Zoopresseschau

Tiergarten Kleve 02.01.2026
Süße Weihnachtsüberraschung im Tiergarten Kleve
Nachwuchs bei den Zwergseidenäffchen Eine ganz besondere Weihnachtsfreude erlebte der Tiergarten Kleve am zweiten Weihnachtstag: Am 26. Dezember 2025 kam Nachwuchs bei den Zwergseidenäffchen zur Welt. Das Jungtier entwickelt sich seitdem prächtig und sorgte bei den Tierpflegerinnen und Tierpflegern für eine echte Weihnachtsüberraschung. Die Eltern Luk und Anouk kümmern sich gemeinsam mit den älteren Geschwistern des Jungtiers sehr fürsorglich um den Nachwuchs. Besonders bei Zwergseidenäffchen ist die ausgeprägte Familienstruktur entscheidend für eine erfolgreiche Aufzucht: Vater und Geschwister tragen das Jungtier, während es meist nur zum Säugen zur Mutter kommt. „Geburten gehören immer zu den Highlights im Tiergartenalltag. Dass der Nachwuchs auch noch an Weihnachten zur Welt kam, ist natürlich noch einmal etwas Besonderes“, sagt Tiergartenleiter Martin Polotzek. „Der Nachwuchs ist nicht nur eine große Freude für unser Team und unsere Gäste, sondern auch ein wichtiger Beitrag zum Erhalt dieser faszinierenden Art.“ Zwergseidenäffchen zählen zu den kleinsten Affenarten der Welt und stammen ursprünglich aus den Regenwäldern Brasiliens. Sie leben in Familiengruppen und ernähren sich unter anderem von Baumsäften, die sie mit spezialisierten Zähnen aus der Rinde gewinnen. Aber auch Insekten stehen auf dem Speiseplan der kleinen Primaten. In ihrem natürlichen Lebensraum sind Zwergseidenäffchen zunehmend bedroht und werden von der IUCN Roten Liste als „gefährdet“ eingestuft. Die fortschreitende Zerstörung der Regenwälder, Lebensraumfragmentierung sowie illegaler Tierhandel setzen den Populationen stark zu. Zoologische Einrichtungen wie der Tiergarten Kleve leisten durch verantwortungsvolle Haltung, gezielte Zuchtprogramme und Bildungsarbeit einen wichtigen Beitrag zum Arterhalt und zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit. Wer den jüngsten Tiergartenbewohner live erleben möchte, kann dies täglich von 9 bis 17 Uhr im Tiergarten Kleve tun. Noch bis zum 6. Januar 2026 lädt der Familienzoo am Niederrhein außerdem zur beliebten Weihnachtsferienrallye ein, bei der große und kleine Besucherinnen und Besucher den Tiergarten spielerisch entdecken können. Bei Abgabe des ausgefüllten Rallyebogens an der Kasse wartet eine kleine Überraschung. Ein besonderes Highlight erwartet die Gäste Ende Januar: Erstmals lädt der Tiergarten Kleve in Kooperation mit der Schlosskellerei Peters zum exklusiven tierischen Glühweintasting ein. Außerhalb der regulären Öffnungszeiten erwartet die Gäste am 23. und 30. Januar 2026 nicht nur eine spannende Führung, sondern auch passende Heißgetränke zu den einzelnen Tierarten sowie viel Wissenswertes rund um Glühwein und Co. Zur Premiere am 23. Januar 2026 übernimmt Tiergartenleiter Martin Polotzek die Führung persönlich und erzählt Spannendes über die tierischen Bewohner des Parks und darüber, was Tiere und Glühwein gemeinsam haben. Die limitierten Tickets für beide Termine sind ausschließlich im Vorverkauf über den Onlineshop des Tiergarten Kleve sowie an der Tiergartenkasse erhältlich. Weitere Informationen unter www.tiergarten-kleve.de

Alpenzoo Innsbruck 02.01.2026
Hoffnungsvoll ins neue Jahr: Bartgeier-Ei im Alpenzoo
Eine erfreuliche Nachricht zum Jahresende aus dem Alpenzoo: Am vergangenen Sonntagabend hat die Bartgeierdame Juliet ein Ei gelegt. Damit beginnt eine besonders spannende und hoffnungsvolle Zeit für das Bartgeierpaar Romeo und Juliet sowie für das gesamte Zoo-Team. In den kommenden rund 55 Tagen wird das Ei intensiv bebrütet. Dabei wechseln sich die beiden Bartgeier bei der Brut fürsorglich ab – ein beeindruckendes Zusammenspiel, das die enge Bindung des Paares zeigt. Nachdem die Brut im vergangenen Jahr leider nicht erfolgreich war, ist die Hoffnung nun umso größer, dass im Jahr 2026 wieder ein Bartgeierküken im Alpenzoo schlüpfen wird.
Bartgeier zählen zu den seltensten Greifvögeln Europas und stehen exemplarisch für erfolgreiche Artenschutzprogramme. Jede Brut ist daher von großer Bedeutung – sowohl für den Alpenzoo als auch für den internationalen Erhalt dieser majestätischen Vögel. Nun heißt es: Daumen drücken und gespannt bleiben. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Alpenzoos verfolgen die Entwicklung mit großer Sorgfalt und Zuversicht und hoffen gemeinsam mit den Besucherinnen und Besuchern auf erneuten Nachwuchs im Bartgeiergehege.

