Zoopresseschau

Tiergarten Kleve 14.04.2022
Das erste Reptil im Klever Tiergarten
63 Jahre ist der Tiergarten in Kleve alt- vergangenen Dienstag ist das erste Reptil in 63-jährigen Geschichte eingezogen: Eine Spaltenschildkröte. „Ursprünglich kommt die Spaltenschildkröte aus dem östlichen Afrika und flüchtet hier mit ihrem flachen Panzer in enge Felsspalten. Wenn sie nun ihre Lungen aufbläht, ist sie fest in der Felsspalte verankert und optimal vor möglichen Fressfeinden geschützt“, erklärt Tierpflegerin Anna Liebeton. „Daher haben wir das Terrarium mit zahlreichen Steinen und Ästen so eingerichtet, dass die neue Spaltenschildkröte genug Schutz- und Versteckmöglichkeiten findet.“ Mit einer Länge von 15 bis 20 cm ist die Spaltenschildkröte eine kleine afrikanische Landschildkrötenart, die insbesondere aufgrund des illegalen Haustierhandels von der IUCN Roten Liste als „vom Aussterben bedroht“ eingestuft wird. Der im Vergleich zu anderen Landschildkrötenarten relativ dünne und biegsame Panzer bietet keinen optimalen Schutz vor Beutegreifern, weswegen die namensgebende Versteckweise in Felsspalten praktiziert wird. Als Bewohner der Dornbuschsavanne kann die Spaltenschildkröte hervorragend klettern.Tiergartenleiter Martin Polotzek freut sich sehr über diesen besonderen Neuzugang, der jetzt gemeinsam mit einem Rüsselspringer das Terrarium neben den Erdmännchen bewohnt: „Nach langer Suche haben wir nun eine männliche Spaltenschildkröte aus dem Zoo Neuwied übernehmen können, für die wir natürlich noch nach einer passenden Partnerin Ausschau halten. So können wir uns dann hoffentlich bald schon an der Erhaltungszucht dieser bedrohten Reptilienart beteiligen und unseren Beitrag dazu leisten, dass die Spaltenschildkröte trotz derzeit abnehmender Bestandszahlen nicht ausgerottet wird.“

Tiergarten Nürnberg 14.04.2022
Löffler, Waldrapp, Pelikane: Wieder mehr Vogelarten im Tiergarten zu sehen
Im Tiergarten der Stadt Nürnberg sind nach dem Winter mehrere Vogelarten in ihre Volieren und Anlagen zurückgekehrt. In der begehbaren Großvoliere neben der Fischkatzenanlage sind nun wieder die Löffler und Waldrappe zu sehen und an den Weihern im südlichen Bereich des Tiergartens halten sich wieder Pelikane, Störche und Gänse auf. Die Vögel haben die kalten Monate in frostfreien Winterquartieren verbracht. Bei der sogenannten „Auswinterung“ arbeiten Tierpflegende und Veterinäre eng zusammen. Denn jedes Tier wird bei der Gelegenheit untersucht: „Wenn die Vögel im Winter in den Stall kommen und im Frühjahr wieder ins Freie, nutzen wir die Gelegenheit für einen tiermedizinischen Check“, sagt Dr. Katrin Baumgartner, Tierärztin im Tiergarten Nürnberg. Jedes der Tiere wird zunächst gewogen und auf den Ernährungszustand hin untersucht. Bei den Löfflern, Waldrappen und Pelikanen kontrolliert das Tierarztteam anschließend die Schnäbel, Füße, Zehenballen und Krallen. Dabei achten sie besonders auf Auffälligkeiten wie Risse oder Wucherungen. Die Ergebnisse werden genau notiert, um die Entwicklung der Tiere im Auge behalten zu können. Am Ende bekamen die Vögel noch eine Impfung gegen Rotlauf – eine Infektionskrankheit, die besonders bei fischfressenden Vögeln auftreten kann. Vögel bleiben so lange wie möglich im Freien Die Löffler und Waldrappe sind im Dezember in ihre Winterquartiere gezogen – diese Stallungen grenzen direkt an die Anlage an. „Uns ist wichtig, dass die Tiere so lange wie möglich im Freien bleiben können. Den Aufenthalt im Stall wollen wir so kurz wie möglich halten. Sobald kein Dauerfrost mehr zu erwarten ist, dürfen die Tiere wieder nach draußen. Sollten im Frühjahr doch noch frostige Nächte kommen, ist das kein Problem: Die Tiere können sich jederzeit in den Stall zurückziehen“, sagt Dr. Hermann Will, Tierarzt im Tiergarten Nürnberg. Anders als die Löffler sind die Waldrappe normalerweise das ganze Jahr über in der Voliere. Frostige Temperaturen machen ihnen wenig aus. Wegen der schweren Vogelgrippe-Welle, die in den letzten Monaten durch Europa zog, haben sie diesen Winter allerdings auch im Stall verbracht. Dr. Katrin Baumgartner: „Wir haben die Gefahren, die von der Vogelgrippe ausgehen, sehr ernst genommen – auch wenn wir glücklicherweise kein infiziertes Tier im Tiergarten hatten. Bevor die Vögel ins Freie kamen, Seite 2 von 3 hatten wir uns deshalb eng mit dem Veterinäramt abgestimmt. Da es hier in der Region nur vereinzelte Fälle der Vogelgrippe gab, haben wir uns gemeinsam entschieden, die Tiere jetzt auf die Anlagen zu lassen.“ Pelikane wieder auf den Weihern Die Rosa- und Krauskopfpelikane sind ebenfalls im Dezember in ihr Winterquartier gezogen. Dieses befindet sich auf Gut Mittelbüg in Schwaig, einer Außenstelle des Tiergartens. Ausschlaggebend für den Umzug ins Winterquartier ist hier die Eisschicht auf den Weihern. Wird diese zu dick, können die insgesamt 25 Pelikane dort kaum noch schwimmen. Zudem könnten Beutegreifer wie Füchse auf dem zugefrorenen Weiher zu den Ruheplätzen der Vögel gelangen. Da nun kein länger anhaltender Frost mehr zu erwarten ist, sind die Tiere letzte Woche an die Weiher zurückgekehrt – und mit ihnen acht Weißstörche, vier Streifengänse und eine Kanadagans. Auch sie haben die Wintermonate in frostfreien Quartieren auf Gut Mittelbüg verbracht. Krauskopfpelikane (Pelecanus crispus) kommen in Südosteuropa und Asien an Meeren und großen Binnengewässern vor. Die Weltnaturschutzunion IUCN stuft die Art als „potentiell gefährdet“ ein. Die Rosapelikane (Pelecanus onocrotalus) leben in weiten Teilen Afrikas sowie in Südosteuropa und Asien. Mit teilweise über drei Metern Flügelspannweite zählen sie zu den größten Wasservögeln. Waldrappe gelten als „stark gefährdet“ Waldrappe (Geronticus eremita) gibt es bereits seit den 1960er Jahren im Tiergarten Nürnberg – zunächst am Flusspferdhaus und seit 1999 in der Großvoliere neben der Fischkatzenanlage. In der Natur ist die Ibisart nur noch in Marokko anzutreffen. Bis Mitte des 17. Jahrhunderts war sie auch in Mitteleuropa heimisch. Nicht nachhaltige Bejagung und Lebensraumzerstörung führten jedoch zum Rückgang der Kolonien. Die Weltnaturschutzunion IUCN stuft den Waldrapp heute als „stark gefährdet“ ein. Wiederansiedlungsprojekte sollen die Art wieder in der Wildbahn etablieren. Auch der Tiergarten Nürnberg beteiligt sich an diesen Vorhaben: Im Rahmen des Projekts „Proyecto Eremita“ hat er zuletzt Ende 2019 vier Waldrappe nach Spanien abgegeben. Die Vögel verbrachten einige Monate in einer Auswilderungsvoliere, ehe sie im März 2020 an der andalusischen Atlantikküste ausgewildert wurden. Gemeinsam mit dem Zoobotanico Jerez de la Frontera unterstützt der Tiergarten Nürnberg das „Proyecto Eremita“ seit 2018 – bislang mit acht im Tiergarten geschlüpften Waldrappen. Die elf Waldrappe im Tiergarten teilen sich die Voliere mit vier Löfflern Seite 3 von 3 (Platalea leucorodia). Wildlebend kommen Löffler an Küsten und großen Binnengewässern in Europa, Asien und Nordafrika vor. Charakteristisch für die Vögel ist der löffelartig geformte Schnabel, mit dessen Hilfe sie Nahrung aus dem Wasser fischen. Die Nürnberger Waldrappe und Krauskopfpelikane sind Teil des Europäischen Zuchtprogramms EAZA-ex-situ-Programm (EEP). In diesen Programmen züchten Zoos und Wildparks koordiniert Tierarten, um stabile Populationen außerhalb ihres natürlichen Lebensraums aufrechtzuerhalten. Die meisten Tiere im Tiergarten verbringen die Wintermonate auf ihren Freianlagen oder in den Tierhäusern. In ein spezielles Winterquartier kommen nur einige Vogel- und Reptilienarten.

Opel-Zoo 14.04.2022
Zum 70. ‚Tag des Baumes‘ am 25. April 2022 Rotbuche auf dem Lehrpfad ‚Baum des Jahres‘ im Opel-Zoo
Der 25. April ist deutschlandweit als ‚Tag des Baumes‘ ausgerufen. Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald hat diesen Tag 1952 ins Leben gerufen, um auf die starken Waldverluste durch den Zweiten Weltkrieg aufmerksam machen. Vor dem Hintergrund von Klimawandel und des Kriegsgeschehens in der Ukraine hat diese Intention in seinem 70. Jahr an aktueller Bedeutung gewonnen. Der Aktionstag soll motivieren sich aktiv für den Wald und somit für Biodiversität und Nachhaltigkeit einzusetzen. Am ersten Tag des Baumes im Jahr 1952 wurde ein Bergahorn gepflanzt. Seit 1989 ruft die Dr. Silvius Wodarz-Stiftung den ‚Baum des Jahres‘ aus, der regelmäßig auf dem Lehrpfad im Opel-Zoo gepflanzt wird, sofern er nicht schon vorhanden ist, wie beispielsweise die Rotbuche – Baum des Jahres 2022 -, die bereits 1990 Baum des Jahres war. Diese doppelte „Auszeichnung“ der Buche scheint vor dem Hintergrund, dass sie die am häufigsten vorkommende Laubbaumart in Deutschland ist, nur gerechtfertigt. Die Rotbuche ist die grünblättrige Buche, die auch in unseren Taunuswäldern häufig zu finden ist und insbesondere im Frühling im Wald ein ästhetisches, leuchtendgrünes Licht zaubert. Sie sollte nicht mit den Blutbuchen mit den roten bis schwärzlich-roten Blättern verwechselt werden, die in Parks, Friedhöfen und größeren Gärten gerne gepflanzt werden. Mit ihrem Höhenwuchs von bis zu 45 m kann sie die meisten anderen Laubbäume übertreffen. Sie ist eine waschechte Europäerin und hauptsächlich in Mitteleuropa anzutreffen. Richtung Norden sind ihr die Winter zu kalt, Richtung Osten zu trocken und die häufigen Spätfröste zu gefährlich. Im Westen bildet die Atlantikküste die natürliche Grenze, die sie allerdings vor etwa 3.000 Jahren nach Südengland übersprungen hat. Im Süden und Südosten ist es ihr zu warm; dort ist sie ausschließlich in den höheren Berglagen heimisch. Deutschland hingegen gilt als das Kernland der Buche, bietet es doch nahezu in allen Gegenden ideale Wachstumsbedingungen. Die Buche zeichnet eine besondere „Schattenstrategie“ aus: In der Konkurrenz mit den anderen Waldbaumarten ist sie durch ihre Laubkrone, die einen ungewöhnlich starken Schatten wirft, erheblich im Vorteil. Unter dem dichten Kronendach können keine anderen Baumarten lange überleben, nur ihr eigener Nachwuchs, der eine ungewöhnlich hohe und ausdauernde Schattentoleranz hat. Junge Buchen können bis zu Jahrzehnten in diesem Schatten ausharren, wachsen aber sofort, wenn durch einen abgestorbenen oder weggebrochenen Baum ausreichend Licht durch das Kronendach fällt. Eine Schattenwirkung ist auch beim alljährlichen Blattaustrieb im Frühjahr zu beobachten: Er zieht sich über etwa sechs Wochen von Ende April bis in den Juni hin und verläuft sukzessive von unten nach oben. Dabei beginnen zunächst die keimenden Buchen im Unterholz, gefolgt von den jungen Bäumen am Boden, dann begrünen sich die unteren Zweige bis sich schließlich das Kronendach ausbildet. Auch wenn die Buche nur wenig andere Pflanzenarten zulässt, gibt es dennoch bei Buchen eine spezifische Biodiversität mit Insekten und Pilzen, vor allem in alten Buchenwäldern mit viel abgestorbenem Holz. Unter den veränderten klimatischen Verhältnissen gedeiht die Buche in Deutschland recht gut, da sie ein hohes genetisches Anpassungspotential hat und an verschiedenen Standorten gut gedeiht. Sie wirkt zudem als „Wasserwerk des Waldes“ und mildert Dürreperioden zumindest ab. Im Gegensatz zu den ganzjährig grünen Nadelbäumen fließt bei der im Winter kahlen Buche ein Großteil des Stammabfluss direkt in den Waldboden. Der Stammabfluss ist auch gegenüber anderen Laubbäumen aufgrund der glatten Rinde und der relativ steil aufragenden Kronenäste besonders hoch. Der Lehrpfad ‚Baum des Jahres‘ führt im Opel-Zoo entlang der Rundwege und an jedem Baum des Jahres finden die Zoobesucher detaillierte und interessante Informationen.

Zoo und Tierpark Berlin 14.04.2022
Zoo und Tierpark Berlin starten mit spektakulärer Flugshow, kommentierten Fütterungen und viel Nachwuchs in den Frühling
Die ersten Sonnenstrahlen schieben die graue Wolkendecke beiseite, gelb leuchtende Narzissen sprießen aus dem Boden und im Tierreich läuten Osterlämmchen und Co. die Frühlingszeit ein. Wenn die Natur erwacht, gibt es in Zoo und Tierpark für die Besucher*innen noch mehr zu erleben: Die kommentierten Fütterungen sind zurück: Nach pandemiebedingter, zweijähriger Pause bereichern die „Keeper talks“ bei Eisbär, Panda & Co. wieder den Zoobesuch und vermitteln viele zusätzliche, spannende Informationen an die Gäste. Die Flugshow im Tierpark findet wieder wie gewohnt dienstags bis sonntags um 13:30 Uhr statt (Montag Ruhetag). Auch die Elektrobahn hat im Tierpark wieder den Betrieb aufgenommen und bringt Besucher*innen bequem durch den 160 Hektar großen Park. Am Eingang Bärenschaufenster im Tierpark sowie am Löwentor im Zoo erstrahlen die neu gestalteten ServiceCenter in frischem Glanz. Alle Fragen zum Besuch, sowie Beratung und Feedback zum Gästeerlebnis werden hier zuvorkommend entgegengenommen. Rettende Idee für die verschlafenen Osterhasen: Österliche Geschenk-Gutscheine gibt es jetzt auch als Last-Minute-Version im Online-Shop. Die Zustellung erfolgt direkt im Anschluss per E-Mail.Tipp zur Ferienzeit: Wer sich das Schlange stehen an den Kassen sparen möchte, bucht sein Ticket am besten vorab online. Auch Jahreskarten können nun ganz bequem von zuhause online gebucht und beim nächsten Besuch vor Ort an den Jahreskartenkassen abgeholt werden. Wer sich für ein Abo entscheidet, erhält jedes Jahr einen Monat gratis Eintritt dazu. Das Leben erwacht – In die flauschige Wolle seiner Mutter eingekuschelt genießt das kleine Schwarznasenschäfchen die ersten warmen Frühlingstage. Nach einer Tragzeit von ca. fünf Monaten kam das bislang noch namenlose Jungtier am 23. März 2022 zur Welt. Das kleine Weibchen wagte, nach der ersten Woche, die es eng an seien Mutter geschmiegt verbrachte, noch etwas wackelig auf den Beinen seine ersten Erkundungstouren durch das Schafgehege. Inzwischen hüpft der Nachwuchs inmitten der Herde munter umher und genießt ausgediente Sonnenbäder auf Mamas Rücken. Auch beim Hissar-Schaf und den Thüringer Waldziegen gibt es Familienzuwachs. Im Tierpark Berlin leben außerdem viele weitere Rassen, die auf der „Roten Liste der bedrohten Nutztierrassen in Deutschland“ stehen, darunter das Gescheckte Bergschaf, die Skudde, das Rotkopfschaf, die Girgentana-Ziege, das Fjällrind, das Mangalitza-Schwein, und die Cröllwitzer Pute. Auch im Zoo mischen die Osterlämmer den Streichzoo auf. Bei den Parmakängurus, Eulenkopfmeerkatzen und Steinböcken stellt ebenfalls quirliger Nachwuchs den tierischen Alltag auf den Kopf und bei den Rotbüffeln ist ein goldiges Jungtier der ganze Stolz von Mutter Romy und Vater Bukar. Das kleine Gorilla-Mädchen Tilla (14 Monate alt) traut sich täglich ein paar Schritte weiter von Mutter Bibi weg und hält bei frühlingshaften Temperaturen die Gorilla-Familie auf Trab.Zoo und Tierpark Berlin haben in den Sommermonaten täglich von 9 – 18:30 Uhr geöffnet. Letzter Einlass ist 17:00 Uhr. Kleines Oster Ei-Mal-Eins – Wissenswertes rund ums Ei: Schon gewusst, … …dass mehr Lebewesen aus einem Ei schlüpfen, als lebend geboren werden? …dass manche Haie Eier legen und andere ihre Jungtiere lebend zur Welt bringen? Bei Letzteren kann es sich auch um eine sogenannte Ovoviviparie handeln. Bei dieser Spezialform der Fortpflanzung werden die Eier direkt im Mutterleib ausgebrütet und die Jungtiere schlüpfen noch im Körper der Mutter. …dass bei Krokodilen die Temperatur das Geschlecht des schlüpfenden Tieres bestimmt? Bis ca. 30 Grad Celsius entwickeln sich Weibchen und ab einer Temperatur über 34 Grad Celsius schlüpfen männliche Tiere aus dem Ei. Bei Schildkröten ist es genau umgekehrt. …dass es neben Insekten, Fischen und Reptilien sogar eierlegende Säugetiere gibt? Die kuriosen Schnabeltiere und auch die Schnabeligel bilden mit ihrer Fortpflanzungsstrategie eine verblüffende Ausnahme unter den Säugetieren: Sie legen Eier und versorgen die daraus geschlüpften Jungtiere anschließend mit Milch.

