Zoopresseschau

Zoo Heidelberg 11.06.2021
Sechs junge Präriehunde gesichtet – vorerst! Nachwuchs bei den Schwarzschwanz Präriehunden im Zoo Heidelberg
Die sommerlichen Temperaturen locken den Nachwuchs an die Oberfläche: Die jungen Präriehunde zeigen sich auf der Anlage. Bereits sechs Jungtiere wurden in diesem Jahr von den Tierpflegern im Gehege gesichtet. Es bleibt spannend, wie viele Jungtiere noch kommen werden. Flink flitzt der Nachwuchs zwischen den erwachsenen Tieren umher, spielt miteinander und mischt die ganze Kolonie gehörig auf. Beim Beobachten der Präriehunde im Zoo Heidelberg wird es definitiv nicht langweilig – oft kann man sich als Besucher nicht entscheiden, wo man zuerst hingucken soll. Neugierig rennt ein Teil der kleinen, tagaktiven Nagetiere über Äste und Blätter und wedelt dabei aufgeregt mit ihren schwarzen Schwänzchen. Ein Tiergräbt an einem neuen Loch. Wieder andere Präriehunde knabbern an Grashalmen und frischem Laub, während der Rest einfach nur faul in der Sonne liegt. Bereits im Frühling kommen die jungen Präriehunde in den unterirdischen Erdhöhlen zur Welt. Kurz nach der Geburt sind sie nur etwa 15 Gramm „schwer“, nackt und blind und werden von der Mutter intensiv umsorgt. Erst wenn sie weit genug entwickelt sind, meist nach fünf bis sechs Wochen, zeigen sie sich an der Oberfläche. „Es kann durchaus sein, dass in den Höhlen noch weitere Jungtiere leben, die wir noch nicht gesehen haben. Wir hatten schon Jahrgänge mit acht oder mehr Jungtieren,2017 waren es sogar neun Stück! Wie viele es dieses Jahr insgesamt sind – das bleibt vorerst das Geheimnis der Präriehunde. Wir gehen davon aus, dass sich dieses Geheimnis erst in den kommenden Wochen lüftet“, erklärt Revierleiter Norman Hänel. Wer als Zoo-Freund bis dahin nichtmehr abwarten kann, für den gibt es eine Möglichkeit: Zeit für einen Zoobesuch mitbringen, die Kolonie beobachten und selbst versuchten, die Jungtiere zählen. Ganz schön schwierig, bei der Wuselei!

Zoopark Erfurt 11.06.2021
Unsere Giraffen gehen am 17. Juni
Nächste Woche heißt es, wie bereits angekündigt, Abschied nehmen von den Giraffenkühen Dhakija und Mayla. Mayla geht in den Serengeti Park Hodenhagen und Dhakija kommt nach Holland in den ZooParc Overloon. Der Schritt wurde aus Tierschutzgründen nötig. Dhakija möchte viel Laufen. Dafür ist die Erfurter Anlage zu klein. Im Winter fehlen ein großer Laufstall und eine überdachtes Vorgehege, das eisfrei ist. Das ist am derzeitigen Standort nicht machbar. Dhakija zeigt deshalb zunehmend Verhaltensauffälligkeiten. Trotz der hervorragenden Arbeit und Pflege durch unsere beiden Haupt-Tierpflegerinnen für Giraffen, Frau Meyer und Frau Bohn, trotz der Fütterung mit viel Laub im Sommer wie Winter, der intensiven Beschäftigung der Tiere und dem medizinischen Tiertraining, reicht das für den Bewegungsdrang von Dhakija nicht aus. Seit den 60iger Jahren werden im Zoopark Giraffen gehalten. Auch zukünftig sollen die grazilen Langhälse wieder hier anzutreffen sein. Eine neue Anlage wird am Fuß des Roten Berges projektiert. Diese soll einem Giraffenbullen, drei Kühen und deren Nachwuchs ausreichend Platz bieten und dem Zoopark eine artgerechte Haltung ermöglichen.

Alpenzoo Innsbruck-Tirol 11.06.2021
Der Babyboom im Alpenzoo ist ungebrochen – doppelter Nachwuchs bei den Baummardern
Es scheint, als würde der Babyboom im heurigen Frühjahr kein Ende nehmen. Seit Kurzem erkunden zwei kleine Baummarder das Gehege und klettern dabei mehr oder weniger mutig auf Ästen und Baumstämmen, und das vor den verzückten Augen der Besucher. „Für den Zoo und alle Mitarbeiter ist es eine große Freude zu sehen, wie sich unsere Jungtiere entwickeln und wie viele momentan fast täglich dazukommen. Wir freuen uns schon zu sehen, wie viele Tierbabys wir wohl noch willkommen heißen dürfen,“ betont Zoodirektor Dr. André Stadler. Vom nah verwandten Steinmarder mit seinem weißen Kehlfleck unterscheidet sich der Baummarder durch eine goldgelbe Kehle, das dunklere Fell, die unbehaarten Sohlen und den längeren, buschigen Schwanz, der beim Klettern in den Bäumen als Balance dient. Und vor allem dadurch, dass er sich nicht in Autos einnistet. Mit bis zu drei Meter weiten Sprüngen von Ast zu Ast verfolgt er sogar Eichhörnchen, obwohl Mäuse den Hauptteil seiner Beute ausmachen. Denn entgegen landläufiger Meinung verbringt er viel Zeit am Boden. Der Baummarder ist ein Kulturflüchter, der im Gegensatz zum Steinmarder die menschliche Nähe meidet und ausgedehnte Waldgebiete bevorzugt. Die Nachzucht im Alpenzoo ist bemerkenswert, da sie erstmalig in der neuen Anlage erfolgte und es sich um den ersten Nachwuchs seit 8 Jahren überhaupt handelt.

Tiergarten Kleve 11.06.2021
Zotteliges Fell und lange Ohren
Poitou-Esel gehören zweifelsohne zu den beliebtesten Tieren im Tiergarten Kleve. Kaum ein Besucher kann dem Charme der großen Tiere mit ihrem zotteligen Fell und den langen Ohren widerstehen. Durch großzügige Spenden von Privatpersonen und Klever Unternehmen ist es dem Familienzoo am Niederrhein gelungen, seinen Bestand an Poitou-Eseln um drei Tiere zu erweitern. Tiergartenleiter Martin Polotzek freut sich über die Neuankömmlinge: „Ganz oft haben unsere Gäste uns gefragt, warum wir nur einen Poitou-Esel halten. Und auch bei unseren TierpflegerInnen war der Wunsch nach einer großen Poitou-Eselgruppe groß und so haben wir uns auf die Suche nach weiteren Tieren gemacht. Über einen befreundeten Tierpark kamen wir dann an einen hessischen Privathalter, der Poitou-Esel abzugeben hatte.“ Eigentlich wollte der Tiergarten nur einen neuen Riesenesel anschaffen, doch als Tiergartenleiter Polotzek gemeinsam mit dem 2. Vorsitzenden Dr. Klaus Plein die neue Eselstute abholen wollte, ist es passiert: „Als Dr. Klaus Plein und ich für die neue Eselstute nach Hessen gefahren sind, haben wir dieses wunderschöne Eseltrio beim hessischen Privathalter gesehen und waren direkt schockverliebt. Die drei Tiere- ein Wallach und zwei Stuten- harmonierten so gut zusammen, dass wir die Esel nicht trennen konnten. Ein Spendenaufruf hatte schnell großen Erfolg und binnen weniger Tage hatten wir durch die großzügigen Spenden von Privatpersonen sowie Klever Unternehmen genug beisammen, dass wir alle drei Tiere erwerben konnten. Daher nochmals ein herzliches Dankeschön an alle UnterstützerInnen!“, so Polotzek. In zwei Etappen hat dann der Eseltransport stattgefunden: Mitte Mai zog wie geplant die Stute Bretzelle du Rebberg von Hessen an den Niederrhein. Anfang Juni sind dann noch Caori du Manoir und Fabrice du Forestier nach Kleve gefolgt. Stellvertretender Tiergartenleiter Dietmar Cornelissen hat den zweiten Transport durchgeführt und freut sich über die neuen Langohren: „Mit Bretzelle, Caori, Fabrice und Doudoune leben nun vier Poitou-Esel bei uns und bereichern unseren Tiergarten. Die Zusammenführung verlief ohne Probleme und regelmäßig kann man unsere neue Eselgruppe im ganzen Park hören, wie sie mit ihren lauten Rufen mit den anderen Eselrassen im gesamten Park kommunizieren.“ Damit die neue Poitou-Eselgruppe ausreichend Platz hat, sind sie nun heute in die größte Anlage des Parks gezogen und leben auf der großen Wiese im hinteren Tiergartenareal gemeinsam mit Pinzgauer Rindern und Soayschafen. Die vier Poitou-Esel können täglich von 9-18 Uhr im Tiergarten Kleve besucht werden. Alle Gäste müssen ihren Besuch vorab unter www.tiergarten-kleve.de anmelden. Für Personen ohne Internetzugang besteht die Möglichkeit, die notwendigen Daten papiergebunden direkt an der Kasse anzugeben. Ein Coronatest ist nicht mehr erforderlich. Außerdem hat der Tiergarten die Maskenpflicht gelockert: Jetzt muss nur noch auf dem Parkplatz, im Eingangsbereich (inkl. Imbiss), auf dem Spielplatz sowie im Streichelzoo und den Sanitäranlagen eine Maske getragen werden (gilt für alle Gäste ab 6 Jahren).

