6. Zooreise 2020 – Tag 2: Saurier, Senf und Steine …

Geplant waren Besuche im Tierpark Zittau, dem Saurierpark und dem Senfmuseum in Bautzen, sowie ein Besuch der kleinen Sächsischen Schweiz in Wehlen.
Das Frühstück im Hotel war ein normales Buffet, das sich nur durch die besonderen Umstände von sonstigen Aufenthalten bisher unterschied.
Man wurde an seinen Tisch gebracht, es gab einen Buffetrundgang, Maskenpflicht bestand sobald man den Tisch verließ und die Anzahl der Gäste war limitiert.
Aber über das Angebot konnte ich mich nicht beklagen.

Im Tierpark Zittau musste man nur im Eingangsbereich Masken tragen, es galten die normalen Hygienevorschriften und der Zugang einiger begehbarer Anlagen war auf eine bestimmte Personenanzahl begrenzt und es herrschte ein Einbahnsystem. Das Vivarium war geschlossen.
Danach fuhren wir nach Bautzen. Die Stadt selber macht einen interessanten Eindruck, auch wenn wir nicht viel davon gesehen haben, aber ich denke wir kommen wieder und werden an einer Stadtführung teilnehmen.
Heute wollten wir nur das Senfmuseum und den Saurierpark in Kleinwelka besuchen.
Das Senfmuseum war klein und enttäuschend, nicht das, was ich erwartet hätte. Ich hätte mehr über den Senf und seine Herstellung erhofft und keine Sammlung von Senftöpfchen.
Nun ja, Senf haben wir trotzdem gekauft, den kann man immer brauchen.

Danach fing es weiter in den Saurierpark.
Der Saurierpark Kleinwelka ist mit 16 Hektar der größte Saurierpark in Deutschland. Die in ihrer Größe und Art einmalige Anlage liegt zwischen den Bautzener Ortsteilen Kleinwelka und Großwelka. Sie entstand aus dem direkt angrenzenden Sauriergarten Großwelka. In den beiden Anlagen befinden sich über 200 lebensgroße Plastiken von Dinosauriern und anderen urzeitlichen Lebewesen, vor allem Reptilien, Amphibien und Säugetieren aus Ur-, Stein- und Neuzeit.
Die Geschichte des Saurierparks beginnt im direkt benachbarten Sauriergarten Großwelka. Auf seinem Grundstück in Großwelka begann 1978 Franz Gruß mit der Modellierung von urzeitlichen Sauriern nach wissenschaftlichen Rekonstruktionen in Originalgröße aus Stahlgeflecht und Beton. Schnell entwickelte sich sein der Öffentlichkeit zugänglicher Garten zu einem Besuchermagnet. Um dem großen Interesse nachzukommen, dehnte Franz Gruß ab 1981 im Auftrag der Gemeinde Kleinwelka die Ausstellung auf das angrenzende gemeindeeigene Parkgrundstück aus. Dieses Gelände bildete den Kern des heutigen Saurierparks Kleinwelka. Fortan arbeitete Gruß im Auftrag der Gemeinde. In seiner Freizeit stellte er weiterhin auch Plastiken auf seinem eigenen Grundstück auf und sein Privatgelände gehörte praktisch zum Saurierpark.
1990 entstand ein Streit zwischen dem Künstler und der Gemeinde um die Einnahmen aus dem Saurierpark. Da die Gemeinde diese für sich beanspruchte, stellte Franz Gruß 1991 seine Tätigkeit im Saurierpark ein und beschränkte seine Arbeit auf die eigene – um Nachbargrundstücke erweiterte – Anlage, für die nun ebenfalls Eintritt erhoben wurde. Anders als im Park stehen hier auch Modelle von zum Beispiel Mammuts, Urmenschen und fiktiven Lebewesen. Auf Grund des beengten Platzes im Sauriergarten begann 1996 Gruß mit der Schaffung eines weiteren Urzeitparks in Sebnitz.
Die Arbeiten im Saurierpark führt der Bildhauer Thomas Stern seit 1994 auf Basis neuester paläontologischer Forschungsergebnisse fort.
2017 wurde das neue Eingangsportal des Saurierparks, das sogenannte Mitoseum eröffnet. Die Teilung der Urzelle als Ursprung des Lebens prägt die Idee für die Gestaltung des Objektes von Rimpf-Architektur, Hamburg. Ein großer, transparenter Zellkörper, der sich aus drei feuerverzinkten Stahl-Kuppeln zusammensetzt, beherbergt Bistro, Shop und Vortragsraum.
Sowohl Sauierpark, als auch Sauriergarten sind im Eintritt des Saurierparks enthalten.

