Zoopresseschau

Tierpark und Tropen-Aquarium Hagenbeck 13.05.2022
Hagenbeck hilft – Ukraine-Ticket für Schutzsuchende – Freier Eintritt für Kinder bis 16 Jahre, Besucher ab 17 Jahre zahlen einen Sonderpreis in Höhe von 9 €
Als gemeinnütziges und soziales Familienunternehmen möchte Hagenbeck einen Beitrag leisten und allen ukrainischen Schutzsuchenden den Start in Hamburg erleichtern. Zusammen mit der Stiftung Hagenbeck hat der Tierpark das Ukraine-Ticket ins Leben gerufen. Schutzsuchende bis 16 Jahre erhalten für die Sommersaison 2022 freien Eintritt in den Tierpark Hagenbeck. Ältere ukrainische Besucher oder Begleitpersonen von Kindern bis 16 Jahre entrichten lediglich einen stark reduzierten Sonderpreis in Höhe von 9 €. Die Differenz zur regulären Tageskarte übernimmt die Stiftung Hagenbeck. Die Ukraine-Tickets sind ausschließlich an den Kassen gegen Vorlage des ukrainischen Passes oder der Fiktionsbescheinigung erhältlich. Zum Start der Aktion lud Hagenbeck heute neben der ukrainischen Generalkonsulin Frau Dr. Tybinka auch mehrere Schutzsuchende in den Tierpark ein. Hagenbeck-Maskottchen Emma überreichte jedem Gast einen Überraschungs-Beutel inklusive des extra angefertigten Hausprospektes auf Ukrainisch. „Im Moment leben rund 30.000 ukrainische Schutzsuchende in Hamburg. Alle sind bei Hagenbeck herzlich willkommen, um im Tierpark schöne Stunden zu erleben und ein wenig zur Ruhe zu kommen. Daher freut es mich umso mehr, dass wir zusammen mit der Stiftung Hagenbeck diese Initiative heute starten konnten“, kommentiert Dr. Dirk Albrecht, Tierpark Geschäftsführer, den Start des Ukraine-Tickets. Neben den Kosten für das Ukraine-Ticket unterstützt die Stiftung Hagenbeck parallel das Engagement des tiergärtnerischen Dachverbands EAZA (European Association of Zoos and Aquaria). „Das Netzwerk, welches in Friedenszeiten immer für den Transfer von Tieren und für den kollegialen Austausch genutzt wurde, funktioniert erfreulicherweise auch in der Krise. Wir unterstützen die Initiative der EAZA mit 15.000 €, die alle gesammelten Mittel punktgenau für Futterhilfen und Aufbauhilfen in der Ukraine einsetzt“, so Cord Crasselt, Mitglied des Vorstands der Stiftung Hagenbeck.

Zoo Duisburg 13.05.2022
Zoo Duisburg: Name für kleines Koala-Mädchen – Der Name ‚Godarra‘ stammt aus der Sprache der australischen Ureinwohner.
Zwölf Monate ist das kleine Koala-Mädchen mittlerweile alt, turnt durchs Geäst und knabbert saftigen Eukalyptus. Was noch fehlte, war ein Name. Über diesen stimmten weit über 1.500 Koalafreunde beim Internet-Voting ab. Das Ergebnis der Abstimmung war eindeutig, der Name Godarra machte mit 920 Stimme das Rennen. Im Online-Voting standen die Namen ‚Godarra‘, ‚Gurri‘ und ‚Gawarri‘ zur Auswahl. Sie alle haben ihren Ursprung in der Sprache der Aborigines. Revierleiter Mario Chindemi erklärt den Hintergrund: „Alle in Duisburg geborenen Koalas bekommen einen Namen, der sich aus der Sprache der australischen Ureinwohner ableitet. Das ist eine wohl gepflegte Tradition bei uns im Koalahaus“. Vor der Abstimmung der Zoobesucher wälzten die Tierpfleger ein australisches Kinderbuch. „Das liefert uns Inspirationen für die Namen der kleinen Koalakinder“, so Chindemi. So war es auch bei der nun getauften Godarra, deren Namen übersetzt so viel wie die Zahl „Zwei“ bedeutet. „Das passt natürlich ganz wunderbar, denn Godarra ist das zweite Jungtier ihrer Mutter Gooni“, verrät der Revierleiter. Mit der Entwicklung der kleinen Godarra ist das Pfleger-Team sehr zufrieden. Seit einigen Wochen steht für das graue Beuteltier statt Milch frischer Eukalyptus auf dem Speiseplan. „Rund zehn Prozent des eigenen Körpergewichtes frisst ein Koala täglich. Godarra knabbert mit ihren rund drei Kilo Körpergewicht daher derzeit etwa 300 Gramm saftige Eukalyptusblätter pro Tag“, so Chindemi. Deutlich größere Mengen futtern hingegen die erwachsenen Kletterbeutler. Irwin, das große Zuchtmännchen des Zoos, bringt rund zehn Kilogramm auf die Waage – und vertilgt somit jeden Tag etwa ein Kilogramm Eukalyptusblätter. Nicht viel, wie man auf den ersten Blick meint, aber Koalas sind wahre Gourmets. Nur die frischen, jungen, zarten Blatttriebe werden gefressen. Für seine flauschigen Feinschmecker benötigt der Zoo daher jährlich rund zehn Tonnen frischen Eukalyptus. Seit 1994 beheimatet der Zoo Duisburg die grauen Beuteltiere aus Down Under. Europaweit gilt der Zoo heute als Zucht- und Kompetenzzentrum, zog bereits weit über 30 Koalas erfolgreich auf und führt das Europäische Erhaltungszuchtprogramm für die bedrohte Art.

Erlebnis-Zoo Hannover 13.05.2022
GALOPPSPRÜNGE UND STUPSNASEN – Neue Bewohner auf Meyers Hof im Erlebnis-Zoo Hannover
Großer Hüpfer und kleine Hoppler: Auf dem Zoobauernhof im Erlebnis-Zoo Hannover sind neue tierische Lieblinge eingezogen. Vier Deutsche Riesenschecken und Dülmener Pferd Annalena erobern jetzt ihr Zuhause auf Meyers Hof. Neben der Außenterrasse vom Hoflokal ist ein neues Areal entstanden. Vorbei an den Beeten mit bienen- und insektenfreundlichen Pflanzen geht es zur Kaninchen-Anlage, die von den Zoo-Gärtnern und -Tischlern entworfen und gebaut wurde. Vier kleine schwarz-weiße Stupsnasen hoppeln dort durch den bäuerlichen Garten. Die Riesen buddeln in der Erde des Beets, entspannen im Schatten des mit heimischen Kräutern bepflanzten Hochbeets oder hüpfen in ihr Häuschen, das mit dem dunklen Holz und einem urigen Fenster an einen Gartenschuppen erinnert – ganz im Stil der anderen alten Gebäude auf Meyers Hof. Deutsche Riesenschecken gehören zu den alten Nutztierrassen. Besonders markant ist ihre charakteristische Fellzeichnung: am Kopf ähneln die schwarzen Flecken auf dem weißen Fell einem „Schmetterling“, rund um die Augen und an den Backen haben sie schwarze Punkte. Dazu kommen lange schwarze Ohren und ein dunkler Aalstrich mit Seitenpunkten. Die Deutschen Riesenschecken bringen etwa sechs Kilogramm auf die Waage und wurden ursprünglich zur Fleisch- und Fellgewinnung genutzt. Heute stehen sie auf der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. (GEH) „unter Beobachtung“. Auf der Roten Liste: Dülmener Pferde – Sogar als „extrem gefährdet“ gilt laut GEH die andere neue Bewohnerin auf dem Zoobauernhof: Die Dülmener Stute Annalena. Auf Meyers Hof leistet sie Exmoor-Pony Mona Gesellschaft. Auch Annalena hat ein markantes Äußeres mit ihrem silber-grauen Fell, der schwarz-beigen Mähne und dem dunkeln Aalstrich auf dem Rücken. Die Tierpfleger beschreiben Annalena als sehr freundlich und menschenbezogen. Sie steht oft am Rand der Koppel und lässt sich von den Besuchern ausgiebig streicheln. Und macht auch gerne mit lautem Wiehern auf sich aufmerksam. Bei ihrem ersten Ausflug auf die große Koppel eroberte die 8jährige Stute mit Galoppsprüngen ihr Zuhause auf dem Zoobauernhof, was für großes Staunen bei ihren Mitbewohnerinnen, den Kühen, sorgte. Das Dülmener Pferd ist die älteste Kleinpferderasse Deutschlands. Bereits 1316 wurden die Dülmener Pferde urkundlich erwähnt – damals betrug ihr Lebensraum eine Fläche von mehreren tausend Hektar. Mit fortschreitender Kultivierung und Inbesitznahme des Landes wurden die Pferde immer mehr in den Bereich des Merfelder Bruches zurückgedrängt. Heute leben dort noch etwa 400 Dülmener Pferde ohne menschlichen Einfluss „wild“ auf einer Fläche von etwa 400 ha, die von der Familie Herzog von Croÿ zur Verfügung gestellt wird. Mit den neuen tierischen Bewohnern auf Meyers Hof stellt der Erlebnis-Zoo zwei weitere alte Nutztierrassen vor, macht auf die Bedrohung und ihren wichtigen Erhalt aufmerksam.

