super. Eine seiner Lieblingsbeschäftigungen ist es, mit seinen kleinen Hufen Geräusche und Krach zu machen – damit kommt es ganz nach seiner Mutter.“ In den kommenden Wochen steht für die Shetlandponys ein kleiner Umzug an: Sobald es Witterung und Bodenzustand zulassen, zieht die Gruppe wieder auf die große Koppel zwischen Lernlabor und Vivarium bei der Explo-Halle um. Besucherinnen und Besucher können den Nachwuchs zur Zeit auf dem Bauernhof beobachten und miterleben, wie das Fohlen Schritt für Schritt sicherer wird. Später dann wird es spannend sein zu verfolgen, wie der kleine Wirbelwind die Ponyherde auf der großen Koppel aufmischen wird.
Tierpark Nordhorn 22.01.2026
Forschung zum Mitmachen: Tierpark Nordhorn erfasst Amphibien
Interessierte Bürger gesucht – Fachkenntnisse nicht erforderlich! Der Tierpark Nordhorn als regionales Arten- und Naturschutzzentrum möchte erforschen, welche Amphibienarten in der Grafschaft Bentheim vorkommen. Mitmachen kann jeder, der sich für die Natur in der Grafschaft Bentheim interessiert.Besondere Fachkenntnisse sind dank moderner Technik nicht mehr zwingende Voraussetzung. Der Tierpark Nordhorn will in den kommenden Jahren die Amphibienvorkommen im Kreisgebiet erfassen. Die letzte annähernd flächendeckende Erfassung der Amphibien in der Grafschaft Bentheim stammt aus den Jahren 1982 bis 1986 und ist mittlerweile in die Jahre gekommen. Amphibien gehören weltweit, aber leider auch hier vor Ort, zu einer der am stärksten bedrohten Tiergruppen mit stark sinkenden Populationen. Dabei sind Amphibien wichtige Zeiger dafür, wie intakt Lebensräume noch sind. Da sie sehr empfindlich auf Umweltveränderungen und -gefährdungen reagieren, sind sie oft die Tiere, die am schnellsten Verschwinden, wenn Lebensräume gestört werden. Um geeignete Maßnahmen für den Erhalt dieser faszinierenden Tiere in Zukunft umsetzen zu können, sind Kenntnisse über das Vorkommen in der Region wichtig. Dabei gibt es zwei Wege, wie Interessierte sich beteiligen können: Erstens kann jeder auf eigene Faust seine Beobachtungen melden. Ganz im Sinne der sogenannten „Bürgerwissenschaften“ gibt es digitale Plattformen, in welchen jeder Einzelne seine Sichtungen eintragen kann. Durch die Meldung von vielen Personen ergibt sich so eine große Datenbasis. Diese Meldung geht ganz einfach über die App ObsIdentify, auf welcher Naturbeobachtungen kinderleicht per Foto gemeldet werden können. Die App-interne KI (künstliche Intelligenz) wertet das hochgeladene Bild in Echtzeit aus und verrät dem Naturinteressierten direkt um welches Tier oder welche Pflanze es sich dabei handelt. Zweitens können sich Interessierte neben privaten Meldungen auf der App ebenfalls beim Tierpark Nordhorn direkt melden um sich als ehrenamtliche Kartierer noch weiter für die Erfassung der Amphibien zu engagieren. Hierzu reicht es, eine kurze E- Mail an Dr. Dirk Wewers (dirk.wewers@tierpark-nordhorn.de) vom Tierpark Nordhorn zu schicken. In einer kleinen Schulung lernen Teilnehmende den Umgang mit Amphibien und wie man die Tiere findet, bestimmt und erfasst. Sie erhalten als ehrenamtliche Kartierer von der Naturschutzbehörde ein Genehmigungsschreiben zum Kartieren der Amphibien. Der Zeitraum für die Kartierung liegt jährlich zwischen März und Juli und die Grundstückseigentümer oder -pächter werden gebeten die Kartierer bei ihren Tätigkeiten zu unterstützen. Das nächste Treffen von Interessierten findet am 24.02.26 um 17.30 Uhr im Tierpark Nordhorn statt.
