Zoopresseschau

Tierpark Nordhorn 28.12. 2019
Regionale Tradition lebt im Tierpark Nordhorn – Knapp 3000 Förderer, Freunde, Nachbarn und Besucher nutzen das trockene Wetter und genießen traditionelles „Schuhsohlenbacken“
Schuhsohlen – Wer isst bitte schön Schuhsohlen!? Doch tatsächlich, in der deutsch-niederländischen Grenzregion der Grafschaft Bentheim ist der alte Brauch des „Schoosollenbacken“ – auf hochdeutsch „Schuhsohlen“ – auch heute noch lebendig! Schon seit Jahrhunderten werden an kalten Wintertagen und besonders zur Jahreswende in der Grafschaft Bentheim „Schoosollenbacken“ gebacken. Familie, Freunde und Nachbarn treffen sich, um mit uralten Waffeleisen am offenen Feuer die schmackhaften Waffeln zu backen und am besten sofort frisch und knackig zu genießen. Schon seit 1995 wird auch im Tierpark Nordhorn diese Tradition gelebt. Der Förderverein, sowie Freunde, Nachbarn und der Nordhorner Treckerclub kommen in den Nordhorner Familienzoo um am knisternden Feuer gemeinsam das Jahr ausklingen zu lassen. Der Erhalt und vor allem auch das Leben und Zeigen alter regionaler Bräuche ist dabei fest im Aufgabenportfolio des Nordhorner Familienzoo verankert. Neben den klassischen Zooaufgaben wie Erholung und Freizeit, Arten- und Naturschutz, Bildung und Forschung ist der Nordhorner Tierpark mit seiner jährlich fast halben Millionen Besuchern in besonderer Weise dem regionalen Kulturgut, seinem Brauchtum und seiner Geschichte verhaftet. Als Zoo steht hier natürlich die Zucht und Haltung alter, vom Aussterben bedrohter Haustierrassen wie dem Bunten Bentheimer Landschwein oder dem Bentheimer Landschaf in der historischen Gebäudekulisse der regionaltypischen Gebäude des „Vechtehofes“ im Fokus. Aber neben der musealen Funktion soll hier im Tierpark Geschichte und Brauchtum der Region lebendig werden. ´ Das „Schuhsohlenbacken“ zwischen Weihnachten und Neujahr erfreut sich dabei immer größerer Beliebtheit. Und in diesem Jahr spielte auch das Wetter mit, denn es blieb bis in den Abend hinein trocken. Knapp 3000 Besucher fanden deshalb zum Jahresausklang in den Tierpark. Das diese Tradition schon sehr alt ist und sehr verbreitet war, kann man an den Waffeleisen ablesen. Diese alten schweren handgeschmiedeten „Kokeniesen“ sind oft seit Generationen in Familienbesitz und zeigen ein Stück der Familiengeschichte. Neben „Familienwappen“ wie Hof, Mühle oder anderen markanten Gebäuden sind sehr oft die Namen des Ehepaares und das Hochzeitsdatum zu finden. Denn früher wurden diese Eisen zur Hochzeit eines Paares hergestellt und an die neu gegründete Familie verschenkt. Natürlich finden sich auch Eisen mit Bibelsprüchen und frommen Zitaten. Neben einem eigenen Tierparkwaffeleise ist der Familienzoo in Nordhorn im Besitz mehrerer bis zu 200 Jahre alter Waffeleisen, die von der langen Tradition zeugen. Das Tierparkwaffeleisen zeigt den Bison als Wappentier und den Namen des Tierpark Gründer Heinrich Johannink sowie das Gründungsdatum. Die „Kokeniesen“ wurden in der Regel an die Kinder vererbt und von diesen weiter genutzt. So wurden die Erinnerungen an die eigenen Vorfahren und deren Traditionen wachgehalten. Durch die Technisierung und die Erfindung des elektrischen Waffeleisens wurde diese schöne Tradition nach dem Krieg so langsam verdrängt. Aber seit einigen Jahren besinnen sich viele Familien wieder auf diese alte Grafschafter Tradition und holen die alten Eisen vom Dachboden. Denn so manches „Kokeniesen“, dass nur noch zur Dekoration über dem Kamin hing wurde mittlerweile wieder in Funktion genommen. Umso schöner ist es deshalb, dass sich gemäß der alten Tradition Förderer, Freunde und Nachbarn des Tierpark Nordhorn treffen und gemeinsam in gemütlicher Runde das Jahr ausklingen lassen. Und