Zoo Osnabrück 24.07.2026
Bretonische Zwergschafe im Zoo Osnabrück
Haarmann-Stiftung finanziert Anlage mit 40.000 Euro Vier Ouessantschafe, auch Bretonische Zwergschafe genannt, sind in den Zoo Osnabrück gezogen. Die kleinste europäische Schafsrasse soll in Zukunft in der Auenlandschaft leben – dank der Haarmann-Stiftung Natur und Umwelt, die den Bau der Schafsanlage mit 40.000 Euro finanziert. Knapp unter 50 Zentimeter Rückenhöhe, meist schwarze Wolle und ein zutraulicher Charakter: Mit Ouessantschafen ist die kleinste europäische Schafsrasse wieder am Schölerberg vertreten. Derzeit wird die Auenlandschaft fertig gestellt, bevor der Bau der Schafsanlage in der Landschaft beginnt. Ist diese fertig gestellt, ziehen die Huftiere dorthin. Aktuell können Besucher sie auf der ehemaligen Anlage der Kleinen Kudus nahe den Nashörnern entdecken. „Wir freuen uns sehr über diese spannende Tierart und danken der Haarmann-Stiftung Natur und Umwelt, die durch die Finanzierung der Anlage die Haltung der Schafe möglich macht“, so Zoogeschäftsführer Philipp Bruelheide. Die Schafsanlage soll an dem Hang in Richtung Orang-Utan Anlage entstehen, wo in der Vergangenheit der Besucherweg an den Seelöwen vorbeiführte. „Wir unterstützen den Zoo Osnabrück gerne, denn mit der Haltung von Ouessantschafen, mit denen die Besucher behutsam auf Tuchfühlung gehen dürfen, bringt er den Menschen Tiere auf besondere Weise wieder nahe“, erklärt Antonius Fahnemann, Vorstandsvorsitzender der Haarmann-Stiftung Natur und Umwelt. „Man muss Tiere kennen, um sie zu schützen – und wo kann man Menschen besser für den Natur- und Artenschutz sensibilisieren als im direkten Kontakt zu Tieren“, so Fahnemann. Ouessantschafe sind robust und meist zutraulich, werden teilweise sogar als Therapieschafe eingesetzt. „Diese Schafsrasse eignet sich hervorragend für mit Menschen, um mit Tieren in Berührung zu kommen – natürlich behutsam und nur, wenn die Schafe es auch zulassen“, erklärt Zoodirektor Tobias Klumpe. In der Auenlandschaft soll es einen eigenen Bereich für die Nähe zwischen Mensch und Tier geben, aber auch Rückzugsmöglichkeiten für die Zwergschafe. „Auch in der Zoopädagogik lassen sie sich perfekt als Beispiel für die Haustierwerdung von Tieren nutzen.“ Ouessantschafe sind auf der bretonischen Insel île de Ouessant beheimatet. Auf der praktisch baumlosen Insel mit rauen klimatischen Bedingungen haben die Schafe eine Anpassung durchlaufen, durch die sie klein und recht anspruchslos sind. Die vier Auen, also weiblichen Schafe, kamen vor etwa vier Wochen aus dem Wingster Waldzoo an den Schölerberg. „Da ihre Anlage noch entsteht, leben sie zwischenzeitlich auf der ehemaligen Anlage der Kleinen Kudus“, erklärt Klumpe. Bis dahin können Besucher sich bereits auf die Eröffnung der Auenlandschaft freuen: Ab dem 16. August wird sie für Besucher geöffnet sein.
Allwetterzoo Münster 24.07.2026
Nachwuchs im Allwetterzoo: Gepard-Katze Alwa ist erneut Mutter geworden
Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben – so viele kleine Geparde tummeln sich aktuell in der Höhle auf der Anlage im Allwetterzoo Münster. Auch wenn manche Besucher*innen bereits einen kurzen Blick auf sie erhaschen konnten, werden die Jungtiere erst in ein paar Wochen verlässlich auf der Anlage zu sehen sein. Der Nachwuchs ist am 07.07.2026 zur Welt gekommen und wird von Mutter Alwa noch gut versteckt gehalten. Die Jungtiere haben bereits Wurmkuren sowie Transponder bekommen, wurden untersucht und gewogen. „Sie liegen alle in einer guten Gewichtsklasse, haben die Augen auf und machen einen guten Eindruck. Trotzdem darf man nicht außer Acht lassen, dass sieben Jungtiere bei Geparden sehr selten sind und der Mutter entsprechend viel abverlangen“, sagt Zootierarzt Dr. Carsten Ludwig. Ursprünglich waren es sogar acht Jungtiere, die Katze Alwa zur Welt gebracht hat, doch eines der Jungtiere hat nicht überlebt. „Auch in der Natur würden bei solch einem großen Wurf sehr wahrscheinlich nicht alle Jungtiere überleben. Laut der Literatur bilden Geparde im Freiland nur sechs Zitzen an und ziehen auch nur maximal sechs Jungtiere auf“, sagt Ludwig. Da Alwa und ihr Nachwuchs im Allwetterzoo sehr gut versorgt und tiermedizinisch hochprofessionell betreut werden, hofft das gesamte Team des Zoos, dass alle verbliebenen sieben Jungtiere groß werden. Die Untersuchung hat ergeben, dass es sich um sechs Männchen und ein Weibchen handelt. Zucht im Allwetterzoo ist enorm wichtig für den Artenschutz Für Katze Alwa und Kater Sambesi ist es der zweite Nachwuchs. Ihr erster Wurf mit fünf Jungtieren kam im September 2024 zur Welt. Frodo, Sam, Merry, Pippin und Rosi sind bereits in andere Zoos weitergezogen. Geparde werden von der IUCN als „gefährdet“ eingestuft. Die Anzahl der Tiere sinkt weiter. Bei der letzten Erhebung 2021 wurden gerade mal 6.517 erwachsene Individuen gezählt. Die Nachzuchten im Allwetterzoo sind somit ein wichtiger Bestandteil im Kampf für den Arterhalt.
Alpenzoo Innsbruck 24.07.2026
Sommerlicher Nachwuchs am Ententeich
Aufmerksame Besucherinnen und Besucher haben sie vielleicht bereits entdeckt: Die Moorenten im Alpenzoo haben Nachwuchs bekommen – und das gleich in großer Zahl. Derzeit ist eine ganze Schar an Küken am Ententeich unterwegs und sorgt für besonders schöne Beobachtungsmomente. Unter den wachsamen Augen ihrer Mutter erkunden die jungen Moorenten neugierig ihr Gehege. Dabei sind sie leicht von den erwachsenen Tieren zu unterscheiden. Während die ausgewachsenen Moorenten ein überwiegend bräunliches Federkleid tragen, zeigen die Küken den für viele Entenvögel typischen Kontrast aus dunklem Rücken sowie gelb gefärbter Brust und Gesicht. Die bereits vorherige erste Brut dieses Jahres ist auch noch am Ententeich zu beobachten. Diese Jungvögel sind inzwischen schon fast ausgewachsen und haben ihr Jugendkleid weitgehend abgelegt. Dadurch sind sie auf den ersten Blick kaum noch von den erwachsenen Moorenten zu unterscheiden. Besucherinnen und Besucher können derzeit also gleich zwei Generationen von Jungvögeln entdecken. Die Moorente zählt zu den seltensten Entenarten Europas. Durch den Verlust geeigneter Feuchtgebiete und die Vermischung mit eingeführten Entenarten sind ihre Bestände in vielen Regionen stark zurückgegangen. Der Alpenzoo engagiert sich seit vielen Jahren für den Erhalt dieser bedrohten Art und beteiligt sich an internationalen Zucht- und Auswilderungsprogrammen. Wer die kleinen Moorenten beobachten möchte, sollte in den kommenden Wochen einen Blick zum Ententeich werfen – mit etwas Geduld lassen sich die flauschigen Küken beim Schwimmen, Tauchen und Erkunden beobachten.
