Arne Blum: Saubande (Rezension)

Tatort Schweinestall – ein „Charakterschwein“ ermittelt!
Kim hat im Moment zweifellos Schwein: Sie ist dem Tod von der Schippe gesprungen. Nun hat sie bei dem Maler Munk und seiner Muse Dörthe ein neues Zuhause gefunden. Und Kim ist verliebt … Doch dann das: Mit einem Messer im Rücken stürzt ihr Gönner tödlich getroffen zu Boden. Nur ein letztes Wort kommt über seine Lippen: »Klee …« Kim steht vor einem Rätsel. Und was das Ganze noch erschwert: Kim ist ein Schwein, und ihre Artgenossen sind ihr wahrlich keine Hilfe – weder Che, der große Weltveränderer, noch der gefräßige Brunst oder der altersschwache Doktor Pik. Bleibt nur der verwegene Typ, der Kim seit Tagen schöne Augen macht und von allen nur Lunke genannt wird, ein wilder Schwarzkittel, der keiner Keilerei aus dem Weg geht. Gemeinsam folgen die beiden ihrem Rüssel und wühlen dabei einen allzu menschlichen Bodensatz aus Vertuschung, Habgier, Erpressung und Mord auf …
Ein amüsanter Kriminalroman über die Abgründe von Habsucht, Gier und anderen menschlichen Untugenden.

Meine Meinung, Tierkrimis betreffend ist inzwischen eher zwiegespalten. Vielleicht lese ich auch einfach die falschen, denn abgesehen von wenigen Ausnahmen (Mrs Murphy zum Beispiel) finde ich sie entweder belanglos, langweilig oder beides.
Entsprechend bin ich an dieses Buch herangegangen, aber … ich wurde angenehm überrascht: Die Schweine haben mir wirklich gefallen.
Es ist nicht so, dass Kim und ihre Gefährten aktiv ermitteln. Sie beobachten, entdecken und machen die Menschen auf wichtige Entdeckungen aufmerksam. Nebenbei haben sie ihr eigenes (langweiliges) Leben, das allerdings sehr humorvoll dargestellt wird.
Der Kriminalfall in den die Schweine involviert ist weißt keine große Tiefe auf, trotzdem gibt es die eine oder andere überraschende Wendung.
Kurzweilig und amüsant …. die Schweine machen ihre Arbeit gut und ich werde mir (irgendwann) auch die Fortsetzungen anschaffen.
Ich würde Saubande nicht unbedingt als klassischen Krimi bezeichnen, aber Freunde von Tierkrimis kommen auf ihre Kosten.

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