Tiergarten Nürnberg 30.12.2025
Löwen-Nachwuchs im Tiergarten – Raubtierhaus bleibt geschlossen
Im Tiergarten der Stadt Nürnberg gibt es Nachwuchs bei den Asiatischen Löwen (Panthera leo persica). Löwin Aarany hat am vergangenen Freitag, 26. Dezember 2025, sechs Jungtiere zur Welt gebracht. Eines ist kurz nach der Geburt gestorben. Um die anderen fünf kümmert sich Aarany sehr intensiv und fürsorglich, sie hat sie von Beginn an gesäugt. Für Besucherinnen und Besucher werden die Löwenjungtiere frühestens in mehreren Wochen zu sehen sein. Da Löwen, wie die meisten Raubtiere, in der frühen Aufzuchtphase sehr störanfällig sind, bleibt das Raubtierhaus bis auf Weiteres geschlossen. Auch die Tierpflegerinnen und Tierpfleger werden sich Aarany und ihrem Nachwuchs in nächster Zeit nicht nähern. „Aarany soll ihre Jungen möglichst ungestört großziehen. Kontakt mit den Pflegerinnen und Pflegern könnte sie irritieren. Wir behalten sie aber über eine Kamera im Blick“, sagt Zootierarzt und Kurator Dr. Hermann Will. Löwenkater Kiron ist bei ihr. „Bereits während der letzten Aufzucht vor zwei Jahren haben wir festgestellt, dass Aarany in Kirons Anwesenheit ruhiger und entspannter ist, und uns deshalb bewusst entschieden, die beiden zusammenzulassen“, so Dr. Hermann Will. Kiron war bei der Geburt dabei und liegt auch jetzt viel bei seiner Familie. Löwin Aarany wurde am 4. Mai 2016 im Zoo Aalborg in Dänemark geboren und kam 2018 in den Tiergarten. Kater Kiron kam am 14. April 2018 im Zoo Frankfurt zur Welt und zog 2022 nach Nürnberg. Die beiden hatten 2023 bereits zwei Jungtiere erfolgreich großgezogen – Indica und Jadoo. Die beiden leben inzwischen in anderen Zoos. Indica zog im Mai dieses Jahres in den polnischen Zoo Łódź, Jadoo wechselte im Oktober in den Zoo Zürich. Stark gefährdete Art Die Weltnaturschutzunion IUCN (International Union for Conservation of Nature and Natural Resources) stuft Asiatische Löwen als „stark gefährdet“ ein. Derzeit gibt es nur eine einzige Population im GirNationalpark in Indien und den angrenzenden Gebieten, in der nach Schätzungen von 2017 etwa 630 Tiere leben. Der Bestand ist relativ stabil, kann aber weder wachsen noch sein Areal vergrößern, da die Kapazitätsgrenze des Nationalparks erreicht ist. Aufgrund des sehr begrenzten Verbreitungsgebiets können unvorhersehbare Ereignisse wie Krankheiten oder Waldbrände die gesamte Population bedrohen. Reservepopulationen in Zoos spielen in diesem Zusammenhang eine entscheidende Rolle. Die Zucht und Haltung von momentan rund 130 Asiatischen Löwen in insgesamt 41 Zoos des Europäischen Zooverbands EAZA (European Association of Zoos and Aquaria) wird auf wissenschaftlicher Basis in einem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EAZA Ex-situ Programme, kurz EEP) koordiniert. Ziel ist es, eine möglichst große genetische Vielfalt innerhalb der Population zu erhalten.

Tiergarten Kleve 29.12.2025
Gemeinsam für Naddel und Dieter
4.000 Euro beim Crowdfunding für neue Stachelschweinanlage bereits gesammelt; weitere Spenden werden benötigt; exklusive Dankeschöns wie eine Führung mit Tiergartenleiter oder einen exklusiven Abend im Tiergarten sichern Die Unterstützung für den Tiergarten Kleve ist groß: Im laufenden Crowdfunding für den Bau einer neuen, naturnahen Stachelschweinanlage für Naddel und Dieter sind bereits rund 4.000 Euro zusammengekommen. Der Tiergarten Kleve bedankt sich herzlich bei allen Spenderinnen und Spendern, die dieses Projekt bereits möglich gemacht haben. Bis zum Erreichen des Spendenziels fehlen nun noch 6.000 Euro. Mit dem Crowdfunding soll eine moderne Anlage entstehen, die den Bedürfnissen der beiden Stachelschweine noch besser gerecht wird. Geplant sind unter anderem mehr Platz, strukturreiche Bereiche, zusätzliche Rückzugsmöglichkeiten sowie neue Beschäftigungsangebote und eine Vergesellschaftung mit den Erdmännchen. So soll im nördlichen Tiergarten auf der Fläche der heutigen Minischweinanlage ein afrikanisches Dorf entstehen, welches nicht nur Naddel und Dieter, sondern auch den Erdmännchen und an anderen Stellen Rüsselspringer und Spaltenschildkröte sowie neuen, spannenden Tierarten ein neues Zuhause bieten soll. Damit investiert der Tiergarten Kleve gezielt in das Tierwohl und die nachhaltige Weiterentwicklung seiner Anlagen. „Dass wir bereits 4.000 Euro gesammelt haben, ist ein starkes Signal und eine tolle Motivation für unser gesamtes Team“, sagt Tiergartenleiter Martin Polotzek. „Crowdfunding und Spenden spielen für uns eine enorm wichtige Rolle. Viele Projekte wie die neue Stachelschweinanlage oder die in diesem Jahr eröffnete Welt der Trampeltiere wären ohne die wertvolle finanzielle Unterstützung durch Spenden nicht möglich gewesen. Daher danke ich herzlichst allen, die uns durch Spenden, das Crowdfunding oder eine Mitgliedschaft in unserem Förderverein unterstützen.“ Gerade für einen gemeinnützigen Tiergarten sind zusätzliche finanzielle Mittel entscheidend, um neue Anlagen zu bauen, bestehende Gehege weiterzuentwickeln und innovative Ideen umzusetzen. Crowdfunding ermöglicht es dabei, Projekte transparent umzusetzen und die Öffentlichkeit aktiv an der Weiterentwicklung des Tiergartens zu beteiligen. Ein zentraler Bestandteil des aktuellen Projekts sind die exklusiven Dankeschöns, die Unterstützerinnen und Unterstützer im Gegenzug für ihre Spende erhalten können. Wer sich beteiligt, tut nicht nur Gutes, sondern kann sich zugleich besondere Erlebnisse sichern, die es so nur im Rahmen des Crowdfundings gibt. Dazu zählen eine exklusive Führung durch den Tiergarten mit Tiergartenleiter Martin Polotzek, ein persönliches Rendezvous mit Naddel und Dieter, bei dem man die beiden Stachelschweine aus nächster Nähe kennenlernen kann, sowie ein exklusiver Abend im Tiergarten außerhalb der regulären Öffnungszeiten. „Mit diesen Dankeschöns möchten wir unseren Unterstützerinnen und Unterstützern etwas ganz Besonderes zurückgeben“, erklärt Polotzek. „Sie ermöglichen einzigartige Einblicke hinter die Kulissen und schaffen Erinnerungen, die weit über einen normalen Tiergartenbesuch hinausgehen.“ Alle Informationen zum Crowdfunding, zum geplanten Bau der neuen Stachelschweinanlage sowie zu den verfügbaren Dankeschöns sind online abrufbar unter: https://www.viele-schaffen-mehr.de/projekte/stachelschwein Der Tiergarten Kleve hofft, gemeinsam mit vielen weiteren Unterstützerinnen und Unterstützern auch die noch fehlenden 6.000 Euro zu sammeln – für Naddel, Dieter und eine zukunftsfähige, tiergerechte Stachelschweinanlage.