Wilhelma Stuttgart 23.07.2026
Aktionstag der Wilhelmaschule – Welt-Tiger-Tag in der Wilhelma
Am 29. Juli stehen für Artenschützerinnen und Artenschützer in aller Welt die Tiger im Rampenlicht. Auch die Wilhelma beteiligt sich daran: An einem Stand an der vor fast genau einem Jahr eröffneten Anlage für Amurtiger informieren die Expertinnen und Experten der Wilhelmaschule über die gestreifte Großkatze. Hautnah kann man dabei anhand von Exponaten zum Anfassen erfahren, wie groß die Pfoten, Krallen und Zähne von Tigern sind – und sogar, wie sich ihre Zunge anfühlt. Es geht dabei nicht nur alleine um Tiger, sondern auch darum, was sie mit anderen Raubtieren gemeinsam haben und wie sich mit Fellmuster und anderen Merkmalen von ihnen unterscheiden. Außerdem können die kleinen Besucherinnen und Besucher vor Ort Masken basteln und damit selbst zum Tiger werden. Am Welt-Tiger-Tag wird über das natürliche und heutige Verbreitungsgebiet der verschiedenen Unterarten des Tigers informiert und über ihre Gefährdung in den unterschiedlichen Lebensräumen aufgeklärt. Es wird aufgezeigt, was jeder Einzelne für den Schutz der majestätischen Großkatzen tun kann – und warum Tiger-Selfies im Urlaub keine gute Idee sind. In unterschiedlichen Regionen Asiens sind heute noch sechs Unterarten des Tigers beheimatet. Der Amur-Tiger aus dem äußersten Osten Russlands und dem Nordosten von China ist die größte Katze der Welt. Die Kater können bis zu 300 Kilogramm auf die Waage bringen. Sumatratiger dagegen, als kleinste Unterart, werden nicht einmal halb so schwer. Sowohl aufgrund von Lebensraumvernichtung als auch von Wilderei sind alle Tiger in ihren natürlichen Lebensräumen gefährdet. Drei Unterarten, der Javatiger, der Balitiger und der Kaspische Tiger wurden bereits durch den Menschen ausgerottet. Die Wilhelma engagiert sich schon lange für die WildCats Conservation Alliance, welche sich für den Schutz des vom Aussterben bedrohten Sumatratigers im indonesischen Kerinci-Seblat-Nationalpark einsetzt. Der Verein der Freunde und Förderer der Wilhelma unterstützt das Projekt seit 2021 jedes Jahr mit einem Betrag von 20.000 €. Insgesamt sind über die Wilhelma und ihren Förderverein seit 2002 über 200.000 € zusammengekommen, mit deren Hilfe Ranger-Einheiten auf Sumatra finanziert werden. Weitere Informationen gibt es am Mittwoch, 29. Juli von 11.00 bis 17.00 Uhr am Aktionstand zum Welt-Tiger-Tag, direkt vor der Anlage für Amurtiger. Das Angebot ist, wie bei allen Thementagen der Wilhelmaschule, bereits im Eintritt für die Wilhelma enthalten.
Zoo Heidelberg 23.07.2026
Verspielt, neugierig & hochintelligent
Sechs junge Keas im Zoo Heidelberg eingezogen Seit Anfang des Monats leben wieder Keas im Zoo Heidelberg. Die Gruppe bietet spannende Einblicke in das Sozialverhalten der intelligenten Papageien – und kann von Besuchern schon jetzt in ihrer Voliere beobachtet werden. Seit dem 7. Juli gibt es im Zoo Heidelberg neue Bewohner zu entdecken: Eine Gruppe von sechs jungen Keas ist eingezogen. Die drei männlichen und drei weiblichen Vögel stammen alle aus dem Zoo Erfurt und sind dort zwischen 2023 und 2025 geschlüpft. Zu finden sind die Vögel in der Voliere gegenüber des Safarizelts bei der Löwenanlage. Die neuen Bewohner zählen zu den Papageien und sind an ihrem überwiegend olivgrünen Gefieder und den auffällig orangefarbenen Unterseiten der Flügel zu erkennen. Ihre Heimat ist die Südinsel Neuseelands, wo sie vor allem in Berg- und Waldregionen leben. Die Vögel ernähren sich vielseitig: Neben Früchten, Sämereien, Trieben und Nektar fressen sie unter anderem Insektenlarven und Aas. Die IUCN führt Keas auf ihrer Roten Liste als „Endangered“ (stark gefährdet). Zu den größten Bedrohungen zählen eingeschleppte Fressfeinde und der Verlust ihres Lebensraums. Für den Zoo ist die junge Gruppe besonders interessant: „Über das Sozialverhalten von Keas, die in einer größeren Geschwistergruppe unterschiedlicher Altersstufen aufwachsen, ist recht wenig bekannt. Gemeinsam mit dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm wollen wir diese Dynamiken genauer beobachten und untersuchen“, erklärt Vogelkurator Joshua Förg. Die Tiere spielen miteinander, erkunden gemeinsam neue Dinge und lernen voneinander. Keas gelten als besonders intelligent und neugierig. Sie sind bekannt dafür, allerlei Gegenstände ausgiebig zu untersuchen und mit ihrem kräftigen, gebogenen Schnabel zu bearbeiten. Dabei machen Sie auch vor Autos und Möbeln nicht halt. Die sechs jungen Keas sind bereits in ihrer Voliere zu sehen. Mit etwas Geduld können Besucher beobachten, wie sie im Wasserbecken baden, ihre Umgebung erkunden oder sich mit den verschiedenen Beschäftigungsmöglichkeiten auseinandersetzen.
Tierpark Hagenbeck 23.07.2026
Aus dem Stand drei Meter Enrichment für die Servale bei Hagenbeck
Für die beiden Serval-Brüder, die im April zum Tierpark Hagenbeck gekommen sind, hat sich Reviertierpfleger Uwe Fischer eine ganz besondere Beschäftigungsmethode ausgedacht. Damit die eleganten Wildkatzen ihre natürlichen Fähigkeiten ausleben können, befestigt er an einer langen, selbstgebauten Angel Küken oder anderes Futter, das mit Federn versehen ist. Durch die bewegliche Präsentation werden die Servale dazu angeregt, ihre Umgebung aufmerksam zu beobachten, blitzschnell zu reagieren und mit eindrucksvollen Sprüngen nach ihrer Beute zu greifen. „Die Gestaltung eines abwechslungsreichen Alltags ist bei Hagenbeck ein großes und wichtiges Thema. Zum einen leben die Katzen ihre Instinkte aus, zum anderen können die Besucher beobachten, zu was die beiden eigentlich im Stande sind. Mit dem Enrichment unterstützen und fördern wir die Tiere.“, berichtet Uwe Fischer. Die afrikanischen Wildkatzen sind für ihre außergewöhnliche Sprungkraft bekannt. In der Natur nutzen sie diese Fähigkeit, um Vögel aus der Luft zu schlagen und Beutetiere im hohen Gras aufzuspüren. Das Enrichment ist ein wichtiger Bestandteil des modernen Tiermanagements und trägt maßgeblich zum Tierwohl und zur Zufriedenheit aller Hagenbeck-Bewohner bei. Es schafft Abwechslung im Alltag, fördert Bewegung und stärkt natürliche Verhaltensweisen. Gleichzeitig ermöglicht es den Tierpflegern, die Tiere aktiv, individuell und gezielt zu beschäftigen. Mit solchen Maßnahmen unterstreicht der Tierpark Hagenbeck seinen Anspruch, den Tieren ein abwechslungsreiches und artgerechtes Umfeld zu bieten und somit das Tierwohl aktiv in den Mittelpunkt der täglichen Arbeit zu stellen.
Kölner Zoo 23.07.2026
Kleinster Hirsch der Welt: Pudu-Weibchen „Yenai“ im Kölner Zoo geboren
Nachwuchs bei den Südpudus im Kölner Zoo: Am 15. Mai kam hier das Weibchen „Yenai“ zur Welt. Mutter ist die dreijährige „Yadira“, die aus dem Zoo in Rotterdam stammt. „Yenai“ ist „Yadiras“ zweites Jungtier. Der Vater heißt „Alvess“. Er kam vor vier Jahren im Kölner Zoo zur Welt. Seine bislang noch wenig vertretene Blutlinie ist wichtig für den Erhalt und Ausbau der Population bei dieser bedrohten Hirschart. Umso mehr freut den Zoo, dass „Alvess“ nun bereits zum dritten Mal für Nachwuchs gesorgt hat. „Yenai“ entwickelt sich sehr gut und erkundet bereits die Außenanlagen, liegt zum Teil aber auch versteckt im Gras, was völlig normal und typisch ist. Pudus zählen zu den Hirschen. Es gibt drei ähnliche Arten – den Südlichen, der in Köln gehalten wird, und vormals den Nördlichen Pudu, der kürzlich in zwei Arten aufgeteilt wurde. Südpudus, wie sie der Kölner Zoo hält, leben in den Südbuchenwäldern Chiles und einem kleinen Teil des südwestlichen Argentiniens. Im Gegensatz zu den Nordpudus, die in den kargen Hochgebirgslagen der kolumbianischen, ecuadorianischen und peruanischen Anden vorkommen, sind Südpudus reine Waldtiere. Sie sind scheu und überwiegend nachtaktiv. Ihre Nahrung besteht aus Blättern, Rinde, Früchten, Blüten und jungen Baumtrieben. Südpudus leben im Freiland in der Regel einzelgängerisch und kommen nur zur Paarung zusammen. Die männlichen Hirsche tragen ein Geweih mit nur einer Stange von 5-10 cm, das jährlich abgeworfen wird. Südpudus sind etwa halb so groß wie unser einheimisches Reh. Die Wildbestände dieser hübschen Tiere gehen leider zurück. Gründe sind u.a. Lebensraumzerstörung, Bejagung, Konkurrenz durch exotische Hirscharten und Risse durch verwilderte Haushunde. Die Kölner Pudu-Anlagen liegen im Südamerikabereich in der Mitte des Zoos – einmal zwischen den Anlagen für die Großen Ameisenbären und die Primaten und Aras im Kleinen Südamerikahaus. Zudem leben inzwischen Pudus auf der Kölner Tapiranlage und im Tapirhaus. Pudus können in Zoos ein Alter von bis zu 20 Jahren erreichen. In Europa leben aktuell 80 Pudus in 23 Zoos. Der Kölner Zoo hält mit aktuell sieben Tieren die momentan zweitgrößte Gruppe in deutschen Zoos.