Zoo Schwerin 22.01.2026
Drei auf einen Streich: Asiatische Löwin im Zoo Schwerin bringt drei gesunde Welpen zur Welt
Das Team des Schweriner Zoos hat Grund zur Freude: Die Asiatische Löwin „Heidi“ hat am 7. Januar gleich drei Jungtiere zur Welt gebracht. Die Geburten fanden innerhalb mehrerer Stunden im Laufe des Nachmittags statt und verliefen ohne Komplikationen. Mutter und Nachwuchs sind wohlauf, die Jungtiere werden von Heidi aufmerksam und fürsorglich versorgt. Vater der drei ist Kater „Shapur“. Für den Zoo ist die Geburt der drei Löwenjungen ein besonderes Ereignis. „Dass alle drei Jungtiere vital sind und von Heidi angenommen wurden, ist eine sehr positive Entwicklung für die Löwin“, sagt Zoodirektor Dr. Tim Schikora. Die erfahrene Löwin zeige ein ausgeprägtes Mutterverhalten. „Bei drei Jungtieren ist sie damit mehr oder weniger rund um die Uhr beschäftigt, aber sie macht das bislang wirklich sehr gut“, ergänzt Schikora. Heidi hatte zuletzt im August 2025 ein einzelnes Jungtier zur Welt gebracht, das leider nicht überlebte. Umso größer ist nun die Erleichterung über den aktuellen Wurf. „Gerade vor diesem Hintergrund freuen wir uns sehr, dass es Heidi und ihren drei Jungtieren gut geht. Für uns ist das durchaus ein emotionaler Moment und ein wichtiger Erfolg unserer Arbeit“, so Schikora. Die Jungtiere werden in den kommenden Wochen zunächst in den geschützten rückwärtigen Bereichen der Löwenanlage bleiben. Dort haben sie die nötige Ruhe, um sich in den ersten sensiblen Lebenswochen gut zu entwickeln. Das Geschlecht der Jungtiere ist noch nicht bekannt. Erste tierärztliche Untersuchungen sind Ende Februar geplant. Bis dahin beobachtet das Tierpflege-Team die Familie engmaschig, greift aber nur so wenig wie möglich ein. Zoogäste können im Rote Liste Zentrum das Treiben in der Wurfbox auf einem Bildschirm beobachten. Heidi hat Mutterqualitäten bereits bewiesen Löwin Heidi hat mit 14 Jahren bereits ein höheres Alter für Asiatische Löwinnen erreicht. Im Jahr 2023 brachte sie bereits zwei gesunde Welpen zur Welt und zog diese auch im Zoo auf. Die Geschwister „Ravi“ und „Kirana“ sind im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) im vergangenen Jahr nach Schweden und Großbritannien vermittelt worden. Beide haben sich dort gut eingelebt und in die jeweilige Gruppe integriert. Eigener Nachwuchs der Schweriner Sprösslinge kann allerdings noch nicht verkündet werden. Derzeit zieht auch Löwin „Rubi“ ihr Jungtier in Schwerin auf. Die kleine „Manika“ ist inzwischen etwas mehr als ein halbes Jahr alt und tollt schon regelmäßig mit den anderen Löwen auf der Außenanalage herum. Bis alle jungen Löwen sich kennenlernen, wird es aber noch einige Wochen dauern. „Wir freuen uns darauf, das gesamte Rudel dann im Frühjahr zusammenzuführen. Für alle Tiere wird das eine Bereicherung sein.“ Zoo leistet wichtigen Beitrag zum Erhalt einer stark gefährdeten Art Geburten bei den Asiatischen Löwen im Schweriner Zoo bedeuteten auch einen weiteren Erfolg beim Schutz dieser stark gefährdeten Art. Im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) wird versucht, eine gesunde Reservepopulation der Asiatischen Löwen aufzubauen und zu erhalten. Da in der Natur nur noch wenige hundert Tiere innerhalb eines einzigen Gebietes in Indien leben, gilt die Art als besonders anfällig. Naturkatastrophen oder Seuchen könnten die Population schnell schwächen. Der Zoo Schwerin beteiligt sich mit der Zucht und Haltung der Asiatischen Löwen als einer von 43 Zoos europaweit am EEP.
Zoo Augsburg, 22.01.2026
Aus dem Januar-Newsletter
Es sind drei Rosa Pelikane geschlüpft.
Auf Grund des Vogelgrippegeschehens und den Bestimmungen zu Seuchenschutz und -prävention sind im Berichtszeitraum weder Neuzugänge noch Tierabgaben zu vermelden.
Verstorben ist im sehr hohen Alter ein Kurzkopfgleitbeutler. Des Weiteren verstarben ein Korallenfingerlaubfrosch und ein Stachelleguan.
Im Vogelbestand verstarben eine Löffelente, ein Rosa Pelikan, ein Weißstorch und ein Flamingo.
Trotz kalter Temperaturen geht es auf der Himalaya-Baustelle weiter emsig voran. Die ersten Gebäude nehmen Formen an und sind als solche bereits zu erkennen.
Auch der Bau des Besucher-Unterstandes bei den Wasserbüffeln bei der alten Elefantenanlage befindet sich im Endspurt. Neben neuen Einblicken wird es dort bald interessante Informationen rund um Megaherbivoren und ihren Lebensraum geben.
Vom 30.01. bis 01.02. findet ihr uns auch wieder auf der A\FAIR am Stand O-01. Der Zoo Augsburg und sein Freundeskreis sind mit dem seit Langem beliebten Glücksrad vertreten. Spannende Materialien zu den Tieren und Infos zu den vielfältigen Angeboten des Zoos runden den Stand ab
So wie das Jahr geendet ist, beginnt auch das Neue. Es gelten weiterhin die Bestimmungen des Veterinäramtes zum Seuchenschutz. Bisher ist kein weiterer Fall aufgetreten und man hofft, dass dies auch bei der nächsten großen Test-Runde so bleiben wird.
