Zoopresseschau

Tiergarten Kleve 12.02.2021
Tiergarten Kleve erstrahlt in weißer Pracht
Nach den massiven Schneefällen vergangenes Wochenende erstrahlt der Tiergarten Kleve nun in weißer Pracht. 20 Zentimeter Schnee bedecken den Boden. „Nicht allen Tieren missfällt das aktuelle Wetter: Unsere Roten Pandas leben normalerweise im Himalaya-Gebirge auf 2.000 bis 4.000 Metern Höhe und haben mit ihrem dichten Fell keine Probleme mit den eisigen Temperaturen. Und auch die Polarfüchse blühen jetzt so richtig auf“, berichtet Tiergartenleiter Martin Polotzek. „Als Anpassung an die Kälte haben Polarfüchse nicht nur besonders viel Unterwolle, sondern auch behaarte Fußsohlen. Mit diesen können sie problemlos auf lockerem Schnee laufen, ohne zu rutschen oder zu versinken.“ Doch nicht alle Tiere erfreuen sich über die weiße Pracht. Polotzek: „Unsere Erdmännchen sind als Bewohner der afrikanischen Savanne Wärme gewöhnt und bleiben derzeit die meiste Zeit des Tages in ihrem beheizten Haus. Und auch unsere südamerikanischen Weißbüscheläffchen setzen bei diesem Wetter nicht gerne einen Fuß vor die kalte Tür.“ Einen Fuß hinter die Tore des Tiergartens können die BesucherInnen aufgrund der aktuellen Corona-Schutzverordnung immer noch nicht setzen. Seit dem 2. November ist der Tiergarten coronabedingt geschlossen. Doch der Zoo an der Tiergartenstraße hat sich etwas einfallen gelassen, wie man dennoch die 350 tierischen Bewohner erleben kann. Polotzek: „Am 28. Februar bieten wir zum ersten Mal unsere digitale Sonntagsführung an. Meine Kollegin Christine Oster und ich freuen uns schon sehr darauf, zahlreiche Menschen per Videoführung durch unseren Tiergarten begleiten zu dürfen!“ Abgeschlossen wird die rund einstündige Tour mit einer Schaufütterung bei den Seehunden durch den stellvertretenden Tiergartenleiter Dietmar Cornelissen. Die Führung kostet 5 €. Anmeldungen werden ab sofort unter info@tiergarten-kleve.de oder www.tiergarten-kleve.de entgegen genommen.

Zoo Vivarium Darmstadt 12.02.2021
Umfangreiches Hygienekonzept macht Angebote zur außerschulischen Bildung im Zoo Vivarium wieder möglich
Die Zooschule des Zoos Vivarium bietet gemäß ihrem Bildungsauftrag Veranstaltungen zur außerschulischen Bildung für Kindergarten- und Schulgruppen sowie Familien an. Dies geschieht in Übereinstimmung mit der hessischen Corona-Kontakt- und Betriebsbeschränkungsverordnung sowie in Absprache mit dem Gesundheitsamt der Wissenschaftsstadt Darmstadt. Für Kindergärten und Schulen werden folgende Themen angeboten: Typische Zootiere Tiere im Winter Haustiere –genauer betrachtet Eulen Einheimische Vögel Themen für Familien: Tiere im Zoo Kleine Kinder / kleine Tiere. Das den Veranstaltungen zugrundeliegende Hygienekonzept orientiert sich an den Vorgaben des Robert-Koch-Instituts. Das heißt, es dürfen pro Veranstaltung maximal vier Personen und eine Betreuungsperson der Zooschule teilnehmen. Da die Tierhäuser geschlossen sind, findet die außerschulische Bildung nur im Freien statt. Es besteht zudem die Verpflichtung, eine Maske zu tragen. Über Termine und Preise informiert der Zoopädagoge Dr. Frank Velte unter der Telefonnummer 06151 1346902

Tierpark Nordhorn 12.02.2021
Der Tierpark Nordhorn wird Teil der „Globalen Koalition für Biodiversität“ – Anteil vom Aussterben bedrohter Tierarten so hoch wie nie zuvor
Auf der Welt herrscht ein unglaublicher Reichtum an verschiedenen Arten, die in faszinierender Weise in Ökosystemen zusammenleben und voneinander abhängen. Doch weltweit sind geschätzt 1 Million Arten vom Aussterben bedroht. Zum Vergleich: Etwa 1,8 Millionen Arten sind derzeit bekannt, einige Wissenschaftler schätzen die Zahl der Arten weltweit auf 8 Millionen oder sogar höher. Fest steht, dass der Anteil der vom Aussterben bedrohten Arten so hoch ist wie noch nie seit Menschengedenken und dass dieser Anteil stetig steigt. Die Ursache für diese Biodiversitätskrise ist bei den Menschen zu finden: Die Weltbevölkerung wächst immer stärker und der Lebensraum für Tiere und Pflanzen schrumpft. Hinzu kommt, dass Umweltverschmutzung, beispielsweise durch Plastikmüll, und der Klimawandel es der Natur schwermachen. Der Schutz und Erhalt der Biodiversität sind aber nicht nur wichtig, um die Natur für zukünftige Generationen zu bewahren, sondern sie spielen auch eine Rolle für den Klimawandel, für die Welternährung, Weltgesundheit und für die Ökonomie. Die verschiedensten Ökosysteme, die es auf der Erde gibt, bestehen aus unterschiedlichen Arten, die voneinander abhängen. Stirbt eine der Schlüsselarten aus, kann das gesamte Ökosystem zusammenbrechen, was katastrophale Folgen für die ganze Erde haben kann. Der Mensch hängt in vielerlei Hinsicht von der Natur ab: sie liefert saubere Luft, frisches Wasser, Lebensmittel, ist wichtig für die Gesundheit und sie kann uns helfen, den Klimawandel zu verlangsamen. Aus diesem Grund hat die Europäische Kommission, genauer der EU-Kommissar für Umwelt, Meere und Fischerei, Virginijus Sinkevičius, am Welttag des Artenschutzes 2020 die Globale Koalition mit dem Titel “#UnitedforBiodiversity” ins Leben gerufen. Sie ruft Nationalparks, Forschungszentren, Wissenschafts- und Naturkundemuseen, Botanische Gärten, Zoos und Aquarien auf, gemeinsam aufzutreten, um dem Erhalt der Natur eine stärkere Stimme zu geben. Denn diese wird dringend gebraucht auf der diesjährigen UN-Konferenz für Biodiversität (COP15) im chinesischen Kunming, wo über das zukünftige weltweite Vorgehen in Sachen Artenschutz beraten wird. Nun ziehen Fachleute, Museen und Zoos an einem Strang, um ein steigendes Interesse und Problembewusstsein in der Öffentlichkeit aufzubauen und den Handlungsdruck für die Biodiversitätskonferenz zu erhöhen. Weltweit unterstützen bislang über 160 Institutionen diese Koalition. Der Tierpark Nordhorn ist nach den Zoos in Stuttgart, Münster, Nürnberg und Düsseldorf und dem BIOTOPIA Naturkundemuseum München sowie dem Zoologischen Forschungsmuseum Alexander König in Bonn nun das siebte Deutsche Mitglied und wird in Zukunft noch intensiver über Artenvielfalt und Biodiversitätsverlust berichten. Der Familienzoo setzt sich seit vielen Jahren aktiv für den Artenschutz ein. So werden im Tierpark bedrohte Arten wie die Vietnamsikas, Leoparden, Faultiere, Gänsegeier, Marabus, Totenkopfaffen und Waldrappe gehalten und teilweise sogar gezüchtet. Zudem setzt sich der Tierpark als anerkannter Archepark für den Erhalt bedrohter Haustierrassen ein, denn mit jeder Rasse die ausstirbt geht auch wertvolles genetisches Potential verloren. Auch der internationale Artenschutz vor Ort in der natürlichen Umgebung der Tiere (in-situ) ist wichtig. Daher unterstützt der Tierpark Nordhorn den Verein „Rettet den Drill“ oder beteiligt sich an der Kampagne „Zootier des Jahres“, wo Spendengelder für wenig bekannte, aber hoch bedrohte Tierarten gesammelt werden. „Aber nicht nur exotische Tiere sind vom Aussterben bedroht, sondern auch viele heimische Arten wie der Fischotter, Fledermäuse oder viele Insekten“, so Zoodirektor Dr. Nils Kramer und ergänzt: „Der Arten- und Naturschutz beginnt direkt vor unserer Haustür. Daher setzt sich der Tierpark Nordhorn als Regionales Arten- und Naturschutzzentrum für den Erhalt und die Pflege verschiedener bedrohter, regionaler Ökosysteme ein und übernimmt zum Teil seit über 25 Jahren Verantwortung.“ Hierzu gehören neben dem Hutewald in Bad Bentheim, das Naturschutzgebiet Tillenberge, der Wachholderhain Bardel und das Hochmoor Ringe. Seit etwa einem Jahr sammelt der Zoo zudem den „Artenschutzeuro“ von jedem Besucher ein. Hierdurch können die Anstrengungen um den Schutz der Biodiversität, den Schutz der Tiere und ihrer Lebensräume weiter intensiviert werden. Denn jeder Mensch verbraucht Ressourcen der Erde und ist somit Teil der globalen Zusammenhänge und verantwortlich für sein Handeln. Mit dem Artenschutzeuro leistet jeder Besucher einen Beitrag, dem Schwund der Arten entgegenzuwirken. Der Familienzoo in der Grafschaft Bentheim sucht Mitstreiter in diesem Kampf für den Erhalt der Biodiversität und so appelliert der Zoodirektor Dr. Nils Kramer: „Der Tierpark Nordhorn freut sich, als Teil der Globalen Koalition für Biodiversität einen noch größeren Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt zu leisten. Als Unterstützer der Kampagne ermutigen wir alle unsere Partner, sich dieser Koalition ebenfalls anzuschließen, das gemeinsame Versprechen zu unterzeichnen und zur Verbreitung der wichtigen Botschaft über die Biodiversitätskrise beizutragen.“ Mehr zur globalen Koalition auf Social Media mit den Hashtags #CoP15 #VereintfürBiodiversität und #UnitedforBiodiversity. Offizielle Webseite der globalen Koalition für Biodiversität der Europäischen Kommission: https://ec.europa.eu/environment/nature/biodiversity/coalition/index_en.htm

Zoo Hoyerswerda 12.02.2021
Gesucht: Bienenschützer und Hoffnungssäer – Zoo Hoyerswerda startet Spendenaktion
Der Zoo Hoyerswerda sucht Bienenschützer und Hoffnungssäer. Ab sofort erhalten Spender*innen des Zoos als Dank eine kleine Samentüte, die mit einer speziellen „Zoo-Samenmischung“ gefüllt ist. Diese Samenmischung wurde nach den Bedürfnissen von Wildbienen und heimische Insektenarten vom Zoologischen Leiter des Zoos und Entomologen, Eugène Bruins, zusammengestellt. Mit dieser Spendenaktion möchte der Zoo nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz in der Region beitragen, sondern hofft gleichzeitig auch auf weitere Spenden, um die schwierigen Monate der pandemiebedingten Schließung zu überstehen. Die Samenmischung ist geeignet für eine Fläche von 2-3.5 m². Ausgesät werden kann diese im heimischen Garten oder im Zoo auf der Schmetterlingswiese oder entlang des Zaunes am Zooparkplatz. Die dafür vorgesehenen Stellen sind mit einem Schild kenntlich gemacht. „Durch Kultivierung und eintönige Landschaften fehlen vielen Tieren Lebensraum und Nahrungsangebot. Die menschgemachte Insekten-Ödnis führt zum Artensterben in der Tier- und Pflanzenwelt. Die kleinsten unter den Lebewesen: die Insekten, werden dabei schnell übersehen. Doch sind sie meist ganz am Anfang einer Nahrungskette, fungieren als ökologische Schädlingsbekämpfer, sind Nahrungslieferant und als Bestäuber unglaublich wichtig für andere Arten“, klärt Entomologe Eugène Bruins auf. Durch die anhaltende Schließung brechen dem Zoo weithin sämtliche Einnahmen aus Eintrittsgeldern, Merchandising und Gastronomie weg. Gleichzeitig bleiben die Ausgaben für die Versorgung der Tiere, Tierarztkosten und natürlich die Personalkosten für die Tierpflege unverändert bestehen. „An den Haltungsbedingungen für die Tiere in unserer Obhut können und wollen wir nicht sparen“, informiert ZooKultur-Geschäftsführer Arthur Kusber. Bleibt der Zoo noch bis Ende Februar geschlossen, belaufen sich die Einnahmeausfälle (Eintrittsgelder, Zooshop und Gastronomie) seit November auf 133.600 Euro. Jeder weitere Monat der Schließung bringt höhere Verluste. „Allein der März würde uns, basierend auf den 2019-er Zahlen, weitere 52.000 Euro Einnahmen kosten“, weist Arthur Kusber, Geschäftsführer der Zoo, Kultur und Bildung Hoyerswerda gGmbH (ZooKultur) auf die derzeitigen Lage hin. „Wird die Schließung noch lange über den Zoo-Saisonbeginn hinaus aufrechterhalten, wird es kritisch“, informiert er weiter. Bereits Ende letzten Jahres konnte der Zoo Hoyerswerda 24.085 Euro durch die Spendenaktion „Spenden statt Böllern“ einnehmen. „Der Erfolg dieser Spendenaktion hat uns völlig überwältigt, niemals hätten wir mit diese Summe gerechnet.“, zeigt sich Eugène Bruins begeistert. Mit dieser Spendenaktion konnten über ein Drittel der damaligen Einnahmeausfälle ausgeglichen werden. Mit der Aktion „Bienenschützer und Hoffnungssäer“ hofft der Zoo Hoyerswerda nun auf weitere Spender*innen, um die weiter steigenden Verluste während der coronabedingten Schließung teilweise ausgleichen zu können. Unterstützen kann man den Zoo Hoyerswerda durch Online-Spenden direkt über die Website (www.kulturzoo-hy.de). Für Fragen steht das Zoo-Team gern unter der 03571/20937700 oder zoo@zookultur.de zur Verfügung.

Zoo Duisburg 12.02.2021
Koalajungtier hört auf den Namen „Tarni“
Besucher der Flughafenwebsite, Social Media-Fans und Mitarbeiter des Düsseldorfer Flughafens stimmten im Online-Voting über den Namen ab. Dieser stammt aus der Sprache der australischen Ureinwohner und bedeutet übersetzt „See“. Neun Monate ist der Koalanachwuchs im Zoo Duisburg mittlerweile alt. Bei der Geburt war er gerade einmal so groß wie ein Gummibärchen. Nun bringt das kleine Männchen von Mutter Gooni stolze zwei Kilo auf die Waage, frisst Eukalyptus und hat seinen Namen bekommen: Im Online-Voting der Website-Besucher, Social Media-Fans und der Mitarbeiter des Düsseldorfer Airports fielen über 60 Prozent der mehr als 400 Stimmen für den Nachwuchs des Patenkindes auf den Namen „Tarni“.„Gooni macht einen super Job“, freut sich Revierleiter Mario Chindemi. Das vierjährige Weibchen zieht derzeit ihr erstes Jungtier im Duisburger Koalahaus auf. Völlig gelassen geht sie mit ihrem Kleinen um, pflegt ihn liebevoll und hat stets ein wachsames Auge. Auch wenn am Kaiserberg schon viele kleine Koalas das Licht der Welt erblickten, ist jede Aufzucht doch besonders. So auch bei Gooni, die selber in Duisburg geboren wurde und deren Lebensweg von Beginn an von den erfahrenen Tierpflegern begleitet wurde. Über Goonis erstes Jungtier ist aber nicht nur das Zoo-Team glücklich. Auch der Düsseldorfer Flughafen, langjähriger Koala-Pate und Unterstützer der aufwändigen Haltung der grauen Beuteltiere am Kaiserberg, freute sich über die schöne Nachricht und darüber, den Namen mit auswählen zu dürfen. Für das Namensvoting stellte der Zoo zwei Vorschläge zur Auswahl, die ihren Ursprung beide in der Sprache der Aborigines haben. „Alle Namen der in Duisburg geborenen Koalas entstammen der Sprache der australischen Ureinwohner“, erklärt Tierpfleger Mario Chindemi. Dabei setzte sich der Name „Tarni“ gegen „Talinga“ deutlich durch. Seit einigen Wochen steht für „Tarni“ statt Milch frischer Eukalyptus auf dem Speiseplan. „Rund zehn Prozent des eigenen Körpergewichtes frisst ein Koala täglich. Tarni knabbert mit seinen fast zwei Kilo Körpergewicht daher derzeit etwa 200 Gramm saftige Eukalyptusblätter pro Tag“, so Chindemi. Deutlich größere Mengen futtern hingegen die erwachsenen Kletterbeutler. Irwin, das große Zuchtmännchen des Zoos, bringt rund zehn Kilogramm auf die Waage – und vertilgt somit jeden Tag etwa ein Kilogramm Eukalyptusblätter. Nicht viel, wie man auf den ersten Blick meint, aber Koalas sind wahre Gourmets. Nur die frischen, jungen, zarten Blatttriebe werden gefressen. Für seine derzeit acht flauschigen Feinschmecker benötigt der Zoo daher jährlich rund zehn Tonnen frischen Eukalyptus. Seit 1994 beheimatet der Zoo Duisburg die grauen Beuteltiere aus Down Under. Europaweit gilt der Zoo heute als Zucht- und Kompetenzzentrum, zog bereits deutlich über 30 Koalas erfolgreich auf und führt das Europäische Erhaltungszuchtprogramm für die bedrohte Art.