dass sie dabei den Besuchern diese gesellige Tradition vorleben und diese daran teilhaben lassen, lässt hoffen, dass sich dieses alte Kulturgut auch in Zukunft von Generation zu Generation vererbt. Denn immerhin gehen jedes Jahr vor und nach dem Schuhsohlenbacken beim Tierpark Anfragen ein, wo solche Eisen denn heute noch angefertigt werden. Die Tradition geht in ihre nächste Generation. Das Rezept für Schoosollen ist ein wohlgehütetes Geheimnis jeder Familie, welches auch von Generation zu Generation weitergegeben wird. Ein bewährtes Rezept ist: 7 Pfund Weizenmehl 6 Pfund Roggenmehl 6 Pfund Zucker 1,5 Pfund Butter 6 Eier 5 Päckchen Vanillezucker 4 Päckchen Anis (gemahlen) 4 Päckchen Zimt (gemahlen) Am Vorabend anrühren, erkalten lassen Teig mit Honig oder Zuckerrübensaft

Zoo Heidelberg 27.12.2019
Den Winter im Zoo Heidelberg erleben
Zu Besuch bei balzenden Küstenvögeln und jungen Zwergziegen. Wer kennt das nicht? An den Feiertagen wurde gut gegessen und überwiegend in gut geheizten Räumen gefeiert. Danach möchte man raus an die frische Luft. Für einen ausgiebigen Spaziergang im Grünen mit interessanten Eindrücken heißt der Zoo Heidelberg seine Besucher herzlich willkommen. Im Küstenpanorama lassen sich die Strandvögel in ihrem Prachtkleid bei der Balz beobachten und im Streichelzoo zeigt sich der Nachwuchs bei den Zwergziegen fit und aktiv. In der Explo-Halle lädt der neue Windtisch zum Experimentieren ein. Zwischen den Jahren – und auch an den Feiertagen am 1. und 6. Januar 2020 – ist der Zoo Heidelberg täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Ausnahme bildet der Silvestertag: Am 31. Dezember ist der Zoo von 9 bis 13 Uhr geöffnet. Ein Spaziergang durch den winterlichen Zoo kann zu einem ganz neuen, sehr erholsamen Erlebnis an der frischen Luft werden. Viele Enten und andere Vögel tragen in den Wintermonaten ihr prachtvolles Balzgefieder und legen sich mächtig ins Zeug, um den Partner von ihren Vorzügen zu überzeugen. Im Küstenpanorama lassen sich die frisch ins Prachtkleid gemauserten Eiderenten, Kragenenten, Schellenten und Zwergsäger bei der Balz beobachten. Männliche Eiderenten sind wahre Verwandlungskünstler: Sind sie im Sommer eher unauffällig bräunlich gefärbt sind, tragen die Männchen im Winter ein leuchtend weißes Obergefieder mit schwarzen Bereichen an Kopf und Flügeln. Am Hinterkopf ist das Gefieder grünlich gefärbt, ebenso wie Schnabel und Beine. Die Gefiederpartie an der Brust schimmert hingegen rötlich. Balzende Männchen rufen ein weiches „ahou“ und legen während des Rufens den Kopf in den Nacken. Die Weibchen signalisieren ihre Paarungsbereitschaft, indem sie sich flach auf das Wasser legen. Turbulent geht es seit ein paar Wochen im Streichelzoo daher. Gleich sechs junge Ziegen mischen die Anlage gehörig auf und klettern bereits wagemutig über Planken und Holzstämme. Die Jungtiere kamen im November zur Welt und werden gut von ihren Eltern umsorgt. Wer möchte, darf den Tieren im Streichelzoo ganz nahekommen: Das Zoo-Team hat zwei Kisten mit Bürsten für die Fellpflege durch die Besucher aufgestellt. Das tut nicht nur den Ziegen gut, sondern macht auch kleinen und großen Besuchern viel Spaß. In der Explo-Halle locken die Ausstellung Abenteuer Informatik und viele andere Exponate dazu, selber aktiv zu werden. Drehen, kurbeln und mitmachen ist hier ausdrücklich erwünscht! Zum Abschluss des winterlichen Spaziergangs bietet sich am Dreikönigstag, 6. Januar 2020, ein Zwischenstopp an der Hütte der Tiergartenfreunde beim großen Spielplatz an. An diesem Tag findet dort von 12 Uhr bis 16 Uhr ein Glühweinausschank des Fördervereins des Zoos statt. Die Vereinsmitglieder freuen sich bei einem Glas Glühwein oder Punsch auf anregende Gespräche mit den Zoogästen.