Tierpark Hellabrunn München 21.01.2026
Die Sensation ist perfekt: Große Pandas für den Münchner Tierpark Hellabrunn – zusammen mit dem Freistaat Bayern und der Landeshauptstadt München wird eine zukunftsweisende Tieranlage realisiert
Das gemeinsame Projekt „Großer Panda“ vereint Artenschutz, Tierwohl, globalen Schutz der Biodiversität und internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit – die Eröffnung ist für 2028 geplant. Der Tierpark Hellabrunn startet gemeinsam mit dem Freistaat Bayern und der Landeshauptstadt München ein wegweisendes Neubauprojekt: die Errichtung einer hochmodernen Panda-Anlage für die bedrohte Tierart Großer Panda. Bei der Unterzeichnungszeremonie am heutigen Mittwochvormittag im Hellabrunner Elefantenhaus verkündeten der Bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder, der außerordentliche und bevollmächtigte chinesische Botschafter in Deutschland, S.E. Deng Hongbo, Münchens Bürgermeisterin und Hellabrunns Aufsichtsratsvorsitzende Verena Dietl, Hellabrunns Tierparkdirektor Dr. h.c. Rasem Baban sowie die chinesische Generalsekretärin der China Wildlife Conservation Association, Frau An Lidan den offiziellen Projektstart und unterstrichen die internationale Bedeutung dieses Artenschutzvorhabens. Geplant ist der Neubau einer rund 5.000 Quadratmeter großen Panda-Anlage, die sowohl Innen- als auch Außengehege umfasst. Die Anlage wird über großzügige Bambusflächen, Wasserzonen und Rückzugsbereiche verfügen sowie eine umfangreiche Edukations- und Wissensvermittlung zur Tierart Großer Panda ihres Lebensraumes und dem entsprechenden Artenschutzprojekt integrieren. Die gesamten Baukosten für das Projekt werden vom Freistaat Bayern getragen. Zu den beteiligten Partnern zählen der Tierpark Hellabrunn, der Freistaat Bayern, die Landeshauptstadt München sowie die China Wildlife Conservation Association und das „China Conservation and Research Center for the Giant Panda“ in Chengdu. Der Spatenstich ist für das Jahr 2026 geplant, die Eröffnung der Panda-Anlage ist für Anfang 2028 vorgesehen. Hellabrunn wird für einen Zeitraum von zehn Jahren ein Paar Riesenpandas aus China aufnehmen. Das Zuchtpaar bleibt zunächst für zehn Jahre, wobei die Tiere Eigentum der Volksrepublik China bleiben. Ziel dieses besonderen Artenschutzprojekts ist es, eine langfristige und nachhaltige Zusammenarbeit beim Schutz der Riesenpandas zu erreichen. Ein starkes Signal für „Artenschutz made in München und Bayern“ Der Bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder betonte bei der Bekanntgabe der Pläne: „München wird Panda City! Das ist eine einmalige Attraktion und ein Besuchermagnet: Bayern wird damit der achte Panda-Standort in der EU. Europaweit ist es sogar einmalig, dass es mit Berlin und nun auch München in einem Land zweimal Pandas gibt. Weltweit gibt es nur 19 Zoos mit 51 Pandas außerhalb Chinas. Pandas sind einfach knuffig. Habe mich ab der China-Reise 2024 nach Chengdu und Peking sehr für Pandas in Bayern eingesetzt. Toll, dass es klappt! Damit fördern wir den Artenschutz und den Fortbestand dieser bedrohten Tierart, bekommen einen absoluten Publikumsmagneten und stärken die Partnerschaft zwischen China und Bayern. Kooperation und Partnerschaft sind erfolgreicher als Konfrontation. Wir setzen auf offenen Dialog. Der heutige Tag ist nun der Höhepunkt der bayerisch-chinesischen Diplomatie. Wir ermöglichen als Freistaat die Errichtung einer Panda-Anlage in der Geozone Asien im Tierpark Hellabrunn. Bayern ist heute nicht nur weiß-blau, sondern auch schwarz-weiß.“ Auch seitens der Landeshauptstadt München begeistert man sich für die neue Tierart. Aufsichtsratsvorsitzende und Bürgermeisterin Verena Dietl ergänzte: „Dieses Projekt stärkt die Position Münchens als internationale Metropole der Wissenschaft, Kultur und nachhaltigen Artenschutz. Es verbindet Bildung, ökologische Verantwortung und ein emotionales Naturerlebnis für unsere Bürgerinnen und Bürger sowie zahlreicher Gäste. Für die hervorragende Arbeit unseres Tierparks ist dies eine ganz besondere Auszeichnung. Es freut mich sehr, dass wir gemeinsam mit dem Freistaat Bayern und unseren chinesischen Partnern dieses herausragende Projekt nun auf den Weg bringen können und die umfangreichen Vorarbeiten der vergangenen Monate zum Erfolg geführt haben. Hellabrunns Vorstand und Tierparkdirektor Dr. h.c. Rasem Baban ist begeistert über diese neue und wegweisende Perspektive des Tierparks: „Die neue Tieranlage für den Großen Panda ist ein Meilenstein für Hellabrunn. Sie steht für moderne Tierhaltung, Schutz der Biodiversität, wissenschaftliche Exzellenz und gelebte internationale Zusammenarbeit – ganz im Sinne unseres Masterplans. Unser großer, uneingeschränkter Dank gilt dem Freistaat Bayern und der Landeshauptstadt München für das entgegengebrachte Vertrauen und diese einmalige Chance, damit unseren Platz bei der Umsetzung globaler Artenschutzprojekte nachhaltig zu sichern!“ Die neue Panda-Anlage entsteht im östlichen Bereich des Tierparks und grenzt unmittelbar an die asiatische Dschungelwelt an. Eine Neustrukturierung dieses Zooareals ist bereits seit 2016 im Rahmen der Geozone Asien Teil des Hellabrunner Masterplans. Der bestehende Baumbestand wird in die neue Anlage weitestmöglich integriert, um eine naturnahe Umgebung für die Tiere zu schaffen und den Standort nachhaltig weiterzuentwickeln. Die Anlage wird höchste Standards in moderner Tierhaltung erfüllen, orientiert sich naturnah an den Lebensräumen der Großen Pandas und ist für eine potenzielle Zucht ausgelegt. Die Betreuung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit chinesischen Fachleuten. Das Projekt unterstützt globale Erhaltungsmaßnahmen und vermittelt Wissen zu Biodiversität, Umweltverantwortung und Forschung. Bei der Planung und Realisierung der Tieranlage werden höchste Maßstäbe an eine energieeffiziente Bauweise, nachhaltige Materialien und an ein umfassendes Recyclingkonzept gelegt. Weitere Informationen online Der Münchner Tierpark hat zu diesem Neubauprojekt auf seiner Internetpräsenz eine separate Fragen-und-Antworten-Seite eingerichtet, die Sie unter www.hellabrunn.de/panda aufrufen können.