Zoo Duisburg 11.06.2021
Das GEBAG-Ameisen-Quartier im Zoo Duisburg ist fertiggestellt
Die Mieter sind da! Über 20.000 Blattschneiderameisen haben den zweigeschossigen Wohnkomplex bezogen und sich bereits häuslich eingerichtet. Der neu geschaffene Wohnraum für die Ameisengruppe erstreckt sich über zwei Etagen und gliedert sich dank der außergewöhnlichen Gestaltung nahtlos in die bestehende Landschaft der Tropenhalle Rio Negro ein. Umgebaute Weinfässer sowie Holzkisten wurden in Handarbeit und mit viel Liebe zum Detail in einzigartige Ameisen-Behausungen verwandelt. Durchsichtige Rohrleitungen verbinden die einzelnen Bestandteile des Ameisen-Quartiers miteinander und ermöglichen so faszinierende Einblicke in die Welt der kleinen Regenwaldbewohner. „Die GEBAG hat als kommunales Wohnungsunternehmen die Aufgabe, Wohnraum für Alle in Duisburg anzubieten. Daher war es uns eine besondere Freude, diesen ungewöhnlichen Neubau im Duisburger Zoo zu ermöglichen – und damit Wohnraum für die Allerkleinsten zu schaffen. Und den Ameisen bei ihrer Arbeit zuzusehen, ist wirklich spannend“, zeigt sich GEBAG-Geschäftsführer Bernd Wortmeyer begeistert. Eine Ameisenkolonie funktioniert wie eine eigenständige Kleinstadt. Die sozialen Tiere schaffen über ‚Straßen‘ stetig neues Futter herbei, verteidigen ihr Zuhause und haben sogar eigene Strategien zur Abfallentsorgung. Das Herzstück jeder Kolonie Blattschneiderameisen ist der Futterpilz, den die Insekten selber kultivieren. Im neu gebauten Ameisen-Quartier befindet sich dieser in einem besonders temperierten Raum im Erdgeschoss. „Blattschneiderameisen können keine Blätter als Nahrung nutzen. Sie füttern den Pilz mit Blattstückchen und ernähren sich wiederum von ihm. Damit dieser optimale Bedingungen zum Wachsen hat, wurde der Bereich mit spezieller Klimatechnik ausgerüstet“, erklären die verantwortlichen Tierpfleger. Um das Futter für den Pilz herbei zu schaffen, wandern die Tiere durch das über 20 Meter lange Rohrsystem bis in das Obergeschoss. Hier finden die emsigen Insekten Blätter von Rosengewächsen und Liguster, schneiden kleinere Blattstückchen ab und tragen diese auf ihrem Rücken zurück ins Erdgeschoss. „Unser Ziel ist es, unseren Besuchern faszinierende Einblicke in die Lebenswelt unserer Tiere zu ermöglichen und auch für die Kleinsten zu begeistern. Dies ist uns mit der neuen Anlage. Ohne dem nachhaltige Engagement und die Partnerschaft zwischen GEBAG und Zoo wäre dieses Projekt nicht möglich gewesen“, betont Zoodirektorin Astrid Stewin. Das Duisburger Ameisen-Volk hat derzeit eine Größe von schätzungsweise 20.000 Individuen, ist drei Jahre alt und wurde dem Zoo von einem privaten Halter überlassen. Als Vorsichtsmaßnahme aufgrund der Corona-Pandemie können die neuen Zoobewohner noch nicht bestaunt werden, die Tropenhalle Rio Negro ist derzeit für die Besucher geschlossen. Blattschneiderameisen leben ursprünglich in den Wäldern Süd- und Mittelamerikas. Die kleinen Insekten vollbringen wahre Meisterleistungen. Gemeinsam errichtet die Kolonie ein weit verzweigtes Wohnsystem im Waldboden: Eine unterirdische Stadt mit Kammern für die Ameisenbrut, für Pflanzenreste und Pilzgärten. Im Pilzgarten selber lebt die Königin, die täglich rund 25.000 Eier legt und damit die Grundlage zum stetigen Ausbau der Kolonie schafft.

Zoo Leipzig 11.06.2021
Namensaufruf für vier quirlige Junglöwen – Sammlung der Vorschläge bis zum 25. Juni
Die vier Löwenjungen von Löwin Kigali und Löwenkater Majo sind mittlerweile drei Monate alt und haben sich seit ihrer Geburt am 7.März zur Zufriedenheit aller sehr gut entwickelt. Inzwischen ist das Quartetttäglich auf der Außenanlagetobend unterwegs und genießt sichtbar die unbegrenzten Spielmöglichkeiten der Löwensavanne: Grashalme werden untersucht, Kletterstämme bezwungen und herabhängende Äste sind willkommene Elemente für ausgelassene Spielabenteuer. „Es herrscht große Freude bei uns allen über das Heranwachsen der Jungtiere, und wir sind froh, dass Kigali diesmal ihre Mutterrolle vollumfänglich auslebt und deshalb das Paar in dieser Situation nicht nur gut harmoniert, sondern sich auch gegenseitig die notwendige Sicherheit gibt. Insofern ist jetzt auch die Zeitgekommen, den Namensaufruf zu starten. Wir suchen diesmal für unsere beiden Kater und für die beiden Katzen afrikanische Namen und freuen uns auf zahlreiche Vorschläge. Unsere Raubtierpfleger haben dann die Qual der Wahl, aber ich bin mir sicher, dass sie aus allen Einsendungen die passenden Namen auswählen werden“, so Zoodirektor Prof. Jörg Junhold. Die Namensvorschläge für die beiden männlichen und weiblichen Junglöwen werden bis zum 25. Juni auf der Website des Zoos unter www.zoo-leipzig.de/namensaufruf entgegengenommen.Bei den afrikanischen Namen sollten die Herkunft und die Bedeutung angegeben werden. Unter allen Einsendungen verlosen wir eine Familien-Jahreskarte für den Zoo.

Zoo Osnabrück 11.06.2021
Einzigartige Osnabrücker Zoobilder versteigert – Künstlerin Babara Kleinerüschkamp hilft den Tieren im Zoo
Im April wurden bei einer stillen Auktion zwei von drei besonderen Bildern der Osnabrücker Künstlerin Babara Kleinerüschkamp versteigert. Auf den Gemälden waren Tiere des Zoo Osnabrück vor Osnabrücker Sehenswürdigkeiten abgebildet. Die Einnahmen von genau 2.000 Euro sind den Tieren im Zoo zugutegekommen. Das dritte Bild mit Orang-Utan Astrid kann weiterhin erworben werden. Aktuell arbeitet die Künstlerin an weiteren Bildern. Orang-Utan Astrid beim VfL Osnabrück, Seehund Bente vor dem Zoo oder ein Hudson-Bay Wolf vor dem Theater Osnabrück: Die Ölbilder von Babara Kleinerüschkamp sind ein Blickfang und echte Unikate. „Ich wollte dem Zoo etwas Gutes tun, der Kindern so viele schöne Stunden und Begegnungen mit Tieren ermöglicht“, sagte die Künstlerin Kleinerüschkamp Anfang April, als ihre Bilder in einer stillen Auktion versteigert wurden. Zwei der drei Bilder wurden bis zum Auktionsende am 24. April ersteigert und nun ihren neuen Besitzerinnen übergeben. Edith Boos und Melanie Manuela Loick haben für je 1000 Euro eines der Bilder erworben. „Ich bin Patin von Seehund Bente, Mitglied im Zooverein und ein großer Tierfreund. Es freut mich riesig, dass ich das Bild ersteigern konnte und dem Zoo damit helfe“, freut sich Loick bei der Übergabe des Gemäldes mit Seehund Bente. Edith Boos, die das Bild mit dem Hudson-Bay Wolf ersteigert hat, ist ebenso erfreut über ihr neues Kunstwerk. „Ich finde das Wolfsbild einfach wunderschön und habe mich direkt in das Bild verliebt“, so Boos. „Da ich mir nicht sicher war, ob mein erstes Gebot reicht, habe ich etwas später noch ein zweites abgegeben. Schön, dass es funktioniert hat.“ Auch Babara Kleinerüschkamp ist mit der Auktion zufrieden. „Es ist schön, dass ich mit der Aktion den Tieren helfen kann“, so die Künstlerin. Weitere Bilder entstehen – Die Unterstützung durch die Künstlerin, welche die gesamten Einnahmen aus der Versteigerung an den Zoo abgibt, ist zu einer Zeit entstanden als der Zoo aufgrund des Corona-Lockdowns große finanzielle Sorgen hatte. Doch auch wenn der Zoo Osnabrück inzwischen wieder fast wie früher öffnen darf, möchte Kleinerüschkamp die Tiere auch weiterhin mit ihren Bildern unterstützen. „In den kommenden fünf Jahren möchte ich noch weitere Bilder malen und versteigern, insgesamt 12 Werke“, verrät Kleinerüschkamp. Die Erlöse aus der Versteigerung sollen dann vor allem an die Spendenkampagne „Rüssel voraus!“ für die Vergrößerung der Elefantenanlage gehen. Die Unterstützung der Künstlerin freut auch John McGurk, der im Zoo Osnabrück für Sponsoring und Charityprojekte zuständig ist und über den die Kooperation zustande gekommen war. „Es ist unglaublich, dass Barbara den Tieren im Zoo so viel Kreativität, Energie und Zeit schenkt“, sagt McGurk. „An jedem ihrer Werke arbeitet sie zwei bis drei Wochen. Wer ein Bild ersteigert, holt sich damit ein Stück Osnabrück nach Hause und das mit dem guten Gefühl den Tieren im Zoo geholfen zu haben.“ Aktuell kann noch ein Bild von Orang-Utan Weibchen Astrid vor der „Bremer Brücke“, dem Stadion des VfL Osnabrück, erworben werden. Wer Interesse an dem Bild hat, kann sich per E-Mail unter veranstaltungen@zoo-osnabrueck.de melden. Alle, die den Zoo und seine Tiere besuchen möchten, können inzwischen auch wieder in die Tierhäuser gehen. Aufgrund der niedrigen Inzidenz in der Stadt Osnabrück ist das Tragen einer Maske nur noch an ausgewählten Orten notwendig und die Besucherbegrenzung wurde stark erhöht. Für den Zoobesuch muss nach wie vor ein Zeitfenster für den Einlass reserviert werden. Alle Informationen zum Zoobesuch veröffentlicht der Zoo Osnabrück auf seiner Homepage unter www.zoo-osnabrueck.de.