Zoo Osnabrück 12.02.2021
Premiere: Live-Führung aus dem Zoo Osnabrück – Kostenloser Livestream durch die Tierwelt
Schon seit über drei Monate muss der Zoo Osnabrück nun geschlossen bleiben. Für alle, die sehnsüchtig darauf warten wieder zu den Tieren zu dürfen, gibt es nun einen Lichtblick. denn der Zoo Osnabrück lädt am kommenden Donnerstag um 15:30 Uhr zu seiner ersten Livestream-Zooführung ein. Der Stream kann kostenlos über YouTube verfolgt und durch Fragen mitgestaltet werden. Die Technik wurde geprüft, die Route besprochen und eine interne Generalprobe gab es auch schon – im Zoo Osnabrück ist alles vorbereitet für eine besondere Premiere: Am Donnerstag, 18. Februar um 15:30 Uhr startet auf dem YouTube-Kanal des Zoo Osnabrück (www.youtube.com/ZooOsnabrueck) die erste Livestream-Zooführung. „Wir veröffentlichen schon seit Anfang des Lockdowns kurze Videos auf YouTube aus dem Zoo und bekommen auch viel Zuspruch zu unseren Instagram-Stories, die etwas interaktiver sind“, berichtet Marilena Koch, Leitung der Online-Redaktion des Zoos. „Unser Gedanke war nun, das Interaktive und Lehrreiche aus den Stories mit den Berichten aus dem geschlossenen Zoo zu verbinden. So möchten wir unseren vielen Zoofreunden eine Freude bereiten – insbesondere den vielen Familien und Kindern, die durch Corona eine sehr herausfordernde Zeit haben.“ Die Führungen werden dabei von erfahrenen Zoopädagoginnen geleitet, die normalerweise Besuchergruppen durch den geöffneten Zoo führen. „Das neue Angebot ist für uns schon etwas gewöhnungsbedürftig“, gibt Birgit Strunk, Zoopädagogische Leiterin im Zoo Osnabrück, zu. „Normalerweise können wir den Menschen ins Gesicht schauen und an ihrer Mimik ablesen, ob wir die Inhalte verständlich erklären, oder ob wir das nochmal anders erklären müssen. Wenn das Publikum vor den Bildschirmen sitzt, geht das natürlich nicht. Unsere Pädagoginnen wissen aber aus den unzähligen Führungen sehr gut, was die Menschen interessiert und wie sie ihnen die Tiere nahebringen können. Für offene Fragen gibt es dann ja den Chat.“ Über den können die Zuschauer während der Führung mit den Pädagogen in Kontakt treten. Sie werden dadurch in die Führung mit einbezogen und sind aktiver Teil des Geschehens. Kostenloser Stream für alle – Um den Stream für alle Interessierten zugänglich zu machen, hat sich der Zoo für die Plattform YouTube entschieden, wo er auch ohne Anmeldung verfolgt werden kann. „Wir wollen mit dem Stream alle mitnehmen, deshalb ist er frei zugänglich und kostenlos und als Aufzeichnung auf YouTube sogar bis Sonntagabend abrufbar“ erklärt Marilena Koch. Eine kleine Einschränkung gibt es jedoch: „Wer etwas in den Live-Chat schreiben möchte, benötigt einen YouTube-, beziehungsweise einen Google-Account. Dann kann aber auch gleich unser Kanal abonniert werden und man wird informiert, sobald es ein neues Video gibt“, sagt Koch. Wer den Zoo trotz des kostenlosen Angebots unterstützen möchte, kann unter www.zoo-osnabrueck.de spenden oder eine Jahreskarte kaufen, die aktuell um bis zu fünf Euro reduziert sind. Der Zoo Osnabrück lebt zu 75 Prozent aus Eintrittsgeldern, die seit dem Lockdown komplett ausbleiben. Regelmäßiges Angebot im Lockdown – Bei der ersten Liveführung am kommenden Donnerstag gibt es eine kleine Reise durch den Zoo. „Wir müssen die Route ein wenig vom Wetter abhängig machen“, verrät Birgit Strunk. „Bei Schneefall oder Regen sind viele Tiere lieber in ihren Häusern. Außerdem ist Feuchtigkeit auch nicht so gut für die Technik, dann werden wir voraussichtlich überwiegend aus den Tierhäusern oder von überdachten Plätzen senden. Wenn es trocken bleibt, sind wir eher draußen. Insgesamt haben wir bei über 2.200 Tieren eine große Auswahlmöglichkeit bei den Routen, die Zuschauer können sich also in jedem Fall auf eine spannende und abwechslungsreiche Führung freuen.“ Wenn die Premiere erfolgreich ist, will der Zoo zukünftig jeden Donnerstag bis zum Ende des Lockdowns aus dem Zoo streamen und dabei immer neue Routen und zu anderen Tieren gehen. „Vielleicht machen wir auch nach der Öffnung in veränderter Form weiter, aber das werden wir entscheiden, wenn es soweit ist“, so Marilena Koch. „Jetzt freuen wir uns erst einmal auf den kommenden Donnerstag, wenn wir das erste Mal seit über drei Monaten wieder Besucher im Zoo haben, wenn auch ‚nur‘ virtuell“.

