Zoopresseschau

Naturschutz-Tierpark Görlitz-Zgorzelec 11.01.2019
Aufgalopp: mit 11 Glücksschweinen ins neue Jahr – Jährlich Inventur im Naturschutz-Tierpark Görlitz-Zgorzelec
Schweine-reich endete das Jahr 2018 im Görlitzer Tierpark: Tibetsau „Rapunzel“ brachte am 28.12.2018, kurz vor dem Jahreswechsel, noch 11 pechschwarze Ferkel zur Welt. Gemeinsam mit vielen anderen vier- und zweibeinigen Bewohnern sind dies dankbare Kandidaten für die alljährliche Inventur des Tierparks. Denn jeden Januar ist es Pflicht, den Soll-Bestand des computerbasierten Tierbestandsregisters mit dem tatsächlichen Ist-Bestand abzugleichen. Schwieriger wird es da schon, Übersicht über einige kleinere oder besonders wendige Arten zu gewinnen. So wird bei den umher wuselnden Zebramangusten oder den herumflatternden Wellensittichen auf Mehrfachzählungen gesetzt, um eine verlässliche Zahl zu erhalten. Dass dieses Vorgehen Grenzen hat, lässt spätestens der Blick auf die Honigbienen erahnen – diese werden nur als ganze Völker vermerkt. 2018 war für die Tierpark-Bienen ein gutes Jahr, von zwei auf vier Völker konnten sie sich verdoppeln. Der jüngste Zuwachs ließ dann auch im neuen Jahr nicht lange auf sich warten. Am 02.01. erblickte ein Känguru Beuteljunges im wahrsten Sinn des Wortes das Licht der Welt. Da die biologische Geburt von Kängurus für den Menschen weitestgehend unbeobachtet abläuft, wird als Geburtsdatum das erste Herausschauen eines Jungtiers aus dem Beutel gewertet. Insgesamt leben derzeit 551 Tieren in 88 Arten im Görlitzer Tierpark. Während die Anzahl der Arten beinahe gleich geblieben ist, leben rund 40 Tiere mehr auf dem Areal an der Zittauer Strasse. Besonders stolz macht letztes Jahr der zahlreiche Nachwuchs an Etrusker-Spitzmäusen, den kleinsten Landsäugetieren der Welt, sowie der drei Kropfgazellen-Jungtiere, deren natürlicher Bestand sehr stark gefährdet ist und natürlich die Geburt von „Sanju“, dem diesjährigen Rote Panda-Nachwuchs.

Tierpark Hagenbeck 11.01.2019
Das Elefantenbaby heißt jetzt Santosh
Der an Heiligabend im Tierpark Hagenbeck geborene Elefantenbulle hat heute seinen Namen erhalten. Insgesamt 5.321 Tierfreunde haben innerhalb von drei Tagen über die Hagenbeck- Facebookseite abgestimmt. Zur Auswahl standen drei zuvor von den Elefantenpflegern vorgeschlagene Namen. Gewonnen hat Santosh (Freude) mit 58,6 %, dahinter lag Bodhi (Erleuchtung) mit 33,9 % und Vishnu (indische Gottheit)wurde mit 7,5 % Dritter. Vor den Augen der Besucher trug Elefantendame Shandra ein Schild mit dem Namen „Santosh“ in die Freilaufhalle. Nach alter Tradition tauften die Pfleger dasmittlerweile auf 120 bis 130 Kilogramm Körpergewicht geschätzte Bullenkalb im Beisein der Herde, der Presse und den Besuchern mit Kokosmilch. Die feuchte Dusche gefiel dem properen Täufling allerdings nicht sonderlich und er versuchte, sich unter dem Bauch seiner Mutter Lai Sinh zu verstecken, und sich dort trocken zu reiben. Die ganze Aktion war für den kleinen Rüsselträger etwas anstrengend. Zu Füßen seiner Mutter legte er sich ins Heu und machte erst einmal ein Nickerchen. Doch nach dem offiziellen Taufakt war für Santosh und seinen acht Monate alten Halbbruder Raj wieder Spielstunde. Die beiden tobten – so wie jeden Tag seit Santoshs Geburt – wieder wild und vergnügt durch den Sand der Elefantenfreilaufhalle.

Tiergarten Nürnberg 11.01.2019
Berufliche Schule 11 verschönert Tiergarten
Am Freitag, 11. Januar 2019, stellten Bürgermeister Christian Vogel und Tiergartendirektor Dr. Dag Encke zusammen mit einigen der 31 beteiligten Schülerinnen und -schülern der Berufsfachschule für Bautechnik der beruflichen Schule 11, von denen ein großer Teil als Flüchtlinge in Nürnberg lebt, sowie mit deren Lehrkräften die baulichen Ausführungen der angehenden Hochbaufacharbeiter im Tiergarten der Stadt Nürnberg vor. „Es ist gut, dass die jungen Menschen bei uns im Tiergarten etwas handwerklich herstellen können, das anders als in der Werkhalle der Schule dann auch stehen bleiben wird. Hier profitieren beide Seiten: Der Tiergarten und die Schülerinnen und Schüler. Der Tiergarten erhält Leistungen, die ohne die Ausbildungsübung nicht entstanden wären. Und die Jugendlichen können eine echte Baustelle kennenlernen. Dies ist wichtig, weil in der Berufsfachschule jene Jugendlichen eine Ausbildung machen, die keine Lehrstelle fanden oder keine annehmen durften. Über die Schule erhalten sie trotzdem eine Berufsperspektive, müssen nicht untätig rumsitzen und können nun vorzeigen, was sie geschaffen haben, “ so der für den Tiergarten zuständige Bürgermeister Christian Vogel. Für Tiergartendirektor Dr. Dag Encke, ist „der Tiergarten ein guter Ort, um sich handwerklich aus- und fortbilden zu lassen. Gerne kooperieren wir daher auch zukünftig mit der Berufsfachschule der B11.“ Im Rahmen ihrer Ausbildung zum Hochbaufacharbeiter in der Berufsfachschule an der B11, dem städtischen Kompetenzzentrum der Berufsfelder Holztechnik, Farbtechnik und Bautechnik, zeigten die Jugendlichen ihr handwerkliches Können. Im Betriebshof des Tiergartens wurde eine neue Toilette eingebaut und die Schüler entfernten den alten Estrich und legten Fliesen. Vor Beginn der Arbeiten haben die Schüler die Baustelle aufgemessen. Thomas Schiller, der technischer Leiter im Tiergarten zeigte sich beeindruckt: „Das handwerkliche Geschick der jungen Leute hat mir sehr gefallen. Ehrlich gesagt, wurden meine Erwartungen weit übertroffen. Da waren wirklich kreative Köpfe dabei.“ Auch bei der Umgestaltung der beiden Gehege von Mendesantilopen und Somali-Wildeseln übernahmen die Schüler Maurer- und Putzerarbeiten und gestalteten mit großem künstlerischen Geschick eine Mauer in Steinoptik. Konkret brachten die Schüler an einer Stützwand eine Haftbrücke auf, verputzten einen Teil der Stützwände und schlämmten die Wand mit Putz ab. Außerdem haben die Schüler Fundamentarbeiten für den „Eselunterstand“ geleistet. Hierfür wurden die Bewehrungskörbe für diese großen Punktfundamente in der Schule hergestellt und dann zum Tiergarten transportiert, wo die Fundamente fertiggestellt wurden. Zwei der Schüler nahmen auch die Gelegenheit wahr, ein dreiwöchiges Betriebspraktikum im Tiergarten zu absolvieren. Zur vollsten Zufriedenheit des Tiergartens setzten sie Fliesen im Betriebshof und errichteten im Kinderzoo eine Mauer, die sie auch verputzten. Fotos der Schülerinnen und Schüler finden sich auch unter: https://www.nuernberg.de/internet/berufsschule_11/berufsfachschule_baut echnik.html

