Portrait: Bahama-Felsenleguan

Ordnung: Schuppenkriechtiere (Squamata)
Familie: Leguane (Iguanidae)
Gattung: Wirtelschwanzleguane (Cyclura)
Art: Bahama-Felsenleguan (Cyclura cychlura)

Bahama-Felsenleguan (Tiergarten Schönbrunn)

Der Bahama-Felsenleguan Cyclura cychlura ist ein massiger, ausgesprochen kräftiger Leguan mit breitem Kopf, muskulösen Gliedmaßen und langem Schwanz. Große Tiere können etwa 1,2–1,5 Meter erreichen, wobei der Schwanz einen erheblichen Anteil ausmacht.
Der Bahama-Felsenleguan ist je nach Unterart graubraun, olivgrün, bräunlich oder dunkelgrau, gelegentlich mit rötlichen oder orangefarbenen Partien.
Eine Reihe ausgeprägter Stachelschuppen verläuft vom Nacken über den Rücken.
Der Schwanz ist kräftig, mit ringförmig angeordneten Schuppen. Wie andere Arten der Gattung auch weist der Bahama-Felsenleguan einen Geschlechtsdimorphismus auf. Männchen werden gewöhnlich größer und besitzen massigere Köpfe sowie ausgeprägtere Schenkelporen, die zur Abgabe von Pheromonen dienen.

Der Bahama-Felsenleguan kommt ausschließlich im südwestlichen Teil der Bahamas vor. Vor 18.000 Jahren, während der letzten Eiszeit, war der Meeresspiegel deutlich niedriger; viele der Bahamas-Inseln waren miteinander verbunden, und diese Art bildete wahrscheinlich eine zusammenhängende Population. Die heutigen Reliktpopulationen leben auf der Insel Andros sowie auf den Exuma-Inseln.
Es werden drei Unterarten unterschieden: der Andros-Felsleguan (C. cychlura cychlura), der Allen’s-Cay-Felsleguan (C. c. inornata) und der Exuma-Felsleguan (C. c. figginsi). Die beiden letztgenannten Populationen sind genetisch nicht voneinander zu unterscheiden und daher vermutlich als Synonyme zu betrachten.

Bahama-Felsenleguan (Zoo Zürich)

Der Bahama-Felsenleguan bewohnt tropische Trockenwälder, Kiefernwälder auf kargem Boden, küstennahe Gebüschlandschaften, Mangrovengebiete sowie Strandbereiche. Diese Lebensräume finden sich auf flachen Inseln, die aus Karstkalkstein-Plateaus bestehen. Wie alle Cyclura-Arten ernährt sich der Bahama-Felsenleguan vorwiegend pflanzlich. Er lebt am Boden, wobei Jungtiere am Morgen häufig in das Geäst klettern, um dort zu sonnen und zu fressen.

Dieser Beitrag wurde unter Tierportrait abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen für den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert