Portrait: Kaisergans

Ordnung: Gänsevögel (Anseriformes)
Familie: Entenvögel (Anatidae)
Unterfamilie: Gänse (Anserinae)
Tribus: Echte Gänse (Anserini)
Gattung: Feldgänse (Anser)
Art: Kaisergans (Anser canagicus)

Kaisergans (Amerika-Tierpark Limbach-Oberfrohna)

Die Kaisergans wirkt gedrungener als andere Feldgänse-Arten. Ihre Körperlänge beträgt im Durchschnitt 66 Zentimeter. Die Beine sind relativ kurz. Sie hat einen weißen Kopf und ein gesperbertes Gefieder. Beide Geschlechter sehen gleich aus. Die Männchen sind allerdings meist etwas größer als die Weibchen. Beide Geschlechter wiegen etwa 2,8 Kilogramm. In menschlicher Obhut gehaltene Kaisergänse können allerdings deutlich schwerer werden, da sie wegen des guten Futterangebotes zu Depotfettbildung neigen.
Im Jugendkleid weisen Kaisergänse noch ein graues Mantelgefieder aus, das braun übertönt ist. Kopf und Hals sind durchweg schwarzgrau. Der Schnabel ist noch schwarz, während die Füße olivgrau sind.
Im 1. Jahreskleid gleichen die noch nicht geschlechtsreifen Gänse den Altvögeln. Allerdings ist weiße Kopf- und Halspartie noch von einzelnen dunklen Federn durchzogen. Die Flügel weisen gleichfalls noch einzelne, noch nicht vermauserte Federn auf, die bräunlich sind. Schnabel und Füße sind zu diesem Zeitpunkt jedoch schon so gefärbt wie bei den Alttieren.
Die Vollmauser setzt ein, nachdem die Jungen geschlüpft ist. Sie dauert etwa einen Monat. Flugfähig sind sowohl die adulten Kaisergänse als auch die Junggänse etwa Ende Juli bis Anfang August.

Die Kaisergans kommt von Nordsibirien bis zum Nordwesten Alaskas und auf den vorgelagerten Inseln des Nord- und Beringmeeres vor. Sie bevorzugt die Deltaregionen der Flusssysteme und brütet entlang der Küstenlinie. Brutplätze finden sich auch an küstennahen Binnenseen.

Kaisergans (Tier- und Vogelpark Forst)

Die Vögel kehren erst in der zweiten Maihälfte – am Eismeer erst im Juni – an ihre Brutplätze zurück. Die Paare benötigen ein großes Brutrevier. Damit unterscheiden sie sich von einer Reihe anderer arktischer Gänse, die in Kolonien brüten. Das Brutrevier wird insbesondere vom Ganter heftig verteidigt.
Das Nest wird gewöhnlich an der höchsten Flutlinie zwischen angespültem Tang und Treibholz angelegt. Die Nester sind kunstlos aus trockenen Pflanzenteilen gebaut. Die Nester sind gut getarnt, da sie sich nicht über den Erdboden erheben. Brütende Kaisergänse haben außerdem die Angewohnheit, sich bei Gefahr mit ausgestrecktem Hals flach auf den Boden zu legen. Die vier bis sieben weißmatten Eier werden gewöhnlich zu Beginn des Juni gelegt und 25 Tage bebrütet. Mit dem Beginn der Brut lockert sich die Paarbindung. Die Ganter bilden in dieser Zeit Trupps und halten sich abgesondert von den brütenden Weibchen an der Uferzone auf. Pro Gelege werden meist nur zwei bis drei Jungtiere flügge. Ihre Geschlechtsreife erreichen Jungvögel frühestens gegen Ende des 2. Lebensjahres, in der Regel aber erst im 3. Lebensjahr.
Die Brutplätze werden in der Regel gegen Ende September und mitunter sogar erst im Oktober wieder verlassen.
Die Nahrung besteht zumindest für die Küstenpopulation überwiegend aus Weichtieren, Krustentieren, Ringelwürmern und andere Kleinlebewesen. Gräser, vorwiegend Seggen wie Carex stans werden von diesen Populationen nur in kleinen Maßen geäst. Bei Populationen, die in der Moortundra brüten, spielt die pflanzliche Ernährung eine nur geringe Rolle.

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