Philip J. Davis: Magnifikatz (Rezension)

Die harmlose Frage »Kommt mein Kanarienvogel in den Himmel?« ruft eine internationale Gelehrtenkonferenz auf den Plan. Da diese in Kopenhagen stattfindet, ziehen die Teilnehmer auch die Werke des Märchenerzählers Hans Christian Andersen zu Rate. Uneinigkeit herrscht über Andersens Verhältnis zu Katzen.
Lucas Fysst und Pembrokes Katze Thomas Gray fassen unverdrossen den Beschluß, nach einem verlorengegangenen, katzenfreundlichen Manuskript von Andersen zu fahnden. Eine abenteuerliche Suche beginnt – kreuz und quer in Kopenhagen.

Das zweite Abenteuer mit Pembrokes Katze … aber man mauss (wie ich) den Vorgänger nicht kennen. Jedenfalls habe ich nicht das Gefühl gehabt, dass ich irgend etwas verpasst habe, auch wenn ich irgendwann auch den Vorgänger lesen möchte.
Denn Magnifikatz war ein großer, abgedrehter Lesespaß. Sprechende Katzen, Geister, Wissenschaftler jeglicher Art und auch einige spirituelle Führer … durch den Fleischwolf gemischt und heraus kommen: Witzige (sehr gestelzte, aber unterhaltsame) Kommentare, Geistererscheinungen, peinliche Begegnungen (mit dem dänischen Königspaar und Vertretern der Medien).
Man wird gut unterhalten, nur um am Ende festzustellen, dass die Suche nach HCAs Manuskript eher nebensächlich war.
Es ist kein Katzenkrimi, aber es gibt kriminalistische Elemente. Man lernt Kopenhagen ein bisschen kennen und darf irgendwann feststellen, dass das Ende schneller kam als erwartet.

Ich habe mich köstlich amüsiert. Ich weiß nicht, was ich erwartet habe. Nicht das, was ich gelesen habe, aber bereut habe ich es nicht.  Ein Buch nicht nur für Katzenfreunde und Fantasyfans.

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