TTT: Welche 10 Autoren hast du 2021 neu für dich entdeckt, die dich mit ihren Geschichten begeistern konnten


Sven Stricker: Sörensen hat Angst
Mit einer Angststörung im Gepäck lässt sich Kriminalhauptkommissar Sörensen von Hamburg nach Katenbüll in Nordfriesland versetzen. Er hofft, dass der kleine Ort ihm ein ruhiges, beschauliches (Arbeits-)Leben bescheren wird. Doch Katenbüll ist grau und trostlos, es regnet ununterbrochen, die Einheimischen haben nicht gerade auf Sörensen gewartet. Und es kommt noch schlimmer. Gleich nach Sörensens Ankunft sitzt Bürgermeister Hinrichs im eigenen Pferdestall, so tot wie die ganze Umgebung. Schon die ersten Blicke hinter die Kleinstadtkulisse zeigen dem Kommissar: Hier kann man es wirklich mit der Angst bekommen.
Auf Sörensen, bzw. Stricker bin ich durch die Verfilmung aufmerksam geworden. Nach dem Film habe ich mir das Hörbuch besorgt und war von diesem genauso begeistert wie vom Film. Jetzt warten die anderen beiden Sörensen-Teile darauf gehört zu werden …

Franz Orghandl: Der Katze ist es ganz egal
Leo hat einen schönen neuen Namen: Jennifer. Woher sie ihren echten Namen kennt, weiß Jennifer selbst nicht. Aber sie ist sehr froh, eines Tages endlich mit ihm aufgewacht zu sein. Wie mit etwas, mit dem man besser atmen kann.
Nur die Erwachsenen kapieren es erst mal nicht. Die glauben tatsächlich immer noch, sie sollte weiterhin Leo sein, ein Bub. Ganz und gar nicht, finden der dicke Gabriel, Anne und Stella, weltbeste Freundinnen und treue Begleiterinnen beim, Schuleschwänzen, Kleiderprobieren und Sichselbstfinden.

Ein wunderschönes (Hör)Buch, das neben einer unterhaltsamen Geschichte auch zum Nachdenken anregt. Bisher kenne ich nur dieses Buch von Franz Orghandl, aber es ist nicht auszuschließen, dass es nicht das einzige sein wird.

C. K. McDonnell: The Stranger Times
Dunkle Kräfte sind am Werk – und The Stranger Times geht ihnen auf den Grund. Die Wochenzeitung ist Großbritanniens erste Adresse für Unerklärtes und Unerklärliches. Zumindest ist das ihre Eigenwerbung …
Gleich in Hannah Willis‘ erster Arbeitswoche bei der Zeitung tritt eine Tragödie ein, und The Stranger Times ist gezwungen, tatsächlich investigativen Journalismus zu betreiben. Hannah und ihre Kollegen kommen zu einer schockierenden Erkenntnis: Einige der Geschichten, die sie zuvor selbst als Unsinn abgetan hatten, sind furchtbar real.

Bisher kenne ich nur dieses Buch des Autors, aber ich hoffe dass die nachfolgenden Teile ebenso unterhaltsam sind.

Matt Cain: Das geheime Leben des Albert Entwistle
Albert Entwistle vermeidet so viel Kontakt wie möglich mit den Bewohnern der Kleinstadt Toddington, was als Postbote des Orts umsichtige Planung erfordert. Doch als er pensioniert wird und auch noch seine Katze stirbt, nimmt er seinen Mut zusammen und beschließt den Menschen nicht länger aus dem Weg gehen. Stück für Stück schließt er unerwartete Freundschaften und begibt sich mit deren Hilfe auf die mühsame Suche nach seiner Jugendliebe George. Ein zartes und einfühlsames Buch über den Mut, sich der Welt zu öffnen.
Das ist ebenfalls das einzige Buch, das ich von diesem Autor bisher kenne, aber ich hoffe, dass auch weitere seiner Bücher den Weg nach Deutschland finden, bzw. er noch weitere Bücher schreiben wird.

Christian Huyeng: Wahre Schönheit – Die Reise zum Schwarzen Turm
Eigentlich wollte sich der Held Ilian alsbald zur Ruhe setzen. Aber sein Assistent Milo kann ihn zu einem letzten, glorreichen Auftrag überreden: Der Magier Uzan hat allen Männern des Dorfes Linderhof ihre Schönheit gestohlen und die entsetzten Ehefrauen suchen Hilfe bei dem alternden Helden. Zusammen mit den drei Freunden Janosch, Pieter und Franjo machen sich Ilian und Milo auf eine gefährliche Reise zum Schwarzen Turm der Zauberer. Unterwegs lauern schreckliche Gefahren und magische Wesen. Können die fünf ungleichen Reisegenossen ihr Ziel erreichen? Und welches dunkle Geheimnis aus der Vergangenheit bindet Ilian an den bösen Zauberer Uzan?
Das ist bereits das zweite Buch des Autors, das ich gelesen habe, aber ebenso wie das erste (Adel vergiftet) hat es mich überzeugt und ich freue mich darauf weitere Bücher des Autors zu lesen.

Chris Colfer: Land of Stories 1 – Die Suche nach dem Wunschzauber
Als Alex und ihr Zwillingsbruder Conner ein altes Buch zum Geburtstag geschenkt bekommen, ahnen sie nicht, dass der dicke Schmöker ein Portal in ein magisches Reich ist. Sie geraten in eine Welt, in der es nicht nur gute Feen und verwunschene Prinzen gibt, sondern auch ein böses Wolfsrudel und eine noch viel bösere Königin. Doch ganz so einfach ist die Sache mit Gut und Böse leider nicht. Denn in all den Jahren nach dem Happy End haben die Märchenwesen einige Marotten entwickelt, was die Zwillinge in so manche verzwickte Lage bringt. Außerdem haben sie nicht den blassesten Schimmer, wie sie wieder nach Hause finden sollen. In einem geheimnisvollen Tagebuch steht die Lösung – doch hinter dem ist auch die böse Königin her …
Ich habe den Autor zwar erst in diesem Jahr entdeckt, aber doch schon einige seiner Bücher gelesen. Im Großen und Ganzen gefällt mir was und wie er schreibt, aber ich kann nicht sagen, dass mir alles gefallen hat. Aber trotzdem war das eine überraschende Entdeckung und ich freue mich darauf mehr von ihm zu lesen.

Nicholas Blake: Das Geheimnis des Schneemanns
Im ehrwürdigen Easterham Manor gehen sonderbare Dinge vor sich. Zu Heiligabend haben sich Familie und Freunde versammelt, um zu ergründen, was es mit einer alten Spuklegende auf sich hat. Und tatsächlich scheint zumindest die Katze Gespenster zu sehen. Doch dann geschieht ein Mord, und nichts ist mehr, wie es war…
Als Privatdetektiv Nigel Strangeways gemeinsam mit seiner Frau Georgia zu einer Tante nach Essex reist, glaubt er noch, er sei nur eingeladen worden, um das rätselhafte Verhalten einer Katze aufzuklären. Doch schnell wird klar, dass der Geist, der offenbar seit Heiligabend in Easterham Manor sein Unwesen treibt, es nicht auf Katzen abgesehen hat, sondern auf sehr reale Menschen. Als ein Mitglied der Familie Restorick in Easterham zu Tode kommt, erwacht der Spürsinn des Detektivs. Welche Geheimnisse birgt das alte Gemäuer, in dem es angeblich spukt? Und welche Absichten verbergen die Gäste der Restoricks?
Ganz neu ist der Autor nicht, und auch das Buch ist nicht zum ersten Mal erschienen, aber ich habe es erst jetzt entdeckt. Und ich hoffe, dass auch die anderen Krimis von Nicholas Blake eine Neuauflage bekommen. Das ist bereits das zweite, das erste ist mir (bisher) entgangen.

Lisa Rosenbecker: Litersum – Musenfluch
Malou Winters hat sich damit abgefunden, dass ihr Anti-Musen-Kuss die Ideen angehender Autoren auslöscht und sie diese Gabe zum Wohle des Litersums einsetzen muss.
Als der junge Detective Chris Lansbury von Scotland Yard sie jedoch verdächtigt, zwei Autoren ermordet zu haben, will sie das nicht auf sich sitzen lassen. Zusammen begeben sie sich über zwei Universen hinweg auf die Suche nach dem wahren Täter und stoßen dabei auf allerhand Lügen und Widerstände. Malous Verständnis vom Litersum wird auf den Kopf gestellt und bald weiß sie nicht mehr, wem oder was sie glauben soll.
Und dann ist da noch dieses verwirrende Herzklopfen, sobald sie sich in der Nähe des attraktiven, aber grimmigen Lansbury aufhält.
Ob auch das mit einem Kuss ausgelöscht werden kann?