Zoo Magdeburg 10.06.2021
cubeoffice spendiert dem Kinderförderwerk Zoo-Tourenpakete – Unterwegs zu Giraffe, Elefant und Zebra
Strahlende Gesichter gibt es beim Kinderförderwerk Magdeburg e.V. Das IT-Service-Unternehmen cubeoffice GmbH & Co.KG spendierte am 10.06.2021 dem Kinderförderwerk Magdeburg e.V. Zoo-Tourenpakete im Wert von 1.700 Euro. Die Spende wurde während des 25. Jubiläumsevents von den Gästen spontan gesammelt. Das Geld spendet cubeoffice an das Kinderförderwerk Magdeburg e.V.. Der gemeinnützige Verein bemüht sich um die Förderung und soziale Integration behinderter und nichtbehinderter Kinder. “Das Geld wird in Gutscheine für Zoo-Tourenpakete umgewandelt, und wir können damit einen großen Wunsch der Kinder erfüllen”, erklärte Dr. Hans-Dieter Dammering, der die pädagogische Gesamtleitung innehat. „Bei diesen Führungen ermöglichen Zootierpfleger spannende Begegnungen mit Lemuren oder Giraffen und kommentieren für die kleinen Gäste die Fütterung der Zootiere“, ergänzt Zoo-Geschäftsführer Dirk Wilke. „Damit unterstützen wir nicht nur die pädagogisch wertvolle Arbeit des Kinderförderwerks“, begründete Matthias Kunert die Entscheidung seines Unternehmens. „Wir greifen damit auch in schwierigen Corona-Zeiten unserem Zoo unter die Arme, einem für die Landeshauptstadt wichtigen überregionalen Besuchermagneten.“

Zoo Zürich 10.06.2021
25 Jungstörche beringt
Der Zoo Zürich hat die diesjährigen Jungstörche beringt. Wetterbedingt ist die Zahl geringer ausgefallen als im letzten Jahr. Gestern Mittwoch fand im Zoo Zürich die jährliche Jungstorchenberingung statt. Insgesamt hat der Zoo 25 Störche beringt. Dies sind deutlich weniger als die 40 Jungstörche des letzten Jahres und die 44 des Rekordjahres 2018. Das Überleben der Jungstörche hängt stark mit der Witterung zusammen. Durch sehr warme und trockene Frühlinge überlebten im Jahr 2020 und 2018 aussergewöhnlich viele junge Störche. Dieses Jahr waren es aufgrund des regnerischen und kühlen Frühlings deutlich weniger. Im Zoo Zürich brüteten heuer Störche in 24 Nestern, wobei sich die 25 überlebenden Jungstörche auf 14 Nester verteilen. Ringe zur Identifikation Auch dieses Jahr hat Schutz & Rettung Zürich tatkräftig bei der Beringungsaktion mitgeholfen. Ohne deren Autodrehleiter wären die Jungtiere in ihren zum Teil schwindelerregend hohen Nestern nicht zu erreichen. Die Jungvögel werden beringt, um jedes Tier eindeutig identifizieren zu können und durch spätere Beobachtungen mehr über das Leben der Störche zu erfahren. Bei den Weissstörchen im Zoo Zürich handelt es sich um eine wildlebende Kolonie. Nur dank Wiederansiedlungsprojekten ist der in der Schweiz einst ausgestorbene Weissstorch nun wieder heimisch. Seit den ersten Wiederansiedlungen hat sich die Population erfreulich entwickelt und wächst weiter an. Dieses Wachstum hängt zum Teil auch mit dem veränderten Zugverhalten der Vögel zusammen. Viele Störche fliegen heute nicht mehr bis nach Afrika, sondern verbringen den Winter in Spanien. Durch den verkürzten Flug gibt es weniger Ausfälle.

Tierpark Berlin 10.06.2021
Berlins grünstes Klassenzimmer eröffnet im Tierpark Berlin
Neuer Naturlehrpfad entsteht im Garten der Tierparkschule | Führungen starten wieder Auf die Plätze, fertig, los: Kaum sinken die Inzidenzwerte und die Temperaturen steigen, da erwacht auch die Tierparkschule quasi über Nacht aus ihrem Dornröschenschlaf. Nicht nur Schulklassen dürfen die Mitarbeiter*innen jetzt wieder begrüßen, auch Lieblingstierbesuche und Kindergeburtstage sind ab sofort in Zoo und Tierpark wieder buchbar. Pünktlich zur Senatsempfehlung, die letzte Schultage vor den Sommerferien auf Exkursionen an der frischen Luft zu verbringen, eröffnet im Tierpark Berlin nun das neue Herzstück dieses außerschulischen Lernorts: Das Grüne Klassenzimmer. Dank Unterstützung der Berliner Volksbank geht für das Team der Tierparkschule in diesem Sommer ein langgehegter Traum in Erfüllung: In den kommenden drei Jahren entsteht im angrenzenden Garten ein Naturlehrpfad, in welchem Kinder die Natur entdecken und deren versteckte Geheimnisse auf eigene Faust erforschen können. Die ersten Besucher*innen, die die Schulbank – oder besser: den Baumstumpf – im wohl coronakonformsten Klassenzimmer der Hauptstadt drücken durften, waren 12 Schüler*innen der benachbarten George-Orwell-Schule. Seit diesem Sommer ist die Lichtenberger Sekundärschule offizielle Partnerschule des Tierpark Berlin. Welche Bedeutung haben Bäume für das Klima? Wie sähe eine Welt ohne Insekten aus? Welche Kräuter sind essbar? Wie funktioniert natürliches Recycling? Welche Tiere leben in einem Steinhaufen? An verschiedenen Stationen können kleine und große Entdecker*innen diesen und vielen anderen Fragen selbstständig auf die Spur gehen. Schüler*innen der 3. bis zur 8. Klasse können auf dem zukünftigen Naturlehrpfad, der nun Schritt für Schritt erweitert wird, unter anderem ein Insektenhotel inspizieren, Blätter und Früchte dem passenden Baum zuordnen und viele gute Ideen sammeln, wie man es heimischen Wildtieren im Garten so richtig bequem machen kann. Das Grüne Klassenzimmer ist dabei Start und Ziel einer Unterrichtstunde im Freien. Für´s Leben Lernen im Tierpark Berlin – Als Botschafter ihrer Art schaffen die tierischen Bewohner des Tierpark Berlin durch Emotionen etwas, das vielen Lehrbüchern nur schwer gelingt: Begeistern, Mitreißen und Sensibilisieren – für bedrohte Tiere, ihre natürlichen Lebensräume und ihren Schutz. Deshalb ist es die zentrale Aufgabe moderner Zoos Menschen für Tiere und Natur zu begeistern. Als wissenschaftlich geführte Einrichtung nimmt der Tierpark Berlin seinen Bildungsauftrag ernst. Wissensvermittlung findet hier auf vielfältige Weise statt. Durch das Beobachten und Wahrnehmen der Tiere mit allen Sinnen, in Form modern aufbereiteter Informationen auf Schildern im Park und bei kommentierten Fütterungen durch die Tierpfleger*innen wird die faszinierende Tierwelt für die Gäste erlebbar gemacht. Das Herz des Tierpark Berlin als außerschulischem Lernort ist die Tierparkschule. Sie befindet sich im ehemaligen Wohnhaus des Tierparkgründers Prof. Dr. Heinrich Dathe unweit des Eingangs Bärenschaufenster und bietet ein umfangreiches Angebot für jede Zielgruppe. Speziell für Schüler*innen gibt es ein am Rahmenlehrplan orientiertes Angebot, welches jährlich von rund 7000 Schüler*innen wahrgenommen wird. Bei spannenden Führungen und Workshops werden Themen aus Biologie, Umwelt, Politik, Kultur und Geographie zielgruppengerecht behandelt. Anhand unterhaltsamer Geschichten aus der Welt der Tiere werden die verschiedenen Lebensräume der Erde gemeinsam entdeckt. Fragen an die erfahrenen Tierpark-Guides sind dabei ausdrücklich erwünscht. Ob kuriose Anpassungen an die Umwelt oder außergewöhnliche Kommunikation – mit der Tierparkschule erfahren Groß und Klein mehr über die gefiederten, pelzigen und geschuppten Bewohner des Tierpark Berlin. Mit Erfolg: Erst im letzten Jahr erhielt die Tierparkschule für ihr außerordentliches Engagement die Auszeichnung der UN-Dekade Biologische Vielfalt. Weitere Informationen und Buchungsmöglichkeiten gibt es hier: https://www.tierpark-berlin.de/de/tierpark-erleben/fuehrungen-erlebnisse https://www.zoo-berlin.de/de/zoo-erleben/fuehrungen-erlebnisse