Tiergarten Schönbrunn 11.01.2019
Weihnachtsbaum-Frühstück für Schönbrunner Elefanten
Die Lichter sind erloschen, die Weihnachtsmelodien verklungen und die letzten Hütten abgebaut. Heute Vormittag konnten sich bereits zum zwölften Mal die Afrikanischen Elefanten des Tiergarten Schönbrunn über ihr nachträgliches Weihnachtsgeschenk freuen: der Christbaum des Weihnachtsmarktes Schloß Schönbrunn. Pünktlich um 8.00 Uhr fiel unter dem Ruf: „Baum fällt“, die 18 Meter hohe und 120 Jahre alte Salzburger Fichte, traditionell ein Geschenk der Österreichischen Bundesforste (ÖBf), auf dem Ehrenhof von Schloß Schönbrunn. Anschließend wurde sie zerkleinert und per LKW in den benachbarten Tiergarten gebracht. Um 9.30 Uhr fuhr der LKW vor das Elefantengehege und lieferte den Dickhäutern ihren Frühschoppen. „Unsere Elefanten haben den Weihnachtsbaum im wahrsten Sinne des Wortes zum Fressen gern. Als erstes fressen sie die frischen Nadeln und dünnen Äste. Schlussendlich bleibt aber bis auf den dicken Stamm nichts vom Baum übrig. Im Winter stellt das nadelige Frühstück eine willkommene Abwechslung auf dem Speiseplan unserer Dickhäuter dar“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Die Begeisterung über den riesigen Haufen an grünem Reisig war nicht nur bei dem fünfjährigen Elefantenmädchen Iqhwa und ihrer 15- jährigen Schwester Mongu, sondern auch bei ihrer Mutter Tonga und den Elefantendamen Numbi und Drumbo deutlich sichtbar. „Nachdem der Weihnachtsbaum über sechs Wochen lang über 1 Million Weihnachtsmarktgäste aus dem In- und Ausland verzauberte, ist die Verfütterung der Fichte an die Elefanten das abschließende Highlight, an dem sich nicht nur die Tiere, sondern auch die Zoobesucherinnen und -besucher erfreuten. Es ist ein Vergnügen den Tieren beim Schmausen und Spielen zuzusehen und ein wunderschöner Abschluss für den Kultur- und Weihnachtsmarkt & Neujahrsmarkt Schloß Schönbrunn“, so Marktveranstalterin Gabriela Schmidle glücklich. Ebenso freut sich Rudolf Freidhager, Vorstand der Österreichischen Bundesforste, über die nachhaltige Nutzung des Weihnachtsbaumes: „Die Fichte ist für die Elefanten in Wien ein willkommener Snack aus dem Pinzgauer Wald.“ Neben dem großen Prachtstück wurden rund 150 weitere kleinere Tannen und Fichten in den Tiergarten geliefert. Unter anderen spielten Nashörner, Zebras, Rentiere und Wasserbüffel mit dem grünen Reisig bevor sie es verspeisten. Auch beim zweiten Weihnachtsmarktprojekt der MTS Wien in Niederösterreich war die Freude der Tiere über die kulinarische Abwechslung auf dem winterlichen Speiseplan groß. Der acht Meter hohe Christbaum – zur Verfügung gestellt von Österreichischen Bundesforsten –, der an sechs Wochenenden den Schloss Hof Weihnachtsmarkt zierte, war im Handumdrehen von den im Gutshof lebenden Trampeltieren verputzt.

Tiergarten Nürnberg 10.01.2019
Tiergarten sucht gebrauchte Vogelkäfige
Der Tiergarten der Stadt Nürnberg nimmt an der Artenschutzkampagne „Silent Forest“ des Europäischen Zooverbands (EAZA) teil und engagiert sich für asiatische Singvögel. Um die Kampagne im Tiergarten sichtbar zu machen, sammelt der Tiergarten gebrauchte Vogelkäfige. Zahlreiche der etwa 850 in den Regenwäldern Asiens lebende Vogelarten stehen kurz vor der Ausrottung. Vor allem in Südostasien werden täglich tausende Singvögel gefangen, um auf den großen Vogelmärkten verkauft zu werden. Sie sollen als Haustiere oder als Teilnehmer an Gesangswettbewerben ihr Leben fristen. Viele der Vögel überleben nur wenige Tage in den kleinen Käfigen. Durch das breit angelegte Einfangen der Vögel sind in manchen Wäldern bereits viele der Singvogelarten verschwunden. Daher der Name der EAZA-Kampagne, an der sich der Tiergarten Nürnberg beteiligt. Bei der Kampagne geht es darum, die Lage der asiatischen Singvögel in ihrem Lebensraum zu verbessern und das Wissen und das Verständnis für die Bedrohung dieser Vögel auszuweiten. Außerdem werden finanzielle Mittel für Artenschutzprojekte gesammelt, um Schulmaterial für die lokale Bevölkerung zu entwickeln und zu verbreiten, und um ein Bewusstsein für die Bedrohung dieser Vögel zu schaffen. Darüber hinaus sollen Zuchtstationen sowohl in Asien als auch in Zoos, Forschungsprojekte sowie Wiederansiedelungsprojekte ins Leben gerufen und umgesetzt werden. Im Tiergarten Nürnberg soll die Kampagne unter anderem durch leere Vogelkäfige sichtbar gemacht werden. Daher bittet der Tiergarten um gebrauchte, gerne auch nicht mehr funktionstüchtige Vogelkäfige, in denen beispielsweise ein Kanarienvogel gehalten wurde. Interessierte Spender wenden sich bitte an den Zoopädagogen des Tiergartens, Christian Dienemann, unter zooschule@stadt.nuernberg.de. Weitere Informationen zur EAZA-Kampagne „Silent Forest“ finden sich in englischer Sprache im Internet unter: www.silentforest.eu.

Zoo Dresden 10.01.2019
Tierinventur und Jahresrückblick im Zoo Dresden
Alle Hände voll zu tun hatten heute Morgen unsere Tierpfleger, als beim alljährlichen Pressetermin anlässlich der Tierinventur der knapp 25jährige Netzpython vermessen und gewogen wurde. Bei einer stattlichen Länge von 5,63m mussten nicht nur fünf Tierpfleger und vier Auszubildende sondern auch Zoo- Aufsichtsratsvorsitzender Detlef Sittel und Kurator Matthias Hendel zupacken, um das Tier in gestrecktem Zustand zu vermessen. Danach kam der weibliche Netzpython, der am 28.01.1994 im Zoo Neuwied geschlüpft und seit August 2004 im Zoo Dresden lebt auf die Waage. Das Gewicht von 61 kg war um 5 kg weniger als im Vorjahr, jedoch sind solche Gewichtsschwankungen bei einem ausgewachsenen Tier als normal anzusehen. Im Anschluss wurden Derbyana-Rosenkäfer-Larven gewogen und gezählt. In einem Terrarium im Giraffenhaus können Besucher gegenwärtig sechs männliche Rosenkäfer beobachten. Die Zucht dieser afrikanischen Käferart erfolgt hinter den Kulissen im Zebrahaus, wo ein ganzer Raum zur Verfügung steht, um die mehr als tausend Käferlarven zu versorgen. Die beim heutigen Pressetermin gewogenen Larven benötigen noch ca. ½ Jahr, bis aus ihnen fertig entwickelte Rosenkäfer schlüpfen. Während dieser Zeit ernähren sich die Larven ausschließlich von sogenanntem Flakesoil – ein Fertig- Futterprodukt, welches aus verrottetem Holz besteht. Die Zählung der Larven ergab 32 Stück in der Box, wobei dies eine von mehr als 30 Boxen ist. Eine Larve in diesem Entwicklungsstadium bringt übrigens gerade einmal zwei Gramm auf die Waage. Zoodirektor Karl-Heinz Ukena und Aufsichtsratsvorsitzender Detlef Sittel verwiesen auf einen Besucheranstieg von ca. 6% zum Vorjahr. Zum ersten Mal wurden mehr als 900.000 Besucher im Zoo Dresden gezählt – insgesamt konnten im vergangenen Jahr 903.635 Gäste begrüßt werden. Diese positive Besucherentwicklung führen wir auf attraktive tierische Neuzugänge wie Elefantenbulle Tembo und die Gepardenbrüder Job und Sjef, Jungtieren bei Goldtakin, Gänsegeier, Humboldtpinguin und Mohrenmaki sowie natürlich die Fertigstellung des umgebauten Afrikahauses zurück. Insgesamt ergaben die Zählungen einen nahezu unverändert Tierbestand. Im Zoo Dresden leben derzeit ca. 1.500 Individuen in 246 Arten, das sind fünf Arten weniger als im Vorjahr. Aufgegeben wurde z.B. die Haltung von Diademnatter und Kaiserskorpion. Besonders traurig war der Tod des nach Vietnam abgegebenen Orang-Utans Duran und unserer Aldabra-Riesenschildkröte Hugo I sowie der Verlust unserer gesamten Milu-Gruppe. Nach kleineren Umbauarbeiten an der Anlage ist geplant, mit neuen Tieren eine neue Zuchtgruppe bei den Milus aufzubauen. Für 2019 hoffen wir auf weibliche Gesellschaft für unsere beiden Koalas. Das am 3. Juni im Zoo Antwerpen geborene Koala-Weibchen Sydney wird voraussichtlich im Frühjahr in den Zoo Dresden umsiedeln. Nach dem Tod von Zebrastute Kirby wird es auch auf der Zebraanlage einen Neuzugang geben.