Erlebnis-Zoo Hannover 23.07.2026
Schwarz-Weiß mit Gesichtsmaske
Erlebnis-Zoo: Nachwuchs bei den bedrohten Thüringer-Wald-Ziegen und Rauwolligen Pommerschen Landschafen Schwarzes Fell, plüschig helle Beine, elegant geschwungene weiße Partien von den Augen bis zur braunen Nasenspitze: Zwei am 18. Juli geborene Thüringer-Wald-Ziegen erkunden zurzeit ihre Welt auf Meyers Hof im Erlebnis-Zoo Hannover. Noch etwas staksig auf den Beinen, wird jede Ecke beschnüffelt, jeder Stein mutig erklettert. Und wird es doch zu spannend, geht es schnell zurück zu Mutter „Ida“. Die neugierigen Jungtiere ziehen mit ihrer Verspieltheit viele Blicke auf sich und machen zugleich auf ihre gefährdete Nutztierrasse aufmerksam: Die Thüringer-Wald-Ziege steht als stark gefährdet auf der Roten Liste der gefährdeten Nutztierrassen. Auch im Nachbarstall gibt es Nachwuchs bei einer gefährdeten Haustierrasse: Das Rauwollige Pommersche Landschaf „Heidemarie“ kümmert sich dort bestens um ihr erstes Lamm (*19.07.) – obwohl das ein sprichwörtliches schwarzes Schaf ist. Im Gegensatz zu den silbergrauen ausgewachsenen Tieren sind die Lämmer der Rauwolligen Pommerschen Landschafe vom Kopf bis zur Schwanzspitze schwarz. Noch mehr Nachwuchs Und in nächster Zeit wird es noch quirliger auf Meyers Hof: Ziege „Clara“ hat am 22. Juli zwei Jungtiere zur Welt gebracht, die meistens noch im Stroh schlafen. Thüringer-Wald-Ziege „Uschi“ sowie etwa zehn Rauwollige Pommersche Landschafe sind noch tragend. Tipp: Im größten Stall auf dem Zoo-Bauernhof tummelt sich der Nachwuchs der stark gefährdeten Japanerkaninchen. Zwei am 22. Mai geborene und fünf am 22. Juni geborene Mini-Kaninchen hoppeln zwischen den ausgewachsenen Tieren umher. Kleine Seltenheiten Der Erlebnis-Zoo macht mit seinen Tieren vom Zoo-Bauernhof auf die alten, deutschen Haustierrassen aufmerksam und setzt sich aktiv für ihren Erhalt ein. Die Thüringer-Wald-Ziege lebt hier gemeinsam mit dem Harzer Höhenvieh, dem Schwarzbunten Altdeutschen Niederungsrind und dem Dülmener Pferd. Die Rauwolligen Pommerschen Landschafe teilen sich ihre Weide mit der Leine-Gans und im Nachbarstall grunzen die Bunten Bentheimer Landschweine. Thüringer-Wald-Ziege In den 1930er Jahren gab es in Deutschland ca. 60.000 Thüringer-Wald-Ziegen. Zwischenzeitlich sank der Bestand auf unter 200 Tiere. Wie viele alte Haustierrassen, konnten auch die Thüringer-Wald-Ziegen nicht mit gezielt gezüchteten Hochleistungsrassen mithalten. Heute werden die als besonders robust geltenden Ziegen wieder vermehrt zur Landschaftspflege eingesetzt. Rauwolliges Pommersches Landschaf Das Rauwollige Pommersche Landschaf stammt von der Ostseeküste und wurde früher als vielseitiges Nutztier für Milch, Wolle und Fleisch gehalten. Seit Beginn des 19. Jahrhunderts sind die Bestände jedoch stark zurückgegangen. Heute haben spezialisierte Rassen es in der Landwirtschaft weitgehend verdrängt. Durch seine Robustheit und die wasserabweisende Wolle eignet sich das Rauwollige Pommersche Landschaft jedoch hervorragend zur Pflege von Deichen und Küstenlandschaften. Japanerkaninchen Das Japanerkaninchen wird auch Harlekin-Kaninchen genannt – benannt nach einer bunten Bühnenfigur. Die Rasse hat eine auffällige Fellzeichnung: verschiedenste Töne von hellem Rotbraun über Weiß bis Schwarz wechseln sich ab. Die Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen (GEH) stuft die Rasse als stark gefährdet ein. Zwar gibt es einige begeisterte Haltende – die Bestandszahlen sind allerdings sehr niedrig. Nach offiziellen Angaben soll es in Deutschland weniger als 1.000 Japanerkaninchen geben.
Zoo Frankfurt 23.07.2026
Veranstaltung im Rahmen von World Design Capital Frankfurt Rhein-Main 2026
Von Tierhaltung bis Besuchererlebnis – eine Entdeckungsreise ins Zoodesign Museum Angewandte Kunst, Schaumainkai 17, Frankfurt Mittwoch, 29. Juli 2026, 13.00 – 18.30 Uhr
In einem wissenschaftlich geführten Zoo hat die Tierhaltung oberste Priorität. Aber Zoos sind Orte für Tiere und Menschen. Dem Besucherbereich gilt daher ein besonderes Augenmerk. Von ihm aus sollen kleine und große Tiere beobachtet, entdeckt und sinnlich erfahren werden. Ein Tiererlebnis zu bieten ist aber nur eine von vielen Anforderungen an Plätze und Wege im Zoo, die in ihrer Gestaltung einen sanften aber sicheren Übergang zwischen den Bereichen für Tiere und Besuchende herstellen sollen. Hinzukommen: Aufenthaltsqualität, Barrierefreiheit, Wetterschutz, Bildung, Information, Beleuchtung, Möblierung und vieles mehr. Die Fülle der Ansprüche an den Besucherbereich ist aktuell auch eine der Herausforderungen, denen sich Zoo und Zoo-Planer bei der Entwicklung und Umsetzung des Masterplans ZOOKUNFT2030+ stellen müssen. Im Rahmen von WDC Frankfurt Rhein-Main lädt der Zoo Frankfurt auf eine Entdeckungsreise ins Thema Zoodesign ein. Gezeigt werden die Ergebnisse der Semesterarbeit der Studierenden des Fachbereichs Architektur an der Hochschule Mainz, die sich mit der Gestaltung des Besucherbereichs im geplanten Afrika-Areal Serengeti beschäftigt haben. Außerdem gibt der Zoo Einblicke in seinen Masterplan. Zoo-Team und Planer vor Ort erläutern die Pläne und treten in den Austausch mit den Ausstellungsbesuchenden. Bei einem Podiumsgespräch am späten Nachmittag geht es um die Komplexität des Bauens für Tiere und Menschen. Programm 13.00 – 16.30 Uhr: Ausstellung ZOOKUNFT2030+ und Gespräche mit dem Zoo, Planern und Studierenden der Hochschule Mainz, Fachbereich Architektur 17.00 – 18.30 Uhr: Live-Talk und Diskussion zum Thema Zoodesign. Auf dem Podium: Zoodirektorin Dr. Christina Geiger, Anna Buttkus, Dan Pearlman Erlebnisarchitektur, Dipl. Ing. Felix Nowak und Studierende des Fachbereichs Architektur der Hochschule Mainz, Moderation: Marco Dinter, Naturschutzreferent des Frankfurter Zoos Der Eintritt ist frei. Wir bitten um Anmeldung: https://wdc2026.org/de/events/im-zoo-bewegungsraeume-fuer-ein-gemeinschaftserlebnis
Zoo Madgeburg 23.07.2026
Artenschutz erleben: Zoo Magdeburg lädt zum Internationalen Tag des Naturschutzes ein
Aktionstag am 28. Juli mit exklusiven Führungen hinter die Kulissen bei Nashorn und Giraffe sowie eine Artenschutz-Rallye mit verschiedenen Mitmachangeboten für die ganze Familie Der Verlust der biologischen Vielfalt zählt zu den größten Herausforderungen unserer Zeit. Schätzungen zufolge sterben jedes Jahr rund 150 Tier- und Pflanzenarten aus. Der Internationale Tag des Naturschutzes macht auf diese Entwicklung aufmerksam und rückt die Frage in den Mittelpunkt, wie Natur, Lebensräume und bedrohte Arten besser geschützt werden können. Aus diesem Anlass lädt der Zoo Magdeburg am Dienstag, den 28. Juli 2026, von 10:00 bis 16:00 Uhr zu einem abwechslungsreichen Aktionstag ein. Besucherinnen und Besucher erwartet ein abwechslungsreiches Programm mit exklusiven Führungen hinter die Kulissen bei Nashorn und Giraffe sowie einer Artenschutz-Rallye mit verschiedenen Mitmachangeboten für Groß und Klein. An verschiedenen Stationen lernen sie Akteure des Natur- und Artenschutzes kennen und erfahren spielerisch, warum Artenschutz wichtig ist, wodurch Tierarten bedroht werden und welchen Beitrag moderne Zoos leisten. Wer alle Stempel sammelt, darf sich zum Abschluss auf eine kleine Überraschung freuen. „Artenschutz beginnt mit Wissen, mit Verständnis und mit emotionaler Nähe zur Natur. Genau dafür sind Zoos wichtige Orte“, sagt Zoodirektor David Pruß, Ph.D. „Wir möchten unseren Besucherinnen und Besuchern zeigen, dass Artenschutz nicht abstrakt ist. Er betrifft konkrete Arten, konkrete Lebensräume und letztlich auch unsere Verantwortung als Gesellschaft. Am Beispiel unser Botschaftertiere lässt sich trockenes Wissen viel realitätsnäher aufarbeiten.