Erlebniszoo Hannover 27.12.2019
Silvester: Erlebnis-Zoo bittet um Rücksicht – Feuerwerks-Knallerei kann Tiere erschrecken – Eisbär-Wurfhöhle mit Strohballen geschützt
Kaum ist Weihnachten vorbei, steht das nächste große Highlight des Jahres vor der Tür: Silvester. Für die meisten Haus- und Nutztiere und auch die Tiere im Erlebnis-Zoo ist das Fest zum Jahreswechsel allerdings nicht nur ein Grund zur Freude. Um sie vor den lauten Knallern des Feuerwerks beim Jahreswechsel zu schützen, bringen die Tierpfleger die Tiere in ihre vertrauten, gut geschützten Stallungen. Doch häufig werden schon vor Silvester Böller gezündet, die die Tiere durch den plötzlichen Lärm erschrecken. Das Team des Erlebnis-Zoo bittet daher, auf jegliche Knallkörper in der Nähe des Zoos zu verzichten. Besonders im Hinblick auf das jetzt fünf Wochen alte Eisbär-Jungtier bittet der Zoo um Rücksicht, denn Ruhe ist für die Jungtieraufzucht bei Eisbären ein sehr wichtiger Faktor. Zwar liegt die Wurfhöhle im abgeschiedenen hintersten Teil des Stalles, „wir haben aber zusätzlich rund um den Bereich der Wurfhöhle noch lärmdämmende Wände aus Strohballen aufgebaut“, so Zoodirektor Andreas M. Casdorff. „Wir wünschen allen Feiernden einen stimmungsvollen Jahreswechsel! Gleichzeitig möchten wir an alle appellieren, sich in der Nähe des Zoos besonders rücksichtsvoll zu verhalten.“ Auch in diesem Jahr werden die Zoo-Mitarbeiter beim Jahreswechsel wieder ganz besonders auf ihre Schützlinge achten, der Eisbär-Nachwuchs wird über die installierten Kameras in der Wurfhöhle beobachtet. Hintergrund: Lärm und Lichtblitze, plötzliche Knalleffekte können von Tieren als bedrohlich empfunden werden, sie erschrecken und verstören. Nicht selten flüchten Haus- und Nutztiere und verletzen sich dabei, verunfallen oder erleiden Knall-Traumata. Aber nicht nur für das Tierwohl, auch für die menschliche Gesundheit stellt das Silvesterfeuerwerk eine Belastung dar. Denn jährlich werden rund 4.200 Tonnen gesundheitsgefährdender Feinstaub durch das Silvesterfeuerwerk freigesetzt. Das Umweltbundesamt rät: „Wenn Sie zur Verminderung der Feinstaubbelastung in der Silvesternacht beitragen möchten, können Sie Ihr persönliches Feuerwerk einschränken oder sogar ganz darauf verzichten. Das hilft nicht nur der Gesundheit, sondern auch der Umwelt, verursacht weniger Müll und reduziert den Energieaufwand, der bei der Herstellung der Feuerwerkskörper erheblich ist.“ (Umweltbundesamt: https://www.umweltbundesamt.de/themen/dicke-luft-jahreswechsel)

Tierpark Neumünster 26.12.2019
Erste kostenlose Sonntagsführung im Jahr 2020
Am 05.01.2020 ab 10.30 Uhr findet die erste kostenlose Sonntagsführung im Jahr 2020 statt.Traditionell führt Tierpark Chefin Verena Kaspari die Besucher, beim Neujahrsrundgang 1,5 Stunden durch den Tierpark und gibt einen Ausblick auf das kommende Jahr. Wie wird der neue begehbare Kleintierhof aussehen und welche neuen Tierarten wird es bald im Tierpark zu bestaunen geben? Die Führung ist kostenfrei, Treffpunkt ist die Elch-Terrasse, Tierparkeintritt ist zu entrichten.

Tierpark Hagenbeck Hamburg 23.12.2019
Bescherung im Elefantenhaus – Begeisterung bei den Tieren
Einen Baum gab es nicht, aber dafür reichlich Geschenke. Die Helfer des Weihnachtsmanns trugen Tierpflegerkleidung, gekrönt von Weihnachtsmützen. Sie brachten Stapel von riesigen Kartons, in weihnachtlichem Papier verpackt, in die Halle zu den Tieren. Was drin war, wollten die Elefanten sofort wissen. Mit lautem Tröten machten sich vor allem die erwachsenen Damen über die Präsente her. Es schien so, als ob ihnen das Geräusch beim Zertreten der stabilen Kartons besonders gut gefiel. Süßer die Pappe nie klingt. Es dauerte nur Minuten, bis die Umverpackung in Einzelteile zerlegt war. Und siehe da – es gab sogar bis dahin nicht beachtete Geschenke. Die weihnachtliche Füllung bestand aus lauter gesunden Sachen. Apfel, Nuss und Mandelkern, Wurzeln, Beteknollen und mehr waren in Stroh gebettet, das nicht nur den Inhalt federte, sondern für Elefanten auch lecker schmeckt. Also wurde nach dem „Auspacken“ in Stroh und Pappteilen akribisch nach den Leckereien gerüsselt. Die beiden Jungtiere Raj (19 Monate) und Santosh (am 24.12. ein Jahr alt), hielten sich aufgrund der Aufregung von Müttern und Tanten zunächst im Hintergrund auf. Als die Erwachsenen mit dem Festmahl begannen, war der Moment der Kinder da. Sie entdeckten die Pappteile als Spielzeug. Wofür eignet sich sowas? Auf den Rücken schleudern, darauf herumkauen, im Wasser schwimmen lassen? Dies und noch mehr stellten die Halbbrüder damit an. Eine lebhafte Bescherung, an der die neunköpfige Herde genau so viel Spaß hatte wie die Zuschauer.