Zoo Heidelberg 29.12.2025
Zwischen Tannen und Tigern Tannenbäume als Winter-Enrichment und erste Einblicke ins Raubtierhaus im Zoo Heidelberg
Zwischen den Jahren lohnt sich ein winterlicher Ausflug in den Zoo Heidelberg besonders: In vielen Gehegen sorgen frisch aufgestellte Tannenbäume für Abwechslung und mit etwas Glück können Besucher im Raubtierhaus erstmals die beiden Tigerjungtiere beobachten. Das Zoo-Team bittet dabei ausdrücklich um Rücksichtnahme, damit das Haus weiterhin geöffnet bleiben kann. Bei den Zwergottern herrscht reges Treiben: Eine Tanne liegt mitten auf der Anlage. Die Tiere huschen durch die Tannennadeln, zerren an den Ästen und toben um den Baum herum. Auch bei den Trampeltieren überwindet der diesjährige Nachwuchs nach kurzem Zögern seine Skepsis gegenüber dem unbekannten Objekt, das im Gehege hängt und die Asiatischen Elefanten lassen sich beim winterlichen Snack nicht lange bitten. Solche besonderen Beobachtungen machen den Zoobesuch zum Jahreswechsel für viele Besucher zu einem echten Erlebnis. Aus tierhalterischer Sicht sind die gespendeten Tannenbäume weit mehr als Dekoration. Sie dienen als Beschäftigungsmaterial und bringen interessante Reize in den Alltag der Tiere. „Die Bäume bringen neue Gerüche und Strukturen ins Gehege. Einige Tiere nutzen sie zum Spielen, andere knabbern daran – beides ist wertvolle Beschäftigung“, erklärt Zoo-Inspektor Jörg Kubacki. Seit vielen Jahren arbeitet der Zoo Heidelberg mit festen Partnern aus der Region zusammen, die unverkaufte Weihnachtsbäume spenden. „Von Privatpersonen nehmen wir keine Bäume an“, betont Kubacki. „Wir haben hohe Qualitätsansprüche für das Futter und Beschäftigungsmaterial für unsere Tiere. Die Bäume müssen beispielsweise naturbelassen und unbehandelt sein. Das können wir bei privaten Spenden leider nicht sicherstellen. Außerdem kann Weihnachtsbaumschmuck wie Lametta oder Kunstschnee Rückstände hinterlassen, die nicht in Tiermägen gehören.“ Eine weitere Neuigkeit, auf die viele Zoo-Freunde schon gewartet haben: Das Raubtierhaus ist aktuell wieder geöffnet. Besucher dürfen auf einen ersten Blick auf die Tigerjungtiere hoffen und können diese beim Tapsen durch die Innenanlage beobachten, denn die kleinen Tiger werden mobiler und erkunden im kleinen Radius nah bei der Mutter schon ihre Umgebung. Doch das Wohl der Tiere hat Vorrang. „Wir beobachten sehr genau, wie die Tiere auf den Besucherverkehr reagieren“, erklärt Manuel Stumpf, stellvertretender Leiter des Raubtierreviers. „Sollte es zu unruhig werden, schließen wir das Haus wieder. Unsere erfahrene Tigermutter zeigt sich aber momentan entspannt. Sie kann sich zudem jederzeit mit ihrem Nachwuchs in den geschützten Wurfboxbereich zurückziehen.“ Eine Garantie gibt es also nicht, doch genau das macht den Zoobesuch zwischen den Jahren besonders spannend: Mit etwas Geduld erleben Besucher tierische Momente, die es so nur jetzt gibt.