Zoo Schwerin 20.01.2026
Februar-Wintersafaris im Zoo Schwerin: Noch Restplätze verfügbar
Im Februar bietet sich für alle Natur- und Zoofreunde eine ganz besondere Gelegenheit, den Schweriner Zoo zu erleben. Bei den beliebten Wintersafaris erkunden die Teilnehmenden in kleinen Gruppen das weitläufige Gelände und seine Bewohner nach den Schließzeiten und erhalten exklusive Einblicke. Für die Termine am 13. und 20. Februar sind noch Restplätze verfügbar. Was treiben die Zoo-Bewohner eigentlich nach Betriebsschluss? Wer wird jetzt erst richtig wach, wer zieht sich zurück und wer ist besonders neugierig auf den Spezialbesuch zu später Stunde? All dies und mehr erfahren die Gäste während der rund 1,5-stündigen Tour durch den Zoo – natürlich unter fachkundlicher Begleitung durch Zoomitarbeitende. Zwischen gedämpftem Licht, klarer Winterluft und fast magischer Stille begegnen die Teilnehmenden Tieren, die in der Dunkelheit noch einmal ganz anders wirken. Naturnahe Eindrücke, spannende Hintergrundgeschichten und besondere Momente des Staunens sind garantiert. Die Teilnahme ist als Einzelperson ebenso möglich wie für Familien oder kleine Teams – ideal auch als außergewöhnliches Erlebnisgeschenk für unvergessliche Momente. Preise: Erwachsene: 25 € Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre: 15 € Startzeit: jeweils 16 Uhr am Haupteingang des Zoos. Da die Wintersafaris bewusst exklusiv gestaltet sind, ist die Teilnahme nur nach vorheriger Buchung möglich. Daher bittet der Zoo darum, die Tickets unbedingt im Vorverkauf zu erwerben. Tickets gibt es im Webshop unter https://shop.zoo-schwerin.de/article/402 oder an der Tageskasse. Der Zoo Schwerin freut sich auf staunende Teilnehmende und viele schöne Erlebnisse bei den Wintersafaris.
Naturschutz-Tierpark Görlitz 20.01.2026
Von Antennenwels bis Zebramanguste Naturschutz-Tierpark Görlitz-Zgorzelec zieht Bilanz zur jährlichen Inventur
Mit dem Jahreswechsel hat im Naturschutz-Tierpark Görlitz-Zgorzelec wieder die alljährliche Inventur begonnen. Bei der detaillierten Bestandserhebung wird exakt erfasst, wie viele Tiere welcher Arten und Rassen aktuell im Tierpark leben. Eine besondere Herausforderung stellt die Zählung größerer Tiergruppen wie Sittiche, Aquarienbewohner und Kleinnager dar. Dank langjähriger Erfahrung und bewährter Methoden gelingt es den Tierpflegerinnen und Tierpflegern jedoch, auch hier nahezu jedes Individuum zu erfassen. Wirbellose Tiere sowie der Großteil der Aquarienfische werden als nicht einzeln zählbare Gruppen in der Inventurliste geführt. Der aktuelle Tierbestand umfasst 707 Tiere aus 83 Arten. Damit leben derzeit rund 32 Einzeltiere weniger im Görlitzer Tierpark als im Vorjahr. Diese Entwicklung ist vor allem auf natürliche Bestandschwankungen bei Kleinnagern und Hausgeflügel zurückzuführen. Im Zuge der Vorbereitung auf anstehende Neubauarbeiten an der Nordseite des Tierparks kam es 2025 zudem zu mehreren strukturellen Veränderungen im Tierbestand. So trennte sich der Tierpark von seiner Gruppe Zwergseidenaffen. Die Gelbrustara-Dame Frida wechselte in den Tierpark Zittau, sodass diese Art aktuell nicht mehr zum Görlitzer Bestand zählt. Die Rasse Deutsches Sattelschwein wurde durch das Husumer Protestschwein ersetzt, während die Bronzepute neu in den Bestand aufgenommen wurde. Die Katta-Junggesellengruppe wuchs durch den Zugang von drei weiteren Tieren auf insgesamt acht Individuen an. Ebenfalls zum Bestand zählen bereits die beiden Tibetbären Franz und Mischa, die derzeit noch im Zoo Augsburg leben. Freud und Leid lagen im vergangenen Jahr auch im Tierpark Görlitz oftmals nah beieinander. Besonders deutlich wurde dies bei den Roten Pandas. „Während wir uns im Sommer über die sehr gute Entwicklung der Anfang Juni geborenen Pandazwillinge gefreut haben, mussten wir nur fünf Monate später genau um diese beiden Tiere trauern“, berichtet Tierparkkuratorin Catrin Hammer. Die Tierkörper wurden zur Untersuchung an die Landesuntersuchungsanstalt Dresden übergeben; die vorläufigen Ergebnisse deuten bei mindestens einem Jungtier auf eine Viruserkrankung hin. Erfreuliche Nachrichten gab es hingegen beim Nachwuchs zahlreicher anderer Tierarten. So verzeichnete der Tierpark 2025 erstmals Nachwuchs bei den Steppenfüchsen. Die drei Jungtiere haben inzwischen neue Zuhause gefunden. Bei den Graubrustsittichen wurden insgesamt 18 Jungvögel großgezogen – ein wichtiger Beitrag zum Erhalt dieser bedrohten südamerikanischen Art. Für besondere Aufmerksamkeit sorgten im Herbst die Husumer Protestschweine: Die beiden Sauen Alwa und Hedda brachten gemeinsam 21 Ferkel zur Welt. Erwähnenswerten Nachwuchs gab es darüber hinaus bei Riesenkängurus, Kropfgazellen, Buschschliefern, Krokodilschwanzechsen und den Trampeltieren. Im Gegensatz zu vielen anderen Jungtieren wird Trampeltierfohlen Makalu dauerhaft im Tierpark bleiben. Der Naturschutz-Tierpark Görlitz-Zgorzelec blickt damit auf ein ereignisreiches Jahr zurück und sieht den kommenden Aufgaben und Chancen im Jahr 2026 mit Zuversicht entgegen.