Tierpark Cottbus 10.01.2019
Tierpark Cottbus mit neuem Besucherrekord
Mit einem Besucherplus von 9,3 % hat der Tierpark Cottbus das Jahr 2018 abgeschlossen. Insgesamt 170.206 Gäste besuchten im vergangenen Jahr unseren Tierpark, um sich zwischen Spree und Brantizer Park an Tieren zu erfreuen und zu erholen und um etwas über Tiere und Natur zu lernen. Wir freuen uns sehr über das gute Ergebnis und führen die mit Abstand beste Besucherzahl der letzten Jahre auf unseren interessanten Tierbestand in toller Parklandschaft, die positive Entwicklung der letzten Jahre und nicht zuletzt auf immer mehr Besucher aus Polen zurück, deren Anteil 2018 bei 7,3 % lag. Tendenz steigend! Besucherstärkster Monat war mit 27.593 Besuchern der Mai, gefolgt vom April und Juli. Das gute Ergebnis macht uns zuversichtlich und auch ein bißchen stolz, zumal es im heißen und trocknen Jahr 2018 gegen den Trend vieler Freiluft-Einrichtungen erreicht werden konnte. Wir sehen es zu-gleich als Auftrag, unseren Tierpark Cottbus weiter voranzubringen und hoffen hier weiter auf viel Unterstützung und viele neugierige und zufriedene Besucher!

Erlebnis-Zoo Hannover 10.01.2019
Tierische Inventur im Erlebnis-Zoo Hannover – Durchgezählt: 2.170 Tiere in 178 Arten
Inventur im Zoo: Wie jedes Unternehmen zählt auch der Erlebnis-Zoo Hannover am Ende des Jahres von der Schraube in der Werkstatt bis zum Stofftier im Shop alles einmal durch – und eben auch die Tiere. Nur, dass die sich zum Teil nicht so leicht zählen lassen. Einige wuseln wild durcheinander wie die Erdmännchen, andere sitzen in Sekundenschnelle an anderer Stelle wie die Loris oder sind so gut getarnt wie die Wandelnden Blätter, dass man dreimal nachsehen muss. Tagelang zählten die Tierpfleger ihre Schützlinge und nun steht fest: Im Erlebnis-Zoo Hannover leben 2.170 Tiere in 178 Arten. Die Pfleger der Tiger oder Flusspferde haben es beim Zählen naturgemäß einfacher als die Betreuer der freifliegenden Vögel im Urwaldhaus oder der nie ruhenden Karpfen im Hippo-Pool. Weil sie pausenlos unterwegs sind, werden die Vögel nach ausgeklügelten Methoden geschätzt: sie werden stundenlang an ihrer Futterstelle beobachtet. Die Anzahl der dort pickenden Vögel wird später hochgerechnet. Die Fische dagegen werden einmal im Jahr gezählt, wenn das Wasser zur Reinigung der Becken abgelassen wird. Nur die Blattschneider-Ameisen, die bergauf-bergab durch ein meterlanges Röhrenlabyrinth krabbeln, und die Honigbienen in ihren Stöcken auf Meyers Hof werden nicht einzeln gezählt – sie gelten jeweils als ein Volk, also ein Tier (würden sie gezählt, hätte der Zoo weit über 100.000 Tiere im Bestand). Die Zahlen vergleichen die Zoologen schließlich mit den Aufzeichnungen des gesamten Jahres. Jeden Tag halten die Tierpfleger schriftlich fest, ob ein Tier geboren, verstorben, ab- oder zugereist ist. Die täglich ermittelten Zahlen werden von den Zoologen erst handschriftlich in das Tierbestandsbuch eingetragen und dann in den Computer übertragen. Das Ergebnis der Jahresabschlusszählung wird schließlich mit den Computeraufzeichnungen verglichen. Fehlt ein Tier, wird nochmal neu gezählt. Vorjahresvergleich – Im Vergleich zum Vorjahr leben genau 131 Tiere mehr im Erlebnis-Zoo. Neu hinzugezogen sind unter anderem die Bentheimer Schweine auf Meyers Hof, zwei Schneeeulen für die neue Voliere in Yukon Bay, Giraffenkuh Niobe am Sambesi, ein Drillweibchen in Afi Mountain sowie die flinken Domino- und Totenkopfschaben in der Showarena. Jahresbericht – Der Abschluss der tierischen Inventur ist der lückenlose Jahresbericht, den die Zoo-Kuratoren in mühevoller Kleinarbeit zusammenstellen. Dieser Jahresbericht wird an den Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz sowie an den Gesellschafter des Zoos und an das Veterinäramt übermittelt. Auf diese Weise ist jedes Tier von Ameise bis Zebra „aktenkundig“. Wissenschaftliche Vergleichswerte – Doch bei der tierischen Inventur wird nicht nur gezählt: Vergleichswerte und wissenschaftliche Erkenntnisse ergeben sich auch aus dem Wiegen und Messen diverser Arten. Die Zahlen geben Aufschluss über die Entwicklung der Tiere. Zahlenbeispiele: 3 Eisbären, 6 Elefanten, 4 Drills, 2 Berberlöwen, 47 Pinguine, 5 Flusspferde, 3 Giraffen, 6 Waschbären, 122 Flamingos, 9 Bennett-Kängurus, 4 Maras, 10 Wandelnde Blätter, 51 Rußköpfchen, 2 Wombats, 8 Aras, 6 Nördliche Seebären, 7 Gorillas, 3 Bisons, 7 Addax, 3 Pinselohrschweine, 28 Rauwollige Pommersche Landschafe, 22 Kamerunschafe, 1 Ameisenvolk, 2 Bienenvölker und 36 Dominoschaben. Das größte, höchste, schwerste Tier Das größte Tier: Giraffenkuh Niobe ist 4,40 Meter hoch Das schwerste Tier: Elefantenkuh Indra bringt 3,2 Tonnen auf die Waage Das kleinste Tier: Eine Blattschneider-Ameise ist nur 0,3 cm lang Das älteste Tier: Schimpanse Max ist 54 Jahre alt Das letztgeborene Tier in 2018: 1 Kamerunschaf am 25. Dezember Tierischer Ausblick 2019 – In der Zoo-Sommersaison 2019, die am 16. März 2019 beginnt, können sich die Besucher des Erlebnis-Zoo auf eine neue quirlige Tierart im Dschungelpalast sowie neue gefiederte und pelzige Stars in der Showarena freuen. Außerdem ist ein neuer Wombat – der Tasmanische Nacktnasenwombat „Kelly“ – im Outback eingezogen, der sich über den Winter in aller Ruhe hinter den Kulissen eingewöhnt. Das junge Weibchen Ganja zieht zur Drill-Gruppe in Afi Mountain ein und wird hoffentlich für Nachwuchs bei den bedrohten afrikanischen Affen sorgen. Auch 2019 wird der Erlebnis-Zoo wieder tatkräftig Artenschutzprojekte weltweit unterstützen und auf den wichtigen Schutz der Tiere aufmerksam machen. Der beliebte Zoo-Run am 16. Mai steht ganz im Zeichen der Nashörner – ein Teil der Startgelder geht an die Organisation „Save the Rhino“.

Zoo Heidelberg 10.01.2019
Faszinierende Vogelwelt: Superkräfte dank Bürzeldrüse? Wildputen im Zoo Heidelberg unterstützen Forschungsprojekt
Vögel gelten unter Ornithologen als sehr resistent gegenüber bakteriellen Infektionen, ihr Immunsystem schein fast mit besonderen Superkräften ausgestattet zu sein. Wieso das so ist, möchte Dr. Markus Braun, Forscher in der Arbeitsgruppe um Professor Michael Wink am Institut für Pharmazie und Molekulare Biotechnologie (IPMB) der Universität Heidelberg in Zusammenarbeit mit dem Zoo Heidelberg herausfinden. Den Wildputen, die im Zoo Heidelberg zu sehen sind, kam dabei eine wichtige Aufgabe zu Teil: Sie spendeten Bürzeldrüsensekret, um dem Forscher bei der Suche nach Antworten zu helfen. Seit 2012 geht Dr. Markus Braun der Frage nach, wieso Vögel im Vergleich zu Säugetieren gegen bakteriellen Infektionen widerstandsfähiger sind. Eine wichtige Rolle bei der Suche nach Antworten könnte die Bürzeldrüse der Vögel spielen. Die vollständige Funktion dieser besonderen Drüse ist noch nicht umfassend geklärt. Bewiesen ist, dass die Bürzeldrüse ein wächsernes, streng riechendes Sekret absondert, mit dem die Vögel ihr Gefieder einreiben, um es wasserabweisend und geschmeidig zu halten. „Nur Vögel besitzen Bürzeldrüsen – Säugetiere und selbst die nahe verwandten Reptilien nicht. Daher lag es nahe, diesen Körperteil genauer unter die Lupe zu nehmen. Es könnte möglich sein, dass das Sekret antibakteriell wirkt und zu den guten Abwehrkräften der Vögel beiträgt. Viele Wissenschaftler nehmen dies an, die Datenlage ist allerdings widersprüchlich. Dank der Zusammenarbeit mit dem Zoo Heidelberg und weiterer Partner, konnten wir genug Sekret von Wildputen und anderen Vogelarten sammeln, um diese Frage weiter zu erforschen“, berichtet Dr. Braun. Einige Experimente nach Beginn der Forschungsarbeit war klar: Bürzeldrüsensekret allein hat keine antibakterielle Funktion gegen krankheitserregende Bakterien und multiresistente Keime. Ein neuer Ansatz, um die Arbeit weiterzuführen, war schnell gefunden. Die Puten lieferten Dr. Braun die Idee selbst: Möglicherweise ändert sich die Wirkung des Sekrets, wenn es mit einem bestimmten Stoff, der ebenfalls im Gefieder der Vögel zu finden ist, kombiniert wird. „Im Federkleid der Vögel tummeln sich allerlei Bakterien, gute und schlechte. Nur die schlechten machen krank, die guten nicht. Schlecht sind zum Beispiel Bakterien, die Federn zerstören. Diese Bakterien leben auf fast allen Vogelarten und bilden während der Zersetzung der Federn das Enzym Keratinase. Dennoch sind Vögel nicht nackt. Irgendein Vorgang muss die Vögel folglich davor schützen, dass dieses Enzym seine Wirkung entfaltet und ihre Federn zerstört“, erklärt Dr. Braun. Für diese „Superkräfte“ könnte das Bürzeldrüsensekret verantwortlich sein, allerdings nicht ausschließlich. Um weiter zu forschen, stellt Dr. Braun experimentell nach, was sich im Federkleid der Vögel abspielt: Wenn Wildputen oder andere Vögel ihre Federn pflegen und sich putzen, entsteht unweigerlich eine Verbindung zwischen dem Enzym Keratinase und dem Bürzeldrüsensekret. Folglich fügte Dr. Braun auch im Labor zu dem Bürzeldrüsensekret, das er bei den Puten zuvor gesammelt hatte, Keratinase hinzu. Im weiteren Verlauf der Forschung stellte sich heraus, dass das Sekret aus der Bürzeldrüse der Wildputen, angereichert mit dem Enzym Keratinase tatsächlich in der Lage ist, gefährliche Keime abzutöten. „Wir haben das mit unterschiedlichen Bakterien getestet, darunter Darmbakterien, wie z.B. E. coli oder Krankenhauskeimen wie MRSA. Tatsächlich hat sich bei allen Versuchen die Anzahl der lebendigen Keime in der Probe immer drastisch verringert, aber eben nur, wenn Keratinase im Spiel war. Es müssen sich also Substanzen im Bürzeldrüsensekret befinden, die durch das alleine nicht wirksame Enzym in antibakterielle Stoffe überführt werden. Mit den neu gebildeten Stoffen werden dann federabbauende und andere, auch für den Menschen schädliche, Mikroorganismen bekämpft“, führt Dr. Braun fort. Wie genau dieser Vorgang funktioniert, gilt es jetzt herauszufinden. Der Forschungsansatz von Dr. Markus Braun beherbergt einen sehr interessanten Denkansatz. In ferner Zukunft könnten die gewonnenen Erkenntnisse dabei helfen, neue Antibiotika zu entwickeln, um multiresistenten Keimen den Kampf anzusagen. „Das ist allerdings noch ferne Zukunftsmusik – und benötigt natürlich auch entsprechende Gelder, um in diese Richtung weiter zu forschen“, erklärt Dr. Braun. Bis dahin bedarf es noch einiger Forschungsarbeit und vieler Experimente. Die Grundlagenforschung ist bereits erfolgt und kann nun weiterentwickelt werden. Die Wildputen oder andere Vögel können sich derweil entspannt zurücklehnen, denn dank ihrer Bürzeldrüse besitzen sie bereits eine Art „Superkraft“. Hintergrund: Forschung im Zoo: Der Zoo Heidelberg unterstützt tatkräftig die wissenschaftliche Arbeit im Zoo oder die Arbeit von externen Kooperationspartnern. Somit werden jährlich mehrere Forschungsprojekte ermöglicht. Forschungsarbeiten liefern wichtige Erkenntnisse: Mit Hilfe von Verhaltensbeobachtungen, Hormonanalysen, Federproben etc. können die spezifischen Bedürfnisse, Lebensgewohnheiten und Besonderheiten verschiedener Tierarten untersucht werden. Weiterführende Literatur: BRAUN, M. S., SPORER, F., ZIMMERMANN, S. & WINK, M. (2018). Birds, feather-degrading bacteria and preen glands: the antimicrobial activity of preen gland secretions from turkeys (Meleagris gallopavo) is amplified by keratinase. FEMS Microbiology Ecology, 94, fiy117.