Zoo Duisburg 14.04.2022
Drei niedliche Erdmännchen-Jungtiere wagen sich erstmals auf die Außenanlage. Auch bei den Kattas gibt es Nachwuchs
Mit Geduld lässt sich der Nachwuchs an den Osterfeiertagen auf den Außenanlagen beobachten. Munter wuseln drei kleine Erdmännchen über die Außenanlage, buddeln im Sand und suchen nach Mehlwürmern. Damit ist die Erdmännchen-Familie rund um Vater Elvis und Mutter Sophie auf stolze 14 Tiere angewachsen. Seit 2019 sorgte das Zuchtpaar damit schon sechs Mal für Nachwuchs. Bereits Ende Februar wurde der aktuelle Wurf geboren. „Die ersten Lebenswochen mussten die kleinen Raubtiere aber im schützenden Stall verbringen, denn es galt einen Schnupfen auszukurieren“, wie Dr. Kerstin Ternes erzählt. Die erfahrene Zootierärztin gab beim Gesundheitscheck am Dienstag grünes Licht für den Ausflug auf die Außenanlage. „Alle sind fit, munter und startklar für das große Abenteuer“, so Ternes. Gemeinsam mit den betreuenden Tierpflegern brachte die Zootierärztin auch Licht ins Dunkle – und bestimmte das Geschlecht der Erdmännchen-Kinder. Das Ergebnis: Ein Männchen und zwei Weibchen. Für die Besucher des Zoos besteht ab sofort zum ersten Mal die Chance, einen Blick auf die Kleinen zu erhaschen und das faszinierende Familienleben der sozialen Raubtiere zu beobachten. Gerade einmal drei Wochen ist das jüngste Familienmitglied der Kattas alt. Eng an Mutter Katja gekuschelt, schläft das winzige Katta-Kind die größte Zeit des Tages. Nur manchmal schaut es mit verträumten Augen unter dem Arm seiner Mutter hervor und beobachtet die Umgebung. Bei den sozialen Lemuren der Insel Madagaskar spielen bei den Kattas nicht nur die Mütter eine wichtige Rolle. Auch kinderlose Weibchen kümmern sich um den Nachwuchs. „Auf diese Weise wird der Zusammenhalt in der Gruppe gefördert und der Umgang mit Jungtieren erlernt“, erklären die Tierpfleger. Daher dürfen auch die Töchter von Gruppenchefin Katja das jüngste Familienmitglied regelmäßig beschnuppern und putzen. Das gilt allerdings nicht für Herrmann. Das einzige Männchen in der Gruppe darf das innige Treiben nur mit Abstand beobachten. „Wie bei Kattas üblich, ist das Männchen das rangniedrigste Tier der Gruppe und hat wenig zu melden“, wissen die Tierpfleger. Kattas sind die bekanntesten Vertreter der nur auf Madagaskar heimischen Lemuren. Charakteristisch ist ihr langer, schwarz-weißer Ringelschwanz, der hoch aufgerichtete getragen wird, wenn die Tiere auf dem Boden laufen. In Zoos wird die Tierart gerne gehalten und bekommt auch regelmäßig Nachwuchs. Auf Madagaskar, dem ursprünglichen Lebensraum, sind die Tiere hingegen nur noch gebietsweise zahlreich vertreten. Mehrere Populationen sind aufgrund von Lebensraumzerstörung stark bedroht.

Kölner Zoo 14.04.2022
Bock auf Zoo zu Ostern: Hennes IX. Vater von zwei „Hennesschen“ – Osterdorf „Lampeshausen“ im Kölner Zoo eröffnet
Hennes IX., das im Kleinen Geißbockheim im Zoo lebende Maskottchen des 1. FC Köln, ist Vater geworden. Die Nachwuchs-Böcke kamen am 24. und 26. März auf dem Clemenshof-Bauernhof des Zoos zur Welt. Mütter der noch namenlosen männlichen Bunten Deutschen Edelziegen sind Hennes‘ Partnerinnen „Marie-Luise“ und „Ilse“. Im Streichelzoo-Kindergarten auf dem Clemenshof sind momentan insgesamt neun kleine Zicklein zu bestaunen. Tipp: Die beiden Hennes-Nachkommen sind die jüngsten und damit kleinsten innerhalb der munter meckernden Rasselbande. Ihr Fell ist zudem heller als das der anderen Zicklein. Auf dem Clemenshof sind derzeit außerdem drei neu geborene Meißner Widder und zwei Kälbchen zu sehen. Der Zoo öffnet pünktlich zu den Feiertagen außerdem das traditionsreiche Osterdorf „Lampeshausen“ mit hoppelnden Tieren zwischen frühlingsfrischem Blumenschmuck und liebevoll geschreinerten Miniatur-Fachwerkhäusern. Die Mitarbeiter des „Eiermobils“ informieren zudem mit spannenden Fakten zu eierlegenden Zoo-Tieren. Passend dazu werden hier ab Ostersamstag bunt gefärbte Eier verteilt – solange der Vorrat reicht. Buchstäblich „rund“ geht es auch auf der Wiese vor dem Zoo-Haupteingang. Hier steht aktuell das „The View“- Riesenrad. Mit 55 Metern Höhe handelt es sich um eines der größten transportablen Riesenräder der Welt. Es kann bis zu 252 Personen für eine Fahrt aufnehmen und bietet außergewöhnliche Aussichten auf Zoo, Rhein, Dom und die Silhouette des Bergischen Landes. Schöner kann man zu Ostern kaum „in die Luft gehen“.

Tierpark Gotha 14.04.2022
Kleine Wollbündel und schrille Farbenpracht
Ouessantschaf und Goldfasan zählen ab sofort zu den Tierparkbewohnern in Gotha.
Betreten die Besucher den Tierpark Gotha, finden sie sich bereits nach wenigen Schritten auf der französischen Atlantikinsel Île d’Ouessant wieder. Die Gestaltung der neuen Anlage wurde der baumlosen Heimatregion der Ouessantschafe nachempfunden, welche seit dieser Woche den Park bewohnen. Die Zwergschafe werden nicht größer als 50 cm (Schulterhöhe) und zählen somit zur kleinsten Schafrasse Europas. Da sie erst langsam an das frische Gras ihrer Anlage gewöhnt werden müssen, sind sie vorerst nur auf einem Teilbereich zu beobachten, der schrittweise erweitert wird. Der Goldfasan ist ein weiterer Neuzugang im Tierpark Gotha und bewohnt ab sofort die Anlage im Südwesten des Parks gegenüber der Husarenaffen. Goldfasanmännchen sind für ihr farbenprächtiges Äußeres bekannt, stammen ursprünglich aus China und leben den Großteil des Jahres als Einzelgänger in Gebirgszügen mit vielen Versteckmöglichkeiten. Der Gothaer Neuzugang stammt vom Tierschutzverein Jena. Der Tierpark Gotha befindet sich am Töpfleber Weg 2 in 99867 Gotha. Aufgrund von Baumaßnahmen an der B 7, die zu einer temprären Vollsperrung des Einmündungsbereichs der südlichen Seebergstraße führen, ist der Tierpark derzeit nur über die B 247 aus Richtung Autobahn/Gewerbegebiet Gotha-Süd kommend erreichbar. Der Park hat in der Sommerzeit täglich von 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet, letzter Einlass ist 45 Minuten vor Ende der Öffnungszeiten. Der Eintritt in den Tierpark kostet 8,00 €, ermäßigt 6,00 €. Die Eintrittskarten können an der Tageskasse sowie online unter tickets.tierpark-gotha.de erworben werden. Weitere Informationen zum Tierpark sind unter www.tierpark-gotha.de nachlesbar.

Erlebnis-Zoo Hannover 14.04.2022
Frühlings-Markttage auf Meyers Hof im Erlebnis-Zoo Hannover – Köstlichkeiten und Kunsthandwerk, Live-Musik und Mitmachaktionen
Endlich wieder da: Auf Meyers Hof im Erlebnis-Zoo Hannover werden die beliebten „Meyers Markttage“ gefeiert! Vor der idyllischen Kulisse der alten Fachwerkhäuser des Zoobauernhofes können Besucher am 23. und 24. April wieder probieren, staunen, erleben und mitmachen. An rund 30 Ständen präsentieren die regionalen Hersteller bei den kunterbunten Frühlings-Markttagen ihre Köstlichkeiten: knuspriges Brot, frisches Obst, fruchtige Marmelade, Honig, Käse und Wein und duftenden Kaffee. Alle Produkte können natürlich probiert werden – ein Fest für die Sinne! Tolle Mitmach-Aktionen warten auf Groß und Klein: Es gibt einen Makramee-Workshop, kreative Bastelaktionen, ein Kunstbildhauer zeigt den kleinen Gästen, was man mit „Stein und Meißel“ kreieren kann. Spannend: Es werden vor Ort Gin gebrannt und Kaffee geröstet. Und zu der tollen Jazz-Live-Musik darf gerne getanzt werden! Mit Interviews, Mitmachaktionen, Comedy und Spaß führen Bauer Meyer und Magd Martha gewohnt locker-charmant durch das Programm. Vorgestellt werden des Weiteren die Artenschutzaktionen des BUND Fledermauszentrum, des Vereins Rettet den Drill sowie die Projekte der Zoofreunde Hannover. Wer selbst Artenschutz vor der Haustür betreiben möchte, kann sich bei einem Blick auf die insektenfreundlichen Pflanzen inspirieren lassen, die man im eigenen Garten oder auf dem Balkon anpflanzen kann. Das ganze Programm unter www.erlebnis-zoo.de Termin: Sonnabend und Sonntag, 23./24. April, jeweils von 10-18 Uhr* Ort: Erlebnis-Zoo Hannover, Adenauerallee 1 * Der Besuch der Markttage ist im Zoo-Eintrittspreis enthalten

Zoo Osnabrück 14.04.2022
„Rüssel das Bier“ 3.333 Euro für die Elefanten – Privatbrauerei Barre unterstützt „Rüssel voraus!“ mit Sonderaktion
Die Elefanten im Zoo Osnabrück inspirieren zu kreativen Aktionen – so auch bei der Privatbrauerei Barre, langjähriger Hauptpartner des Zoos. Im vergangenen Jahr führte die Brauerei die Aktion „Rüssel das Bier“ zugunsten des neuen Elefantenparks durch. „Wir als regionale Privatbrauerei freuen uns natürlich auch regionale Aktionen zu begleiten, mit unseren Produkten zu kombinieren und zu unterstützen“, so Maike Materla, Marketingleiterin der Privatbrauerei Barre aus Lübbecke. Als der Zoo Osnabrück die Aktion „Rüssel voraus!“ für den Umbau und die Erweiterung des Elefantenbereichs startete, war schnell klar, dass die Verantwortlichen etwas gemeinsam auf die Beine stellen wollen. So entstand das Zoo-Sixpack in den beiden Varianten „Rüssel das Pilsener“ und „Rüssel das Alster“. Für jedes verkaufte Six-Pack spendete Barre 50 Cent an den Zoo Osnabrück und rundete nun die Summe noch einmal auf zu insgesamt 3.333 Euro. Andreas Busemann, Zoogeschäftsführer, bedankte sich bei dem Partner: „Es ist wirklich toll, so großartige und innovative Unternehmen an der Seite des Zoos zu wissen. So können wir uns gegenseitig befruchten und einander unterstützen. Die Aktion ‚Rüssel voraus!‘ zeigt einfach, wie gut vernetzt der Zoo ist und auf welch breite Unterstützung er in der Region bei den Firmen und auch bei den Menschen trifft.“ Die Privatbrauerei Barre möchte die Partnerschaft mit dem Zoo sowie die besondere Aktion auch fortführen. „Das freut uns natürlich besonders. Firmen, die Interesse an einer Kooperation mit dem Zoo haben, können sich jederzeit an uns wenden. Es warten tolle Gegenleistungen für Kunden und Mitarbeiter und eben auch Sonderaktionen“, so der Geschäftsführer. Mit der Aktion „Rüssel voraus!“ sammelt der Zoo Osnabrück zurzeit Spenden für den Umbau und die Erweiterung der aktuellen Elefantenanlage. Im geplanten „Kui Buri Elefantenpark“ erhalten die Dickhäuter doppelt so viel Platz, zahlreiche Wohlfühlelemente wie Badestellen, Lehmkuhlen oder Bäume zum Schubbern und der Zoo darf auch weiterhin züchten – ein wichtiges Ziel, bei den bedrohten Asiatischen Elefanten. Denn die aktuelle Anlage wird dafür jedoch mittelfristig zu klein sein.

