Martina Kroth/Lisa Maier: Mein lieber Spatz (Rezension)

Das typische „Tschilp“ des Sperlings, im Volksmund auch Spatz genannt, kennt wohl jeder. Was aber macht den Spatz zu einem beliebten Gast im Garten? Dieses spannende Sachbuch für Kinder ab 7 Jahren deckt alle Mythen und Geheimnisse rund um den bekannten Kulturfolger auf. Kindgerecht und mit viel Witz werden in diesem Buch Themen wie Aussehen, Nahrung, Gesang, Paarung und Nestbau behandelt. Alle Themengebiete sind mit Ausmalbildern, Rätseln, Experimenten, Suchbildern, Beobachtungstipps und -listen gespickt und wecken so die Entdeckerfreude der jungen Forscher.
Martina Kroth schrieb mit sechs Jahren ihren ersten Aufsatz über Dinosaurier, die Vorfahren von Spatz & Co. Es ist ihr wichtig, vor allem Kindern die Freude an der Natur zu vermitteln – aus ihrer Feder stammen bereits mehrere erlebnispädagogische Sachbücher. Lisa Maier absolvierte ein Freiwilliges Ökologisches Jahr auf der Nordseeinsel Amrum. Von 2013-2016 studierte sie Biological Sciences in Konstanz und von 2017-2020 Umweltwissenschaften an der Uni in Freiburg. Seit 2020 ist sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin im NABU Bodenseezentrum in Konstanz mit Schwerpunkt Ornithologie.
Beide Autorinnen sind also bestens geeignet ein Buch über den Spatz (Haussperling) zu scheiben. Vielleicht mag man mit den Augen rollen, denn Spatzen sind allgegenwertig (teilweise nervig) und warum sollte man Interesse für diese Allerweltsvögel aufweisen. Nun, auch wenn sie allgegenwärtig sind und sie zu den Vögeln gehören, die man sofort erkennt, stellt sich die berechtigte Frage, was man über sie weiß.
Dieses Wissen wird mit MEIN LIEBER SPATZ bereits den Kindern beigebracht und auf sehr unterhaltsame Weise. Neben Wissenswertes über den Vogel werden die Leser selbst dazu animiert die Vögel genauer zu beobachten und so selber mehr über die Tiere zu erfahren, beziehungsweise das gelesene selbst zu erleben.
Trotz der geringen Seitenzahl ist MEIN LIEBER SPATZ eine Bereicherung im Kinderbuchregal (sofern es den Weg dorthin überhaupt findet und nicht zum ständigen Fieldguide mutiert ist): Es weckt die Neugierde an der Natur, beschäftigt den Leser (im Freien vorzugsweise) und vermittelt Wissen über ein Tier, das jeder kennt, wenn auch nur oberflächlich.

(Rezensionsexemplar)

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