Tom Hillenbrand: Rotes Gold
Seit der Luxemburger Koch Xavier Kieffer mit Frankreichs berühmtester Gastrokritikerin liiert ist, wird er zu den exklusivsten Events eingeladen. Doch das edle Dinner beim Pariser Bürgermeister endet bereits nach der Vorspeise: Ryuunosuke Mifune, Europas berühmtester Sushi-Koch, kippt plötzlich tot um.
Die Diagnose lautet: Fischvergiftung. Doch Kieffer ist skeptisch und deckt schnell Widersprüche auf. Er taucht ein in die Welt der Sushiküche und muss erkennen, dass es Fische gibt, die teurer sind als Gold – und wertvoller als ein Menschenleben.

Das ist der zweite Band der krimireihe um den Luxemburger Koch Xavier Kieffer. Ich habe die Bücher erst vor Kurzem entdeckt, aber selten hat mich eine Reihe von Beginn an so gefesselt (das ist mir zuletzt mit den Katzenkrimis von Kaspar Panizza passiert, aber das ist nicht in diesem Jahr passiert und wird deswegen auch nicht weiter erwähnt)

Shannon Messenger: Keeper of the Lost Cities
Die 12-jährige Sophie scheint nicht in ihr eigenes Leben zu passen. Sie ist hochintelligent und hat mehrere Klassen übersprungen. Und sie hütet ein großes Geheimnis: Sophie kann die Gedanken ihrer Mitmenschen lesen. Ihr ganzes Leben lang fühlte sie sich als Außenseiterin. Bis sie Fitz trifft, einen geheimnisvollen Jungen. Er teilt ihr das Unglaubliche mit: Sie ist mit ihren Fähigkeiten nicht allein. Und sie gehört dem Volk der Elfen an. Für Sophie beginnt ein neues Leben. Ab sofort besucht sie im Elfenreich eine Zauberschule. Doch ihre Vergangenheit holt Sophie immer wieder ein: Wer ist sie wirklich? Warum wurde sie in der Menschenwelt versteckt – und vor wem? Die Antworten auf diese Fragen könnten über Leben und Tod entscheiden …

Mehr interessante Autoren findet man bei Aleshanee (und allen Beteiligten dieses TTTs) und vielleicht findet man dort die eine oder andere Neuentdeckung…

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12 Antworten zu TTT: Welche 10 Autoren hast du 2021 neu für dich entdeckt, die dich mit ihren Geschichten begeistern konnten

  1. Andrea sagt:

    Guten Morgen Martin 🙂

    Von deinen genannten AutorInnen kenne ich bisher nur Lisa Rosenbecker, wobei ich von ihr andere Bücher gelesen habe. Die mir aber auch gut gefallen haben. Diese Reihe hat mich bisher aber noch nicht so richtig anfixen können.
    Ansonsten kenne ich einige Bücher vom sehen her, hab aber nichts weiter gelesen.

    Lieben Gruß
    Andrea
    Neu entdeckte AutorInnen

  2. Guten Morgen Martin,

    keine Gemeinsamkeiten 😉 aber Nicholas Blake hätte ich auch in meine Auswahl aufnehmen können. Der Schneemann hat mir auch gut gefallen. Tolle Atmosphäre, gute Story! McDonnell und Stranger Times hat mir meine Freundin empfohlen, das werde ich mir wohl demnächst mal zulegen, dann liegt es zumindest im Regal, weil eine Wunschliste führe ich ja nicht 😉 Tom Hillenbrand kenne ich auch, da habe ich den ersten Teil Teufelsfrucht gelesen, habe die Reihe aber nie weiterverfolgt.

    Viele Grüße
    Kerstin

    • Martin sagt:

      Hallo Kerstin,
      ich habe sehr großen Gefallen an den Kieffer-Büchern gefunden und die ersten sechs Teile am Stück gelesen, demnächst werde ich Teil sieben anfangen.
      Liebe Grüße
      Martin

  3. Petra Berger sagt:

    Hallo,
    Tom Hillenbrand mag ich auch sehr. Mir hat auch sein Science Fiction Krimi Drohnenland sehr gut gefallen. Notiert habe ich mir Sven Steicker für meinen Bruder und Kaspar Panizza und the strange times für mich. Da sind schöne Bücher bei. Auch das mit dem Postboten klingt sehr scbön, manchmal lese ich auch so etwas abseits der Fantasy. Liebe Grüße Petra

    • Martin sagt:

      Hallo Petra,
      bisher kenne ich von Hillenbrand nur die Xavier Kieffer-Bücher, aber ich habe auch ein paar andere seiner Bücher hier, die werde ich bestimmt nach dem letzten Kiefferband lesen.
      Liebe Grüße
      Martin

  4. Monika sagt:

    Hallo Martin,

    von deinen Büchern hab ich tatsächlich in den letzten TAgen einige im Buchladen gesehen. Insbesondere Stranger Times, das hab ich jetzt mal für einen Freund als Geschenk ins Auge gefasst.

