4. Zooreise 2026 – Tag 2: Tischlein Deck Dich!

Am zweiten Tag sollte das Highlight erneut ein Musical in Hanau sein, diesmal auch eines, das sich so nannte, weil mit Liveband. TISCHLEIN DECK DICH
Davor waren Besuche im Opelzoo, im Hessenpark und auf dem großen Feldberg geplant. Aber schon sehr früh wurde klar ….es würde anstrengend werden … nicht wegen des Verkehrs, wegen der Hitze … das war unangenehmer als gestern.
Der Opelzoo war gut besucht, aber einen Andrang an den Kassen gab es nicht, auch nicht als wir gegangen sind. Das hatten wir schon schlimmer erlebt.

Burg Königstein um 1900

In den Hessenpark sind wir nicht, stattdessen zu Burg Königstein.
Die Burgruine Festung Königstein ist eine der größten Burgruinen Deutschlands.
Die Ruine der Gipfelburg liegt auf 407 m ü. NHN am westlichen Rand der Altstadt von Königstein. Der Nord- und Westhang des Burgbergs ist bewaldet, weiter im Westen schließen sich unbebaute Landschaftsflächen an.
Benachbart sind die Burgruine Falkenstein nordöstlich, in etwa 1,5 Kilometer Luftlinie, und die Burg Kronberg südöstlich, in ca. 4 Kilometer Luftlinie.
Der Sage nach kam König Chlodwig (4./5. Jahrhundert) an dem heutigen Burgberg vorbei und ihm erschien eine Jungfrau, die ihm ans Herz legte, Christ zu werden. Nachdem er dies geworden war, habe er dort eine Burg gegründet, von der allerdings nichts belegt ist.
Die Burg, die sich heute im Besitz der Stadt Königstein befindet, ist ganzjährig für Besucher geöffnet. Zugänglich sind sowohl der Burgturm, der einen weiten Panoramablick bietet, als auch die meisten Keller. Einen der noch erhaltenen Gewölbekeller (den sogenannten Zeughauskeller) kann man auch für private Veranstaltungen mieten. Zahlreiche Veranstaltungen (von Konzerten zu Mittelalterspektakeln) finden das ganze Jahr über statt.
Bei der Burg Königstein handelt es sich um eine trapezförmige Kastellburg. Ihr heutiges Aussehen geht vor allem auf das 14. und 15. Jahrhundert zurück. Der Bergfried mit einer Seitenlänge von 8,5 m war einst 35 m hoch, der Eingang befindet sich in einer Höhe von 7 m. Darunter ist er massiv. Die Ringmauer der Burg ist 1,5–2,5 m stark, die Schildmauer weist eine Stärke von bis zu 6 m auf.
Sie dient hin und wieder (auch 2026) als Brutplatz für Uhus.

Burg Falkenstein an einer Hauswand

Von Königstein fuhren wir weiter bis zur Burgruine Falkenstein, die man auch vom Zoo aus sieht. Ich dachte immer, es wäre die Ruine Königstein aber ich habe mich geirrt. Es hat mich aber auch nie jemand darauf aufmerksam gemacht.
Die Burgruine Falkenstein gehört zu den markantesten mittelalterlichen Burgen im Taunus. Sie wurde vermutlich im 12. Jahrhundert von den Herren von Nürings erbaut und später von den Herren von Bolanden-Falkenstein erweitert. Die Burg diente der Kontrolle wichtiger Handelswege zwischen dem Rhein-Main-Gebiet und dem Hintertaunus.
Besonders beeindruckend ist der etwa 18 Meter hohe Bergfried, der bis heute erhalten ist und einen hervorragenden Ausblick über den Taunusbieten könnte, wenn man ihn den besteigen könnte. Nach dem Aussterben der Falkensteiner im 15. Jahrhundert wechselte die Burg mehrfach den Besitzer. Im Dreißigjährigen Krieg sowie durch spätere Vernachlässigung verfiel die Anlage zunehmend zur Ruine.
Die Ringmauer, ein Teil der Schildmauer, der 18 Meter hohe Bergfried auf einer Grundfläche von 6,75 mal 6,75 Meter mit seinem Hocheingang in vier Meter Höhe, Gebäudereste an der Ostseite sowie zwei Kanonentürme sind gut erhalten. Die Größe der Kernburg betrug etwa 90 mal 30 Meter. Der rechteckige Bergfried stammt aus dem 14. Jahrhundert mit seinem runden Aufsatztürmchen aus dem 15. Jahrhundert.
In Königstein konnte man viel sehen, auch der Burgfried war besteigbar. Bei Falkenstein war eher das Gegenteil der Fall, der Burgfried und Teile der Ruine waren geschlossen. Man konnte nur die Aussicht genießen.
Königstein und Falkenstein sind Teil des vom Taunusklub e. V. angelegten 3-Burgen-Weg Königstein – Falkenstein – Kronberg. Die Burg Kronberg haben wir nicht besucht, aber sie läuft nicht davon … und ich bin mir sicher, dass wir nicht zum letzten Mal im Taunus waren (die Gebrüder Grimm-Festspiele sind durchaus ein verlockender Anreiz. Und den Hessenpark wollen wir auch noch besuchen und ein Aufstieg auf den Hardtbergturm ist bestimmt auch reizvoll.
Von Falkenstein ging es dann zum Großen Feldberg.