Tierpark Sababurg 14.04.2022

Die Alpakas im Tierpark Sababurg haben einen Namen
Über 1.000 E-Mails und Briefe mit Namensvorschlägen hatten unsere Tierparkverwaltung in den letzten Wochen von Kindern, Erwachsenen, Schulklassen und vielen weiteren Alpaka-Fans erreicht. Süße Tiernamen, altdeutsche Namen, peruanische Namen, nordische Namen, märchenhafte Namen – die Vielfalt der Einsendungen war überwältigend. Aus dieser überwältigenden Anzahl von Einsendungen hatte unsere Tierpark-Jury die fünf Top-Namensvorschläge – Yurak und Suyana – Carlos und Lotta – Franz und Alma – Horst und Anneliese – Henner und Lisbeth ausgewählt und für diese tollen Namensvorschläge um finale Abstimmung (Voting) auf unserer Website bzw. per Postkarte/Brief gebeten. Wir waren dann mehr überwältigt von der Anzahl der Votings, die bis zum 10. April bei uns eingegangen sind. Sagenhafte 5.100 Tierparkfans haben sich an der Abstimmung beteiligt. Wir möchten an dieser Stelle noch einmal Danke sagen für alle Namensvorschläge und die anschließenden Votings für die (von unserer Jury) ausgewählten Namen! Uwe Pietsch, Betriebsleiter der Eigenbetriebe des Landkreises Kassel, zeigte sich total gerührt: “Wir sind überwältigt von dieser unglaublichen Resonanz und den vielen Alpaka-Fans, die sich genauso wie wir tierisch über die beiden Neuankömmlinge freuen“. Auf den Namensvorschlag Yurak und Suyana sind die meisten Stimmen entfallen und somit wurden unsere beiden Alpakas auf den Namen Yurak und Suyana getauft. In der peruanischen Quechua Sprache bedeutet Yurak (weiß) und Suyana (Hoffnung). Insgesamt entfielen auf: Yurak und Suyana 23 Prozent der abgegeben Votings, gefolgt von Carlos und Lotta mit 21 Prozent, Franz und Alma mit ebenfalls 21 Prozent, Horst und Anneliese mit 20 Prozent und Henner und Lisbeth mit 15 Prozent. Aus dieser überwältigenden Anzahl von Einsendungen wurden per Losentscheid 20 Gewinner gezogen, welche jeweils eine Freikarte für den nächsten Eintritt in den Tierpark Sababurg und jeweils einen Gutschein für einen Burger am Imbiss des Tierparks erhalten. Die Gewinner werden auf dem Postweg in den nächsten Tagen benachrichtigt. Den Hauptgewinn erhält der Einsender des Namenspärchens mit den meisten Stimmen. Der Namensvorschlag Yurak und Suyana wurde mehrmals vorgeschlagen. Aus diesem Grund musste das Los entscheiden, gezogen von Betriebsleiter Uwe Pietsch.Die glückliche Gewinnerin des Hauptgewinns ist Frau Carolina Clobes aus Fritzlar. Sie erhielt einen Gutschein für einen Tag Tierpfleger sein im Tierpark Sababurg, eine gemeinsame Parkbahnfahrt, Tierfutter und einen Gutschein für Essen im Gasthaus „Zum Thiergarten“ für zwei Erwachsene und deren Kinder.

Zoo Landau in der Pfalz 13.04.2022
Auf Safari in den Zoo Landau: Arbeiten für Erweiterung der Afrika-Anlage haben begonnen
Bei bestem Frühlingswetter fiel im Zoo Landau jetzt der offizielle Startschuss für die Erweiterung der Afrika-Anlage. Gleich hinter dem Zoo-Eingang und nahe des im afrikanischen Stil gestalteten Zoo-Restaurants soll die bestehende Anlage um ca. 580 Quadratmeter wachsen. Das Ziel: Den Besucherinnen und Besuchern das Gefühl zu vermitteln, sie stünden mitten in der afrikanischen Savanne. „Die bestehende Anlage wird um rund ein Drittel erweitert und die Zoogäste haben künftig direkt, wenn sie den Zoo betreten, freien Blick auf das neue, attraktive Gehege“, informiert Zoodirektor Dr. Jens-Ove Heckel. Welche Tiere sich hier künftig tummeln werden? „Die nur selten in Zoos gezeigten Hartmann-Bergzebras und die imposanten Streifengnus, die schon jetzt auf der Afrika-Anlage gehalten werden, bekommen künftig Gesellschaft von einer kleineren Gazellenart, wahrscheinlich Rotducker oder Thomson-Gazellen“, so der Zoochef. Ein Vorhaben, dass auch OB Thomas Hirsch begeistert: „Die Tierhaltung in Zoos hat sich glücklicherweise stark verändert und weiterentwickelt; wo immer es geht, werden Tierarten vergesellschaftet, die sich auch in freier Wildbahn einen Lebensraum teilen.“ Die Stadt Landau sei stolz auf ihren Zoo, wie der Stadtchef beim Spatenstich noch einmal bekräftigte. „Es ist nicht selbstverständlich, dass eine Stadt unserer Größe einen so attraktiven und bedeutenden Zoo ihr Eigen nennen kann. Dazu trägt auch der Freundeskreis des Zoos entscheidend bei. Ohne seine Unterstützung könnten viele Bauprojekte in unserem Zoo gar nicht erst realisiert werden. Dafür unser herzlicher Dank.“ So wäre auch das aktuelle Großprojekt ohne die Unterstützung des Zoo-Freundeskreises nicht denkbar. „Ein Termin wie heute zum Spatenstich ist immer die schönste Belohnung für unsere Arbeit“, so Freundeskreis-Vorsitzender Dr. Helmuth Back, der sich schon jetzt auf die Übergabe der fertigen Afrika-Anlage freut. Die Arbeiten sollen voraussichtlich im Sommer dieses Jahres abgeschlossen sein. Wer ein „eigenes Stück Savanne“ möchte, hat dazu übrigens weiter die Gelegenheit. „Schon beim Bau der Philippinen-Anlage hatte der Freundeskreis eine Förderkampagne ins Leben gerufen. Unter dem Motto ‚Wir erweitern Lebensraum für unsere Tiere Afrikas‘ läuft aufgrund des großen Erfolgs nun eine vergleichbare Aktion für die neue Afrika-Anlage“, so Dr. Back. Das Prinzip ist einfach: Jede und jeder kann ideelle Miteigentümerin bzw. ideeller Miteigentümer eines oder mehrerer Quadratmeter der neuen Anlage werden. Das entsprechende Formular ist direkt im Zoo oder auf der Internetseite www.zoofreunde-landau.de zum Download erhältlich. Vollständig ausgefüllt und unterschrieben kann es direkt an der Zookasse abgegeben oder an die Geschäftsstelle des Freundeskreises gesendet werden. Pro gewünschtem Quadratmeter sind 25 Euro zu überweisen. Über höhere Zuwendungen, auch materieller Art, freut sich der Unterstützerverein des Zoos natürlich besonders. „Daher gilt es umso mehr, aus dem, was man hat, das Beste herauszuholen. Das ist aus meiner Sicht mit den Plänen für die Erweiterung der Afrika-Anlage hervorragend gelungen. Der Umbau ist gut für die Tiere, aber auch gut für unseren Zoo und die Besucherinnen und Besucher – denn um weiter attraktiv zu sein, braucht auch diese Einrichtung immer etwas Neues“, ist er überzeugt.

Wisentgehege Springe 13.04.2022
Rechtzeitig zu Ostern: Frischlinge und Muffellämmer sind da Team des Wisentgeheges freut sich über tierischen Nachwuchs
Die ersten saumäßig niedlichen Frischlinge dieses Jahres haben im Wisentgehege Springe das Licht der Welt erblickt. Munter laufen die gestreiften Minis hinter ihren Schweinemamas her – zum Entzücken der Besucher. Die Frischlinge sind bereits kurz nach der Geburt auf den Beinen, alle Sinne sind sofort ausgeprägt. In den kühlen Nächten kuscheln sie sich in dem mit Stroh ausgestatteten Stall aneinander. In der Regel bekommt eine Bache vier bis acht Frischlinge. In den ersten drei Monaten ernähren sich die Winzlinge nur von der Muttermilch, danach gibt es pflanzliche Nahrung. Die Kleinen behalten ihr gestreiftes Fell für etwa 12 bis 14 Wochen. Dann wechseln sie zum ersten Mal die Farbe und erscheinen in einem einheitlich rötlich-braunen Borstenkleid. In den nächsten Tagen sollten weitere Bachen ihren Nachwuchs bekommen. Wildschweinmütter sind ausgesprochen fürsorglich und sehr wehrhaft, wenn sie eine Bedrohung für ihren Nachwuchs sehen. Streicheln der Kleinen ist also absolut verboten. Darüber hinaus freut sich das Team des Wisentgeheges über Nachwuchs beim Muffelwild. Zwei niedliche Lämmer laufen hinter ihren Müttern her. Das kleinste Wildschaf der Welt bringt meistens nur ein Junges zur Welt. Wenige Minuten nach der Geburt lässt das Mutterschaf ein kurzes, dunkles Meckern hören. Das Lämmchen antwortet sofort. Wenn das Lamm sich entfernt, rufen die Schafe ihre Lämmer mit lang gezogenem Meckern. Bereits im Alter von einem Monat beginnen beim Widderlamm die schneckenartigen Gehörne zu wachsen. Das Muffelschaf, das weibliche Tier, trägt keine Schnecke. Die Kinderstube im Wisentgehege wird sich in den kommenden Wochen immer mehr füllen. Besucher des Wisentgeheges sollten aber auch die Flugschau auf dem Falkenhof nicht versäumen. Täglich (außer montags) um 11 und 14 Uhr erheben sich die Flugakrobaten in die Lüfte. Und wer schon immer etwas mehr über den Wolf wissen wollte, ist bei den Präsentationen (11.45 Uhr und um 14.45 Uhr – außer montags) der handaufgezogenen Polar- und Timberwölfe genau richtig.