Tierpark Hellabrunn München 23.12.2019
Es weihnachtet im Tierpark Hellabrunn
Auch in dieser Weihnachtszeit kommen im Tierpark Hellabrunn wieder Weihnachtsbäume als Futterbeigabe zum Einsatz, um den tierischen Bewohnern eine willkommene Abwechslung zu verschaffen. Dieses Jahr erfreuen sich Steinböcke, Takine, Dahomey-Zwergrinder und Girgentana-Ziegen schon vor dem Fest an Christbäumen, die mit magenverträglichen Leckereien hübsch dekoriert wurden. Immer wieder liegt eine besondere und friedliche Stimmung über dem Tierpark – der ideale Ort für einen harmonischen Feiertagsausflug mit der ganzen Familie. Trotz der aktuell milden Temperaturen und schneefreier Festtage, weihnachtet es in Hellabrunn. Die Dahomey Zwergrinder freuten sich ganz besonders und gingen mit dem durch Äpfel und Karotten dekorierten Weihnachtsbaum gar nicht zimperlich um, der nicht lange aufrecht stand. Die Steinböcke tasten sich erst mal langsam an das weihnachtliche „Futteraccessoire“ heran, stehen erst Mal scheu drum herum und beäugen neugierig den ungewohnten Weihnachtsbaum in ihrer Anlage, der sogar mit einem Strohstern auf seiner Spitze geschmückt ist. Die Takine hingegen beißen gleich beherzt und zielgerichtet in das im Baum drapierte Obst und lassen sich die festliche und gesunde Überraschung schmecken. Eisbärin Giovanna entpuppt sich wieder mal als wahre Genießerin und freut sich sichtlich über den opulent geschmückten Weihnachtsbaum, dem sie sich auch gleich annimmt. „Diese und andere ‚tierisch-weihnachtliche‘ Augenblicke findet man in und um München eben nur in Hellabrunn“, sagt Tierparkdirektor Rasem Baban. „An den kommenden Feiertagen bietet sich unser Tierpark als ideales Ausflugsziel an, um Wartezeiten vor Bescherungen zu verkürzen oder eben einfach mal nach einem üppigen Festessen an die frische Zooluft zu kommen. Probieren Sie es aus, wir haben auch an den Feiertagen für Sie geöffnet!“ Im Tierpark Hellabrunn werden übrigens keine privaten Weihnachtsbäume angenommen und verfüttert, sondern nur die nicht-verkauften Exemplare verschiedener Weihnachtsbaum-Händler.

