Bernhard Kegel: Der Rote (Rezension)

Kaikoura, Neuseeland: Ein gewaltiges Seebeben verwandelt den malerischen Küstenstreifen binnen Minuten in eine Schlammwüste. Die Wale verschwinden und mit ihnen die Touristen. Nur der deutsche Biologe Hermann Pauli bleibt, der eigentlich in Neuseeland den Tod seiner Frau verwinden wollte. Jetzt streift er durch einen Ort der Verwüstung. Doch dann stellt er fest, dass das Seebeben auch etwas zutage gefördert hat, das die Welt um ihn herum in höchste Alarmbereitschaft versetzt.
Ich weiß nicht, was ich von DER ROTE halten soll. Auf der einen Seite ist es interessant zu lesen, wenn die Wissenschaftler ihre Arbeit machen, auf der anderen Seite langweilt es, wenn man Thrillerelemente erwartet. So interessant Kopffüßer auch sind, so langweilig wirken sie, wenn man es nicht mit einem Horrorreißer wie DER WEISSE HAI zu tun hat. Und genau das ist es nicht, auch wenn man anhand des Covers etwas anderes erwartet. Und so langweilt der Roman sehr schnell, da es an Konflikten und anderen Spannungsmomenten fehlt und selbst wenn der Hauch von Action auftaucht wird alles zu schnell abgehandelt. DER ROTE bietet zu wenig auf zu vielen Seiten, ein Dokumentarfilm über Sepien bietet mehr (und Sepien, Kalmare und Kraken sind wirklich interessante Tiere, denen man mehr Aufmerksamkeit schenken sollte).
Kaum Action, wenig Wissenswertes über die Kopffüßer und was bleibt mag streckenweise faszinieren, ist aber für einen Thriller zu wenig. Man hätte mehr daraus machen können, zumal es dafür zahlreiche Möglichkeiten gegeben hätte.
Inzwischen habe ich einiges von Bernhard Kegel gelesen und meiner Meinung nach schreibt er gute Sachbücher, mit denen er seine Leser gut unterhalten kann. Mit seinen Romanen gelingt ihm das anscheinend nicht.

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