Zoo Münster 29.12.2025
Allwetterzoo Münster senkt Eintrittspreise und führt Familientagestickets dauerhaft ein
Der Allwetterzoo Münster startet mit gleich mehreren guten Nachrichten ins Jahr 2026: Die Eintrittspreise werden gesenkt, das zuletzt getestete Preissystem wieder abgeschafft – und die beliebten vergünstigten Familientagestickets werden dauerhaft eingeführt. Die Familientagestickets hatte der Zoo im vergangenen Herbst erstmals probeweise während der Herbstferien angeboten. „Die Resonanz war durchweg positiv. Die Familientagestickets sind sehr gut angenommen worden, deshalb haben wir uns entschieden, sie dauerhaft anzubieten“, sagt Zoodirektorin Dr. Simone Schehka. Deutlich sparen mit den neuen Familientagestickets Im Vergleich zu den bisherigen Tageskassenpreisen sparen Familien mit den neuen Tickets spürbar: Ein Erwachsener und ein Kind zahlten bislang an der Tageskasse zusammen 45,80 Euro (27,90 Euro für Erwachsene, 17,90 Euro für Kinder). Das neue kleine Familientagesticket kostet künftig 37,40 Euro – eine Ersparnis von rund 18 Prozent. Auch beim großen Familientagesticket (zwei Erwachsene und ein Kind) liegt die Ersparnis bei etwa 18 Prozent: Statt bisher 73,70 Euro an der Tageskasse zahlen Familien nun 60,40 Euro. Jedes weitere Kind kann für 13,50 Euro hinzugebucht werden. Eintrittspreise insgesamt gesenkt – dynamisches Preissystem abgeschafft Zusätzlich senkt der Allwetterzoo die allgemeinen Eintrittspreise. Hintergrund ist die Abschaffung des im April 2025 eingeführten dynamischen Preissystems. „Wir haben festgestellt, dass der Großteil unserer Besucherinnen und Besucher die Tickets erst am Tag des Zoobesuchs kauft – online oder direkt an der Kasse“, erklärt Schehka. „Deshalb haben wir uns entschieden, das dynamische Preissystem wieder abzuschaffen und die Preise für Onlinekäufe unabhängig vom Besuchstag insgesamt zu senken.“ Erwachsene zahlen künftig im Onlineshop 23,90 Euro (an der Tageskasse 27,90 Euro), Kinder (3–14 Jahre) 15,90 Euro (an der Tageskasse 17,90 Euro). Jeder Besuch trägt einen Teil zum globalen Artenschutz bei In allen Eintrittspreisen ist ein fester Beitrag für den Artenschutz enthalten. Der Allwetterzoo finanziert damit zum einen eigene Artenschutzprojekte, zum anderen unterstützt er weltweit tätige Organisationen, die sich für den Erhalt bedrohter Tierarten einsetzen. Jeder Besuch des Allwetterzoos trägt damit zum lokalen und globalen Artenschutz bei. Jährlich fließen rund eine halbe Millionen Euro in ausgewählte Projekte. Tierischer Nachwuchs als besonderes Besuchserlebnis Ein Zoobesuch lohnt sich aktuell auch aus ganz besonderen Gründen: In der tropischen Meranti-Halle tummeln sich seit dem 26. November vier Riesenotter-Jungtiere. Mit ein bisschen Glück kann man ihre Eltern Amérie und Lobo bei den ersten Ausflügen mit den vier Kleinen im Wasser beobachten – ein echtes Highlight für große und kleine Zoogäste. Auch bei den Persischen Leoparden gibt es Grund zur Freude: Am 3. Juli wurde das Leopardenweibchen Shirin geboren. Mittlerweile ist die Kleine viel im Gehege unterwegs und hält ihre Mutter Nahla ordentlich. Mit günstigeren Preisen, attraktiven Familientickets und tierischem Nachwuchs bietet der Allwetterzoo Münster beste Voraussetzungen für einen erlebnisreichen Zoobesuch im neuen Jahr.

Tiergarten Schönbrunn 29.12.2025
Diese Mengen wurden im Tiergarten Schönbrunn 2025 verputzt
Das Jahr neigt sich dem Ende zu und überall wird Bilanz gezogen – auch in der Futtermeisterei des Tiergarten Schönbrunn. Denn was im Wiener Zoo pro Jahr verfüttert wird, ist eine beachtliche Menge. „Heu stellt bei uns stets den größten Posten dar. Im heurigen Jahr waren es mit rund 300 Tonnen sogar etwas mehr als sonst. Grund dafür sind neu eingezogene Tierarten wie Wildesel und Goldtakine sowie der Appetit des viereinhalb Tonnen schweren Elefantenbullen“, erklärt Futtermeister Ing. Michael Kober. Wo immer es möglich ist, setzt der Tiergarten auf regionale Futtermittel. Etwa ein Drittel des Heus stammt aus dem Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel. Die rund 160 Tonnen Grünfutter kommen von den selbst bewirtschafteten Wiesen im Gütenbachtal, die 1.500 Schüttraummeter Futteräste aus dem Wienerwald. Da seit dem Frühjahr wieder ein Panda-Paar im Tiergarten lebt, wurde 2025 eine große Menge an Bambus verschiedenster Arten benötigt. Fast 30 Kilogramm Bambus frisst ein erwachsener Panda pro Tag. Die zooeigene Bambusplantage im Burgenland deckt mittlerweile 60 Prozent des Bedarfs ab – sogar Bambussprossen können dort geerntet werden. Der Bedarf an Salzwasserfischen ist heuer unter anderem aufgrund des Zuchterfolgs bei allen drei Pinguinarten gestiegen. Von den insgesamt knapp 10 Tonnen Süßwasserfischen stammen zwei Tonnen aus dem Teich im Schlosspark von Laxenburg, der seit über 60 Jahren vom Tiergarten gepachtet wird. Die besonders großen und fettreichen Karpfen dienen vor allem dem Eisbären nicht nur als Futter, sondern auch als Beschäftigung. An Leoparden, Löwen & Co. wurden rund 27 Tonnen Fleisch – von Rind über Huhn bis Maus – verfüttert. Auch der Bedarf an Obst und Gemüse ist mit 170 Tonnen enorm. Die Liste der Futtermittel ist so vielfältig wie die Schönbrunner Tierwelt: Sämereien, Milchprodukte, Eukalyptus, Eier, Insekten und vieles mehr wird benötigt. Die monatlichen Futterkosten belaufen sich auf rund 85.000 Euro. Viele der Futtermittel stammen aus regionaler und nachhaltiger Erzeugung. „Das Beschaffen, Lagern und Verteilen von Futter in bester Qualität ist die Hauptaufgabe unserer Futtermeisterei. Hochwertiges Futter ist die Grundlage für gesunde Tiere und war deshalb auch ein zentraler Punkt bei der Zertifizierung durch die Tierschutzorganisation Global Humane“, so Dr. Folko Balfanz, Betriebsleiter und stellvertretender Tiergartendirektor. Wer über die beachtlichen Mengen staunt, kann den Tiergarten unterstützen und auf www.zoovienna.at/futterhelden bereits ab einer Spende von 5 Euro zur Futterheldin oder zum Futterhelden werden.