Zoo Heidelberg 20.01.2026
Faschingsferien im Zoo Heidelberg: Zoo-Akademie reagiert auf hohe Nachfrage mit zusätzlichen HalbtagsWorkshops
Sie sind erstmals im Programm der Zoo-Akademie im Zoo Heidelberg und direkt ausgebucht: Die Zoo-Ferien zu Fasching. Aufgrund der großen Nachfrage hat das Team der Zoo-Akademie das Angebot an Workshops in den Faschingsferien erweitert. Junge Teilnehmende entdecken in zusätzlichen Halbtags-Workshops unter anderem beim ganz neuen Format „Dinosaurier: Vom T-Rex bis zum Gänsegeier“ die Spuren von Dinosauriern in der heutigen Tierwelt, gehen im Lernlabor den Geheimnissen der DNA auf den Grund oder stellen eigenen Frischkäse her. Das erweiterte Programm bietet spannende, zum Teil wetterunabhängige und altersgerechte Natur- und Wissenschaftserlebnisse für junge Entdecker. Wenn der Zoo im Winter ruhiger wird, beginnt für junge Entdecker eine besonders spannende Zeit: Tiere lassen sich aufmerksamer beobachten und hinter den Kulissen der Zoo-Akademie wird im Vivarium und den Laboren wetterunabhängig geforscht und ausprobiert. Die ZooFerien zu Fasching stehen in diesem Jahr erstmals auf dem Programm der Zoo-Akademie im Zoo Heidelberg und waren innerhalb kürzester Zeit ausgebucht. „Dass die Nachfrage für das Ferienprogramm so groß ist, freut uns natürlich und bestätigt, dass unsere außerschulischen Bildungsangebote auch und gerade in der Winterzeit wichtig sind“, sagt Axel Schlemann, Leiter der Zoo-Akademie. Die zusätzlichen Halbtags-Workshops finden jeweils vormittags von 10 bis 13 Uhr statt. Die Teilnahme kostet 28 Euro inklusive Zoo-Eintritt. Einige Angebote finden wetterunabhängig im Lernlabor statt, andere belohnen gut eingepackte Forscher mit spannenden Beobachtungen im Freien und machen den Zoo Heidelberg in der kalten Jahreszeit zu einem besonderen Lernort. Unter zoo-akademie.org/freie-plaetze-faschingsferien sind alle Veranstaltungen online buchbar. Wer in den Faschingsferien keinen Platz mehr bekommt, kann sich jetzt noch einen der letzten freien Plätze in den Osterferien sichern. Zusatz-Workshops im Überblick Mo., 16. Februar 2026 | Tierkinder (Schulkinder & Jugendliche) Vom Nesthocker bis zum Tragling – wie unterschiedlich Jungtiere im Tierreich aufwachsen, entdecken Teilnehmende an konkreten Beispielen aus dem Zoo, vom Känguru bis zum Sumatra-Tiger. Mi, 18. Februar 2026 | Tierpfleger für einen Tag (Schulkinder & Jugendliche) Wie sieht der Alltag eines Tierpflegers aus? Teilnehmende schlüpfen in diesem Workshop für einen Tag in die Rolle eines Zootierpflegers. Mi., 18. Februar 2026 | Die Bio-Detektive (10–14 Jahre) Im Lernlabor machen die Teilnehmenden ihre eigene DNA sichtbar und gehen experimentell der Frage nach, was den Bauplan des Lebens ausmacht. Do., 19. Februar 2026 | Milchgeheimnis (ab 7 Jahre) Was steckt in Milch und warum ist sie für Säugetiere so wichtig? Die Teilnehmenden untersuchen Inhaltsstoffe und stellen ihren eigenen Frischkäse her, inklusive Besuch bei den Bauernhoftieren. Do., 19. Februar 2026 | Waffen der Tiere (Schulkinder & Jugendliche) Tarnung, Teamarbeit oder besondere Sinne: Der Workshop beleuchtet, mit welchen Strategien Tiere jagen, täuschen und überleben. Von schießenden Fischen bis zu lautlosen Räubern. Fr., 20. Februar 2026 | Dinosaurier: Vom T-Rex bis zum Gänsegeier (Schulkinder & Jugendliche) Auf Spurensuche im Zoo entdecken die Teilnehmenden, welche Merkmale der Dinosaurier bis heute in der Tierwelt weiterleben.