Zoom Gelsenkirchen 23.12.2019
ZOOM Erlebniswelt: Jahresrückblick 2019
Ein ereignis- und ebenso erfolgreiches Jahr 2019 geht für die ZOOM Erlebniswelt zu Ende. Der Spatenstich für den Bau der Pinguinanlage ist erfolgt, in den drei Erlebniswelten sind neue Tiere hinzugekommen und erneut konnte der Zoo sich über mehrere Auszeichnungen freuen. Neue Anlagen Nachdem im April der neue Schildkrötengarten in der Nähe des ZOOM Shops eröffnet wurde, begann im Herbst der Bau der Pinguinanlage in der Erlebniswelt Afrika. Voraussichtlich im Frühjahr 2020 zieht dort eine Gruppe von Brillenpinguinen ein. In der geplanten Unterwassereinsicht können die Besucher die Schwimmkünste dieser Vögel besonders gut beobachten. Zum Ende des Jahres waren die Betonarbeiten für das Fundament bereits in vollem Gange. Neue Tiere Weitere Highlights in diesem Jahr waren neue Tiere, die in allen drei Erlebniswelten ein neues Zuhause fanden. In der Erlebniswelt Alaska durften die Tierpfleger Elch Leo begrüßen, der mit Elchkuh Jette gut harmoniert und sich mit ihr das großzügige Gehege teilt. Ebenso gut eingelebt hat sich Orang-Utan-Weibchen Djamuna in der Erlebniswelt Asien. Sie kam im Spätsommer aus dem Zoo Dortmund in die ZOOM Erlebniswelt – im Austausch mit Orang-Utan Mokko. Es folgten zwei spektakuläre Neuzugänge in der Erlebniswelt Afrika. Löwe Bantu sollte Gesellschaft bekommen, nachdem seine Partnerin Kiara aufgrund einer altersbedingten Erkrankung eingeschläfert werden musste. Nur kurze Zeit später kamen die Löwinnen Lissy und Fiona aus dem schwedischen Zoo Kolmarden in Gelsenkirchen an. Nach einer Quarantäne- und Eingewöhnungsphase teilen sich die drei Löwen nun gemeinsam das Gehege. Besondere Auszeichnungen In 2019 erhielt die ZOOM Erlebniswelt mehrere Auszeichnungen – einige sogar bereits zum wiederholten Mal. Wie im Jahr zuvor gewann sie als bester Zoo Deutschlands den Parkscout Publikums Award – ein wichtiger Preis für die deutsche Freizeitbranche. Rund 50 000 Teilnehmer stimmten bundesweit darüber ab, welcher Zoo ihnen am besten gefällt. Ebenso belegte die ZOOM Erlebniswelt den ersten Platz als familienfreundlichster Zoo Deutschlands bei der Online Befragung des unabhängigen Analyseunternehmens „Service Value“ in Zusammenarbeit der Goethe Universität Frankfurt. Dabei wurde der Gelsenkirchener Zoo nicht nur in der eigenen Branche, sondern branchenübergreifend als familienfreundlichstes Unternehmen bewertet. Auch hier punktete die ZOOM Erlebniswelt wie im Jahr zuvor. Eine weitere Auszeichnung konnte im Bereich Service erlangt werden– hier siegte die ZOOM Erlebniswelt als Servicechampion, wie die Befragung des Unternehmens „Service Value“ ergab. Zu guter Letzt honorierte auch der Europäische Zoo- und Aquarienverband EAZA die Arbeit der ZOOM Erlebniswelt: Er zeichnete den Zoo in Gelsenkirchen für sein Engagement in der Artenschutzkampagne „Silent Forest“ aus.

Zoo Augsburg, 23.12.2019
Aus dem Dezembernewsletter
In der Tropenhalle wurde ein KUbafink geboren.
Drei Schönbürzel kamen von einem privaten Halter, zwei weibliche Kapuzenzeisige und zwei Pärchen Augenringsperlingspapageien aus der Stuttgarter Wilhelma.
Zwei Nachzuchten der Glanzkäfertauben und eine männliche Moorente wurden an den Zoo Ostrau abgegeben, der letzte verbliebene Kronenkranich an den Tiergarten Nürnberg. In den Tierpark Ströhen reisten ein Trompeterschwan.
Hasani, unser Nachzuchthengst der Grevyzebras durfte nach Le Pal (F) um dort die Hengstgruppe zu verstärken.
Die Nachzucht bei den Streifenhörnchen läuft hervorragend, und so konnte eine 8er Gruppe an den Naturzoo Rheine abgegeben werden.
Im Vogelbestand verstarb ein Kapuzenzeisig und ein Schwalbensittich. Leider musste Löwin Tara eingeschläfert werden, da ihre Nieren versagten. Bei einer vor einigen Wochen genommenen Blutprobe war schon erkennbar, dass die Nierenwerte komplett am Boden waren. Da sie dann das Fressen einstellte, blieb leider keine andere Wahl als sie einzuschläfern.
Des weiteren verstarb ein Kurzkopfgleitbeutler.
Eine tolle und überwältigende Resonanz hat die erste in Augsburg durchgeführte Wunschzettelaktion ergeben. Unglaublich viele Wünsche sind erfüllt worden, und es wird sicher eine tolle Bescherung, wenn die einzelnen Geschenke dann nach Weihnachten bei den Empfängern ankommen.
Der Termin für den Zoolauf 2020 steht fest: Am 19. Juni um 19 Uhr heißt es wieder für 300 Läufer möglichst viele Runden für den Augsburger Zoo zu laufen. Der Lauf wird wieder initiiert und unterstützt vom Rotaryclub Augsburg Rennaissancestadt.
