Eliot Schrefer: Caldera 1: Die Wächter des Dschungels (Rezension)


Der magische Dschungel von Caldera schwebt in höchster Gefahr: Die böse Ameisenkönigin droht, aus ihrem Gefängnis auszubrechen und Caldera mit ihren Ameisenarmeen zu unterwerfen – nur eine kleine Gruppe von Schattenwandlern mit magischen Fähigkeiten kann das verhindern!
Dazu gehört das mutige Panthermädchen Mali. Zusammen mit dem Pfeilgiftfrosch Rumi, der Fledermaus Lima und dem Kapuzineräffchen Gogi macht sie sich auf ins größte und zugleich gefährlichste Abenteuer ihres Lebens!

Mein erster Gedanke beim Lesen des Klappentextes: Klingt skurril. Eine Ameisenkönigin als Bösewicht. Dann aber: Warum nicht, Ameisen können durchaus eine Gefahr darstellen, vor allem in Massen.

Und dann der Gedanke: Ein Frosch als Held, das kann ja nur lustig werden. Und das Cover ist auch sehr ansprechend und vielversprechend, auch wenn ich nicht zu den Lesern gehöre, die Bücher aufgrund ihres Covers kaufen, bzw. beurteilen.
Die Erwartungen waren dementsprechend, als ich schließlich mit dem Lesen anfing. Vielleicht zu hoch, denn das Schicksal von Panthermädchen Mali und ihren Gleichgesinnten berührte mich kaum. Ich habe den Eindruck, dass ich entweder anspruchsvoller geworden bin, was meinen Lesestoff anbelangt, oder sich tatsächlich im Moment viele Bücher im belanglosen Einheitsbrei suhlen. Caldera hat ein paar nette Ideen, allerdings ist auch vieles Vorhersehbar (und der tatsächliche Überraschungsmoment geht verloren).
Gut dargestellt werden die Verhaltensweisen der Tiere (wenn man sich mit der Kommunikation der Tiere untereinander anfreunden kann … aber warum sollte man ein Buch dieser Art lesen, wenn man das nicht mag), aber das ist zu wenig, um eine wirklich spannende Geschichte zu bieten. Selbst der Cliffhanger ist vorhersehbar und macht nicht wirklich Lust auf mehr.
Kann man lesen, muss man aber nicht.
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 10 – 12 (aber es gibt spannenderes für diese Altersklasse)

Nebenbei bemerkt: Der Originaltitel lautet The Lost Rainforest: Mez´ Magic. Im Deutschen wurde dann wohl aus Mez Mali (warum auch immer, mir erschließt sich diese Namensänderung nicht, aber das ist Sache der Übersetzer und hat auf die Handlung keine Auswirkungen)

(Rezensionsexemplar)

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