Zoologisch-Botanischer Garten Wilhelma 13.04.2022
Neubau für Kleinsäuger, Vögel und Insektivoren ist fertig
Finanzstaatssekretärin Gisela Splett: „Der Neubau bereichert die Artenvielfalt der Wilhelma um eine ganze Reihe von außergewöhnlichen Tier- und Pflanzenarten“ Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin: „Wer glaubt, in der Wilhelma schon alles gesehen zu haben, wird hier viele weitere Facetten der Tier- und Pflanzenwelt entdecken“ Der Neubau für Kleinsäuger, Vögel und Insektivoren ist fertig gestellt. Finanzstaatssekretärin Gisela Splett hat am Mittwoch (13. April) den Neubau gemeinsam mit Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin eröffnet. Finanzstaatssekretärin Gisela Splett: „Der Neubau bereichert die Artenvielfalt des Zoologisch-Botanischen Gartens in Stuttgart um eine ganze Reihe von außergewöhnlichen Tier- und Pflanzenarten. Die Gehege und Volieren sehen aus wie ein Ausschnitt der Natur in der Heimat der Tiere. Sie enthalten auch die Vegetation aus der jeweiligen Region. Das gibt den Tieren ein möglichst natürliches Umfeld. Und für die Gäste ist das Erlebnis umso einprägsamer.“ Direktor der Wilhelma Dr. Thomas Kölpin: „Wer glaubt, in der Wilhelma schon alles gesehen zu haben, wird hier viele weitere Facetten der Tier- und Pflanzenwelt entdecken, die es lohnt, genauer zu beobachten.“ Anzutreffen sind zum Beispiel die Tamanduas, die mit ihren langen Krallen und einem Greifschwanz in den Bäumen klettern. Der Wegekuckuck, bekannt aus Comicfilmen als „Roadrunner“, erlegt seine Beute im Laufschritt und nimmt es selbst mit Schlangen und Vogelspinnen auf. Unterirdisch leben die unbehaarten Nacktmulle. Für die Wissenschaft sind sie zudem spannend, weil sie zum Bei-spiel ein extrem geringes Schmerzempfinden haben und nie an Krebs erkran-ken. „Das zeigt, dass wir Menschen unglaublich viel von der Tier- und Pflan-zenwelt lernen können, deren Fähigkeiten wir immer noch nicht ganz durchschauen“, betont Kölpin. „Umso wichtiger ist es, diese Artenvielfalt sichtbar zu machen, um mehr Unterstützung für ihren Schutz weltweit zu gewinnen.“ Im Neubau gibt es noch weitere Arten im Miniaturformat: etwa den Klein-kantschil, ein Zwerghirsch. Oder die Afrikanischen Zwergfalken, die kleinsten Falken der Welt. Für diese unterschiedlichen Tierarten haben die Gärtnerinnen und Gärtner das 620 Quadratmeter große Gebäude in zwei Zonen aufgeteilt: Die eine Hälfte ist als Regenwald bepflanzt, die andere als Savannenlandschaft. Die größte Besonderheit aus botanischer Sicht sind die Schaubeete für Insektivoren, die so genannten fleischfressenden Pflanzen. Bisher waren diese nur im Som-mer auf den Subtropenterrassen zu sehen. Passend klimatisiert können sie nun erstmals das ganze Jahr über gezeigt werden. Die verschiedensten Bedürfnisse an den Lebensraum unter einem Dach zu erfül-len, war für die Architekten eine Herausforderung. Es galt, eine Kombination aus Massivbauweise, und luftig-heller Gewächshaus-Konstruktion zu schaffen. Da sich die Innenluft an Scheiben stärker als an Wänden abkühlt, entsteht darin ein größeres Temperaturgefälle als in geschlossenen Häusern. Damit dadurch kein Luftzug entsteht, wirken dem Ventilatoren entgegen. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 3,2 Millionen Euro. Der Förderverein steu-erte 200.000 Euro für die Gestaltung der Volieren bei. Die Gesellschaft für Fleischfressende Pflanzen im deutschsprachigen Raum brachte 10.000 Euro für die Insektivoren-Sammlung auf.

Zoo Berlin 13.04.2022
Hoch soll sie leben: Fatou wird 65 Älteste Gorilla-Dame der Welt feiert im Zoo Berlin runden Geburtstag
In Zookreisen ist Fatou schon fast so etwas wie eine lebende Legende. Nicht nur in Berlin, auch über die Grenzen Europas hinaus hat sie eine große Fangemeinde, die sich regelmäßig nach dem Befinden der Gorilla-Seniorin erkundigt. Bereits im Alter von etwa zwei Jahren kam die kleine Fatou in den Zoo Berlin. Dort feiert sie nun ihren 65. Geburtstag und gilt damit als ältester Gorilla der Welt. Auch in diesem Jahr wird ihr Geburtstag gebührend gefeiert. Statt dicken Bässen im Club, gibt es ein gemütliches Kaffeekränzchen im Vorgarten der Gorilla-Familie – wie es sich für eine betagte Lady gehört. Die traditionelle Geburtstagstorte durfte auch in diesem Jahr nicht fehlen: Das Geburtstagmahl ist für die Gorilla-Seniorin immer etwas ganz Besonderes. „Der Tortenboden besteht aus Reis, für die Dekoration haben wir Quark, Gemüse und Obst verwendet“, erklärt Revierleiter Christian Aust. „Für ihr außergewöhnlich hohes Alter ist Fatou eine ausgesprochen rüstige alte Dame mit einem gesunden Appetit. Wir freuen uns jeden Tag, dass sie bei uns ist und hoffen, noch einige Geburtstage mit ihr feiern zu dürfen.“ Doch so viele verschiedene Obstsorten zusammen mit Reis und Quark bekommt das Leckermaul nur einmal im Jahr. Genau wie Menschen dürfen sich auch Gorillas nicht von zu vielen süßen Leckereien ernähren. Obst enthält sehr viel Fruchtzucker, deshalb steht fast ausschließlich Gemüse auf dem Speiseplan. Neben diesem freudigen Anlass gibt es jedoch auch Grund zur Besorgnis: Westliche Gorillas sind in ihrem natürlichen Lebensraum vom Aussterben bedroht. Die Zerstörung des Lebensraums und die Jagd haben die Gorilla-Population stark dezimiert und die Zahlen nehmen stetig weiter ab. Immer weniger Tiere bewohnen die tropischen Regenwälder Kameruns, der Zentralafrikanischen Republik, Gabuns und der Republik Kongo. Gorillas sind mit bis zu 200 kg Körpergewicht die größten Affen. Trotz ihres sehr respekteinflößenden Aussehens leben sie friedlich im engen Familienverbund zusammen und sind sehr sozial. Konflikte werden durch beeindruckendes Gebrüll, Gestik und Kraftdemonstration ausgetragen. Die sanften Riesen leben außerdem streng vegetarisch. Ein ausgewachsener Gorilla frisst täglich 15 bis 20 kg Blätter, Gräser, Knollen, Rinde und Früchte. Im Zoo Berlin leben außer Gorilla-Seniorin Fatou noch Silberrücken Sango (17) sowie die Weibchen Djambala (20), Mpenzi (36) und Bibi (25) mit Töchterchen Tilla (1) – dem jüngsten Mitglied der Gorillafamilie im Zoo Berlin. Hintergrund: Fatou gilt mit ihren stolzen 65 Jahren als der älteste Gorilla der Welt. Ihr genaues Alter ist unbekannt, denn die Gorilla-Seniorin kam 1959 Erzählungen nach durch kuriose Umstände nach Berlin: Nachdem ein Matrose den kleinen Gorilla als Zahlungsmittel in einer Gastwirtschaft im französischen Marseille einsetzte, kam sie schließlich über Umwege in den Zoo Berlin. Beim Zeitpunkt ihrer Ankunft wurde Fatou auf ein zartes Alter von zwei Jahren geschätzt. Seit mehr als 60 Jahren lebt die Gorilla-Dame im Zoo und gehört – wie einst Knautschke, Bulette und Co. – zu den prominentesten Bewohnern. Fatou ist jedoch nicht das älteste Tier im Zoo Berlin. Bereits 1948 kam der Flamingo mit dem passenden Namen Ingo als Jungtier in den Zoo und ist damit mittlerweile mindestens 71 Jahre alt. Als eine der ältesten gehört Fatou zu den wenigen Tieren des Zoos, die noch aus dem natürlichen Lebensraum stammen. Mittlerweile sind fast alle Zoo- und Tierpark-Tiere in zoologischen Einrichtungen geboren worden. Während es in den 50er und 60er Jahren noch Normalität war, Tiere aus ihrem natürlichen Lebensraum in einen Zoo zu bringen, funktioniert das Prinzip des Zoos als Arche heute genau umgekehrt. In einigen Fällen können einst in der Natur ausgestorbene Tiere wie Wisent, Przewalskipferd und Co. mit Hilfe von Zoologischen Gärten wieder in ihre natürlichen Lebensräume zurückgebracht werden. Weitere Informationen dazu: www.zoo-berlin.de/zooalsarche