Tierpark Hellabrunn 10.01.2019
Hellabrunn ist Teil des globalen Schutzprogrammes für Manule
Mehr als nur gute Vorsätze: Auch 2019 unterstützt der Tierpark Hellabrunn das Artenschutzprojekt „PICA“ (Pallas’s Cat International Conservation Alliance), das sich mit der Erforschung und dem Erhalt der seltenen Manulkatzen befasst. Ende 2018 trafen sich rund 30 Experten im schwedischen Zoo Nordens Ark, um einen globalen Naturschutz- und Managementplan zu erstellen. Auch der Tierpark war vertreten. Über Pallaskatzen oder Manule, wie sie auch genannt werden, ist relativ wenig bekannt. Ihr Lebensraum sind felsige Steppen und Wüsten sowie Mittel- und Hochgebirge. Es sind äußerst scheue, dämmerungs- und nachtaktive Tiere, die nur selten beobachtet werden können. Mit ihrem graubraun getigerten Fell können sich Manule zwischen Felsen, Gras und Gestrüpp sehr gut verstecken. Der derzeitige Bestand wird auf etwa 15.000 Tiere weltweit geschätzt – Tendenz abnehmend. Laut der Roten Liste bedrohter Tierarten der IUCN sind Pallaskatzen als „potenziell gefährdet“ eingestuft. Ursachen hierfür sind unter anderem der zunehmende Verlust des Lebensraums, die Jagd für den Tierhandel sowie das Verschwinden der Nahrungsgrundlage. Das Artenschutzprojekt “PICA” (Pallas’s Cat International Conservation Alliance) beschäftigt sich aktuell insbesondere mit der Erforschung, Bestandserhebung und Beobachtung von Pallaskatzen in Ländern wie der Mongolei, Nepal, Kasachstan, Iran und Pakistan. Da das genaue Verbreitungsgebiet dieser Katzenart nicht bekannt ist, ist die Datenerhebung eine besondere Herausforderung. Die meisten Daten sind Nebenprodukte von Projekten mit anderen Schwerpunkten, daher können kaum Aussagen über Populationsgrößen und -trends gemacht werden. Hinzu kommt, dass so gut wie keine Schutzbemühungen vorhanden sind und die Bevölkerung vor Ort oft unwissend über die Existenz und Schutzwürdigkeit der seltenen Pallaskatze ist. Derzeit gibt es weltweit elf aktive wissenschaftliche Manul-Projekte im Feld, unter anderem in Russland und Nepal. Bei der Konferenz, die im vergangenen November in Schweden stattfand, trafen sich die Mitglieder von PICA, darunter Experten der IUCN, Naturwissenschaftler aus den Verbreitungsgebieten der Manule sowie verschiedenen Zoos zum Austausch. Auch der Tierpark Hellabrunn, einer der Hauptpartner von PICA, war vertreten. Bei der mehrtägigen Konferenz wurde eine Naturschutz-Strategie für die Pallaskatzen erarbeitet. „Das nachhaltige, wissenschaftsbasierte Schutzprogramm soll den Erhalt der Populationen sichern und Gefahrenpotenziale für die Tiere beleuchten. Zudem soll die Bevölkerung vor Ort motiviert werden, selbst die Schutzbemühungen voranzutreiben“, erklärt Hellabrunns Edukations- und Artenschutzmanagerin Julia Hoffmann und ergänzt: „dazu gehört auch, dass die unterstützenden Zoos über die seltene Katzenart informieren, aber auch Daten des eigenen Bestands an PICA liefern.“ Der Tierpark Hellabrunn unterstützt das Projekt daher nicht nur finanziell, sondern auch durch Öffentlichkeitsarbeit und der Erhebung langfristiger Daten der beiden im Tierpark lebenden weiblichen Katzen. So wird ihr Verhalten und Gesundheitszustand regelmäßig beobachtet, analysiert und festgehalten. Mit einer zunehmenden Bekanntheit der Manule soll nicht nur die Tierart selbst, sondern ihr ganzer Lebensraum und damit viele weitere Tier- und Pflanzenarten langfristig geschützt werden. Mehr Informationen zu PICA findet man unter: www.atze.online/PICA

Zoo Leipzig 09.01.2019
Einzigartiges Lichterfestival – „Magisches Tropenleuchten“ beginnt
Vom 10. Januar bis zum 3. Februar verwandelt das einzigartige Lichterfestival bei sommerlichen 26 Grad die Tropenerlebniswelt „Gondwanaland“ in einen Ort voller Magie. Jeweils von Donnerstag bis zum Sonntag (17 bis 22 Uhr) können Besucher in eine eindrucksvolle Atmosphäre eintauchen und sich von mystischen Wesen, faszinierenden Illuminationen, rhythmischen Klängen und exotischen Köstlichkeiten verzaubern lassen. Eine eindrucksvolle Lichtshow erzählt in 20 Minuten das Farbenspiel eines Tropentages – vom malerischen Sonnenaufgang bis zum sternenklaren Nachthimmel. Ein schwebender Nebel auf dem Urwaldfluss lässt die Bootsfahrt zu einem besonderen Erlebnis werden, und leuchtende Hängebrücken laden dazu ein, den tropischen Regenwald Leipzigs aus luftiger Höhe und in einem neuen Licht zu entdecken. Entdeckerstationen mit Rotlichtlampen und das Urwald-Krabbeln mit Insekten zum Anfassen bieten zusätzlich einen neuen Blick auf die geheimnisvolle Welt der Tiere und Pflanzen. Mehrere künstlerische und musikalische Darbietungen an allen Tagen sorgen für Entspannung. Ein mehr als vier Meter großer Lichter-Kolibri auf dem Aquariumsvorplatz und ein leuchtender Löwe im Konzertgarten sowie weitere Illuminationen stimmen die Besucher bereits auf dem Weg zum Lichterfestival ein. Spezielle gastromische Angebote stehen den Gästen in der Halle und auch im Konzertgarten und auf dem Gondwanalandvorplatz zur Verfügung. „Das Magische Tropenleuchten war im letzten Jahr ein voller Erfolg, sodass wir eine Fortführung dieser besonderen Veranstaltung beschlossen haben, und ich freue mich außerordentlich, dass wir unseren Besuchern während der tristen Winterzeit eine exotische und tropische Abwechslung bieten können“, freut sich Zoodirektor Jörg Junhold. In diesem Jahr erfolgt der Zugang zum „Magischen Tropenleuchten“ ausschließlich über den Haupteingang. Letzter Eintritt ist 21.15 Uhr. Tickets können im Vorfeld online auf www.zooleipzig.de oder vor Ort an der Zookasse erworben werden.