Tierpark Gotha 09.06.2021
Musikverliebt in den Sommer
Die beliebten Tierpark-Konzerte im Tierpark Gotha starten ab Juli in eine neue Runde. Karten sind ab sofort erhältlich. Ab Freitag, den 2. Juli 2021, wird es im Tierpark Gotha nicht nur tierisch, sondern auch musikalisch. Im Norden des Parks entstand bereits im letzten Jahr ein lauschiger Konzertgarten, welcher bis zum 11. September 2021 jeweils am Freitag und am Samstag von 19.30 Uhr bis 21.00 Uhr durch insgesamt rund 23 Veranstaltungen bespielt wird. Direkt am Marabu-Gehege gelegen, steht die Veranstaltungsreihe unter dem Titel „Rendezvous am Marabu“ und lädt Musikverliebte dazu ein, die lauwarmen Sommernächte in der Erlebniswelt am Kleinen Seeberg zu genießen. Weitere Informationen zum Programm und den Ticketpreisen sind unter www.tierpark-konzerte.de nachlesbar.

Tiergarten Nürnberg 09.06.2021
Tiergarten bereitet Auswilderung von Bartgeiern vor
Das für diesen Sommer bereits lang geplante, gemeinschaftliche Auswilderungsprojekt für Bartgeier in Bayern vom Tiergarten der Stadt Nürnberg, dem LBV (Landesbund für Vogelschutz) und dem Nationalpark Berchtesgaden geht in die letzte Runde. Bereits vor einigen Tagen kamen zwei junge Bartgeier aus dem Centro de Cría de Quebrantahuesos „Guadalentín“ in Cazorla (Spanien) nach Nürnberg. Derzeit befinden sich die Tiere in der Quarantänestation des Tiergartens auf Gut Mittelbüg und lernen sich am sogenannten Schmusegitter kennen. Am heutigen Mittwoch, 9. Juni 2021, wurden die jungen Bartgeier von einem Team aus Expertinnen und Experten auf ihre morgige Auswilderung vorbereitet. Mehr als 100 Jahre nach ihrer Ausrottung durch den Menschen in Deutschland werden erstmals zwei junge Bartgeier im Nationalpark Berchtesgaden ausgewildert. Zur Vorbereitung auf die Auswilderung wurden bei den beiden bereits beringten Bartgeier einzelne Federn mit einem Bleichmittel markiert. So lassen sich die Vögel später in der Luft durch bestimmte Muster eindeutig erkennen. Das gilt auch für NachweisFotos von zukünftigen Erkundungsflügen durch die Alpen. Zudem wurde den Vögeln zur Probe GPS-Sender angelegt, um den optimalen Sitz individuell an die Vögel anzupassen. Der Tiergarten unterstützt als Partner dieses Projekt zur Wiederansiedlung des Bartgeiers in den Alpen. Jörg Beckmann, stellvertretender Direktor des Tiergartens Nürnberg, erläutert: „Der Nürnberger Tiergarten hält mit kurzen Unterbrechungen bereits seit 1965 Bartgeier, wobei es im Jahr 1997 zur ersten erfolgreichen Aufzucht eines Jungtieres kam. Seitdem unterstützt der Tiergarten regelmäßig Auswilderungsprojekte in Spanien und Frankreich mit Nachzuchten.“ Darüber hinaus konnte mit Unterstützung des Vereins der Nürnberger Tiergartenfreunde 2016 eine neue Voliere für diese eindrucksvollen Tiere eröffnet werden. Auch in der neuen Voliere kam es bereits zur erfolgreichen Jungenaufzucht. Zuletzt transportierten Nürnberger Fachleute im Sommer 2019 einen im Tiergarten Nürnberg geschlüpften Bartgeier in ein Auswilderungsprojekt auf Korsika (www.forschen-handeln-erhalten.de/auswilderung-bartgeier/) Die Auswilderung des größten Vogels der Alpen ist ein historisches Ereignis und bundesweit eines der aufsehenerregendsten Naturschutzprojekte 2021. Für den Artenschutz in Deutschland ist die Rückkehr des völlig harmlosen Greifvogels in die deutschen Alpen ein Meilenstein. Die ausgewilderten Vögel sollen in Zukunft die zentraleuropäische Population dieser seltenen und faszinierenden Greifvogelart stärken. Der Vorsitzende des bayerischen Naturschutzverbands LBV (Landesbund für Vogelschutz), Dr. Norbert Schäffer, freut sich über die bevorstehende Auswilderung: „Die zukünftigen ersten beiden deutschen Bartgeier heute zum ersten Mal überhaupt zu sehen ist für mich als Artenschützer, der sich für die heimische Tier- und Pflanzenwelt begeistert, schon einer der schönsten Momente überhaupt gewesen.“ LBV-Bartgeierexperte und Projektleiter Toni Wegscheider ergänzt: „Die beiden Jungvögel haben sich jetzt hier in Nürnberg ja zum ersten Mal überhaupt gesehen und kennenlernen dürfen und noch scheint alles harmonisch zu verlaufen. In der Felsnische im Nationalpark werden wir dann ab morgen sehen, wer der dominantere Vogel ist und wie sich die beiden vertragen werden. Immerhin ist die Nische dort groß genug, dass sie sich auch aus dem Weg gehen könnten.“ Zum Projekt: Der Bartgeier (Gypaetus barbatus) zählt mit einer Flügelspannweite von bis zu 2,90 Metern zu den größten, flugfähigen Vögeln der Welt. Anfang des 20. Jahrhunderts war der majestätische Greifvogel in den Alpen ausgerottet. Im Rahmen eines großangelegten Zuchtprojekts werden seit 1986 im Alpenraum in enger Zusammenarbeit mit dem in den 1970er Jahren gegründeten EEP der Zoos junge Bartgeier ausgewildert. Das europäische Bartgeier-Zuchtnetzwerk wird von der Vulture Conservation Foundation (VCF) mit Sitz in Zürich geleitet. Während sich die Vögel in den West- und Zentralalpen seit 1997 auch durch Freilandbruten wieder selbstständig vermehren, kommt die natürliche Reproduktion in den Ostalpen nur schleppend voran. Ein vom bayerischen Naturschutzverband LBV (Landesbund für Vogelschutz) initiiertes Projekt zur Auswilderung von jungen Bartgeiern im bayerischen Teil der deutschen Alpen greift dies auf und unterstützt in Kooperation mit dem Tiergarten Nürnberg und dem Nationalpark Berchtesgaden die alpenweite Wiederansiedelung. Dafür werden in den kommenden Jahren im Klausbachtal junge Bartgeier ausgewildert – im Jahr 2021 erstmals in Deutschland. Der Nationalpark Berchtesgaden eignet sich aufgrund einer Vielzahl von Faktoren als idealer Auswilderungsort in den Ostalpen. Mehr Informationen zum Projekt unter www.lbv.de/bartgeier-auswilderung