Zoo Münster 20.01.2026
Traurige Nachricht: Wölfin „Morane“ im Allwetterzoo eingeschläfert
Der vergangene Montag (19.01.2026) war ein trauriger und schwieriger Tag für die Mitarbeiter*innen des Allwetterzoo Münster. Früh am Morgen ist die Wölfin „Morane“ eingeschläfert worden. Die zehnjährige Fähe hatte seit einiger Zeit altersbedingte gesundheitliche Probleme, darunter eine Augenerkrankung, für deren Untersuchung das Tierärzte-Team des Allwetterzoo zusätzlich eine externe Kleintiertierärztin hinzugezogen hatte. Trotz enger tierärztlicher Begleitung stellte sich leider keine Verbesserung des Allgemeinzustandes ein. „Die Entscheidung, ‚Morane‘ einzuschläfern, haben wir nach sorgfältiger Beratung gemeinsam mit den Tierärzten, der Tierpflege und der Kuration getroffen“, sagt Kuratorin Janine Wendels. „Morane“ kam im Jahr 2021 aus dem Tierpark von Sainte-Croix in den Allwetterzoo Münster. Die Anlage teilte sie sich in den vergangenen Jahren mit Wolfsrüde „Gimli“. Er verstarb am 10. November 2025. Die Anlage der Wölfe im Allwetterzoo steht nun vorerst leer.
Tierpark Hellabrunn 20.01.2026
Vortragsreihe im Artenschutzzentrum Hellabrunn: Programm für das erste Halbjahr 2026
Das Artenschutzzentrum im Tierpark Hellabrunn lädt im ersten Halbjahr 2026 zu einer vielseitigen Vortragsreihe rund um Artenschutz, Biodiversität und aktuelle Forschungsprojekte ein. Renommierte Autorinnen und Autoren, Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen sowie Fachreferenten geben spannende Einblicke in ihre Arbeit und beleuchten unterschiedliche Aspekte des Natur- und Artenschutzes. Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist kostenfrei, eine vorherige Anmeldung ist erforderlich. Die Termine im Überblick: Donnerstag, 22. Januar 2026 „Zoos und die Gesellschaft – wie Traditionen und menschliche Werte (und nicht Biologie) die Tierhaltung beeinflussen“ Vortrag von Prof. Dr. Marcus Clauss, Forschungsleiter und Co-Direktor der Klinik für Zootiere, Universität Zürich Beginn: 19:00 Uhr | Einlass: ab 18:30 Uhr Donnerstag, 29. Januar 2026 „Luchs – Schattenwesen und Lichtgestalt“ Buchvorstellung mit Autor und Fotograf Berndt Fischer Beginn: 19:00 Uhr | Einlass ab 18:30 Uhr Dienstag, 24. Februar 2026 „Eine Reise in die Freiheit – Wie funktioniert Artenschutz in einem Wildreservat?“ Vortrag von Hans Helmreich, Autor und Journalist Beginn: 19:00 Uhr | Einlass ab 18:30 Uhr Dienstag, 3. März 2026 „Giraffen, Kattas und Co. – Forschung zum Artenschutz nicht nur im Zoo“ Vortrag von Prof. Dr. Paul W. Dierkes, Studiendekan Biowissenschaften, Goethe-Universität Frankfurt Beginn: 19:00 Uhr | Einlass ab 18:30 Uhr Donnerstag, 16. April 2026 „Bedrohte Pioniere: Wechselkröte und Laubfrosch in München“ Vortrag von Christian Köbele, Landesbund für Vogel- und Naturschutz München (LBV) Beginn: 19:00 Uhr | Einlass ab 18:30 Uhr Dienstag, 19. Mai 2026 „Missverstandene Insekten: Wespe, Hornisse und Co.“* Vortrag von Hans Greßirer, stellvertretender Vorsitzender des BUND Naturschutz e. V., Kreisgruppe München, sowie ehrenamtlicher Hautflüglerberater der Landeshauptstadt München Beginn: 19:00 Uhr | Einlass ab 18:30 Uhr Die Teilnahme an den Vorträgen ist kostenlos. Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich per E-Mail an: artenschutz@hellabrunn.de. Der Einlass zu den Vorträgen erfolgt über den Sondereingang zum Artenschutzzentrum in der Siebenbrunner Straße (kleines Gittertor auf Höhe des Artenschutzzentrums, zwischen den Toren 8 und 9). Die Anreise wird mit dem Bus der Linie 52 bis zur Endstation „Tierpark (Alemannenstr.)“ empfohlen. Bei Anfahrt mit dem PKW steht der Parkplatz P2 zur Verfügung. Der Zugang zum Artenschutzzentrum ist barrierefrei.