Zoo Basel 13.04.2022
Kleine Sala endlich auch für Besucher:innen zu sehen
Die kleine Sala wurde letztes Jahr am 3. Oktober geboren. Zwergflusspferde lieben warmes und feuchtes Klima. In den kalten Monaten bleiben sie im Zoo Basel deshalb überwiegend drinnen. Bei sonnigem Wetter verbringt Sala ihre Zeit nun auf der Aussenanlage und ist für Besucher:innen zu sehen. Zwergflusspferde wurden erst spät wissenschaftlich beschrieben und sind in der Natur stark bedroht. Bisher war Sala für das Publikum nicht zu sehen. Zwergflusspferde (Choeropsis liberiensis) kommen im tropischen Westafrika (Elfenbeinküste, Guinea, Liberia und Sierra Leone) vor. Dort leben sie in dichten, feuchten Regenwäldern. Im Zolli verbringen die Tiere die kalte, trockene Jahreszeit deshalb vorwiegend im angenehm warmen und feuchten Winterstall mit auf 22 Grad Celsius beheiztem Bassin. Nur bei Sonnenschein sind sie mittags kurz auf der Aussenanlage. Die Innenanlage ist für Besucher:innen nicht einsehbar. Erst jetzt – wenn die Temperaturen stimmen – kann das Jungtier zusammen mit ihrer Mutter Ashaki (17) auf der Aussenanlage beobachtet werden. Die wärmeliebenden Zwergflusspferde liegen gerne in der Sonne. Allerdings ist ihre Haut anspruchsvoll. Im dichten tropischen Wald sind die Tiere kaum der Sonne ausgesetzt. Die äusserste Hautschicht ist dünn und trocknet leicht aus. Drüsen sondern bei starker Sonneneinstrahlung einen salzigen Schleim ab. Dieser verhindert, dass die Haut spröde wird. Damit ihre Haut schön geschmeidig bleibt, müssen die Tiere täglich Baden oder regelmässig abgespritzt werden. Gutes Geburtsgewicht, aber weniger Appetit Sala wog bei Geburt gute 6.4 Kilogramm. Danach nahm sie aber weniger schnell zu als ihre Geschwister in den Jahren zuvor. Dieser Umstand bereitete den zuständigen Tierpflegenden sowie Zoo-Kurator Adrian Baumeyer zunächst etwas Sorge. Ein Vergleich mit den seit Jahren gesammelten Daten aus dem Zolli sowie denjenigen aus dem Zoological Information Management System (ZIMS) von Zoos weltweit zeigte jedoch, dass sich Salas Gewicht in einer normalen Bandbreite entwickelte. Es waren ihre Geschwister, die eher an der oberen Grenze der Skala lagen. Heute ist Sala über 30 Kilogramm schwer, putzmunter und frisst schon genüsslich Salat und Gemüse. Nur noch zwischendurch trinkt sie Muttermilch. Erst spät von der Wissenschaft beschrieben Zwergflusspferde sind scheu und leben im dichten Wald verborgen als Einzelgänger oder in Mutter-Kind-Verbänden. Deshalb wurden sie erst spät von der Wissenschaft beschrieben. Bis ins neunzehnte Jahrhundert war die Art ausserhalb ihres Verbreitungsgebietes kaum bekannt. An deren Beschreibung war auch ein Schweizer Zoologe – Dr. Johann Büttikofer (1850 bis 1927) – beteiligt. Er nahm zwischen 1879 und 1887 an zwei Expeditionen nach Liberia teil, um in den mehrheitlich unerforschten Waldregionen zoologische Exemplare zu sammeln. Auf diesen Reisen machte er erste Freilandbeobachtungen vom Zwergflusspferd. Seine Aufzeichnungen werden in Fachkreisen bis heute geschätzt. In der Natur bedroht Zwergflusspferde sind in ihrer Heimat bedroht. Ihr Lebensraum, der Regenwald, wird abgeholzt und die Tiere werden wegen ihres Fleisches gejagt. Auf der Roten Liste der gefährdeten Arten der International Union for Conservation of Nature (IUCN) ist das Zwergflusspferd als «stark gefährdet» aufgeführt. Der Populationstrend ist abnehmend.

Opel-Zoo Kronberg 12.04.2022
Jungtiere im Opel-Zoo Bereits fünf Mufflon-Lämmer geboren
„Jungtiere im Opel-Zoo“, so heißt eine der Ferienführungen im Opel-Zoo und zwar die, die am Donnerstag, 21. April um 11 Uhr an der Statue des Zoogründers gegenüber dem Haupteingang an der Afrika Savanne startet. Da wird es nicht nur zu den unzähligen Zicklein, den Jungtieren im Streichelzoo, dem Nachwuchs von Trampeltier und Guanako gehen, sondern nun auch zu den im April geborenen Mufflon-Lämmern. „Es wurden seit dem 1. April bisher vier weibliche Lämmer und ein männliches Lamm geboren und wir erwarten weitere“, so die Zootierärztin Dr. Uta Westerhüs, die die Jungtiere im Opel-Zoo nach der Geburt begutachtet und versorgt. Das Mufflon gilt als Urahn der Hausschafe. Wenn die Zoobesucher ein Mufflon mit einem Rhönschaf im Streichelzoo vergleichen, erkennen sie schnell, das die Wildform nicht zur Wollgewinnung nutzbar ist. Das übermäßig gesteigerte Wachstum der Unterwolle und der gleichzeitige Rückgang der Deckhaare bei den Hausschafen sind eine Folge spezieller Züchtungen. Erst im 19. Jahrhundert wurde das Mufflon als Wildtier in Deutschland wieder angesiedelt, nachdem es ursprünglich ein riesiges Verbreitungsgebiet in Europa und Asien gehabt hatte und erst durch das kalte Klima der letzten Eiszeit in den Mittelmeerraum abgedrängt worden war. Die Mufflons leben in Herden und kommen in hügeligem Bergland bis in 4000 m Höhe vor. Ihre Paarungszeit ist November. Dann streiten sich die Männchen um die paarungsbereiten Weibchen mit eindrucksvollen Rammkämpfen: Zwei Widder rennen aufeinander zu und prallen krachend mit ihren großen, gebogenen Hörnern aneinander. Nach ca. 5 Monaten Tragzeit kommen dann die Jungtiere zur Welt. Sie üben sich früh in übermütigem Nachlauf und munteren Bocksprüngen und zeigen vom ersten Tag an ihre Trittsicherheit, auch auf unebenem Gelände. Die Jungtierführung ist nicht die einzige Führung in den Ferien: Am Dienstag, dem 19.4. geht es der Frage nach, ob Tiere miteinander reden, am Mittwoch, 20.4., ob für die Tiere leuchtende Farben oder lieber Tarnung besser sind, am Freitag, 22.4., wird dann das Stachelschwein vorgestellt. All diese Führungen starten um 11 Uhr an der Statue des Zoogründers und sind kostenfrei, ohne Zusatz zum Eintrittspreis. Kostenfrei ist auch die Abendführung im Frühling, die am Samstag, dem 23.4. um 19 Uhr beginnt. Auch die Führungen in die Madagaskar-Voliere zu den agilen Kattas und Roten Varis haben mit den Osterferien wieder begonnen: Sie finden nun zweimal täglich um 14 und um 16 Uhr statt und die Teilnehmer treffen sich am unteren Eingang der Voliere. Diese Führungen müssen allerdings auf der Homepage www.opel-zoo.de vorgebucht werden. Auch sie sind kostenfrei, allerdings bittet der Opel-Zoo um eine Spende für seine Artenschutzprojekte. Diese Spende kann dann vor Ort geleistet werden.

Zoo Leipzig 12.04.2022
Doppeltes Jungtierglück in Gondwanaland – Nachwuchs bei den Zwergplumploris
Doppeltes Jungtierglück in Gondwanaland: Am 3. April brachte Zwergplumplori-Weibchen Sue (6) zum zweiten Mal nach 2021 Zwillinge zur Welt. Sue versorgt ihre Jungtiere bislang sehr fürsorglich in der rückwärtigen Anlage und hat den Pflegern auch schon einen ersten Blick auf ihren Nachwuchs gestattet, als sie zur routinemäßigen Fütterung auf die Waage ging. Diese zeigte für die drei Zwergplumploris (Nycticebus pygmaeus) ein gemeinsames Gewicht von über 700 Gramm an. „Die Jungtiere sind lebhaft, halten sich gut am Körper der Mutter fest und scheinen ausreichend versorgt zu werden“, zeigt sich Seniorkurator Ariel Jacken über den neuerlichen Zuchterfolg bei den auf der Roten Liste als stark gefährdet eingestuften Zwergplumploris erfreut. Vater der Zwillinge ist der fast fünf Jahre alte Bero, der zusammen mit Sue das Zuchtpaar bildet. Der Zoo im Fernsehen: Am Karfreitag um 20.15 Uhr strahlt der MDR ein weiteres „Elefant, Tiger & Co. – Spezial“ aus, in dem diesmal die Modernisierung des Aquariums im Mittelpunkt steht. Drei Jahre lang hat das „Elefant, Tiger & Co.“ – Team den Umbau des historischen Gebäudes und die logistische Meisterleistung, rund 3.000 Fische umzusiedeln, mit der Kamera begleitet. Das 90 Minuten lange Spezial bietet allen Zoointeressierten einen informativen Blick hinter die Kulissen und einmalige Einblicke in die faszinierende Unterwasserwelt im neuen Aquarium.