Zoo Salzburg 09.06.2021
Kleine Kletterkünstler unter sich: Große Freude über quirligen „Steinbock-Kindergarten“
Sie springen im wahrsten Sinne des Wortes über Stock und Stein, und das am liebsten gemeinsam mit ihren Altersgenossen. Wie bei jungen Alpensteinböcken üblich, haben sich die Mitte bis Ende Mai 2021 im Zoo Salzburg geborenen Steinkitze zu einem „Kindergarten“ zusammengefunden. In diesem Jahr besteht der quirlige Kindergarten sogar aus sechs Jungtieren, die sich unter abwechselnder Aufsicht der Muttertiere im Klettern üben. „Heuer tut sich bei uns in der Steinbockanlage richtig was“, freut sich Geschäftsführerin Sabine Grebner über den munteren Nachwuchs. „Gleich zwei Geißen haben in diesem Jahr Zwillinge bekommen und zwei weitere Geißen haben jeweils ein Jungtier geboren. Zwillingsgeburten sind bei Alpensteinböcken eher selten, deshalb ist die Freude bei uns gleich doppelt so groß“, fügt Sabine Grebner hinzu. Gute Chancen, den Steinbock-Kindergarten in Aktion zu erleben, haben Besucher derzeit am Vormittag. Dann wird sehr gerne gemeinsam gespielt, in der steilen Felswand balanciert und natürlich eifrig geklettert und gesprungen. Dabei ist für Beobachter absolut erstaunlich, wie trittsicher die sechs Jungtiere bereits sind. Wenn man allerdings bedenkt, dass Steinböcke in freier Natur steile felsige Hänge oberhalb der Baumgrenze als bevorzugten Lebensraum auserkoren haben, liegt die Erklärung auf der Hand. Zwar weniger aktiv, aber genauso schön zu beobachten, ist derzeit auch der zweifache Nachwuchs bei den Waldrentieren. Während die Steinböcke wagemutig in der Felswand hängen, lassen es die jungen Rentiere gemütlicher angehen. Meistens liegen sie von den Rentier-Müttern gut behütet an einem schattigen Plätzchen und manchmal können Besucher sie dabei beobachten, wie sie auf langen Beinen vorsichtig über die Anlage „staksen“.

Zoo Zürich 09.06.2021
ERKRANKUNG DES GORILLAWEIBCHENS MAWIMBI GEKLÄRT
Die Untersuchungsresultate zur schweren Erkrankung Mawimbis liegen vor. Das am 21. April verstorbene Gorillaweibchen litt an einer akuten Gehirnentzündung. Der Zoo Zürich hatte am 21. April das Gorillaweibchen Mawimbi aufgrund einer schweren Erkrankung einschläfern müssen (wir informierten). Die Untersuchungen am Tierspital haben nun ergeben, dass eine akute Gehirnentzündung die schweren Krankheitssymptome hervorgerufen hatte. Ausgelöst wurde die Gehirnhentzündung durch eine Amöbenart (Balamuthia mandrillaris). Diese gelangt über kleine Wunden oder durch Inhalation in den Körper. Es handelt sich hier um eine sehr seltene und leider tödliche Erkrankung. Das Wissen darüber beruht zu einem grossen Teil auf untersuchten Einzelfällen, bei denen die Amöbe bei Menschen oder Tierarten wie Hunden, Pferden oder Primaten nachgewiesen wurden. Da die Krankheit nicht ansteckend ist, besteht für Menschen und die anderen Tiere der Gorillagruppe keine Gefahr. Vom Aussterben bedroht Mawimbi kam am 12. Juli 2012 als Tochter von Mamitu und N’Gola im Zoo Zürich zur Welt. Die Zürcher Gorillagruppe umfasst aktuell nun noch fünf Tiere. Westliche Flachlandgorillas sind in der Natur vom Aussterben bedroht. Die Gorillas im Zoo Zürich sind Teil des Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes EEP, mit dem Ziel, eine gesunde und stabile Reservepopulation zu erhalten.

Tierpark Hellabrunn München 09.06.2021
Eine ‚Hochzeitsreise‘ für die Murnau-Werdenfelser
Die beiden Murnau-Werdenfelser Kühe Wilma und Kenia werden den Sommer im Gut Schwaiganger der Bayerischen Staatsgüter nahe Garmisch-Patenkirchen verbringen. In Abstimmung des Zuchtverbandes für Murnau-Werdenfelser Rinder werden sie dort auf zwei Bullen treffen und – im Idealfall – trächtig nach Hellabrunn zurückkehren. Voraussichtlich schon Mitte Juni werden die beiden Kühe auf ‚Hochzeitsreise‘ gehen und auf dem Gut Schwaiganger auf die beiden Bullen Romulus und Bergwind treffen. Hintergrund der Zusammenführung ist die Möglichkeit eines Natursprungs für Kuh Kenia – Versuche einer künstlichen Befruchtung waren bei ihr bisher leider nicht erfolgreich. Das Erbgut von Kenia ist jedoch so wertvoll, dass nun in enger Abstimmung mit dem Zuchtverband der Versuch eines Natursprungs, also einer natürlichen Fortpflanzung, erfolgt. Damit Kuh Wilma den Sommer nicht alleine im Hellabrunner Mühlendorf verbringen muss, darf sie Kenia begleiten und ebenfalls auf einen Bullen treffen. Bei Wilma ist bereits eine künstliche Besamung geglückt – im Winter 2019 brachte sie Bulle Theo in Hellabrunn zur Welt. Bereits seit zwei Wochen trainieren die Tierpflegerinnen und Tierpfleger im Mühlendorf mit den beiden Kühen den Gang in den Transportanhänger – bei Wilma klappt dies schon problemlos, Kenia hingegen ist noch etwas zaghaft. Sobald beide Tiere sich an den Anhänger gewöhnt haben, kann der Transport zum Gut Schwaiganger erfolgen – voraussichtlich wird die Reise Mitte Juni beginnen. Wie lange die Kühe dort bleiben, steht aktuell noch nicht fest, das hängt vor allem davon ab, wie schnell sie sich an die neue Umgebung und die beiden Bullen gewöhnen. Die Rinderrasse Murnau-Werdenfelser ist eine sehr robuste, alte Landrasse aus Oberbayern, deren Bestand in den letzten Jahrzehnten stark zurückgegangen ist. Sie sind Dreinutzungsrinder, die sowohl auf Milchleistung und Fleischqualität wie auch Zugleistung im Arbeitsgespann ausgerichtet sind. Dank der Bestrebungen des Zuchtverbandes konnte die Population seit 2007 wieder deutlich gesteigert werden. Hellabrunn beteiligt sich schon seit vielen Jahren am Zuchtprogramm für diese bedrohte Haustierrasse.

Zoo Frankfurt am Main 09.06.2021
Förderverein Zoo-Freunde Frankfurt gegründet
Der Zoo Frankfurt freut sich über neue Unterstützung: Seit Mai 2021 steht ihm der Zoo-Förderverein „Zoo-Freunde Frankfurt e. V.“ zur Seite. Der Förderverein wurde von engagierten Bürgerinnen und Bürgern während den Monaten der Corona-Pandemie auf den Weg gebracht. Die Frankfurter Dezernentin für Kultur und Wissenschaft, Dr. Ina Hartwig, freut sich über die Initiative: „Bereits die Zoogründung vor über 160 Jahren war bürgerschaftlichem Engagement zu verdanken. Der neue Förderverein setzt die bestehende Tradition weiter fort“, erklärt die Kulturdezernentin. „Ich bin mir daher sicher, dass der Förderverein rasch Fuß fassen wird und dem Zoo bei der Erfüllung seiner Aufgaben finanzielle und tatkräftige Unterstützung geben wird. Allen Beteiligten sowie zukünftigen Fördermitgliedern möchte ich meinen Dank aussprechen.“ „Allen, denen der Frankfurter Zoo am Herzen liegt, bietet sich nun eine neue Möglichkeit, sich für seine Weiterentwicklung und Modernisierung stark zu machen“, so der 1. Vorsitzende der Zoo-Freunde-Frankfurt, der Biologe Prof. Dr. Bruno Streit. „Als Förderverein werden wir natürlich für den Zoo die Spendentrommel rühren“, kündigte er weiter an, „daneben sind aber auch Aktionsstände bei Veranstaltungen geplant und exklusive Angebote für unsere Mitglieder.“ „Ich bin mehr als glücklich darüber, dass es nun auch einen Förderverein für unseren Zoo gibt. In vielen anderen Städten konnten solche Vereine die Entwicklung der Zoos entscheidend voranbringen“, so der scheidende Zoodirektor Dr. Miguel Casares. Er hoffe, so Casares, dass der Verein auch seiner Nachfolgerin oder seinem Nachfolger so engagiert und vertrauensvoll zur Seite stehen werde, wie es sich in den letzten Monaten bereits angelassen habe. „Die Corona-Pandemie hat bei vielen noch einmal den Blick geschärft, wie wichtig die biologische Vielfalt und ihr Erhalt sind“, so der Arzt und Biologe Dr. Wilfried Köhler, der zweite Vorsitzende der Zoo-Freunde Frankfurt. Aus diesem Grund wolle der Verein mit seinem ersten größeren Projekt auch an einer Stelle im Zoo tätig werden, an der Artenvielfalt besonders eindrücklich erlebt werden kann: im weltweit einmaligen Grzimek-Haus mit seiner großen Nachttierabteilung.

