Zoopresseschau

Wildpark Assling 19.06.2021
Liebenswerte „Stinktiere“
42 Tage warten auf Nachwuchs und die Freude war groß, als unser Frettchen Paula am 02. Mai zum ersten Mal Mama wurde. Nach 6 Wochen kuscheln, fressen und schlafen erkunden die 3 Jungs mit ihrer Schwester nun ihr neues Zuhause im Wildpark Assling. Das Frettchen ist die gezähmte (domestizierte) Form des wildlebenden europäischen Waldiltisses, welcher fast überall in Europa beheimatet ist. Seit dem 14. Jahrhundert wurde das Wildtier gezähmt und für die Jagd auf Ratten und Hasen eingesetzt. Heute wird das Frettchen als Haustier gezüchtet und kann in der Wohnung (der Geruch ist wirklich gewöhnungsbedürftig) oder in einem Außengehege gehalten werden.

Zoo Berlin 18.06.2021
Eis am Stiel für Wasserschweine – Tiere in Zoo und Tierpark Berlin bekommen eine Abkühlung
Elefanten, Tiger und Riesenschildkröten in Zoo und Tierpark Berlin trotzen den warmen Temperaturen und freuen sich über eine erfrischende Abwechslung. Das tut gut – Wasserschwein Marley verputzt eine eisgekühlte Melone am Stiel bevor ihr quirliger Nachwuchs auf den Geschmack des süßen Obstes kommt und ihr den Leckerbissen streitig macht. Der Großteil der rund 30.000 Tiere in Zoo und Tierpark kommen gut mit den warmen Temperaturen zurecht – wärmeempfindlichere Bewohner wie die Pandas können sich während der Hitzewelle in schattige Höhlen oder ins kalte Wasser zurückziehen. Sommerzeit heißt Eisbombenzeit für die Tiere in Zoo und Tierpark Berlin! Für das Löwenrudel im Zoo und die Sumatra-Tiger im Tierpark gab es zur Abkühlung Eisbomben aus gefrorenem Fleisch. Mit ihrer außerordentlich rauen Zunge können sie, ähnlich wie mit grobem Sandpapier, das schmackhafte Fleisch raspeln. Die Sumatra-Tiger fühlen sich – im Gegensatz zu vielen anderen Katzenarten – auch im Wasser pudelwohl und nehmen an heißen Tagen gerne ein erfrischendes Bad. Durch die Schwimmhäute zwischen ihren Zehen sind sie sehr agile Schwimmer. Die Asiatischen Elefanten im Zoo kühlen sich bei den aktuellen Temperaturen wahlweise mit einer Sanddusche ab und schützen ihre Haut damit sowohl vor der Sonne als auch vor kleinen, lästigen Tierchen auf ihrer Haut oder halten ihre Rüssel direkt in den Wasserstrahl. Bei Bedarf tauchen sie auch ganz im Badebecken ab und nutzen ihren Rüssel als Schnorchel. Die grauen Riesen trinken außerdem bis zu 150 Liter pro Tag. Die Wasserschweine – die größten Nager der Welt – haben von den Tierpfleger*innen eisgekühlte Melone am Stiel bekommen und diese innerhalb kürzester Zeit verputzt. Auch den Wasserschweinen macht die Hitze keine Probleme, sie können bei steigenden Temperaturen minutenlang im Wasser abtauchen und dabei sogar ihre Nasenlöcher verschließen. Wasserschweine haben ihren ursprünglichen Lebensraum in den Urwäldern des Amazonas und in den Grassteppen Südamerikas. Die Riesenschildkröten im Tierpark bekommen bei wärmeren Temperaturen eine wohltuende Dusche, für die Zerteilung ihres Snacks haben die Seychellen-Riesenschildkröten jedoch keine Zähne, sie nutzen dafür ihren Hornschnabel. Als Anpassung an ihren trockenen Lebensraum können die bis zu 250 kg schweren Riesenschildkröten nicht nur mit dem Mund, sondern auch durch die Nase trinken. Weil es in ihrem natürlichen Lebensraum kaum Gewässer gibt, können die Tiere durch die Nasenlöcher selbst die kleinsten Mengen Wasser aus Gesteinsritzen aufnehmen. Die Tiere erleben im Laufe ihres Lebens so einige warme Sommer – sie können bis zu 170 Jahre alt werden und gehören damit zu den Tieren mit der höchsten Lebenserwartung. Auch für Tiere aus kälteren Gefilden wird gesorgt: Die Panda-Familie kann sich bei Bedarf im Wasserlauf oder Badebecken abkühlen oder sich auf die kühlen Felsen in den klimatisierten Innenräumen zurückziehen. Am kältesten Ort des Zoo Berlin bleibt die Temperatur immer gleich – im Pinguinhaus tauchen Königs- und Felsenpinguine ganzjährig bei rund 9 Grad ab.„Die allermeisten Tiere kommen bei uns sehr gut mit der Hitze klar, der Großteil von ihnen kommt ohnehin aus warmen Regionen. Die kühlende Erfrischung wird aber offensichtlich dennoch sehr gern angenommen“, erklärt Zoo und Tierpark-Direktor Dr. Andreas Knieriem. „Auch für unsere Gäste lässt es sich in Zoo und Tierpark gut aushalten. Durch die großen, alten Bäume finden sowohl Tiere als auch Besucher*innen immer einen angenehmen Schattenplatz“, ergänzt er. Seit kurzem ist auch der Wasserspielplatz im Tierpark wieder in Betrieb. Seit heute entfällt zudem laut der dritten SARS-CoV Infektionsschutzmaßnahmenverordnung die generelle Pflicht zum Tragen medizinischer Masken in den Außenbereichen der beiden Zoologischen Gärten. Weiterhin gilt jedoch: Kann der Mindestabstand zu anderen Personen nicht eingehalten ist eine medizinische Maske zu tragen. Für den Besuch des Aquarium Berlin sowie für die Shops muss seit heute kein negatives Testergebnis mehr vorgelegt werden.

Opel-Zoo 18.06.2021
Elefanten, Jungtiere, Pinguine & mehr
Kostenfreie, öffentliche Führungen im Opel-Zoo Seit Anfang Juni werden im Opel-Zoo wieder regelmäßig die kostenfreien, öffentlichen Führungen angeboten. „Wir stellen verschiedene, bei den Besuchern stets beliebte Tierarten vor, besuchen die vielen Jungtiere, die zur Welt gekommen sind, verdeutlichen die unterschiedliche Kommunikation im Tierreich, gehen der Frage nach, welche Vor- und Nachteile Einzelgänger oder Familienverbunde haben und vieles mehr“, so Dr. Martin Becker, Leiter der Zoopädagogik. Montag bis Freitag, jeweils um 15 Uhr starten er bzw. seine Kolleginnen des Zoopädagogen-Teams mit der Führung an der Statue des Zoogründers gegenüber dem Haupteingang. Die Zoobesucher, die daran teilnehmen möchten, müssen sich vor der Führung im Online-Ticketshop auf der Startseite der Homepage des Opel-Zoo www.opel-zoo.de angemeldet und mit ihren Kontaktdaten registriert haben. Das kostenfreie Ticket für die Führung muss ausgedruckt und bei den Zoopädagogen abgeben werden. Es wird vier Wochen lang für eine mögliche Kontaktverfolgung archiviert und dann vernichtet. Dr. Becker führt aus, dass die Führungen stets sehr beliebt seien, könne man doch für die überschaubare Gruppengröße von bis zu 20 Personen viel Interessantes aus dem Tierreich erläutern, spielerisch Wissen über biologische Themen vermitteln und Zusammenhänge in der Natur aufzeigen. Selbstverständlich können die Zoopädagogen stets auch auf Fragen eingehen. Mit einer solchen Führung nehmen Familien mit ihren Kindern, aber auch Einzelpersonen noch einmal einen ganz besonderen Eindruck vom Zoobesuch mit.

Naturschutz-Tierpark Görlitz-Zgorzelec 18.06.2021
Hände weg von den jungen Wilden!
Der Naturschutz-Tierpark Görlitz-Zgorzelec bittet Tierfreunde vermeintlich verlassene Jungtiere nicht einzusammeln Wie jedes um diese Zeit steht das Telefon der Wildtierauffangstation im Görlitzer Tierpark nicht still. Im Dauertakt kommen Anfragen besorgter Tierfreunde zu vermeintlich hilfsbedürftigen Rehkitzen, Waschbären, Füchsen, Vögeln und Co. Über Anrufe freuen sich die Mitarbeiter, kann auf diese Weise doch aufklärt werden. Die Freude über kerngesunde Jungtiere, die aus Unwissenheit mitgenommen und in die Wildtierauffangstation gebracht werden, hält sich hingegen in Grenzen. Auch wenn ein Eingreifen des Menschen aus ethischer Sicht zwar verständlich ist, ist es meist nicht zum Besten des Tieres! Die besten Betreuer für junge Wildtiere sind immer noch die eigenen Eltern. Aber wie erkennt Tierfreund, ob ein Jungtier tatsächlich in Not ist? „In den meisten Fällen ist das nicht der Fall“, so Catrin Hammer, Tierpark-Kuratorin. „Elterntiere halten sich nicht ständig bei ihren Jungen auf. Meist befinden sie sich jedoch in der unmittelbaren Umgebung. Nähert sich ein Mensch, wagen sie sich nicht zu ihrem Nachwuchs.“ Catrin Hammer rät in solchen Situationen, sich schnellstmöglich vom Fundort zu entfernen. Fühlen sich die Eltern ungestört, kehren sie nach kurzer Zeit zurück. Wer sichergehen möchte, dass es dem Jungtier tatsächlich gut geht, kann nach einiger Zeit nachschauen, ob es sich noch immer an derselben Stelle befindet. Fuchs- und Waschbärwelpen unternehmen übrigens schon relativ früh Ausflüge. Auch wenn sie sehr unbeholfen wirken, sie sind nicht verlassen, die Mutter sammelt sie wieder ein! Im Wald, auf der Wiese oder dem Feld liegt bewegungslos ein Rehkitz? Dann gilt auch hier: schnellstmöglich den Ort verlassen! Die Ricke wird zu ihrem Kitz zurückkommen, sobald der Mensch weg ist. Rehkitze sind sogenannte Ablieger, die bei Gefahr nicht weglaufen, sondern sich ducken und bewegungslos verharren, bis die Gefahr vorüber ist. Fieptöne sind kein Anzeichen für eine aktuelle Qual des Tieres, sondern der Hilferuf an das Muttertier, da sich das Kitz durch die Anwesenheit von Menschen bedroht fühlt. Im Wald, Parks oder im Garten sitzen sie und fliegen nicht weg: junge Vögel, die schon ihr Nest verlassen, bevor sie richtig fliegen können. Das ist ganz normal! Die Elternvögel füttern die auf dem Boden herumhüpfenden und bettelnden Jungen weiter. Wer hier helfen möchte, sollte Hunde und vor allem Katzen von den Jungvögeln fernhalten. Für diejenigen, die sich zu diesem Thema weiter informieren möchten, hat das sächsische Staatsministerium ein umfassendes Faltblatt entwickelt (https://publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/11129). Ansonsten bitte vor dem Einsammeln vermeintlich hilfsbedürftiger Jungtiere zunächst die Wildtierauffangstation des Tierparks unter 0160 90 95 48 00 anrufen und um Einschätzung der Situation bitten. So kann vermeidbares Leid verhindert werden.

Zoo Leipzig 18.06.2021

Herber Rückschlag im Elefantenhaus Elefantenbulle Kiran ist tot
Der Im letzten Jahr geborene Elefantenbulle Kiran (1,5 Jahre)ist tot. Die Pfleger fanden ihn heute Morgen liegend im Stall inmitten der Herde um Rani(11). Vor drei Tagen zeigte Kiran erstmals Symptome von reduziertem Appetit und einer leichten Abgeschlagenheit. Seitdem stand er unter tierärztlicher Beobachtung und bekam unterstützende Medikamente. Noch am gestrigen Tage zeigte er keine großen Auffälligkeiten und ging sogar zusammen mit den anderen Elefanten baden. „Wir sind alle fassungslos und können uns die rasante Verschlechterung seines Gesundheitszustandes und die Todesursache noch nicht erklären. Unsere Tierärzte leiteten heute Morgen sofort eine pathologische Untersuchung ein, um umgehend Aufschluss darüber zu erlangen. In den letzten Monaten verlief Kirans Entwicklung sehr zufriedenstellend, er war gut in der neu zusammengestellten Herde integriert und wog inzwischen fast 500 Kilogramm. Umso schwerer wiegt jetzt für uns der plötzliche Verlust“, so Zoodirektor Prof. Jörg Junhold. Mutter Rani, Don Chung(38) und Elefantenkuh Thuza (12) waren heute Nacht mit ihm zusammen und haben noch in den Morgenstunden Abschied von Kiran genommen. Die Herdebekommt heute die Möglichkeit, zwischen Außenanlage und rückwärtigen Bereich zu pendeln. Neue Lockerungen für den Zoobesuch: Ab morgenöffnen die Tageskassen des Zoos, so dass der spontane Zoobesucher wieder möglich ist. Der Verkauf von datierten Online-Tagestickets bleibt nach wie vor bestehen. Die Onlinetickets ermöglichen den garantieren Besuch des Zoos am Wunschtag. Zur Sicherstellung der Hygiene- und Abstandsregeln kann es allerdings zeitweise zu Schließungen der Kassen kommen .Wir bitten weiterhin unsere Besucher ,an Engstellen und in den Tierhäusern eine medizinische Maske zu tragen. Jahreskartenbesitzer benötigen zudem kein 0-Euro Ticket mehr, sondern können in gewohnter Weise durch das Drehkreuz gehen.

Tierpark Nordhorn 18.06.2021
Ehrenamt im Tierpark Nordhorn Verschiedene Arbeitsfelder sind möglich – aktuell Aufbau eines Schmiedeteams
Als gemeinnützige Organisation freut sich der Tierpark über die große Unterstützung, die er erfährt. Sei es durch Sach- und Geldspenden, Erbschaften oder durch ehrenamtliches Engagement. Egal ob im Bereich Grünpflege, oder in der historischen „Vechtewelt“, es gibt grundsätzlich viele Betätigungsfelder für Ehrenamtliche im Familienzoo. „Wir schätzen ehrenamtliches Engagement sehr! Deshalb nehmen wir den Wunsch danach sehr ernst und gehen offen und transparent mit den Möglichkeiten im Tierpark um!“ so Zoodirektor Dr. Nils Kramer. „Aufgrund der Coronapandemie gab es seit über einem Jahr aber kaum Gelegenheiten für ehrenamtliches Engagement im Tierpark. Jetzt legen wir wieder los!“ Dass die Menschen sich wieder engagieren wollen, merkt der Tierpark an der aktuell verstärkten Nachfrage. Damit das mögliche ehrenamtliche Engagement jedoch für alle Beteiligten einen Mehrwert und eine Bereicherung darstellt, bedarf es im Vorfeld einer kritischen und ehrlichen Überprüfung der eigenen Wünsche und Vorstellungen mit den tatsächlichen Möglichkeiten im Tierpark. „Als Tierpark suchen wir vor allem verlässliche, langfristige Ehrenamtliche und bieten keine Projektarbeit für ein kurzes Engagement an,“ so Zoodirektor Kramer weiter und ergänzt: „Auch für ein ehrenamtliches Engagement muss man sich dauerhaft motivieren können. Deshalb ist es wichtig für sich zu klären, ob das Interesse an einem ehrenamtlichen Engagement aus einer spontanen Laune entspringt oder aber eine langfristige Motivation besteht.“ Ein wichtiger Punkt dabei ist die zeitliche Verfügbarkeit, denn meist verlangen auch Hobbys, der Beruf oder die Familie berechtigterweise Zeit, so dass die tatsächlich zur Verfügung stehenden Freiräume für ein Ehrenamt meist viel kleiner sind, als man es gerne hätte. Als Freizeitbetrieb hat der Tierpark dabei natürlich besonders viele Besucher und daher „Arbeit“ für Ehrenamtliche, wenn andere frei haben wie an Sonn- und Feiertagen, wobei dies natürlich nicht auf alle Aufgabenfelder im Zoo zutrifft. Ein weit verbreiteter Irrglaube ist, dass Ehrenamtliche in einem Tierpark mit den Tieren zu tun haben und einen engen Umgang mit diesen pflegen. Dies ist nicht so. Es gibt keine ehrenamtlichen Stellen, bei denen ein ständiger direkter Tierkontakt stattfindet. Die Versorgung der Tiere liegt ausschließlich in der Hand von Fachexperten der zoologischen Abteilung. Aber in vielen Bereichen ist die Arbeit von Ehrenamtlichen eine sinnvolle und positive Ergänzung der rund 180 Mitarbeiter des Zoos! So gibt es zum Beispiel in der historischen „Vechtewelt“ vielfältige Möglichkeiten. Altes Handwerk, Tradition und Brauchtum können den rund 500.000 Besuchern im Jahr nähergebracht werden. Ein ganz aktuelles Projekt ist hier die von der Sparkassenstiftung geförderte historische Schmiede. Das fertige Gebäude wartet darauf mit Leben gefüllt zu werden. Dafür sucht der Zoo konkret interessierte Ehrenamtliche, die als Hobbyschmiede gerne an Sonn- und Feiertagen, im Rahmen von Ferienpassaktionen oder bei Veranstaltungen den Schmiedehammer schwingen und den Besuchern das Handwerk näherbringen. Ein erstes Treffen des „Schmiedeteams“ wird in Kürze stattfinden. Interessierte sollten zur Kontaktaufnahme, wie auch für alle anderen Betätigungsfelder, eine kurze Bewerbung mit Lebenslauf per E-Mail an jobs@tierpark-nordhorn.de senden. Auch die in Kürze eröffnete Dorfmetzgerei und der Kolonialwarenladen am MalleJan warten auf weitere Ehrenamtliche, denen regionale Produkte am Herzen liegen und die Spaß daran haben diese den Gästen zu präsentieren, zu verkaufen und dadurch für die Region Werbung zu machen. Die insgesamt im Wachstum begriffene „Vechtewelt“ im Familienzoo hat viel Platz für Ehrenamtliche mit verschiedensten Interessen. Denn auch zum Beispiel alte Spiele und ein Großteil historischer Handwerkskünste begeistern kleine und große Zoobesucher. In historischer Tracht kann man hier in die „gute alte Zeit“ schlüpfen und wird man hier Teil der lebendigen „Vechtewelt“. Der Tierpark Nordhorn träg den Beinamen „Familienzoo im Grünen“ und das „Grüne“ spielt dabei neben den Tieren eine große Rolle. Alter Baumbestand und liebevoll gepflegte Beete, wechseln sich ab mit Wildblumenwiesen und Kräuter- und Gemüsegärten. Das ist schön anzusehen, bereitet aber eine Menge Pflegearbeit. Neben den eigenen 12 Hektar Parkfläche betreut der Zoo etwa 170 Hektar Kultur- und Naturschutzflächen. Ehrenamtliche mit einem grünen Daumen, denen die Arbeit mit Pflanzen und der Natur viel Spaß bereitet, sind daher in unserem „Zoo-Grünpflegeteam“ bestens aufgehoben. „Unser oberstes Ziel ist es, den Besuchern in unserem Park einen Tag Glück zu schenken!“ so Dr. Nils Kramer. „Dabei können die Ehrenamtlichen mitwirken und dafür bieten wir ihnen ein erfüllendes Betätigungsumfeld im Kreis der Tierparkfamilie,“ schließt der Zoodirektor und freut sich auf zahlreiche Bewerbungen. Ausführliche Informationen zum Ehrenamt im Tierpark finden Sie unter www.tierpark-nordhorn.de/ehrenamtliches-engagement-im-tierpark-nordhorn/

Alpenzoo Innsbruck-Tirol 18.06.2021
Babyboom – der nächste Teil … Der Ententeich füllt sich
Der Babyboom im Alpenzoo lässt auch den Ententeich nicht aus. Innerhalb kürzester Zeit füllte sich der Teich mit vielen kleinen flauschigen Küken. Unter ihnen auch eine Handvoll junger Zwergtaucher, die vergnügt mit den anderen Vögeln den Teich erkunden. Zwergtaucher sind sehr geschickte Schwimmer und Taucher und man muss sich etwas Zeit nehmen, um die kleinen Vögel mit einer Körperlänge von ca. 25 bis 29 Zentimetern zu sehen. In der Balz trillern beide Partner andauernd und schwimmen sich schnell entgegen. Ebenso kann ein Parallelschwimmen und ein Tauchen beobachtet werden, bei dem sie häufig mit den Füßen demonstrativ Wasser aufspritzen lassen. Frisch geschlüpfte Nestlinge sind an Nacken und Hinterhals schwärzlich braun und ihre Stirn ist mit weißlich-silbrigen, haarförmigen Dunen bedeckt. Die Nestlinge haben über dem Auge einen schmalen beige- bis orangefarbenen Streif. Das Kinn ist weißlich und weist eine braune Sprenkelung auf.„Wir freuen uns sehr und sind zudem auch sehr stolz auf unseren Zwergtaucher Nachwuchs, da diese kleinen Vögel in Zoos selten zu sehen sind und sich unsere Kleinen prächtig entwickeln,“ erklärt Zoodirektor Dr. André Stadler. Die angehängten Dateien dürfen kostenfrei verwendet werden. Als Quelle ist der Alpenzoo zu nennen. Wir würden uns sehr über eine Berichterstattung freuen.

Tierpark Hagenbeck 18.06.2021
Hagenbeck verlängert Jahreskarten – Zeitraum des Lockdowns wird angerechnet
Liebe Freunde des Tierparks, die Corona-Pandemie stellt Hagenbeck auch weiterhin vor enorme Herausforderungen. Die Einnahmeverluste in Millionenhöhe sind für uns als gemeinnütziges Unternehmen nur sehr schwer zu kompensieren. Die Einnahmen aus den Ticketverkäufen werden aber dringend für den Erhalt und die Pflege des Tierparks und des Tropen-Aquariums benötigt. Als privatfinanzierter Tierpark in Deutschland ist unsere wirtschaftliche Situation eine andere als die der öffentlich geförderten Zoologischen Gärten. Als Zeichen unserer Wertschätzung für Ihre Geduld können wir Ihnen jetzt bestätigen, dass wir Ihre Jahreskarte um die Zeit des Lockdowns verlängern werden. Sollten Sie davon nicht Gebrauch machen, bedanken wir uns recht herzlich bei Ihnen und nehmen Ihr Engagement als großzügige Spende gern entgegen. Möchten Sie eine Verlängerung Ihrer Jahreskarte beantragen, beachten Sie bitte Folgendes: Ihre Anfrage richten Sie bitte per Post oder E-Mail an jahreskarten-verlaengerung@hagenbeck.de Folgende Anlagen sollte Ihr Schreiben/Ihre E-Mail unbedingt enthalten: Name, Vorname, Geburtsdatum, Adresse, Telefonnummer, E-Mail-Adresse alle Belege, Quittungen, Gutscheine und Jahreskarten, die vom Schließzeitraum betroffen sind: 1. Lockdown Tierpark 18.03.2020 – 05.05.2020, Tropen-Aquarium 14.03.2020 – 02.06.2020, 2. Lockdown Tierpark 02.11.2020 – 27.04.2021 , Tropen-Aquarium 02.11.2020 – 02.06.202, Liegen uns alle Daten von vor, errechnen wir die Ausfallzeiten Ihrer Jahreskarte. Anschließend senden wir Ihnen per Post oder E-Mail einen Gutschein zu, der aufzeigt, bis zu welchem Zeitpunkt Ihre Jahreskarte verlängert wird.Wir bitten Sie um Verständnis, dass die Bearbeitung einige Zeit in Anspruch nehmen kann. Wir freuen uns, Sie bald wieder bei Hagenbeck begrüßen zu können.