“ Der Aktionstag macht deutlich, dass Natur- und Artenschutz viele Facetten haben. Er umfasst den Schutz natürlicher Lebensräume, die Unterstützung bedrohter Tierarten, Bildung und Forschung sowie die Zusammenarbeit mit Partnern vor Ort und weltweit. Der Zoo Magdeburg vermittelt diese Zusammenhänge anschaulich und familiennah: Kinder können Fragen stellen, selbst aktiv werden und erfahren, wie eng das Leben einzelner Tierarten mit intakten Ökosystemen verbunden ist. Gerade in den Sommerferien bietet der Internationale Tag des Naturschutzes eine besondere Gelegenheit, den Zoobesuch mit einem vertiefenden Naturerlebnis zu verbinden. Die Artenschutz-Rallye führt große und kleine Gäste auf Entdeckungstour durch den Zoo und lädt dazu ein, genauer hinzusehen: Welche Tiere sind bedroht? Warum verschwinden Lebensräume? Und was kann jeder Einzelne tun, um Natur und Artenvielfalt zu schützen? „Wir möchten nicht mit erhobenem Zeigefinger belehren, sondern Neugier wecken“, so Pruß. „Wer Tiere erlebt, wer ihre Besonderheiten versteht und ihre Bedrohung begreift, entwickelt eher den Wunsch, sie zu schützen. Genau darin liegt eine große Stärke des Zoos.“ Der Internationale Tag des Naturschutzes im Zoo Magdeburg findet am Dienstag, den 28. Juli 2026, von 10:00 bis 16:00 Uhr statt. Die Angebote sind in den regulären Zoobesuch eingebunden. Veranstaltungsinformationen Internationaler Tag des Naturschutzes im Zoo Magdeburg Datum: Dienstag, 28. Juli 2026 Zeit: 10:00 bis 16:00 Uhr Programm: Artenschutz-Rallye für Groß und Klein inkl. kleiner Überraschung, exklusive Führungen hinter die Kulisse bei Nashorn und Giraffe, Artenschutz- Fütterung Pinguin Ort: Zoo Magdeburg
Tierwelt Herberstein 23.07.2026
Mystische Tierwelt
Save the Date Samstag, 1. August 2026 ab 18 Uhr bis Mitternacht Einlass bis 21 Uhr. Danach haben die Kassen geschlossen. Langsam legt sich die Dunkelheit über die Tierwelt Herberstein. Nur der Vollmond wirft sein blasses Licht auf so manches Tiergehege. Unter dem Titel „Mystische Tierwelt – das magische Vollmondfest“ öffnen wir in den Sommerferien abends unsere Pforten und laden sehr herzlich zu einem fulminanten Mondscheinfest für alle Tierpark Fans; ob groß, ob klein, ob jung, ob alt. Die tierischen Hauptdarsteller an diesem Abend sind natürlich unsere Wolfsfamilien. Die kanadischen Hudson-Bay-Wölfe, die Timberwölfe und die Polarwölfe stehen im Mittelpunkt. Eine bezaubernde Vollmondnacht wartet auf viele Familien. Oft sind viele Besucher über die – vielleicht auf Sie gruselig wirkende – Geräuschkulisse in der Nacht erstaunt. Unsere nachtaktiven Tiere zeigen sich abends von ihrer Zuckerseite. Gänsehautfeeling pur! Das Gartenschloss Herberstein bietet im Rahmen einer „Mystischen Abenteuerführung durch den tiefen Schlosskeller“ Führungen an. Das Highlight: die Feuershow auf der Flusswiese Attraktive Programmpunkte: Nachtaktive exotische Tiere im Mittelpunkt – der Rundweg ist geöffnet. Candlelight & Kellerführungen im Gartenschloss Herberstein von 19 bis 23 Uhr. Forschungsmobil – heimische Tierbeobachtung am Leuchtschirm (ab 21 Uhr). Überblicksführungen im „Haus der Biodiversität“ (jeweils um 20.30 und um 22.30 Uhr).Feuershow auf der Schlosswiese um 21 und 22 Uhr. und vieles mehr – lassen Sie sich überraschen. Für Kulinarik sorgt das Café Eichenbock, die Zooschenke und das Panoramaplatzl Ein Fest für die ganze Familie! Eintritt EUR 23,00 Erwachsene, EUR 16,00 Kinder Jahreskartenbesitzer*innen haben kostenfreien Eintritt. Auch die Genusscard ist gültig. Der Einlass ist bis 21 Uhr möglich, anschließend schließen die Kassen.
Zoo Berlin 23.07.2026
Ein kleiner Höhlenkobold auf vier Pfoten
Zoo Berlin freut sich über Erdferkel-Nachwuchs Mit seinen riesigen Schlappohren und dem langen Rüssel wirkt der jüngste Bewohner des Zoo Berlin fast so, als wäre er direkt einer nordischen Saga entsprungen, irgendwo zwischen Troll und Waldgeist. Tatsächlich gehört das wunderliche kleine Wesen zu einer der außergewöhnlichsten Säugetierarten Afrikas – dem Erdferkel. Am 11. Juli 2026 brachte Erdferkel-Weibchen Memphis (7) ein gesundes Jungtier zur Welt. Vater ist erneut der zehnjährige Kito. Beide Tiere sind auch die Eltern von Frieda, die im April letzten Jahres geboren wurde. „Die erfolgreiche Nachzucht bei unseren Erdferkeln ist ein schöner Beleg dafür, wie gut Memphis und Kito als Elternpaar harmonieren. Memphis zeigt sich als äußerst fürsorgliche Mutter und versorgt ihren Nachwuchs vorbildlich. Dass das Jungtier seit seiner Geburt bereits auf rund drei Kilogramm herangewachsen ist und sich sehr gut entwickelt, stimmt uns ausgesprochen optimistisch. Für unsere Gäste ist es außerdem eine besondere Gelegenheit, den Nachwuchs einer Tierart zu erleben, die selbst in ihrem natürlichen Lebensraum nur äußerst selten zu beobachten ist“, freut sich Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem. Das Geschlecht des Jungtiers lässt sich derzeit noch nicht eindeutig bestimmen. Aktuell verbringt der kleine Nachwuchs noch viel Zeit mit Mutter Memphis in einer speziellen Wurfhöhle. Inzwischen verlässt die erfahrene Erdferkelmutter die Höhle jedoch immer häufiger. Wann sie ihr Jungtier erstmals nach draußen – und damit auch für Gäste sichtbar – mitnimmt, entscheidet sie selbst. Mit etwas Glück kann das Jungtier daher bereits in den nächsten Tagen bei seinen ersten vorsichtigen Erkundungen auf der Anlage beobachtet werden. In der kritischen Anfangszeit haben ihre Tierpfleger*innen den Beiden größtmögliche Ruhe gegeben und sich dem Jungtier nur für kurze Gesundheits- und Gewichtskontrollen genähert. „Die ersten Lebenswochen sind bei Erdferkeln besonders sensibel. Trotz einer Tragezeit von rund acht Monaten kommen die Jungtiere vergleichsweise klein und noch wenig selbstständig zur Welt. In den kommenden sechs Monaten wird das junge Erdferkel kontinuierlich an Gewicht zulegen und von der Mutter gesäugt werden. Ausgewachsene Erdferkel können anschließend bis zu 65 Kilogramm schwer werden“, erklärt Säugetierkurator Dr. Florian Sicks. Wie schnell aus einem winzigen Erdferkel ein stattliches Tier wird, zeigt Frieda, die andere Tochter von Memphis und Kito eindrucksvoll. Diese lebt derzeit mit ihrem Vater Kito hinter den Kulissen und ist mit etwas mehr als einem Jahr anhand der Größe kaum noch von ihrer Mutter zu unterscheiden. Ein Besuch im Nachttierhaus lohnt sich jedoch nicht nur wegen der kleinen Erdferkelfamilie. Hier leben auch die quirligen Springhasen, die mit ihren kräftigen Hinterbeinen durch die Anlage hüpfen sowie die springfreudigen Senegal-Galagos, die sich ihren Lebensraum mit den Erdferkeln teilen, genau wie in ihrer afrikanischen Heimat. Dank des umgekehrten Tag-Nacht-Rhythmus im Nachttierhaus können Zoo-Gäste außerdem zahlreiche weitere nachtaktive Tiere beobachten, bevor sie eine Etage höher im Reich der Jäger die Welt der großen und kleinen Räuber erwartet. Hier ziehen unter anderem die beiden Neuzugänge Komodowaran Drakaris und der Schwarze Jaguar Tikal die Blicke auf sich. Wer den jüngsten Zoo-Bewohner künftig unterstützen möchte, kann dies übrigens auch als Patin oder Pate tun – das kleine Erdferkel ist noch auf der Suche nach seinen Tierpaten: Patenschaften im Zoo Berlin – Zoo Berlin
Tiergarten Schönbrunn 23.07.2026
Erstmals natürliche Aufzucht bei Schönbrunner Rothalsstraußen