Zoo Basel 09.06.2021
Seltene Tierart neu im Zoo Basel zu sehen
Ein männliches Rotschulter-Rüsselhündchen ist im Haus Tembea eingezogen, in dem auch die Elefanten zu Hause sind. Ausser dem Zoo Basel halten weltweit nur zwölf weitere Zoos diese ungewöhnliche Tierart. Der Zoo Basel ist um ein kurioses Tier reicher: Das im November 2020 geborene Rüsselhündchen hat einen langen schmalen Körper, der an eine Antilope erinnert, einen langen rattenähnlichen Schwanz und eine lange rüsselförmige Nase. Rüsselhündchen werden nur selten in Zoos gehalten, umso grösser ist die Freude, dass das junge Männchen aus dem Zoo Rotterdam in den Zoo Basel umziehen durfte. Rüsselhündchen sind eher scheu. Daher ist die Scheibe des Terrariums aktuell noch teilweise mit Papier abgedeckt. So kann sich das Tier langsam an sein neues Zuhause gewöhnen. Der Menüplan des Rüsselhündchens besteht im Zoo Basel aus Regenwürmern, Heuschrecken, Grillen und anderen Insekten. Die Insekten werden im Zoo Basel eigens zur Fütterung der Tiere gezüchtet. Praktische Nase Rüsselhündchen sind auch in der Natur selten. Die Art ist in kleinen Gebieten im Osten Afrikas heimisch. Das Rüsselhündchen lebt dort in dichten Waldgebieten in Kenia und Tansania in Küstenregionen, sowie in Bergwäldern des Festlands und den vorgelagerten Inseln Sansibar und Mafia. Dort ernährt es sich von Insekten und anderen kleinen Wirbellosen. Mit der langen, beweglichen Schnauze durchwühlt es das Laub nach Leckerbissen. Mit Krallen der Vorderpfoten buddelt es in der Erde und sucht nach Insekten, welche es mit seiner langen Zunge aufnimmt. Lockere Beziehungen Die tagaktiven Rüsselhündchen ruhen nachts am Boden in selbstgebauten Nestern aus Laub. Da sie auch tagsüber immer wieder inaktive Phasen haben, suchen sie diese Nester manchmal auch tagsüber auf. Sie sind stark territorial und markieren die Reviergrenze regelmässig mit einem Sekret aus einer Drüse im Afterbereich. Dementsprechend sind sie meist als Einzelgänger unterwegs. Es kommt vor, dass zwei Territorien überlappen, wobei sich monogame Pärchen bilden können. Ihr Kontakt kann jedoch recht locker sein und gemeinsam trifft man sie hauptsächlich zur Paarungszeit an. Rüsselhündchen sind nicht gefährdet, aber relativ schwierig im natürlichen Lebensraum anzutreffen. Nur ein paar Dutzend Tiere leben auf einem Quadratkilometer. Durch die Rodung von Wäldern für städtebauliche oder landwirtschaftliche Zwecke wird der Lebensraum der Rüsselhündchen immer stärker zerstückelt, was zu einem Rückgang der Population in der Natur führt.

Zoo Basel 09.06.2021
Heuschreckenzucht: Zoo Basel und ein Startup spannen zusammen
Für die vielen tierischen Insekten-Gourmets hat der Zoo Basel gemeinsam mit dem Startup „Smartbreed“ vollautomatische Zuchtboxen für Heuschrecken weiterentwickelt. Gefüttert werden Heuschrecken mit bisher ungenutzten Nebenprodukten aus der Argarproduktion. Ob Reptilien, Vögel oder Affen – für viele Zootiere sind Insekten ein echter Leckerbissen. Für manche von ihnen sind Insekten das Hauptnahrungsmittel. Im Zoo Basel werden deshalb rund 10 Insektenarten hinter den Kulissen gezüchtet. Dazu gehören auch Heuschrecken, die im Zoo Basel seit der Eröffnung des Hauses Etoscha im Jahr 2001 gezüchtet werden. Sie sind nicht nur nahrhaftes Futter für Zootiere, sondern sind Teil der Ausstellung ‚Fressen und Gefressen werden‘ im Etoschahaus. Dort ist ein ganzer „Schwarm“ von hunderten Tieren zu sehen. Automatische Zuchtboxen Aber auch Heuschrecken brauchen Futter und das nicht zu knapp. Um den schier unstillbaren Hunger der vielen tausend Tierchen stillen zu können, mussten bisher in aufwändiger Weise eine Art „Rasenteppiche“ aus Weizenkeimlingen gezüchtet werden. Das ist jetzt nicht mehr nötig. Das Startup-Unternehmen Smartbreed suchte nach einer Methode, wie sich Heuschrecken mit wenig Zeitaufwand und möglichst nachhaltig mit regionalem Futter züchten lassen. Der vollautomatische Zuchtkasten wurde im Zoo Basel getestet und weiterentwickelt. Ab nächsten Winter soll im Zoo Basel ganz auf die Zuchtkästen umgestellt und auf die Weizenzucht, für die ein eigener Zuchtraum benötigt wird, verzichtet werden. Bislang aufwendige Arbeitsschritte von der Fütterung bis zur Reinigung werden dann weitgehend automatisch durch die Boxen übernommen. Das vorher aufwendig produzierte Weizengras wird durch ein Trockenfutter aus ungenutzten Agrarnebenprodukten vollständig ersetzt. Insekten sind für viele Tiere wichtige Nahrung Die beliebte Heuschreckenmahlzeit dürfte also in Zukunft häufiger auf dem Speiseplan der Insektenliebhaber im Zolli stehen. Schon jetzt kann man beispielsweise im Etoscha-Haus beobachten, wie Erdmännchen, Scharlachspinte aber auch Rotschnabeltokos (sind im Haus Gamgoas), Siedelweber und Rüsselspringer die Insekten jagen, unschädlich machen und genüsslich verspeisen. Auch für die Zucht von Vögeln ist Insektenfutter wichtig. Dank der Insektenzucht floriert heute die Zucht von mehreren Vogelarten im Zoo Basel und auch die Reptilien und Amphibien profitieren davon. Vögel benötigen zur Aufzucht ihrer Jungen zu Beginn tierisches Eiweiss, auch dann, wenn sie sonst reine Fruchtfresser sind. Ausser für Zoos sind die automatischen Zucht-Boxen interessant für landwirtschaftliche Betriebe, Privatpersonen aber auch Unternehmen, welche Heuschrecken für den menschlichen Verzehr züchten.

Tiergarten Schönbrunn Wien 09.06.2021
Aufgetaucht: Nachwuchs bei den Präriehunden
Die Präriehund-Anlage im Tiergarten Schönbrunn hat sich in eine wahre Kinderstube verwandelt. Mitte April haben gleich zwei Weibchen im Abstand von zwei Wochen Junge bekommen. „Aufgetaucht“ sind die Kleinen aber erst jetzt. „Die Jungtiere sind in einem unterirdischen Bau zur Welt gekommen und herangewachsen. Bei der Geburt waren sie nur rund 15 Gramm schwer, nackt und blind“, erklärt Tiergartendirektor Stephan Hering-Hagenbeck. Die Tierpfleger konnten schon im Bau immer wieder kurze Kontrollblicke auf sie werfen, nun sind sie auch für die Besucherinnen und Besucher zu sehen. Gerade an sonnigen Tagen lockt es die Nager, die in den Prärien Nordamerikas heimisch sind, an die Erdoberfläche. Dann sind die Jungtiere beim ausgelassenen Spielen und Raufen zu beobachten. Wie viele Jungtiere es tatsächlich sind, ist noch nicht hundertprozentig sicher, aber es sind mindestens sieben. Die quirligen Nager zu zählen, ist fast unmöglich. Während ein paar Tiere im Bau sind, blicken andere aus den Löchern oder flitzen über die Anlage, um auf der anderen Seite unter die Erde zu verschwinden. Hering-Hagenbeck: „Die Tiere hingegen bewahren stets den Überblick. Schwarzschwanz-Präriehunde leben in der Wildbahn in riesigen Kolonien. Sie beschnuppern sich gegenseitig, um zu wissen, wer zur Familie gehört. Dieses Ritual sieht wie ein Kuss aus.“ Knapp zwei Monate werden die Jungtiere gesäugt. Sie knabbern aber auch schon Gräser, Körner und Karotten. Jetzt lautet das Motto: wachsen. Dann legen sie Fettreserven an, um gut durch den Winter zu kommen. Aber an den will jetzt noch niemand denken.