Zoo Schwerin 12.02.2021
Ankunft der Löwen und Giraffen
In den letzten Winterwochen des neuen Jahres ist viel Bewegung im Schweriner Zoo. Neben den Vorbereitungen zum Saisonstart und der ersehnten Wiedereröffnung, finden in diesen Tagen entscheidende Tiertransporte statt. Den Auftakt hat Löwenkater „Shapur“ gemacht. Spät am gestrigen Abend ist er aus Mulhouse angereist. Tierpfleger Daniel Heese und Johannes Wüst haben sich für diesen besonderen Transport höchstpersönlich auf die Reise gemacht. Der Austausch mit den Kollegen vor Ort ist wichtig und hilfreich für den zukünftigen Umgang mit der für sie noch unbekannten Persönlichkeit. Shapur konnte so am Vortag beim Training beobachtet werden und auch der Kater konnte sich bereits mit den neuen Stimmen und fremden Gerüche der Tierpfleger vertraut machen, bevor sie die gemeinsame Fahrt ins knapp 1.000 km entfernte Schwerin antraten. Shapur hat die Reise gut überstanden. Er ist nun der erste offizielle Bewohner des Rote Liste Zentrums und hat noch ein wenig Zeit sich in Ruhe einzuleben. Doch lang alleine bleiben wird er nicht. Der eigentlich auf Dezember vorgezogene Transport der Löwenschwestern musste aufgrund der Coronabedingungen abgebrochen werden. Nachdem nun auch die bürokratischen Unklarheiten durch den Brexit geklärt und notwendige Papiere und Dokumente ausgefertigt wurden, steht allerdings immer noch die Frage des Transportweges im Raum. Die Einfuhr an der französischen Grenze ist noch nicht final geklärt und so entscheidet sich in den nächsten Tagen, ob die Einreise nun doch per Flugzeug erfolgen muss. Doch damit nicht genug. Auch die höchsten Zoobewohner treten in wenigen Wochen ihre Reise nach Schwerin an. Voraussichtlich in der ersten Märzwoche bezieht zunächst ein Giraffenbulle aus Kronberg im Taunus die Anlage. Kurz darauf folgen 2 weibliche Tiere aus Dänemark.

Zoo Heidelberg 11.02.2021
Schnee und Eis im Zoo Heidelberg – Wie Tiere im Zoo Heidelberg das kalte Weiß erleben
Viel Schnee und kalte Temperaturen – das sehen und spüren auch die Tiere im Zoo Heidelberg. Wer nun meint, alle Tiere verziehen sich im Winter in ihre gemütlichen Innenräume, Ställe oder Höhlen, hat weit gefehlt. Es gibt einige Zoobewohner, denen niedrige Temperaturen und das kalte Weiß nichts anhaben kann. Einige unternehmen gerne einen Ausflug in den Schnee. Schnee im eigenen Gehege ist für die Zootiere jedes Mal wieder eine interessante Erfahrung. Wenn die ersten Flocken fallen, kommen die Rhesusaffen nur vorsichtig aus dem Affenhaus. Bevor die ersten Affen den Schritt auf das kalte Weiß wagen, wird zunächst genau ertastet, wie es sich anfühlt – kalt und feucht, aber ungefährlich. Bei den großen Asiatischen Elefanten wird der frische Schnee ebenfalls zunächst intensiv berüsselt und ab und zu sogar als Spielmöglichkeit genutzt. Trampeltiere und Alpakas tragen derzeit ein dickes Winterkleid und sind damit gut gegen Kälte, Schnee und Wind geschützt. Sie können sich dauerhaft auf ihrer Außenanlage aufhalten, ohne auszukühlen. Auch die Roten Pandas sind dank ihres dichten Fells kleine Schnee-Könige. Ursprünglich kommen sie aus dem Himalaya-Gebirge, wo die Temperaturen weit unter den Gefrierpunkt fallen können. Ihnen machen Schnee und Eis nichts aus: Sie drehen aufmerksam ihre Runden durch das Gehege oder liegen entspannt hoch oben im Baum. Damit sie beim Klettern auf den verschneiten Ästen nicht ausrutschen, hat die Natur gut vorgesorgt: Die Fußsohlen der Roten Pandas sind mit dicken Haaren bewachsen. Diese sorgen beim Klettern für den nötigen „Grip“ – fast wie Schneeketten beim Auto. Und wenn es nicht nur schneit, sondern auch glatt wird? Dann übernehmen die Tierpfleger den Winterdienst für die Tiere und halten die Anlagen genau im Blick. „Wenn der Boden richtig fest wird und durchgefroren ist, kann es auch in den Gehegen glatt werden. Antilopen und Zebras, zum Beispiel, haben mit ihren Hufen auf glatter Oberfläche sehr wenig Halt. Damit die Tiere nicht ausrutschen, wird dort, wo es möglich ist, das Eis entfernt und anschließend Sand gestreut“, berichtet Biologin Sandra Reichler, Kuratorin für Säugetiere im Zoo Heidelberg. So können die Zoobewohner auch an kalten, eisigen Tagen für ein paar Stunden ihre Außenanlagen nutzen.

