5. Zooreise 2022 – Tag 3: Berge und Türme in Hessen …

Der ursprüngliche Plan sah Besuche in Wiesbaden (Neroberg und Fasanerie) und Frankfurt (Kobelt-Zoo, Palmengarten, diverse Aussichtstürme, Main-Fahrt, Ebbelwei-Expressfahrt) vor, aber aufgrund der vergangenen Tage hätte man auch noch Versäumtes nachholen können. Auch die Fasanerie in Hanau wurde in Erwägung gezogen, obwohl sie im Ursprungsplan nicht vorgesehen war.
Am Ende entstand eine bunte Mischung, die auch für weitere Aufenthalte in Frankfurt/Hanau genügend Ziele bot.
Unser erstes Ziel war der Opel-Zoo in Kronberg. Von dort ging es nach Wiesbaden in die Fasanerie.

Mit der Nerobahn fuhren wir auf den Neroberg
Der Neroberg (245 m ü. NN), früher auch Ersberg genannt, ist der Hausberg der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden. Er ist ein beliebtes Ausflugsziel. Die heutige Bezeichnung „Neroberg“ wurde im 19. Jahrhundert in Anspielung auf die römische Vergangenheit der Stadt erfunden.
Die Nerobergbahn ist eine im Jahre 1888 errichtete Wasserlast- und Zahnstangen-Standseilbahn im Norden Wiesbadens. Sie führt vom Nerotal auf den Neroberg, wobei sie auf einer Länge von 438 m und bei einer durchschnittlichen Steigung von 19 % einen Höhenunterschied von 83 m überwindet. Als letzte Bergbahn dieses Typs in Deutschland ist die Nerobergbahn heute ein technisches Kulturdenkmal nach dem Hessischen Denkmalschutzgesetz.
Der Tank des jeweils oben stehenden Wagens wird mit bis zu 7.000 Litern Wasser gefüllt. Bei der folgenden Talfahrt zieht der betankte Wagen den anderen den Berg hinauf. Das Gleis besteht aus drei Schienen, wovon die mittlere von beiden Fahrzeugen gemeinsam genutzt wird. In der Mitte zwischen den beiden Schienen eines Fahrweges liegt jeweils eine Zahnstange. Beide Fahrzeuge begegnen sich in der Mitte der Strecke an einer Ausweichstelle, an der sich die Fahrwege der beiden Fahrzeuge teilen.
Das 9 € Ticket gilt nicht mit der Fahrt der Bahn, aber Berg- und Talbahn kosten für Erwachsene 5 €, das ist durchaus erschwinglich und man hat ein durchaus unterhaltsames Erlebnis. Für einige wenige Fahrgäste besteht auch die Möglichkeit Plätze im Freien einzunehmen, bei Schönem Wetter durchaus eine Überlegung (allerdings hatten wir nicht das Vergnügen)
Die Pendelbahn fährt mit ca. 7,3 km/h und wird mit einer Handbremse reguliert, die über ein Zahnrad auf die Zahnstange darunter wirkt. Die Füllmenge des Tanks wird nach der Anzahl zu transportierender Passagiere bemessen. An der Talstation wird der Wassertank geleert und das Wasser wieder auf den Berg gepumpt. Dies besorgte ursprünglich eine von einer Dampfmaschine angetriebene Pumpe, heute ein Elektromotor. Um Energie zu sparen, wird die Pumpe nur alle drei bis vier Tage betrieben.

Auf der Spitze des Nerobergs, unweit der Bergstation der Nerobergbahn, legte 1851 Philipp Hoffmann einen kleinen Bergpark an.
Mittelpunkt ist ein von Philipp Hoffmann entworfener Monopteros, von dem man einen sehr guten Blick auf die Stadt hat. Seine Säulen standen früher entlang der Wilhelmstraße und trugen die Öllampen der alten Straßenbeleuchtung. Von Oktober 2010 bis August 2013 wurde er saniert.
Das alte Neroberghotel, das ebenfalls im 19. Jahrhundert ganz in der Nähe errichtet wurde, fiel 1989 einem Brand zum Opfer. Übrig blieb nur der Turm, der 1993 renoviert wurde und heute ein Restaurant mit Gartenwirtschaft beherbergt.
Neben dem Turm wurde eine „Erlebnismulde“ angelegt, in der im Sommer unter anderem der „Wiesbadener Impro-Theater-Sommer“ mit dem Improvisationstheater-Ensemble „Für Garderobe keine Haftung“ für Unterhaltung sorgt.
Etwas unterhalb des Parks liegt eine Aussichtsterrasse, die von zwei Steinlöwen flankiert wird. Diese gehören zu einem 1930 errichteten Ehrenmal für im Ersten Weltkrieg Gefallene des Füsilier-Regiment „von Gersdorff“ (Kurhessisches) Nr. 80 und seiner Kriegstruppenteile, das von dem Architekten Edmund Fabry und dem Bildhauer Arnold Hensler geschaffen wurde. Von der Terrasse hat man einen Panoramablick auf den Weinberg, die Villen des Nerotals, die Stadt Wiesbaden und bis nach Rheinhessen.