Tierpark Hagenbeck 17.06.2021
Dr. Guido Westhoff wird Zoologischer Direktor im Tierpark Hagenbeck
Seit zwei Jahren war die Position des Zoologischen Direktors im Hamburger Tierpark Hagenbeck nicht besetzt. Seit Juni 2021 wurde Herr Dr. Westhoff, der seit 12 Jahren Leiter des Tropen-Aquarium Hagenbeck ist, auf diese Position berufen. Dr. Westhoff, seit frühester Kindheit fasziniert von allen Tieren, studierte Biologie mit Schwerpunkt Zoologie in Osnabrück und Bremen. Nach Diplom und Promotion leitet er eine eigene Forschergruppe am Institut für Zoologie der Universität Bonn und habilitierte 2015. Ein Jahr später wurde der ausgewiesene Schlangenexperte zum Privatdozenten für das Fach Zoologie an der Universität Hamburg ernannt. In dieser Zeit übernahm er auch den Vorsitz des Serumdepot Berlin, einer Vereinigung, die exotische Antiseren für Giftschlangen in mehreren Depots bereithält. Neben Stipendien an der University of California, San Diego und der australischen University of Queensland, sind es vielfache Exkursionen für Forschung und Lehre rund um den Globus, die die internationale Berufserfahrung von Dr. Guido Westhoff im Laufe der Jahre abrunden. Dr. Westhoff begann seine Karriere bei Hagenbeck 2009 als Leiter des Tropen-Aquariums und initiierte viele Umbauten und Projekte wie z.B. das Sumatra-Becken und den Meeresdialog mit der Deutschen Meeresstiftung. Seine Tierhaltung und z.B. das Krokodiltraining sind internationaler Maßstab – er ist außerdem Fachreferent für Reptilien in der Europäischen Zoogemeinschaft. „Als Zoologischer Direktor des Tierpark Hagenbeck habe ich jetzt die Möglichkeit, zusammen mit einem erfahrenen Team die zoologische Zukunft des Tierparks mit einer innovativen Tierhaltung und dem Einsatz für Natur- und Artenschutz im Sinne der langjährigen Tradition von Hagenbeck für den gesamten Tierpark mitzugestalten“, so Dr. Westhoff. „Ich freue mich sehr darüber, dass diese anspruchsvolle Position mit einem so qualifizierten und global aufgestellten Kandidaten besetzt werden konnte. Ich wünsche ihm einen guten Start in eine erfolgreiche zoogärtnerische Zukunft“, so Dr. Dirk Albrecht, Geschäftsführer des Tierpark Hagenbeck.

Tierpark Berlin 17.06.2021
Träum was Schönes, Tiger! Beliebte Sommerabende in Zoo und Tierpark Berlin sind zurück
Der Tiger legt sich mit seinen großen Pranken in die Abendsonne, Flamingos schütteln ihr leuchtendes Gefieder und die langbeinigen Giraffen drehen noch eine Runde bevor sie sich für die Nacht zurückziehen. Nach dem Erfolg im vergangenen Jahr können ab dem 1. Juli Gäste donnerstags und freitags wieder bis in die Abendstunden durch Zoo und Tierpark Berlin tigern. Spaziergehen 2.0 – Das Lieblingshobby der vergangenen eineinhalb Jahre kann diesen Sommer in Zoo und Tierpark Berlin verlegt werden: Zu einer Uhrzeit, an der sich die großen Tore normalerweise für die Besucher*innen schließen, können Gäste vom 1. Juli bis zum 6. August bis 21 Uhr durch den echten Berliner Großstadtdschungel spazieren und Affen, Tiger und Co. in den lauschigen Abendstunden besuchen. Mit musikalischer Untermalung verschiedener Live Künstler*innen geht es an pelzigen, gefiederten und geschuppten Bewohnern der Großstadt vorbei – manch ein Affe dreht am Abend nochmal richtig auf. „Mit ein bisschen Glück kann man zu späterer Stunde die Rufe der Gibbons hören. Und diese haben es in sich – je nach Anlass geben sie sogar verschiedene Varianten ihrer Gesänge preis“, erklärt Zoo- und Tierpark-Direktor Dr. Andreas Knieriem. Bei warmen Temperaturen können die Gäste im Zoo sogar die Gorilla-Familie mit Baby Tilla beim Abendbrot beobachten. Auch die Pandas gönnen sich – wenn sie sich nicht gerade für ein Schläfchen verzogen haben – am Abend nochmal eine saftige Portion Bambus im Abendlicht. Die Tickets sind limitiert und online vorab erhältlich, Rest-Tickets sind auch an der Abendkasse verfügbar. Aktuell müssen sich auch Jahreskarteninhaber*innen vor einem Abendbesuch online anmelden. Datum: 1., 2., 8., 9., 15., 16., 22., 23., 29., 30. Juli sowie 5. und 6. August 2021, Uhrzeit: 17 bis 21 Uhr (Schließung Abendkasse und letzter Einlass: 19 Uhr), Eingang: Nur über Zoo-Eingang Löwentor bzw. Tierpark-Eingang Bärenschaufenster Restaurants: Biergarten Waldschänke und Zoo-Restaurant im Zoo sowie Strandkieker am Wasserspielplatz im Tierpark, Tickets: Vorab unter: www.zoo-berlin.de/abendzoo bzw. www.tierpark-berlin.de/gutenacht (Anmeldungen für Jahreskarten-Besitzer auch über diese Links), Hinweis: Ab dem 18. Juni entfällt die generelle Pflicht zum Tragen medizinischer Masken in Zoo und Tierpark. Dies gilt jedoch nur solange der Mindestabstand eingehalten werden kann.

Verband der Zoologischen Gärten (VdZ e.V.) 17.06.2021
Zoos weisen Tierarzneimittelgesetz als ungeeignet zurück – Präsident Junhold: „Bewusster Rückschritt für Tierschutz“
Der Verband der Zoologischen Gärten kritisiert einen aktuellen Gesetzentwurf des Bundeslandwirtschaftsministeriums massiv und weist ihn als fachlich unausgereift zurück. „Wenn das neue Tierarzneimittelgesetz so kommt, wie momentan vom Ministerium vorgeschlagen, ist das ein ganz bewusst in Kauf genommener Rückschritt für den Tierschutz“, sagt der Präsident des Verbandes, Jörg Junhold, selbst promovierter Tierarzt und Zoodirektor in Leipzig. „Angesichts der zahlreichen und über viele Jahre formulierten Hinweise seitens der Veterinäre und verschiedener Verbände fehlt mir jedwedes Verständnis für die Nichtberücksichtigung der Fachexpertise seitens der Regierung.“ Bei dem Gesetzentwurf, der wahrscheinlich in der kommenden Woche in zweiter und dritter Lesung im Bundestag behandelt werden soll, entzündet sich die Kritik der Zoogemeinschaft an zwei entscheidenden Punkten. Zum einen geht es um den Zugang zu hochwirksamen Narkosemitteln für Tiere. „Wenn wir Tiere betäuben müssen, funktioniert das generell wie bei Menschen: Die schnelle Einleitung einer Tiefschlafphase ist die schonendste Variante für den Patienten“, sagt Verbandspräsident Junhold. „Anders als in der Humanmedizin haben wir aber eine enorme Bandbreite an Spezies mit den unterschiedlichsten Rezeptoren. Das heißt, was für ein Rind zu einer sofortigen Betäubung führt, kann selbst ein kleineres Schwein noch nicht einmal verlangsamen.“ Vor dem Hintergrund von rund 200.000 Wirbeltieren allein in den Zoos des Verbandes sei es wichtig, immer genau die richtigen Mittel parat zu haben, um Tiere und Mitarbeiter nicht unnötigen Gefahren auszusetzen. Allerdings wird das neue Gesetz dies im großen Umfang verhindern, denn oft genug kommen die fachlich anerkannten Mittel aus sogenannten Drittländern –also von außerhalb der EU. Nicht wegen ihrer Eignung, die fachlich überhaupt nichts zur Diskussion steht, sondern allein wegen ihrer Herkunft dürften sie mit der Gültigkeit des neuen Gesetzes nicht nach Deutschland eingeführt werden. „Wenn ich zum Beispiel an unsere Elefanten denke, gibt es eigentlich nur ein Mittel, was nach unserer jahrzehntelangen Expertise und evaluierter Lehrmeinung sicher wirkt –Etorphin“, sagt Jörg Junhold. „Läuft alles wie es soll, liegt der Dickhäuter je nach Dosierung nach zwei bis zehn Minuten im Tiefschlaf am Boden. Durch diese kurze Phase ist die Zeit, in der er irritiert agieren und mit seiner Masse und seiner Kraft sich oder auch die Pfleger unter Umständen in Gefahr bringen kann, überschaubar. Leider wird Etorphin in Südafrika produziert und wird für deutsche Tierärzte auch nach der Gesetzesnovelle nicht zu beschaffen sein. “Besonders frappierend: Während es auf EU-Ebene ähnlich vorgegeben ist, wird dort aber ab dem 1. Januar der sogenannte Therapienotstand anerkannt werden. Das heißt, dass im Falle von Mitteln ohne wirksame Alternativen aus EU-Ländern dennoch auf die Produkte aus Drittländern zurückgegriffen werden darf. „Dass wir das im vorliegenden Gesetzentwurf nach jahrelangen Hinweisen nicht hinbekommen, ist in meinen Augen ein Armutszeugnis für das Zooland Deutschland“, sagt Verbandspräsident Jörg Junhold. „Statt –wie weltweit üblich –die besten und sichersten Medikamente für unsere Tiere einsetzen zu können, sollen wir es mit hohen Dosen anderer Mittel probieren? Um zu riskieren, dass das Tier nur halb betäubt ist, unter Umständen bei langwieriger Einleitung krampft oder gleich gar nicht mehr aus der Narkose aufwacht, da auch die bekannten Gegenmittel nicht importiert werden dürfen? Eine sichere und schnelle Betäubung von Zootieren ist absolut im Sinne des Tieres und hat für uns Experten einen hohen Stellenwert, der offenbar in der politischen Betrachtung keine Berücksichtigung fand.“ Die Zoogemeinschaft ist frustriert, weil der beschriebene Zustand schon ein paar Jahre anhält und mit dem neuen Tierarzneimittelgesetz –wie immer wieder in Aussicht gestellt –endlich ein Ende finden sollte. „Das heißt also, entweder handelt der Tierarzt nach bestem Wissen und Gewissen und steht damit mit mindestens einem Bein im Gefängnis oder er riskiert ganz bewusst das Wohlbefinden und Leben seiner Patienten und Mitarbeiter“, sagt Jörg Junhold. „Und ich dachte, der Tierschutz wäre seit fast 20 Jahren im Grundgesetz als Staatsziel festgeschrieben. “Der zweite große Kritikpunkt entzündet sich an der Einordnung von Zootieren durch den Gesetzesentwurf als potenzielle Lebensmittel. „Man will verständlicherweise verhindern, dass Tiere, denen bestimmte Medikamente gegeben wurden, verzehrt werden“, sagt Sven Hammer, Präsident des Verbands der Zootierärzte und Tierparkdirektor in Görlitz. „Und natürlich sind auch unsere Wisente, Yaks und Bisons letzten Endes Rinder, aber selbstverständlich werden diese niemals auf einem Teller landen.“ Weil sie dennoch vom Ministerium als potenzielle Nahrung eingestuft werden, bleibt eigentlich nur der Rückgriff auf für Nutztiere zugelassene Mittel mit beschränkter Wirkung. „Das beeindruckt dann einen Bison eher kaum“, sagt Sven Hammer. „Was der Entwurf des Ministeriums auch negiert: Natürlich werden unsere Tiere inder Regel deutlich älter als normale Nutztiere, das heißt wir müssen auch typische Alterserscheinungen behandeln. Und es tut in der Seele weh, wenn man ein Yak mit Arthrose eben nicht behandeln darf, wie es vollkommen richtig wäre, sondern unnötiges Leiden beobachten muss.“ Vor dem Hintergrund einer bereits lange funktionierenden Ausnahmeregelung für Pferde und Kaninchen fragen sich Jörg Junhold und Sven Hammer, warum die Zootiere derartig anders behandelt werden. „Wir haben hierzulande den sogenannten Equidenpass“, erklärt Junhold. „Damit sind alle Pferdebesitzer ausgestattet und können darin festlegen, dass das Tier als nichtlebensmittelliefernd gilt. Denn natürlich wird die übergroße Mehrheit ihrer Tiere nicht verzehrt, selbst wenn es einen kleinen Markt für Pferdefleisch gibt. Und wer den Pass entsprechend ausgefüllt hat, kann sein Tier auch bestmöglich versorgen lassen, sprich: mit allen zugelassene Tierarzneimitteln. Bei Kaninchen ermöglicht die sogenannte Haltererklärung die Behandlung mit allen Medikamenten. Es gibt also schon Ausnahmen von der Lebensmittelregelung, warum nicht auch für unsere seltenen und teilweise bedrohten Tiere?“Die Botschaft der zoologischen Gärten ist eindeutig. „Überarbeiten Sie den Entwurf bitte mit Augenmaß“, sagt Junhold in Richtung des Ministeriums. „Wir wollen nur das Beste für unsere Tiere, also lassen Sie bitte international gültige Therapiestandards auch in Deutschland zu.“