Zoo Duisburg 09.01.2019
Wiegen, messen, zählen – Tierische Inventur im Zoo Duisburg – Tierpark am Kaiserberg beherbergt rund 8.981 Tiere aus 418 Arten
In den vergangenen Wochen hieß es für die Mitarbeiter des Zoo Duisburg erneut: Wiegen, messen, zählen. Johannes Pfleiderer, zoologischer Leiter am Kaiserberg, rief zum großen Zählapell auf. Ausgerüstet mit Klemmbrett, Artenliste und Kugelschreiber kamen die Mitarbeiter zum Ergebnis: Rund 8.981 Individuen aus 418 Arten leben derzeit im Zoo am Kaiserberg. Von Alpaka bis Doktorfisch, von Elefant bis Zebra wurden alle Tiere erfasst, kaum ein Tierchen konnte sich dem jährlichen Zählen entziehen. „Natürlich wissen wir, wie viele Elefanten, Zebras und Gorillas wir in unserem Zoo haben“, schmunzelt Johannes Pfleiderer. „Bei einigen Arten können sich Jungtiere aber durchaus unbemerkt im Gehege verstecken, oder adulte Tiere lassen sich über einige Wochen nicht sehen. Besonders im Aquarium steht das Zooteam jährlich vor große Herausforderungen. „Fische sind flink, Individuen lassen sich kaum auseinanderhalten und Jungtiere sind zum Teil winzig“, weiß der zoologische Leiter. Schier unmöglich ist es daher, den Bestand an Guppys in der Tropenhalle „Rio Negro“ genau zu ermitteln. Pfleiderer: „Hier müssen wir schätzen, die Tiere sind einfach zu klein und in der großzügigen Anlage, welche sie mit Flussdelfin und verschiedenen anderen südamerikanischen Fischen teilen, kaum zu entdecken“. Für die kleinen und großen Pantherschildkröten ging es im Rahmen der Inventur zusätzlich zum Fotoshooting. „Schildkröten haben eine Art Personalausweis, mit welcher sie eindeutig zu identifizieren sind“, erläutert Dr. Carolin Bunert, Tierärztin im Zoo. „Jedes Jahr vermessen und fotografieren wir den Panzer der Schildkröten, damit wir den Personalausweis aktualisieren können. Geht eine Schildkröte auf Reise, so schicken wir die Fotos mit. Dadurch ist klar zu belegen, wo die Schildkröte geschlüpft ist “. Im Vergleich zum Vorjahr (rund 9.628 Individuen, 433 Arten) hat sich der Tierbestand leicht verringert. Einige Tiere verließen Duisburg, wie beispielsweise die Hinterwälder Rinder, welche nun in einem Beweidungsprojekt in Leipzig einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz leisten. Auch Binturong Chantall, Tigerjungspund Makar, Faultier Flash und vier junge Fossas verließen den Zoo. Hingegen durfte das Zooteam den jungen Koala Toorie aus Edinburgh am Kaiserberg begrüßen. Außerdem zogen verschiedene Vogelarten in die Tropenhalle „Rio Negro“ ein, darunter die seltenen Salvadori Weißohrsittiche und Montserrat-Trupiale sowie Seidenaffe und Roter Sumpfspringaffe. Aus den Zoos von Leipzig und Köln erhielt der Tierpark eine Vielzahl neuer Fischarten. Außerdem wurde die Gruppe Bergkängurus mit vier Sumpfwallabies, eine Junggesellengruppe, vergesellschaftet. Auch in 2019 stehen Änderungen im Tierbestand an. So werden die Wisente den Zoo verlassen, um Platz für die Erweiterung der Löwenanlage zu machen. Neu begrüßen dürfen die Besucher u.a. Dahomey-Zwergrinder, Java-Binturongs, Wirtelschwanzleguane und Schlankboas.

Zoo Landau in der Pfalz 09.01.2019
JAHRESÜBERBLICK – Kinderferienbetreuung im Zoo Landau in der Pfalz 2019
Das beliebte erweiterte Betreuungsangebot der Zooschule Landau geht in die „zweite Runde“! Ab sofort können Eltern ihre schulpflichtigen Kin­der zwischen 6 und 12 Jahren bereits ab 7:30 Uhr in die Zooschule bringen und um 13 Uhr, 14 Uhr oder um 16 Uhr abholen. Bleiben die Kinder länger als 13 Uhr im Zoo, erhalten sie ein warmes Mittagessen. Dieses wird gemütlich mit der Gruppe im Zoorestaurant eingenommen. An jedem Tag steht ein anderes spannendes Thema auf dem Programm! Tiger, Pinguine, Erdmännchen und andere Zoobewohner werden beobachtet, andere kann man teilweise auch hautnah erleben. Dabei erfahren die Kinder in der Zooschule nicht nur Interessantes über die großen und kleinen Zoobewohner, son­dern auch, was sie selbst zum Schutz der Tiere und der Natur beitragen können. Exklusiv ist es möglich, mal einen Blick hinter die Kulissen des Zoos zu werfen! Zum Programm gehören außerdem Aktivitäten wie Mikroskopieren, Modellieren mit Ton, Spielen und Basteln.

Zoo Köln 09.01.2019
Kölner Zoo trauert um Walter Grau
Der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der AG Zoologischer Garten Köln, Herr Walter Grau, ist am 4. Januar 2019 nach langer, tapfer ertragener Krankheit im Kreise seiner Familie verstorben. Er war seit 2000 Mitglied im Aufsichtsrat des Kölner Zoos, von 2005 bis 2010 sogar als Vorsitzender. Von 1984 bis 1994 engagierte sich Walter Grau in der Bezirksvertretung Köln I Porz und von 1994 bis 2009 als Mitglied im Rat der Stadt Köln. Neun Jahre lang war er stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU Köln. Er brachte sich in zahlreichen Ausschüssen ein, ganz gleich ob Flughafen, Messe oder Zoo. Auch im Beirat des Porzer Krankenhauses war Walter Grau bis zuletzt aktiv. Gerade in den vergangenen beiden Jahren war er durch seine Erkrankung gezeichnet. Sein Engagement und seine Willensstärke blieben aber ungebrochen. Der Kölner Zoo konnte sich in all den Jahren stets auf seine Unterstützung verlassen. In seiner 20-jährigen Mitgliedschaft im Aufsichtsrat trieb er die Weiterentwicklung des Kölner Zoos mit voran. Walter Grau wird eine große Lücke hinterlassen. Wir trauern zusammen mit seiner Familie, der unser tiefes Mitgefühl gehört, und seinen Freunden. Wir werden ihn in bester Erinnerung behalten und sein Andenken in Ehren halten.

Zoo Dresden 08.01.2019
Elefanten futtern Dresdens höchsten Weihnachtsbaum!
23,5 Meter hohe Küstentanne des World Trade Centers Dresden wurde heute dem Zoo gespendet Elefantenfutter statt Brennholz: Heute vormittag erhielt der Zoo Dresden den höchsten Dresdner Weihnachtsbaum für seine Elefanten. Zuvor wurde die stattliche Küstentanne, die in den vergangenen Adventswochen den Vorplatz des World Trade Centers Dresden geziert hatte, schrittweise entfernt und in Stücke. „Wir wollten das Holz unserer stolzen Tanne ungern häckseln und verbrennen. Darum haben wir uns dazu entschlossen, den Baum auch diesmal wieder dem Zoo Dresden zu spenden“, erläutert Jürgen Rees, Centermanager des World Trade Centers Dresden von der RECO Immobilien- und Verwaltungsgesellschaft mbH, welche die Eigentümer des WTC Dresden vertritt. In den frühen Morgenstunden schlugen die Mitarbeiter der Dresdner Firma Deppner Baumpflege und Höhenarbeiten zunächst die Äste der Tanne ab, anschließend sägten sie den Stamm in Stücke. „In den letzten Jahren waren die Stammstücke auf Wunsch des Zoos immer maximal zwei bis drei Me
ter lang. Aber aufgrund des neuen Bullen hat der Revierleiter Elefanten sich diesmal auch deutlich längere Baumstücke mit vier bis fünf Metern Länge gewünscht“, verrät Jürgen Rees. Da die Stammstücke nach dem Absägen auf den Boden geworfen werden, setzte Andreas Deppner den Wunsch zumindest mit den unteren beiden Stammstücken in die Tat um. Die Elefantenkühe Drumbo und Mogli, sowie Bulle Tembo freuten sich sichtlich über die Abwechslung auf der Außenanlage und kauten gierig die Tannenzweige, die durch ihren hohen Anteil ätherischer Öle für die Elefanten ein vorzüglicher Genuss sind. Die dritte Elefantenkuh Sawu ließ sich von dem leckeren Baumschmaus jedoch nicht beeindrucken und blieb ganz einfach im warmen und trockenen Afrikahaus.

Zoo Landau in der Pfalz 08.01.2019
Opa-Oma-Enkeltag im Zoo Landau in der Pfalz, 2. Februar 2019, 14 Uhr Opa-Oma-Enkeltag im Zoo Landau in der Pfalz
Wegen der großen Nachfrage im letzten Jahr bietet die Zooschule Landau wieder ein ganz besonderes tierbezogenes Erlebnis am Samstag, den 2. Februar 2019, um 14:00 Uhr für Großeltern und ihre Enkelkinder an: Zoopädagogen begleiten die großen und kleinen Gäste 90 Minuten lang auf einem abwechslungsreich gestalteten Rundgang durch den Zoo. Mit Fellen, Eiern, Tierschädeln und Federn im Gepäck und mit direkten Tierkontakten angereichert gestalten sie den Gruppen einen unvergesslichen Nachmittag. Dabei vermitteln sie anschaulich Spannendes zu den Tieren und auch Wissenswertes rund um den Natur- und Artenschutz im Zoo. Als Besonderheit wird es für Omas, Opas und Enkel gemeinsame tierbezogene Aktionsmöglichkeiten geben.