Vier Straußenküken sorgen im Tiergarten Schönbrunn für eine historische Premiere: Erstmals in der mehr als 270-jährigen Geschichte des Tiergartens wurden hochbedrohte Nordafrikanische Rothalsstrauße von ihren Elterntieren auf natürliche Weise ausgebrütet und werden nun auch von diesen aufgezogen. Die vier Jungtiere schlüpften im Juni. Der Nachwuchs stellt einen äußerst wichtigen Beitrag zum relativ jungen europäischen Erhaltungszuchtprogramm für diese Vögel dar. „Für uns ist dies ein wichtiger Meilenstein. Durch Wilderei und Lebensraumverlust ist diese Unterart des Afrikanischen Straußes von der Ausrottung bedroht. Der Bestand wird auf maximal 1.000 Tiere geschätzt. Die größte Population lebt in der Republik Tschad in Zentralafrika. Besonders stolz sind wir, dass eine künstliche Inkubation der Eier nicht notwendig war, da das Paar sein natürliches Brutverhalten zeigte“, erklärt Tiergartendirektor Dr. Stephan Hering-Hagenbeck. Als Nest diente eine flache, sandige Mulde, die der Hahn zuvor gescharrt hatte. Rund 45 Tage lang bebrüteten Hahn und Henne das Gelege abwechselnd. Auch bei der Aufzucht kümmern sich beide Elterntiere aufopfernd um ihren Nachwuchs, wobei der Hahn einen besonders großen Teil der Arbeit, etwa beim Schutz der Küken, übernimmt. Der Nordafrikanische Rothalsstrauß ist nicht nur stark bedroht, sondern auch ein Vogel der Superlative: Als größte Unterart des Afrikanischen Straußes gilt er als größter und schwerster lebender Vogel der Welt. Auch der Schönbrunner Nachwuchs legt bereits ein beeindruckendes Wachstumstempo vor. Dr. Folko Balfanz, zoologischer Abteilungsleiter im Tiergarten: „Den Küken kann man quasi beim Wachsen zusehen. Sie wachsen pro Tag bis zu drei Zentimeter. Mit einem Gewicht von derzeit rund acht Kilogramm müssen sie aber noch ordentlich Gräser, Körner, Insekten und Blätter fressen, um die Körperdimensionen ihrer Eltern zu erreichen. Die Männchen des Nordafrikanischen Rothalsstraußes können bis zu 150 Kilogramm wiegen.“ Da Strauße nicht fliegen, konnten sich ihre Körpergröße und ihre kräftige Muskulatur ohne die Gewichtsbeschränkungen des Fliegens entwickeln. Mit ihren extrem starken Beinen sind sie die Hochleistungsläufer der Vogelwelt und können sich gut verteidigen: Perfekt an die Savannen Afrikas angepasst, erreichen sie Geschwindigkeiten von mehr als 70 Kilometern pro Stunde. Und selbst bei ihren Eiern wartet ein Rekord mit überraschender Wendung: Sie sind zwar die größten Vogeleier der Welt, im Verhältnis zur Körpergröße des Weibchens jedoch die kleinsten aller Vögel.
Zoo Hof 22.07.2026
Neue Tierart im Zoo Hof: Die Hofer dürfen Namen wählen…
Im Zoo Hof sind zwei neue und besondere Bewohner eingezogen: Ein Nandu-Paar bereichert ab sofort den Tierbestand. Die südamerikanischen Laufvögel haben sich bereits gut eingelebt und können täglich von den beobachtet werden. Noch fehlen den beiden passende Namen. Deshalb sind nun die Hoferinnen und Hofer gefragt: Bis Sonntagabend können sie die Nandus im Zoo kennenlernen und ihre Namensvorschläge direkt vor Ort abgeben. Nach dem Wochenende werden alle Vorschläge ausgewertet. Die drei am häufigsten genannten Namen stellt der Zoo anschließend über seine sozialen Netzwerke zur Abstimmung. Als kleine Hilfestellung für die Namenssuche gibt es bereits einen Hinweis zur Herkunft: Der Hahn stammt aus dem Tierpark Hagenbeck in Hamburg und ist damit ein echter Norddeutscher. Auch für die Zukunft gibt es bereits spannende Pläne. Nach der Eingewöhnung sollen die beiden Nandus gemeinsam mit Alpakas und Maras auf einer großen Gemeinschaftsanlage leben. So entsteht ein abwechslungsreicher südamerikanischer Bereich, in dem mehrere Tierarten gemeinsam beobachtet werden können. Die Tierpfleger des Zoo Hof ist gespannt, welche Namen am Ende das Rennen machen.
Zoo Duisburg 22.07.2026
Zwei Felsenkänguru-Jungtiere sind im Zoo Duisburg zur Welt gekommen. Damit wächst die Gruppe der Felsenkängurus auf sieben an. Die Joeys, wie die Jungtiere von Kängurus genannt werden, sind bereits rund sieben Monate alt – und haben erst vor Kurzem den schützenden Beutel ihrer Mutter verlassen. Das Geschlecht der beiden Jungtiere ist noch nicht bekannt. Sie sind bereits beim Herumtoben und Spielen in der Outback-Voliere für Besucherinnen und Besucher zu sehen – sowie beim Sonnenbaden in der Felsspalte. Besucherinnen und Besucher müssen dennoch ein wenig Glück und Geduld mitbringen – ab und an verstecken sich die Joeys nach wie vor im Beutel ihrer Mutter. Der Lebensraum der Felsenkängurus liegt in Australien, in Hügel- und Gebirgsregionen, was der Art den deutschen Namen gibt. Sie gelten als potenziell gefährdet, in Australien sogar als gefährdet. Perspektivisch soll deshalb ein neues Zuchtmännchen in den Zoo Duisburg kommen. Das Zuchtbuch dafür wird im Parc Zoologique & Botanique von Mulhouse (Mühlhausen), Frankreich, geführt. Weitere Tiere zu entdecken Ganz aufmerksame Besucherinnen und Besucher können in der Outback-Voliere noch mehr Jungtiere entdecken. Der Maskenkiebitz hat gebrütet, bei der Gelbfuß-Pfeifgans sind mehrere Küken geschlüpft und auch die Wongataube hat Nachwuchs bekommen. Der Maskenkiebitz ist gut an der gelben Färbung rund um die Augen zu erkennen – so sieht es aus, als würde er eine Maske tragen. Bei den Jungtieren dauert es jedoch eine Weile, bis sich das Gefieder gelb färbt. Die Gelbfuß-Pfeifgans lässt sich besonders gut an den Teichen und am naturnah gestalteten Bachlauf entdecken.
Tierpark München Hellabrunn 22.07.2026
Zwei Mähnenrobben in Hellabrunn mussten eingeschläfert werden
In dieser Woche mussten die beiden letzten Mähnenrobben der Hellabrunner Polarwelt eingeschläfert werden. Anlass hierfür war der Nachweis von Mykobakterien, die dem Tuberkulose-Komplex zugeordnet werden können. Die abschließenden pathologischen Untersuchungen stehen derzeit noch aus. Bereits in der Vergangenheit gab es bei den Mähnenrobben in Hellabrunn Verdachtsfälle auf Mykobakterien (Mycobacterium pinnipedii). Zwar kam es bislang zu keinem gesicherten Krankheitsausbruch, dennoch machten die Befunde umfassende Hygiene- und Vorsichtsmaßnahmen erforderlich. Die Tiere konnten weder an andere zoologische Einrichtungen abgegeben noch konnten neue Mähnenrobben aufgenommen werden. Der Bestand reduzierte sich dadurch auf ein Weibchen und ein älteres Männchen. Zur Bewertung dieser Situation wurde eine Animal-Welfare-Kommission einberufen. Das interdisziplinäre Gremium, bestehend aus internen und externen Fachleuten, Vertretenden der Veterinärbehörde sowie des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) für Mähnenrobben, prüfte alle veterinärmedizinischen, tierschutzrechtlichen und ethischen Aspekte sowie mögliche Handlungsalternativen, um die Zukunft der beiden Mähnenrobben zu bewerten. Dabei wurden unter anderem ihr Gesundheitszustand, die vorliegenden Befunde, das Tierwohl sowie die bestehenden Handlungsoptionen berücksichtigt. Dr. Christine Gohl, leitende Tierärztin in Hellabrunn, erklärt: „Eine Infektion mit Mykobakterien lässt sich bei lebenden Tieren häufig nicht eindeutig nachweisen oder ausschließen. Deshalb bewerten wir nicht einzelne Testergebnisse, sondern sämtliche Befunde, deren Entwicklung über einen längeren Zeitraum sowie den klinischen Zustand der Tiere. Das Tierwohl steht dabei stets im Mittelpunkt.“ Nach umfangreichen Untersuchungen und intensiven Beratungen, auch mit nationalen und internationalen Experten, entschied die Kommission einstimmig, die beiden Mähnenrobben aus Gründen des Tier- und Infektionsschutzes und zum Schutz der Mitarbeitenden einzuschläfern. „Eine Entscheidung zum Einschläfern treffen wir niemals leichtfertig. Sie setzt eine sorgfältige veterinärmedizinische, tierschutzrechtliche und ethische Prüfung voraus. Nach intensiver Abwägung aller Möglichkeiten sind wir gemeinsam zu dem Schluss gekommen, dass dies die verantwortungsvollste Lösung war“, erklärt Tierparkdirektor Rasem Baban. Die endgültigen pathologischen Untersuchungsergebnisse stehen derzeit noch aus. Mycobacterium pinnipedii gehört zum Mycobacterium-tuberculosis-Komplex und kann bei Robben, Seelöwen und weiteren Säugetieren Tuberkulose verursachen. Infektionen verlaufen häufig lange ohne eindeutige Krankheitszeichen und lassen sich bei lebenden Tieren oftmals nur durch die Kombination verschiedener Untersuchungsmethoden beurteilen. Erkrankungen wurden weltweit bei Robben und Seelöwen im natürlichen Habitat, als auch in Menschenobhut nachgewiesen.