Zoo Frankfurt 17.06.2021
Zoo und ZGF mit neuem Podcast zu Natur- und Artenschutz
„Hinter dem Zoo geht’s weiter“ – das ist Titel und Motto der neuen Podcast-Serie von Zoo und Zoologischer Gesellschaft Frankfurt. Am Freitag, 18. Juni, geht die erste Folge, in der die Orang-Utans im Mittelpunkt stehen, an den Start. Am 18. Juni ist Premiere für den Podcast „Hinter dem Zoo geht‘s weiter“. In dem Gemeinschaftsprojekt von Zoo und ZGF werden die Arten- und Naturschutzziele des Zoos und die vielfältigen Projekte und Ansätze der ZGF vorgestellt und erklärt. Moderator Marco Dinter, Biologe und Trainee für Zookooperation bei der ZGF, spricht dazu in jeder Folge zunächst über die Aufgaben eines modernen, wissenschaftlich geführten Zoos und geht zum Beispiel den Fragen nach, warum ein Zoo eine bestimmte Tierart hält, was die Kriterien für artgerechte Tierhaltung sind und was Zoos, insbesondere der Frankfurter, tun, um bedrohte Arten auch in ihren ursprünglichen Lebensräumen zu unterstützen. Dabei kommen Mitarbeitende aus allen Bereichen des Zoos zu Wort, etwa aus der Tierpflege, der Wissenschaftlichen Abteilung sowie die Tierärztinnen. Anschließend geht es in die Projektgebiete der ZGF. Ranger erzählen von ihrem Arbeitsalltag und wie sie Nashörner vor Wilderei schützen, der Koordinator von „Wildnis in Deutschland“ vermittelt den Wert wilder Buchenwälder, und der Geschäftsführer der ZGF Dr. Christof Schenck erklärt, warum der weltweite Verlust der Artenvielfalt und die Zerstörung von Ökosystemen direkt mit dem Auftreten von COVID-19 und anderen Zoonosen zusammenhängt. Derzeit sind fünf Folgen fertig produziert, weitere sind in Arbeit. In der ersten Folge geht es um die charismatischen Orang-Utans im Zoo und ihre Artgenossen, die die ZGF-Dschungelschule auf Sumatra besuchen und dort auf ein Leben in ihrem angestammten Habitat vorbereitet werden. „Das Wunderbare an einem Zoobesuch“, so Dr. Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft, „ist das unmittelbare Tiererlebnis – sehen, hören, riechen –, hier werden die Sinne angesprochen. Diese sinnlichen und emotionalen Eindrücke stehen auch weiterhin im Fokus der Arbeit des Zoos. Darüber hinaus gibt es aber eine Reihe von vertiefenden Angeboten, die auf digitalem Wege Wissen über die Tiere im Zoo und ihre Lebensräume vermitteln. Dass es nun einen spannenden neuen Podcast von Zoo und Zoologischer Gesellschaft gibt, freut mich außerordentlich. Nur ein Vorteil der professionell produzierten Beiträge ist, dass sie über die räumlichen und zeitlichen Grenzen des Zoos hinaus zur Verfügung stehen. Die Pandemie lehrt uns gerade, dass wir Kultur und Bildung auf vielfältige Art und Weise anbieten müssen – und dass das, wie im Fall des neuen Podcast, mit viel Freude und Kreativität verbunden ist.“ Auch Dagmar Andres-Brümmer, Kommunikationschefin der ZGF, stellt fest, dass der Zoo-ZGF-Podcast genau zur richtigen Zeit kommt. Denn die Nutzung dieses vielfältigen Kommunikationsinstruments nimmt aktuell stetig zu: „Der Podcast ist ein tolles, persönliches Format, um den Fans der ZGF und des Zoos Naturschutzthemen mit sehr fundiertem Hintergrund und mit der Erfahrung der Naturschutzpraktiker draußen vor Ort vorzustellen.“ „Laut einer Forsa-Studie im Auftrag des Verbands der Zoologischen Gärten aus dem vergangenen Jahr sagen 91 Prozent der Befragten, dass eine der wesentlichen Aufgaben von Zoos deren Engagement für Natur- und Artenschutz auch außerhalb der Zoos ist. Wir selbst haben diese Verbindung von Artenschutz im Zoo, etwa durch Zuchtprogramme, und außerhalb des Zoos, etwa durch die Unterstützung der Vor-Ort-Arbeit von Naturschutzorganisationen, im Zuge der Einführung des freiwilligen Naturschutz-Euros im Frühjahr sehr deutlich betont. In dem neuen Podcast von Zoo und ZGF wird genau diese Verbindung zwischen dem sogenannten In-situ- und dem Ex-situ-Artenschutz auf verständliche Art und Weise weiter verdeutlicht und durchaus unterhaltsam vertieft. Ich kann schon sagen, dass wir darauf ein wenig stolz sind, und wir hoffen, dass das neue Format gut angenommen wird“, so Dr. Stefan Stadler, Leiter der Wissenschaftlichen Abteilung und stellvertretender Zoodirektor. Hinter dem Zoo geht’s weiter – der neue Podcast von Zoo und Zoologischer Gesellschaft Frankfurt Wann? Start am Freitag, 18. Juni und dann alle 14 Tage jeweils freitags. Dauer jeweils ca. 30 Minuten. Wo? Auf www.podcast.zgf.de, www.zoo-frankfurt.de und überall, wo es Podcasts gibt. Was? In der ersten Folge geht es um die charismatischen und hochbedrohten Orang-Utans, Folge zwei beschäftigt sich mit den Brillenbären im Zoo und in ihrer Heimat Peru, wo es Mensch-Brillenbär-Konflikte zu entschärfen gilt. In Folge drei geht es – ganz aktuell – um Zoonosen, also um Krankheiten, die von Tier zu Mensch übertragen werden. Folge vier zeigt anhand des Beispiels Nashorn wie eng die Zusammenarbeit von Zoo und Naturschutzorganisation sein kann und in Folge fünf wird der Frage nachgegangen, was eigentlich Wildnis überhaupt ist. Für wen? Für Schülerinnen und Schüler, Studierende, Zoo-Fans und alle, die der Arbeit von Zoos und Naturschutzorganisationen ein wenig auf den Grund gehen möchten.

Zoo Augsburg 17.06.2021
Traurige Nachrichten aus dem Augsburger Zoo
Gestern musste unsere asiatische Elefantendame Burma im Alter von 53 Jahren eingeschläfert werden. Burma kam vor 35 Jahren aus dem Zirkus Knie in den Zoo Augsburg. Damals musste sie die letzten Meter noch zu Fuß (von der Lokalbahn in den Zoo) zurücklegen. Aufgrund der Arthrosen steht Burma bereits seit Jahren unter medikamentöser Behandlung. Nachdem sich ihre körperliche Konstitution in den letzten Monaten stetig verschlechtert und sie in den letzten Tagen kaum mehr Nahrung zu sich genommen hat, haben sich der Zoo und dessen betreuenden Tierärzte zu der schweren Entscheidung durchgerungen Burma zu euthanasieren, um ihr weiteres Leiden zu ersparen. Die 66jährige Targa, mit der Burma 34 Jahre zusammen im Zoo Augsburg lebte, hatte in der Nacht noch die Möglichkeit sich von ihrer Gefährtin zu verabschieden. Ein Team aus dem Institut für Zoo- und Wildtierforschung Berlin ist nach Augsburg gekommen, um die Obduktion von Burma durchzuführen. Hierbei soll festgestellt werden welche altersbedingten Veränderungen sich erkennen lassen. Damit Targa nicht allein bleibt, werden in den kommenden Tagen die Tierpfleger damit beginnen, sie behutsam in das neue Elefantenhaus mit den beiden Elefanten Frosja und Louise umzugewöhnen. Aber zunächst wird zu beobachten sein wie Targa diese neue Situation verkraftet.