Zoologisch-Botanischer Garten Wilhelma Stuttgart 29.12.2025
Jungtier bei der kleinsten Affenart der Welt in der Wilhelma
Der Däumling im Amazonienhaus Im Zoologisch-Botanischen Garten gibt es wieder Nachwuchs bei den Affen – allerdings weder bei den Westlichen Flachlandgorillas noch bei den Bonobos, sondern bei den kleinsten Affen der Welt: Den Zwergseidenäffchen. Das Jungtier, dessen Geschlecht noch unbekannt ist, kam am 11. Dezember 2025 zur Welt. Wie bei Zwergseidenäffchen üblich, wird es in der Regel auf dem Rücken des Vaters und der größeren Geschwister umhergetragen. Zum Säugen wird es zur Mutter gebracht. Bei Zwergseidenäffchen handelt es sich um die kleinsten echten Affen der Welt. Von Kopf bis Fuß messen die ausgewachsenen Tiere gerade einmal 15 Zentimeter. Hinzu kommt der noch deutlich längere Schwanz. Ihre Jungtiere sind bei der Geburt nicht viel größer als ein menschlicher Daumen. Die Besucherinnen und Besucher der Wilhelma finden die possierlich anmutenden Krallenaffen im Amazonienhaus. Eine „Männergruppe“ von drei Tieren kann in dem rund 1.100 m² großen Tropenhaus, dessen Bepflanzung dem Floresta Nacional do Tapajós in Brasilien originalgetreu nachempfunden ist, vollkommen frei herumklettern. Der nun 13-köpfigen Familiengruppe, in der sich auch das Jungtier befindet, steht neben ihrer Innenanlage hinter den Kulissen noch eine verglaste Futterstation direkt am Weg zur Verfügung, von wo aus die Tiere aus nächster Nähe beobachtet werden können. Dank eines Klettertunnels hat die Familiengruppe die Möglichkeit, sich zwischen beiden Bereichen hin- und her zu bewegen. Zwergseidenäffchen ernähren sich in der Natur vor allem von Baumsäften. An diese gelangen sie, indem sie mit ihren spitzen Zähnchen die Baumrinde anritzen und die austretende Flüssigkeit ablecken. Ute Schestag, Revierleiterin im Amazonienhaus, erklärt: „Wir füttern unsere Zwergseidenäffchen daher vor allem mit Gummi arabicum, das aus dem Saft bestimmter Akazienarten gewonnen wird. Damit bestreichen wir Holz- und Rindenstücke, sodass die Tiere bei der Nahrungsaufnahme noch zusätzlich beschäftigt werden. Außerdem erhalten sie von uns tierische Nahrung in Form von Insekten sowie in kleinen Mengen auch Obst.“ Das natürliche Verbreitungsgebiet der kleinsten echten Affen der Welt umfasst das westliche Amazonasbecken in Südamerika. Laut Weltnaturschutzunion gilt die Art aufgrund von Lebensraumzerstörung als gefährdet. Europaweit werden Zwergseidenäffchen in mehr als 90 Zoos gehalten, was eine stabile Reservepopulation gewährleistet.

Tierpark Nordhorn 28.12.2025
2.500 Besucher lassen beim „Schoosollenbacken“ das Tierparkjahr ausklingen
Mit dem traditionellen „Schoosollenbacken“ ließen der Förderverein, die Tierparkmitarbeiter, sowie Nachbarn und Freunde gemeinsam mit fast 2.500 Gästen das Tierparkjahr ausklingen. „Zwischen den Jahren trifft man sich beim Schoosollenbacken mit Freunden und Nachbarn. Diese regionale Tradition pflegen wir hier im Nordhorner Familienzoo ganz bewusst“, so Zoodirektor Dr. Nils Kramer. Bereits seit 1995 hat das Schoosollenbacken einen festen Platz im Veranstaltungskalender des Tierparks. Rund um das knisternde Feuer wird dabei gemeinsam das Jahr verabschiedet. „Trotz des winterlichen Wetters konnten wir alle gebackenen Schoosollen zugunsten des Fördervereins verkaufen“, freuten sich die zahlreichen Helferinnen und Helfer. Die teils bis zu 200 Jahre alten Backeisen, viele davon mit kunstvoll gestalteten Familienwappen versehen, wurden mit dem duftenden Teig in die beiden Öfen gehalten, bevor die frisch gebackenen Schoosollen an die Besucher ausgegeben wurden. Zahlreiche Familien verfolgten das Geschehen rund um die Öfen und blickten erwartungsvoll in die glühende Feuerstelle. Glühwein, Eierpunsch, Waffeln und Bratwurst vom Bunten Bentheimer Schwein rundeten das traditionelle Fest ab und sorgten für einen stimmungsvollen Jahresabschluss. Auch die Musik ist fester Bestandteil beim Schoosollenbacken. So musizierten in diesem Jahr erstmals Hermann Brüning und Georg Olthuis auf der Veranstaltungswiese. Mit ihren Musikstücken sorgten sie bei Jung und Alt für gute Unterhaltung. Am späten Nachmittag kamen dann an die 30 Bläser aus 8 verschiedenen Grafschafter Posaunenchören. Die Bläser komplettierten eine gemütliche und tolle Veranstaltung zwischen den Jahren, bei der alle Besucher zufrieden gegen 20 Uhr den Zoo verließen. Das Rezept für Schoosollen bleibt übrigens ein gut gehütetes Familiengeheimnis, das von Generation zu Generation weitergegeben wird.
Der Teig bekommt erst seine Festigkeit, wenn er eine Nacht geruht hat. Eines der bewährten Rezepte ist: 4,5 kg Weizenmehl 2 kg Zucker 750 g Butter 4 Eier 2 Liter Wasser 3 EL Öl Nach Geschmack Vanillezucker, Anis, Zimt