Zoo Frankfurt 20.01.2026
Große Freude über kleinen Bonobo
Während sich das Jahr dem Ende neigte, begann im Zoo Frankfurt Neues: Bei den als stark gefährdet eingestuften Bonobos gab es Nachwuchs. Die erfahrene Mutter kümmert sich bestens um ihr Jungtier. Am 7. Dezember kam im Zoo Frankfurt ein männlicher Bonobo zur Welt. Für die in Frankfurt geborene 24-jährige Mutter MIXI ist es das vierte Jungtier. Der Bonobo (Pan paniscus) gehört zu den Arten, die von der Weltnaturschutzunion IUCN als ‚stark gefährdet‘ eingestuft werden und dessen Bestand aktuell abnimmt. Die Menschenaffenart kommt ausschließlich in einem sehr begrenzten Gebiet in der Demokratischen Republik Kongo (DRK) vor. Hauptbedrohungsfaktoren sind der Verlust von Lebensraum sowie die Wilderei. In Zoos sind Bonobos nur selten zu sehen. „Die Geburt eines Bonobo-Jungtieres ist immer ein Erfolg für den Artenschutz. Der Frankfurter Zoo hat in der Zucht und Haltung der Menschenaffenart jahrzehntelange Erfahrung. Die erste Nachzucht in menschlicher Obhut gelang 1962 in Frankfurt am Main. Nicht zuletzt aufgrund ihrer besonderen Sozialstruktur und ihres Kommunikationsverhaltens spielen sie eine besondere Rolle in der Bildungsarbeit des Zoos. Zudem stehen sie beispielhaft für viele Arten, die durch menschliche Einflüsse in ihrem Bestand bedroht sind“, so Dr. Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft. „Unsere MIXI ist eine erfahrene Mutter und zieht ihr Jungtier routiniert auf. Das bietet den anderen Weibchen in der Gruppe die wichtige Gelegenheit, das richtige Verhalten zu beobachten und dabei zu erlernen. Noch klammert sich das Kleine permanent am Bauch seiner Mutter im Fell fest. Wer einen Blick auf den jungen Bonobo erhaschen möchte, muss also genau hinsehen“, erklärt Zoodirektorin Dr. Christina Geiger. Mit dem Zuwachs zählt die Frankfurter Bonobo-Gruppe nun achtzehn Tiere. Gruppen im Freiland können 40 bis 120 Tiere umfassen. Diese s.g. Großgruppen teilen sich in kleinere Untergruppen auf, etwa, um auf Nahrungssuche zu gehen. Diese Sozialstruktur wird als Fission-Fusion-Organisation bezeichnet, übersetzt etwa „Trennen und Zusammenkommen“. Auch im Frankfurter Zoo wird dieses natürliche Verhalten ermöglicht. Die Tiere leben in benachbarten Anlagen in zwei Gruppen, aus denen zeitweise Individuen von einer Gruppe in die andere wechseln. Dies dient der Beschäftigung und der Erfüllung von sozialen Bedürfnissen der Tiere. Mehr zum Thema Wie die Zoologische Gesellschaft Frankfurt die wildlebenden Bonobos schützt Etwa 70 bis 80 Prozent der wildlebenden Bonobos sind in verschiedenen Schutzgebieten der Demokratischen Republik Kongo beheimatet. Die bloße Ausweisung solcher Schutzgebiete reicht jedoch nicht aus, um Wilderei wirksam zu verhindern. Sogenannte „Paper Parks“ – Nationalparks, die nur auf dem Papier existieren – können die Lebensräume der Tiere nicht effektiv schützen. Die Zoologische Gesellschaft Frankfurt (ZGF) arbeitet daher in der Demokratischen Republik Kongo eng mit der kongolesischen Nationalparkbehörde L’Institut Congolais pour la Conservation de la Nature (ICCN) zusammen. ZGF und ICCN leiten den Lomami-Nationalpark, in dem ebenfalls Bonobos nachgewiesen wurden, gemeinsam im sogenannten Co-Management. Sie organisieren u.a. Patrouillen. Diese schützen zum einen den Park, zum anderen erfassen sie systematisch die biologische Vielfalt dort. Darüber hinaus entwickeln ZGF und ICCN gemeinsam mit den Menschen vor Ort nachhaltige Einkommensmöglichkeiten, die nicht auf der Ausbeutung natürlicher Ressourcen beruhen, und setzen sich dafür ein, die lokalen Gemeinden aktiv in die Entwicklung des Nationalparks einzubeziehen. Hinter dem Zoo geht’s weiter – der Naturschutz-Podcast von Zoo und ZGF Folge 32 Bonobos: Findige Versteckspieler im Regenwald – auf der Suche nach unseren nächsten Verwandten Bonobos gehören neben den Schimpansen zu unseren nächsten Verwandten. Den Bonobos im Frankfurter Zoo wurde im Dienst der Wissenschaft wortwörtlich ein Spiegel vorgehalten. Was diese davon hielten, erzählt Naturschutzreferent Marco Dinter in dieser Folge. Welche Strapazen man auf sich nehmen muss, um Bonobos in der Natur zu beobachten, weiß Daniel Rosengren. Der Fotograf der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt hat den Lomami-Nationalpark in der Demokratischen Republik Kongo besucht und die seltenen Tiere tatsächlich vor die Linse bekommen. Zu finden auf den Webseiten von Zoo und ZGF und überall, wo es Podcasts gibt.
Tierpark Nordhorn 20.01.2026
Winterzeit am Vechtehof im Tierpark Nordhorn
Mit der Vechtehoffamilie die alte Zeit erleben und genießen Wenn das Feuer in der alten Kochmaschine prasselt, dann wird es gemütlich in der guten Stube des Vechtehofes. Ziehen dann auch noch köstliche Gerüche durch die Räume, dann wird ein Winterbesuch im Nordhorner Familienzoo zu einem echten Vergnügen. Am Samstag, den 31. Januar und Sonntag, den 01. Februar 2026 ist die Vechtehoffamilie des Groafschupper Plattproater Kring e.V. von 11 bis 17 Uhr mit einem winterlichen Programm zu Gast im historischen Vechtehof. Auf der alten Kochmaschine werden Wurstebrot und Leberbrot nach Hausmacherart gebraten. Eine echte Köstlichkeit, die mit Bauernbrot und hausgemachtem Apfelmus gereicht wird. Außerdem werden wieder Knieperties gebacken, die den Geruch in der guten Stube des Vechtehofs noch vervollständigen und die dort auch gekostet und käuflich erworben werden können. Für die großen Besucher gibt es zudem „Buren Jungens“ zum Aufwärmen. Alle, die Appetit auf etwas Besonderes aus der alten Zeit haben, kommen hier voll auf ihre Kosten.