Zoologisch-Botanischer Garten Wilhelma Stuttgart 21.07.2026
Ein neues Zuhause für vom Aussterben bedrohte Schlangen Leuchtend bunt und stark bedroht: San-Francisco-Strumpfbandnattern ziehen in die Wilhelma ein
In der Wilhelma wurde am Dienstag, 21. Juli 2026 die neue Anlage für San-Francisco-Strumpfbandnattern (Thamnophis sirtalis tetrataenia) eingeweiht. Es handelt es sich um eine Unterart der Gewöhnlichen Strumpfbandnatter (Thamnophis sirtalis). Von dieser hebt sie sich durch ihr leuchtend türkisblau und orange gefärbtes Streifenmuster ab. Die Unterart stammt aus einem sehr kleinen Verbreitungsgebiet in Kalifornien, wo sie strukturreiche Feuchtgebiete besiedelt. Aufgrund von Lebensraumzerstörung sind mittlerweile viele Teilpopulation voneinander isoliert, sodass ein genetischer Austausch unterbrochen wurde. Invasive Arten und Krankheiten sowie illegaler Fang setzen den noch vorhandenen Beständen weiter zu. Die mit rund 1.300 Tieren größte Population beherbergt heute der Flughafen von San Francisco, dessen durch Umzäunung bestens geschütztes Gelände mit Wasserflächen, Röhrichten, Wiesen und Buschland noch optimale Lebensbedingungen bietet. Aus vielen anderen seiner früheren Habitate ist das hübsch gefärbte Reptil mittlerweile verschwunden. In der Wilhelma wurde für die San-Francisco-Strumpfbandnattern in direkter Nachbarschaft zu den Kalifornischen Seelöwen ein 24 m² großes Freilandterrarium als Gemeinschaftsprojekt der Fachbereiche Zoologie, Botanik, Parkpflege, Technik und Umweltbildung realisiert. Die beiden Schlangen, die am Tag der Einweihung ihr neues Zuhause bezogen haben, sind Nachzuchten aus dem Allwetterzoo Münster. Sie werden sich ganzjährig in der Anlage aufhalten. Für die kalte Jahreszeit steht eine frostfreie Überwinterungsbox zur Verfügung, in welche sich die Tiere eigenständig zurückziehen können. Beim Bau der Anlage musste mit höchster Präzision vorgegangen werden, da Jungtiere der Strumpfbandnatter durch kleinste Spalte passen. Ein Schutznetz gegen Reiher und Rabenvögel sowie ein Grabschutz gegen Nagetiere beugen dem Eindringen von Beutegreifern vor. Die Gestaltung und Bepflanzung der Anlage wurden dem natürlichen Lebensraum der vom Aussterben bedrohten Schlange nachempfunden. Das Saatgut von 20 typischen Pflanzenarten wurde direkt aus Kalifornien importiert und in der Wilhelma herangezogen. Unter anderem findet man in der Wiesenfläche die Schmalblättrige Seidenpflanze. Sie ist in Nordamerika eine der der Hauptnahrungsquellen für die Raupen des Monarchfalters. Am Rand des Tümpels und in der an die Anlage angrenzenden Vegetation wächst das bis 1,8 Meter hohe silbergraue Amerikanische Moxakraut. In getrockneter Form ist die Pflanze ein wichtiger Bestandteil in den traditionellen Räucherzeremonien der indigenen Bevölkerung Nordamerikas. Finanziert wurde das neue Großterrarium von der Ingrid Kandler Stiftung in der Stiftergemeinschaft der Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen, welche für den Bau der Anlage einen Betrag von 150.000 € zur Verfügung gestellt hat. Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin zeigt sich dankbar: „Wir freuen uns sehr über die große Unterstützung hier aus der Region – zumal die Spende von der Ingrid Kandler Stiftung und der Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen nicht nur der Wilhelma, sondern der Erhaltungszucht eines vom Aussterben bedrohten Reptils zugutekommt.“ Um den Erhalt einer Reservepopulation der San-Francisco-Strumpfbandnatter kümmern sich zoologische Gärten in Zusammenarbeit mit privaten Tierhaltenden. Die Organisation Citizen Conservation, mit der auch die Wilhelma eng zusammenarbeitet, koordiniert das gemeinsame Erhaltungszuchtprogramm und bildet das Bindeglied zwischen Zoos, Wissenschaft und Privathaltung.
Naturschutz-Tierpark Görlitz 21.07.2026
Zwillingsnachwuchs beim schönsten Säugetier auf Erden Roten Pandas im Naturschutz-Tierpark Görlitz-Zgorzelec geboren
Bereits seit 1997 beherbergt der Tierpark die charismatischen Bewohner der alpinen Bergwälder Zentralasiens und beteiligt sich aktiv am Europäischen Ex – situ Zuchtprogramm (EEP). Mit inzwischen insgesamt 27 in Görlitz geborenen Jungtieren leistet der Tierpark einen wichtigen Beitrag zum Erhalt dieser stark gefährdeten Tierart. „Die Zerstörung ihres natürlichen Lebensraums, Wilderei, illegaler Tierhandel sowie Krankheiten wie Staupe, die durch Haushunde übertragen werden, setzen den Beständen in freier Wildbahn erheblich zu“, erläutert Kuratorin Catrin Hammer. „Umso wichtiger ist unser Engagement im Artenschutz vor Ort und in der Erhaltungszucht hier im Tierpark.“ Die jetzt geborenen Zwillinge sind der fünfte Wurf von Panda-Weibchen Zayah, die 2021 aus dem niederländischen Alphen aan den Rijn nach Görlitz kam. Der aktuelle Wurf ist für das Tierpark-Team von besonderer Bedeutung. Das vergangene Jahr verlief für die Rote-Panda-Zucht äußerst tragisch: Beide 2025 geborenen Jungtiere konnten trotz intensiver Bemühungen nicht gerettet werden. Das weibliche Tier verstarb im Alter von fünf Monaten nach einer vierwöchigen Behandlung an den Folgen einer Virusinfektion. Bei seinem Bruder deutet alles auf eine Vergiftung durch Eibennadeln hin. Aus diesen Erfahrungen wurden Konsequenzen gezogen. Der Tierpark setzt derzeit umfassende Präventionsmaßnahmen um, damit die Jungtiere bis zur Futterfestigkeit keinen Zugang zu der Eibe erhalten, die den Roten Pandas seit Jahrzehnten als beliebter Kletterbaum dient. So sollen potenzielle Risiken für den Nachwuchs künftig ausgeschlossen werden. Ein besonderes Highlight erwartet die Besucherinnen und Besucher direkt am Gehege: Ein Bildschirm ermöglicht faszinierende Live-Einblicke in die Kinderstube der Panda-Zwillinge. So lässt sich die Entwicklung des Bruder-Schwester-Duos beobachten, ohne die Tiere in ihrer sensiblen Aufzuchtphase zu stören.