Tierpark Riesa 24.12.2025
Artenschutz im Jubiläumsjahr – Erneut werden Steinkäuze aus dem Tierpark Riesa ausgewildert
Wie auch in den vergangenen Jahren haben sich im 60. Jubiläumsjahr die Eulen als Logotier des Tierparks – genauer gesagt die Steinkäuze – erfolgreich vermehrt. Bereits am 2. Mai des Jahres erblickten vier Jungvögel im Nistkasten unter Obhut der zuchterprobten Elterntiere das Licht der Welt. Da es im letzten Zuchtjahr nach dem Zeitpunkt des Beringens ein Problem mit der weiteren natürlichen Aufzucht gab, wurden die Jungvögel in diesem Jahr nach Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde mit offenen Ringen gekennzeichnet. Bereits zu diesem Zeitpunkt war klar, dass der Riesaer Steinkauz-Nachwuchs die gesetzlich vorgeschriebenen Ringe zur individuellen Kennzeichnung nicht lange behalten würde. Wie bereits in den Vorjahren sollen die sächsischen Eulen nämlich erneut zur Wiederansiedlung der Art im ostfriesischen Aurich beitragen. Dort trägt die zukünftige Steinkauz-Wildpopulation ohnehin einen anderen „Fußschmuck“, wie Projektleiter Matthias Bergmann bei der Übergabe der Vögel bestätigte: „Die Steinkäuze werden in unseren Auswilderungsvolieren verpaart und im Folgejahr, nachdem alle Tiere mit Ringen der zuständigen Vogelwarte Helgoland versehen wurden, mit dem eigenen Nachwuchs als Familienverband ausgewildert.“ Dies geschieht mit bereits spürbaren Erfolgen, denn bereits im Jahr 2024 konnten – nur zwei Jahre nach dem Start des Projekts – die ersten erfolgreichen Wildbruten verzeichnet werden. Dieser Erfolg ist das Ergebnis unermüdlichen Engagements im Naturschutz vor Ort unter der Schirmherrschaft der Jägerschaft Aurich. Wie bereits im Vorjahr wurden die Riesaer Steinkäuze gemeinsam mit Nachzuchtvögeln aus dem Tierpark Hirschfeld in die friesische Region in Niedersachsen an der Nordseeküste gebracht. Um die erfolgreiche Aufzucht der Art zu ermöglichen, werden in Aurich die Auswilderungsvolieren und mittlerweile auch in Riesa die Zuchtvoliere mithilfe eines Stromzauns vor nächtlichen Angriffen durch Prädatoren geschützt. Während es in Sachsen vor allem der Waschbär ist, der den Vögeln an den Kragen – oder genauer gesagt an den Ständer – will, sind es in Ostfriesland besonders Marder, die die ausgewilderten Steinkäuze erbeuten. Speziell für solche Auswilderungsprojekte wurde ein Nistkastensystem mit sogenannten Mondpendelröhren entwickelt, das Schutz vor Prädation durch Kleinraubtiere bietet. Des Weiteren gilt als Erfolgsgarant der ganzheitliche Ansatz in diesem Artenschutzprojekt, die Expertise der Jäger in Fragen des Populationsmanagements sowie die avikulturellen Kompetenzen von Falknern und zoologischen Einrichtungen wie dem Tierpark Riesa zu bündeln, sodass künftig wieder Steinkäuze in den Streuobstwiesen rund um Aurich umherfliegen können. Als Besonderheit des ostfriesischen Projektes ist noch zu erwähnen, dass alle Flächen, auf denen die Auswilderung vorbereitet und durchgeführt wird, in Privatbesitz sind. Somit können Naturschutzmaßnahmen schnell und unkompliziert umgesetzt werden. Die mit alten Obstbaumsorten bepflanzten Auswilderungsflächen werden mit Ostfriesischen Milchschafen beweidet, wodurch gleichermaßen Kulturgut bewahrt und optimale Lebensraumbedingungen für zukünftige Steinkauz-Generationen geschaffen werden.

Naturschutz-Tierpark Görlitz 23.12.2025
Patenschaft statt Böllernacht Görlitzer Tierpark bittet zum Jahreswechsel um Rücksicht auf Haus- und Wildtiere
Während viele Menschen den Jahreswechsel fröhlich feiern, bedeutet Silvester für die meisten Haus- und Wildtiere eine wahre Horror-Nacht. Laute Böller, zischende Raketen und grelle Lichtblitze versetzen sie in Angst und Schrecken. Die Folgen reichen von panikbedingten Fluchtversuchen mit schweren Verletzungen bis hin zum Tod sowie langfristigen psychischen Belastungen wie Angststörungen. Im Naturschutz-Tierpark Görlitz-Zgorzelec sind vorrangig nervöse Fluchttiere wie die hoch bedrohten Vietnam-Sikahirsche, Kropfgazellen und Riesenkängurus sowie zahlreiche Vogelarten gefährdet. Um dem tierischen Silvester-Stress bestmöglich vorzubeugen, wird unter anderem mit den Kängurus bereits Wochen vorher trainiert, nachts in den Stall zu gehen und sich an über Lautsprecher abgespielte Knallgeräusche zu gewöhnen. Zusätzlich werden die Scheiben blickdicht abgehängt, um die Tiere vor auftretenden Lichtblitzen zu schützen. In der Silvesternacht selbst sind Tierparkdirektor Dr. Sven Hammer und Mitarbeitende vor Ort, um regelmäßig nach den Tieren zu sehen. Am Neujahrsmorgen werden zudem häufig große Mengen an Feuerwerksresten aus den Gehegen gesammelt. Gelangen diese Fremdkörper in den Verdauungstrakt der Tiere, kann dies lebensbedrohliche Folgen haben. „Wir wünschen natürlich allen Menschen einen stimmungsvollen Jahreswechsel“, sagt Tierparkdirektor Dr. Sven Hammer. „Doch so schwer es für manche klingen mag: Ein kompletter Verzicht auf Pyrotechnik wäre für unsere Tierparktiere sowie für viele Wild- und Haustiere und unsere Umwelt ein großer Gewinn.“ Als positiven Neujahrsvorsatz schlägt der Tierpark vor, das Geld statt für Feuerwerkskörper lieber in eine Tierpatenschaft zu investieren. Einige Bewohner des Tierparks – etwa die possierlichen Buschschliefer, die gerade Nachwuchs haben und in der Artenschutzvolliere zu sehen sind – haben bislang noch keine Paten. Eine schöne Alternative sind auch die Naturschutzpatenschaften. Weitere Informationen zu den Patenschaften im Tierpark gibt es unter https://zoo-goerlitz.tivents.app/

