Portrait: Kongo-Rosenkäfer

Ordnung: Käfer (Coleoptera)
Unterordnung: Polyphaga
Familie: Blatthornkäfer (Scarabaeidae)
Unterfamilie: Rosenkäfer (Cetoniinae)
Gattung: Pachnoda
Art: Kongo-Rosenkäfer (Pachnoda marginata)

Kongo-Rosenkäfer (Tierpark Klingenthal)

Der Kongo-Rosenkäfer ist in der Terraristik sehr beliebt, vor allem im der Unterart Pachnoda marginata peregrina-
Der Käfer erreicht eine Länge von 20 bis 25 Millimetern. Ein sicheres Merkmal zur Unterscheidung zwischen den Geschlechtern ist die an der Unterseite des Hinterleibs der Männchen vorhandene Längsfurche. Die Bauchseite sowie der Kopf und die Beine sind immer schwarzbraun gefärbt. Die gesamte Oberseite ist matt samtig und kann in der Färbung je nach Unterart stark variieren.
Pachnoda marginata peregrina ist rotbraun mit leuchtend gelbem, breiterem Band um das komplette Halsschild und die äußeren Ränder der Flügeldecken. Deren hinteres Drittel ist bis auf zwei rotbraune Flecken, die miteinander verbunden sein können, komplett gelb.
Die Unterart Pachnoda marginata aurantia ist komplett orangegelb mit hellgelbem Rand.

Wie aus dem Namen hervorgeht, ist die Art vorwiegend im Kongo beheimatet. Aber auch in anderen Gebieten Zentral- und Westafrikas, wie Guinea, Senegal, Angola, Kamerun, Kenia und im Sudan lassen sich verschiedene Unterarten finden.

Die flugfähigen Imagines erleichtern ihr Abfliegen gelegentlich dadurch, dass sie sich um die eigene Achse drehen, während sie ihre Flügel unter den Deckflügeln hervor spreizen. Sie leben vor allem auf Bäumen und Sträuchern und ernähren sich von Früchten, Blütenblättern und Baumsäften. Man findet die Käfer aber auch am Boden. Die Paarung findet ebenfalls auf Bäumen und Sträuchern oder dem Erdboden statt. Fehlen Weibchen sind zwischen den Männchen Gruppenpaarungen zu beobachten, bei denen bis zu vier Käfer übereinander sitzen können. Die Larve (Engerling) lebt in der Erde und ernährt sich von auf den Boden gefallenen Blättern und Früchten, die sie auf dem Rücken liegend von unten anknabbert. Ein Weibchen kann etwa sieben Monate alt werden, das Männchen um die fünf Monate.

Kongo-Rosenkäfer (Zoo Berlin)

Die Entwicklung vom Ei bis zum adulten Käfer ist schon nach etwa fünf Monaten abgeschlossen. Die bis zu 178 Eier werden vom Weibchen im Boden abgelegt. Nach drei bis vier Wochen schlüpft die Larve. Sie verpuppt sich nach etwa drei Monaten in einem selbstgebauten Kokon aus Erdkörnern und einem speziellen Körpersekret, welcher meist an größeren festen Bestandteilen im Boden wie Wurzeln angebracht wird. Der Käfer schlüpft nach weiteren fünf bis acht Wochen und verlässt einige Tage später, wenn der Chitinpanzer komplett ausgehärtet und ausgefärbt ist, den Kokon und gräbt sich aus der Erde aus.

Die Nominatform des Kongo-Rosenkäfers wurde von Dru Drury ursprünglich unter dem Namen Scarabaeus marginatus beschrieben. Heute werden verschiedene Unterarten differenziert, von denen die Unterart Pachnoda marginata peregrina unter mehreren mittlerweile als Synonyme geltenden Namen beschrieben wurde

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