| Ordnung: | Buntbarschartige (Cichliformes) |
| Familie: | Buntbarsche (Cichlidae) |
| Unterfamilie: | Pseudocrenilabrinae |
| Tribus: | Tilapiini |
| Gattung: | Tilapia |
| Art: | Guinas-Buntbarsch (Tilapia guinasana) |
Der Guinas-Buntbarsch ist eine vom Aussterben bedrohte Buntbarschart, die in Namibia endemisch ist; ursprünglich kam sie nur im Guinas-See vor. Dieser sehr kleine Erdfallsee weist recht klares Wasser auf, dessen Temperatur je nach Jahreszeit meist zwischen 18 und 25 °C liegt; der Guinas-Buntbarsch wurde bereits in Tiefen von bis zu 67 m gesichtet. Im Otjikotosee wurden die Tiere eingesetzt.
Die Fische leben in Schwärmen, doch zur Fortpflanzung sondern sich Paare ab und suchen die senkrechten Felswände des Sees auf, wo sie schmale Felsvorsprünge für die Brut nutzen. Die Eier und Jungfische werden von den Eltern aggressiv verteidigt. Der Guinas-Buntbarsch ernährt sich hauptsächlich von Algen, einschließlich Kieselalgen; als opportunistischer Allesfresser frisst er jedoch auch wirbellose Tiere.
Der Guinas-Buntbarscg kann eine Gesamtlänge von bis zu 14 cm erreichen. Während der Fortpflanzungszeit färbt sich die Unterseite schwarz. Ansonsten ist die Färbung sehr variabel; es treten fünf Hauptmorphen auf, die nicht geschlechtsspezifisch sind: olivfarben, oliv gestreift, dunkelblau, blau gestreift und hellblau. Letztere Variante ist ihrerseits recht variabel und kann weiße oder gelbe Bereiche sowie schwarze Flecken aufweisen. Es bestehen geringfügige genetische Unterschiede zwischen den Morphen, und es kommt zu einer gewissen Partnerwahl nach Ähnlichkeit (assortative Paarung), insbesondere bei den olivfarbenen und dunkelblauen Tieren (was möglicherweise ein sehr frühes Stadium der Aufspaltung in eigenständige Arten darstellt). Manche hellen Exemplare weisen eine stark gesprenkelte Zeichnung auf, was der Art die Beinamen „Afrikanischer Koi“ und „Nguni-Fisch“ eingebracht hat. Dieser ausgeprägte Polymorphismus ist bei der im Otjikoto-See eingeführten Population nicht zu beobachten. Die Art ist eng mit Tilapia sparrmanii verwandt, beide Arten können sich miteinander kreuzen.