Tiergarten Nürnberg 08.06.2021
Neuer Südostasienschwerpunkt im Tiergarten
Der Tiergarten der Stadt Nürnberg ist europaweit zuständig für die Erhaltungszucht von Schabrackentapiren und Hirschebern. Diese werden von der Weltnaturschutzunion (IUCN) als gefährdet eingeschätzt. Für beide Tierarten, die in Südostasien zu Hause sind, koordinieren Fachleute im Tiergarten das jeweilige Erhaltungszuchtprogramm der europäischen Zoos (EEP). Nach dem derzeit laufenden, umfangreichen Umbau des Tapirhauses und den dort neu angelegten Außenanlagen richtet die Tiergartenleitung nun den gesamten Tierbestand in diesem, auch als Tropenhaus bekannten, Tierhaus auf bedrohte südostasiatische Tierarten aus. Zukünftig werden hier auch bedrohte Vogel-, Fisch- und Reptilienarten gehalten, zusätzlich werden wahrscheinlich auch Amphibien den Bestand ergänzen. Anfang Juni erhielt der Tiergarten Nürnberg mit Palu einen männlichen Hirscheber (Babyrousa babyrussa) aus Wuppertal. Er wurde dort am 8. August 2019 geboren. Hirscheber sind sehr selten und kommen ausschließlich (endemisch) auf der indonesischen Insel Sulawesi und dort vorgelagerten Inseln vor. Derzeit plant der Tiergarten den Transport eines Hirscheberweibchens nach Nürnberg für Ende des laufenden Monats. Anfang Juni 2021 gab der Tiergarten seinen weiblichen, im Tiergarten geborenen Schabrackentapir (Tapirus indicus) Pinola (geboren am 28. Januar 2012) zur Zucht an den Zoo in Lyon (Frankreich) ab. Im Laufe des Sommers wird der Tiergarten ein neues Zuchtpaar erhalten. Der asiatische Schabrackentapir ist gut an der „Decke“ auf seinem Rücken zu erkennen. Durch diese schwarz-weiße Musterung seines Körpers ist er im Unterholz bestens getarnt. Sein Körperumriss wirkt im Halbschatten des Waldes wie aufgelöst. Im Zuge des Umbaus des Tapirhauses hat der Tiergarten Nürnberg seinen südamerikanischen Brillenkaiman an die Reptilien-Auffangstation in München abgegeben. Auch ein Teil der nordamerikanischen Wasserschildkröten wurden dorthin abgegeben, andere wurden an einen anderen Zoo übersiedelt. Die Fische des Tapirhauses kamen ins Manatihaus im Tiergarten.

Zoologisch-Botanischer Garten Wilhelma Stuttgart 08.06.2021
Lockerungen greifen ab sofort auch in der Wilhelma
Keine Testpflicht am Eingang der Wilhelma Mit dem Inkrafttreten der aktuellen Corona-Landesverordnung werden auch in der Wilhelma erste Lockerungsschritte vollzogen. Ab heute, 8. Juni 2021, muss beim Einlass kein negativer Corona-Test mehr vorgelegt werden. Außerdem wird die Maskenpflicht im Außenbereich gelockert. Diese gilt nur noch in den gekennzeichneten Bereichen, also an Engstellen, in Innenräumen und bei besonders durch das Virus gefährdeten Tierarten. Auch die Gastronomie kann in der Wilhelma wieder öffnen. Jedoch wird hier für die Nutzung des Innen- und Außenbereichs auch weiterhin ein negativer Corona-Test, ein Impf- bzw. ein Genesungsnachweis benötigt. Die Kontrolle von diesen Tests erfolgt direkt vor Ort durch Marché, den Gastronomiepartner der Wilhelma. Eine Verpflegung ist allerdings auch ohne einen Testnachweis weiterhin an den Imbissständen und Kiosken möglich. „Wir freuen uns sehr, dass wir der Normalität in kleinen Schritten näher kommen“, sagt Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin. „Die sinkenden Coronazahlen erlauben uns zudem, die maximalen Besucherzahlen etwas anzuheben. So sind ab sofort 6.000 Personen über den Tag verteilt im Zoologisch-Botanischen Garten Stuttgart zugelassen.“ Des Weiteren sind die nächsten Lockerungen bereits in Sicht: Ab kommender Woche Montag, 14. Juni 2021, werden die ersten Häuser wieder geöffnet. Das Amazonienhaus, das Aquarium- und Terrarium, das Insektarium und das Menschenaffenhaus können so wieder besucht werden. Hier gilt Maskenpflicht und der Zugang wird reguliert. Wichtig ist, dass sich an dem Buchungsverfahren nichts ändert. Bis auf Weiteres können Tickets für die Wilhelma nur online gebucht werden. Dies gilt auch für Jahreskarteninhaber*innen und Fördervereinsmitglieder, die auch weiterhin eine kostenlose Terminbuchung brauchen. Auch für das Parkhaus müssen die Tickets online erworben werden. Sobald die Häuser öffnen, wird auch der Eintrittspreis angepasst. Ab dem 14. Juni gilt dann wieder der Normaltarif von 20 Euro pro Erwachsenem und acht Euro pro Kind.

Zoo Hannover 08.06.2021
„Toilette für alle“ im Erlebnis-Zoo Gemeinschaftsprojekt: Neuer Sanitärraum für pflegebedürftige Menschen
Öffentlich zugängliche Toiletten und Babywickeltische sind heutzutage eine Selbstverständlichkeit. Auch barrierefreie Toiletten sind an vielen Orten – auch im Erlebnis-Zoo – vorhanden. Doch für Menschen mit schweren und mehrfachen Behinderungen sowie alters- oder unfallbedingter Inkontinenz ist ein Behinderten-WC oft unzureichend. Im Erlebnis-Zoo Hannover gibt es daher jetzt einen neuen Sanitärraum für pflegebedürftige Menschen: In einem Gemeinschaftsprojekt mit dem Verein INTENSIVkinder Niedersachsen e.V. wurde in der Mitte des Zoos, in Yukon Bay, eine „Toilette für alle“ eingerichtet – ein wichtiger Schritt zu mehr gesellschaftlicher Teilhabe. Die Initiative für diesen besonderen Raum ging von dem Verein INTENSIVkinder Niedersachsen e.V. aus. „Eines unserer liebsten Ausflugsziele ist der Zoo – was aber bislang für eine entspannte Zeit fehlte, war eine entsprechende Toilette“, erzählt Anke Mill, Schatzmeisterin des Vereins. Denn für viele der schwerstpflegebedürftigen Kinder des Vereins seien die gängigen Behinderten-WCs ungeeignet. In der Ladenzeile des Hafenstädtchens Yukon Bay wurde ein Raum für die besonderen Anforderungen von Menschen mit schweren und mehrfachen Behinderungen ausgebaut. Eingerichtet ist diese „Toilette für alle“ mit einer elektrisch höhenverstellbaren Pflegeliege mit abklappbarem Seitengitter, einem mobilen Standlifter, luftdichtverschließbarem Abfallbehälter, WC und höhenverstellbarem Waschbecken. Für die Finanzierung der Spezialeinrichtung fanden INTENSIVkinder Niedersachsen e.V. und der Zoo schon bald engagierte Unterstützer. Allen voran die Region Hannover, die 20.000 Euro für den Sanitärraum zur Verfügung stellte: „Mit der ‚Toilette für alle‘ können nun sowohl junge als auch ältere Besucher mit Pflegebedarf ihren Aufenthalt so lange gestalten wie sie möchten, da die individuelle Pflegesituation keine Verkürzung des Besuches mehr nach sich zieht“, so Sylvia Thiel, Beauftragte für Menschen mit Behinderung der Region Hannover. Und auch hannoversche Firmen beteiligten sich engagiert an der Umsetzung des Projekts. „Wir freuen uns, dass unser Elternverein mit einer erfolgreichen Spenden-Akquise – u.a. bei VW Nutzfahrzeuge – dazu beitragen konnte, dass sich alle Menschen mit schweren Beeinträchtigungen auf entspannte Besuche im Erlebnis-Zoo freuen können!“, schwärmt Vereinsvorsitzende Rotraut Schiller-Specht. Die Firma elements Hannover, Fachausstellung für Bad, Heizung, Energie, stellte die sanitäre Einrichtung von der Toilette bis zum Spiegel über dem Spezial-Waschbecken zur Verfügung, das Unternehmen H2O unterstützte das Projekt mit einer großzügigen Spende, so dass der Raum allen Anforderungen gerecht eingerichtet werden konnte. Der neue Sanitärraum im Zoo wurde mit dem Qualitätssiegel der Stiftung Leben pur ausgezeichnet. Leben pur setzt sich dafür ein, dass es bundesweit an allen öffentlichen Orten „Toiletten für alle“ gibt. Ziel der Stiftungs-Arbeit ist eine langfristige Verbesserung der Lebensqualität und Lebensgestaltung von Menschen mit schweren sowie mehrfachen Behinderungen, um damit ihre Inklusion in die Gesellschaft zu stärken.