Zoo Landau in der Pfalz 11.02.201
„Fit für die Zukunft“ –Osterferienangebot der Zooschule Landau
Die Zooschule möchte Kindern im Alter von 6 bis 12 Jahren an den fünf Tagen der Osterferien (Mo., 29.03. bis Do., 01.04. +Die., 06.04.2021) besondere Erlebnisse ermöglichen. Spaß bei Bewegung und Spiel, spannende Zoorundgänge und kreative Bastelprojekte sorgen für ein abwechslungsreiches Programm von 9 bis 13 Uhr. Diese fünf Tage sind aus organisatorischen Gründen nur im Block buchbar. Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Kinder beschränkt. Gemeinsam wollen wir den Frühling begrüßen und im Zoo auf Entdeckungsreise gehen. Dabei finden wir zum Beispiel heraus, bei welchen Tieren es schon Nachwuchsgibt, oder obschon alle Zugvögel zurückgekehrt sind. Und natürlich werden wir uns auch mit dem Osterei und dem Osterhasen beschäftigen. Auch wir können die dann aktuelle Corona-Situation hinsichtlich eventueller Kontaktbeschränkungen schwer einschätzen und deshalb nichtgarantieren, dass die Veranstaltung stattfinden kann. Falls die Situation es erlaubt (z.B. Aufhebung sämtlicher Kontaktbeschränkungen) werden wir das Programm erweitern: Die Kinder können dann ab 8.00 Uhr in die Zooschule kommen und wahlweise bis 13.00 Uhr oder 16.00 Uhr bleiben. Die Teilnahmegebühr beträgt62,50 Euro(Zeitrahmen:9 bis13 Uhr) zuzüglich 2,50 Euro Zooeintritt pro Tag. (Tipp: Die Jahreskarte für Kinder kostet 15 Euro!)Bei Erweiterung des Ferienprogramms ändert sich entsprechend der Preis der Ferienbetreuung! Anmeldungen sind ab sofort in der Zooverwaltung telefonisch(vormittags,9-12 Uhr, Frau Rieder: 06341/ 13-7011) oder per Mail anzoo@landau.demöglich

Tierpark Hagenbeck 11.02.2021
Schnee für Hagenbecks Elefanten
Hagenbecks Elefanten lieben Schnee. Da sie aus gefahrentechnischen Gründen aber nicht im Außengehege toben dürfen, wenn dort Eis und Schnee liegen, bringen die engagierten Tierpfleger das seltene weiße Spielzeug gleich schubkarrenweise in die überdachte und beheizte Freilaufhalle der Dickhäuter. Vor allem die beiden Jungtiere Raj (geb. 5.5.2018) und Santosh (geb. 24.12.2018) lieben diese willkommene Abwechslung. O-Ton: Elefanten-Pfleger Christian Wenzel: „Jetzt im Winter können wir nach einem Schneefall mit unseren Elefanten leider nicht nach Draußen. Die Elefanten sind bei uns sehr wohl kalte Temperaturen gewohnt, wir gehen auch bei minus 5 Grad für eine Stunde mit ihnen nach draußen. Wenn aber viel Schnee gefallen ist, und die Elefanten darüber latschen, dann verdichtet sich dieser Schnee bei minus 2 oder minus 3 Grad sehr schnell und es bildet sich eine Eisschicht, auf der die größeren Elefanten ausrutschen könnten.“ Durch die coronabedingte Ruhe im Tierpark fehlt den Elefanten die Abwechslung durch die Besucher und deren Futtergaben. Christian Wenzel: „Unsere Elefanten sind tatsächlich gut an Besucher gewöhnt. Da seit vier Monaten die Besucher ausbleiben, begutachten die Elefanten jeden Menschen, der vorbei geht, ganz genau, egal ob Tierärzte, Tierpfleger oder Gärtner. Es könnte ja sein, dass einer von ihnen einen Apfel dabeihat.“ Christian Wenzel: „Wir haben letztes Jahr große Stahlkugeln mit Heu oder mit Runkelrüben gefüllt. Runkelrüben haben sich aber zum Nachteil der Kugeln erwiesen, weil die Elefanten die Kugeln so schütteln, dass sie dem nicht standgehalten haben. Da mussten am nächsten Tag die Schlosser kommen und die Schweißnähte neu setzen. Ansonsten haben wir auch mal Baumstämme in der Halle angebunden und im Winter Schnee oder Futterstreu verteilt, denn die Futteraufnahme ist das, was ein Elefant hauptsächlich macht, wenn er nicht schläft!“ Insgesamt zählen neun Asiatischen Elefanten zu der gewachsenen Hagenbeck-Gruppe, die sich dadurch auszeichnet, dass hier mehrere Herdengeburten auch in zweiter Generation erfolgreich stattgefunden haben. So leben zum Beispiel Großmutter Lai Sinh, Tochter Shila und deren Sohn Raj noch immer gemeinsam im Tierpark Hagenbeck.

Tierpark Hellabrunn 11.02.2021
Wolf Asslan ist verstorben
Vor kurzem ist der letzte Europäische Wolf in Hellabrunn mit einem stattlichen Alter von über 15 Jahren verstorben. Doch Liebhaber des heimischen Raubtieres dürfen aufatmen: Ende 2021 wird es wieder Wölfe im Tierpark zu sehen geben. Zunächst wird jedoch die alte Anlage umgebaut und modernisiert. Zwar ging es Asslan in den letzten Monaten seinem Alter entsprechend noch recht gut, doch in den Wochen vor seinem Tod wurde er zunehmend schwächer und lustloser, sodass er kaum noch gefressen hat. Auch eine intensive tiermedizinische Behandlung brachte keine Besserung. Um unnötige Strapazen zu vermeiden, erlösten ihn die Tierärzte schließlich von seinen Beschwerden. Asslan kam gemeinsam mit seinen Wurfgeschwistern 2006 aus dem Tierpark Berlin nach Hellabrunn. Er war der letzte von drei Europäischen Wölfen, die über zehn Jahre gemeinsam im Tierpark wohnten. Nachdem all seine Geschwister bis 2018 verstarben, lebte er alleine auf der Anlage. Grund dafür war, dass es bei Wölfen nicht möglich ist, ein älteres Tier in ein neues Rudel zu integrieren. Wie alle Tiere, die in Hellabrunn sterben, wird auch Wolf Asslan in der Tierärztlichen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München pathologisch untersucht, um die genaue Todesursache festzustellen – jedoch wird davon ausgegangen, dass das sehr hohe Alter für den schwachen Allgemeinzustand verantwortlich war. Da die Fertigstellung der im Hellabrunner Masterplan dort vorgesehenen Geozone Afrika noch einige Zeit auf sich warten lassen wird, wird im Laufe dieses Jahres die bestehende Wolfsanlage umgebaut und modernisiert, sodass in den kommenden Jahren auch weiterhin Wölfe im Tierpark leben. Geplant ist neben einer Umgestaltung der Anlage unter anderem eine kleine Aussichtsplattform für Besucher sowie edukative Elemente mit Informationen zur Lebensraumgefährdung und Rückkehr des Wolfes nach Deutschland. Das neue Rudel wird dann voraussichtlich im Spätherbst einziehen. Tierpark-Direktor Rasem Baban: „Der Wolf ist eine beliebte und gleichzeitig sehr faszinierende Tierart und seit Jahrhunderten ein Begleiter des Menschen: nicht nur als Mythos und in unzähligen Märchen, sondern auch als Waldbewohner. Daher freut es mich, dass uns diese Tierart hier in Hellabrunn noch eine Weile erhalten bleibt.“