Tierpark Weeze 13.05.2022
Alles dreht sich um die Wolle – Schafschurfest im Tierpark Weeze
Gefühlt ist der Sommer schon fast, die Besucher des Tierparks haben schon die kurzen Hosen und Röcke aus dem Schrank geholt und genießen das warme Wetter. Und unsere Schafe? Die haben es noch recht warm mit ihrer dichten Wolle. Deswegen kommt die Wolle runter! Am Sonntag, den 22. Mai von 11 bis 17 Uhr ist es wieder soweit. Begleitet von einem bunten Rahmenprogramm mit verschiedenen Ausstellern findet mehrmals am Tag eine Schafschur statt. Unter anderem präsentiert der Schafzuchtverein Kleve-Wesel ein gutes Dutzend Schafrassen, die sonst nicht im Tierpark zu sehen sind und informiert über die vielfältige Arbeit des Verbands und die Bedeutung des Schafes in der heutigen Zeit. Das Schaf ist ein Nutztier, daher wird auch demonstriert, wie die gewonnene Wolle weiterverarbeitet, in diesem Fall gesponnen wird. Wer Interesse an der Schafwolle hat, darf diese auch gerne kostenlos mitnehmen. Sie eignet sich zum Filzen, ist aber auch ein hervorragender Dünge für Blumenbeete. Das Café Eselsohr bietet von 13 bis 16.30h eine Bastelaktion zum Thema Schafe an. Für das leibliche Wohl an diesem Tag ist natürlich auch gesorgt. Am Stand des Fördervereins ist immer Zeit für ein kleines Schwätzchen und natürlich auch die obligatorische Grillwurst. Der Tierpark freut sich auf viele interessierte Besucher und einen gelungenen Tag für alle Beteiligten.

Zoo Hoyerswerda 13.05.2022
Mini-Rüssler und Mini-Kugel – Nachwuchs bei den Südlichen Kugelgürteltieren und Kurzohrrüsselspringer im Zoo Hoyerswerda
Ein kleines Kugelgürteltier und zwei kleine Mini-Rüsselspringer sind vergangene Woche im Zoo Hoyerswerda geboren. Es ist bereits der dritte im Zoo Hoyerswerda geborene Nachwuchs der Südlichen Kugelgürteltiere, aber die ersten Jungtiere für das Kurzohrrüsselspringer-Pärchen. Gerade einmal um die 50 Gramm leicht war das kleine Gürteltier bei der Geburt und hat mittlerweile sein Gewicht schon verdoppelt. Die Mini-Panzerkugel ist schon ein vollwertiges Gürteltier nur in Miniaturformat. Es kann sofort laufen und ist mit drei Monaten schon selbstständig. Der schützende Panzer härtet erst nach ein paar Tagen aus. Reviertierpflegerin Carolin Adler weiß auch schon das Geschlecht des Kleinen: „So wie es aussieht, ist es ein Männchen. Ob er nach seinem Papa Günther kommt und genauso aufgeweckt und neugierig ist, wird sich noch rausstellen.“ Bei Kugelgürteltieren lässt sich die Trächtigkeit äußerlich schwer erkennen und deshalb ist ein Jungtier quasi auch immer eine kleine Überraschung. Um aber eine mögliche Schwangerschaft erahnen zu können, wird das Gürteltier-Weibchen regelmäßig gewogen. Doch bei einem Geburtsgewicht um die 50 Gramm, gibt auch das keinen eindeutigen Beweis. Deshalb lebt das Gürteltierpaar Gwendolyn & Günther im Zoo Hoyerswerda in Teilzeitehe. 100 Tage (die Tragezeit beträgt im Schnitt 120 Tage) verbringen sie immer gemeinsam, bevor beide für kurze Zeit getrennte Wege gehen. Für den Nachwuchs ist allein das Weibchen zuständig. Genauso leicht wie der Nachwuchs der Gürteltiere sind auch die Elterntiere der Kurzohrrüsselspringer. Das Gewicht ihres Nachwuchses liegt ungefähr bei zehn Gramm. Die Geschlechter der zwei Jungtiere stehen noch nicht fest und werden erst bei der nächsten routinemäßigen Kontrolle ermittelt. Auch sie sind kleine Miniaturausgaben und bereits mit sechs Wochen selbstständig. Seit Mitte Mai des vergangenen Jahres bewohnt das junge Rüsselspringerpärchen nun schon das Terrarium im Tropenhaus des Zoos. Der Kurzohrrüsselspringer mit seiner markanten langen und namensgebenden Nase kann dank seiner kräftigen Hinterbeine bis zu 20 Kilometer pro Stunde schnell werden. Zwar ähneln sie Mäusen optisch, sind aber tatsächlich näher verwandt an Elefanten und Seekühe.

Zoo Magdeburg 12.05.2022
Rosaflamingos bezogen übernetzte Anlage
„In dieser Woche bezog die 56-köpfige Rosaflamingo-Kolonie die kürzlich übernetzte Flamingo-Außenanlage. Wir gestalteten die Außenanlage für die flugfähigen Rosaflamingos neu, erklärt der Zoo-Geschäftsführer Dirk Wilke. Die 480 Quadratmeter große Anlage entspricht den aktuellen Anforderungen der Haltung von Flamingos und vereinfacht das Tiermanagement. Es werden positive Effekte auch für die weitere Naturbrut der Rosaflamingos erwartet. In diesem Jahr freut sich das Zooteam über Nachwuchs dieser fantastischen Vogelart. In der Flamingokolonie wachsen derzeit vier Flamingo-Küken in Naturbrut auf. Sehr zeitig – bereits Mitte März begann der Schlupf der Rosaflamingo-Küken im Flamingohaus – vergrößerte sich die Flamingokolonie. Es gibt drei verschiedene Einsichtsmöglichkeiten, um die flauschigen kleinen Krummschnäbel auf der weitläufigen Anlage zu beobachten. Nach der Eingewöhnungszeit der Flamingos bekommen die Antrittsflächen noch Ausbauchungen für besondere Einblicke in das Flamingoleben. Der eingebaute Naturboden mit Rasenflächen wirkt sich günstig auf die Fußgesundheit der Flamingos aus. Der Zoo hat 20.000 Euro in die übernetzte Rosaflamingo-Anlage investiert.

Tierpark Nordhorn 12.05.2022
Tierischer Neuzugang im Familienzoo Publikumsliebling „Jolo“ bekommt Spielgefährtin und Partnerin
Mit Spannung wurde der Tag von den Zoomitarbeitern erwartet – am heutigen Donnerstag war es vor Öffnung des Zooeingangs dann endlich soweit: Ein neuer Seehund zog in den Tierpark Nordhorn! Nachdem der weibliche Seehund „Didi“ im Februar diesen Jahres verstarb, waren „Rita“ und „Jolo“ alleine. Während „Rita“ mit fast 36 Jahren schon ziemlich betagt ist, befindet sich „Jolo“ mit seinen 2,5 Jahren noch im Seehund-Jugendalter. Damit es zukünftig wieder Seehundnachwuchs in Nordhorn geben kann, zog nun mit „Lotte“ eine junge Seehunddame aus Rostock in die Wohngemeinschaft im Seehundbecken. „Da „Lotte“ mit ihren 2,5 Jahren ebenfalls noch in der Jugendphase steckt, hat vor allem „Jolo“ gerade großes Interesse an seiner neuen Mitbewohnerin gezeigt,“ so Kurator und Inspektor Dr. Dirk Wewers nach der unkomplizierten Zusammenführung der drei Seehunde. „Bis sich die beiden aber zu einem Zuchtpaar mausern werden, dauert es voraussichtlich noch mindestens 2 Jahre, denn weibliche Tiere werden in der Regel erst im Alter von 3 bis 4 Jahren, Bullen meist sogar erst mit 5 Jahren geschlechtsreif!“ ergänzt der Biologe. Revierleiter Tom ten Tusscher zeigte sich hoch erfreut über den Zuwachs in seinem Revier: „Schon mit der Ankunft von „Jolo“ im vergangenen Jahr kam viel Leben in unsere kleine Seehundgruppe. „Lotte“ ist nun die passende Partnerin für den quirligen Kerl!“ Gespannt ist der Revierleiter vor allen Dingen auf die ersten Schau- und Informationsfütterungen. Die Rostocker KollegInnen haben dem kleinen Seehund durch permanentes Training schon viel beigebracht. Es bleibt abzuwarten, ob und wie schnell sie dieses auch im öffentlichen Training in Nordhorn zeigen wird. Die Fütterungen bei den Seehunden finden täglich um 11.15 Uhr und 15.30 Uhr statt.

Zoo Dresden 12.05.2022
Riesenschildkröten beziehen ihr Sommerquartier
Unsere drei Aldabra-Riesenschildkröten sind heute wieder auf ihre Außenanlage gezogen. Mit einem Zoo-Fahrzeug wurden Hugo II, III und IV zum Sommerquartier gefahren und legten die letzten Meter unter Beobachtung von Pflegern und Besuchern selbstständig zurück. Die tropischen Reptilien benötigen ständige Temperaturen von über 20 – 25° C, weshalb sie während der kälteren Jahreszeit ab ca. Ende September in einer für Besucher nicht einsehbaren Innenanlage leben. Nun reichen die Temperaturen, um die Besucherlieblinge wieder auf ihrer Schauanlage gegenüber der Tundravoliere zu präsentieren. Auf der großzügigen Außenanlage steht unseren drei Hugos nun nicht nur ein reichhaltiges Futterangebot sondern auch ein größerer Bewegungsradius zur Verfügung. Je nach Wetterlage bietet die Anlage zudem Schatten- als auch Sonnenplätze sowie ein kleines Wasserbecken. Vor kühleren Nachttemperaturen schützt ein beheizter Stall, der jedoch nicht für die dauerhafte Innenhaltung konzipiert ist. Daher wird es für die Riesenschildkröten im neuen Orang-Utan-Haus eine neue Innen- als auch Außenanlage geben. Der Grundstein für das neue Haus wurde im April gelegt – Fertigstellung und Umzug der Tiere ist für Herbst 2023 geplant. Vor dem Umzug in die Sommeranlage nutzten die Pfleger die Möglichkeit, die Tiere zu wiegen. Mit stattlichen 219 kg bringt Hugo IV am meisten auf die Waage und benötigte daher auch am längsten für den kurzen Fussmarsch auf die Sommerwiese. Während Hugo II + III bereits am frischen Gras knabberten, wartete Revierleiter Michael Hoffmann geduldig, bis auch Hugo IV den letzten Schritt in die Anlage gesetzt hatte.

Tiergarten Nürnberg 12.05.2022
Nachwuchs bei Weißgesichtssakis und Kronenmakis
Im Tiergarten der Stadt Nürnberg gibt es Nachwuchs bei zwei Primatenarten: den Weißgesichtssakis und den Kronenmakis. Beide Jungtiere halten sich bereits in ihren Gruppen auf und sind für Besucherinnen und Besucher zu sehen. Der Tiergarten beteiligt sich mit beiden Primatenarten am Europäischen Zuchtprogramm EEP, das dem Aufbau gesunder und stabiler Populationen innerhalb der europäischen Zoos dient und somit zum Erhalt bedrohter Arten beiträgt. Bei den Kronenmakis, die im Eingangsbereich des Tiergartens neben den Pavianen zu sehen sind, kam Ende April ein Jungtier zur Welt. Es ist bereits das dritte Maki-Jungtier, das in Nürnberg geboren wurde. Die Gruppe ist damit auf fünf Tiere angewachsen. Noch klammert es sich meist eng an seine Mutter und lässt sich von ihr herumtragen. Der Nachwuchs bei den Sakis im Manatihaus wurde Ende März geboren. Auch hier verbrachte das Jungtier die ersten Wochen nach der Geburt auf dem Rücken seiner Mutter, die sich gerne ins Blätterwerk zurückzog und nur für geduldige Beobachter zu sehen war. Inzwischen wagt der junge Saki aber schon die ersten Ausflüge alleine. Die Saki-Gruppe besteht aktuell aus vier Tieren. Teil des Europäischen Zuchtprogramms EEP Die Zucht der Nürnberger Weißgesichtssakis und Kronenmakis wird im Europäischen Zuchtprogramm EEP (EAZA ex situ-Programm) koordiniert. In diesen Programmen züchten Zoos koordiniert Tierarten, um stabile Populationen außerhalb ihres natürlichen Lebensraums aufrechtzuerhalten. So soll auch das Aussterben von stark gefährdeten Arten verhindert werden. „Die Zerstörung von Lebensräumen, der menschengemachte Klimawandel, illegaler Wildtierhandel und Wilderei sind die treibenden Ursachen für das Aussterben von immer mehr Tierarten. Die koordinierte und gezielte Zucht in menschlicher Obhut wird für den Erhalt vieler Tierarten deshalb immer wichtiger“, sagt Diana Koch, Kuratorin im Tiergarten Nürnberg. Kronenmaki: Botschafter für Natur- und Artenschutz auf Madagaskar Kronenmakis (Eulemur coronatus) gehören zur Familie der Lemuren und kommen ausschließlich an der Nordspitze Madagaskars vor. Auf der Insel im Osten von Afrika leben die Kronenmakis hervorragend angepasst an ihre Umgebung in trockenen und halbtrockenen Laubwäldern. Ihr Verbreitungsgebiet umfasst gerade einmal gut 20 000 Quadratkilometer Seite 2 von 2 und ist damit kleiner als Ober-, Mittel- und Unterfranken zusammen. Ihren Namen verdanken die Kronenmakis der schwarzen „Fellkrone“ auf dem Oberkopf des männlichen Tieres, die im starken Kontrast zu der orangefarbenen Fellumrandung seines Gesichts steht. Kronenmakis gelten laut Weltnaturschutzunion IUCN als „stark gefährdet“. „Auf Madagaskar gingen seit 1950 rund 50 Prozent der Waldflächen verloren. Besonders dramatisch ist das vor dem Hintergrund, dass die meisten Tier- und Pflanzenarten auf Madagaskar ausschließlich dort vorkommen, also endemische Arten sind. Dazu gehören auch die stark bedrohten Lemurenarten wie der Kronenmaki“, sagt Koch. „Bereits etwa 30 Prozent aller Lemurenarten sind laut IUCN vom Aussterben bedroht. Durch eine nicht nachhaltige Nutzung der Wälder und eine ebenso wenig nachhaltige Jagd nehmen die Bestände leider immer weiter ab. Der Kronenmaki fungiert deshalb auch als Botschafter für den Arten- und Naturschutz auf Madagaskar.“ Erfolgreiche Zucht von Weißgesichtssakis seit 2018 Weißgesichtssakis (Pithecia pithecia) gehören zur Familie der Neuweltaffen und kommen in Regen- und Gebirgswäldern im nordöstlichen Südamerika vor. Dort halten sie sich bevorzugt in den mittleren und unteren Baumregionen auf und kommunizieren untereinander mit zwitschernden Rufen und Pfiffen. Obwohl sie äußerst agil klettern können, sind sie dank ihrer kräftigen Hinterbeine häufig bei weiten Sprüngen zu beobachten. Die Männchen sind deutlich an der weißen Gesichtsmaske zu erkennen. Die Weibchen haben ein dunkel gefärbtes Gesicht mit zwei schmalen, hellen Streifen. Die Weltnaturschutzunion IUCN stuft die Art noch als „nicht gefährdet“ ein, wobei auch hier die Bestände vor allem durch den Verlust von Lebensraum zurückgehen. Weißgesichtssakis haben ein zurückhaltendes Wesen und ernähren sich hauptsächlich von Blättern und Früchten. Dadurch lassen sie sich leicht mit anderen Tierarten vergesellschaften und in begehbaren Anlagen wie dem Manatihaus im Tiergarten halten. Die aktuelle Saki-Gruppe lebt seit Frühjahr 2018 im Manatihaus. Auch vorher gab es bereits Sakis im Tiergarten, dabei handelte es sich allerdings um eine Junggesellen-Gruppe. Auf Empfehlung des EEP begann der Tiergarten 2018 schließlich mit der Zucht und bekam in diesem Zug ein Weibchen. Seitdem wurden im Tiergarten vier Jungtiere geboren.

Alpenzoo Innsbruck-Tirol 12.05.2022
Alpenzoo-Briefmarken zum 60. Geburtstag
Der Alpenzoo feiert dieses Jahr seinen 60. Geburtstag und hat für seine Besucher so einiges geplant. Nun kommt zum Jubiläumswein und den bevorstehenden neuen Gehegen für Dachs und Fuchs auch ein exklusiver 60-Jahre Alpenzoo Briefmarken-Bogen dazu. Die erste neue Briefmarkensammlung des Alpenzoo seit 10 Jahren. Diese zeigt die wundervolle Artenvielfalt, welche der Alpenzoo zu bieten hat. Jede Briefmarke zeigt ein anderes Tier des Alpenzoo. Ein großer Dank gilt hier dem Philatelistenklub Olympisches Dorf, der den Alpenzoo hier direkt unterstützt hat und die Produktion der Briefmarken möglich gemacht hat. Zusätzlich zu den neuen Marken können sich die Zoobesucher ab sofort auch eine Ausstellung mit allen Briefmarken des Alpenzoo der letzten 60 Jahre ansehen. Die angehängten Dateien dürfen kostenfrei verwendet werden. Als Quelle ist der Alpenzoo zu nennen. Wir würden uns sehr über eine Berichterstattung freue

Zoo Salzburg 12.05.2022
Eine echte Premiere: Zoo Salzburg startet spannende wie lehrreiche Hörspielreihe für Kinder
„Wir freuen uns riesig, dass die erste Folge unseres Hörspiels über Emil Eichhorn und seine Abenteuer im Zoo Salzburg jetzt online ist. Das ist für uns eine echte Premiere und wir sind schon sehr gespannt auf die Reaktionen“, bemerkt Geschäftsführerin Sabine Grebner. Mit dem heutigen Tag ist die etwa 20-minütige Auftaktfolge „Schwingen und springen bei den Gibbons“ über alle gängigen Plattformen wie Spotify oder Apple Podcasts abrufbar. Außerdem kann sie über die Website des Zoo Salzburg unter salzburg-zoo.at/erlebnis/kinderhoerspiel angehört werden. In erster Linie richtet sich die Hörspielreihe an Kinder von vier bis 12 Jahren. „Aber Mama und Papa dürfen natürlich gerne mithören und Emils Abenteuer ebenfalls verfolgen“, ergänzt Sabine Grebner. Die zweite Folge wird im Sommer 2022 erscheinen und führt Emil Eichhorn zu den Brillenpinguinen. „Der Anspruch bei diesem Projekt war und ist eine Möglichkeit zu schaffen, Kinder auch außerhalb eines Zoobesuchs zu erreichen und ihnen auf eine kurzweilige, aber effektive Art und Weise etwas über das Leben der Tiere zu vermitteln“, erklärt Zoopädagogin Angelika Lumetzberger. Dafür eignet sich die Figur des Emil Eichhorn bestens, denn Emil ist ein ebenso neugieriges wie abenteuerlustiges Eichhörnchen-Kind. Zusammen mit Mama und Papa Eichhorn bewohnt er eine gemütliche Baumhöhle in der mächtigen, alten Eiche am Eingang des Zoo Salzburg. Weil Emils Tatendrang täglich wächst, lassen seine Eltern ihren Sprössling zusammen mit dem klugen und erfahrenen Raben Ricki die Welt des Zoos erkunden. In jeder Folge erlebt Emil Eichhorn ein neues Abenteuer und nimmt seine Hörer mit zu seinen spannenden und zugleich lehrreichen Ausflügen. In der ersten Folge ist bei Emil die Aufregung groß. Emil Eichhorn begibt sich auf sein erstes Abenteuer ohne Mama und Papa. Es führt ihn zu den beiden Weißhandgibbons Samuk und Maya. Dann erfahren die kleinen und großen Hörer auch, weshalb der Ausflug mit einem unfreiwillig genommenen Bad beginnt und welche Rolle Samuks Lieblingsball spielt.

Tiergarten Hellabrunn München 11.05.2022
Neue Haie im Hellabrunner Aquarium
Nachdem im Februar der letzte der verbliebenen Schwarzspitzen-Riffhaie aus tiermedizinischen Gründen in hohem Alter eingeschläfert worden war, wurde das Haibecken im Hellabrunner Aquarium mittels Modernisierungsarbeiten für neue Bewohner bezugsfertig gemacht. Diese Woche sind zwei Schwarzspitzen-Riffhai-Weibchen ins Hellabrunner Haibecken eingezogen. Ebenfalls neu zu entdecken sind im Becken nebenan zwei Korallen-Katzenhaie. Neugierig erkunden die beiden Schwarzspitzen-Riffhaie ihre neue Umgebung im Hellabrunner Haibecken, wo ihnen über 100.000 Liter Salzwasser zur Verfügung stehen. Neben einer großen Netzmuräne leisten noch diverse kleinere Riffbewohner den Neuankömmlingen Gesellschaft. Die beiden Haie sind Schwestern, die im August 2020 im SeaLife Oberhausen geboren wurden. In europäischen Zoos und Aquarien werden Schwarzspitzen-Riffhaie erfolgreich gezüchtet und im Rahmen eines Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) zwischen Zoos und Aquarien ausgetauscht, um eine Reservepopulation für diese Tierart zu schaffen. Der Tierpark Hellabrunn hat als Teil des EEP zwei junge Weibchen aufgenommen, die hier aufwachsen sollen und den Tierparkbesucheran als Botschafter ihrer Art die Schutzbedürftigkeit dieser Tiere und ihres Lebensraums zeigen. Denn in ihrer natürlichen Heimat, den Küstenregionen des Indischen Ozeans und um die Inselgruppen des westlichen Zentralpazifiks herum, leiden Schwarzspitzen-Riffhaie unter der Zerstörung ihrer Habitate und Wasserverschmutzung, werden aber auch als Nahrungsquelle bejagt. Die Art wird daher auf der Roten Liste der IUCN (International Union for Conservation of Nature) als „gefährdet“ eingestuft. Doch neben den Schwarzspitzen-Riffhaien hat Hellabrunn noch weitere charismatische Mitbewohner in seinem Aquarium aufgenommen. Zeitgleich sind in das Nachbarbecken der Schwarzspitzen-Riffhaie zwei männliche Korallen-Katzenhaie eingezogen, die ab sofort als neue Hai-Art in Hellabrunn gepflegt werden. Die Tiere werden circa 70 cm lang, haben eher zurückgebildete Flossen, aber mit ihrer braunen Grundfarbe und den hellen Flecken ein insgesamt elegantes Erscheinungsbild. Die üblicherweise bodenlebenden Fische trifft man in der Natur zumeist in Küstennähe an, wo sie sich von Fischbrut, Garnelen, kleineren Fischen sowie Schnecken oder Muscheln ernähren. „Hellabrunn unterstützt mit der Aufnahme der beiden männlichen Korallen-Katzenhaie das Europäische Monitoring-Programm dieser mittlerweile durch die IUCN als ‚potenziell gefährdet‘ eingestuften Fischart. Auch der Lebensraum dieser Meeresbewohner im Pazifik wird durch menschengemachte Eingriffe immer weiter zerstört, was negative Auswirkungen auf den Gesamtbestand hat.“ erklärt Lena Bockreiß, Zoologin und zuständige Kuratorin in Hellabrunn. „Darüber hinaus planen wir, die beiden Korallen-Katzenhaie in absehbarer Zeit mit zwei männlichen Epauletten-Haien zu vergesellschaften, die den Tierbesatz mit dem gemeinsamen Lebensraum des westlichen Südpazifiks hier sinnvoll abrunden.“, so Bockreiß weiter. Hellabrunns Vorstand und Tierparkdirektor Rasem Baban ergänzt: „Es ist uns als wissenschaftlich geführter Zoo sehr wichtig, zunehmend bedrohte und gefährdete Arten in Hellabrunn zu pflegen und eng vernetzt mit den europäischen Erhaltungszucht- und Monitoring-Programmen zusammenzuarbeiten. Zudem sind wir im Hellabrunner Aquarium gerade dabei, unsere Edukationsbeschilderung sukzessive zu überarbeiten. Die Edukation wird im Sinne der Barrierefreiheit mit besseren Monitoren sowie mit Tierinformationen, die in einfacher Sprache gefasst sind, ausgestattet.“

Alpenzoo Innsbruck 11.05.2022
Das TOP OF INNSBRUCK PLUS Ticket inkludiert die Fahrt mit den Nordkettenbahnen und den Besuch im AlpenzooFamilie Ruosch aus der Schweiz hat heute Vormittag nicht schlecht gestaunt, als sie beim Ticketkauf von Nordkettenbahnen Geschäftsführer Thomas Schroll und Alpenzoodirektor André Stadler überrascht wurde. Das Schweizer Ehepaar war der 15.000ste Käufer des 2020 ins Leben gerufene TOP OF INNSBRUCK PLUS Ticket. Im Eintrittspreis sind die Highlights der Nordkette, die Fahrt mit den Bahnen zum TOP OF INNSBRUCK und der Besuch im Alpenzoo, inkludiert. „Wir freuen uns, dass wir mit dem Alpenzoo als starken und wichtigen Partner dieses Ticket gemeinsam entworfen haben. Trotz zwei schwieriger Saisonen sind die Verkaufszahlen deutlich gestiegen, was für den Erfolg dieses Erlebnisses spricht“, so Thomas Schroll, Geschäftsführer der Nordkettenbahnen. „Uns ist es wichtig, dass wir die besten Attraktionen Innsbrucks in Kombination zu einem attraktiven Preis für unsere Gäste anbieten können“, ergänzt Alpenzoodirektor Andre Stadler. Familie Ruosch durfte sich über kostenlose Tickets, einen Nordkette-Erinnerungsrucksack und eine zünftige Brettljause im Restaurant Seegrube freuen.

Zoo Zürich 11.05.2022
Neues Pony im Kinderzolli
Die Ponyherde im Kinderzolli hat Zuwachs erhalten: die weisse Stute Cacahuète (10). Seit dem 13. März ist sie der «kleine grosse Star» der Gruppe, denn sie ist mit ihrer Widerristhöhe von lediglich einem Meter die Kleinste in der Herde. Cacahuète stammt von einer privaten Halterin im Kanton Aargau und hat sich gut im Zoo Basel eingewöhnt. Nun heisst es für sie, den Kinderzolli-Alltag kennenzulernen. Die Freude über das neue Shetlandpony im Zolli ist gross. Die am 13. April 2012 geborene Stute Cacahuète ist eine Schönheit mit Charakter. Sie hat ein gepflegtes weisses Fell, ist aufgeweckt, neugierig und ziemlich unerschrocken im Umgang mit anderen Zoo-Tieren und dem Publikum. Die Kleinste im Bunde, wobei für ein Shetlandpony durchschnittlich gross, nimmt ihre neue Umgebung erstaunlich gelassen und hat sich gut in die Herde integriert. Zum Zoo Basel gestossen ist sie von einer privaten Halterin im Kanton Aargau. Dort lebte Cacahuète einige Jahre in einer Pferdegruppe und hatte auch bereits Kinder um sich. Ihren Namen verdankt sie ihrem ersten Besitzer aus dem Berner Jura. Gesundheitskontrolle und Eingewöhnung Bei Ankunft im Zoo Basel werden alle Tiere einem routinemässigen Check-up unterzogen – so auch Cacahuète. Das Tierärzte-Team ermittelt den allgemeinen Gesundheitszustand und stellt unter anderem durch die Entnahme von Kotproben sicher, dass keine unerwünschten Krankheitserreger eingeschleppt werden. Nachdem Cacahuète seitens Veterinärmedizin für die Integration in die Zolli-Familie «freigegeben» wurde, fand eine langsame Angewöhnung an die Ponyherde statt. Zunächst wurde die weisse Stute mit den älteren Shetlandponys Lozère, Ohitako, Sunshine und Wilma zusammengeführt. In einem zweiten Schritt kam die als dominant bekannte Peggy hinzu. Cacahuète liess sich nicht beeindrucken – die beiden gehen sich einfach aus dem Weg. Am meisten Bedenken hatten die Tierpflegenden bei Wilco, dem Grössten der Gruppe. Diese erwiesen sich jedoch als unbegründet. Seit der ersten Begegnung weicht er nicht mehr von der Seite seiner neuen Mitbewohnerin. Für Cacahuète ist es nun Zeit, den Kinderzoo-Alltag kennenzulernen. Das bedeutet, sich von verschiedenen Kindern und Jugendlichen führen zu lassen oder beim Hufe auskratzen ruhig hinzuhalten. Kinderzoo – ein Angebot fürs ganze Jahr Im Kinderzolli können Kinder und Jugendliche in der Tierpflege mitarbeiten. Sie putzen die Ställe und Aussenanlagen, bereiten Futter zu und füllen die Tränken mit Wasser. Sind die Grundbedürfnisse der Tiere gedeckt, so reicht es vielleicht noch für einen Spaziergang mit den Ponys oder für die Fellpflege. Cacahuète geht bereits mit auf die Pony-Spaziergänge. Das Angebot steht Kindern ab acht Jahren offen; ohne Anmeldung, an 365 Tagen im Jahr. Von Ponys und Pferden Ponys sind kleine Pferde. Per Definition wird ein Pferd mit einer Widerristhöhe von weniger als 1.48 Metern als Pony bezeichnet. Gemessen wird vom Boden bis zum Übergang zwischen Hals und Rücken. Das Shetlandpony ist eine der kleinsten Ponyrassen. Im 19. Jahrhundert wurde es aufgrund seiner geringen Körpergrösse, seiner grossen Kraft und Ausdauer als Grubenpferd in den Kohlebergwerken Nordenglands eingesetzt. Heute sind Shetlandponys insbesondere beliebt als Reit- und Wagenpferd für Kinder. An ihren kühlen und windigen Lebensraum angepasst, besitzen sie einen kompakten Körperbau, eine volle Mähne, ein dichtes Winterfell, einen buschigen Schweif und kleine Ohren. Im Zoo Basel leben neben den fünf Shetlandponys (ein Wallach und vier Stuten) drei Welshponys (zwei Wallache und eine Stute). Als Wallache werden kastrierte Männchen bezeichnet. Von den insgesamt acht Ponys sind sechs über 25 Jahre alt. Wilma, das älteste Shetlandpony, wird im Mai 38. Die durchschnittliche Lebenserwartung von Ponys liegt bei rund 30 Jahren.

Tierpark Bern 11.05.2022
Aller guten Dinge sind drei – Wildkatzen-Jungtiere im Tierpark Bern
Es tut sich etwas in der Wildkatzenanlage im Dählhölzli-Zoo. Drei kleine Wildkatzen sorgen für viel Unterhaltung bei Jung und Alt. Am letzten Wochenende hat das Wildkatzen-Weibchen ihre drei Katzenjungen, die am 8. April 2022 geboren wurden, vom Stall in die Aussenanlage gezügelt, zur Freude der Gäste. Mit etwas Geduld und Adleraugen können nun Besucher*innen die Jungtiere beim «Spielen» erleben und dabei beobachten, wie diese ihr Jagdgeschick trainieren. Bei der Geburt wiegen junge Wildkatzen nur gerade 45 Gramm. Dies entspricht ungefähr dem Gewicht eines «Mütschli». Auf uns Menschen wirken die Kleinen herzig. Doch das täuscht, denn ausgewachsene Wildkatzen sind nicht zähmbare Raubtiere. Die Wildkatze ist in Europa nach IUCN (Weltnaturschutzunion) nicht gefährdet. In der Schweiz allerdings gilt die Wildkatze als eine der beiden einheimischen Raubkatzen – gemäss der im Auftrag des BAFU erstellten Roten Liste – als stark gefährdet. Nach KORA (Koordinationsstelle für Raubtierökologie und Wildtiermanagement) besteht die grösste Bedrohung durch die Hybridisierung (Artenkreuzung) mit der omnipräsenten Hauskatze, die hingegen von der nubischen Falbkatze abstammt. Hybridisierung kann zur Bedrohung werden für eine Art, die nur noch in einer kleinen Populationsgrösse und in fragmentierten Populationen vorkommt indem sie zum genetischen Verschwinden der Art führen kann. In ihrer neuen Umgebung werden unsere kleinen Raubtiere viel zu entdecken haben, bietet die Anlage neu auch Unterschlupf für Waldmäuse, Mauereidechsen, Insekten und Vögel. Die Anlage wurde Anfang Jahr von den engagierten Tierpflegenden verbessert, sodass ein vielfältigerer Lebensraum für die Wildkatzen entstand.

Zoo Wuppertal 10.05.2022
Edwardsfasane – Neue hoch bedrohte Tierart im Grünen Zoo Wuppertal
Eine sehr seltene Fasanenart ist im Grünen Zoo Wuppertal eingezogen – der Edwardsfasan. Das junge Zuchtpaar stammt von Züchtern der WPA (World Pheasant Association) und hat zunächst eine Zeit in der Quarantänestation hinter den Kulissen verbracht. Der eigentlich schon für einen früheren Zeitpunkt geplante Umzug verzögerte sich zusätzlich, weil die Edwardsfasane in der Quarantäne-Station überraschend zu brüten begonnen hatten und das Brutgeschäft durch den Umzug nicht gestört werden sollte. Als aber aus diesem Gelege nach Ablauf der Brutzeit keinen Nachwuchs schlüpfte, konnte der Umzug stattfinden. Die beiden knapp einjährigen Edwardsfasane bewohnen jetzt gemeinsam mit den Jägerliesten eine Voliere. Ein extra für die Fasanen umgebauter Innenstall sorgt dort für geeignete Rückzugsmöglichkeit und Witterungsschutz. Wie bei vielen anderen Vogelarten gibt es auch bei den Edwardsfasanen markante optische Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Der Hahn ist prächtig blaugrün und schillernd gefärbt, die Henne allerdings lediglich erdbraun. Nur die Hähne tragen eine weiße und aufstellbare Haube. Im Gegensatz zu den sehr ähnlichen und nah verwandten Vietnamfasanen fehlen Edwardsfasanen die weißen Schwanzfedern. Sie gehören zu den Hühnervögeln und können inklusiv Schwanz eine Größe von 58 – 65 cm und ein Gewicht von 1.050 – 1.115 g. Die Lebenserwartung liegt bei bis zu 10 Jahren. Ein Gelege besteht meist aus 4 – 7 cremefarbenen Eiern und wird 21 Tage lang von der Henne bebrütet. In ihrer Heimat in Zentral-Vietnam ist der Edwardsfasan stark vom Aussterben bedroht. Der noch vorhandene Wildbestand wird aktuell auf nur noch 50 – 250 Tieren geschätzt. Große Teile ihres natürlichen Habitats wurde bis heute durch fortschreitende Abholzung und Auswirkungen des Vietnamkriegs in den 1960er-Jahren zerstört. Auf der Roten Liste der Weltnaturschutzorganisation IUCN wird die Art deshalb als „kritisch bedroht und lokal ausgestorben“ eingestuft. Das ist die höchste Gefährdungsstufe und unterstreicht die kritische Bestandssituation des Edwardsfasans. Dank der Erhaltungszucht in Zoos und bei engagierten Privatzüchtern der WPA wurde die Art bisher in menschlicher Obhut bewahrt. Der Erfolg eines Zuchtprogramms ist nun die einzige Hoffnung, die seltenen Fasanen vor dem Aussterben zu bewahren und langfristig Wiederansiedlungen gezüchteter Tiere zu ermöglichen. Der Grüne Zoo Wuppertal möchte sich mit dem jungen Zuchtpaar im Rahmen des Europäischen Ex-situ-Programms (EEP) aktiv am Aufbau einer eine Reservepopulation der Edwardsfasanen beteiligen, um diese wunderschöne Vogelart zu erhalten.

Naturschutz-Tierpark Görlitz 10.05.2022
Junge Stachelschweine sind keine Ferkel Vier Stachelschweine im Naturschutz- Tierpark Görlitz-Zgorzelec geboren
Skurril sehen sie aus, diese stachelbewehrten Kreaturen mit dem irreführenden Namen. Mit Hausschweinen haben sie allerdings außer dem genussvollen Schmatzen beim Fressen nichts gemein. Stachelschweine gehören systematisch in die Ordnung der Nagetiere, ihre nächsten Verwandten sind somit Meerschweinchen und Chinchillas. Im Görlitzer Tierpark hat die Geburt von vier Jungtieren die Gruppe dieser bezaubernden Großnager auf neun anwachsen lassen. Auf Dauer zu viel, weshalb der Nachwuchs nach etwa einem Jahr aus der WG ausziehen wird. So wie die Jungen des vergangenen Jahres, die kurz vor Geburt der neuen Generation in niedersächsische und mecklenburgische Zoos umgezogen sind. „Stachelschweine kommen nach einer Tragzeit von drei bis vier Monaten voll ausgebildet und sehend zur Welt. Die anfangs noch weichen Stacheln härten nach etwa zwei Wochen aus“, erklärt Tierparkkuratorin Catrin Hammer. „Für die Tierpfleger bedeutet dies, dass eine Geschlechtsbestimmung vor dem Ablauf dieser zwei Wochen erfolgen sollte. Bei der Applikation eines Transponders zur Identifizierung mit etwa zwei Monaten müssen dann schon dicke Handschuhe dabei sein, sonst piekt es.“

Tierpark Nordhorn 10.05.2022
Erfolgreicher Schafauftrieb des Tierpark Nordhorn 17.851,73 Euro für die Naturschutzarbeit übergeben
Mit der Ankunft der 60 Mutterschafe und 110 Lämmer der Bentheimer Schafe im Naturschutzgebiet Tillenberge beginnt offiziell die Weidesaison für die wolligen Naturschützer. Am vergangenen Freitag wurde die Ankunft mit einem Schafauftrieb Im Naturschutzgebiet Tillenbergener Wacholderheide zum ersten Mal nach der Pandemie wieder in Präsenz gefeiert Die Schafe des Tierpark Nordhorn haben die Ablammzeit im Schafstall am Kloster und Missionsgymnasium in Bardel verbracht und konnten nun von den Tierpark-Schäfern Henning Meyer und Ralf Nolten in das Naturschutzgebiet entlassen werden. Hier leisten die Schafe wertvolle Naturschutzarbeit, da der Tierpark Nordhorn als regionales Arten- und Naturschutzzentrum verschiedene Naturschutzflächen, unter anderem die Wacholderheide Tillenberge, betreut. Höhepunkt des Schafauftriebs war die Scheckübergabe der Feinbrennerei Sasse, die in diesem Jahr von Geschäftsführer Rüdiger Sasse höchstpersönlich vorgenommen wurde. Die Feinbrennerei aus Schöppingen unterstützt die Naturschutzarbeit in diesem Jahr mit einem Betrag von 17.851,73 Euro. Das Geld fließt in einen Sonderfond der Naturschutzstiftung und soll zum Erhalt der wertvollen Naturschutzlandschaften in der Region beitragen. Von jedem verkauften Liter „Grafschafter Kräuterwacholder“ der Feinbrennerei Sasse fließt jeweils ein Euro in die Naturschutzarbeit. Die Mitarbeiter des Tierparks sammeln mit Unterstützung des Blekkerhofes in Uelsen regelmäßig die Wacholderbeeren für den Kräuterwacholder in den Grafschafter Naturschutzgebieten. „Wir sind stolz auch in dieses Jahr den Naturschutz in der Region mit dieser großen Summe unterstützen zu können!“ verkündete Rüdiger Sasse für die Feinbrennerei Sasse voller Freude beim diesjährigen Schafauftrieb. „Das Projekt hier in Tillenberge steht auf sicheren Füßen!“ Hartmut Schrap nahm den Scheck als Geschäftsführer der Naturschutzstiftung dankbar entgegen: „Ich möchte der Feinbrennerei Sasse im Namen aller Beteiligten danken. Das Geld ist für unsere Arbeit wichtig, denn ohne die Unterstützung wären viele Projekte nicht möglich!“ „Der Schafauftrieb ist für den Tierpark Nordhorn eine gute Werbung für regionale Produkte, das Bentheimer Landschaf und die Naturschutzarbeit vor Ort,“ ergänzt Tierparkleiter Dr. Nils Kramer. „Nur durch die Landschaftspflege hat das Bentheimer Landschafe eine Überlebenschance!“

Zoo Frankfurt am Main 10.05.2022
Seebärbulle OTTI gestorben
Der Südafrikanische Seebär OTTI ist am 3. Mai gestorben. Bei der Obduktion wurden ein großflächiger Tumor und Metastasen in der Lunge gefunden. Wenige Tage vor seinem Tod stellten die Pflegerinnen und Pfleger fest, dass es dem fast 20 Jahre alten OTTI nicht gut geht. Er verweigerte die Nahrungsaufnahme und hielt sich ausschließlich im großen Wasserbecken auf. Auch mit Fisch und gutem Zureden war er nicht an Land zu bekommen. Um eine veterinärmedizinische Untersuchung zu ermöglichen, wurde am 3. Mai damit begonnen, das Wasser im Becken abzulassen. Zur Untersuchung ist es allerdings nicht mehr gekommen, da der Seebär noch am gleichen Abend verstarb. „Bei der Obduktion im LHL (Landesbetrieb Hessisches Landeslabor) wurden ein großflächiger Tumor, der sich von der Unterhaut tief in die Muskulatur erstreckte sowie dessen Metastasen in der Lunge gefunden“, erläutert Tierärztin Dr. Nicole Schauerte. Die Seebären bewohnen die marinen Gewässer des südlichen Afrikas und leben in einer sogenannten Haremsstruktur mit einem erwachsenen Bullen und mehreren Weibchen. OTTI war über viele Jahre für die Nachzuchten in der Frankfurter Seebären-Gruppe zuständig: Insgesamt 17 Mal hatte er Nachwuchs. Viele seiner Nachkommen leben in Zoos auf der ganzen Welt. Im Dezember 2021 sind seine beiden Söhne EMIL (8) und SAMU (6) nach Brasilien umgezogen. Mit dem Tod von OTTI gibt es zunächst keine Seebären mehr im Zoo Frankfurt. Aktuell werden beide Anlagen in den Robbenklippen von den Seehunden genutzt. Zurzeit ist noch unklar, mit welcher Robbenart die Anlage wiederbesetzt werden kann. Mehrere Möglichkeiten werden aktuell gemeinsam mit den Zuchtbuchkoordinatoren der Europäischen Erhaltungszucht-Programme geprüft. „Wir wollen auf jeden Fall weiterhin Ohrenrobben halten, nicht zuletzt, um die Unterschiede zu den Hundsrobben, zu denen unsere Seehunde gehören, aufzuzeigen. Bei Ohrenrobben sind im Gegensatz zu den noch weiter an das Leben im Wasser angepassten Hundsrobben zum Beispiel noch äußere Ohren sichtbar, daher der Name“, so Schauerte.

Zoologisch-Botanischer Garten Wilhelma Stuttgart 10.05.2022
IUCN-Mitgliedschaft als Zeichen gewachsener internationaler Bedeutung Wilhelma in Weltnaturschutzunion aufgenommen
Die Wilhelma gewinnt im Engagement gegen das Artensterben international weiter an Bedeutung. Hierfür setzt sich der Zoologisch-Botanische Garten in Stuttgart seit einigen Jahren immer stärker ein. Aufgrund ihrer gewachsenen Rolle im weltweiten Einsatz für die Biodiversität ist die Wilhelma jetzt in die auf diesem Gebiet größte und renommierteste Vereinigung aufgenommen worden: die IUCN (International Union for Conser­vation of Nature), bekannt für die „Rote Liste“ der gefährdeten Arten. Die Aufnahme einer Einzeleinrichtung ist eher selten für die Weltnaturschutzunion, in der ansonsten in erster Linie staatliche Institutionen und große Nicht-Regierungs-Organisationen am Tisch sitzen. Um in diesen Kreis zu gelangen, wird die Unter­stützung von zwei aktuellen Mitgliedern und das Votum der IUCN-Versammlung benötigt. „Natur- und Artenschutz dürfen nicht an Grenzen Halt machen. Ein globales Netzwerk kann die Umwelt und ihre Flora und Fauna effektiv schützen“, sagt Finanzstaatssekretärin Dr. Gisela Splett. „Die Wilhelma ist bei internationalen Kooperationen als wissenschaftlich geleitete Institution eine wichtige Partnerin mit Expertinnen und Experten aus Zoologie, Botanik und Tiermedizin.“ Als einer der artenreichsten Zoos und als Botanischer Garten könne der Landesbetrieb langjährige Erfahrung mit der Haltung, Zucht und Gesundheit vieler bedrohter Tierarten sowie der Pflege und Vermehrung seltener Pflanzenarten einbringen, so Splett. Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin sieht in der Mitgliedschaft einen wichtigen Schritt: „Die Aufnahme in die IUCN ist nicht nur ein Beleg unserer Reputation, sondern auch ein Türöffner, um uns in Zukunft ver­stärkter einbringen zu können. Diese Anerkennung zeigt das gewonnene Gewicht der Wilhelma und verleiht ihr noch mehr Gewicht.“ Ziel sei es, Forschung zu begleiten, Projekte zu beraten und Gelder zu generieren, um Programme für den Artenschutz „ex-situ“ und „in-situ“ voranzutreiben: also durch die Nachzucht von Reservepopulationen seltener Arten in menschlicher Obhut und den Erhalt ihrer Lebensräume in den Herkunftsregionen. Die Wilhelma hat ihr Engagement in den vergangenen Jahren immer weiter gesteigert und seit 2019 zirka 2,5 Millionen Euro in rund zwei Dutzend Artenschutzprojekte weltweit investiert, die bei Sonderaktionen der Stabsstelle für Artenschutz und Umweltbildung sowie durch den Artenschutz-Euro beim Kauf von Wilhelma-Eintrittskarten dafür gespendet wurden. Mit ihren mehr als 1.400 Mitgliedsorganisationen in 170 Ländern analysiert die 1948 gegründete IUCN kontinuierlich die Entwicklung der Tierbestände und stuft deren Gefährdungsstatus ein. Sie beobachtet und kategorisiert Schutzgebiete und koordiniert ein „Wissensnetzwerk“ aus zirka 16.000 Fachleuten, die sich in Kommissionen und Regionalkomitees sowie Spezialistengruppen zu bestimmten Arten austauschen. So arbeitet Wilhelma-Direktor Kölpin in der IUCN-Expertengruppe für Asiatische Elefanten mit. Zudem publiziert sie zahlreiche Positionspapiere und hat maßgeblichen Anteil an der Entwicklung internationaler Standards im Umwelt- und Naturschutz, etwa für Auflagen bei dem Handel mit gefährdeten Arten. Bisherige Mitglieder aus Deutschland sind zum Beispiel das Bundesministerium für Umwelt und Naturschutz, das Bundesamt für Naturschutz und die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammen­arbeit sowie der WWF Deutschland und die Zoologische Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz (ZGAP). Die Wilhelma ist nach Leipzig und Köln erst der dritte Zoo hierzulande, der Aufnahme in die Weltnaturschutz­union gefunden hat.

Zoo Zürich 10.05.2022
Koala-Männchen Tarni KOALA-MÄNNCHEN «TARNI» IST DA
Grosse Freude im Zoo Zürich: Gestern Abend ist ein neuer Koala aus Deutschland angekommen. Aktuell befindet sich der zweijährige Tarni in Quarantäne. Danach wird die Australienanlage sein neues Zuhause. Am Montagabend, 9. Mai 2022, ist im Zoo Zürich ein neuer Koala eingetroffen. Das Männchen reiste mit einem Transportfahrzeug aus dem Zoo Duisburg (Deutschland) an. Ein erfahrener Tierpfleger des Zoo Zürich begleitete das Beuteltier während seiner Fahrt. In Zürich befindet Tarni sich nun für die nächsten vier Wochen in Quarantäne. Dies ist für alle Neuankömmlinge so üblich. Ein neues Männchen für die Zucht Koalas (Phascolarctos cinereus) stammen ursprünglich aus Australien. Die Weltnaturschutzunion IUCN führt sie auf der Internationalen Roten Liste als «gefährdet». Tarni ist vor zwei Jahren im Zoo Duisburg auf die Welt gekommen und lebte seither dort. Sein Name stammt aus der Sprache der australischen Ureinwohner. «Tarni kommt im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms EEP in den Zoo Zürich», erklärt Zoodirektor Severin Dressen. «Wir freuen uns, ihn bei uns zu begrüssen. Laut dem Zoo Duisburg ist Tarni, Zitat, ‹ein aufgeschlossenes und neugieriges Koala-Männchen›». Vorderhand für Gäste nicht sichtbar Sobald Tarnis Quarantäne vorbei ist, wird der Koala sein neues Zuhause, die Australienanlage, kennenlernen. Empfangen wird er da von seinen beiden Artgenossen, dem Weibchen Maisy und dem Männchen Uki. Da das Australienhaus wegen Neubepflanzungen zurzeit geschlossen ist, müssen sich die Zoobesucherinnen und Zoobesucher noch ein wenig auf ihr erstes Treffen mit Tarni gedulden. Die Wiedereröffnung des Australienhauses ist auf Ende Juli geplant.

Zoo Gelsenkirchen 10.05.2022
ZOOM Erlebniswelt bietet ab sofort Podcast an
„ranGEZOOMt“ heißt der neue Audio-Podcast der ZOOM Erlebniswelt, der ab jetzt alle vier Wochen zahlreiche spannende Geschichten aus dem Gelsenkirchener Zoo erzählt. Wie der Titel bereits verrät, geht es um einen näheren Blick auf interessante Dinge, die hinter den Kulissen der ZOOM Erlebniswelt passieren: Wissenswertes über bestimmte Tierarten und Tierpersönlichkeiten etwa, Artenschutzthemen oder auch die Arbeit von Zoomitarbeiter:innen aus dem Bereich der Tiermedizin oder Zoopädagogik stehen dabei im Vordergrund. Eine Episode dauert jeweils rund eine halbe Stunde und kann von Zoofans auf der Website der ZOOM Erlebniswelt oder auf verschiedenen Plattformen wie beispielsweise Spotify, Google Podcasts, etc. kostenlos angehört werden. In der ersten Episode beantwortet der Leiter der ZOOM Erlebniswelt, Dr. Hendrik Berendson, viele interessante Fragen rund um den Gelsenkirchener Zoo. Ebenfalls Interviewpartner ist Tierpfleger Jan Schiller, der auch in der zweiten Episode zu hören ist und einen tiefen Einblick in seinen Beruf gibt. Wie wird man Tierpfleger? Welche Herausforderungen bringt der Arbeitsalltag mit sich und wie beschäftigt man einen Löwen, der bis zu 20 Stunden am Tag schläft? Hörer:innen des neuen Podcast dürfen sich auf Hintergrundinfos und Besonderheiten, aber auch auf persönliche Geschichten freuen. Die ZOOM Erlebniswelt wünscht viel Spaß beim Zuhören! Alle Infos zum Podcast gibt es auf der Website der ZOOM Erlebniswelt.

Alpenzoo Innsbruck 09.05.2022
Große Ehre für das Museum in der Weiherburg
Am vergangenen Wochenende wurde in Tartu, Estland, der Europäische Museumspreis vergeben. Dieser Museumspreis wird seit 1977 verliehen. Für die hochkarätige Jury stehen fantasievolle Interpretation und Präsentation, Ausstattung, Finanzen, soziale Verantwortung, Aufklärungsarbeit sowie Marketing und Management im Vordergrund. Das strenge Bewertungsverfahren gipfelt in einer jährlichen Konferenz, an der ca. 300 führende Museumsfachleute teilnehmen. Auf dieser Konferenz stellen die Kandidat*innen ihre Museen vor, im Anschluss werden die Gewinner*innen gekürt. Als eines von nur zwei Museen aus Österreich, war unter den 60 Anwärter*innen für den Hauptpreis auch das Naturkundemuseum in der Weiherburg nominiert. Das Kooperationsprojekt zwischen den Tiroler Landesmuseen und dem Alpenzoo Innsbruck-Tirol präsentierte sich als Vorzeigeprojekt für die Zusammenarbeit zwischen Museum und Zoo. „Für den Sieg hat es zwar leider nicht gereicht, aber es gab dennoch sehr viel positives Feedback für uns und alleine die Nominierung war schon ein großer Erfolg“ schwärmt Zoodirektor Dr. André Stadler. Die Gewinner wurden u.a. in Anwesenheit des Estnischen Staatspräsidenten, Alar Karis, gekürt. „Die Nominierung für diese internationale Auszeichnung bestätigt uns in unserer Arbeit als Landesmuseum und bestärkt uns darin, auch zukünftig auf die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit externen Partner*innen wie dem Alpenzoo zu setzen“, sagte Herr Dr. Peter Assmann, Direktor der Tiroler Landesmuseen, der zusammen mit Herrn Dr. Stadler bei der Preisverleihung in Estland das Museum in der Weiherburg und die Stadt Innsbruck repräsentieren durfte.

Tierpark Hellabrunn München 09.05.2022
Wieder erlebbar in Hellabrunn: Führungen, Vorträge und die Artenschutzbotschafter
Nachdem bereits Anfang April die Einlass- und Sicherheitsregeln in Hellabrunn deutlich gelockert wurden, geht der Münchner Tierpark einen weiteren Schritt in Richtung Normalität: Seit kurzem können wieder ausgewählte Führungen gebucht werden, der erste Live-Vortrag im Artenschutzzentrum ist anberaumt und die ehrenamtlichen Hellabrunner Artenschutzbotschafter sind an bestimmten Info-Mobilen wieder im Dienst. Der Geschäftsbetrieb in Hellabrunn nimmt im Frühjahr weiter an Fahrt auf und gewinnt zusehends seine vorpandemische Erlebnisvielfalt zurück – nach über zwei Jahren Corona-Pandemie, geprägt von Schließungen, Zutrittsbegrenzungen und Hygieneregeln. Ab sofort können für den laufenden Monat Mai bereits wieder erste exklusive Gruppenführungen über das Service-Center des Tierparks gebucht werden. Die offenen Führungen werden dann voraussichtlich ab Mitte Mai für den Monat Juni wieder buchbar sein, in Abhängigkeit personeller Verfügbarkeiten der Zoo-Guides. Kindergeburtstage und Rendez-vous beim Lieblingstier sind allerdings aus Gründen des Infektionsschutzes für Tierpfleger und diverse Tierarten bis auf Weiteres nicht möglich. Inhaber gültiger Gutscheine für Rendez-vous und Kindergeburtstage können diese ab dem 16. Mai 2022 für die Anrechnung zum Kauf anderer Produkte wie z.B. Jahreskarten oder Vorverkaufstickets an den Tierparkkassen verwenden, unter Ausschluss jedweder Barauszahlung von Restbeträgen. Auch in Sachen Umweltbildung und Vermittlung von Tierwissen reaktiviert sich Hellabrunn: Die ehrenamtlichen Artenschutzbotschafter sind ab Mai wieder zunehmend an ihren Info-Mobilen im Mühlendorf und der Polarwelt – also open air – anzutreffen. Sie bieten den Besuchern interessante Hintergrundinformationen, Anschauungsmaterialien und direkte Gespräche zu den Themen Natur- und Artenschutz. Zudem sieht man die engagierten Helfer auch unterwegs mit mobilen Info-Taschen und im Ziegen-Streichelgehege, um mit Rat und Tat interessierten Besucherinnen und Besuchern zur Seite zu stehen. Darüber hinaus öffnet der Vortragsraum im Hellabrunner Artenschutzzentrum wieder seine Türen für eine erste Live-Veranstaltung. Am Dienstag, den 24. Mai 2022 wird Dr. Peter Pratje, Programmleiter der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt (ZGF), live im Artenschutzzentrum und online via Zoom über seine Arbeit für das Orang-Utan-Schutzprojekt Bukit Tiga Puluh in Sumatra berichten. Die genauen Anmeldedaten sind auf der Hellabrunner Website einsehbar, wobei das Platzangebot vor Ort auf 45 Personen begrenzt ist und eine FFP2-Maskenpflicht im Vortragsraum besteht. Tierparkdirektor und Vorstand Rasem Baban ist erleichtert: „Es fühlt sich einfach sehr gut an, dass wir im Rahmen der personellen und regulatorischen Möglichkeiten unser Bildungs- und Erlebnisangebot weiter hochfahren dürfen und können, nachdem wir bereits seit ein paar Wochen unsere täglichen Tierpfleger-Treffpunkte und kommentierten Fütterungen wieder aufgenommen haben. Dass diese Entwicklung von vielen unserer Gäste honoriert wird, belegen auch die sich positiv entwickelnden Besucherzahlen, was uns nach zwei langen und schwierigen Pandemie-Jahren gut tut.“

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