Zoo Köln 12.04.2022
Zoodirektor Prof. Theo B. Pagel verlängert
Der Aufsichtsrat des Kölner Zoos hat auf seiner jüngsten Sitzung den Vertrag von Prof. Theo B. Pagel, 61, als Vorstandsvorsitzender und -sprecher der AG Zoologischer Garten Köln bis 31. Januar 2027 verlängert. Er würdigt damit die Arbeit Pagels, der auch außerhalb des Kölner Zoos aktiv und einflussreich ist. So stand er bis vergangenen November dem Weltzooverband (WAZA), der Dachvereinigung wissenschaftlich geführter Zoos weltweit, als Präsident vor. Er amtiert derzeit als Past-President. Außerdem ist er Mitglied des Councils des Europäischen Zooverbands (EAZA) und im Vorstand des Verbands der Zoologischen Gärten (VdZ). Pagel ist u.a. in der Lehre an der Universität zu Köln tätig, Mitglied im Tierschutzbeirat des Landes NRW und in mehreren Gremien der Weltnaturschutzunion (IUCN). Der Aufsichtsrat sieht die besonders positive Entwicklung, die der Kölner Zoo gerade in den vergangenen Jahren unter Leitung von Prof. Theo B. Pagel und Christopher Landsberg genommen hat. Zahlreiche neue Anlagen entstanden, so zuletzt das „Arnulf-und-Elizabeth-Reichert-Haus“. Dr. Ralf Unna, Aufsichtsratsvorsitzender des Kölner Zoos, sagt: „Der Zoo ist unter Leitung von Prof. Pagel lokal wie international äußerst hoch angesehen. Wir freuen uns, dass er für eine weitere Berufung zur Verfügung steht. Wir haben seinen Vertrag gerne verlängert. Prof. Pagel behält er immer das Ziel vor Augen bei Haltung, Tierwohl, Bildung, Forschung und Naturschutz innovativ Maßstäbe zu setzen. Wir wünschen ihm dabei weiterhin viel Erfolg.“ Pagel: „Auch ich freue mich sehr, dass ich der wunderbaren Einrichtung Kölner Zoo für weitere Jahre vorstehen darf. Meine Lebensplanung sieht vor, nach dann 36 Jahren Kölner Zoo, davon 20 als Zoodirektor, mit 66 Jahren in Ruhestand zu gehen. Bis zum Ende meiner Amtszeit habe ich, gemeinsam mit meinem Vorstandskollegen Christopher Landsberg und dem gesamten Zoo-Team, noch viel vor. Es gilt, den Kölner Zoo weiter zu einem führenden Naturschutz- und Bildungszentrum auszubauen. Weiterhin werde ich mich in verschiedenen internationalen Gremien für den Erhalt der Artenvielfalt einsetzen. Darüber hinaus ist es mir Anliegen, unsere Artenschutzprojekte langfristig zu sichern sowie unseren Gästen – gerade in schwierigen Zeiten – durch begeisternde Tiererlebnisse Erholung, Ablenkung und Zerstreuung zu bieten.“ Moderne Zoos nehmen heutzutage eine Fülle gesamtgesellschaftlich bedeutender Aufgaben wahr. Rund 700 Millionen Menschen weltweit besuchen jährlich Zoologische Gärten. Im Kölner Zoo sind es in normalen Jahren mehr als 1 Million Besucher. 22.000 junge Menschen lernen Jahr für Jahr in der Zooschule, wie wichtig Tier- und Naturschutz sind. Mit mehr als 2,2 Millionen Euro hat der Kölner Zoo allein in den vergangenen elf Jahren Artenschutzprojekte auf der ganzen Welt unterstützt. Die Zahlen belegen, wie leistungsfähig und bedeutend der Kölner Zoo ist.

Zoo Hoyerswerda 12.04.2022
Urlaubsrückkehrer Björn und Bengt wieder da Bärenbrüder wieder im Zoo Hoyerswerda
Die Europäischen Braunbären Björn und Bengt sind heute aus ihrem Bärenurlaub in Augsburg wieder in den Zoo Hoyerswerda zurückgekehrt. Als Begrüßungsgeschenk überreichte Oberbürgermeister Torsten Ruban-Zeh einen Korb voller Lieblingsleckereien. „Schön, unsere Bären wieder in ihrer Heimat im Lausitzer Seenland als Rückkehrer begrüßen zu können. Sie sind eben doch Hoyerswerdsche Jungs“, sagt der Oberbürgermeister. Mit Radlader und Kran wurden die circa 1.500 Kilogramm schweren Transportkisten vom Transportwagen zum Innenstall bewegt. Dort am Schieber angekommen, wartete eine leckere Honigbrotspur Richtung Futter auf die beiden Brüder. Das frische Obst und Gemüse wurde auch umgehend mit dem richtigen Maß an Gemütlichkeit verputzt. So beschreibt auch die Direktorin des Zoologischen Gartens Augsburg, Dr. Barbara Jantschke, die Bären: „Sie waren gute Urlaubsgäste und ganz ganz brave Bären. Wir und unsere Besucher werden sie vermissen“. Den ersten Tag verbringen Björn und Bengt heute im Innenstall und können morgen zur Eingewöhnung ins Vorgehege. Sollte dann alles passen, werden sie am Donnerstag das erste Mal ihre sanierte Anlage begehen und erkunden können. „Wir richten uns ganz nach unseren Teddys und machen das alles in ihrem Tempo. Wenn sie noch mehr Zeit benötigen, bekommen sie die auch. Auch wenn es heißt, dass sie dann erst nach Ostern ihre Anlage entdecken können“, erklärt Tierpflegerin Saskia Schroll. Seit Ende Oktober wurde die Bärenanlage des Zoo Hoyerswerda saniert. Dafür zogen die beiden Europäischen Braunbären Björn und Bengt in den Bärenurlaub nach Augsburg in den Zoologischen Garten. Durch die Grabetätigkeit der Bären hat sich der Schlossgraben in der Anlage stetig erweitert und wurde wasserdurchlässiger. Nun wurde er wieder an seine ursprüngliche Breite angepasst und abgedichtet. Ein wichtiger Arbeitsschritt auch für die Standsicherheit des Schloss Hoyerswerda. Das Schlossgebäude ist von einem Wallgraben umgeben, dessen Wasser die Durchfeuchtung des Erdreiches unter dem Schloss absichert. Die Sicherstellung des Sollpegels hat in den letzten Jahren die Zuleitung erheblicher Mengen Trinkwasser erforderlich gemacht. Mit Hilfe zweier Absperrbauwerke wurde der Graben bei den Bären trocken gelegt und anschließend mit Beton ausgekleidet. Eine darin eingebaute Belüftung soll dabei helfen das Wasser im Winter eisfrei zu halten. Eine Anbringung des Stromzaunes auf dem Uferbereich der Schlossseite ermöglicht es den Bären zusätzlich, die Anlage jetzt auch an den besonders kalten Wintertagen zu nutzen. Sie erhalten festangebrachte Höhlen und neue Bäume zur Verschattung und robuste Baumstämmen zum Klettern und Toben. Die Baukosten lagen wie geplant bei 151.100 Euro netto und werden durch das Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus anteilig gefördert, auf der Grundlage des vom sächsischen Landtags beschlossenen Haushalts i. H. v. 75.551 Euro, welche über den Kulturraum Oberlausitz-Niederschlesien ausgereicht werden.

Zoo Osnabrück 12.04.2022
An Ostern Baumstachlernachwuchs Bruce besuchen – Auch Rentierjunge Findus geboren
Genau in den Osterferien kam vergangenen Donnerstag Baumstachlernachwuchs Bruce zur Welt. Er ist bereits das vierte Jungtier von Manfred und Mechthild. Auch bei den Rentieren ist das erste Jungtier in diesem Jahr geboren. Wer an den Ostertagen das schöne Wetter genießen möchte, kann dies besonders gut im Zoo Osnabrück tun. Der Waldzoo wird nach und nach wieder grün und in vielen Gehegen können Besucher das tierische Familienleben beobachten. Neben dem Schimpansenjungtier oder den inzwischen sechs kleinen Guteschafen erobert nun in der nordamerikanischen Tierwelt „Manitoba“ Baumstachlerjungtier Bruce sein Gehege. „Er ist im Moment nur im Innenbereich zu sehen. Besucher können ihn durch eines der drei Gucklöcher entdecken. Bruce kuschelt sich am liebsten in das dichte Heu neben den dicken Baumstämmen“, berichtet Tierpfleger Marcel Köck-Nitschke. „Bruce trinkt noch bei seiner Mutter, aber als Nestflüchter ist er schon recht aktiv und knabbert auch mal am Heu. In einer Woche probiert er sicherlich Gemüse.“ Direkt nach seiner Geburt wurde Bruce von den Zootierärzten hinsichtlich des Geschlechts untersucht. „Das müssen wir bei den Baumstachlern direkt nach der Geburt machen. Dann sind ihre Stacheln noch weich und wir können sie mit Schutzhandschuhen anfassen. Bereits wenige Tage nach der Geburt ist das nicht mehr möglich. Selbst jetzt blieben schon einige Stacheln mit ihren Widerhaken im Handschuh hängen“, berichtet der Tierpfleger. Mutter Mechthild benötigt nach der Geburt besonders viel Energie: „Sie stürzt sich zurzeit regelrecht aufs Futter. Vater Manfred verbringt die meiste Zeit außerhalb des gemeinsamen Hauses. Anscheinend möchte Mechthild zurzeit lieber mit dem Nachwuchs alleine sein“, so Köck-Nitschke. Neuer Nachwuchs ist seit Freitag auch bei den Rentieren in der nordeuropäischen Tierwelt „Kajanaland“ zu entdecken. Der kleine Bock Findus ist zwar noch etwas wackelig auf den Beinen und braucht zwischendurch viel Schlaf, läuft aber schon an der Seite seiner Mutter, denn Rentiere müssen schnell mit der Herde mithalten. Seine Mutter passt gut auf ihn auf und lässt zurzeit keine Artgenossen in seine Nähe. Wer das tierische Familienleben beobachten möchte, kann dies an den Osterfeiertagen zu den regulären Öffnungszeiten (9 Uhr bis 18:30 Uhr, Kassenschluss: 17:30 Uhr). Zurzeit ist kein 3G-Nachweis für den Zoobesuch notwendig. Der Zoo bittet darum in den Tierhäusern sowie im Ein- und Ausgangsbereich weiterhin eine medizinische oder FFP2-Maske zu tragen. Neue Corona-Vorgaben für den Zoobesuch immer unter: www.zoo-osnabrueck.de. Wissenswertes zum Baumstachler/Urson (Erethizon dorsatum) Baumstachler, auch Ursons genannt, leben hauptsächlich im Mittelwesten und Westen der USA und Nordmexiko sowie in Alaska und Kanada. Sie erreichen eine Körpergröße von etwa 60 bis 70 Zentimetern und sind nach den Bibern die zweitgrößten Nagetiere Nordamerikas. Baumstachler haben etwa 30.000 Stacheln, die bis zu 12 Zentimeter lang werden können. Die Stacheln haben winzige Widerhaken und sind deshalb nur schwer zu entfernen. Baumstachler verbringen die meiste Zeit ihres Lebens in Bäumen und kommen eigentlich nur auf den Boden, um den Baum zu wechseln. Sie sind gute Kletterer mit starken Krallen und unbehaarten Fußsohlen. Die Baumstachler ernähren sich von Blättern, Blüten und Zweigen, Rinde sowie Beeren und Früchten. Wissenswertes zum Rentier (Rangifer tarandus) Rentiere leben im Sommer in der Taiga und im Winter in der Tundra in Nordeurasien, Nordamerika, Grönland und anderen arktischen Inseln. Die Natur hat das Ren mit vortrefflichen Eigenschaften ausgestattet, um das Klima arktischer und subarktischer Zonen gut zu überstehen. Es besitzt ein sehr dichtes Haarkleid. Auf den ungewöhnlich breiten, zweigespaltenen Hufen, natürlichen Schneetellern, eilt das Ren fast schwerelos über den sumpfigen Boden oder tiefen Schnee. Dabei ist ein eigentümliches Knacken im Fußbereich zu hören. Lange Zeit wurde angenommen, dass die Hufe aneinander schlagen würden. Das typische Geräusch wird jedoch durch eine besondere Aufhängung von Sehnen im Fußbereich hervorgerufen. Eine weitere Besonderheit: Rentiere sind die einzige Hirschart, bei welcher beide Geschlechter ein Geweih besitzen, wobei das des Männchens wuchtiger und stärker ausgebildet ist. Es ist der einzige von Menschen als „Haustier“ gehaltene Hirsch. Neben Milch mit 22 Prozent Fettgehalt – Kuhmilch hat lediglich circa fünf Prozent – liefert das Ren Fleisch und Häute.

