4. Zooreise Tag 1 – Von Beschwippsten Anstandsdamen, Böhmischen Burgern und Teufelshöhlen … (Archiv)

(Erstveröffentlichung am 22. Mai 2018)
Die Planung dieses Tages war bereits im Vorfeld zahlreichen Änderungen unterworfen. Fest stand allerdings von Beginn an ein Besuch der Teufelshöhle in Pottenstein. Die restlichen Reiseziele waren zeit-und wetterabhängig.
Immerhin wollten wir Abends ins Musical und essen wollten wir vorher auch.
Das Wetter war uns wohlgesonnen.

Anders als bei unserem ersten Besuch in Pottenstein war nur wenig los, allerdings waren wir auch schon um 10 Uhr da und nicht erst am Nachmittag.
Ich hatte keine großen Erwartungen, bisher waren die Tropfsteinhöhlen, die wir gesehen haben nicht wirklich spektakulär zu nennen und auch in Pottenstein haben mich die Tropfsteine nicht vom Hocker gerissen. Allerdings war die Grösse der Höhle beeindruckend. Die Führung an sich war auch interessant, aber eher dahingehend, dass wir die Höhle alleine erkunden könnten und nur hin und wieder an bestimmten sammelstellen Wissenswertes über die Höhle erfuhren oder eine Licht und musikshow zu sehen und hören bekamen.
Die Höhle und der Rückweg zum Parkplatz war schon beeindruckend.

Die Teufelshöhle ist eine natürliche Karsthöhle nahe der oberfränkischen Stadt Pottenstein im Landkreis Bayreuth in Bayern.
Die Tropfsteinhöhle ist die größte der etwa 1000 Höhlen in der Fränkischen Schweiz. Sie besitzt reichen Tropfsteinschmuck mit stattlichen Stalagmiten und Stalaktiten und gilt als eine der schönsten Schauhöhlen in Deutschland. Sie liegt im Landkreis Bayreuth, annähernd in der Mitte zwischen Nürnberg und Bayreuth, und ist Mitglied der Erlebniswelt Jurahöhle. Das gewaltige Höhlenportal – das „Tor zur Unterwelt“ – liegt auf etwa 400 Meter über Normalnull zwischen Pottenstein und der Schüttersmühle, etwa zwei Kilometer südlich von Pottenstein im engen Tal des Weihersbachs am westlichen Steilhang. Der Höhleneingang, ein 25 Meter breites und 14 Meter hohes Portal, einer der größten Höhleneingänge in Deutschland, ist schon lange Zeit bekannt gewesen. Dieses Höhlenportal endete früher nach etwa 85 Meter Tiefe und wurde Teufelsloch genannt. Hans Brand aus Bayreuth, ein Geologe und Bergbauingenieur, hat im Jahr 1922 eine etwa neun Meter dicke Abschlusswand, gebildet durch einen Versturz, im Teufelsloch durchbrochen und tropfsteingeschmückte Höhlenteile entdeckt, die bis August 1923 gangbar gemacht und für Besucher einstweilen freigegeben wurden. In einer weiteren Erschließungsmaßnahme wurden ab 1923 innerhalb von acht Jahren weitere Höhlenräume erschlossen und mit insgesamt etwa 300 Meter langen Stollen miteinander verbunden. An Pfingsten im Jahr 1931 wurde die Teufelshöhle der Öffentlichkeit zur vollständigen Besichtigung freigegeben.
Die Höhle besteht aus mehreren großen Hallen, die durch bei der Erschließung der Höhle bergmännisch angelegte enge, stollenartige Gänge miteinander verbunden sind. Unter Einbeziehung aller Seitengänge, der Stollen und der zur Erschließung der Höhle angelegten Förderschächte beträgt die Länge der Höhle etwa 3000 Meter. Der Schauhöhlenteil hat eine Länge von etwa 1700 Metern, wovon etwa 800 bei Führungen begehbar sind. Mit mehr als 140.000 Besuchern im Jahr gehört die Teufelshöhle, die vom Zweckverband Teufelshöhle betrieben wird, zu den besucherstärksten Schauhöhlen in Europa. In Deutschland hat nur die Atta-Höhle in Attendorn vergleichbare Besucherzahlen. Die Teufelshöhle wird für verschiedene Zwecke genutzt. So findet neben den regelmäßigen Führungen seit 1994 mehrmals in den Sommermonaten die Veranstaltungsreihe Kultur in der Teufelshöhle in der Eingangshöhle statt. In einem Seitenstollen befindet sich seit 1986 das Therapiezentrum Teufelshöhle zur Anwendung der Speläotherapie im Rahmen von Therapiekuren. In einem weiteren Seitenteil wird seit 1971 von der Forschungsgruppe Höhle und Karst Franken das einzige Höhlenlabor in Deutschland unterhalten.