Erstmals in der 82jährigen Geschichte des Augsburger Zoos konnte der 700.000ste Besucher begrüßt werden. Ein tolles Ergebnis für den Zoo, und eine Überraschung für Familie Wanner, die zusammen mit den Töchtern Pia und Eva gegen Mittag am 21.12. den Zoo betraten. Sie erhielten für Jeden eine Jahreskarte, den aktuellen Zookalender des Freundeskreises, sowie die Buba Bücher. Die Firma Liersch GbR gab für die Schwestern noch einen Plüschelefanten dazu. Nachdem 2014 zum ersten Mal 600.000 Besucher erreicht wurden, wurde nur fünf Jahre später mit 700.000 Besuchern die nächste Schallmauer geknackt.
Neues von der Elefantenanlage: Inzwischen sind schon die Möbel für die Klassenräume bestellt, und auch die Wendeltreppe in den ersten Stock ist eingebaut.
Vorige Woche wurde der Sand in die Laufhalle eingebracht und im Außenbereich sind die Pflanzarbeiten in vollem Gange. Eine besondere Aktion war außerdem letzte Woche erforderlich: Die Einweisung für die Verwendung der persönlichen Schutzausrüstung bei Arbeiten auf dem Gründach. Bei wunderschönem Wetter konnten die Beteiligten außerdem die Aussicht über das Afrika-Panorama genießen.

Offener Brief Dr. Dag Encke, Direktor des Tiergarten Nürnberg 17.12.2019
Die Touristikplattform TripAdvisor kündigte an, künftig keine Tickets mehr für Einrichtungen zu vertreiben, die Wale, Delfine und Tümmler in Gefangenschaft halten. Der Direktor des Nürnberger Tiergartens, Dr. Dag Encke, antwortete der Touristikplattform in einem offenen Brief. Das Schreiben von TripAdvisor und die Antwort des Tiergartendirektors finden Sie unten.
Per mail: awpolicyreview@tripadvisor.com
Sehr geehrte Damen und Herren von „TripAdvisor Animal Welfare“,
am 5. Dezember erhielten wir folgende E-Mail aus Ihrem Unternehmen:
„Guten Tag Tiergarten Nuremberg,
Vor kurzem haben wir angekündigt, dass TripAdvisor Experiences und Viator ab Januar 2020 den Ticket-Verkauf für alle Attraktionen stoppen, die dazu beitragen, dass künftige Generationen von Waltieren (Wale, Delfine und Tümmler) weiter in Gefangenschaft gehalten werden. Infolgedessen, ist es jeder kommerziellen Einrichtung, die Wale für die öffentliche zur Schaustellung züchtet oder einführt, ab Januar 2020 untersagt, Tickets auf TripAdvisor und Viator zu verkaufen. Einige Einrichtung qualifizieren sich möglicherweise jedoch für einen Ausnahmestatus und dürfen so weiterhin Tickets über unsere Plattform vertreiben. Wir haben Tiergarten Nuremberg als eine Einrichtung identifiziert, in der Waltiere öffentlich zu Schau gestellt werden. Daher bemühen wir uns, festzustellen, ob Ihre Einrichtung für den Ausnahmestatus in Frage kommt. Der Ausnahmestatus wird jeder Einrichtung gewährt, die eines oder mehrere der folgenden Kriterien erfüllt:
Jede Einrichtung zum Schutz der Waltiere, die allen in Gefangenschaft gehaltenen Tieren ein dauerhaftes Lebensumfeld am/im Meer bietet* Jede kommerzielle oder gemeinnützige Einrichtung, die derzeit alternative Schutzgebiete für in Gefangenschaft lebende Waltiere im Meer entwickelt und sich öffentlich dazu verpflichtet, alle in Gefangenschaft lebenden Tiere, die sie besitzt, in angemessener Weise in diese Umgebungen umzusiedeln. Jede WAZA** akkreditierte Einrichtung, die sich offiziell und öffentlich verpflichtet hat, alle der folgenden Praktiken umzusetzen: Beendigung und Unterbindung der Zucht von Waltieren in ihrem Besitz, Beendigung der Einfuhr oder Übernahme von in Gefangenschaft gehaltenen Waltieren aus anderen Einrichtungen, um diese zur Schau zu stellen, Beendigung des Einfangens sowie der Einfuhr von wilden Waltieren, um diese zur Schau zu stellen.