Tiergarten Schönbrunn 17.06.2021
Neue Tierart im Tiergarten Schönbrunn entdeckt – Meeresbiologe des Haus des Meeres fand unbekannte Garnelenart
Neue Tierarten werden meist bei Expeditionen in unerforschten Wäldern oder tief am Meeresgrund entdeckt. Doch nun meldet der Tiergarten Schönbrunn mitten in Wien eine wissenschaftliche Sensation: In seinem Riffaquarium und den angeschlossenen Filteranlagen im Aquarien-Terrarienhaus entdeckte ein Meeresbiologe des Haus des Meeres eine neue Garnelenart. „Seit vielen Jahren sehen wir diese Schwebgarnelen immer wieder herumschwimmen, wenn wir die Becken kontrollieren oder die Fische füttern. Die maximal 6,1 Millimeter großen Tiere treten meist in Schwärmen auf und haben sich zahlreich vermehrt“, erklärt Anton Weissenbacher, zoologischer Abteilungsleiter in Schönbrunn. Da 2019 im Haus des Meeres bereits eine Garnelenart entdeckt wurde, nahm Weissenbacher Kontakt mit den Kollegen auf. „In den Lockdowns hatte ich genug Zeit für diese Forschungsarbeit. Ein Meeresbiologe in Wien ohne Möglichkeit zu reisen, sitzt ja quasi am Trockenen“, so Daniel Abed-Navandi, Kurator im Haus des Meeres, schmunzelnd. Wochenlang wurden die Garnelen akribisch unter dem Mikroskop untersucht. Jedes noch so winzige Körperteil wurde mit den 107 eng verwandten Schwebgarnelen-Arten verglichen. Tatsächlich gab es mikroskopisch auffällige Unterschiede in der Anzahl, Länge und Dicke der Borsten. Eine neue Art war entdeckt. Abed-Navandi: „Wir haben diese Garnelenart nach ihrem Fundort Heteromysis schoenbrunnensis benannt.“ Passend zum Schönbrunner Gelb sind die Tiere intensiver gelb als die anderen Arten. Heimisch sind die Schönbrunner Schwebgarnelen mit ziemlicher Sicherheit im Indopazifik. Weissenbacher: „Vermutlich sind sie vor rund 20 Jahren als blinde Passagiere in Spalten von Steinen mitgereist, als wir unser Riffaquarium eingerichtet haben.“ Dies ist bereits die zweite Tierart, die im Tiergarten Schönbrunn entdeckt wurde. 2010 stießen Wissenschaftler im Regenwaldhaus auf eine neue tropische Landschneckenart aus Borneo, die nach dem damaligen stellvertretenden Direktor Harald Schwammer, Schwammeria, benannt wurde.

Tierpark + Fossilium Bochum 16.06.2021
„Freibadsaison“ eröffnet im Tierpark + Fossilium Bochum Wie die Zoo-Tiere mit der Hitze umgehen
Sommer, Sonne, Badespaß! Das lässt sich das Alpaka-Paar im Tierpark + Fossilium Bochum nicht entgehen. Bei traumhaften Temperaturen um die 30 Grad, springt Alpaka-Hengst Gerolf am liebsten in seinen kühlen Pool. Seine Gefährtin Rosi begutachtet das Spektakel skeptisch aus dem Hintergrund – sie bevorzugt eine kalte Dusche von den Zootierpfleger:innen. Während die tropischen Seychellen-Riesenschildkröten gerade ihr Wohlfühlklima genießen, benötigen andere Tierarten regelmäßige Pausen von der Sommerhitze. Um ihre tierischen Pfleglinge vor Sonne und zu hohen Temperaturen zu schützen, haben die Bochumer Zootierpfleger:innen allerhand Gegenmaßnahmen entwickelt. Jede Tieranlage verfügt über kühle, schattige Plätzchen – aber das reicht noch lange nicht. Die Papageien lieben ihre erfrischenden Duschen, die Erdmännchen gönnen sich gerne mal eine Wassermelone, die Affen bevorzugen Eisbomben – in Wasser eingefrorenes Lieblings-Futter – und Alpaka-Hengst Gerolf? Ja, der liebt eben seinen Pool. Die Farbe aber war wohl eher Geschmack der Revierleiterin Inga Riebel: „Ja, pink musste er schon sein“, schmunzelt die Zootierpflegerin. „Aber wer sagt, dass nicht auch Männer Pink schön finden können?“ Tatsächlich stört Gerolf die Farbe seiner kleinen Oase herzlich wenig und sobald die Temperaturen steigen, lässt er sich ein tägliches ausgiebiges Bad nicht nehmen. Die Alpakas haben sich 2015 im Bochumer Tierpark kennengelernt. „Es war Liebe auf den ersten Blick. Seit der ersten Begegnung sind die beiden unzertrennlich“, schwärmt Inga Riebel. Gerolf kam aus dem Tierpark Nordhorn nach Bochum, ist um einiges mutiger als Rosi und lässt sich auch gerne mal die dicke Wolle von den Tierpfleger:innen durchkraulen. Zuchtstute Rosi, von dem ostfriesischen Alpakahof Frya Fresana, genießt hingegen die kühlen Tropfen aus dem Wasserschlauch – immer mit vorbildlichem Mindestabstand. Gegensätze ziehen sich eben an, auch in der Alpaka-Liebeswelt. Die zur Familie der Kamele gehörenden Tiere wurden vor rund 4.000 Jahren domestiziert und für die Wollproduktion gezüchtet. Das erklärt den dicken Mantel, den das Traumpaar trotz Sommer noch trägt. Bald werden die Alpakas aber geschoren – das erleichtert zusätzlich. Während Rosi und Gerolf sich am kühlen Nass erfreuen, suchen ihre Mitbewohner, die Rasseziegen, das Weite. Sie können sich für Wasser

Zoo Ueckermünde 16.06.2021
Frühaufsteherführung immer Dienstags, 8 Uhr: Morgen wach werden und sofort die Tiere besuchen!
Manche Tiere sind Langschläfer, andere krähen schon am frühen Morgen. Die Tierpfleger servieren ihren Lieblingen das leckere Frühstück. Wer was bekommt und wer wie lange schläft, könnt Ihr bei der Frühaufsteherführung erfahren. Empfohlenes Mindestalter: ab 4 Jahre, in Begleitung von mindestens einem Erwachsenen. Die Teilnehmeranzahl ist begrenzt und die Teilnahme ist nur nach vorheriger Anmeldung unter 039771 54940 oder info@tierpark-ueckermuende.de möglich. Anmeldung bis 16 Uhr am Vortag. Unkostenbeitrag 5 € für Kinder, 7 € für Erwachsene oder Sie kommen mit Ihrer Jahreskarte. Dauer ca. 2 Stunden Treffpunkt an der Eintrittskasse Danach könnt Ihr gerne im Tierpark bleiben und die tierische Welt eigenständig entdecken. Termine: 22.6., 29.6., 6.7., 13.7., 20.7., 27.7. Wolfsnacht Immer donnerstags, 20 Uhr Abendführung für die kleinen „nachtaktiven“ Abenteuer. Auf dem Programm steht unter anderem ein abendlicher Besuch des Wolfsrudels. Die Wölfe sind dann sicher noch wach und erwarten gern Euren Besuch. Bei dieser nächtlichen Safari könnt Ihr außerdem beobachten, wie und vor allem wo die Tiere schlafen Empfohlenes Mindestalter: ab 6 Jahre, in Begleitung von mindestens einem Erwachsenen. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt und die Teilnahme ist nur nach der vorherigen Anmeldung unter 039771 54940 oder info@tierpark-ueckermuende.de möglich. Anmeldung bis 16 Uhr am Vortag. Unkostenbeitrag: 5 € für Kinder, 7 € für Erwachsene oder Sie kommen mit Ihrer Jahreskarte. Dauer ca. 2 Stunden Treffpunkt an der Eintrittskasse. Termine: 24.6., 1.7., 8.7., 15.7., 22.7., 29.7.

Zoo Magdeburg 16.06.2021
Rosapelikanjunges Torsten und Flamingo-Brutgeschäft
Im Zoo Magdeburg liegt eine erfolgreiche natürliche Aufzucht von Rosapelikanen zwei Jahrzehnte zurück. Im Zoo war es in den zurückliegenden Jahren gängige Praxis mit Hilfe eines Brutapparates die Pelikaneier auszubrüten und nach dem Schlupf zogen die Zootierpfleger die Jungvögel auf. Anschließend kamen die handaufgezogenen Pelikane in andere zoologische Einrichtungen. Die Zoobesucher konnten keine Pelikan-Jungtiere auf dem Teich bestaunen. „Dies möchten wir ändern. Intensiv hat sich die neue Magdeburger Zoologie erneut mit der Naturbrut von Wasservögeln beschäftigt und es hat geklappt“, freut sich die Biologische Assistentin Dr. Susan Hambrecht. Ein Pelikanküken namens Torsten ist geschlüpft und eine Flamingohenne brütet aktuell. Die Naturbrut bringt zwei Vorteile mit sich. Zum einen können Eltern- und Jungtiere ihr natürliches Verhalten ausleben, was zur Beschäftigung und Entwicklung der Tiere beiträgt. Zum anderen findet keine Fehlprägung der Jungtiere auf den Menschen statt. In der Vergangenheit lag der Fokus auf einer höheren Erfolgsrate durch die Brut im Brutkasten und der anschließenden Handaufzucht durch den Tierpfleger. Die Naturbrut in der Brutkolonie ist jedoch nachhaltiger. „Kommen Sie doch mal vorbei und schauen, ob Sie den mittlerweile stattlichen Torsten noch von den anderen Vögeln unterscheiden können! Aber warten Sie nicht zu lange“, rät Dr. Susan Hambrecht.

Tierpark Chemnitz 16.06.2021
Nachwuchs bei größter Hirschart Deutschlands Wiederaufforstung im Wildgatter Oberrabenstein im vollen Gange Weitere Lockerungen im Tierpark und Wildgatter
Anfang Mai entdeckten die Tierpfleger im Wildgatter bei den Rothirschen ein einzelnes Kalb. Für die Mitarbeiter war die Geburt insofern eine kleine Überraschung, als dass sie ein wenig früh im Jahr stattfand. Normalerweise setzt das Alttier Ende Mai, im Wesentlichen aber im Juni. Die Tragzeit beträgt achteinhalb Monate. Entsprechend findet die Brunft von Mitte September bis Mitte Oktober statt. In der Regel wird auch nur ein Kalb geboren. Bis Juni sind noch sechs weitere Kälber dazu gekommen. Somit besteht das Rotwild-Rudel im Wildgatter aktuell aus 20 Tieren. Die Geschlechter der Jungtiere sind noch nicht bekannt. Sie werden bis in den Spätsommer gesäugt, gelegentlich auch noch den ganzen Winter über. Erst im Herbst kann man möglicherweise einen etwas dickeren Kopf bei den Hirschkälbern erkennen – das ist aber ein eher unsicheres Merkmal. Eventuell deuten sich die Stirnzapfen – die sogenannten Rosenstöcke – an, auf denen später das Geweih sitzt. Wie bei den meisten Geweihträgern tragen auch bei den Rothirschen nur die Männchen ein Geweih. Dieses wird jedes Jahr neu gebildet und dient in erster Linie als Blickfang zum gegenseitigen Erkennen. In der Brunft kommt es dann auch zu ernsthaften Geweihkämpfen zwischen ebenbürtigen Rivalen. Von Ende Februar bis in den April hinein werfen die Hirsche ihr Geweih ab. Mit elf bis 13 Jahren trägt der Hirsch sein stärkstes Geweih. Jedoch sind die Anzahl der Enden eines Rothirschgeweihs kein Altersmerkmal. Hirschkühe sind geweihlos und werden deshalb „Kahlwild“ genannt. Rothirsche sind nach den Wisenten die größten wildlebenden Landsäugetiere in Deutschland. Von allen Geweihträgern haben sie weltweit das größte Verbreitungsgebiet. Aufgrund ihrer jagdlichen, aber auch kulturhistorischen Bedeutung werden sie in vielen zoologischen Einrichtungen gezeigt. Trotz dieser Bekanntheit gibt es immer wieder Menschen, die das Reh für ein weibliches Rotwild halten. Rotwild wird allerdings zu den Echten Hirschen gezählt, das Rehwild dagegen zu den Trughirschen. Hierbei handelt es sich um zwei verschiedene Unterfamilien innerhalb der Familie der Hirsche. Wiederaufforstung im Wildgatter Oberrabenstein im vollen Gange Um für die Zukunft einen artenreichen und widerstandsfähigen Wald zu erhalten, hat im Wildgatter Oberrabenstein der Waldumbau begonnen. Auch das Wildgatter hat in den vergangenen Jahren sehr unter den extremen Wetterbedingungen gelitten. Zuerst waren es Stürme, die viele Bäume vor Ort zu Fall brachten. Durch die trockenen Sommer der vergangenen Jahre hatte zusätzlich der Borkenkäfer leichtes Spiel, sich ungehindert auszubreiten und den Bäumen zu schaden. Aufgrund des Wassermangels konnten die Fichten kein Harz bilden, um sich gegen den Borkenkäfer zur Wehr zu setzen. Dies ist allerdings ein Ereignis, das in ganz Deutschland vorkommt. Allein 2019 mussten rund 600 Festmeter Holz im Wildgatter gefällt und beräumt werden. Damit das Wildgatter seinen Waldcharakter behält, musste etwas getan werden. Im Juli 2020 entschied der Förderverein Tierparkfreunde Chemnitz e.V. eine Baumpatenschafts-aktion ins Leben zu rufen. Hierbei konnten Unterstützer:innen des Wildgatters sich „ihren“ eigenen Baum kaufen. Innerhalb kurzer Zeit konnten so rund 150 größere Bäume gepflanzt werden. Hierbei wurde darauf geachtet, dass es sich ausschließlich um Laubgehölze handelt. Im selben Jahr hatte Revierförster Ullrich Göthel vom Forstrevier Grüna/ Sachsenforst angeboten, 2500 junge Bäume im Jahr 2021 zur Verfügung zu stellen. In den vergangenen Wochen wurden nun Schutzzäune in einigen Gehegen errichtet, in denen die jungen Pflanzen gesetzt wurden. Die Zäune so llen die Pflanzen vor Befraß durch die Tiere in den Gehegen schützen. Der überwiegende Teil an Bäumen wurde allerdings außerhalb der Gehege gepflanzt. Durch beide Pflanzaktionen sind Baumarten in das Wildgatter gekommen, die es vorher noch nicht gab, u.a. Winter-, Sommerlinde, Elsbeere, Speierling und Flatterulme. Weitere Baumarten sind u.a. Traubeneiche, Wildkirsche, Weißtanne, Schwarzerle, Esche und Rotbuche. Weitere Lockerungen im Tierpark und Wildgatter Seit Donnerstag, dem 10. Juni, sind im Tierpark Chemnitz und im Wildgatter Oberrabenstein die Testpflicht und seit heute, 15. Juni, zusätzlich die Kontaktdatenerfassung entfallen. Trotzdem ist es erforderlich, sich für einen Besuch weiterhin vorher online anzumelden, da nur eine begrenzte Anzahl an Besucher:innen in jede der beiden Einrichtungen eingelassen werden kann. Zudem können im Tierpark wieder das Tropenhaus sowie der Bauernhof samt Streichelgehege betreten werden. In beiden Häusern gilt ein Einbahnstraßensystem und Maskenpflicht. Alle aktuellen Voraussetzungen für die Anmeldung und die Regeln für einen Besuch sind unter www.tierpark-chemnitz.de zu finden.