Zoo Hannover 08.06.2021
NABU Baden-Württemberg und Wilhelma – Zoologisch-Botanischer Garten Stuttgart 07.06.2021
Schwalbenfreundliches Haus: NABU zeichnet Wilhelma in Stuttgart aus Glücksboten ziehen im Zoo ein – Baumaterial vom Schlammbad der Elefanten Stuttgart
Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer. Das bekannte Sprichwort hat sich Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin zu Herzen genommen. Sein Artenschutz-Engagement hat der Chef des Zoologisch-Botanischen Gartens in Stuttgart kurzerhand auf die gefiederten Glücksboten ausgeweitet. Für sie wurden 21 Nisthilfen in und an den Ställen aufgehängt. Der NABU würdigt heute (7.6.) dieses Engagement für die bedrohten Agrarvögel mit einer Auszeichnung als „Schwalbenfreundliches Haus“. „Diese Auszeichnung hat die Wilhelma redlich verdient. Auf dem Gelände finden die flinken Insektenjäger alles, was das Schwalbenherz begehrt – ungestörte Brutplätze, reichlich Insekten als Nahrung sowie Lehmpfützen für den Nestbau“, sagt der NABU-Landesvorsitzende Johannes Enssle. Wilhelma-Schwalben nisten in exotischer Nachbarschaft Offene Ställe bieten hervorragende Nistplätze für die Glücksboten. Während sie für gewöhnlich in Kuh- und Pferdeställen nisten, brüten die Wilhelma-Schwalben in exotischer Nachbarschaft. Rauchschwalben haben ihre kugeligen Lehmnester hoch über den Köpfen von Alpakas, Schraubenziegen und Rindern in die Stallecken gebaut. Im Schlammbad der Elefanten und in den Pfützen der umliegenden Gehege finden sie Lehm als Baumaterial. Nach Pfingsten haben die Auszubildenden der Wilhelma eigens eine weitere Lehmpfütze neben dem Stall der Trampeltiere angelegt. Insekten jagen die Schwalben im angrenzenden Rosensteinpark, am nahen Neckar und auf den vielen Blühflächen des Zoos. Artenvielfalt vor der Haustüre schützen Damit die muntere Schwalbenschar weiterwächst, hat die Wilhelma damit begonnen, künstliche Nisthilfen für Mehl- und Rauchschwalben anzubringen. „Als erster deutscher Zoo ist die Wilhelma in Stuttgart Anfang des Jahres der globalen Koalition für Artenvielfalt der Europäischen Kommission beigetreten. Unsere Verpflichtung fassen wir so auf, uns neben dem Engagement für den weltweiten Artenschutz auch konkret für die Artenvielfalt vor der Haustüre einzusetzen“, betont Wilhelma-Direktor Kölpin. In den neu errichteten Stallungen der Yaks, Trampeltiere und Mesopotamischen Damhirsche wurden daher dieses Jahr fünf zusätzliche Nisthilfen für die einzeln nistenden Rauchschwalben angebracht. Am Trampeltierstall und am ehemaligen Straußenstall können zudem bald Mehlschwalben-Familien die Kunstnester an der Außenfassade beziehen. Für die in Kolonien brütenden Mehlschwalben wurden 16 Nester installiert. Als Heim für Schwalben ist die Wilhelma optimal, stimmt der NABU-Schwalbenbeauftragte Rudi Apel zu: „Wir freuen uns über das Engagement der Wilhelma sehr. Als Zoologisch-Botanischer Garten kann sie ihren Bildungsauftrag nutzen, um über die heimische Artenvielfalt und ihren Schutz aufzuklären. Weil er in der Stadt und doch mitten im Grünen liegt, finden die Schwalben ausreichend Nahrung.“ Das ist auch lebenswichtig, denn für die Versorgung ihrer Jungen ist jedes Schwalbenpaar auf etwa ein Kilogramm Insekten pro Saison angewiesen. Zur Förderung der Insektenvielfalt hat die Wilhelma die Mähzeiten der Grünflächen angepasst. Eine Vielzahl an Blühflächen laden jetzt Insekten zum Nektartanken und Pollensammeln ein. Hintergrund: Das Projekt „Schwalbenfreundliches Haus“: www.NABU-BW.de/schwalben Weitere Informationen über Schwalben: ·Schwalben kehren jedes Jahr an ihre Brutplätze zurück. Die ersten Schwalben trafen dieses Jahr um den 20. April in der Wilhelma in Stuttgart ein. Als Langstreckenzieher legen sie teils mehr als 12.000 Flugkilometer aus ihrem Winterquartier zurück. ·Wilhelma brüten bisher Rauchschwalben. Sie sind an ihren langen Schwanzspießen und der braunroten Färbung an Kehle und Stirn erkennbar. Sie nisten in Ställen und Scheunen. Die blauschwarze Mehlschwalbe mit leuchtend weißem Bürzel und Bauch baut ihr Nest an rau verputzte Hauswände unter geschützten Dachvorsprüngen. Auch für sie wurden Nisthilfen installiert. ·NABU-Auszeichnung: Seit dem Start der bundesweiten Aktion 2017 wurden rund 6.300 Häuser ausgezeichnet. In Baden-Württemberg gibt es die Aktion zum Schwalbenschutz schon seit 2007, seitdem wurden rund 2.100 Plaketten in alle Landesteile versandt. ·Rückgang: Von 1980 bis 2016 hat sich die Zahl der Rauchschwalbenpaare mehr als halbiert. Auch der Bestand der Mehlschwalbe ist im Sinkflug. Ursachen dafür sind unter anderem der Verlust von Lebensräumen, Insektenschwund, fehlende Nistplätze durch Haussanierung und moderne Ställe sowie die Vogeljagd in Südeuropa und Nordafrika. Schwalben und ihre Nester sind durch das Bundesnaturschutzgesetz ganzjährig geschützt. Kooperationspartner: Der NABU und die Wilhelma arbeiten ebenfalls für den Erhalt der Schneeleoparden zusammen. Die Wilhelma unterstützt das NABU-Programm zum Schutz der Schneeleoparden in der Wildnis Kirgisiens durch Spendenaktionen.

Tierpark Nordhorn 07.06.2021
Reservierungspflicht für Jahreskarten entfällt im Tierpark Nordhorn
Dank sinkendem Inzidenzwert endlich Lockerungen in Sicht Ab Dienstag, den 8.6.2021 entfällt die bisher im Tierpark Nordhorn notwendige Reservierungspflicht für Jahreskartenbesitzer und Mitglieder im Förderverein. Bisher war es aufgrund der Coronaverordnung auch für Dauerkarteninhaber notwendig, ein sogenanntes Reservierungsticket zu lösen. Diese Pflicht entfällt nun und Jahreskarteninhaber und Mitglieder des Fördervereins können jederzeit dem Tierpark einen Besuch abstatten. Auch Kinder unter 4 Jahren benötigen kein Reservierungsticket. Auf der Homepage des Tierparks können die Jahreskarteninhaber die Gültigkeit ihrer Jahreskarten prüfen: https://shop.tierpark-nordhorn.de „Die Mitglieder unseres Fördervereins und die Jahreskarteninhaber waren finanziell und moralisch große Stützen in den sieben Monaten der Tierparkschließung! Jetzt wollen wir uns bei ihnen mit diesen ersten Lockerungen bedanken!“ so Zoodirektor Dr. Nils Kramer. „Als Tierpark wollen wir unseren Gästen auch weiterhin ein gutes Gefühl beim Tierparkbesuch geben. Deshalb lockern wir mit Bedacht und Schritt für Schritt! Jeder soll hier seinen Tag Glück erleben!“ So bleibt auch das Testzentrum am Tierpark weiterhin erhalten. Auch wenn für den Besuch im Zoo selber keine Testpflicht mehr besteht, soll jeder der möchte die Möglichkeit haben, einen kostenlosen Test abzulegen. Die Anmeldung hierfür kann unter https://testedichschnell.de/tierpark-nordhorn-de/ erfolgen. Ebenfalls entfällt ab dem morgigen Dienstag auch die Dokumentationspflicht für alle Besucher des Tierparks.

Tierpark Hagenbeck Hamburg 07.06.2021
Schwarz-weiß gestreifte Schönheit Zebranachwuchs im Tierpark Hagenbeck
Kufara, die Glückliche – das ist der Name des kleinen Zebramädchens, das am 3. Juni im Tierpark Hagenbeck das Licht der Welt erblickte. Für Mutter Mhanasha ist es das erste Jungtier und wie stark ihr Mutterherz schlägt, musste die fünfjährige Zebrastute direkt unter Beweis stellen. Die Geburt des kleinen Zebras verlief unkompliziert, das erste Zusammentreffen mit der Herde war hingegen weniger entspannt. Als sich die Schieber zur Außenanlage öffneten und die Zebraherde das erste Mal mit dem Neuzugang aufeinandertraf, zeigten sich die anderen Stuten ein wenig zu neugierig. Sie drängten das Baby von der Mutter weg und versuchten permanent, Mutter und Kind zu trennen. Mhanasha trat mehrfach nach hinten aus, biss die Stuten weg und verteidigte ihr Junges energisch. Das kleine Zebra blieb dabei immer dicht bei seiner Mutter, was ihm reichlich Staub und ein nasses Fell einbrachte. Denn plötzlich rutschte die Kleine im Gerangel der großen Stuten in den Wassergraben, ein Schreckmoment für anwesende Tierpfleger- und Tierärzte. „Zum Glück ist Kufara nichts passiert, die Kleine ist hart im Nehmen“, staunt Tierärztin Dr. Adriane Prahl über die junge Zebrastute. „Nach rund 15 Minuten hat sich die Situation dann beruhigt und die Ordnung in der Herde war wieder hergestellt, alle haben friedlich miteinander gefressen.“ Im Tierpark Hagenbeck leben die Chapman-Zebras zusammen mit Nordafrikanischen Rothalsstraußen und Warzenschweinen in der Afrikanischen Steppe.

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