Zoo Köln 08.01.2019
Oh Tannenbaum: Grüne Leckerbissen für die Elefanten im Kölner Zoo – Zoo kann keine entsorgten Altbäume von Bürgerinnen und Bürgern annehmen
Die Asiatischen Elefanten im Kölner Zoo hatten heute ein besonderes Festmahl. Auf ihrem Speiseplan standen Weihnachtsbäume, die sie mit Genuss auf der Außenanlage des Elefantenparks verzehrten. Das Grün wird dem Zoo von Händlern zur Verfügung gestellt. Es stammt aus nichtverkauften Restbeständen. Altbäume von Verbrauchern nimmt der Zoo nicht entgegen. Mögliche Weihnachtsschmuck-Reste an den Bäumen wie Lametta oder die Metallaufhängungen von Christbaumkugeln können zur tödlichen Gefahr für die Elefanten werden. Die Kölner Herde umfasst 16 Mitglieder. Die drei 2017 geborenen Jungtiere „Jung Bul Kne“, „Moma“ und „Kitai“ entwickeln sich prächtig. „Jung Bul Kne“, geboren Ende Januar 2017, ist ein ausgesprochen aktiver und robuster Vertreter. Er rauft sehr gern mit seinen Halbbrüdern. Sein zwei Monate jüngerer Spielgefährte „Moma“ ist etwas zurückhaltender und sucht noch stärker die Nähe von Mutter „Marlar“, dem ersten in Köln zur Welt gekommen Elefanten. Nesthäkchen „Kitai“, geboren am 8. Juni 2017, ist zwar der Kleinste der Kölner Rüsselbande. Das hält ihn nicht davon ab, immer wieder erfolgreich das spielerische Kräftemessen und Balgen mit seinen Halbbrüdern zu suchen. „So viel Interaktion, Spiel und Spaß zwischen kleinen Elefanten gibt es momentan nirgendwo sonst in Zoos in Deutschland zu sehen“, sagt Zoodirektor Prof. Theo B. Pagel. „Zumal zur Kölner Jungelefantengruppe auch noch der 2016 geborene ,La Min Kyaw‘ zählt. Viele unserer Besucher wissen, dass sie hier ganz besondere Beobachtungen machen können.“ Der muntere Rüsselreigen im Kölner Zoo wird sich weiter vergrößern. Kuh „Shu Thu Zar“ ist trächtig. Sie steht am Beginn ihrer Tragzeit, die bei Elefanten ungefähr zwei Jahre umfasst. „Es ist eine schöne Bestätigung für unser modernes Haltekonzept, dass sich erneut Nachwuchs ankündigt“, so Pagel. Elefanten nehmen pro Tag rund 150 Kilogramm Futter zu sich. Sie ernähren sich rein vegetarisch. In der Regel fressen sie Heu, Möhren oder Äpfel. Infos zur Kölner Elefantenherde unter www.koelnerzoo.de/tiere.

Tierpark Berlin 08.01.2019
Blind Date beendet – Eisbärchen im Tierpark Berlin hat die Augen geöffnet
Welche zwei schwarzen Knopfaugen schauen denn da auf einmal Eisbärin Tonja (9) an? Gut fünf Wochen nach der Geburt öffnete das Eisbär-Jungtier im Tierpark Berlin zum ersten Mal die Augen. Während es seine Umgebung bisher ausschließlich tastend und kuschelnd erkunden konnte, sieht und hört der kleine Bär nun auch etwas. „Ab einem Alter von etwa 30 Tagen öffnen sich Augen und Gehörgänge von kleinen Eisbären“, erklärt Bären-Kurator Dr. Florian Sicks. „Mittlerweile kann man über die Kameras nahezu täglich beobachten, wie das Jungtier aktiver wird und sich auch schon am Laufen bzw. Krabbeln versucht.“ Trotz der bisher guten Entwicklung besteht durch die hohe Sterblichkeitsrate bei jungen Eisbären nach wie vor ein Risiko. Im natürlichen Lebensraum werden etwa 85 % der Eisbären nicht älter als zwei Jahre. Da absolute Ruhe für Mutter und Nachwuchs ein entscheidender Faktor für den Erfolg der Aufzucht ist, näherte sich bisher niemand der Wurfhöhle. Voraussichtlich Anfang Februar steht die erste tierärztliche Untersuchung für das Eisbärchen an, bei der dann auch das Geschlecht bestimmt werden kann.

Zoo Augsburg 08.01.2019
Rekordbesucherzahl im Zoo Augsburg
Das Jahr 2018 war überaus erfolgreich für den Zoo Augsburg und schloss mit einer Rekordzahl von fast 675.000 Besuchern. Dies toppt das bisherige Rekordjahr 2016 um 20.000 Personen. Waren die Gründe 2016 noch eindeutig (zwei kleine Nashörner tollten über das Afrika-Panorama), so hat der Erfolg 2018 wahrscheinlich mehrere Gründe. Die Ankunft der Giraffen im Frühjahr, und die Presseresonanz mit dem Bau der Elefantenanlage. Natürlich spielte auch das Wetter mit, obwohl der heiße August eher die gegenteilige Wirkung hatte. Dafür passte es im Frühjahr und im Herbst perfekt. Nun freuen sich die Mitarbeiter und Tiere auf 2019 und werden alles versuchen um die gute Zahl zu halten.

Zoologisch-Botanischer Garten Wilhelma Stuttgart 08.01.2019
Geburt im Südamerikahaus – Nachwuchs bei Familie Faultier
Zwei schmale Ärmchen klammern sich mit erstaunlicher Kraft in das Fell von Faultierweibchen Marlies. Aus ihrem hellbraunen Haarkleid lugt der jüngste Nachwuchs der Wilhelma hervor: Ein kleines Zweifinger-Faultier erblickte am Donnerstag, 27. Dezember, im Südamerikahaus des Zoologisch-Botanischen Gartens in Stuttgart das Licht der Welt. Die Tierpfleger bemerkten das neugeborene Fellknäuel bei ihrer morgendlichen Kontrolle. „Von der Geburt bekommt man meistens nichts mit“, erklärt Joschka Schulz, der in der Wilhelma unter anderem die Faultiere betreut. „Statt im Bauch zu sein, sitzt das Kleine dann eben auf einmal obendrauf. Als wir es entdeckt haben, war es vermutlich gerade erst geboren, denn das Fell war noch gar nicht trocken.“ Unterstützung benötigt die erfahrene Mutter Marlies in der Regel ohnehin nicht, denn für sie ist es bereits das dreizehnte Jungtier. „Wir schauen natürlich immer erstmal, ob der Nachwuchs fit aussieht“, sagt Schulz. „In den ersten Tagen beobachten wir außerdem, ob er auch nach den Zitzen sucht und trinkt.“ Den Weg zur Milchbar bahnte sich der junge Sprössling durch das dichte Fell seiner Mutter. Direkt nach der Geburt krabbelte er auf ihren Bauch, wo er nun gut behütet seine ersten Lebenswochen verbringt. Dabei muss sich das kleine Faultier gut festhalten: Wenn Marlies sich von einer Astgabel baumeln lässt, um mit Bedacht nach Salatblättern und Kartoffelscheiben zu angeln, steht auch für das Jungtier die Welt Kopf. Erst mit etwa zwei Monaten wird es selbstständig zu klettern beginnen. Dabei lautet das Motto ganz nach elterlichem Vorbild: Eile mit Weile. Denn Faultiere sind aufgrund ihrer kalorienarmen Pflanzenkost und niedrigen Stoffwechselrate wahre Energiesparer. Daher hangeln sich die Regenwaldbewohner meist nur sehr langsam durch das Geäst. Bis zu 15 Stunden am Tag verbringen sie mit Ruhen und Schlafen. Der gemächliche Lebenswandel dient außerdem der Tarnung. In ihrer Heimat, dem nördlichen Amazonasgebiet, bleiben die Faultiere so vor den Blicken von Beutegreifern gut geschützt. Im Gegensatz zu dem langjährigen Zuchtpaar in der Wilhelma leben Faultiere in der Wildbahn einzelgängerisch. Marlies und Mike verstehen sich allerdings so gut, dass sie sogar einen gemeinsamen Schlafplatz teilen. Mit der Aufzucht möchte Mike dennoch nichts zu tun haben. „Wenn sich das Jungtier mal zum Papa verirrt, bewegt er sich besonders schnell und faucht sogar, um es zu vertreiben“, erklärt Joschka Schulz. Spätestens wenn sich neuer Nachwuchs ankündigt, verjagt auch die Mutter ihr dann schon erwachsenes Jungtier. Edeka, die 2014 geborene Tochter des Faultierpärchens, musste daher vom Südamerikahaus ins Amazonienhaus der Wilhelma übersiedeln, wo sie mit ihrem Partner Flash lebt. Edekas jüngerer Bruder Mateo kam im September 2017 zur Welt und klammerte sich noch an Mutter Marlies, als sie bereits wieder hochträchtig war. „Sie hat ihn dann so bedrängt, dass er sich zurückziehen musste und nur noch an einem Ast hängen durfte“, erzählt Schulz. Mateo lebt daher derzeit hinter den Kulissen und zieht demnächst im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms nach Irland. Der jüngste Nachwuchs hat seine Mutter nun also ganz für sich – und kann entspannt ausgedehnte Schläfchen auf ihrem Bauch halten.