Der Saurierpark war eine Enttäuschung. Zum einen viel zu viele Besucher, man hätte denken können Corona existiert nicht mehr. Es war einfach zu eng und die Abstandsregeln kaum einzuhalten. Und familienfreundlich wie der Park auch ist lassen sich die Sauriermodelle auch besteigen. Zum Fotografieren war der Tag nicht geeignet und aus hygienetechnischer Sicht auch eher bedenklich.
Danach fuhren wir weiter nach Stadt Wehlen, um dort den Miniaturpark Kleine sächsische Schweiz zu besuchen.
Stadt Wehlen liegt im Elbsandsteingebirge, was ich erst merkte nachdem wir an Hinweisschildern Richtung Bastei und Königstein und Lilienstein gesehen habe.
Nun ja, das gesamte Elbsandsteingebirge en Miniature bekommt man im Miniaturenpark zu sehen.
Die Miniaturparkanlage Die Kleine Sächsische Schweiz zeigt auf 8.000 Quadratmetern ca insgesamt 70 aus einheimischem Sandstein naturgetreu nachempfundene Gebäudemodelle und Felsformationen, Modellfahrzeuge und Modellgewässer der Sächsischen Schweiz.
Nun ja … in letzter Zeit besuchen wir ja öfter Miniaturanlagen und finden dort auch oft Anregungen für weitere Besuche der entsprechenden Regionon, aber jch muss gestehen, dass die kleine sächsische Schweiz zu den am wenigsten interessanten Miniaturparks gehört. Man bekommt einen Eindruck vom Elbsandsteingebirge, aber die imposanten Felsen wirken nicht besonders spektakulär. An sonstigen Sehenswürdigkeiten wird nicht viel gezeigt und Felsen langweilen auf Dauer.

Gasthaus Waldidyll und Uttewalder Felsentor (Miniaturland Sächsische Schweiz)

Pfaffenstein mit Barberine (Miniaturland Sächsische Schweiz)

Bastei (Miniaturland Sächsische Schweiz)

Burg Hohnstein (Miniaturland Sächsische Schweiz)

Burg Wehlen (Miniaturland Sächsische Schweiz)

Felsenbühne Rathen (Miniaturland Sächsische Schweiz)

Felsen im Bielatal (Miniaturland Sächsische Schweiz)

Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die Sächsische Schweiz nicht mehr zu bieten hat.
Als Sächsische Schweiz wird der deutsche Teil des Elbsandsteingebirges in Sachsen bezeichnet. Die durch bizarre Felsformen geprägte Landschaft liegt südöstlich von Dresden beiderseits der Elbe im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Pirna, Bad Schandau, Sebnitz sind bekannte Städte der sächsischen Schweiz und wenn man sich andere Miniaturanlagen anschaut kann ich mir nicht vorstellen, dass die ganze Gegend nur wenige interessante Bauwerke aufweisen kann.

Nach dem kurzen Abstecher ins Elbsandsteingebirge ging es zurück nach Dresden.
Bevor wir aber ins Hotel gingen besuchten wir zwei Bismarcktürme.

Blick vom Fichteturm in Dresden

Die beiden Türme befinden sich nicht weit voneinander entfernt, weshalb sich die Aussicht auf Dresden und die Umgebung nicht sehr unterscheidet.

Blick vom Bismarckturm in Dresden-Räcknitz

Auf den Besuch eines dritten verzichteten wir aus Zeitgründen. Aber wir werden wieder nach Dresden kommen, davon kann man ausgehen.
Nach einem kurzen Aufenthalt im Hotel machten wir uns auf die Breslauer Zwerge zu sehen. Ich hätte ja behauptet, dass das die am wenigsten beachtete Sehenswürdigkeit in Dresden ist, aber ich habe mich wohl getäuscht. Uns sind Leute begegnet, die von den Zwergen wussten. Mehr zu den Zwergen (in Breslau) gibt es hier.

Nachdem ich beide Zwerge fotografiert habe gingen wir ins Aljonuschka. Gestern war ich mir noch unsicher, ob wir dort wirklich essen sollten, aber irgendwie waren wir doch neugierig. Und … wir mussten es nicht bereuen. Auch wenn es etwas chaotisch zuging, bekamen wir das was wir bestellt hatten, und es war lecker. Jetzt kann ich zumindest behaupten, dass ich Borschtsch gegessen habe. Vielleicht nicht zum letzten Mal.

Tierpark Zittau
Bautzen
Senfmuseum Bautzen
Saurierpark Bautzen
Kleine Sächsische Schweiz

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