Portrait: Nubischer Steinbock

ohne Rang: Stirnwaffenträger (Pecora)
Familie: Hornträger (Bovidae)
Unterfamilie: Antilopinae
Tribus: Ziegenartige (Caprini)
Gattung: Ziegen (Capra)
Art: Nubischer Steinbock (Capra nubiana)

Nubischer Steinbock (Zoo Zürich)

Verglichen mit Alpensteinböcken sind Nubische (oder Syrische) Steinböcke deutlich kleiner und heller. Sie erreichen eine Kopfrumpflänge von 105 bis 125 Zentimeter, wozu noch ein 15 bis 20 Zentimeter langer Schwanz kommt. Ihre Schulterhöhe beträgt 65 bis 75 Zentimeter und ihr Gewicht 25 bis 70 Kilogramm, wobei die Männchen deutlich schwerer als die Weibchen werden. Ihr Fell ist an der Oberseite sandfarben und an der Unterseite heller, nahezu weiß, gefärbt. Charakteristisch ist eine schwarze Zeichnung an den Vorderbeinen und am Rücken und ein dunkler Bart. Während der Brunftzeit verfärben sich bei den Männchen Nacken, Brust, Schultern und Flanken dunkelbraun bis schwarz.

Beide Geschlechter tragen Hörner, wie bei allen Ziegen sind die der Männchen allerdings deutlich größer. Bei den Weibchen erreichen sie maximal 35 Zentimeter und sind vergleichsweise dünn, bei den Männchen können sie bis zu 1,2 Meter lang werden und sind weit nach hinten gebogen.

Nubische Steinböcke sind auf der Arabischen Halbinsel und im nordöstlichen Afrika beheimatet. In der Levante und auf der Arabischen Halbinsel kommen sie in Israel, Jordanien, Saudi-Arabien, Jemen und Oman vor, in Syrien und im Libanon sind sie ausgestorben. In Nordostafrika bewohnen sie die Rotmeerküste Ägyptens, des Sudans und Eritreas. Allerdings ist ihr Lebensraum stark zersplittert und fragmentiert. Lebensraum dieser Tiere sind felsige Wüstenregionen.

Nubische Steinböcke sind im Gegensatz zu vielen anderen wüstenbewohnenden Tieren nicht nachtaktiv und auf regelmäßiges Trinken angewiesen. In den Sommermonaten verbringen die Tiere die Nacht in offenem Gelände, im Winter suchen sie dazu Höhlen oder Überhänge auf. Sie sind Pflanzenfresser, die sich von Gräsern, Kräutern und anderem ernähren.

Nubischer Steinbock (Zoo Magdeburg)

Weibchen leben in Gruppen von 10 bis 20 Tieren mitsamt ihrem Nachwuchs bis zum Alter von drei Jahren. Männchen leben die meiste Zeit über in Junggesellengruppen oder einzelgängerisch. In der Paarungszeit, meist im Oktober, suchen die Böcke Anschluss an eine Weibchenherde und kämpfen mit anderen Männchen heftig um das Paarungsvorrecht.

Nach einer rund fünfmonatigen Tragzeit bringt das Weibchen meist im März ein bis zwei Jungtiere zur Welt. Diese bleiben bis zum Alter von rund drei Jahren bei ihrer Mutter. Im gleichen Alter werden sie geschlechtsreif, aufgrund der Sozialstruktur erfolgt die erste Fortpflanzung oft erst einige Jahre später.

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