 

Russische Kirche, IWiesbaden)

Weithin sichtbar mit ihren fünf vergoldeten Kuppeln ist die russisch-orthodoxe Kirche, die der nassauische Herzog Adolph 1847–1855 in russisch-byzantinischem Stil als Grabeskirche für seine verstorbene Ehefrau Elisabeth Michailowna erbauen ließ, eine Nichte der Zaren Alexander I. und Nikolaus I. Nahebei liegt der Russisch-Orthodoxe Friedhof von 1856, auf dem zahlreiche Persönlichkeiten begraben sind, die sich in der Stadt niedergelassen hatten, als diese noch Weltkurstadt war. Der bekannteste hier Bestattete ist der Maler Alexej von Jawlensky (1865–1941).
Zwischen Bergstation und Kirche befindet sich ein Kletterwald und das Opelbad.

Blick vom Neroberg auf Wiesbaden

Unser nächstes Ziel war dann der Kobelt -Zoo in Frankfurt-Schwanheim, nicht unbedingt ein Highlight.

Goetheturm

Nachdem es für eine Mainrundfahrt zu spät war und wir uns gegen eine Fahrt mit dem Ebbelwei-Express ausgesprochen hatten war unser nächstes und letztes Ziel für diesen Tag der Goetheturm.
Der Goetheturm ist ein vollständig aus Holz erbauter, 43 Meter hoher Aussichtsturm am nördlichen Rand des Frankfurter Stadtwaldes in Sachsenhausen (Stadtteil von Frankfurt am Main) im Sachsenhäuser Landwehrweg. Der nach Johann Wolfgang von Goethe benannte Turm hat 196 Stufen und war bis 1999, als er vom Jahrtausendturm in Magdeburg abgelöst wurde, der höchste öffentlich zugängliche Holzbau Deutschlands (das werde ich mir für eine zukünftige Reise merken … vielleicht). In der Nacht zum 12. Oktober 2017 wurde er durch Brandstiftung vollständig zerstört und zwischen 2019 und 2020 originalgetreu wiederaufgebaut.
Vom Turm hat man einen schönen Blick auf das Frankfurter Panorama.
Hätten wir uns den Irrgarten am Goetheturm genauer angesehen hätten wir auch Grüngürteltiere gesehen.

Das Grüngürteltier, offizielle Schreibweise GrünGürtel-Tier, ist die offizielle Sympathiefigur, die von der Stadt Frankfurt am Main zur Imagewerbung für das städtische Naturschutz-, Landschaftsschutz- und Naherholungsgebiet Frankfurter Grüngürtel eingesetzt wird. Die Figur wurde im Jahr 2001 von dem Frankfurter Schriftsteller, Dichter, Maler und Zeichner Robert Gernhardt entworfen. Seit Gernhardts Tod im Jahr 2006 werden offizielle grafische Darstellungen des Grüngürteltieres von dem Frankfurter Künstler und Illustrator Philip Waechter ausgeführt.
Das Grüngürteltier wurde an mehreren Stellen als künstlerische Skulptur aufgestellt. Ebenso ist es auf Stelen, Schildern und Wegweisern abgebildet, die Informationen entlang der Wege des Grüngürtels anbieten.
Vielleicht ein Anreiz sich zu einem späteren Zeitpunkt auf Grüngürteltierjagd zu begeben.

Frankfurt vom Goetheturm aus gesehen

Essen wollten wir im Tatie, einem Marokkaner in der Nähe des Hauptbahnhofs, aber die Umgebung war so abschreckend, dass wir in die L’Osteria in der Speicherstrasse gingen.
Ich glaube, dass ich noch nie eine so herunter gekommene Bahnhofsgegend gesehen habe, aber ich kann mich auch nicht erinnern, dass es 2017 so schlimm war, als wir im Mercure am Hauptbahnhof übernachteten. Schade eigentlich, denn das Essen im Tatie hätte mich schon interessiert, nur ist es schwierig das Essen zu genießen, wenn die Nase merkwürdige Und unangenehme Gerüche wahrnimmt und das Auge auf Verfall und Abgründe der menschlichen Zivilisation schauen muss.

Opel-Zoo
Fasanerie Wiesbaden
Kobelt-Zoo

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