Zoo Heidelberg 16.06.2021
Besuch im Zoo Heidelberg wird wieder vielfältiger Lockerung bei der Maskenpflicht | Online-Anmeldung weiterhin erforderlich
Der Zoo Heidelberg lockert seine Hygiene- und Verhaltensregeln schrittweise. Die aktuell sehr niedrigen Infektionszahlen machen dies möglich. Ab sofort ist eine medizinische Maske nur noch in Innenräumen des Zoos Pflicht. Der Zoo Heidelberg empfiehlt jedoch das Tragen einer Maske auch in beengten Situationen im Außenbereich. Inzwischen finden ausgewählte Programme der Zoo-Akademie finden wieder statt, die Tierhäuser sind ebenfalls wieder geöffnet. Ein Online-Ticket für den Zoobesuch ist weiterhin erforderlich. Die allgemein geltenden Kontaktbeschränkungen und Abstandsregeln bleiben bestehen. „Wir freuen uns, dass sich die Lage inzwischen so entspannt hat, dass wir diese weiteren Lockerungen umsetzen können. Es ist toll zu sehen, wie auf den Besucherwegen wieder mehr Betriebsamkeit einkehrt – seien es Workshop-Teilnehmer, kleine Gruppen oder Pärchen und Familien, die einen schönen Tag im Zoo verbringen“, freut sich Zoodirektor Dr. Wünnemann. Für die bevorstehende Ferienzeit sind besonders die Workshops im Lern- oder Techniklabor eine tolle Möglichkeit, die eigene Freizeit neu und abwechslungsreich zu gestalten. Das Team der Zoo-Akademie freut sich darauf, gemeinsam mit den Teilnehmern in die Welt der Technik und Naturwissenschaften einzutauchen – zum Beispiel beim Workshop „Hölzerne Kletteraffen“ oder beim „Boden-Check“. Für die Angebote ist kein Vorwissen notwendig. Alle Infos zu den Tickets gibt es unter www.zoo-akademie.org. Die Tierhäuser im Zoo Heidelberg sind wieder geöffnet. Affen, Elefanten, Löwen und Tiger können nun wieder von dort beobachtet werden. Erste kommentierte Fütterungen bei den Waschbären und Pelikanen finden versuchsweise ebenfalls wieder statt. Zusätzlich zur Erweiterung des Angebots ändert sich auch dir Regelung für die Maskenpflicht: Ab sofort ist eine medizinische Maske nur noch in Innenräumen des Zoos und bei Tierfütterungen- und Präsentationen Pflicht für Zoo-Gäste ab 6 Jahren. Der Zoo Heidelberg empfiehlt jedoch das Tragen einer Maske auch in beengten Situationen im Außenbereich. „Wir hoffen, dass unsere Besucher verantwortungsvoll mit den Lockerungen umgehen. Dann steht für alle einem sicheren und spannenden Tag bei uns im Zoo Heidelberg nichts mehr im Wege“, sagt Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann. Informationen zu den aktuell geltenden Hygiene- und Verhaltensregeln erhalten Zoobesucher unter www.zoo-heidelberg.de/coronainfo.

Zoo Zürich 16.06.2021
DER WALDRAPP: EIN RÜCKKEHRER IN EUROPA
Der Waldrapp ist seit dem 17. Jahrhundert aus Europa verschwunden, ausgerottet durch den Menschen. Seit einiger Zeit brütet der eigentümliche Vogel aber wieder in Teilen seines ursprünglichen Verbreitungsgebiets und ist auch in der Schweiz wieder anzutreffen. Möglich machen dies Auswilderungsprojekte. Der Zoo Zürich beteiligt sich an diesen Projekten und schickt regelmässig Jungvögel an Auswilderungsstationen in Europa. Einst weit verbreitet im Nahen Osten, in Nordafrika und Zentraleuropa ist der Waldrapp heute einer der seltensten Vögel überhaupt. In Zentraleuropa hat der Mensch den Waldrapp vor etwa 400 Jahren ausgerottet. Nur wenige Restpopulationen in Nordafrika und im Nahen Osten überlebten. Mehrere Auswilderungsprojekte Europäische Zoos halten Waldrappe seit den 1930-er Jahren. In den späten 1950-er Jahren gelangen dann die ersten Nachzuchten im Zoo Basel. Mit zunehmendem Wissen über die Tiere sowie einer verbesserten Tierhaltung ist der Bestand in europäischen Zoos bis heute auf über 1700 Tiere angewachsen. Aktuell gibt es in Europa zwei Wiederansiedlungsprojekte. Das Projekt «Waldrappteam» hat das Ziel, eine neue Waldrappen-Population in Zentraleuropa aufzubauen. Von 2004 bis 2018 konnte das Projekt 289 Jungvögel aus verschiedenen Zoos auswildern. Die Sterblichkeitsrate der Jungvögel ist allerdings hoch. Die Jungvögel lernen mithilfe vorausfliegender Ultraleichtflugzeuge die Route nach Norditalien zu ihren Winterquartieren kennen. Normalerweise würden sie diese auf dem ersten Flug nach Süden von ihren Eltern lernen. Interessierte können die Flugrouten der auswilderten Vögel in der Live-Tracking-App «Animal Tracker» verfolgen. Das zweite Wiederansiedlungsprojekt ist in Andalusien beheimatet. Dort versucht man, eine nicht-ziehende Population zu etablieren, da die Verhältnisse in Südspanien ein ganzjähriges Verbleiben der Vögel zulassen. Der Zoo Zürich beteiligt sich an beiden Projekten. Dreizehn Vögel hat der Zoo Zürich bisher bereits zum Auswildern zur Verfügung gestellt. Im Juli folgen nun drei weitere Jungvögel. Sie werden in Spanien ausgewildert. Der Zoo Zürich leistet so seinen Teil zur Wiederansiedlung des ikonischen Vogels. Auch in der Schweiz werden dank der Auswilderungsprojekte nach 400 Jahren Absenz immer häufiger wieder Waldrappen gesichtet. Ein komischer Vogel Der Waldrapp ist je nach Verbreitungsgebiet ein Stand- oder ein Zugvogel. Die Vögel, die in Zentraleuropa leben, fliegen über den Winter nach Südeuropa. Die westeuropäische Population in Spanien hingegen zieht nicht, sondern bleibt standorttreu. Waldrappen ernähren sich bevorzugt von Insekten, verschmähen aber auch kleinere Wirbeltiere wie Echsen nicht. Der Vogel brütet in Kolonien. Er wird durchschnittlich etwa 20–25 Jahre alt. Die Pärchen sind während der Brutperiode monogam. Zwischen den Jahren können die Partner aber wechseln. In einem Gelege mit zwei bis vier Eiern überleben meist nur ein bis zwei Jungtiere. Beide Elterntiere versorgen gemeinsam die Jungtiere; auch dann noch, wenn diese das Nest schon verlassen haben. Im Zoo Zürich sind diesen Frühling bisher vier Jungtiere geschlüpft.

Tierpark Nordhorn 16.06.2021
Kleine Wildkatzen beim Zootierarzt
Förderverein weiter auf der Suche nach dem 600. Mitglied Vor gut zwei Monaten kamen in der Nordhorner Wildkatzenanlage zwei kleine Katzenkinder zur Welt. Diesmal währte die Jungtierpause nur kurz, denn die drei im August letzten Jahres geborenen Wildkatzen hatten den Zoo gerade erst in Richtung Wildpark Moritzburg verlassen. Heute gab es den ersten ausführlichen Gesundheitscheck von Zootierärztin Heike Weber und Revierleiter Tom ten Tusscher. Beide attestierten dem kleinen Kater und der kleinen Katze gute Gesundheit. Augen, Ohren, Herz, alles in bester Ordnung. Kratzbürstig, wie kleine Katzen so sind, mussten sie auch die Prozedur mit dem Setzen des Transponderchips und die Behandlung gegen Würmer und Hautparasiten über sicher ergehen lassen um einen guten Start ins Leben zu haben. Wie die Jungtiere heißen werden, wird sich in den nächsten Tagen herausstellen. Der Förderverein Tierpark Nordhorn e.V. zieht unter den Neumitgliedschaften zwei Gewinner. Diese werden vom Vorsitzenden des Vereins, Dietmar Brookmann, benachrichtigt und in naher Zukunft zu ihren neuen Patentieren eingeladen. Noch ausstehend ist der Gewinner des leckeren Frühstückskorbes aus der zooeigenen Gastronomie! Die Personen, die die 600. Mitgliedschaft abschließen, erhalten den Korb aus den Händen des Vereinsvorsitzenden. Lange kann es nicht mehr dauern, denn inzwischen zählt der Verein stolze 593 Mitgliedschaften. Informationen zum Förderverein sowie das Anmeldeformular zum

