Zoopresseschau

Zoo Duisburg 07.06.2018
Veränderung im Vorstand der Zoo Duisburg AG
Der zoologische Direktor des Duisburger Zoos, Achim Winkler (57), wird sein Vorstandsamt zum 31. Juli 2018 auf eigenen Wunsch niederlegen. Dieser Schritt erfolgt im gegenseitigen Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat und den Gesellschaftern. Die Funktionen von Achim Winkler werden vorerst von der Vorstandsvorsitzenden Astrid Stewin übernommen. Der Aufsichtsrat des Zoo Duisburg AG dankt Achim Winkler für seine langjährige Vorstandstätigkeit. Winkler hatte 1993 im Tierpark am Kaiserberg als wissenschaftlicher Mitarbeiter angefangen und wurde 2007 zum Direktor berufen. „Wir danken Herrn Winkler für die geleistete Arbeit und seinen Einsatz und wünschen ihm privat wie beruflich für die Zukunft alles Gute“, sagt der Aufsichtsratsvorsitzende Marcus Vunic.

Tierpark Hagenbeck Hamburg 06.06.2018
Jungbulle Kanja im Elefantenhaus verstorben
Am 6. Juni 2018 ist der Elefantenbulle Kanja plötzlich und unerwartet verstorben. Wir sind tief betroffen und sehr traurig.
Seit dem Wochenende beobachteten Tierpfleger und Tierärzte, dass es dem zweieinhalbjährigen Jungbullen nicht gut ging. Vorerst wurde ihm Ruhe und lückenlose Beobachtung verordnet. Am Nachmittag des 6. Juni brach Kanja ohne weitere Alarmzeichen in der Elefantenhalle zusammen. Als unmittelbar danach Pfleger hinzukamen, konnte nur noch der Tod festgestellt werden. Eine Oduktion und weitere Untersuchungen werden in den nächsten Tagen die Ursache abklären. Kanja wurde am 11. Januar 2016 als erste Kalb von Kandy geboren. Kandy erblickte am 14. Mai 2003 das Licht der Welt im Tierpark Hagenbeck. Sobald weitergehende Informationen vorliegen, werden wir diese bekannt geben.

Tierpark Hellabrunn München 06.06.2018
Historisches in neuem Glanz: Die renovierte Affenpforte mit Kiosk ist fertiggestellt
1936 als Tor zu den Menschenaffen gebaut, erstrahlt die Hellabrunner Affenpforte nun in neuem Glanz. Der historische Eingang zur einst modernsten Affenanlage der Welt wurde komplett renoviert, mit integriertem Kiosk namens Café Pongo und neuen Sanitäranlagen. Bei der Eröffnung im Jahr 1936 ging man durch das Tor zwischen Urwaldhaus und Elefantenhaus hinein in die weltweit größte und modernste Affenanlage ihrer Zeit. Hier sollte nicht nur der wissenschaftlichen Forschung gedient werden, sondern auch den Besuchern eine naturwissenschaftliche Belehrung geboten werden. Dafür wurde sogar ein zusätzlicher Eintritt verlangt. Bei den Renovierungsarbeiten wurde die ursprüngliche Preistafel an der Fassade freigelegt. „Damals mussten die Besucher zusätzlich zur regulären Tageskarte zwischen 0,10 und 0,40 Reichsmark bezahlen, um die Menschenaffen zu besuchen“, so Tierpark-Direktor Rasem Baban und weiter: „Da bin ich doch froh, dass wir heute unseren Besuchern mit dem Tageseintritt den ganzen Tierpark präsentieren können, schließlich wäre es bedauerlich, wenn manch einem durch zusätzlichen Eintritt Teile des Tierparks verwehrt blieben.“ Die Besucher heutzutage können nicht nur kostenlos das historische Tor zur Welt der kleinen Affen, Orang-Utans, Braunkopfklammeraffen und Silbergibbons passieren, das modernisierte Café Pongo lädt zudem mit seinem Angebot an Snacks und Getränken zum Pausieren ein. Außerdem wurde zwischen Affenpforte und der Außenanlage der Siamangs mit einem Holzsteg ein weiterer Durchgang zu den Anlagen der Primaten geschaffen. Doch nicht nur die Besucher profitieren von der neuen Affenpforte, auch in der Außenanlage der Orang-Utans hat sich etwas getan: Mit neuen Beschäftigungselementen und in Kürze folgenden Rückzugsmöglichkeiten sollen die Tiere zukünftig ihre grüne Oase bei sommerlichen Temperaturen bestmöglich nutzen können. Im Zuge der Sanierung der Affenpforte wurde auch die in die Jahre gekommene darunterliegende Kanalisation saniert. Zudem wurde eine neue Behindertentoilette integriert. Somit gibt es in Hellabrunn nun insgesamt fünf barrierefreie Sanitäreinrichtungen.

Zoologisch-Botanischer Garten Wilhelma Stuttgart 06.06.2018
Neuer Eislieferant in der Wilhelma – Langnese übernimmt Patenschaft für Schabrackentapir
Seit August 2017 leben wieder Schabrackentapire in der Wilhelma. Nun haben diese schönen und charismatischen Tiere einen ersten Paten: Die Unilever Deutschland GmbH mit ihrer Eismarke Langnese zeigt so ihre Verbundenheit zur Wilhelma. Dies passt besonders gut, da Unilever seit Anfang des Jahres auch neuer Eislieferant des Zoologisch-Botanischen Gartens in Stuttgart ist und die Langnese-Eisspezialitäten in den Kiosken und Restaurants angeboten werden. Die Wahl des Patentiers fiel nicht schwer, denn mit Ketiga zog 2017 ein junger Schabrackentapir im ehemaligen Flusspferdhaus ein und mauserte sich rasch zum Publikumsliebling. Mit dem jungen Tapirbullen, der im Zoo Leipzig geboren wurde, wird eine Tradition fortgesetzt, die in der Wilhelma sieben Jahre unterbrochen war. Anfang 2018 bekam er mit Penang noch Verstärkung aus Rotterdam. Die beiden Schabrackentapire kamen auf Empfehlung des Koordinators des Erhaltungszuchtprogramms der Europäischen Zoos (EEP) in die Wilhelma. In diesem werden aktuell rund 50 Tiere gemanagt, mit etwas mehr Männchen als Weibchen. Da Schabrackentapire Einzelgänger sind, ist es wichtig einen Platz für Junggesellen in einigen Zoos zu haben, bis für sie ein passendes Weibchen gefunden wird. Der Wilhelma kommt hier also eine bedeutende Rolle innerhalb des Zuchtprogramms zu. Langfristiges Ziel ist es aber, ein passendes Weibchen zu bekommen, um die Zucht der seltenen Tiere voranzutreiben. Denn der Schabrackentapir gehört zu den stark gefährdeten Tierarten. In seiner Heimatregion, den tropischen Regenwäldern Südostasiens, werden seine Lebensräume immer kleiner. Die verbleibenden Gebiete sind zerstückelt. Auch werden die Tiere noch gejagt. Dadurch hat sich der Bestand in den vergangenen 30 Jahren halbiert. Seit Anfang 2018 wird Langnese-Eis in der Wilhelma in allen Kiosken, Restaurants und dem Shop angeboten. Seit kurzem gibt es beim Wilhelma-Restaurant eine so genannte Happiness-Station, an der sich die Besucher ihr Softeis nach ihrem Geschmack zusammenstellen lassen können. Langnese komplettiert nun das gastronomische Angebot in der Wilhelma.

Tiergarten Nürnberg 06.06.2018
Streifzug durch die Zoos der Niederlande
Im Tiergartenvortrag am Donnerstag, 14. Juni 2018, um 19.30 Uhr im Naturkundehaus des Tiergartens der Stadt Nürnberg stellt Constanze Mager, Zoologin und Leiterin der Zoopädagogischen Abteilung im Königlichen Burgers‘ Zoo im niederländischen Arnheim, die vielfältige und dichte Zoolandschaft in den Niederlanden vor. Der Eintritt zum Vortrag ist frei. In den Niederlanden ist die Zoo-Dichte besonders hoch. Konkurrenz belebt manchmal auch das Geschäft in der Zoo-Welt, vielleicht ist das flächenmäßig recht bescheidene und im Handel erfolgreiche Land darum eine so große Zoo-Nation. In ihrem Vortrag nimmt Constanze Mager die Zuhörerinnen und Zuhörer mit auf einen Streifzug durch die niederländischen Zoos. Sie beschreibt neueste Entwicklungen in den Zoos und erläutert Trends auf dem Gebiet der Zoo-Organisation und Zoo-Pädagogik. Einen Schwerpunkt bildet dabei der Burgers‘ Zoo in Arnheim.

Tierpark Nordhorn 06.06.2018
Fledermausführungen im Tierpark Nordhorn – Bei Kinderführung und Erwachsenenführung den Zoo nach Feierabend erleben
Auch in diesem Jahr geht es im Nordhorner Tierpark abends wieder auf die Suche nach einheimischen Fledermausarten! Dabei bietet der Tierpark Nordhorn in diesem Jahr eine spezielle Kinder- und auch eine entsprechende Erwachsenenführung an. Bei der Erwachsenenführung geht es neben der Detektorjagd nach den nächtlichen Fliegern vor allem auch um Hintergrundinfos und praktische Tipps im Umgang mit Fledermäusen. Wer Fragen zum Umgang mit Fledermausvorkommen am eigenen Gebäude hat oder Fledermäusen eine neue Heimat im eigenen Garten bieten will, ist hier genau richtig. Kindern wird bei derartigen Fragestunden schnell langweilig, so dass der Zoo extra eine Kinderführung anbietet, um besser auf die Bedürfnisse der jeweiligen Teilnehmer eingehen zu können. Die Kinder lernen hierbei interessantes über das Leben der Fledermäuse und gehen natürlich mit dem Detektor auf die Jagd nach den heimlichen Bewohnern. Bei beiden Terminen wird dabei ein Schwerpunkt auf die Praxis gelegt, so dass es diesmal nach kurzer theoretischer Einführung und der Klärung von offenen Fragen mit dem Biologen und Fledermaus-Regionalbetreuer des NLWKN für die Grafschaft Bentheim, Johannes Deiting raus in den Familienzoo geht. Die Ultraschalllaute der Fledermäuse werden dabei durch mehrere Detektoren auch für uns Menschen hörbar gemacht, was ein fantastisches und spannendes Erlebnis ist. Die verschiedenen Arten sind dabei anhand der Rufe deutlich zu unterscheiden. An verschiedenen Stellen des Tierparks geht es auf die Suche nach den nächtlichen Säugtieren, die mitunter einen schlechten Ruf haben und Hausbesitzern Sorgenfalten auf die Stirn treiben, wenn mit dem Hereinbrechen der Dunkelheit für kurze Zeit ein Zirpen, Kratzen, Wispern und Zetern auf dem Dachboden beginnt. „Oft handelt es sich dabei um Fledermäuse, die sich als heimliche Mitbewohner vorübergehend einquartiert haben“, erläutert der Biologe Johannes Deiting. „Unterschlupfmöglichkeiten wie Dachböden oder Mauerspalten in Häusern bieten den Tieren optimale Bedingungen für die gemeinschaftliche Aufzucht des Nachwuchses im Sommer oder für die Überwinterung während der kalten Jahreszeit,“ so Deiting weiter. Der Familienzoo bietet mit seinen alten Gebäuden und dem alten Baumbestand vielen Fledermäusen Unterschlupf. Des Weiteren wurden beim Neubau der Zooschule Quartiere im Gebäude integriert und weitere Quartierkästen an den Bäumen befestigt. So werden bei den Rundgängen durchaus Tipps gegeben, wie Jeder etwas zum Schutz der Fledermäuse tun kann. Der Termin für die Erwachsenenführung ist Freitag, der 29. Juni um 21:30 Uhr. Treffpunkt ist am Eingangsgebäude des Tierparks (Heseper Weg 110). Die Teilnahmegebühr beträgt 6,00 € (Teilnahme ab 15 Jahre möglich). Der Rundgang endet je nach Wetterlage nach 2-2 ½ Stunden. Der Termin für die Kinderführung ist Freitag, der 17. August um 20 Uhr. Treffpunkt ist auch hier am Eingangsgebäude des Tierparks (Heseper Weg 110). Die Teilnahmegebühr beträgt 6,00 € pro Kind, ein erwachsener Begleiter hat freien Eintritt. Eine Teilnahme für die Kinder ist ab 6 Jahre möglich. Pro Kind darf nur eine erwachsene Begleitung mit in den Tierpark, damit möglichst viele Kinder teilnehmen können. Auch der Rundgang für die Kinder endet je nach Wetterlage nach 2-2 ½ Stunden. Eine Anmeldung zu den Fledermausführungen ist unter 05921-71200-0 zwingend erforderlich (Montag-Donnerstag 8:00-17:00 Uhr; Freitag 8:00-14:30 Uhr). Die begehrten Plätze sind oft schnell vergeben.

Zoo Zürich 06.06.2018
Wolfsrudel verstärkt – Im Zoo Zürich hat es Nachwuchs bei den Mongolischen Wölfen gegeben.
Der Wolf ist bei uns in aller Munde, seit er vor rund zwanzig Jahren angefangen hat, Teile seines ursprünglichen Verbreitungsgebietes im Alpenraum wieder zu besiedeln. Der Wolf, der Vorfahre unserer Haushunde, hatte einst das grösste Verbreitungsgebiet aller Säugetiere, das sich über die gesamte nördliche Erdhalbkugel erstreckte. Entsprechend wird die Wolfspopulation in mehr als ein Dutzend Unterarten aufgegliedert. Seit 1983 zeigt der Zoo Zürich Mongolische Wölfe aus Zentralasien (Mongolei, nördliches und zentrales China, Korea, russische Ussuri-Region). Um den 1. Mai hat unser Wolfspaar nun Zuwachs erhalten: In einer selbstgegrabenen, unzugänglichen Höhle kamen Junge zur Welt. Erst nachdem die Mutter ihre Welpen in eine andere angebotene Höhle mit Kameraeinblick gezügelt hatte, konnte die Wurfgrösse mit «sehr wahrscheinlich fünf» angegeben werden. Im Alter von drei Wochen erschienen die ersten Welpen am Höhleneingang, und ein paar Tage später wurde ihre Anzahl mit fünf bestätigt. Ein Jungtier haben wir aus medizinischen Gründen zwischenzeitlich verloren. Drei der restlichen vier Welpen konnten Ende Mai behändigt und einem ersten medizinischen Check unterzogen werden. Es sind dies drei Männchen, die zwischen 3.3 und 3.7 Kilogramm auf die Waage brachten – etwa ein Zehntel des Gewichtes, das sie ausgewachsen haben werden. Sie wurden markiert und entwurmt. Die Neugier und der Spieltrieb lassen die Welpen immer öfters die Höhle verlassen. Für die sieben- und achtjährigen Eltern stellt die Jungenaufzucht eine fordernde Aufgabe dar, müssen sie doch in zunehmenden Mengen Futter «anschleppen». Letztmals waren 2013 junge Wölfe zur Welt gekommen. Die letzten Jahre wurde mittels hormoneller Verhütung Nachwuchs verhindert.

Zoo Salzburg 05.06.2018
Die beiden Salzburger Nashornbullen sind gut im Zoo Bursa angekommen!
Vergangene Woche hieß es Abschied nehmen von den jungen Salzburger Nashornbullen Amadou und Tayo. Auf Empfehlung des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) für Breitmaulnashörner übersiedelten die beiden gemeinsam mit einem Jungbullen aus Frankreich in den türkischen Zoo Bursa, um eine Junggesellen-Gruppe (Bachelor-Group) zu gründen. Voller Neugierde ins neue Zuhause – In Bursa erwarteten die Salzburger Tierpfleger Angelika Obermeier und Wolfgang Wayrethmayr die Ankunft ihrer Schützlinge, um sie bei den ersten Schritten in ihren neuen Lebensabschnitt zu begleiten. Zwei Tage lang wurden Amadou und Tayo noch von ihren vertrauten Pflegern betreut, bis dann die türkischen Kollegen ihre Obsorge übernahmen. Alle Beteiligten freuen sich, dass die beiden sich rasch und unkompliziert in ihrem neuen Zuhause eingewöhnt haben. Mit dem Bullen aus Frankreich haben die Salzburger Nashörner auch schon Kontakt aufgenommen, und es hat den Anschein, dass sie gut miteinander zu Recht kommen werden. Zoo-Geschäftsführerin Sabine Grebner ist erleichtert: „Der Transport von Tieren ist immer eine aufregende Angelegenheit. Es ist für uns eine große Erleichterung, dass Amadou und Tayo den Transport problemlos hinter sich gebracht haben, und ganz entspannt ihr neues Zuhause in Augenschein genommen haben. In der nächsten Zeit werden sie mit dem französischen Jungbullen die großzügige Afrika-Anlage in Bursa erkunden, auf der sie dann gemeinsam mit Giraffen, Zebras, Straußen und Co. leben werden“.

Tierpark Weeze 05.06.2018
Die Wolle kommt runter – Schafschurfest im Tierpark Weeze
Der Sommer ist da, die Besucher des Tierparks haben schon die kurzen Hosen und Röcke aus dem Schrank geholt und genießen das warme Wetter. Und unsere Schafe? Die haben es noch recht warm mit ihrer dichten Wolle. Deswegen kommt die Wolle runter! Am 17. Juni von 11 bis 17 Uhr ist es wieder soweit. Begleitet von einem bunten Rahmenprogramm mit verschiedenen Ausstellern findet mehrmals am Tag eine kommentierte Schafschur statt. Unter anderem präsentiert der Schafzuchtverein Kleve-Wesel ein gutes Dutzend Schafrassen, die sonst nicht im Tierpark zu sehen sind und informiert über die vielfältige Arbeit des Verbands und die Bedeutung des Schafes in der heutigen Zeit. Das Schaf ist ein Nutztier, daher wird auch demonstriert, wie die gewonnene Wolle weiterverarbeitet wird. Wer Interesse an der Schafwolle hat, darf diese auch gerne kostenlos mitnehmen. Der Franziskus Kindergarten bietet ab 13 Uhr Kinderschminken an. So können sich die Kleinen optisch selbst in Schafe oder natürlich auch zu anderen Tieren verwandeln. Auch die Greifvogelstation Niederrhein ist mit von der Partie. Außerdem ist in diesem Jahr die Klasse 3b der Petrus-Canisius-Grundschule im Rahmen des Projekts „Die gute Tat“ im Tierpark vertreten und ist mit einem Trödelstand präsent. Auch von den Kindern selbst gebaute Vogelhäuser werden verkauft. Der Erlös kommt dem Tierpark zugute und wird für das Projekt „Der Tierpark als außerschulischer Lernort“ (Bau eines Klassenraums im Tierpark) eingesetzt. Für das leibliche Wohl ist gesorgt, von 11 bis 16 Uhr grillt der Förderverein des Tierparks wieder leckere Würstchen und informiert über seine Arbeit. Das Tierpark Café ist ab 11 Uhr geöffnet und bietet Pommes, Currywurst, Kaffee, Kuchen, Eis sowie kalte Getränke an. Der Tierpark freut sich auf viele interessierte Besucher und einen gelungenen Tag für alle Beteiligten.

Zoo Duisburg 05.06.2018
Galaktischer Tag im Zoo Duisburg
Am 23.06.2018 werden sich über 90 (!) Charaktere der beliebten Star-Wars-Filmreihe im Zoo Duisburg tummeln: Jediritter, Darth Vader, Sith Lords sowie jede Menge anderer Figuren aus der Kult-Saga. All diese Figuren gehören zur irdischen Warsler Entertainment Group und gewähren den Zoobesuchern am „Galaktischen Tag“ Einblicke in ihr Universum. Interstellarer Treffpunkt für die Sternenkrieger ist die Afrika Lodge im Herzen des Zoo Duisburg. Am Nachmittag werden sich alle Charaktere zu einer eindrucksvollen Parade formieren und gemeinsam durch die Westseite des Zoos wandern. Vor der beeindruckenden Fotokulisse mit Laserkanone und Snowtrooper sind alle Besucher eingeladen, Fotos mit den Darstellern zu machen. Auch die Besucher dürfen an diesem Tag gerne verkleidet kommen. Alle Kinder, die als Yoda verkleidet sind, erhalten an der Kasse freien Eintritt. Dem schönsten aller Yodas winkt ein besonderer Preis. Die Möglichkeit zur Teilnahme an dem Wettbewerb besteht von 12:00 – 13:00 Uhr und von 15:00 – 16:00 Uhr an der Afrika Lodge.

Zoo Landau in der Pfalz 05.06.2018
„Der Zoo am Abend“ Abendliche Zooführung für die ganze Familie, 22. Juni 2018, 18 Uhr
Einen ganz besonderen Einblick in den Zoo bietet der Zoo Landau in der Pfalz am Freitag, den 22. Juni 2018. Familien sind herzlich eingeladen, mit Zoologin Dr. Christina Schubert und einem Mitglied des Pädagogenteams der Landauer Zooschule den Zoo in der Abendstimmung zu erkunden. Wenn es nach Kassenschluss im Zoo ruhiger wird, erlebt man die Zootiere mal auf eine ganz andere Weise. Welche Tiere sind am Abend besonders aktiv und welche gehen gerne früh schlafen? Im Rahmen der etwa eineinhalbstündigen Führung wird außerdem den Fragen nachgegangen, wo und wie die Tiere schlafen und natürlich von den aktuellen Neuigkeiten aus dem Zootierbestand und unseren Jungtieren berichtet. Selbstverständlich ist es auch möglich, die eigenen Fragen an die Zooexperten zu stellen. Im Anschluss an die Führung klingt der Abend gemütlich mit gegrillter Bratwurst und einem Getränk am Lagerfeuer auf der großen Zoowiese aus. Die Kinder können außerdem noch ein leckeres Stockbrot backen. Im Veranstaltungspreis von 12 Euro pro Person sind der Zooeintritt, die Führung, eine Bratwurst mit Brötchen, ein alkoholfreies Getränk und für die Kinder ein leckeres Stockbrot enthalten.

Alpenzoo Innsbruck 04.06.2018
Europäischer Zahntierärztekongress 2018 in Innsbruck
Innsbruck hat sich als Kongress- und Wissenschaftsstandort wieder einmal glänzend präsentiert. Der dreitägige Tierzahnärztekongress (vom 31.05.- 02.06.2018) war auf Grund der einzigartigen Kombination aus Fachwissen auf höchstem Niveau und Innsbrucks weltweitem Ruf als Kultur- und Naturstadt ein voller Erfolg. Anstatt der erwarteten 350 Tierärzte haben 500 Spezialisten aus 37 Ländern am Europäischen Tierzahnärztekongress (EVDF 2018) in Innsbruck teilgenommen. Organisiert wurde der Kongress von den beiden Tierärzten Dr. Matthias Seewald und Dr. Nina Spyra und dem ganzen Team der Tierarztpraxis am Alpenzoo. Der Donnerstag stand unter praktischen Gesichtspunkten. Hier wurden neue Behandlungsmethoden gelehrt, diskutiert und trainiert. Mit Hilfe der Aussteller und Sponsoren konnten die neusten medizinischen Geräte unter anderem auch ein conebeam-CT begutachtet und getestet werden. Am Freitag und Samstag hielten weltweit anerkannte Spezialisten Fachvorträge in englischer und erstmalig auch deutscher Sprache. Zeitgleich wurden vier verschiedene Streams im Bereich Kleintiere (basic und advanced), Pferde und Exoten angeboten. Die feierliche Eröffnung des Kongresses fand im Gotischen Keller der Hofburg statt. DDr. Herwig van Staa hieß die Spezialisten aus aller Welt willkommen und bedankte sich beim lokalen Organisationskomittee Dr. Seewald und Dr. Spyra. Glanzvolles Highlight des Rahmenprogramms war der Galaabend in der Dogana mit festlichen Reden, Verleihung von Diplomate-Titeln und anschließendem Tanz. Die moderne Zahnmedizin kann in Österreich auf eine lange Tradition zurückblicken. So schrieben Prof. Dr. Erich Eisenmenger und Prof. Dr. Karl Zetner, ein gebürtiger Innsbrucker, 1982 das weltweit erste Buch für Zahnheilkunde in der Tiermedizin. Diese Tradition greifen Dr. Matthias Seewald und Dr. Nina Spyra auf. Beide praktizieren nicht nur als Tierärzte in der Tierarztpraxis am Alpenzoo, sondern setzen sich als Präsident und Schriftführerin der ÖGTZ, der Österreichischen Gesellschaft für Tierzahnheilkunde, für die Weiterbildung von Tierärzten im Bereich Zahnheilkunde ein. Das EVDF 2018 war der vierte Kongress, den die beiden mit Unterstützung des Alpenzoo, der Villa Blanka, des MCI und des Congress Innsbruck organisierten.

Tiergarten Schönbrunn Wien 04.06.2018
BISON-„BOTSCHAFTER“ AUF BESUCH BEI SCHÖNBRUNNER BISONS
Bison-„Botschafter“ Mike Mease ist diese Woche in Wien, um bei Vorträgen über die Situation der „letzten Bisons“ in Nordamerika zu berichten. Zum Auftakt war er heute im Tiergarten Schönbrunn, um der Bison-Gruppe einen Besuch abzustatten. „Einst lebten in Nordamerika bis zu 60 Millionen Bisons. Durch gnadenlose Bejagung waren sie um 1900 fast vollständig ausgerottet. Heute findet sich die letzte wilde, genetisch unveränderte Bisonpopulation mit nur rund 4000 Tieren im Yellow Stone Nationalpark“, berichtet Mike Mease. Er hat gemeinsam mit Vertretern des Lakota-Stammes 1997 die „Buffalo Field Campaign“ mitbegründet, die sich für den artgerechten Umgang und Schutz der Bisons einsetzt. Jedes Jahr im Frühjahr, wenn die Bisons auf ihren Wanderungen den Nationalpark verlassen, kommt es zu Spannungen zwischen Ranchern, Landbesitzern, Tierschützern und Jägern. Die „Buffalo Field Campaign“ dokumentiert dabei alljährlich das Töten hunderter Tiere. Während die Situation für die Bisons im Freiland also nach wie vor kritisch ist, gibt es im Tiergarten Schönbrunn erfreuliche Nachrichten. Am 24. April wurde ein weibliches Jungtier geboren, das von seiner Mutter Yvonka liebevoll umsorgt wird. Von den Pflegern hat es den Namen „Arizona“ erhalten. Vater von Arizona ist Menewa, ein Nachfahre des prächtigen Bisonbullen Lakota, der dem Tiergarten Schönbrunn 1992 vom Stamm der Lakota-Indianer als Dankeschön für Österreichs Unterstützung bei ihren Anliegen geschenkt wurde.

Zoo Osnabrück 01.06.2018
Zoo Osnabrück: Elefantenjungtier Minh-Tan verletzt
Elefantennachwuchs wird Stallruhe verordnet. Mittwochmorgen hat sich im Zoo Osnabrück Elefantenjungtier Minh-Tan verletzt. Es geht ihm den Umständen entsprechend gut, allerdings ist er in seiner Mobilität eingeschränkt. Er wird tierärztlich behandelt und steht unter regelmäßiger Beobachtung. „Der Unfall passierte früh am Morgen beim Aufstallen in den Boxen in der Halle“, berichtet Tobias Klumpe, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Zoo Osnabrück. „Beim Aufstallen locken die Tierpfleger die Tiere mit Futter von der großen Innenhalle in die kleineren Boxen. Dann fahren die Gittertore runter, die die Boxen von der Innenhalle abtrennen. Das ist notwendig, damit die Pfleger die Halle saubermachen und die Tiere auf den Gesundheitszustand überprüft werden können.“ Dabei passierte es: Minh-Tan lief plötzlich wieder zurück in die Innenhalle und geriet unter das Tor. Er konnte zwar selbst wieder hervorkommen, ging dabei aber in die Knie und verletzte sich. Das Tor wurde gestoppt und wieder hochgefahren. Wie konnte es zu dem Unglück kommen? „Wir haben für diesen Prozess genaue Sicherheitsanweisungen, damit die Tiere in den Boxen bleiben, während die Mitarbeiter Tore runterfahren. Leider ist hierbei an diesem Tag einem Mitarbeiter in der täglichen Routine ein Fehler passiert, sodass Minh-Tan wieder zurück in die Halle und unter das Tor gelaufen ist – da waren wir alle sehr geschockt und erschrocken“, bedauert Klumpe. Die Tore sind per Kamera überwacht und über Monitore an der Schaltstelle für die Bedienung einsehbar. Da im Zoo Osnabrück die Elefanten im sogenannten protected contact gehalten werden – also ohne direkten menschlichen Kontakt – und die Elefanten sich auch in den Boxen frei bewegen können, ist beim Prozess des Aufstallens besondere Vorsicht wichtig. Die gute Nachricht: Minh-Tan geht es soweit gut, wie Zootierarzt Thomas Scheibe berichtet: „Ich behandele ihn und überprüfe ihn regelmäßig. Er hat wohl Quetschungen sowie Stauchungen unter anderem an den Gelenken und ist in der Bewegung eingeschränkt. Einen Bruch konnten wir vorerst nicht feststellen. Allerdings ist Minh-Tan sehr aufmerksam und interessiert und folgt seiner Mutter Douanita und Schwester Sita – das ist ein sehr gutes Zeichen.“ Damit er bald wieder komplett genesen ist, erhält Minh-Tan unter anderem unterstützende Heilmittel, wie zum Beispiel abschwellende und beruhigende Salben und Medikamente zur Unterstützung des Bewegungsapparates. Vorerst bleibt der fast ein Jahr alte Elefant im Haus und zunächst dort in drei miteinander verbundenen Boxen. Er soll sich zwar bewegen können, aber nicht zu ungestüm werden: „Wie bei Menschenkindern auch vergisst Minh-Tan zwischendurch, dass er in der Mobilität etwas eingeschränkt ist. Wir wollen das Risiko minimieren, dass er einfach losstürmt und dann noch stürzt“, erläutert Tierarzt Scheibe. Alle Mitarbeiter hatte der Vorfall sehr mitgenommen. „Wo Menschen arbeiten, passieren leider auch manchmal Fehler. Wir werden das Geschehen im Team sehr ausführlich nachbesprechen, damit so etwas nicht noch einmal passieren kann“, betont Klumpe. Im Zoo Osnabrück leben zurzeit vier Asiatische Elefanten: Minh-Tan, Mutter Douanita (31 J.), Schwester Sita (5 J.) und der Elefantenzuchtbulle Luka (45 J.).

Erlebnis-Zoo Hannover 01.06.2018
Mini-Buddler und Riesensprünge – Nachwuchs bei den Präriehunden und den Steppenzebras im Erlebnis-Zoo
Ihre Pfoten sind gerade mal so groß wie ein Fünf-Cent-Stück – aber buddeln können sie damit schon wie die Großen. Kaum hat der im April geborene Nachwuchs der Präriehunde die Nester unter Tage verlassen, verschönern die Winzlinge die Ausgrabungsstätte in Yukon Bay nach eigenem Geschmack. Ein kleines Loch hier, eine Mini-Höhle dort. Und überall müssen sie die Stupsnase hineinstecken und jeden Felsen waghalsig erklettern. Präriehunde kommen gerade mal 15 Gramm schwer, nackt und blind tief unter der Erde im schützenden Bau zur Welt. Etwa sieben Wochen lang werden die Kleinen gesäugt, ab ca. der 5.-6. Woche gehen sie auf Entdeckungstour. Inzwischen nagen sie an allem, was sie finden können, am liebsten an Grünzeug und Möhren. Bis zum Herbst werden sie schwer damit beschäftigt sein, sich ein Gewicht von mindestens 500 Gramm anzufuttern, um den Winter zu überstehen (müssten sie im Zoo natürlich nicht, weil es hier immer Futter gibt – aber das wissen sie ja nicht). Die Präriehunde leben in Yukon Bay in der Ausgrabungsstätte „Yukon Beringia“. Archäologen haben hier Knochen prähistorischer Tiere gefunden (so die Geschichte, von der Yukon Bay erzählt). Ein Hinweisschild zur versunkenen Landbrücke „Beringia“ erklärt, wie prähistorische Tiere – zum Beispiel das Mammut – von Asien nach Nordamerika gelangt sind. Hier haben die Präriehunde die Grabungen übernommen. Wobei der Name Prärie“hund“ täuscht: Die kleinen Nager gehören zu den Hörnchen, nicht zu den Hunden. Aber wenn Gefahr droht, bellen sie. Steppenzebra Charlott Große Sprünge macht dagegen Zebrafohlen Charlott, das jetzt sein Reich am Ufer des Sambesi kennenlernt – und die Mitbewohner: Riesige Elenantilopen, quirlige Thomsongazellen und elegante Impalas. Charlott wurde am 14. Mai geboren, verbrachte die ersten Lebenswochen aber hinter den Kulissen mit ihrer Mutter, damit Mutter und Kind sich in Ruhe aneinander gewöhnen konnten. In dieser Zeit prägte sich das Fohlen das Streifenmuster seiner Mutter genau ein und erkennt sie jetzt unter allen anderen Zebras sofort wieder. Bei der Geburt wiegt ein Zebra etwa 30 Kilo, es wird 6-8 Monate gesäugt. Erst nach einem Jahr wird Charlott sich von ihrer Mutter trennen und eigene Wege gehen.

Alpenzoo Innsbruck 01.06.2018
SUMSI-Welt
Wie keine andere Insektengruppe sind die Bienen eng an Blütenpflanzen gebunden, denn sie fressen ausschließlich Pollen und Nektar. Die Bestäubung vieler für uns sehr wichtiger Kultur- und Gartenpflanzen nehmen wir als selbstverständliches Service der Bienen hin. Dass aber nicht nur die Honigbienen, sondern die gesamte Vielfalt der Bienen stark abnimmt, ist uns erst in den letzten Jahren bewusst geworden. In unserer „SUMSI-Welt“ präsentieren wir die artenreiche Gruppe der Bienen: weltweit gibt es davon 20 000, in Österreich fast 700! Wir informieren über ihre speziellen Anpassungen an das Sammeln von Pollen, ihre Sinnesleistungen, ihre Lebensweise und zeigen ihre bevorzugten Lebensräume anhand von Filmen, Modellen und Informationstafeln. Die Infoeinheiten sind wabenförmig aufgebaut. Der Art Honigbiene, eine der wenigen Insekten, die der Mensch „verhaustiert“ hat, ist eine eigene Infoeinheit gewidmet: in dieser kann man Bienenstöcke von innen betrachten, sich die Sprache der Bienen erklären lassen und mehr über die Arbeit des Imkers erfahren. Die SUMSI-Welt wurde von der RLB Tirol großzügig finanziell unterstützt, Bilder und Filme von Bienenkundler H. Wiesbauer und den Biologen Dr. R. Hofer und Mag. T. Kopf zur Verfügung gestellt.

Zoo Halle 31.05.2018
Babyboom auf dem Reilsberg
Nanu, oder besser: Nandu! Da war die Freude bei den Pflegern des Bergzoos in Halle groß, als am 15. Mai drei kleine Nanduküken die Köpfe unter den Flügeln ihres Vaters hervorstreckten. Bei Nandus sind ausschließlich die Männchen für das Ausbrüten und die Aufzucht der Jungtiere zuständig und auf seinem Rücken fühlen sich die drei Küken am sichersten. Aber die Darwin-Nandus sind nicht die einzigen neuen Jungtiere im Bergzoo. Schon Mitte März kam bei der neusten Tierart des Bergzoos ein außergewöhnliches Tierkind zur Welt. Mit seinen für nachtaktive Tiere typischen großen Augen verzaubert der kleine Grauhand-Nachtaffe das gesamte Zoopersonal. Die Tiere befinden sich zur Zeit noch hinter den Kulissen, um der frischgebackenen Familie ein bisschen Ruhe zu gönnen. Schon bald aber werden sie in eine WG mit den Faultieren ziehen und erstmals auch für Besucher zu sehen sein. Dafür muss der der kleine Nachtaffe aber erst noch ein bisschen wachsen. Aber nicht nur bei den Neuzugängen, auch bei den alteingesessenen Tieren gibt es Nachwuchs. Schon seit den 50er Jahren hält der Zoo Halle erfolgreich Steinböcke auf dem denkmalgeschützten Bergtierfelsen. Am 17. Mai kam der jüngste Spross der Steinbockherde zur Welt und tobt bereits trittsicher über die Anlage. Die neugeborenen Kitze müssen innerhalb weniger Stunden lernen der Herde zu folgen, denn nur so sind sie vor Fressfeinden geschützt. Westkaukasische Steinböcke sind ausgesprochen gute Kletterer und finden selbst an steilen Felshängen in über 4000 Metern Höhe noch Halt. Der Liebling der Zoobesucher ist aber Karlie, der 3 Wochen alte Nachwuchs der Baumstachler. Karlie sieht mit seiner rundlichen Gestalt und dem flauschigen Fell zum Knuddeln aus, aber ohne Handschuhe können seine Tierpfleger ihn dennoch nicht anfassen. Schließlich hat auch ein kleiner Baumstachler wie Karlie schon bis zu 30.000 Stacheln auf Rücken und Schwanz. Dass auch Baumstachler gut klettern können, beweist Karlie bei seinen regelmäßigen Wiegeterminen: Sieht er die Tierpfleger mit der Waage kommen, verschwindet er meist auf den entlegensten Ast im Gehege. Neben Nandus, Nachtaffen, Steinböcken und Baumstachlern gibt es auch noch Nachwuchs bei den Graurückentrompetern, Seriemas und Lachenden Hänsen, einer Vogelart mit viel Humor. Bei so viel Nachwuchs braucht sich der Zoo Halle auch in Zukunft keine Sorgen um die Anzahl seiner Tiere zu machen.

Zoopark Erfurt 31.05.2018
Nachwuchs bei den Berberaffen
Im Thüringer Zoopark Erfurt hat ein Berberaffe das Licht der Welt erblickt. Der kleine Sandro wiegt rund 450 Gramm und hat ein dünnes, schwarzes Fell. Das dichte, hellbraune Haarkleid der Erwachsenen, das die Tiere im Winter gut vor Kälte schützt, bildet sich innerhalb von vier Monaten. Der Berberaffenberg gehört zweifelsohne zu den Highlights im Thüringer Zoopark Erfurt. Das 1 Hektar große Domizil ist derzeit Heimat von über 30 Berberaffen aus dem nördlichen Afrika. Die Besucher können in die Anlage hineingehen und die Affen ohne störende Einfriedungen beobachten. Berberaffen oder Magots sind ausgezeichnete Kletterer, verbringen aber einen Großteil des Tages auf dem Boden. Aufgrund der Zerstörung ihres Lebensraumes sind die Tiere stark gefährdet.

Wildpark-MV 31.05.2018
Familienglück bei den Weißstörchen
Nach 10 Jahren Pause: Wildpark-MV freut sich über Nachwuchs. Groß war die Hoffnung auf Nachwuchs bei den Weißstörchen im Wildpark-MV nicht, denn Jahr für Jahr blieben die Eier unbefruchtet. Warum? Das kann keiner der Tierpfleger genau sagen. Doch die Geduld hat sich ausgezahlt und die Freude ist riesig, denn nun hat es nach zehn Jahren endlich wieder geklappt: „Aus drei der fünf Eier sind Jungtiere geschlüpft – ab dem 21. Mai jeweils im Abstand von zwei Tagen. Das ist so üblich in der Vogelwelt“, erzählt Tierpflegerin Liane Kasch. Noch sind die kleinen Weißstörche hilflos und sitzen eng beieinander im Nest. Versorgt werden sie von beiden Elternteilen, denn Mutter und Vater teilen sich die Pflege und Aufzucht der Jungvögel. Aufgetafelt wird, was den Erwachsenen auch schmeckt: Fleisch, Fisch, aber auch mal selbstgesammelte Regenwürmer oder Insekten. „Im August etwa werden die Drei dann ausgewachsen sein. Bis dahin lernen sie alles, was sie für ein Leben als erwachsene Störche brauchen“, so Liane Kasch.

Zoo Frankfurt am Main 30.05.2018
Das Warten hat ein Ende: Löwen-Drillinge im Katzendschungel zu sehen
Die Asiatische Löwin ZARINA hat am 14. April drei Jungtiere zur Welt gebracht – ihr erster Wurf. In den letzten Tagen und Wochen umsorgte sie ihren Nachwuchs in der Abgeschiedenheit der Wurfbox. Nur die Bilder einer Kamera gaben Aufschluss über das Geschehen in der Höhle. Vor einigen Tagen hat die kleine Familie begonnen, Ausflüge in das Innengehege zu unternehmen. Zugegeben – es ist schwer, sich vom Anblick der kleinen Asiatischen Löwen loszureißen. Mit dem allen Katzenkindern eigenen Charme erobern die Drei die Herzen im Sturm. Vor einigen Tagen hat die sechsjährige Löwen-Mutter ZARINA damit begonnen, mit ihren Kleinen, deren Geschlechter noch nicht sicher bestimmt sind, erste Ausflüge in die Innenanlage zu unternehmen. Das freut auch Kulturdezernentin Dr. Ina Hartwig: „Es ist anrührend zu sehen, wie fürsorglich sich die imposante ZARINA um ihren Nachwuchs kümmert. Umso dramatischer erscheint, wie viel Druck der Mensch auf die Lebensräume der Großkatzen ausübt. Ich bin froh, dass sich mit den drei Jungtieren die Zoopopulation der Asiatischen Löwen vergrößert hat.“ Der zwölfjährige KUMAR hat seinen Nachwuchs bislang nur durch Scheibe und Sichtgitter gesehen. In der Vergangenheit hat er sich bereits als freundlicher Vater erwiesen. Nun ist es aber der erste Nachwuchs, den er mit ZARINA hat. „Wir müssen vor allem schauen“, so Zoodirektor Dr. Miguel Casares, „wie ZARINA auf das Männchen reagiert. Löwen-Mütter sind sehr protektiv und zeigen sich zu Beginn häufig aggressiv auch gegenüber den Vätern ihrer Jungtiere. Erst wenn sie durch ihr Verhalten deutlich macht, dass sie KUMAR in der Nähe der Kleinen duldet, werden wir die Tiere zusammen lassen.“ Bis die Löwen gemeinsam auf der Außenanlage zu sehen sein werden, kann es daher noch eine Weile dauern. Zumal die Außenanlage mit dem großen Wassergraben mit kleinen Maßnahmen noch etwas kindersicher gemacht werden muss. „Wir planen derzeit den Umbau der Außenanlage inklusive der Aufschüttung des Grabens. Damit erreichen wir eine größere Fläche und eine abwechslungsreichere Gehegestruktur. Außerdem können Besucherinnen und Besucher die Tiere von Nahem besser beobachten. Für unsere Spendenaktion „Macht Platz für den König“ haben wir schon viel Unterstützung bekommen aber wir müssen noch kräftig weiter sammeln, um das Projekt bald realisieren zu können. Auch wenn erst zukünftiger Nachwuchs von KUMAR und ZARINA vom Umbau profitieren wird, ist es doch eine wichtige Maßnahme für uns und für unsere Löwen“, so Casares. Für Besucherinnen und Besucher ist der Katzendschungel am dem 30. Mai wieder geöffnet.

Zoo Köln 30.05.2018
Ringelschwanzmungo geboren – Diesen Sonntag ist Bauernmarkt im Kölner Zoo
Große Freude im Kölner Zoo: In der 2008 neu eröffneten Anlage für Ringelschwanzmungos hat sich Nachwuchs eingestellt. Das Jungtier wurde Mitte April geboren. Mutter ist die 5-jährige „Tiffi“. Sie kam 2013 aus dem Zoo Saarbrücken an den Rhein. Vater „Boka“ ist 10 Jahre alt. Der gebürtige Berliner lebt seit Eröffnung der Anlage im Jahr 2008 in Köln. Das Geschlecht des Jungtiers ist noch unbestimmt, um die anfangs so wichtige Mutter-Kind-Beziehung nicht zu stören. Der Nachwuchs heißt „Afeno“. Dies bedeutet auf Malagasy – der Sprache auf Madagaskar – so viel wie „Verstecken“. Grund für den Namen ist, dass sich „Afeno“ kurz nach der Geburt für zwei Tage in einer Felsspalte des Geheges verborgen hatte. Für die Tierpfleger war das Jungtier in dieser Zeit unauffindbar. Zum zweiten Mal: Bauernmarkt im Kölner Zoo: Wer „Afeno“ an diesem Sonntag, 3. Juni, bewundern will, kann gleich auch den Bauern- und Handwerkermarkt im Kölner Zoo besuchen. Dann heißt es: Staunen, Lernen und Einkaufen rund um den Clemenshof im Kölner Zoo. Besucher können Obst, Gemüse, Fleisch und frische Blumen einkaufen. Gleichzeitig lernen die Kinder, wie man mit regionalen Zutaten kocht, welches Tier welche Eier legt oder woher eigentlich der Honig kommt. Der Besuch des Bauernmarkts ist im regulären Zooeintritt enthalten. Kids können Bauer Clemens begleiten oder den Schafscherer in Aktion bestaunen. Handwerker zeigen ihre Kunst rund um die Produkte des Clemenshofes. Der Bauernmarkt im Zoo findet zum zweiten Mal statt. Er ist eine Gemeinschaftsaktion vom Kölner Zoo und der Marktverwaltung der Stadt Köln. Flexible Esser – und noch relativ unerforscht: Während auf dem Clemenshof seltene Tiere aus der Region im Mittelpunt stehen, stammen die Ringelschwanzmungos aus dem fernen Madagaskar. Die kleinen Raubtiere sind tagaktiv. Sie ernähren sich überwiegend von kleinen Säugetieren, Insekten, Schnecken und Eiern. Auch Früchte stehen hin und wieder auf dem Speiseplan. Da sie gern Nektar trinken, übernehmen Ringelschwanzmungos in Madagaskar auch die Funktion des Bestäubens. Die Tiere sind an ihrem geringelten Schwanz und der rot-braunen Fellfärbung zu erkennen. Bei der Wahl des Lebensraums sind Ringelschwanzmungos flexibel. Sie kommen sowohl in bewaldeten wie auch auf felsigen Flächen vor. Ringelschwanzmungos sind noch relativ unerforscht. Der Bestand ist wie bei allen waldbewohnenden Arten auf Madagaskar bedroht, da Bäume zur Ressourcengewinnung gerodet und die Tiere für die Ernährung der bitterarmen Bevölkerung massiv gejagt werden. Neben dem Kölner Zoo halten in Deutschland auch die Zoologischen Gärten in Berlin, Heidelberg und Saarbrücken diese aktiven und bei den Besuchern sehr beliebten Raubtiere.

Zoo Wuppertal 30.05.2018
Ein 0-Euro-Schein des Grünen Zoos
ein besonderes Souvenir für Zoo-Gäste gibt es seit gestern im Grünen Zoo Wuppertal: Den ersten 0-Euro-Schein des Grünen Zoos! Bereits seit einigen Jahren gibt es diese besonderen Scheine, die zwar nicht als Zahlungsmittel eingesetzt werden können, als besonderes Souvenir aber einen eigenen Wert haben und auch ein begehrtes Sam-melobjekt sind. Nun gibt es endlich auch einen solchen Schein aus dem Grünen Zoo. Als Motiv ist auf dem 0-Euro-Schein neben dem Logo des Grünen Zoos und einer stilisierten Schwebebahn ein Schneeleopard zu sehen. Die Zeichnung ist an das aktuelle Plakat des Grünen Zoos, mit dem für die im vergangenen Jahr eröffnete Schneeleopardenanlage „Himalaya im Bergischen Land“ geworben wurde, angelehnt. Die 0-Euro-Scheine sind exklusiv im Grünen Zoo in der vom Zoo-Verein Wuppertal e.V. betriebenen Zoo-Truhe, dem Souvenirshop im Eingangsbereich des Grünen Zoos, sowie in einem der im Zoo aufgestellten Münzprägeautomaten erhältlich. Der Verkaufspreis liegt bei 2 Euro.

Zoo Basel 29.05.2018
Beilbauchsalmler – die einzigen Fische mit Flugmotor
Im soeben frisch eingerichteten Aquarium 34 im Zoo Basel sind die Südamerikanischen Beilbauchsalmler die Stars. Es sind Fische, die fliegen können; aber anders, als man sich das lange vorgestellt hatte. Die Beilbauchsalmler im Vivarium sind dieser Tage in ihr neu eingerichtetes Heim gezogen. Ein Überflutungswald im Amazonasgebiet mit vielen Baumstämmen und Pflanzen ist das Vorbild. Beilbauchsalmler haben eine sehr eigenwillige Körperform: Ihre Rückenlinie ist praktisch waagrecht und gerade, Brust und Bauch wölben sich aber – beilförmig – nach unten. Das Maul „schaut“ nach oben. Auffällig sind auch die riesigen Brustflossen und die vergrösserte Muskulatur darunter. Diese allein macht ein Viertel des Körpergewichts aus. Ein Rätsel für die Forscher – Die ansonsten unscheinbar – weil nur drei bis fünf Zentimeter klein und gräulich-silbrig – wirkenden Fische machen sich beim Nahen eines grösseren Feindes geschickt auf und davon, und zwar durch den Wasserspiegel hindurch in laue Lüfte. Einige Meter hoch und zehn Meter weit kann der Ausflug gehen. Der Raubfisch hat das Nachsehen. Unter Fachleuten war lange umstritten, wie das gehen soll: Manche Forscher gingen davon aus, dass die „Beilbäuche“ sich mit Schlägen der Brustflossen aus dem Wasser heben und danach mit eben diesen von dannen flattern. Tatsächlich ist beim Flug der Beilbauchsalmler deutlich ein surrendes Geräusch zu vernehmen. Andere Forscher konnten jedoch keinen Nachweis für Flatterbewegungen der Brustflossen finden. Einzigartige Flugweise – Mittlerweile weiss man durch Untersuchungen mit Hochgeschwindigkeitskameras, dass der vermeintliche „Flug“ zunächst ein eigentlicher Sprung ist, der nachfolgend zu einem richtigen, angetriebenen Flug wird: Ein unter der Wasseroberfläche weilender Beilbauchsalmler drückt beim Sprung seine – zunächst nach oben ragenden – Brustflossen schlagartig nach unten, so dass sie sich unter dem Bauch fast berühren. Dieser Impuls hebt den Fisch aus dem Wasser. Was noch fehlt, ist der notwendige Vortrieb, der nun in Form eines kräftigen Schwanzschlags perfekt getimt einsetzt. Der Beilbauchfisch wird nach vorn und nach oben katapultiert. Je nach dem zeitlichen Abstand zwischen Brust- und Schwanzflossenschlag können die Beilbäuche ihre Flugbahn beeinflussen und zielgenau springen. Die Schwirrgeräusche, die früher fälschlicherweise als Brustflossengeräusch interpretiert wurden, stammen in Tat und Wahrheit von der Schwanzflosse, die im Flug rund 40-mal pro Sekunde schlägt! Mit dieser Flugweise sind die Beilbauchsalmler die einzigen bisher bekannten Fische, die quasi „motorisiert“ fliegen können. Die berühmten „Fliegenden Fische“, die vor allem aus Atlantik und Mittelmeer bekannt und mit den Beilbäuchen nicht verwandt sind, beherrschen nach dem rasanten Start aus dem Wasser lediglich einen fast perfekten Gleitflug. Sie schaffen es auch ohne zusätzliche Muskelkraft auf mehrere hundert Meter.

Tierpark Hellabrunn München 29.05.2018
Vier Waschbären wohnen jetzt in Hellabrunn
Seit Ende letzter Woche gibt es im Tierpark Hellabrunn eine neue Tierart zu sehen: Vier Waschbären bewohnen ab sofort die ehemalige Puma-Anlage. Mit dem Zuzug der Tiere sollen die Besucher zukünftig auch mehr über das Thema invasive Arten und Neozoen erfahren. Sie heißen Michel, Lars, Ida und Anna – die vier Waschbären, die am vergangenen Donnerstag aus der Münchner Reptilienauffangstation nach Hellabrunn gezogen sind. Wie der Name des Herkunftsortes schon vermuten lässt, waren die Tiere nur vorübergehend in der Münchner Reptilienauffangstation untergebracht. Die vier Waisen wurden im Frühjahr 2017 im Alter von etwa 12 Wochen dort abgegeben. Nun hat sich der Tierpark dazu entschieden, den Waschbären mit der ehemaligen Puma-Anlage ein neues, längerfristiges Zuhause zu geben. Waschbären eilt trotz ihres „niedlichen“ Aussehens ein nicht ganz so guter Ruf voraus: Die ursprünglich aus Nordamerika stammenden Kleinbären stellen keine besonders großen Anforderungen an ihren Lebensraum und ihre Nahrung, sodass sie sich durch ihre hohe Anpassungsfähigkeit nahezu überall ausbreiten können und so gibt es inzwischen auch in Deutschland eine stabile Waschbären-Population. Das sorgt mancher Orts, vor allem in Städten, für Schwierigkeiten. Die Kleinbären gibt es in Deutschland schon seit den 1930er Jahren. Damals wurden sie zum einen unter der Annahme, die heimische Fauna zu erweitern, ausgesetzt, zum anderen entkamen einzelne Tiere aus Pelzfarmen. Seitdem hat sich der Waschbär immer weiter ausgebreitet, heute wird der Bestand auf mindestens 500.000 Tiere geschätzt. Damit gehören Waschbären zu den sogenannten Neozoen. Das bedeutet, dass sich die Art in einem Gebiet etabliert hat, in dem sie zuvor nicht heimisch war. Insgesamt gibt es in Deutschland derzeit etwa 1400 gebietsfremde Arten, davon 350 Pflanzen. Nicht alle Arten gefährden die heimische Flora und Fauna, jedoch gibt es Arten, die ursprüngliche Tiere und Pflanzen durch eine bessere Anpassungsfähigkeit verdrängen können. Dann ist die Rede von einer invasiven Art, zu der auch der Waschbär gezählt wird. Beatrix Köhler, Biologin und Kurator im Tierpark Hellabrunn, erklärt: „eine invasive Art muss nicht per se eine Gefährdung für die heimischen Arten sein. Man spricht jedoch von invasiven Arten, wenn sich eine Tier- oder Pflanzenart – obwohl in ihrem Herkunftsland eher unauffällig – in ihrer neuen Heimat extrem schnell ausbreitet und dabei negative Auswirkungen auf das heimische Ökosystem hat.“ So erreichen Waschbären beispielsweise Vogelnester, an die ein Fuchs oder Dachs nicht gelangt und können damit das Überleben der entsprechenden Vogelart gefährden. „Des Weiteren sind Waschbären wenig wählerisch, was ihre Nahrung angeht, sodass sie sich oft auch von Abfällen aus Mülltonnen ernähren, wodurch sie an das Leben in der Stadt und den Menschen gewöhnt werden“, so Beatrix Köhler. Mit dem Zuzug der vier Waschbären möchte der Tierpark seinen Besuchern die Problematik von invasiven Arten näherbringen, dabei aber auch mit Vorurteilen und falschen Annahmen aufräumen. Vermehren werden sich die Waschbären dennoch nicht. „Die männlichen Tiere sind kastriert und können keinen Nachwuchs zeugen“, erläutert Beatrix Köhler. Neben den Waschbären leben im Tierpark Hellabrunn noch weitere invasive Tierarten, wie beispielweise der Chinesische Muntjak oder die Schwarzkopfruderente. „Auch diese Tierarten sind Teil der Biodiversität“, sagt Tierpark-Direktor Rasem Baban und ergänzt: Aber sie können der einheimischen biologischen Vielfalt auch schaden. Ein ganz wichtiger Aspekt dabei ist jedoch, dass wir Menschen einen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität leisten können, in dem wir über invasive Arten informieren und dadurch deren weitere Ausbreitung verhindert werden kann.“

Freunde Hauptstadtzoos Berlin 29.05.2018
Freunde Hauptstadtzoos freuen sich über Baustart Alfred-Brehm-Haus
Förderverein und dessen Stiftung stellten 475.000 Euro zur Verfügung
Der Tierpark hat sich das Ziel gegeben, sich in den kommenden Jahren attraktiv umzugestalten. Er steht damit vor einer der größten Herausforderungen in seiner Geschichte. Kein anderes Tierhaus wie das Alfred-Brehm-Haus, welches 1963 eröffnet wurde, wird so mit dem Tierpark und seiner Geschichte verbunden. „Daher freut es uns als Förderverein, dass nun endlich der Baustart vom Alfred-Brehm-Haus beginnt. Wir drücken die Daumen für einen planmäßigen Bauverlauf und freuen uns schon, wenn im nächsten Jahr dieses bedeutende Haus in die fantastische Tierwelt Südostasiens einlädt.“, so Thomas Ziolko, Vorsitzender der Freunde der Hauptstadtzoos. Förderverein beteiligte sich mit Rekordspende am Alfred-Brehm-Haus – Im zukünftigen Alfred-Brehm-Haus werden auch die Malaienbären eine neue Heimat finden. Der Neubau dieser Anlage wurde vom Förderverein mit 250.000 Euro und von der Stiftung des Fördervereins mit 225.000 Euro finanziert. So haben die Freunde der Hauptstadtzoos in den letzten Jahren insgesamt 475.000 Euro dem Tierpark Berlin für den Umbau im Alfred-Brehm-Haus gespendet. Ziolko: „Jede Verbesserung der Tierhaltung sowie jede Investition in Tierhaltung erfordert ein zusätzliches finanzielles Engagement. Daher können wir als Förderverein stolz sein, dass wir hier ein Beitrag geleistet haben. Bei der Bewältigung der bevorstehenden Aufgaben ist es wichtig, dass Menschen und Institutionen ihre bürgerschaftliche Verantwortung wahrnehmen und den bevorstehenden Veränderungsprozess aktiv unterstützen.“

Tierpark Berlin 29.05.2018
Baustart zum Regenwald-Haus – Malaienbären und Baumkängurus werden erstmals im Alfred-Brehm-Haus einziehen
Ein Bauzaun weist bereits seit einigen Wochen auf das zukünftige Großbauprojekt hin. Die ersten alten Tigerkäfige wurden schon abgerissen. Nun steht der Bagger bereit, um im Haus das Geländer an der ehemaligen Löwen-Anlage abzutransportieren. Gemeinsam mit den Architekten von dan pearlman und SKP gab Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem am 29. Mai den offiziellen Startschuss für den langersehnten Baubeginn. Der Umbau des denkmalgeschützten Alfred-Brehm-Hauses ist seit Jahrzehnten das größte Umbauprojekt im Tierpark. Das Bauwerk wurde 1963 errichtet, ist in die Jahre gekommen und soll jetzt in ein modernes Regenwaldhaus verwandelt werden. Nach dem Umbau werden die Besucher dort bedrohte Tierarten aus den tropischen Regenwäldern Südostasiens besuchen können. Als Botschafter für den Artenschutz wird die Königskobra genauso ihre bedrohten Artgenossen repräsentieren, wie die beiden Sumatra-Tiger Harfan und Mayang. Für die beiden Malaienbären Tina und Johannes wird der Umbau eine deutliche Verbesserung ihrer Lebensbedingungen mit sich bringen. Bisher leben sie in einer Anlage in der Nähe des Schloss-Einganges auf knapp 180 m² im Alfred-Brehm-Haus beziehen sie eine großzügige Anlage mit Kletterbäumen auf einer Fläche von knapp 1.000 m². „Die Malaienbären stehen stellvertretend für diesen dringend notwendigen Umbau. Qualität statt Quantität ist hier der Leitfaden – die Tierparkbewohner sollen artgerechte Lebensräume erhalten, dafür müssen wir den Bestand reduzieren. Und der Fokus bei der Tierauswahl erfolgt auch nach Bedrohungsstatus“, erläutert Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem. „Mit den Goodfellow-Baumkängurus kommt zudem eine stark bedrohte und für den Besucher sehr attraktive Tierart neu in den Tierpark. 2015 lebten beispielsweise 19 Raubtierarten (Groß-, Klein- und Schleichkatzen) mit 54 Individuen in diesem Haus. Nach dem Umbau werden es acht Raubtierarten mit ca. 25 Individuen sein.“ „Mit der Genehmigung der Bauplanungsunterlagen Mitte Mai kann nun die Ausschreibung für die Vergabe der Leistungen an Baufirmen beginnen“, erläutert der Leiter der Technikabteilung Ingo Volmering. „Als nächstes werden wir damit beginnen, die Felsenhallen umzubauen und die Innengehege durch Auffüllung der bestehenden Wassergräben zu vergrößern“. Hintergrund Alfred-Brehm-Haus – Beim dringend notwendigen Umbau des rund 5.300 m² großen Alfred-Brehm-Hauses stehen neben der Modernisierung der technischen Anlagen und der Verbesserungen der Arbeitsbedingungen vor allem die Haltungsbedingungen für Tiere im Vordergrund. Das seinerzeit größte Raubtierhaus wurde vom berühmten Architekten Heinz Graffunder entworfen und steht unter Denkmalschutz, der Tierpark muss mit dem Umbau des Alfred-Brehm-Hauses also auch dem historischen Erbe gerecht werden. Finanziert wird der Umbau des Alfred-Brehm-Hauses aus diversen Budgets: Den größten Anteil trägt das Land Berlin mit 4,1 Mio. Euro, die Lottostiftung beteiligt sich mit ca. 3,6 Mio. Euro. Zudem unterstützt die Gemeinschaft der Förderer von Zoo und Tierpark Berlin das Projekt mit 475.000 Euro. Für das Projekt werden insgesamt knapp 8,2 Mio. Euro veranschlagt. Da der Umbau abschnittsweise erfolgt, werden einige Bewohner auch während des Umbaus im Haus verbleiben. Für die Besucher werden die Tiger trotz des Umbaus auf der Felsen-Außenanlage zu sehen sein. Die Fertigstellung ist für 2019 geplant.

Zoo Heidelberg 28.05.2018
Kampfläufer in Paarungslaune
Brautwerbung in unterschiedlichen Gewändern Das Küstenpanorama im Zoo Heidelberg ist immer einen Besuch wert und bietet die Kulisse für eine vielfältige Vogelwelt der Küsten Europas und Südamerikas. Derzeit kommt nun ein besonderes Schauspiel dazu: Die Balz der Kampfläufer. Diese Balz gehört zu den eindrucksvollsten Paarungsritualen der Tierwelt. Die Männchen der Kampfläufer legen in der Balz ein Prachtkleid mit einem gewaltigen Federkragen an, um ihre Weibchen zu beeindrucken. Dabei tragen jedoch nicht alle Tiere dasselbe Gewand, sondern jedes Männchen sein ganz individuelles: Allein im Heidelberger Küstenpanorama gibt es schwarze, braune, beige, fast weiße, getupfte und gestromerte Kragen. In den letzten Jahren haben Forscher der Universität Uppsala herausgefunden, dass es in einer Gruppe von Kampfläufer große genetische Unterschiede gibt, die dazu führen, dass einige Männchen ein dunkles Prachtgewand tragen und Balzreviere besetzen, andere eher heller gefärbte als sogenannte Satelliten-Männchen um diese Reviere herumtanzen und kaum Streit mit den Revierinhabern haben und andere wieder sich gefiedermäßig als Weibchen tarnen und auf die Chance einer verstohlenen Paarung hoffen. Für die Zoobesucher ist es faszinierend zu beobachten, wie jeder Kampfläufer mit seiner eigenen Taktik versucht, zum Erfolg zu kommen. Hat sich dieser eingestellt, überlassen die von der Balz erschöpften Männchen Brut und Jungenaufzucht allein den Weibchen. Die ca. 30 cm großen Vögel bevorzugen ruhige Haffwiesen an Nord- und Ostsee als Lebensraum. Da diese an den Küsten immer weniger werden, sind Kampfläufer in unserer Natur selten geworden. In Zoos sind sie nicht leicht zu züchten und so freuen sich die Vogelpfleger in Heidelberg über jedes Küken der gefiederten Ritter mit dem variablen Prachtkleid.

Zoo Salzburg 28.05.2018
Junge Nashornbullen verlassen den Salzburger Zoo
Morgen Dienstag, 29. Mai 2018, verlassen die beiden jungen Breitmaulnashorn-Bullen Amadou und Tayo den Salzburger Zoo in Richtung Türkei. Rund drei Wochen hatten sie Zeit, sich mit ihren Transportkisten vertraut zu machen. Anfänglich gingen sie etwas zögerlich hinein, doch zuletzt fraßen sie ganz entspannt in den Kisten. Abschied fällt schwer – „Abschied nehmen ist nie leicht“, sagt Zoo-Geschäftsführerin Sabine Grebner. „Unser Amadou ist mittlerweile drei Jahre alt und auch Tayo wird demnächst drei. Es ist jetzt Zeit, sich zu verabschieden. Denn männlicher Nashorn-Nachwuchs wird mit zwei bis drei Jahren selbstständig. Auf Empfehlung des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) übersiedeln die beiden gemeinsam mit einem französischen Jungbullen in den türkischen Zoo Bursa.“ Der Zoo ist Mitglied der Europäischen Zoogemeinschaft und hat in seinem Afrika-Bereich großzügig umgebaut, um eine Bachelor-Group (Junggesellen-Gruppe) für Breitmaulnashörner aufzubauen. Damit sich die beiden in ihrem neuen Zuhause rasch wohl fühlen, werden sie von zwei, ihnen vertrauten Tierpflegern begleitet. Mit sieben oder acht Jahren sind Nashorn-Bullen geschlechtsreif. Dann verlassen sie die Gruppe und werden zu Einzelgängern. Amadou und Tayo bleiben vorerst in Bursa und werden dann mit Erreichen der Geschlechtsreife in einen anderen Zoo zu passenden Weibchen übersiedeln. Artenschutz ist ein zentrales Thema – Grebner: „Der Schutz und der Erhalt von Breitmaulnashörnern ist uns ein großes Anliegen. Da unsere beiden Nashorn-Weibchen derzeit leider nicht trächtig sind, werden uns im kommenden Juni die Reproduktionsspezialisten des Berliner Leibniz-Instituts für Zoo-und Wildtiere neuerlich einen Besuch abstatten, um die beiden Nashorn-Kühe Yeti und Tamu mit den Samen unseres Bullen Athos künstlich zu besamen.“

Tierpark Sababurg 27.05.2018
Tierbabys im Tierpark Sababurg
Die warmen Sonnenstrahlen zeigen sich und damit läutet die Natur auch die Jungtiersaison ein! In vielen Bereichen des Tierparks gibt es jetzt Tierbabys zu beobachten! Am Bauernhof tummeln sich kleine Lämmer bei den Thüringer Waldziegen, Leineschafen und Skudden. Bei Lachs- und Vorwerkhühnern gibt es niedliche Küken. Auf der Eselweide tollen Walliser Schwarzhalszicklein gemeinsam mit den Walachenschaflämmchen. Auch im Urwildpark gibt es Tierkinder: Kälber bei den Heckrindern und Wisenten, Frischlinge bei den Wildschweinen und die ersten Fohlen bei den Przewalskipferden, Tarpanen und Exmoorponys. Zur Geburtenrate haben natürlich auch die Tiere im Kinderzoo beigetragen: Ein Bennettkängurujungtier schaut aus dem Beutel der Mutter, kleine Kaninchen und eine große Anzahl Zwergzicklein erkunden ihre Gehege. Bei den Humboldtpinguinen in der PinguinWasserWelt sind mehrere Küken geschlüpft und in der Nordischen Welt bei den Elchen hat es ebenfalls Nachwuchs gegeben. Für weitere Informationen steht das Team des Tierparks Sababurg unter der Tel.: (0 56 71) – 76 64 99 – 0 gern zur Verfügung. Die tierisch günstigen Jahreskarten des Tierparks (22,00 € Jahreskarte Erwachsene, 12,00 € Jahreskarte Kinder u. Jugendliche, 49,00 € Jahreskarte Familien, 49,00 € Jahreskarte Großeltern mit ihren Enkeln) können Sie direkt im Infozentrum erwerben. Die Jahreskarte ist ab Ausstellungsdatum volle 12 Monate gültig! Von Ostern bis Oktober finden an allen Sonntagen um 15:00 Uhr „tierische“ oder „märchenhafte“ Kurzgottesdienste der Evangelischen Kirche in der Kirchenscheune des Tierparks Sababurg statt.

Dieser Beitrag wurde unter Zoopresseschau veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.