Die Schafe von Glennkill stürzen sich in das nächste wollsträubende Abenteuer!
Mit ihrer neuen Schäferin Rebecca gehen sie auf Europareise und beziehen bald ihr Winterquartier im Schatten eines abgelegenen, französischen Schlosses. Eigentlich könnten die Schafe es sich hier so richtig gemütlich machen, doch spätestens, als ein Toter unter der alten Eiche liegt, ist klar, dass an Winterruhe nicht zu denken ist. Ein Werwolf, ein Loup Garou, ist dafür verantwortlich, sagen die Ziegen der Nachbarweide. Für Miss Maple und Co. heißt das: Sie müssen schnell Licht ins Dunkel bringen, um nicht nur ihr eigenes Fell, sondern auch ihre Schäferin zu schützen. Und so folgen sie schon bald – mit ihren unbeirrbaren Schafsnasen – einer ersten Spur. Diese führt sie mitten in ein Gewirr aus eiskalten Schlossfluren, verschneiten Wäldern und unbequemen Fragen. Die Zeit läuft ihnen davon, und der wahre Schrecken lauert näher, als ihnen lieb ist …
GLENNKILL war ein Schafskrimi … in ihrer Fortsetzung geht Leonie Swann nun weiter und macht aus GAROU einen Schafsthriller. Nun ja … Krimi ja, Thriller … ich weiß nicht. Und auch bei GAROU hat mir der Zugang zur Handlung gefehlt, bzw. konnte ich nicht so mitfiebern, wie man es vielleicht erwarten würde. Die Schafe (und Ziegen) sind ein Highlight des Romans, aber ich hatte Schwierigkeiten die Tiere mit der „menschlichen“ Handlung in Verbindung zu bringen. Schafe, Ziegen (und Hunde) auf der anderen Seite, Schäferin (mit Mutter), Ziegenhirt, Schlossbesitzer und andere auf der anderen Seite … beides für sich gesehen interessant, aber … vielleicht hat es dem Roman nicht geholfen, dass zwei Sichtweisen (Menschliche und wollige), die so unterschiedlich sind, versucht wurden zusammen zu bringen.
Für sich gesehen waren die Schafe höchst amüsant, die menschliche Erzählung hat mich nicht wirklich erreicht. Und ein Thriller? Vielleicht im Hintergrund, aber so wirklich … und dabei war so viel Potential dabei: Da wimmelt es von Garou und Shub-Niggurath (was etwas unter geht) und aus dem Schweigen der Lämmer wird eine Gutenacht-Geschichte. Humorvoll wird die Geschichte der Schafe (und Ziegen) erzählt, eher belanglos erscheint dann die Geschichte der Menschen, schon fast so normal und … weniger interessant. Die Schaf- und Ziegenpersönlichkeiten stehen im Vordergrund, die Menschen (vielleicht mit Ausnahme von Rebecca) bleiben eher blass. Ein Thriler? Nicht wirklich, dazu ist die Geschichte dann doch zu cozy (oder sollte man wollig sagen?).
Freunde von Schafen und Ziegen werden sich vielleicht unterhalten fühlen. Aber einen spannenden Thriller oder Krimi kann man nicht erwarten.
GAROU bei amazon (AffiliateLink)
(Rezensionsexemplar)