Zoologisch-Botanischer Garten Wilhelma Stuttgart 22.12.2025
Erneut Koala-Nachwuchs im Zoologisch-Botanischen Garten Stuttgart
Ein Koala-Jungtier zum Weihnachtsfest Nicht nur der Weihnachtsmann ist in diesen Tagen mit einem prall gefüllten Beutel unterwegs: Auch bei Koala-Dame Auburn in der Wilhelma fällt immer deutlicher auf, dass Bewegung in ihrem Beutel herrscht: Mal zappelt es unter ihrem dichten Pelz, mal ragt ein winziges Füßlein heraus – und mit ganz viel Glück zeigt sich auch das Köpfchen eines Baby-Koalas, das zaghaft die ersten Blicke nach draußen wagt. Volker Grün, Kurator der Terra Australis, der Australienwelt in der Wilhelma, erklärt: „Zur Welt gekommen ist unser Joey – so nennt man die Jungtiere bei den Beuteltieren – bereits Ende Juni. Davon war aber erst einmal nichts zu sehen. Bei der Geburt sind die Joeys nämlich gerade einmal so groß wie Gummibärchen. Fünf bis sechs Monate später schauen sie erstmals aus dem Beutel der Mutter. Bis sie diesen ganz verlassen haben, vergehen aber noch weitere Wochen.“ Mutter des Jungtieres, dessen Geschlecht noch unbekannt ist, ist die fünf Jahre alte Auburn. Sein Vater ist der sieben Jahre alte Aero. Alle erwachsenen Koalas der Wilhelma sind Nachzuchten aus der Dreamworld Wildlife Foundation in Australien. Koalas gehören seit der Eröffnung der Terra Australis im Juli Frühjahr 2023 zu den Publikumslieblingen in der Wilhelma – schließlich ist der Zoologisch-Botanische Garten Stuttgart nur einer von insgesamt vier deutschen, bzw. Zoos, in denen die eukalyptusfressenden Beuteltiere aus Australien zu sehen sind. Dr. Thomas Kölpin: „Dass sich nun zum Ende der Adventszeit wieder ein Jungtier bei den Koalas zeigt, ist für uns wie ein Weihnachtsgeschenk. Auch für das europäische Ex Situ-Zuchtprogramm ist jedes einzelne Jungtier von enormer Bedeutung. In Australien gelten Koalas laut Weltnaturschutzunion IUCN als gefährdet. Lebensraumverlust, z. B. durch Abholzung und Bebauung gehört dabei zu den Hauptursachen. Die durch den Klimawandel bedingten immer häufiger auftretenden Busch- und Waldbrände verschlimmern die Situation. Besonders in der Nähe menschlicher Siedlungen fallen Koalas regelmäßig dem Straßenverkehr und Angriffen von Haushunden zum Opfer. Alleine in Queensland geht man davon aus, dass die dortige Population der Koalas seit der Jahrtausendwende um mehr als 50 % zurückgegangen ist. Die Koalas in europäischen Zoos sind darum zum einen Botschaftertiere, die auf die Problematiken in Down Under aufmerksam machen – zum anderen bilden sie angesichts des massiven Bestandrückgangs in der Natur eine immer wichtiger werdende Reservepopulation.“

Tiergarten Kleve 22.12.2025
Tiergarten trifft Kulinarik Glühwein-Tasting: Tiergarten Kleve startet mit zwei exklusiven Terminen ins neue Jahr
Ein exklusiver Abend mit ausgesuchten Glühweinen, kleinen Snacks und einer abendlichen Führung erwartet die Gäste im Tiergarten Kleve am 23. Januar 2026 und am 30. Januar 2026. Die Veranstaltungen finden außerhalb der regulären Öffnungszeiten und starten jeweils um 17.30 Uhr, womit ein ganz besonderes Tiergarten-Erlebnis in stimmungsvoller Winteratmosphäre geboten wird. Aufgrund der großen Nachfrage nach den Wein- und Genussabenden im Sommer 2025 startet der Tiergarten Kleve mit zwei Glühwein-Tastings ins neue Jahr. Die Gäste erleben einen exklusiven, geführten Abendspaziergang durch den winterlichen Tiergarten, begleitet von erlesenen Heißgetränken und kleinen Snacks – ein Abend voller Genuss und Natur. Während des stimmungsvollen Rundgangs haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, verschiedene hochwertige Glühweine zu verkosten. Weinexperte Kilian Peters von der Schlossbergkellerei Peters aus Kleve gibt dabei spannende Einblicke in Geschmack, Duft und Herkunft der unterschiedlichen Glühweine. Begleitet wird das Tasting von einer Auswahl passender Snacks, die das kulinarische Erlebnis abrunden. „Unsere Gäste dürfen sich auf eine kulinarische Reise freuen“, berichtet Tiergartenleiter Martin Polotzek. „Wie bereits bei den Genussabenden im Sommer 2025 werden die ausgewählten Weine an passenden Stationen bei verschiedenen Tierarten präsentiert. Die fachliche Einführung in die edlen Tropfen übernimmt erneut Weinexperte Kilian Peters.“ Anlässlich der Premiere am 23. Januar 2026 übernimmt Tiergartenleiter Martin Polotzek die Führung persönlich. Der Termin am 30. Januar 2026 wird ebenso fachkundig durch die Mitarbeitenden des Besucherservices des Tiergartens begleitet. Der Ticketpreis für dieses exklusive Event beträgt 79 Euro pro Person und umfasst den abendlichen Tiergarteneintritt, die geführte Tour, das Glühwein-Tasting sowie die begleitenden Snacks. Um eine angenehme und persönliche Atmosphäre zu gewährleisten, ist die Teilnehmerzahl auf maximal 25 Personen pro Termin begrenzt. Der Vorverkauf für die limitierten Tickets ist ab sofort exklusiv für FördermitgliederInnen des Vereins Tiergarten Kleve e.V. gestartet. Ab dem 01.01.2026 startet dann der reguläre Vorverkauf der verbleibenden Tickets. Für alle, die auf jeden Fall bei diesem einzigartigen Event dabei sein möchten, empfiehlt es sich daher, jetzt Fördermitglied im Tiergartenverein zu werden, dabei etwas Gutes zu tun, den Tiergarten Kleve weiterzuentwickeln und sich zeitgleich über diverse Vorteile wie beispielsweise den exklusiven Presale für das Glühwein Tasting freuen. Tickets für die Veranstaltung sind ab dem 1. Januar 2026 an der Tageskasse sowie im Onlineshop erhältlich. Über die Presale-Möglichkeiten für Fördermitgliederinnen und Fördermitglieder wird gesondert informiert. Für weitere Auskünfte steht der Besucherservice des Tiergartens gerne zur Verfügung.

