Arthur Conan Doyle: Der Hund der Baskervilles (Rezension)

»Man wird des Moores nie müde. Die herrlichen Geheimnisse, die es birgt, übersteigen unsere Vorstellungskraft. Es ist so groß und so karg und so rätselhaft.«
Welche düsteren Geheimnisse birgt das Moor? Der wohl bekannteste Fall führt Holmes und Dr. Watson nach Dartmoor, in dem der Legende der Familie Baskerville zufolge ein grauenerregender, riesiger Hund haust, der Tod und Schrecken verbreitet. Doch gibt es dieses Geschöpf wirklich? Die Legende scheint sich zu bewahrheiten, als Sir Charles Baskerville tot am Rande des Moors aufgefunden wird. Sherlock Holmes muss all seine Fähigkeiten einsetzen, um dessen Tod aufzuklären und einen weiteren Mord zu verhindern.

Der Hund der Baskervilles (in älteren Übersetzungen auch Der Hund von Baskerville) ist der dritte Roman mit Sherlock Holmes und vermutlich die bekannteste Geschichte Arthur Conan Doyles.
Der Roman erschien von August 1901 bis April 1902 als Fortsetzungsroman im Strand Magazine (Jahre nachdem Doyle Holmes getötet hatte, siehe hier) und wurde von Sidney Paget illustriert. Der Verlag brachte die Buchausgabe bereits im März des Jahres 1902 heraus, damit sich auf das Ende gespannte Leser, die den letzten Monat nicht mehr warten wollten, das Buch kauften.
In Deutschland erschien das Buch 1903 unter dem Titel Der Hund von Baskerville. Dies suggeriert, Baskerville sei eine Ortschaft und kein Familienname, weshalb man das in neueren Übersetzungen geändert hat.

Der Hund der Baskervilles ist ein sehr atmosphärisches Buch, das gut die Stimmung des Moors einzufangen weiß. Neben düsteren Legenden, geheimnisvollen Gestalten, ausgebrochene Verbrecher wird dem Leser durch Watsons Erzählung durch das geschehen geführt. Holmes bleibt anfänglich im Hintergrund, so dass der Leser nur Watsons Sicht der Dinge erfährt (und Fans des großen Detektivs wissen, dass es zwischen den beiden oft gravierende Unterschiede gibt).
Ein typischer Holmes könnte man sagen, trotz des Alters nicht langweilig und spannend bis zum Schluss. Kein Wunder, dass es zahlreiche Verfilmungen des Stoffes gibt.
Doyle ist ein Meisterwerk gelungen, ein echter Klassiker, der es verdient hat neu Übersetzt und den sprachlichen Veränderungen angepasst zu werden.

Und ich bin der Meinung, dass man die Klassiker nie aus den Augen verlieren sollte und es nie schadet, hin und wieder mal zu einem älteren Buch zu greifen.
Der Hund der Baskervilles hat es auf jeden Fall verdient.

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