Tierpark Bern 12.04.2022
Mund’Art – unser neues Eulen Bistro Team stellt sich vor
Mund’Art ist sesshaft geworden. In unseren jungen, wilden Zeiten haben wir Hochzeiten auf den höchsten Alpen, Pferderennen an den schönsten Seen, Geburtstage in den tiefsten Wäldern oder Firmenanlässe in den grössten Städten der Schweiz kulinarisch begleiten dürfen. Wir waren nicht zu müde, Servicewege von mehreren hundert Meter durch unwegsames Gelände zu gehen, waren uns nicht zu schade, auf offenem Feuer zu kochen. Wir haben mit Freude die ausgefallensten Wünsche umgesetzt, bei Bedarf ausufernde Dekorationen gestaltet. Haben mit Mixologen leckerste Cocktails kreiert, Fabrikhallen in edle Gaststätten verwandelt. Nun sind wir etwas ruhiger, aber nicht minder munter. Wir legen nach wie vor grossen Wert auf regionale Produkte. Stellen, was wir können, selbst her und freuen uns enorm auf unsere neue Heimat und auf Euch. Denn wir haben unseren Platz gefunden und lassen uns zwischen Wölfen und Eisfüchsen nieder. Mund’Art ist sesshaft geworden.

Zooologisch-Botanischer Garten Wilhelma Stuttgart 12.04.2022
Ruhestand nach 47 Jahren Wilhelma / Überraschung zum Abschied „Crocodile Harry“ hinterlässt großen Eindruck
„Jeder Tag kann mein letzter sein“, ist das Credo von Harry Aberle, dem Spezialisten in der Wilhelma für die gefährlichsten Krokodile mit einer Beißkraft von einer Tonne und die größte Giftspritze unter den Schlangen, die Gabunviper. An Ostern ist nun sein letzter Tag gekommen im Zoologisch-Botanischen Garten in Stuttgart: nach 47 Jahren. Dass der 64-Jährige den Ruhestand überhaupt erreicht, verdankt er seinem umsichtigen Umgang mit den ihm anvertrauten Tieren aller Arten. „Routine ist Segen und Fluch zugleich“, weiß er. Bei gefährlichen Tiere entscheiden Kleinigkeiten: Jeder Griff muss sitzen, tausend Mal, ohne gedankenlos zu werden. Seine zupackende Art war Triebfeder und Lebensversicherung einer außergewöhnlichen Laufbahn. International bekannt ist er dafür, dass er Tong, dem weißen Leistenkrokodil, in jahrelangem Training das Springen beigebracht hat. In der Natur schnappen sich die Panzerechsen so Vögel, Reptilien oder Säugetiere, die auf Ästen über dem Fluss sitzen. Eine öffentliche Fütterung dieser Art gibt es in Europa kein zweites Mal. Aberle leitet das Tierpflege-Team im Terrarium, das rund 100 Arten von Reptilien und Amphibien hütet: von Krokodilen und Schlangen über verschiedenste Echsen und Schildkröten bis zu Fröschen. Zum Abschied hat er eine Überraschung parat: „Freddy. Freddy, komm!“ Sein lautes Kommando verhallt. Wenn der Revierleiter ruft, springt kein Azubi. Dafür kommt im Wasser Bewegung auf. Gut getarnt, wie aus dem Nichts, gleitet Frederick heran: das größte Krokodil Deutschlands. Aufs Wort wuchtet der Koloss ohne jeden Anlauf seine 520 Kilo bis zu den Hinterbeinen aus dem Wasser und schnappt mit seinen 64 Zähnen nach dem Huhn in der Hand des Pflegers hoch über ihm. Doch während das mehr als 4,30 Meter lange Leistenkrokodil wieder ins Wasser kracht, klatscht niemand. Diese Fütterung von Frederick vor Publikum zu probieren, wäre selbst „Crocodile Harry“ zu heikel. Sein jüngster Erfolg als Krokodilflüsterer, den er mit dem riesigen Bullen anfangs nicht für möglich hielt, erfüllt ihn mit Stolz, doch ein Hasardeur ist er nicht. So ließ der angehende Ruheständler die rekordverdächtige Aktion kurz vor seinem Ausscheiden zunächst nur von der Kamera für die Nachwelt festhalten. „Die Wilhelma hat rund 100 Tierpflegerinnen und -pfleger, die eine super Arbeit machen, aber Harry Aberle ist ein Unikat“, sagt Direktor Dr. Thomas Kölpin. „Er hat nicht nur mit großer Energie über Jahrzehnte an der Weiterentwicklung des Terrariums mitgearbeitet. Als Dienst an der Allgemeinheit hat er sein Fachwissen auch nach außen getragen, um Polizei und Feuerwehr zu schulen, wie sie richtig reagieren, falls sie bei einem Einsatz unerwartet auf potenziell gefährliche Reptilien oder Spinnen stoßen.“ Im Zweifel ist er auf Anruf der Blaulicht-Fraktion zu jeder Tages- oder Nachtzeit selbst ausgerückt, um in Amtshilfe Tiere mit null bis acht Beinen sicher einzufangen oder deren Art zu bestimmen. „Nicht zuletzt durch seine unterhaltsame Art hat Harry Aberle einen enormen Wiedererkennungswert gewonnen“, meint Kölpin. „Über die Zoo-Dokuserien im Fernsehen ist er zu einem Markenzeichen der Wilhelma geworden, das frei Schnauze spricht. Eine große Klappe soll ihm als Krokodilpfleger gestattet sein.“

Zoo Hoyerswerda 11.04.2022
Flauschiger Stachler und rabenschwarzes Äffchen Nachwuchs im Zoo Hoyerswerda
Ein putziger Stachler und ein rabenschwarzes Äffchen sind letzte Woche im Zoo Hoyerswerda geboren. So verschieden wie sie sind, haben sie dennoch eins gemeinsam: Sie halten ihre Eltern derzeit ganz schön auf Trapp. Nachwuchs Springtamarin Das Springtamarin-Jungtier ist jetzt eine Woche alt und der erste Nachwuchs dieser Art im Zoo Hoyerswerda. Für das Zuchtbuch eine Erfolgsnachzucht, denn die kleinen Schwarzen Krallenaffen sind stark gefährdet und das Hoyerswerdaer Pärchen genetisch gefragt. Das kleine Äffchen verbringt die meiste Zeit noch auf dem Rücken der Mutter und ist für ungeübte Augen nicht leicht zu erkennen. Ganz schwarz und Ton in Ton springt es huckepack von Ast zu Ast mit und lässt seinen festen Griff nicht locker. Ob es ein Weibchen oder ein Männchen ist, wird sich erst noch herausstellen. Springtamarine bilden die Ausnahme unter den Krallenaffen. Sie bekommen nicht wie üblich zweieiige Zwillinge, sondern nur ein Jungtier. Ihr Name ist Programm, denn die circa 25 Zentimeter kleinen Affen schaffen ohne weiteres Sprünge von bis zu vier Metern. Nachwuchs Baumstachler Das gerade einmal sechs Tage alte Baumstachler-Jungtier ist der erste Nachwuchs des im Zoo geborenen Männchens Milo. Gerade einmal 20 Zentimeter lang ist der kleine Stachler und macht seinem Namen schon alle Ehre. Auch wenn er wie ein kleiner Flauscheball mit Knubbelnase aussieht, ist er ganz schön stachelig, denn die Stacheln hat er schon von Geburt an. Seine ersten Klettertouren wagt er bereits in sicherer Nähe zu seinem Baumstamm. Das Geschlecht des Kleinen steht noch nicht fest und wird bei der nächsten routinemäßigen Untersuchung ermittelt. Die meiste Zeit erkundet der Nachwuchs die Anlage auch schon mal allein, hat aber seinen Lieblingsplatz an einem Baumstamm mit Kletterästen direkt in Besuchernähe schon gefunden. Für Nagetiere haben Baumastachler eine ungewöhnlich lange Tragzeit um die 200 Tage. Bei Gefahr stellen die Nager ihr Stachelkleid auf und schlagen mit dem Schwanz. An den mehr als 30.000 Stacheln haben die Tiere winzige Widerhaken, die dafür sorgen, dass die Stacheln in ihren Gegnern hängen bleiben. Bei jeder Bewegung des Feindes bohren sie sich noch tiefer in den Körper.

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