Tierpark Berlin 22.12.2025
Festliche Tierwelt Frostige Pfoten und warme Herzen in Zoo und Tierpark Berlin
Während die Straßen Berlins in festlichem Lichterglanz erstrahlen und der Trubel der Vorweihnachtszeit seinen Höhepunkt erreicht, laden Zoo und Tierpark Berlin zu einem ganz besonderen Wintererlebnis ein. Zwischen den Feiertagen können Besucher*innen die winterliche Tierwelt in ruhiger Atmosphäre entdecken. Beide Einrichtungen haben an allen Tagen geöffnet, lediglich an Heiligabend schließen die Pforten bereits um 14 Uhr. Die winterliche Stimmung in Zoo und Tierpark ist einzigartig. Verschneite Wege, funkelnde Dekoration und die Chance, viele Tiere in ihrer winterlichen Umgebung zu beobachten. All dies schafft ein entspanntes Kontrastprogramm zum vorweihnachtlichen Trubel der Stadt. Tierische Highlights gibt es viele: Im Tierpark kann man den Schneeleoparden Sayan beobachten, wie er sich weiter in seinem neuen Zuhause einlebt und Schneeleopardin Layla besser kennenlernt. Auch die Roten Pandas genießen die kühlen Temperaturen und zeigen sich jetzt besonders aktiv. Im Zoo erleben drei kleine Capybara-Jungtiere ihren ersten Winter, während die Panda-Zwillinge Leni und Lotti die diesjährige Winterwelt bewusst entdecken – im Gegensatz zum letzten Jahr, als sie für größere Entdeckungstouren noch zu klein waren. Der Hippo-Nachwuchs hingegen bekommt in seiner warmen Lagune vom kalten Winter draußen nicht viel mit. Mit ihrer verspielten Art ziehen sie Kinder und Erwachsene gleichermaßen in ihren Bann. „Gerade in der hektischen Weihnachtszeit sehnen sich viele nach einem Moment der Ruhe und Besinnung“, erklärt Zoo- und Tierpark-Direktor Dr. Andreas Knieriem. „Unsere Einrichtungen bieten genau diesen Ort. Besucherinnen und Besucher können die Tiere beobachten, die winterliche Atmosphäre genießen und bei einem entspannten Spaziergang durchatmen.“ Wer möchte, kann den Zoo oder die weitläufigen Anlagen des Tierparks auch bei stimmungsvollen Advents- und Weihnachtstouren erkunden. Erfahrene Guides begleiten die Gäste auf einem Spaziergang durch die winterliche Tierwelt und verraten, wie unterschiedlich Tiere auf eisige Temperaturen reagieren. Auf der festlichen Entdeckungstour erfahren Groß und Klein, wer bestens gegen Kälte gewappnet ist und wer die größten Frostbeulen unter den tierischen Bewohnern des Zoo und Tierparks sind. Die Touren finden an allen Adventswochenenden sowie rund um die Weihnachtsfeiertage im Zoo und Tierpark Berlin statt. Auch das Aquarium Berlin hat geöffnet und ergänzt das Angebot mit seiner stimmungsvollen Beleuchtung und der faszinierenden Unterwasserwelt. Und wer noch mehr festliche Stimmung möchte, hat bis einschließlich 10. Januar täglich ab 16:40 Uhr die Möglichkeit Weihnachten im Tierpark zu besuchen. Ausgenommen sind der 24. und 31. Dezember 2025, sowie der 05. und 06. Januar 2026. Tickets sind online und an der Abendkasse erhältlich. Eine liebgewonnene Tradition ist jedes Jahr das Verfüttern von übrig gebliebenen Weihnachtsbäumen. Ob die Weihnachtsbaumfütterung Anfang des neuen Jahres wieder stattfinden wird, steht erst nach dem 24. Dezember fest. Sollte der Termin stattfinden, wird das genaue Datum zwischen Weihnachten und Neujahr bekannt gegeben

Tierpark Hellabrunn München 22.12.2025
Ein kleiner, großer Zuchterfolg: Nachwuchs bei den Bayerische Kurzohrmäusen
Das ging schnell: Nur wenige Wochen nach dem Einzug der Bayerischen Kurzohrmäuse in das neu gestaltete Hellabrunner Maushaus gibt es bereits erfreuliche Nachrichten. Bei der stark bedrohten Mausart wurde der erste Nachwuchs geboren. Die Bayerische Kurzohrmaus zählt zu den geheimnisvollsten Wühlmausarten Europas. Wie ihre Verwandten lebt sie äußerst scheu und verborgen unter der Erde – doch im Gegensatz zu ihnen ist sie extrem selten. Erstmals wurde die Art 1962 bei Garmisch-Partenkirchen entdeckt. Nach jahrzehntelangem Ausbleiben von Nachweisen galt sie als verschollen, bis dem Bayerischen Landesamt für Umwelt im Jahr 2023 nach intensiver Suche erneut Funde bei Mittenwald gelangen. Aufgrund ihres winzigen, stark isolierten Verbreitungsgebiets und der sehr kleinen Population wird die Bayerische Kurzohrmaus in der Roten Liste Deutschlands als „ausgestorben oder verschollen“ geführt, in Österreich gilt sie als „vom Aussterben bedroht“. Damit ist sie vermutlich die seltenste Säugetierart Europas – möglicherweise sogar weltweit. Die zuständige Kuratorin Lena Bockreiß zeigt sich begeistert über den Zuchterfolg: „Wir freuen uns sehr über den ersten Nachwuchs unseres Zuchtpaares. Dieser kleine, aber bedeutende Erfolg zeigt, dass wir den richtigen Weg eingeschlagen haben und auf diesem Zuchtpaar aufbauen können, um die Erhaltungszucht für diese sehr seltene Mausart zu unterstützen.“ Durch die Beteiligung an koordinierten Zuchtprogrammen in Zoos kann im Fall der Bayerischen Kurzohrmaus sowohl eine Ex-situ-Population als genetische Reserve aufgebaut als auch langfristig der Schutz der Art im natürlichen Lebensraum unterstützt werden – etwa durch Auswilderungen. So kann diese besondere heimische Mausart dauerhaft vor dem Aussterben bewahrt werden. Lena Bockreiß ergänzt: „Wir stehen in engem Austausch mit dem Alpenzoo Innsbruck, der eine Vorreiterrolle im Schutz der Bayerischen Kurzohrmaus einnimmt. Gemeinsam setzen wir uns dafür ein, heimische Tierarten direkt vor unserer Haustür zu bewahren und damit auch die biologische Vielfalt unserer Region langfristig zu erhalten.“

Dieser Beitrag wurde unter Zoopresseschau veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert