Reverse the Red Day

Reverse the Red ist eine globale Bewegung, die strategische Zusammenarbeit und Maßnahmen zum Schutz wildlebender Arten und Ökosysteme anregt und den Verlust der Artenvielfalt umkehrt. Mit einer strategischen Initiative vereint Reverse the Red ein breites Netzwerk führender Wissenschaftler, Aktivisten und Partner, die sich einem datengestützten und wissenschaftlich fundierten Ansatz für den Artenschutz verschrieben haben. Reverse the Red stellt Regierungen, Partnern und lokalen Gemeinschaften Instrumente und Fachwissen zur Verfügung, um Ziele für den Erhalt der Artenvielfalt festzulegen und zu erreichen. Erfolge im Artenschutz werden gewürdigt und hervorgehoben.
Der 7. Februar ist Reverse the Red-Day. Unter anderem wird dann gezeigt, wie man dem Verlust der Artenvielfalt entgegen treten kann und den Status vieler Tiere auf der Roten Liste der IUCN zu ändern.
Und jeder Erfolg gibt Hoffnung (auch wenn man nicht beschönigen kann, dass das Artensterben trotzdem weiter geht und das Verschwinden vieler kleiner Tiere unbemerkt bleibt).

Viele wissenschaftlich geführte Zoos in Deutschland, Österreich und der Schweiz beteiligen sich ebenfalls an Kommunikations- und Bildungsaktionen zum Reverse the Red Day, indem sie ihre Artenschutzprogramme zeigen. Aber Hinweise darauf findet man das ganze Jahr über, man muss nur aufmerksam durch den Zoo gehen. Dann wird man mehr entdecken und erfahren als man denken mag. Aber das muss ich Lesern dieses Blogs nicht sagen.
Und viele Tiere würde es nicht mehr geben, wenn man nicht versuchen würde sie zu erhalten. Und dabei haben auch Zoos eine wichtige Rolle.
Man sehe sich nur eine Auswahl der Tiere an, die in der Wildbahn ausgestorben sind (oder wären, wenn man nicht wieder Ansiedelungsprogramme durchführen würde): Extinct in the Wild.

04.02.2026, Verband der Zoologischen Gärten (VdZ)
Zoos machen Hoffnung: Artensterben ist kein Naturgesetz
Mit dem Internationalen Reverse the Red Day am 7. Februar rufen Zoos und Naturschutzorganisationen dazu auf, den Trend umzukehren
Zoos machen Hoffnung: Artensterben ist kein Naturgesetz / Mit dem Internationalen Reverse the Red Day am 7. Februar rufen Zoos und Naturschutzorganisationen dazu auf, den Trend umzukehren
Mit dem internationalen Reverse the Red Day rufen Zoos und Naturschutzorganisationen weltweit dazu auf, den Trend auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN umzukehren – von Rot (Bedrohung) zu Grün (Erholung). Das Ziel: Gefährdete Arten sollen wieder eine Zukunft haben.
„Wir wissen, dass Artenschutz wirkt – wenn wir ihn konsequent betreiben und zusammenarbeiten“, sagt Volker Homes, Geschäftsführer des Verbands der Zoologischen Gärten (VdZ). „Zoos leisten dazu einen unverzichtbaren Beitrag. Sie sichern genetische Vielfalt, ermöglichen Wiederansiedlungen und sensibilisieren Millionen Besucherinnen und Besucher für den Schutz der Natur.“
Erfolgsgeschichten, die Mut machen
Przewalski-Pferde galten in der Natur als ausgestorben – heute streifen sie wieder durch die Steppen der Mongolei und Kasachstans, ermöglicht durch das koordinierte Europäische Zuchtprogramm unter Beteiligung einer Vielzahl von Zoos.
Die Moorea-Baumschnecke wurde von der IUCN vom Status „in der Natur ausgestorben“ auf „vom Aussterben bedroht“ hochgestuft, also ein Zeichen, dass Reverse the Red möglich ist. Die Schnecken aus Zoobeständen wurden auf der Pazifikinsel Moorea bei Tahiti ausgewildert. Inzwischen sind erste erwachsene Schnecken im natürlichen Lebensraum nachgewiesen worden. Der Zoo Schwerin koordiniert und unterstützt bei der Zucht und Auswilderung bedrohter Schneckenarten in der Region.
Die Vietnamesische Krokodilschwanzechse profitiert vom Austausch wissenschaftlich geführter Zoos. Der Kölner Zoo spielt im Erhaltungszuchtprogramm eine Schlüsselrolle und zog bereits fast 50 Nachzuchten in zweiter Generation auf. Zwölf Tiere wurden im Herbst 2025 nach Vietnam zurückgeführt und stehen dort für das erste Wiederauswilderungsprogramm bereit.
Auch in Deutschland wird Artenschutz greifbar: Zoos engagieren sich in Projekten und unterstützen die Rückkehr bedrohter heimischer Arten wie Luchs, Bartgeier und Waldrapp.

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