Zoo Duisburg 16.06.2021
Tierkinder im Streifen-Look: Die Emus haben Nachwuchs Zwei Küken sind geschlüpft.
Bei den australischen Laufvögeln ist die Aufzucht normalerweise reine Männersache. In Duisburg kümmert sich das Elternpaar gemeinsam um die Kleinen. Duisburg Munter tippeln die zwei Emu-Küken umher und erkunden neugierig die Anlage. Dabei präsentiert sich der rund 40cm große und drei Wochen alte Nachwuchs derzeit noch im eleganten Streifen-Look. „Mit den dunklen Streifen sind die Jungvögel im hohen Gras gut getarnt. Erst mit der ersten Mauser verlieren sie ihr charakteristisches Jungtiergefieder“, wissen die Tierpfleger. Nicht nur die Farbe ihrer Federn tarnt junge Emus vor potentiellen Feinden, ihr Vater ist ein imposanter Leibwächter mit wachsamen Augen. Denn bei den australischen Laufvögeln kümmern sich die Männchen intensiv um den Nachwuchs, bewachen das Nest und brüten die Eier sogar selber aus. Rund 60 Tage dauert das Brutgeschäft und auch jetzt überzeugt das Emu-Männchen Emu mit Vaterqualitäten: „Er lässt die Kleinen nicht aus dem Blick und ist auch uns gegenüber sehr wachsam – aber genau so soll es sein“, betonen die Tierpfleger. Anders als meist üblich, unterstützt in Duisburg auch die Emu-Henne die Aufzucht. Piepsen die Kleinen in für sie neuen und ungewohnten Situationen, kommen beide Eltern angelaufen. „Unser Emu-Männchen setzt sich dann meist direkt auf den Boden um die Kleinen schützend unter seine Flügel zu nehmen und ihnen so Sicherheit zu geben“, erzählt das betreuende Pfleger-Team. Bereits mit dem ersten Lebenstag fangen junge Emus an feste Nahrung zu fressen. Auf dem Speiseplan stehen frische Blattsalate aber auch in schnabelgerechte Stücke geschnittene Möhre, Gurke sowie Äpfel. Besonders hoch im Kurs steht Möhrengrün. Emus zählen zur Gattung der flugunfähigen Laufvögel und sind mit dem afrikanischen Strauß und dem südamerikanischen Nandu verwand. Die rund 35 kg schweren Tiere kommen nur in Australien vor. Hier bewohnen sie die Steppe, das Buschland sowie das offene Grasland. Ihre drei Zehen sind mit kräftigen Krallen bewehrt und dienen ihnen zur Verteidigung.

Tiergarten Kleve 15.06.2021
Bei Gefahr eingerollt: Kugelgürteltier Pedro als neue Tierart im Tiergarten Kleve
Der Tiergarten Kleve hat eine neue Attraktion: Ein Südliches Kugelgürteltier ist am Sonntag im Familienzoo am Niederrhein eingezogen und hat den Tierbestand um eine spannende Tierart erweitert. Gürteltiermann „Pedro“ ist 2011 im Leipziger Zoo geboren und nun an den Niederrhein gezogen. Tiergartenleiter Martin Polotzek hat es sich nicht nehmen lassen, den Neuzugang persönlich in Leipzig abzuholen, und freut sich über das neue Highlight im Klever Tiergarten: „Gürteltiere ziehen mit ihrem skurrilen Erscheinungsbild Groß und Klein gleichermaßen in ihren Bann. Mit ihren kurzen Beinchen laufen sie flink über den Boden und können so dank der Tasthaare am Bauch auch kleine Insekten wie Ameisen wahrnehmen, die sie besonders gerne fressen.“ Der Name „Kugelgürteltier“ kommt übrigens nicht von ungefähr: Bei Gefahr rollen sich Kugelgürteltiere zu einer Kugel zusammen. Aufgrund der Kugelform sowie der verhornten Platten an Kopf und Schwanz sind sie so sehr gut vor Raubtieren geschützt. Gürteltiere gehören zu einer stammesgeschichtlich sehr alten Tiergruppe, die sich in den letzten Millionen Jahren kaum verändert hat. Durch den Mechanismus des Zusammenrollens zur Kugel haben sie kaum natürliche Feinde. Doch aufgrund der Lebensraumzerstörung und der Bejagung durch den Menschen gehören sie mittlerweile zu den bedrohten Tierarten und werden von der Roten Liste als „potentiell gefährdet“ eingestuft. Tiergartenleiter Polotzek: „Eine wichtige Aufgabe von zoologischen Gärten ist der Artenschutz und die Arterhaltung. Daher sind wir derzeit auf der Suche nach einem passenden Gürteltierweibchen für unseren Pedro, sodass wir hoffentlich bald in die Erhaltungszucht dieser interessanten Tierart einsteigen können.“ Gürteltier Pedro ist ins Affenhaus des Tiergartens gezogen und teilt sich die Anlage mit den Weißbüschelaffen. Hier hält er nicht nur die Affen, sondern auch seine PflegerInnen auf Trab, die aber dennoch dem Charme des possierlichen Südamerikaners erlegen sind: Tierpfleger und stellvertretender Tiergartenleiter Dietmar Cornelissen schwärmt: „Schon bei meinen Südamerikareisen haben mich Gürteltiere immer wieder aufs Neue fasziniert. Daher freue ich mich sehr auf unsere vergrößerte Südamerika-WG mit unseren Weißbüschelaffen und Gürteltieren und bin mir sicher, dass die neue Vergesellschaftung der beiden südamerikanischen Tierarten auch unseren BesucherInnen gefallen wird.“ Wer Gürteltier Pedro besuchen möchte, kann das täglich von 9-18 Uhr im Tiergarten Kleve tun. Alle Gäste müssen ihren Besuch vorab unter www.tiergarten-kleve.de anmelden. Für Personen ohne Internetzugang besteht die Möglichkeit, die notwendigen Daten papiergebunden direkt an der Kasse anzugeben. Ein Coronatest ist nicht mehr erforderlich. Außerdem hat der Tiergarten die Maskenpflicht gelockert: Jetzt muss nur noch auf dem Parkplatz, im Eingangsbereich (inkl. Imbiss), auf dem Spielplatz sowie im Streichelzoo und den Sanitäranlagen eine Maske getragen werden (gilt für alle Gäste ab 6 Jahren).

Opel Zoo Kronberg 15.06.2021
Alle meine Entchen…. Entenkinderstube im Opel-Zoo
Wer kennt es nicht, dieses schöne Bild: Die Entenmutter, die schnatternd an der Spitze ihrer Kinderschar über die Wiesen zum See läuft und ihre Jungschar zum Schwimmen animiert? Doch leider trügt diese Idylle, denn nur allzu oft werden die Kleinen Opfer anderer, räuberischer Vögel, des Fuchses oder anderer Räuber. Auch in der Freiflugvoliere im Opel-Zoo lauert diese Gefahr für die Entenküken, denn sie gehören durchaus zur Speise der Ibisse. Und so werden die Enteneier im Brutapparat ausgebrütet und die Küken dann von den Tierpflegern versorgt. Diese Kinderstuben können von den Zoobesuchern durch die Scheiben im Ponystall im Hessischen Bauernhof gut beobachtet werden. Zurzeit sind dort große Boxen mit Enten zu sehen, die Ende Mai und Anfang Juni geschlüpft sind. In ihnen wachsen die Kleinen heran, sie haben Unterschlupf und können sich unter Lampen wärmen, wie unter dem Gefieder der Mutter. Eines aber kann nicht imitiert werden: Wenn die Küken unter das Gefieder der Mutter schlüpfen, werden sie quasi eingefettet (Bürzelfett). Das zarte Gefieder kann sich durch das Einfetten nicht mit Wasser vollsaugen, sondern es perlt ab und nur so können die Kleinen auch schwimmen, gehen nicht unter. Damit sich nun bei der Aufzucht im Zoo die eigene Bürzeldrüse der Entenküken entwickelt, müssen sie langsam an ihr eigentliches Ele-ment, das Wasser, gewöhnt werden: Zunächst haben sie eine flache Schale Wasser in ihrer Box, dann kleinere Becken, die von tieferen abgelöst werden, damit sie die ersten Schwimmgänge unternehmen können. Wenn sie dann das Dunenkleid ablegen, die Bürzeldrüse sich entwickelt hat und sie ihre Federn mit dem Schnabel einfet-ten können, üben sie in einem größeren Pool, längere Strecken schwimmend zu überwinden und Nahrung im Wasser zu suchen. Nach einigen Wochen sind sie dann so weit, im Freiland zurechtzukommen. Sie werden in die Freiflugvoliere gesetzt oder an andere Zoos abgegeben, um dort dann selbst Nachwuchs zu zeugen. Einige Nachzuchten der im Opel-Zoo gehaltenen Entenarten werden in Wiederauswilderungsprojekte gegeben, da der Bestand ihrer Art im Freiland bedroht ist. So ist beispielsweise die Marmelenten-Population in ihrem Verbreitungsgebiet im westlichen Mittelmeerraum und Westafrika auf lediglich 3.000 bis 5.000 Individuen geschrumpft. „Zahlreiche unserer Jung-vögel wurden bereits an ein Artenschutzprojekt auf Mallorca gegeben und wir hoffen, dieses Projekt in den nächsten Jahren weiterhin unterstützen zu können, so dass sich der Bestand wieder erholt“, so die Zootierärztin, Dr. Uta Westerhüs. Neben den erst wenige Tage alten Marmelentenküken können die Zoobesucher im Ponystall bei den Gehegen der Belgischen Riesen und Helmperlhühner die im Mai geschlüpfte Löffel- und Spießenten sehen. Bis zum „Abflug“ aus ihrer Kinderstube ist noch ein wenig Zeit und bis dahin werden die Küken viele Trainingseinheiten beim Schwimmen absolvieren, damit sie für ihre Zukunft ohne die Rundum-Versorgung von den Zootierpflegern gerüstet sind.

Zoo Gelsenkirchen 15.06.2021
ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen: Erfolgreiche Nachzucht einer als ausgestorben geltenden Tierart
Die ZOOM Erlebniswelt freut sich über einen wichtigen Zuchterfolg: Die Edwardsfasane, die in der Wildbahn als ausgestorben gelten, haben Nachwuchs. Vor kurzem sind zwei Küken im ELE Tropenparadies in der Erlebniswelt Asien geschlüpft. „Hahn und Henne kümmern sich sehr gut um ihren Nachwuchs und es macht Spaß, die Familie zu beobachten“, sagt Heiko Janatzek, zoologischer Mitarbeiter der ZOOM Erlebniswelt. In Nordrhein-Westfalen ist die ZOOM Erlebniswelt der einzige Zoo, der diese Vogelart hält. Deutschlandweit kümmern sich insgesamt fünfzehn Zoos um Edwardsfasane. Die Haltung in einer großen Tropenhalle wie dem ELE Tropenparadies im Zoo Gelsenkirchen ist etwas Besonderes: „Meist werden die Vögel in Volieren gehalten, bei uns teilen sie sich auf rund 2000 Quadratmeter eine großzügige Halle mit zahlreichen anderen tropischen Vogelarten und einer Vielfalt von Pflanzen“, so Janatzek. Edwardsfasane, die aus den Flachlandwäldern Zentral-Vietnams stammen, gehören zu den am meisten bedrohten Vögeln Südostasiens. Die Weltnaturschutzorganisation IUCN hat den Status dieser Tierart auf ihrer Roten Liste als „vom Aussterben bedroht“ eingestuft. „In der Natur leben noch geschätzte 50 Tiere, möglicherweise gibt es dort aber gar keine Edwardsfasane mehr“, berichtet Heiko Janatzek. Das letzte lebende Tier sei im Jahr 2000 in Vietnam gesichtet worden. Illegale Jagd und Haustierhandel seien Gründe für den drastisch sinkenden Bestand. Aber auch der großflächige Einsatz des Giftes „Agent Orange“ während des Vietnamkrieges zerstörte nachhaltig den Lebensraum vieler Tiere wie auch dem Edwardsfasan. Umso mehr Bedeutung bekommt die Nachzucht dieser Vögel. „Hahn und Henne kennen sich seit knapp einem Jahr und wir sind froh, dass es nun ein Gelege mit gesunden Küken gab“, berichtet Janatzek. Als Nestflüchter können Edwardsfasane vom ersten Tag an selbstständig den Eltern folgen und Nahrung suchen. Sie fressen beispielsweise Sämereien, Früchte oder Insekten. Die eher scheuen Tiere verstecken sich in der ZOOM Erlebniswelt oft im Gebüsch und werden von den Tierpflegern weitgehend in Ruhe gelassen. Im Rahmen des Europäischen Zuchterhaltungsprogramms – koordiniert vom Zoo Prag – werden die Küken im Herbst an andere zoologische Einrichtungen weitervermittelt. „Ziel ist es, eine Reservepopulation aufzubauen, damit wir diese wertvolle Tierart erhalten können“, so Janatzek.