 

Der Große Feldberg von Burg Königstein aus gesehen

Der Große Feldberg (auch Feldberg im Taunus, regional nur Feldberg) ist der höchste Berg des im Taunus und des gesamten Rheinischen Schiefergebirges. Unter allen in Deutschland gelegenen Bergen dieses Namens ist er der zweithöchste, nach dem Feldberg im Schwarzwald.
Die Angaben zu seiner genauen Höhe liegen je nach Quelle zwischen 878 und 881,5 m ü. NHN Höhe. Mit einer Prominenz von 670 m (über dem Sattel bei Großen-Buseck nahe Gießen) und einer Dominanz von 101 km (gegen die Dammersfeldkuppe in der Rhön) ist er einer der markantesten Mittelgebirgsgipfel in Deutschland. Er ist nicht nur vom südlich gelegenen Rheintal und den meisten freien Aussichtspunkten im Hintertaunus, sondern auch vom Westerwald aus gut zu sehen und beherrscht dort den Südhorizont.
Das Feldbergmassiv, bestehend aus Großem Feldberg und dem nahen Kleinen Feldberg (825,2 m), ist Bestandteil des Taunushauptkamms (Hoher Taunus oder auch Hochtaunus genannt).

Blick vom Großen Feldberg

Ab 1935 wurde der Berg zum Experimentiergebiet für die frühe deutsche Fernsehtechnik. Sein unbewaldeter Gipfelbereich ist seit langer Zeit ein beliebtes Ausflugs- und Wanderziel. Als Wintersportgebiet verliert er allerdings wegen abnehmender Schneesicherheit an Attraktivität.

Brunhildenfelsen (Christian Leopold Bode)

Der am nördlichen Rand des Plateaus liegende Quarzit-Felsen wird im Volksmund Brunhildisfelsen genannt. Postkarten mit dieser Bezeichnung sind aus dem 18. und 19. Jahrhundert erhalten. Dieser Name soll der Legende nach auf die Siegfried-Sage zurückgehen, da hier Brünhild einmal in Schlaf versetzt worden sein soll. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Felsen als Punkt einer Grenzbeschreibung der Bardo-Urkunde im Jahr 1043 als „lectulus Brunhildi“ (Bettlein der Brunhilde)

Im Inneren des Aussichtsturm auf dem Großen Feldberg

Auf dem Plateau steht der 40 m hohe Aussichtsturm Großer Feldberg. Er wurde 1902 errichtet und unter anderem von Kaiser Wilhelm II. besucht. Im Inneren gibt es seit der Turmeinweihung ein Jugend- und Wanderheim des Taunusclubs mit Aufenthalts- und Seminarräumen sowie Übernachtungsmöglichkeiten.
Bei dem Flugzeugabsturz von 1943 entzündete auslaufendes Flugbenzin die Holzverkleidung des Turms, der vollständig abbrannte. Der Turm wurde 1949 durch den Hessischen Rundfunk wieder aufgebaut und mit einer Sendeanlage versehen.