Wenn Tiergarten Nuremberg eines der oben aufgeführten Ausnahmekriterien erfüllt, können Sie den Ausnahmestatus anfordern, indem Sie auf diese E-Mail antworten oder sich bis spätestens 20. Dezember 2019 an awpolicyreview@tripadvisor.com wenden. Ihre Antwort muss Belege für einen Antrag auf Freistellung enthalten. Wenn von der Einrichtung öffentliche Zusagen als Beweis angeführt werden, muss dies entweder in Form einer Pressemitteilung oder einer von einem seriösen Medienunternehmen veröffentlichten Berichterstattung erfolgen. Bitte beachten Sie, dass Tiergarten Nuremberg weiterhin als Attraktion auf TripAdvisor aufgeführt wird, unabhängig davon, ob es für den Ausnahmestatus in Frage kommt. Reisende können weiterhin Bewertungen, Ratings und Fotos abgeben, und die Einrichtung wird weiterhin wie auch heute schon in den TripAdvisor-Rankings angezeigt werden. Erfahren Sie hier mehr über unsere Tierschutzrichtlinien. Wenn Sie Fragen zu unseren Richtlinien haben oder nicht sicher sind, ob Ihre Einrichtung für den Ausnahmestatus berechtigt ist, wenden Sie sich bitte an: awpolicyreview@tripadvisor.com Danke, TripAdvisor Animal Welfare“

Leider kann ich Ihren Brief an meinen Zoologischen Garten nur unpersönlich beantworten, da Sie ihn mir ohne Nennung eines konkreten Ansprechpartners zugesendet haben. Die Inhalte dieses Briefes hatten Sie im Oktober 2019 als Global News Release veröffentlicht. Da Ihr Schreiben Teil einer öffentlichen Imagekampagne für Ihre Reiseplattform zu sein scheint, antworte ich Ihnen mit größt möglicher Transparenz für Ihre Kunden in der Form des Offenen Briefes. Sie haben uns mitgeteilt, dass Sie keine Eintrittskarten in den Tiergarten der Stadt Nürnberg mehr verkaufen werden, weil der Tiergarten Nürnberg Delphine hält.
In Ihren Tierschutzrichtlinien berufen Sie sich auf „wissenschaftliche Beweise“, dass die Haltung von Delphinen tierschutzwidrig sei. Tierschutzwidrigkeit muss anhand konkreter Haltungsbedingungen und konkret betroffener Tiere nachgewiesen werden. Das hierfür notwendige Werkzeug „Animal Welfare Assessment“ ist eine wissenschaftliche Disziplin. Zur Beurteilung des „Animal Welfare Status“, also des individuellen Wohlergehens von Delphinen, bedarf es methodisch einwandfreier wissenschaftlicher Methoden, die in jedem Einzelfall anzuwenden sind. Ihrer Ablehnung unserer Tierhaltung fehlt jeder Bezug auf ein konkretes „Welfare Assessment“. Sie erwähnen nicht einmal, welcher Methode des Assessments Sie sich für Ihre Bewertung bedienten. Eine pauschale Diskreditierung der Haltung von Delphinen in meiner Zoologischen Einrichtung halte ich aus wissenschaftlicher Sicht für unseriösen Populismus.
Deshalb zur unmissverständlichen Klarstellung: Wir stellen keinen Antrag auf einen „Ausnahmestatus“ bei Ihnen. Wir lehnen Ihre Forderungen aus fachlichen Gründen zum Wohle unserer Tiere ab. Auf einer vom Tiergarten Nürnberg organisierten internationalen Konferenz zum Schutz von Delphinen in Küsten- und Binnengewässern (ESOCC Meeting – Ex situ Options for (Cetacean Conservation) wurde im vergangenen Jahr erst ein integrierter Ansatz zur Rettung von sieben akut gefährdeten Delphinarten formuliert, der dem Konzept des „One Plan Approach“ folgt und die Haltung und Erforschung bedrohter Arten in Menschenobhut als festen und unverzichtbaren Bestandteil aktueller Schutzstrategien identifiziert. Wir können auf vielen Ebenen Debatten führen über best practice im ex situ Management von marinen Säugetieren, aber es ist heute geradezu unverantwortlich zum Boykott von Einrichtungen aufzurufen, ohne deren Expertise und ohne deren bauliche Infrastrukturen ein erfolgreicher Schutz bedrohter Arten immer schwieriger und unwahrscheinlicher wird. Ihr Schreiben kommt zur Unzeit und zeugt von großer Ignoranz in Bezug auf Handlungsoptionen und bald wohl Handlungszwänge im internationalen Artenschutz küsten- und binnengewässerbewohnender Delphine.
Angesichts der großen Verantwortung, die wir Menschen – und in besonders pikanter Weise auch und besonders die Tourismusindustrie – für die ökologische Integrität von Küsten- und Binnengewässern haben, erschüttert mich die Schludrigkeit Ihres Schreibens, das angeblich dem Wohlergehen von Delphinen dienen soll, faktisch aber überhaupt keine Recherche zu konkreten Handlungsoptionen erkennen läßt.