Zoo Innsbruck 21.07.2026
Fotowettbewerb „Tierisch Gute Fotos“
Von 15. Juli bis 16. August 2026 veranstalten der Alpenzoo Innsbruck undFoto Lamprechter einen Fotowett bewerb in dem beliebten Tiroler Ausflugsziel. Alle Besucherinnenund Besucher können an diesem Wettbewerb mitmachen und die Bewohner des Zoos zu ihremMotiv machen. Am 29. August 2026 werden die Einreichungen der Short List im Hans-Psenner-Saal des Alpenzoos ausgestellt und die Siegerinnen und Sieger prämiert. Vier Motive zu den vier spannenden Themen gilt es im Zoo zu entdecken und fotografisch in Szene zu setzenund nebenbei etwas über die Tiere und ihre Eigenschaften zu lernen. Die Herausforderungen könnenvon Foto-Anfängern, Fortgeschrittenen und Profis gleichermaßen bewältigt werden. Die Jurywird nämlich nicht bloß die einzelnen Bilder aus technischer Sicht beurteilen, viel mehr dieharmonische Bildserie mit eigener Bildsprache gesucht. Der 29. August steht im Alpenzoo ganztätig im Zeichen der Tierfotografie. In kostenlosen Workshops– darunter auch eigene Kurse für Kinder – können die Teilnehmer neue fotografische Fertigkeitenerlernen und ihr Wissen in der Wildlife-Fotografie festigen. Zusätzlich erhalten die Besucherinnenund Besucher den ganzen Tag die Möglichkeit, Kameras und Objektive für die Tierfotografie zuTesten und zu Leihen. Um jungen Menschen die Freude an der Fotografie näher zu bringen, gibt es, zusätzlich zur Allgemeinen Altersklasse ab 15 Jahren, eine eigene Altersklasse für Kinder bis 14 Jahren. Neu ist die Profikategorie für versierte Fotografen. Die Teilnahme ist für alleBesucherinnen undBesucher kostenlos. Über Alpenzoo Innsbruck:Der Alpenzoo Innsbruck haltet ausschließlich Tiere des Alpenraums und istsomit ein spezialisierter Themenzoo und weltweit einzigartig. Rund 2.000 Individuen aus etwa 150 Arten leben in naturnah gestalteten Gehegen, Terrarien und Aquarien. Mit seinem Bildungs- undArtenschutzauftrag ist der Zoo bekannt für seine Welterstzuchten und Nachzuchten von bedrohtenWildtieren. Mit rund 330.000 Besuchern im Jahr gilt der Alpenzoo Innsbruck als Natur- undUmweltbildungszentrum und ist Publikumsmagnet für Touristen und die tiroler Bevölkerung. Über Lamprechter Photo Specialist Group:Die Lamprechter Photo Specialist Group mit Sitz in Innsbruck ist Österreichs größter Fotofachhändler mit 6 Standorten in ganz Österreich – 4 x in Innsbruck (Foto Lamprechter), 1 x in St. Pölten (Foto Straub), 1 x in Wien (United Camera) – seit über75 Jahren eine Anlaufstelle für Fotobegeisterte vom Anfänger bis zum Profi. Unter der Marfotobook HD Premium werden in der hauseigenen Druckerei Fotobücher in Handarbeit produziert,die europaweit ihresgleichen suchen. Für weitere Informationen: ➜ https://lamprechter.com/alpenzoo-fotowettbewerb
Tierpark Nordhorn 20.07.2026
Die Zooschule des Tierpark Nordhorn für Bildungsarbeit ausgezeichnet Nationale Auszeichnung – Bildung für nachhaltige Entwicklung
Große Freude im Tierpark Nordhorn. Zum wiederholten Male ist die Bildungsarbeit des Familienzoos für die hohe Qualität ausgezeichnet worden. Am 20. Juli 2026 verliehen das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) und die Deutsche UNESCO-Kommission die „Nationale Auszeichnung – Bildung für nachhaltige Entwicklung“ in Stuttgart. In diesem Bereich zeichnet sich die Arbeit der Zooschule in Nordhorn also erneut in besonderer Weise aus. „Wir freuen uns riesig über diese bundesweite Auszeichnung! Die Bildungsarbeit ist eine Hauptaufgabe von Zoos, in Nordhorn sind wir Vorbild für viele andere Einrichtungen!“ so Zoodirektor Dr. Nils Kramer. Nicht nur die Führungen und Angebote im Zoo erfreuen sich großer Beliebtheit, gerade die Unterrichtseinheiten darüber hinaus sind stark nachgefragt. Von Führungen mit den Naturschutzrangern in den schützenswerten Lebensräumen wie dem Hutewald oder der Wacholderheide, dem „Schwimmenden Klassenzimmer“ und den Vechterangern auf den Booten auf dem Fluss Vechte oder mit der „Zooschule to go“ direkt im Klassenraum bietet die Zooschule für jeden das passende Programm an. Mit über 15.000 Teilnehmern in rund 1100 Gruppen im letzten Jahr ist die Nachfrage nach den Zooschul-Angeboten ungebrochen hoch. „Wir stellen fest, dass der Bedarf nach fundierter naturwissenschaftlicher Bildung stetig größer wird! Außerschulische Lernorte wie unsere Zooschule sind hier ein wichtiger Baustein in unserer Bildungslandschaft!“ so Kramer. Für dieses Engagement wurde die Zooschularbeit des Tierparks nun offiziell für die kommenden 2 Jahre ausgezeichnet. Herr Bernd Schwarz, Leiter des Referats Bildung in Regionen, Bildung für nachhaltige Entwicklung im BMBFSFJ, und Herr Dr. Roman Luckscheiter, Generalsekretär der Deutschen UNESCO-Kommission, ehrten in Stuttgart 30 Initiativen für ihr vorbildliches Engagement. Die ausgezeichneten Initiativen überzeugen durch innovative Bildungsansätze, die Menschen dazu befähigen, eine nachhaltige und verantwortungsvolle Zukunft aktiv mitzugestalten. Die Zooschule des Tierpark Nordhorn begeisterte die Jury mit ihrem eindrucksvollen Einsatz für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und die Globalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen. Durch ein breites Angebot können Teilnehmende aller Altersklassen etwas über den nachhaltigen Umgang mit unserer Umwelt lernen und so für den Schutz unseres Planeten motiviert werden. „Wir freuen uns, Teil eines großen Bildungsnetzwerkes zu sein und so den Austausch zu unterstützen!“ so Dr. Rebecca Schulte-Iserlohe, die den Preis für den Tierpark entgegennehmen durfte. „Die Auszeichnung ist Ansporn, unsere Zooschularbeit weiter auszubauen!“.
Zoo Hoyerswerda 20.07.2026
Sommerferien im Zoo Hoyerswerda: Spannende Entdeckertage für Familien
In den Sommerferien lädt der Zoo Hoyerswerda Familien und Ferienkinder zu einem abwechslungsreichen Ferienprogramm ein. An drei Mittwochvormittagen stehen spannende Einblicke in die Welt der Tiere auf dem Programm. Gemeinsam wird mikroskopiert, erforscht, wie Tiere mit unterschiedlichen Wetterbedingungen umgehen, und sogar Beschäftigungsmaterial für die Zoobewohner hergestellt. Den Auftakt macht das Ferienprogramm am 29. Juli. Im Zooschulraum werden Schuppen und Stacheln unter dem Mikroskop ganz genau untersucht. Anschließend geht es gemeinsam mit Zooschulpädagogin Silke Kühn auf eine Entdeckungstour durch den Zoo. Dabei können die kleinen Forschenden das Gelernte direkt an den verschiedenen Tierarten wiederfinden. Am 5. August dreht sich alles um das Thema Wetter. Wie kommen Tiere mit großer Hitze oder eisigen Temperaturen zurecht? Warum fühlen sich Pinguine auch an warmen Sommertagen wohl und welche Strategien nutzen andere Tierarten, um sich vor Sonne, Regen oder Kälte zu schützen? An verschiedenen Gehegen erfahren die Teilnehmenden anschaulich, wie unterschiedlich Tiere an ihre Lebensräume angepasst sind und wie sie mit Wetterextremen umgehen. Beim dritten Termin am 12. August schlüpfen die Ferienkinder selbst in die Rolle kleiner Tierpflegender. Mit Geschick und Kreativität werden Beschäftigungsmöglichkeiten für die Zoobewohner hergestellt. Es wird geknotet, gefädelt und verpackt, damit aus Futter abwechslungsreiche Beschäftigungsangebote entstehen. Anschließend dürfen die Kinder beobachten, wie die Tiere ihre neuen Futterüberraschungen entdecken. Ferienprogramm im Überblick Mittwoch, 29. Juli 2026, 9:00–12:00 Uhr Schuppe und Stachel unter der Lupe Mikroskopieren im Zooschulraum und anschließende Entdeckungstour durch den Zoo. Mittwoch, 5. August 2026, 9:00–12:00 Uhr Wie kommen unsere Tiere mit dem Wetter klar? Warum schwitzen Pinguine nicht? Welche Tiere lieben die Sonne und wer sucht lieber den Schatten? Spannende Antworten gibt es direkt an den Gehegen. Mittwoch, 12. August 2026, 9:00–12:00 Uhr Tierbeschäftigung selbst gemacht Futterbeschäftigungen basteln, Gehege gestalten und erleben, wie sich die Zoobewohner über die neuen Herausforderungen freuen. Das Sommerferien-Programm ist ein Angebot für Familien und dauert etwa drei Stunden. Das Programm kostet 59 € pro Familie und ist für 9 Uhr buchbar. Aufgrund begrenzter Plätze ist eine Voranmeldung per Telefon oder E-Mail erforderlich. Eine Anmeldung kann direkt unter der 03571/20937708 oder unter zooschule@zookultur.de erfolgen.