Natürlich bestiegen wir den Aussichtsturm und gingen danach in die Falknerei, wo wir auch eine Flugshow ansahen. Informativ war sie, aber … vielleicht haben wir schon zu viele Shows dieser Art gesehen, wirklich bahnbrechende Neuigkeiten haben wir nicht erfahren. Geflogen sind Falken, ein Blaubussard, ein Wüstenbussard, ein Uhu wurde spazieren getragen und Frettchen mischten sich unter das Besuchervolk. Eines zumindest, das zweite war auch eher auf Kuschelfühlung mit einer Falknerin, krankheitsbedingt.
Und dann ging es zurück nach Eschborn und von dort, stressfrei nach Hanau.
Und Abends dann … TISCHLEIN DECK DICH.
Im Nachhinein hätte ich mir gewünscht das Märchen vorher noch einmal zu lesen, denn auch wenn einige Teile vertraut waren, der Großteil war es nicht und natürlich ist man in Hanau immer bestrebt Neuinterpretationen zu schaffen. Aber … es schadet nicht die Originale zu kennen.
Ein Schneider und seine drei Söhne leben mit einer Ziege zusammen, die sie mit ihrer Milch ernährt, wozu sie täglich auf die Weide muss und dort die allerbesten Kräuter fressen darf. Als der Älteste sie schön geweidet hat und fragt, ob sie satt sei, antwortet diese: „Ich bin so satt, ich mag kein Blatt: mäh! mäh!“ Als aber der Vater zu Hause die Ziege fragt, antwortet sie mit einer Lüge: „Wovon sollt ich satt sein? Ich sprang nur über Gräbelein, und fand kein einzig Blättelein: mäh! mäh!“ Der Vater erkennt die Täuschung der Ziege nicht und jagt im Affekt den Ältesten mit der Elle aus dem Haus. Den beiden anderen Söhnen ergeht es die folgenden Tage genauso. Als der Vater die Ziege dann selbst ausführt und sie draußen so und zu Haus so antwortet, erkennt er, seinen Söhnen Unrecht getan zu haben, schert der Ziege den Kopf und jagt sie mit der Peitsche fort.
Die Söhne gehen bei einem Schreiner, einem Müller und einem Drechsler in die Lehre. Am Ende bekommt der Älteste einen unscheinbaren kleinen Tisch mit; wenn man zu dem sagt „Tischchen, deck dich!“, dann ist er sauber gedeckt und mit den herrlichsten Speisen versehen. Der Mittlere bekommt einen Esel; wenn man zu dem sagt „Bricklebrit!“, dann fallen vorne und hinten Goldstücke heraus. Alle drei Söhne verzeihen dem Vater schließlich während ihrer Wanderjahre und sehen die Möglichkeit, dass auch ihr Vater seinen Groll vergisst, sobald sie ihn mit ihrem eigenen Wunderding gewonnen haben. Die beiden älteren werden aber vor ihrer Heimkunft in ihrer Freigiebigkeit nacheinander vom selben Wirt betrogen, als der dem einen ein falsches Tischchen und dem anderen einen anderen Esel unterschiebt. Sie bemerken es erst, als sie ihr Wunderding zu Hause vorführen wollen. Sie schämen sich vor allen Gästen, die der Vater eingeladen hat, der jetzt weiter als Schneider arbeiten muss.
Der von seinen beiden Brüdern gewarnte Jüngste bekommt von seinem Meister einen Knüppel im Sack, der jeden Gegner verdrischt, wenn man sagt „Knüppel, aus dem Sack!“ und erst aufhört, wenn man sagt „Knüppel, in den Sack!“. Damit nimmt er dem Wirt das Tischchen und den Esel wieder ab, als der ihm den Sack – verwendet als Kopfkissen – stehlen will, dessen Wert er ihm vorher gepriesen hatte.
Die Ziege verkriecht sich aus Scham über ihren kahlen Kopf in einen Fuchsbau, wo der Fuchs und dann der Bär vor ihren glühenden Augen erschrecken. Aber die Biene sticht ihr in den geschorenen Kopf, sodass die Ziege vor Schmerz flieht und, nun endgültig heimatlos geworden, abgängig ist.

Das Musical war natürlich anders …

Bühne TISCH LEIN DECK DICH, Hanau

Andreas Bieber, einer der Hauptrollen, hatte sich den Fuß gebrochen, ist aber trotzdem aufgetreten. Ist fast nicht aufgefallen …
Und ein tolles Erlebnis war es auf jeden Fall.

Wir waren sogar so früh in Hanau dass wir es gewagt haben außerhalb des Theaters zu essen, im Al Camino, ein Italiener mit übersichtlicher Speisekarte, aber lecker … und nicht weit vom Theater entfernt.

Opelzoo
Falknerei Großer Feldberg
Grimm Festspiele

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