Tiergarten Kleve 20.01.2026
Endspurt im Crowdfunding für Naddel und Dieter – Noch rund viertausend Euro fehlen im stacheligen Crowdfunding zum Erreichen des Spendenziels
Der Tiergarten Kleve befindet sich im Endspurt seines aktuellen Crowdfunding-Projekts für die neue Stachelschweinanlage. Noch rund 4.000 Euro fehlen, um das gemeinsame Ziel zu erreichen und Naddel und Dieter ein modernes, artgerechtes Zuhause zu ermöglichen. In den vergangenen Wochen hat das Projekt bereits große Unterstützung aus der Region erfahren – nun kommt es auf jede einzelne Spende an. Naddel und Dieter gehören seit Jahren fest zur Tiergarten-Familie. Mit ihrer ruhigen Art und ihrem neugierigen Wesen begeistern sie täglich zahlreiche Besucherinnen und Besucher. Ihre bisherige Anlage entspricht jedoch nicht mehr den heutigen Anforderungen an eine zeitgemäße Tierhaltung. Mit dem geplanten Neubau soll sich das grundlegend ändern: Mehr Platz, neue Rückzugsorte, abwechslungsreiche Strukturen, eine Vergesellschaftung mit den Erdmännchen und eine naturnahe Gestaltung sollen den beiden Stachelschweinen künftig deutlich mehr Lebensqualität bieten. Die neue Anlage ist Teil des langfristigen Masterplans „Tiergarten Kleve 20+“ und wird in das entstehende afrikanische Dorf integriert, welches auf der Stelle der heutigen Minischwein- und Wollschwein- sowie Nymphensittichanlage gebaut wird. „Naddel und Dieter stehen beispielhaft für unseren Anspruch, die Tierhaltung im Tiergarten Kleve stetig weiterzuentwickeln“, erklärt Tiergartenleiter Martin Polotzek. „Die große Resonanz auf das Crowdfunding zeigt, wie sehr den Menschen in der Region ihre Tiere am Herzen liegen. Daher gilt mein besonderer Dank allen, die sich bereits an unserem Crowdfunding beteiligt haben und die uns noch hierbei unterstützen werden. Jetzt hoffen wir, gemeinsam auch die letzten Meter zu schaffen.“ Als Dankeschön für die Unterstützung warten exklusive Erlebnisse, die es ausschließlich im Rahmen des Crowdfundings gibt. Dazu zählen unter anderem eine persönliche Führung durch den Tiergarten mit dem Tiergartenleiter oder ein exklusiver Abend im Tiergarten Kleve nach Zooschluss. Diese besonderen Dankeschöns machen das Projekt nicht nur zu einer Investition in die Zukunft von Naddel und Dieter, sondern auch zu einem unvergesslichen Erlebnis für die Unterstützerinnen und Unterstützer. Der Tiergarten Kleve ruft nun zum gemeinsamen Endspurt auf: Jede Spende – ob groß oder klein – bringt das Projekt einen Schritt näher zum Ziel. Wer Naddel und Dieter unterstützen möchte, kann dies noch bis zum Ende des Crowdfundings auf der Plattform „Viele schaffen mehr“ unter www.viele-schaffen-mehr.de/projekte/stachelschwein tun. Gemeinsam kann es gelingen, den beiden Stachelschweinen schon bald ein neues Zuhause zu schenken.
Tierpark Neumünster 19.01.2026
Wechsel im Vorstand der Tierparkvereinigung Neumünster e.V.
Kay Frommholz, bislang 1. Vorsitzender der Tierparkvereinigung Neumünster e.V. , hat sein Amt aus persönlichen und beruflichen Gründen zum Jahresende 2025 niedergelegt und scheidet aus dem Vorstand aus. Er bleibt aber als Unterstützer und Sponsor dem Tierpark weiterhin verbunden. Der Vorstand der Tierparkvereinigung Neumünster e.V. hat daraufhin, satzungskonform das langjährige Vorstandsmitglied Holger Bajorat interimistisch zum 1. Vorsitzenden ernannt. Holger Bajorat ist seit vielen Jahren im Vorstand der Tierparkvereinigung aktiv und mit den Aufgaben sowie den laufenden Projekten des Vereins bestens vertraut. Durch die interimistische Besetzung ist die kontinuierliche Vereinsarbeit weiterhin sichergestellt. Mit Blick auf die Zusammenarbeit mit der Stadt Neumünster und der Lokalpolitik betont Holger Bajorat: „Ich bin dem Tierpark Neumünster und der Region Neumünster sehr verbunden, daher werde ich das Amt des 1. Vorsitzenden bis zur anstehenden Mitgliederversammlung vorerst begleiten. Der Tierpark Neumünster lebt von einer vertrauensvollen und konstruktiven Zusammenarbeit mit der Stadt Neumünster sowie den politischen Gremien vor Ort. Dieses gute Miteinander ist eine wichtige Grundlage für die positive Entwicklung des Tierparks, und ich freue mich darauf, diesen Dialog auch weiterhin aktiv zu pflegen.“ Im Rahmen der diesjährigen Jahreshauptversammlung der Tierparkvereinigung Neumünster e.V., die am 09. März 2026 stattfinden wird, soll ein neuer 1. Vorsitzender für die Dauer von einem Jahr gewählt werden. Darüber hinaus stehen turnusgemäß die Wahlen des 2. Vorsitzenden, des Schatzmeisters sowie weiterer Mitglieder des erweiterten Vorstandes auf der Tagesordnung. Der Vorstand bedankt sich bei Kay Frommholz für sein Engagement und seine Arbeit während seiner Amtszeit und blickt zuversichtlich auf die anstehenden Wahlen sowie die zukünftige Entwicklung der Tierparkvereinigung Neumünster e.V.