Hamburg Hagenbeck 20.07.2026
Unter dem Skalpell Hagenbecks 117 Jahre alten Dinosaurier-Skulpturen auf dem Prüfstand
Sie gehören zu Hagenbeck wie das Historische Jugendstil-Tor, die Rote Brücke am Japan-Teich, das berühmte Afrika-Panorama oder die Thailändische Sala: die Dinosaurier-Skulpturen rund um den Birma-Teich. 12 Exemplare von Diplodocus über Triceratops bis hin zum Stegosaurus zieren Wege und Gewässer im Tierpark – und das seit 1909. Doch der Zahn der Zeit nagt an den denkmalgeschützten Giganten der Urzeit, eine Restaurierung ist unausweichlich. Christiane Maier, Diplom-Restauratorin, führt aktuell eine Bestandsaufnahme am Allosaurus, einer Saurier-Skulptur am Orang-Utan-Haus, durch. Ziel der Untersuchung ist herauszufinden, wie die Exponate damals gebaut wurden, wie es um die Standfestigkeit steht, welche Materialien genutzt wurden und wie aufwendig und kostenintensiv eine Restaurierung wäre. Dafür verschafft sich die Expertin einen Überblick, fotografiert Details und zeichnet vorhandene Schäden in ihrer digitalen Kartierungssoftware ein. Erste Ergebnisse belegen, dass die Skulpturen mit einer Art Kunstharzhaut überzogen wurden, mutmaßlich in den 80er Jahren und zahlreiche Risse in der Oberfläche vorhanden sind, durch die Feuchtigkeit eingedrungen ist. Die aufwendigen Untersuchungen durch die Restauratorin am Allosaurus dienen Hagenbeck als eine Art Muster für die Arbeiten an allen 12 Figuren. Da die Skulpturen mehr als 100 Jahre alt sind, stehen sie unter Denkmalschutz, eine Abstimmung mit der Behörde für Kultur und Medien – Denkmalschutzamt Hamburg ist somit bei allen Schritten erforderlich. Ein Interesse seitens des Amtes, die Restauration zu unterstützen, wurde nach ersten Gesprächen bereits bestätigt. Die Idee hinter den Dinosaurier-Skulpturen Die lebensgroßen Dinosaurier-Plastiken wurden 1908 von Carl Hagenbeck in Auftrag gegeben und im Winter 1909/1910 vom Kölner Bildhauer Josef Pallenberg fertig gestellt. Der Visionär Hagenbeck sah die „Urweltlandschaft“ als eine Ergänzung zu den lebenden Tieren im Tierpark. Bei der Anfertigung vor 117 Jahren wurden wissenschaftliche Erkenntnisse wie Abbildungen von Skeletten und Rekonstruktionen aus naturgeschichtlichen Museen zugrunde gelegt. Ziel war es, eine möglichst naturgetreue Nachbildung zu erschaffen, da selbst Carl Hagenbeck an das Überleben von Dinosauriern glaubte. Daher finanzierte er 1909 eine Afrika-Expedition, deren Teilnehmer Berichte von Reisenden untersuchen sollte, die von einem Lebewesen in der Art eines Brontosaurus berichteten. Dinosaurier-Skulpturen im Tierpark Hagenbeck Bis zum Ersten Weltkrieg dampfte eine Miniatureisenbahn, es war die erste ihrer Art in Deutschland, auf einer 600 Meter langen Strecke rund um den Dinosaurier-Teich an den Skulpturen vorbei. Doch leider überlebten nicht alle Dinosaurier den Zweiten Weltkrieg. Einige fielen den Bomben zum Opfer, die 1943 den Tierpark Hagenbeck verwüsteten. Die schlimmsten Schäden konnten 1948 trotz Materialknappheit dank der Spenden zum 100-jährigen Firmenjubiläum behoben werden. Statt Blumen gab es von Baustofffirmen einige Ladungen Zement. Seither wurden die Figuren mehrfach restauriert. Heute sind die Saurier von den Besucherwegen, die an Land und im Wasser in unterschiedlichen Verhaltensweisen dargestellt werden, gut zu sehen. Eine ausführliche Beschilderung beschreibt die einzelnen Tiere im Detail, die Verhaltensweisen und anatomischen Besonderheiten. Zu sehen sind: Meiolania platiceps Diplodocus carnegii Pareiasaurus serbiens Teleosaurus Triceratops prorsus (im Wasser) Triceratops prorsus (stehend an Land) Mastodon giganteus Ichthyosaurus Iguanodon Alloraurus fragilis Plesiosaurus dolichodeirus Stegosaurus ungulatus Außergewöhnliche Skelette Da Dinosaurier für Hagenbeck schon immer eine wichtige Rolle spielten, wagte die Stiftung Hagenbeck im Februar 2020 eine bahnbrechende Investition. Der Stiftung Hagenbeck ist es gelungen, vier vollständige Skelette von einer seltenen Art der pflanzenfressenden Dinosauriergattung Suuwassea exklusiv für den Tierpark Hagenbeck und die Hansestadt Hamburg zu sichern. Es handelt sich um die versteinerten Knochen von zwei erwachsenen Sauriern, einem Tier im Jugendalter sowie einem kleineren Jungtier, die erst im Jahr 2009 im US Bundesstaat Wyoming entdeckt wurden. Die rund 150 Millionen Jahre alten Funde aus später Jurazeit könnten laut Expertenmeinungen wahrscheinlich sogar Überreste einer einzigen Dinosaurierfamilie sein und gelten damit weltweit als wissenschaftliche Sensation.
Zoo Duisburg 20.07.2026
Zoo Duisburg unterstützt die Aufzucht von 50 Pinguinen in Südafrika
In Südafrika findet derzeit die Rehabilitation von 200 Brillenpinguinküken statt. Der Zoo Duisburg unterstützt das Vorhaben mit 37.500 Euro aus dem Artenschutz-Euro und finanziert damit die Rehabilitation von 50 Küken. Duisburg Zum Schutz der sympathischen Frackträger im ursprünglichen Lebensraum unterstützt der Zoo Duisburg die Arbeit seines Artenschutzpartners SANCCOB mit 37.500 Euro. Die Mittel stammen aus den Geldern, die der Zoo Duisburg durch den Artenschutz-Euro zweckgebunden für Artenschutzprojekte sammelt. Bereits seit 2011 engagiert sich die Southern African Foundation for the Conservation of Coastal Birds (SANCCOB) für die Aufzucht verwaister Brillenpinguine, auch Afrikanischer Pinguin genannt. Gerettete Eier und Küken werden in die beiden spezialisierten Intensivstationen von SANCCOB gebracht, eine in Kapstadt, eine in Gqeberha, wo erfahrene Tierärzte und Rehabilitationsteams die Eier bebrüten, die Küken von Hand aufziehen sowie in Not geratene Seevögel mit lebensrettenden Behandlungen und Rehabilitationsmaßnahmen versorgen, bevor sie wieder in die Wildnis entlassen werden. Umweltbelastungen machen Pinguinen zu schaffen Seit dem 1. Januar 2026 hat SANCCOB mehr als 600 Eier des Brillenpinguins aufgenommen und zieht derzeit mehr als 200 Küken von Hand auf – die höchste Anzahl an Küken, die jemals gleichzeitig in der Geschichte von SANCCOB betreut wurde. Dieser beispiellose Zustrom ist auf die sinkende Nahrungsverfügbarkeit und zunehmende Umweltbelastungen zurückzuführen, von denen Seevogelkolonien entlang der südafrikanischen Küste betroffen sind. Der Klimawandel verstärkt extreme Wetterereignisse: Heftige Stürme zerstören Nester, und anhaltende Hitzewellen führen dazu, dass Eier und Küken in großem Umfang verlassen werden. Gleichzeitig führt die verringerte Verfügbarkeit von Beute dazu, dass erwachsene Pinguine ihre Jungen nicht ausreichend ernähren und schützen können. Enorme Kosten für die Rehabilitation Es kostet etwa 750 Euro, ein einzelnes Brillenpinguinküken während der dreimonatigen Rehabilitationsphase von Hand aufzuziehen. Die Versorgung von 200 Küken kostet SANCCOB daher 150.000 Euro, wobei die Kosten für spezialisiertes Veterinär- und Rehabilitationspersonal noch nicht enthalten sind. Wissenschaftler warnen davor, dass der Brillenpinguin bis 2035 in der Wildbahn aussterben könnte. Der Zoo Duisburg unterstützt mit seiner Spende die Rehabilitation von 50 Brillenpinguinküken. „Wir freuen uns sehr, die wichtige Arbeit von SANCCOB in Südafrika unterstützen zu können. Das Projekt ist ein bedeutender Baustein des Artenschutzes. Jedes gerettete Küken trägt dazu bei, die Population der Brillenpinguine in Südafrika zu erhalten“, sagt Astrid Stewin, Geschäftsführerin des Zoo Duisburg. Mehr als 10.000 Jungtiere bereits ausgewildert Durch die Rettung verlassener Eier und Küken, deren Aufzucht von Hand bis zum Flüggewerden und die Auswilderung gesunder Jungvögel, hat SANCCOB bereits erheblich dazu beigetragen, das Überleben der Brillenpinguine zu verbessern und zukünftige Brutpopulationen zu stärken. Einmal in der Woche verlassen rehabilitierte Vögel die Einrichtungen und werden zu ausgewählten Pinguinkolonien gebracht, um sie dort auszuwildern. Seit 2006 wurden mehr als 12.000 Pinguinküken bei SANCCOB aufgenommen, wobei mehr als 10.000 gesunde Jungvögel erfolgreich wieder in die Wildnis entlassen wurden. Damit haben die Artenschutzmaßnahmen von SANCCOB eine Freilassungsrate von mehr als 82 Prozent erreicht. Studien haben gezeigt, dass die Überlebensrate der handaufgezogenen Tiere ähnlich hoch ist, wie bei solchen, die auf natürliche Weise von den Elternvögeln aufgezogen wurden.