Zoo Wuppertal 07.01.2019
„Wuppertaler Zoogespräche“ im Menschenaffenhaus: „Das Denken, Fühlen und Verhalten der Tiere – Neue Erkenntnisse der Verhaltensbiologie“
Im Rahmen der „Wuppertaler Zoogespräche“ referiert Herr Prof. Dr. Norbert Sachser (Westfälische Wilhelms-Universität Münster) am 15.01.2019 um 18:00 Uhr zum Thema „Das Denken, Fühlen und Verhalten der Tiere“ im Menschenaffenhaus des Grünen Zoos Wuppertal. Die „Wuppertaler Zoogespräche“ werfen wir einen vergleichenden Blick auf die Eigenschaften und Besonder-heiten des Menschen sowie die seiner stammesgeschichtlich nächsten Verwandten, der Menschenaffen. Wis-senschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Bereichen der Primatenforschung, der philosophischen sowie evolutionären Anthropologie, der Geistes- und Ideengeschichte berichten allgemein verständlich aus ihren Forschungsprojekten und stellen diese zur Diskussion. Die Vortragsreihe im Wintersemester 2018/19 beschließt Herr Prof. Dr. Norbert Sachser. Herr Sachser gilt in-ternational als einer der renommiertesten Forscher seines Faches, im deutschsprachigen Raum darüber hinaus als Wegbereiter der Verhaltensbiologie. Sein Buch „Der Mensch im Tier“ (Rowohlt 2018) hat jüngst für Auf-merksamkeit gesorgt und es sogar bis auf die SPIEGEL-Bestsellerliste geschafft. Am 15. Januar 2019 wird uns Dr. Sachser unter dem Titel „Das Denken, Fühlen und Verhalten der Tiere“ die neuesten Erkenntnisse der Verhal-tensbiologie näherbringen. Sie sind herzlich eingeladen, im Anschluss an den Vortrag mit uns zu diskutieren. Der öffentliche und kostenlose Vortrag findet im Menschenaffenhaus des Wuppertaler Zoos (Hubertusallee 30) statt. Einlass ist ab 17:45 Uhr über die Zoopforte. Weitere Informationen sowie die Termine und Themen der weiteren Vorträge finden Sie unter: http://www.wuppertaler-zoogespraeche.de/

NaturZoo Rheine 07.01.2019
Besucherrekord im NaturZoo
Jetzt steht es fest: Das Jahr 2018 bescherte dem NaturZoo Rheine das beste Besucherergebnis in seiner 81-jährigen Geschichte. 300.534 Besucher wurden registriert – „in echt“, also über Eintrittszahlung und Erfassung der Besuche von Inhabern von Jahreskarten. Damit wurde auch erstmals die Marke 300.000 geknackt. Das bis dahin beste Besuchsjahr war 2004, als im Rahmen der Regionale die Seehund- und Pinguin-Anlagen sowie der große Spielplatz eröffnet wurden. Damals kamen 299.000 Besucher, und im Jahr 2017 waren 292.000 – das bis dahin zweitbeste Jahr in der Geschichte. Eigentlich sprach der heiße Sommer gegen ansteigende Besucherzahlen: Hitze in den Ferien und verregnete Sonn- und Feiertage drum herum lassen allgemein eher weniger den Wunsch nach einem Zoobesuch aufkommen. Auch konnte nicht mit einer neuen baulichen Attraktion aufgewartet werden: Die Vorbereitungen für das Projekt „Hier spielt die Maus“, eine Spiel- und Erlebniswelt „unter Dach“ für Kinder, liefen erst an und sind nun in vollem Gange. Publikumslieblinge waren die jungen Zwergotter, und besondere Aufmerksamkeit erhielt der Tiger-Kater „Kabus“, der aus dem Zoo Belfast eintraf. Sie haben sicher manchen Tier- und Zoofreund zum Kommen motiviert. „Auf jeden Fall basiert die Besucherzahl auf unserer Kernkompetenz: Wir sind ein Zoologischer Garten, der seine Aufgaben Bildung, Artenschutz und Erholungsort wahr nimmt, und das offensichtlich mit einem Konzept, das die Besucher anspricht und überzeugt“ stellt Zoodirektor Achim Johann fest. Und offensichtlich spielen auch die anerkannt günstigen Eintrittspreise eine Rolle beim Besucherzuspruch. Die Rekordmarke ist für das Team des NaturZoos zum einen Bestätigung für die geleistete Arbeit, aber mehr noch Motivation, diese durch die weitere Entwicklung in Zukunft zu bestätigen.

Thüringer Zoopark Erfurt 07.01.2019
Nashorn-Mama Marcita feiert 14. Geburtstag
Die frisch gebackene Nashorn-Mama Marcita feiert heute ihren 14. Geburtstag. Marcita wurde am 07.01.2005 im Serengeti-Park Hodenhagen geboren. Später zog sie nach Osnabrück. Dort hatte sie nach Einzug eines neuen Bullen ihren Platz in der Herde leider nicht gefunden und es wurde nach einer Lösung gesucht. Am 12.12.2016 zog Nashornkuh Marcita nach Erfurt. Seitdem leben drei Breitmaulnashörner hier. Neben Marcita noch der 25-jährige Bulle Dino und die 22-jährige Kuh Numbi. 2017 funkte es dann endlich zwischen Nashorn-Bulle Dino und Marcita. Und 523 Tage später war es dann soweit: Am 29.12.2018 brachte Marcita ein kleines männliches Nashörnchen zur Welt. Mama und Nachwuchs sind wohl auf. Neben ausgiebigen Erkundungsphasen benötigt das Neugeborene aber noch viel Ruhe und Schlaf zum Ausruhen. Das kleine Nashörnchen kann auch schon besucht werden – das Haus ist täglich zwischen 10 Uhr und 15:30 Uhr für alle Gäste des Thüringer Zoopark Erfurt geöffnet.

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