Das zweite Ziel war der Wildpark Hundshaupten, weniger sehenswert und weniger beeindruckend, aber wie soll man auch Wildpark mit Höhle vergleichen können.
Highlight des Wildparkbesuchs waren die Elchzwillinge, die wohl noch sehr jung waren.

Danach machten wir uns auf den Weg zur Bleilochtalsperre, immerhin mal wieder eine interessante Talsperre, auch wenn mir unterwegs die Akkus meiner Kamera ausgingen und ich sowohl Ersatzakkus, als auch -kamera im Auto gelassen hatte. So habe ich weniger Fotos machen können.
Später im Hotel habe ich dann feststellen dürfen, dass ich das Ladekabel meiner kleinen Kamera vergessen hatte und von den Ersatzakkus einer fehlte.
Gebraucht habe ich aber Gott sei dank nichts davon.

Die Bleilochtalsperre in Thüringen, die die Saale anstaut, ist der vom Fassungsvolumen größte Stausee Deutschlands. Sie ist nach den Bleilöchern benannt, die sich vor der Anstauung dort befanden und in denen Blei abgebaut worden war. Die Staumauer ist eines der von der Bundesingenieurkammer ausgewiesenen Historischen Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland.
Die Talsperre ist Teil der fast 80 Kilometer langen, fünffach gestuften Saalekaskade. Saaleabwärts befindet sich der Hohenwarte-Stausee mit dem Ausgleichsbecken Eichicht.
Die zwischen 1926 und 1932 errichtete, 65 m hohe und 205 m lange Gewichtsstaumauer in der Nähe von Gräfenwarth und Schleiz staut 215 Millionen Kubikmeter Wasser der Saale. Der Bau erfolgte innerhalb der Notstandsarbeiten des Landes Thüringen. Dazu wurden Arbeitslose aus allen Teilen Thüringens und Sachsens für jeweils sechs Monate beim Bau der Sperre beschäftigt. Zum Bau der Staumauer wurde eigens eine Eisenbahnstrecke errichtet. Sie war ein Abzweig der Bahnstrecke Schleiz–Saalburg und zweigte im Bahnhof Gräfenwarth ab und führte bis Gräfenwarth Sperrmauer Gbf. Die Linie war noch lange in Betrieb und wurde elektrisch betrieben. Für den Stausee wurden etwa 700 Menschen umgesiedelt. Der 28 Kilometer lange Stausee hat eine Fläche von rund 9,2 Quadratkilometern, wobei seine Größe jahreszeitlich und abhängig vom Pegel leicht schwankt.
Das von der Vattenfall Europe AG betriebene Wasserkraftwerk Bleiloch am Fuß der Staumauer hat eine Leistung von 80 Megawatt und dient der Bereitstellung von Spitzenlastenergie. Der Netzanschluss erfolgt über die Schaltanlage Remptendorf auf der 110-kV-Hochspannungsebene in das Stromnetz des Verteilnetzbetreibers TEN Thüringer Energienetze. Die Bleilochtalsperre begrenzt das Oberbecken, als Unterbecken (Ausgleichsbecken) dient die Talsperre Burgkhammer.

Das Biendo Hotel machte auf den ersten Blick einen guten Eindruck, der sich auch während des restlichen Aufenthalts nicht änderte. Gewöhnungsbedürftig war nur die Dusche, die den kleinen Raum unter Wasser setzte.
Bevor wir ins Musical gingen aßen wir in Wenzels Bierstuben, einer kleinen Kette böhmischer Restaurants. Tschechisches Bier und böhmische Knödel, das waren die Hauptbestandteile der Speisekarte.
Ich habe mich für einen Wenzelburger mit Knödelpommes entschieden…ein Hamburger zwischen zwei Knödelhälften und Knödel in Pommesform. Sehr lecker. Davor gab es eine sehr süße Waldpilzsuppe, etwas ungewöhnlich im Geschmack, aber lecker.
Ich hoffe doch dass sich öfter die Gelegenheit bieten wird um in einer der sieben Wenzels Bierstuben zu essen.

Hochzeit mit Hindernissen war sehr unterhaltsam, ich hatte die Münchner Inszenierung zwar lustiger in Erinnerung, aber da das schon etwas her ist könnte die Erinnerung auch trüben. Wir haben uns aber gut unterhalten und lustig war es durchaus.
Es gab keine Pause und so war das Musical nach zwei Stunden schon aus. Das war zwar etwas irritierend, vor allem weil es eine gute Möglichkeit zur Pause gibt (und diese wurde in München auch genutzt), aber so ging es auch.
Als Absacker tranken wir Cocktails im Mama Joe’s, weil das in Hotelnähe war. Hätte man sich auch sparen können, besonders gut waren die Cocktails nicht.

Teufelshöhle Pottenstein
Wildpark Hundshaupten

Dieser Beitrag wurde unter Archiv, Zoo-Reise veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.