Portrait: Steinhuhn

Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Hühnervögel (Galliformes)
Familie: Fasanenartige (Phasianidae)
Gattung: Steinhühner
Art: Steinhuhn (Alectoris graeca)

Steinhuhn (Vogelpark Bobenheim-Roxheim)

Das Steinhuhn erreicht eine Körperlänge von 33 bis 36 cm, eine Flügelspannweite von 45 bis 55 cm sowie ein Gewicht von 400 bis 800 Gramm. Männchen werden zum Teil deutlich größer und schwerer als Weibchen. Das Obergefieder weist eine blaugraue Färung auf. Die Bauchseite ist überwiegend gelblich bis bräunlich. Die Flügel sind schwarzbraun und weißlich gebändert. Das Obergefieder der Weibchen ist überwiegend graubraun gefärbt. Charakteristisch ist das schwarze Augenband, das sich vom Auge bis zur Brust zieht und die weißliche Kehle sowie die graublaue Brust optisch voneinander trennt. Der kurze Schnabel und die Extremitäten weisen eine blassrote Färbung auf. Die Iris ist bräunlich gefärbt. Die Geschlechter weisen bis auf kleine Größenunterschiede keinen weiteren Geschlechtsdismorphismus auf. Die Steinhühner sind tagaktive Vögel, die in der Nacht unter Büschen oder in Felsspalten Schutz suchen. Im Winter leben Steinhühner gesellig in kleineren Trupps zusammen. Im Frühjahr sondern sich einzelne Paare von den Gruppen ab.

Ursprünglich erstreckte sich das Verbreitungsgebiet über ganz Mittel- und Südeuropa. Heute wird nur noch das südliche und östliche Europa besiedelt. In den Alpen sind sie bis an die Waldgrenze anzutreffen. Sie leben dort meinst in Hanglage mit viel Sonnenschein. Im Winter ziehen sie in Tallagen.

Das Steinhuhn ernährt sich von Sämereien, jungen Trieben und Knopsen. Proteine werden in Form von Insekten und kleinen Wirbeltieren zu sich genommen. Küken ernähren sich hauptsächlich von Insekten und Spinnentieren.

Steinhuhn (Johann Friedrich Naumann)

Das Steinhuhn erreicht die Geschlechtsreife mit gut einem Jahr. Die Hühner leben in saisonaler Einhehe, oftmals hält die Ehe ein Leben lang. Die Balz der Steinhühner erstreckt sich im Frühjahr über den März bis in den Juni hinein. Zur Eiablage kommt es meinst im Juni oder Juli. Das Weibchen baut ihr Nest in eine einfache Erdmulde, die bei Bedarf auch ausgescharrt wird. Ausgepolstert wird das Nest mit kleinen Zweigen und Federchen. Sie legt zwischen zehn und vierzehn weißlich-gelbe Eier, die eine dunkelbraune Sprenkelung aufweisen. Oft ist zu beobachten, daß das Weibchen ihr Gelege aufteilt. In diesem Fall bebrütet das Männchen das zweite Gelege. Über einen Zeitraum von 24 bis 26 Tagen werden die Eier gewärmt. Die geschlüpften Küken sind Nestflüchter und folgen kurz nach dem Schlupf der Mutter. Die Küken ernähren sich in der ersten Zeit ausschließlich von Insekten. Flugfähig und selbständig sind sie bereits nach rund drei Wochen.

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