Tierpark Neumünster 10.02.2021
GISMA Steckverbinder GmbH übernimmt eine 5 Jahres Patenschaft für Humboldt- Pinguin „GISMO“
Die Neumünsteraner Firma GISMA Steckverbinder GmbH hat sich dazu entschlossen, eine 5-jährige Firmenpatenschaft über insgesamt 5000,- € für den von ihnen getauften Humboldt Pinguin „GISMO“ zu übernehmen. „Diese netten Frackträger passen nicht nur zu unseren Produkten“, so der Gesellschafter Dr. Martin Maletzky, „sondern sie gehören auch zu den Lieblingstieren meines Sohnes Mo, der der Namensgeber für den Pinguinnamen „GISMO“ ist. Wir sind Tierpark Fans und wollten, in der aktuellen schwierigen Situation, dem Tierpark unter die Arme greifen. So kamen wir auf die Idee eine Firmenpatenschaft abzuschließen.“, so Maletzky weiter. Auch der langjährige Geschäftsführer Tobias Frerck konnte schnell von dieser Idee begeistert werden. „Als Neumünsteraner Firma sollte man stets helfen, wenn man dazu in der Lage ist und den Tierpark zu unterstützen war uns ein besonderes Anliegen.“ Tierpark Chefin Verena Kaspari zeigt sich gerührt, „Wir sind begeistert von so viel Engagement. Familie Maletzky ist nicht nur langjähriges Mitglied der Tierparkvereinigung, sondern ihre Verbundenheit spiegelt das Bild wieder, wie sehr die Neumünsteraner IHREN Tierpark schätzen. Allgemeine Unternehmensinformationen: GISMA Steckverbinder GmbH Die 1983 von Manfred Maletzky gegründete GISMA Steckverbinder GmbH hat sich auf die Entwicklung, Konstruktion und Produktion von Unterwassersteckverbindern spezialisiert und liefert die Produkte in die ganze Welt. Als unabhängiges Familienunternehmen gehört GISMA mit seinen derzeit 77 Mitarbeitern weltweit zu den vier Marktführern der Branche. In zwei Marktsegmenten hat sich das GISMA-Team sogar die Marktführerschaft erkämpft. Die hochwertigen, elektrischen, faseroptischen und Hybrid-Steckverbinder werden in der Meeres- und der Marinetechnik, der Offshore-Industrie, im Unterwassersegment der erneuerbaren Energien und für explosionsgeschützte Anlagen eingesetzt. Das Fertigungsprogramm umfasst mehr als 10000 Produkte in 16 Baureihen – und die Entwicklung geht weiter. Für den Bereich der erneuerbaren Energien hat GISMA moderne Hybrid-Steckverbinder für umweltverträgliche Installationen, die von Unterwasserrobotern durchgeführt werden können im Portfolio. Wir setzen am Standort Neumünster weiterhin auf Innovation, um unsere Technologieführerschaft weiter auszubauen, sagt Geschäftsführer Tobias Frerck und ist stolz auf das gesamte GISMA-Team, welches auch unter den aktuellen Corona-Bedingungen diszipliniert und mit großem Verantwortungsbewusstsein kundenorientiert agiert.

Wildpark MV Güstrow 10.02.2021
Eisbaden im Wildpark
Fischtreppe vom Eise befreit Im Güstrower Wildpark-MV werden normalerweise die Aquascheiben im Außenbereich der WasserWelten durch sprudelnde Luftschläuche freigehalten. An der Fischtreppe hat dieses System durch die anhaltende Kälte versagt. Um Schäden an den Scheiben zu vermeiden, hat das Tauchertrio des Wildparks in entsprechenden Trockentauchanzügen die Aquascheiben vom 6 cm dicken Eis befreit. „Wir gehen so auf Nummer sicher und nehmen den Druck von den Aquarienscheiben. Und damit die Eisschollen das Glas nicht noch zerkratzen, räumen wir diese aus dem Wasser“ so Bastian Esser, Abteilungsleiter des Umweltbildungszentrums. Nach zwei Stunden war alles beseitigt. „Nun müssen wir an einer Lösung arbeiten, um die sprudelnden Luftschläuche wieder in Gang zu bringen. Ansonsten heißt es wieder: Eisbaden in der Fischtreppe!“

