Marianne Taylor: Eine Geschichte des Lebens – auf zehneinhalb Arten erzählt (Rezension)

Welche Lebensformen würden Aliens mitnehmen, um in einem Museum das Leben auf der Erde zu zeigen? Anhand welcher Arten ließe sich am besten erklären, was Leben ist und wie es funktioniert? Marianne Taylor versteht es, komplexe Sachverhalte der Evolution transparent zu machen und räumt auf mit so manchem landläufigen Halbwissen über die Entwicklung von Arten und Populationen. Ein Sachbuch auf dem neuesten Stand der Wissenschaft, das komplexe Zusammenhänge mithilfe von Infografiken verständlich macht und einen faszinierenden Einblick in die Entwicklung des Lebens auf unserem Planeten gibt.
Das Cover ist ein Hingucker, der Titel etwas irreführend. Eine Geschichte des Lebens wird nicht auf zehneinhalb Arten erzählt, es sind zehneinhalb Arten/Spezies, die helfen die Evolution zu verstehen. Und anhand von Viren, Farnen und allerhand tierischer Vertreter, werden auf einfache Art und Weise die Themen, biologische Systematik, Aussterben und Evolution (und noch einige andere) erklärt. Tatsächlich darf man sich am Ende rühmen, mehr zu wissen als zu beginn der Lektüre und auch Tiere kennen gelernt zu haben, von deren Existenz man vermutlich vorher nichts wusste.
Knapp und leicht verständlich bekommt der Leser einen Überblick über das Leben auf unserem Planeten (inklusive der Zukunft, die man erwarten kann). Manchmal allerdings fällt das Lesen schon sehr schwer, schwarze Schrift auf rotem Hintergrund ist schon fast eine Zumutung, da fällt die Lust am lesen schwer.
Auf der anderen Seite sind die Themen und Informationen sehr breit gefächert und kratzen oft nur an der Oberfläche. Eine systematische Ordnung der Kapitel (welche ich irgendwie erwartet hätte) fehlt auch.
„Ein Sachbuch über die Kernfragen der Evolution mit informativen Zeichnungen und verblüffenden Fakten.“ Allerdings nicht ganz fehlerfrei. Weniger bunt wäre hilfreich gewesen, eine bessere Ordnung der Kapitel und vielleicht sogar weniger Informationen, dafür diese etwas ausführlicher. DANN wäre das Buch perfekt, aber so … eine Einleitung zu vielen Themen der Biologie. Mehr nicht.

Und wer wissen, will, wer die halbe Art ist … ich verrate es nicht.

(Rezensionsexemplar)

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