    Mein TTT:
    https://hoellenfuerstin.wixsite.com/blog/post/top-ten-thursday-35

    LG, Moni

  5. Sarah sagt:

    Huhu Martin,
    ich war ja schon eine Weile nicht dabei, aber ist dein Hintergrund vom Blog anders? Mir kommt das irgendwie farbenfroher vor. Zumindest hatte ich deinen Blog immer recht dezent in Erinnerung oder ich habe den roten Hintergrund bisher nie wahrgenommen 😀
    Egal wie: Es ist auf jeden Fall ein Hingucker und schön ^^

    Von deinen heutigen Autoren sagt mir namentlich erstmal keiner etwas, aber zwei der zehn Bücher möchte ich gerne noch lesen. Einmal wäre das „Litersum“ und einmal „Keeper of the lost cities“

    Liebe Grüße
    Sarah

    • Martin sagt:

      Hallo Sarah,
      hin und wieder ändere ich die Hintergrundfarbe, das kann dann von eher unauffällig zu eher auffällig werden. Je nach Lust und Laune.
      Von Litersum habe ich 2 von 3 Büchern gelesen und sie haben mir beide wirklich gut gefallen, ebenso die ersten zwei Teile der Keeper-Reihe. Teil drei wartet auch schon darauf gelesen zu werden.
      Liebe Grüße
      Martin

      • Sarah sagt:

        Das rot fällt auf jeden Fall sehr auf 🙂
        Ich habe mir mittlerweile auch die Klappentext und ein paar Rezis zu den beiden Buchreihen durch gelesen. Sie sind dann letztendlich auch beide auf meiner WuLi gelandet und auch direkt mal auffällig gekennzeichnet, sodass ich sie bevorzugt kaufen oder mir schenken lassen werde 😀

        Liebe Grüße
        Sarah

  6. Sandra sagt:

    Guten Abend Martin,

    von deinen Büchern bzw. Autoren habe ich noch kein Buch gelesen. Einige kenne ich aber vom Sehen: „The Stranger Times“, „Das geheime Leben des Albert Entwistle“ und „Das Geheimnis des Schneemanns“. Bei „The Stranger Times“ vermute ich noch, dass es demnächst im Adventskalender sein wird und freue mich es zu entdecken, wenn es dir so gut gefallen hat.

    Liebe Grüße,
    Sandra

  7. Aleshanee sagt:

    Schönen guten Morgen!

    Da hast du ja einige tolle Bücher für dich entdeckt!
    „Das Geheimnis des Schneemanns“ hab ich ja auch vor kurzem gelesen und ich mochte den klassischen Stil darin sehr. Von der Reihe möchte ich auch gerne noch andere lesen!

    Sörensen hat Angst – weder Titel noch Cover sprechen mich an, aber die Beschreibung und deine Meinung haben mich jetzt doch neugierig gemacht. Das könnte was für mich sein 🙂
    Genauso wie The Stranger Times.

    Von Land of Stories hab ich auch schon viel gutes gehört. Aber ich komme halt mit meinen Reihen einfach nicht hinterher – schon jetzt ist meine Reihenliste für nächstes Jahr prall gefüllt, da kommt eigentlich nix „neues“ mehr unter 😀

    Liebste Grüße, Aleshanee

  8. Nicole sagt:

    Hallo Martin,

    jetzt bin ich schon etwas ins Schwitzen gekommen, weil ich beim Lesen keinen Namen erkannt habe. Aber dann war da Nicholas Blake, der sagt mir zumindest etwas.

    Sven Stricker mit seinem Kommissar Sörensen könnte mir gefallen. Ich mag all diese heldenhaften Ermittler einfach nicht (mehr). Da könnte ein Kommissar mit Angststörung genau der richtige Typ sein.

    Liebe Grüße,
    Nicole
    Zeit für neue Genres

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