Fehlanzeige 1: Wir sind eine gemeinnützige Fachdienststelle der Stadt Nürnberg, keine kommerzielle Einrichtung. TripAdvisor hingegen dürfte durchaus profitorientiert arbeiten und sich eher zu den kommerziellen als zu den caritativen Plattformen zählen. Bei Ihrer Vorgehensweise liegt der Verdacht nahe, dass Ihr Einsatz für Delphine in erster Linie eine Marketingkampagne für das Image Ihres Unternehmens sein könnte.
Fehlanzeige 2: Ein „dauerhaftes Lebensumfeld“ am Meer für „in Gefangenschaft gehaltene Tiere“ ist ein unsinniges Kriterium zur Gütefeststellung einer Einrichtung. Meines Wissens gibt es keine erfolgreiche Haltung unter den von Ihnen beschriebenen Bedingungen. Ob die zwei nach Island verfrachteten Belugas in dem für sie wieder ertüchtigten „Sanctuary“ überleben werden, wird sich zeigen, wenn sie im Frühjahr 2020 aus ihrer überdachten Behausung in die eingenetzte Bucht gesetzt werden.
Fehlanzeige 3: „Alternative Schutzgebiete“ werden zurzeit für sieben stark bedrohte Delphinarten gesucht. Diese ex situ Optionen für bedrohte Delphinarten werden sinnigerweise nicht für die noch unbedrohten Tümmler vorgesehen, die unter unserer Obhut bereits ein sehr gutes und behütetes Leben genießen. Wenn wir in die Zukunft von Delphinen investieren wollen, dann sollten wir sinnstiftende Projekte unterstützen, die dem Überleben bedrohter Arten zugutekommen anstatt Experimente mit bereits gut untergebrachten Tieren zu fordern.
Fehlanzeige 4: In Ihrer Tierwohlrichtlinie beziehen Sie sich ausschließlich auf das Wohl von Tierindividuen, die in Menschenobhut gehalten werden, schlagen aber eine Translokation der Tiere in offene Meereskäfige vor. Damit unterliegen Sie den Kriterien der IUCN-Richtlinien zur Auswilderung und/oder Translokation von Wildtieren. Es ist mir bewusst, dass diese Richtlinien keinen Gesetzescharakter haben. Aber es sind international anerkannte naturschutzfachliche Standards, die eingehalten werden sollten, weil nicht fachgerechtes Ausbringen von Wildtieren große Risiken sowohl für betroffene natürliche Habitate, als auch für die Tiere selbst birgt. Ihre simplen Vorstellungen von Tierwohl und Natur bewerte ich als zielverfehlend.
Fehlanzeige 5: Die Beendigung der Zucht von Waltieren ist eine tierschutzfachlich leichtfertige Forderung, der wir zum Wohle der Tiere und ihrer
Sozialstruktur keinesfalls entsprechen wollen. Unsere Einrichtung dient dem Artenschutz und dem nachhaltigen Populationsmanagement von den bei uns gehaltenen und europaweit koordinierten Zuchtgruppen. Ihre Forderung richtet sich gegen die sozialen Bedürfnisse der Tiere. Das lehnen wir ab. Selbstverständlich werden wir auch weiterhin im Rahmen des Europäischen Zuchtprogramms Tiere grenzübergreifend austauschen.
Fehlanzeige 6: Das Einfangen von Tieren aus der Wildbahn können wir leider nicht beenden, weil wir das seit Jahrzehnten nicht mehr tun. Die Naturentnahme und der Handel mit Pflanzen und Tieren werden zudem über die CITES geregelt und richten sich zum Glück nicht an Interessen der Tourismusindustrie aus. Das EAZA Ex situ Programm für Große Tümmler koordiniert die Population der Tümmler in den wissenschaftlich geführten Zoos Europas. Seit 2003 werden keine Tümmler aus der Wildbahn in die Population eingebracht. Die Population wächst nachhaltig und geht in die dritte Generation in Menschhand.
Fazit: Aus meiner Sicht spielen Sie In Ihrem schlecht recherchierten und potentiell tierschädlichen Forderungsschreiben ein ungutes Spiel mit der Popularität moralisierenden Tierschutzes, mit dem Sie dem Schutz der Spezies fachlich eher schaden und dem Wohlergehen der von uns gehaltenen Tiere keinesfalls nützen. Es würde mich freuen, wenn Sie künftig in seriöser und partnerschaftlicher Weise auf uns zugehen, wenn Sie offene Fragen zum Wohlergehen unserer Tiere haben. Vielleicht hätten Sie von dem Schreiben abgesehen, wenn Sie unsere Einrichtung vorher kennengelernt hätten.
Mit freundlichen Grüßen, Dr. Dag Dancke

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