Zoo Salzburg 15.06.2021
Flauschiger Nachwuchs: Erstes Brillenpinguin-Küken im Zoo Salzburg wächst und gedeiht
Anfang Juli 2020 bezogen die beliebten Frackträger im Zoo Salzburg ihre neugebaute Anlage. Knapp ein Jahr später schlüpfte nun das erste Küken. „Unser erstes Brillenpinguin-Küken ist jetzt etwa drei Wochen alt und hat schon kräftig an Gewicht zugelegt. Man kann zu unserer großen Freude sagen, es wächst und gedeiht wirklich prächtig“, berichtet Geschäftsführerin Sabine Grebner. Die Elterntiere Dorie und Samaki reisten im vergangenen Jahr aus Amsterdam an und hatten im Artis Zoo auch schon für Nachwuchs gesorgt. „Das Elternpaar hat schon Erfahrung bei der Aufzucht von Jungen und das merkt man auch. Sie sind sehr fürsorgliche Pinguin-Eltern und lassen das flauschige Küken nicht aus den Augen.“ Kurz nach dem Schlupf war das erste Pinguin-Küken des Zoo Salzburg noch sehr klein und wohl kaum schwerer als 100 Gramm. Dank der Fürsorge von Dorie und Samaki, die ihren Nachwuchs mit hervorgewürgtem Fischbrei füttern, hat das Küken nicht nur an Gewicht zugelegt, sondern ist auch ordentlich gewachsen. Außerdem ist es von einem braunen Daunenfederkleid bedeckt. Die braunen Daunen wird das Küken in den kommenden Wochen verlieren, erkennbar dunklere Federn bekommen und dann aus der Bruthöhle – beziehungsweise aus der angefertigten Brutbox – ausziehen. „Das wird dann auch der Zeitpunkt sein, an dem der Pinguin-Nachwuchs für die Besucher zu sehen sein wird“, weiß Sabine Grebner. Nachdem zuerst das Ei von den Pinguin-Eltern etwa 40 Tage ausgebrütet wurde, umsorgen sie das geschlüpfte Küken etwa 30 Tage besonders liebevoll. Richtig flügge werden Brillenpinguin-Küken erst mit etwa 85 Tagen. „Für uns ist das erste im Zoo Salzburg geschlüpfte Küken natürlich etwas ganz Besonderes. Es zeigt uns, dass die Brillenpinguine sich bei uns wohlfühlen und wirklich angekommen sind. Außerdem gelten Brillenpinguine in ihrer südafrikanischen Heimat als stark gefährdet. An den Küsten Südafrikas leben kaum mehr als 20.000 Brutpaare und die Tendenz ist abnehmend. Da ist jede Nachzucht ein unschätzbarer Erfolg“, schließt Sabine Grebner.

Tiergarten Worms 14.06.2021
Auf zur Safari in Worms: Einweihung und Übergabe des neuen Blickfangs im Tiergarten Worms
Udo Dinger, Inhaber Mus Karosserie- u. Lackierfachbetrieb e.K. und Kfz-Techniker-Meister Peter Vogt, sowie Achim Herb, 1. Vorsitzender des Freundeskreis Tiergarten Worms e.V., waren gekommen, um den Safari-Geländewagen seiner neuen Bestimmung im Tiergarten Worms zu übergeben. Beigeordneter Uwe Franz, Tiergarten-Geschäftsführerin Nina Scharer und die beiden Tiergartenleiter Wilfried Adelfinger und Marco Mitzinger nahmen das neue Fahrzeug in Empfang. Für die Kinder ist der Besuch des Affenhauses mit der neu geschaffenen weitläufigen Außenanlage der Paviane ein fester Programmpunkt. Ab sofort dürfte sich das noch verstärken. Mit der Übergabe und Inbetriebnahme des neuen Safari-Geländewagens ist der Teilbereich der Afrikaanlage noch attraktiver geworden. Die Erweiterung war durch den langjährigen Tiergarten-Unterstützer und Förderer Udo Dinger möglich geworden, der wir Herb betonte „nicht nur sofort ein offenes Ohr für diese Idee hatte, sondern gleich Feuer und Flamme dafür war.“ Gemeinsam machte man sich an die Planung. Die Suche nach einem geeigneten Fahrzeug gestaltete sich nicht einfach. Selbst alte Geländewagen sind als historischer Oldtimer beliebt und finden schnell Abnehmer und die Preise hoch. Mit der entsprechenden Ausdauer und dem fachmännischen Blick auf das geeignete Fahrzeug wurde Dinger dann schließlich fündig. Doch hier fing die Arbeit in seiner Werkstatt dann erst richtig an. In liebevoller Handarbeit rüstete Peter Vogt das Fahrzeug komplett um, schließlich galt es dieses nicht nur paviantauglich, sondern auch besucherfreundlich und sicher zu gestalten. Uwe Franz zeigte sich beeindruckt, was der Freundeskreis Tiergarten Worms e.V. wieder einmal möglich gemacht hat: „Aus einer Idee wurde durch das große Engagement und durch die erforderliche Hartnäckigkeit dieses besondere Projekt in die Tat umgesetzt. Tiergartenbesucher und Tiergartenbewohner begeben sich gemeinsam im ‚Geländewagen auf Safari‘! Herzlichen Dank an den Freundeskreis und natürlich an den großzügigen Spender, der die ‚Safari‘ ermöglicht hat.“ Große Freude im Tiergarten Worms „Wir sind begeistert von dem neuen Tiergarten-Geländewagen“, freuen sich die beiden Tiergartenleiter Wilfried Adelfinger und Marco Mitzinger nach der heutigen Premierenfahrt. Achim Herb, 1. Vorsitzender des Freundeskreis Tiergarten Worms ergänzt sichtlich stolz: „Es ist eine Bereicherung für die Besucher, die sich auf mit Hilfe des Geländewagens auf eine kleine fantasievolle Safari nach Afrika begeben können. Doch nicht nur das, auch die Paviane erhalten eine weitere Klettermöglichkeit in ihrer neu geschaffenen großzügigen Außenanlage.“ Das für Tier und Mensch gleichermaßen geeignete Fahrzeug wird den Pavianen ebenso viel Freude bereiten, wie den Besuchern, die das Gerät auch gleich in Beschlag nahmen. Bild: ©Tiergarten Worms, Nina Hochstrasser: Auf zur Safari in Worms – mit dem neu installierten Safari-Geländewagen präsentiert sich dem Besucher ein richtiger Blickfang vor der neu geschaffenen Außenanlage der Paviane. Im Bild zu sehen (vlnr) Nina Scharer, Marco Mitzinger, Beigeordneter Uwe Franz, Kfz-Meister Peter Dinger und Tiergartenförderer Udo Dinger mit Freundeskreisvorstand Achim Herb und Jochen Schwartner.

Bleckede, 08. Juni 2021
Familiengründung bei den Bleckeder Bibern im Biosphaerium Elbtalaue
Der Blick in den Biberkessel des Biosphaeriums Elbtalaue war für Tierpfleger Sven Schulze alles andere als Routine, vielmehr zeigte er sich beim Anblick von Meister Bockert überrascht und hoch erfreut: War es seit der Ankunft in Bleckede im Mai 2016 immer das Biberpärchen, das zu versorgen war, so ist es seit Mitte letzter Woche eine ganze Familie, die nun die volle Aufmerksamkeit des Tierpflegers erhält. Das Bleckeder Biberpärchen hat erstmals im Alter von sieben Jahren mit zwei Jungtieren Nachwuchs bekommen. „Späte Eltern“ würde man sagen, denn etwa mit drei Jahren werden die Tiere geschlechtsreif. Äußerlich unterscheiden sich Männchen und Weibchen nicht. Aufgrund der Körperform der Biber und der rundlichen Konturen war die Tragezeit dem Team des Biosphaeriums nicht ersichtlich. Umso größer ist nun die Freude über die neue Biberfamilie, die im nächsten Jahr noch wachsen könnte, denn eine Biberfamilie kann aus den Jungtieren des aktuellen Jahres sowie den Jungtieren des Vorjahres bestehen. Das Bleckeder Pärchen, das nun Eltern geworden ist und zu den europäischen Bibern zählt, wurde 2016 vom Tierpark Olderdissen in Bielefeld übernommen. Genau wie die Elterntiere schlafen die aktuell ca. 20 cm großen Jungtiere tagsüber in ihrem Biberkessel, häufig noch eng an das säugende Muttertier angelehnt. Die Jungtiere werden rund drei Monate lang gesäugt, fangen aber schon wenige Wochen nach Geburt an zusätzlich feste Nahrung aufzunehmen. Kessel nennt man die Schlafstätte der Biber im Inneren ihrer Burg. Dessen Zugang liegt unterhalb der Wasseroberfläche, um sich vor dem Eindringen möglicher Feinde zu schützen. Abends verlassen die Tiere dann nacheinander den Kessel und gehen im Revier auf Nahrungssuche. Die Jungtiere verbleiben die erste Zeit mit einem Elterntier im geschützten Biberbau. Dort und im Außengelände des Reviers wird sich die Familie jetzt ca. zwei Jahre lang gemeinsam aufhalten. Die räumliche Nähe wird im Winter besonders wichtig, damit die Jungtiere von den Eltern gewärmt werden können und nicht zu stark auskühlen. Im Frühjahr, also ca. ein bis drei Monate bevor das Muttertier erneut Junge bekommen könnte, werden die dann fast zweijährigen Jungtiere aus dem Revier vertrieben, indem die Elterntiere über einen längeren Zeitraum aufdringlich und unleidig werden: Der halbstarke Nachwuchs wird vom Fressplatz verscheucht, gelegentlich gezwickt und Scheinangriffen ausgesetzt. Die Bleckeder Jungtiere würden nach zwei Jahren an eine andere zoologische Einrichtung gegeben oder ausgewildert werden. Doch zunächst freut sich das Team des Biosphaeriums auf die heranwachsenden Biberkinder, die auch die Besucher des Biosphaeriums in ihrem Biberkessel beobachten können. Biber zeigen ein sehr ausgeprägtes und beeindruckendes Familien- und Sozialleben. Das Biosphaerium ist von April bis Oktober täglich von 10-18 Uhr geöffnet, von November bis März mittwochs bis sonntags von 10.00 – 17.00 Uhr. Der Eintrittspreis beträgt 2.- € pro Person, Kinder unter 6 Jahren erhalten freien Eintritt.

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