Erlebnis-Zoo Hannover 10.02.2021
Braunes Fell und lange Krallen Wombat-Nachwuchs im Erlebnis-Zoo Hannover entwickelt sich prächtig
Ganz neugierig schiebt das kleine Nacktnasenwombat-Jungtier immer wieder die Nase aus dem Beutel von Mutter Maya heraus, schnuppert an der orangen Kuscheldecke, nimmt auch schon einmal ein Stück Möhre oder Süßkartoffel unter die Lupe und knabbert probeweise daran herum. Der erste Nachwuchs der Nacktnasenwombats Maya und Kelly im Erlebnis-Zoo Hannover entwickelt sich prächtig! Ungefähr sieben bis acht Monate alt ist das Jungtier in Mayas Beutel nun. Der zarte Flaum über der nackten Nase hat sich inzwischen zu braunem Fell gemausert und die Krallen an den kleinen Pfoten sind schon beachtlich gewachsen. „Das Jungtier wird immer aktiver, blickt uns eigentlich täglich aus dem Beutel entgegen“, berichten die Tierpfleger. Doch nicht nur die rosa Nase schiebt sich aus dem Beutel heraus, auch die Vorderpfoten setzt das Jungtier immer mal wieder auf den Boden auf und tastet sich mit ihnen neugierig, aber doch noch langsam und vorsichtig vorwärts. Beim regen Drehen und Wenden im Beutel konnten die Tierpfleger auch schon einen ersten Hinweis auf das Geschlecht des Jungtiers entdecken: „Zurzeit sieht es sehr danach aus, dass es ein Männchen ist.“ Ganz festlegen will sich das Team aber erst, wenn der Nachwuchs aus dem Beutel herauskrabbelt und seine Umgebung auf den eigenen vier Pfoten erkundet. Das, so sind sich die Tierpfleger einig, wird nun nicht mehr lange dauern. Geheime Trächtigkeit Eine Trächtigkeit bei Beuteltieren bleibt meist ein lang gehütetes Geheimnis. Das Jungtier ist bei der Geburt nur etwa so groß wie ein Gummibärchen. Entlang einer Speichelspur klettert der winzige Nachwuchs, noch nackt und blind, in den Beutel der Mutter und saugt sich dort an einer Zitze fest. Den genauen Geburtstag von Mayas Jungtier kennt das Zoo-Team daher nicht. Wombat-Wimmelpatenschaft Wombat-Pate werden! Wer eine Spendenpatenschaft für den kleinen Nacktnasenwombat-Nachwuchs übernehmen oder verschenken und den Erlebnis-Zoo Hannover damit in dieser herausfordernden Zeit unterstützen möchte, findet alle Informationen unter www.erlebnis-zoo.de/wombatpatenschaft. Tipp: Die Spendenpatenschafts-Urkunden gibt es auch zum Valentinstag! Hintergrund Das zweijährige Tasmanische Nacktnasenwombat-Weibchen Maya kam im Dezember 2019 aus dem Zoo Budapest in den Erlebnis-Zoo. Dort traf sie auf das vierjährige Männchen Kelly aus Kopenhagen. Die beiden verstanden sich nach einer kurzen Kennenlernphase sehr gut, teilten schon bald die Schlafhöhle miteinander. Das Jungtier ist für beide der erste Nachwuchs. Das letzte Jungtier bei den Nacktnasenwombats im Erlebnis-Zoo kam 1993 zur Welt. Die Trächtigkeit bei Nacktnasenwombats beträgt etwa 22 Tage. Danach verbringt das Jungtier noch etwa sechs bis sieben Monate im Beutel der Mutter. Tasmanische Nacktnasenwombats sind die kleinere Unterart der Nacktnasenwombats. Maya und Kelly sind die einzigen Vertreter ihrer Unterart in ganz Deutschland! Steckbrief Tasmanischer Nacktnasenwombat (Vombatus Ursinus Tasmanienses) Herkunft: Australien (Tasmanien), Feucht- und Trockenwälder Nahrung: Gräser, Kräuter, Pilze, Wurzeln Größe: 70 bis 115 cm lang Gewicht: 22 bis 39 kg Erreichbares Alter: bis 26 Jahre in menschlicher Obhut Tragzeit: 22 Tage + 6 bis 7 Monate Beuteltragezeit, Geburtsgewicht 2 Gramm

Naturschutz-Tierpark Görlitz 09.02.2021
So weiß wie Schnee
Passend zur aktuellen Wetterlage wurde ein schneeweißes Yakkalb im Naturschutz-Tierpark Görlitz-Zgorzelec geboren. Man muss tatsächlich zweimal hinschauen, um das zwei Wochen alte Yakkalb auf der tiefverschneiten Anlage zu entdecken. Was im Sommer der Hingucker ist, läuft jetzt unter Tarnung pur. Und die eisigen Temperaturen? „Die machen dem Kalb jetzt nichts mehr aus“, so Tierpark-Kuratorin Catrin Hammer. Allerdings gab es ein paar Startschwierigkeiten. Das Tier hatte Glück, nicht in der Nacht zur Welt gekommen zu sein, sodass Tierärzte und Pfleger Hilfestellung leisten konnten. Das Jungtier war unterkühlt und kam dadurch anfangs nicht auf die Beine. Eine Heizmatte und abgemolkene Muttermilch per Schlundsonde wirkten Wunder, fügt die Kuratorin hinzu. Nach der Starhilfe übernahm die erfahrene Mutter Chika, selbst im Tierpark geboren, die weitere Aufzucht ihrer schneeweißen Tochter. Regelmäßiges Wiegen bestätigt, dass Chika ihre Aufgabe vorbildlich erfüllt. Weiße Yaks sind äußerst selten und gelten in ihren Herkunftsgebieten daher als besonders wertvoll. So werden nach einer alten Tradition die buschigen Schweife verstorbener Yaks auf Fahnenmasten über den Gebetsfahnen angebracht. Sie sollen Glück bringen und das Haus schützen. Ein weißer Yak-Schweif gilt hier als sehr viel kraftvoller als ein schwarzer. Hoffen wir, dass das kleine Yakmädchen dem Tierpark ebenfalls Glück bringt und dieser bald wieder für seine Besucher öffnen kann.

Zoologisch-Botanischer Garten Wilhelma Stuttgart 09.02.2021
Stadtnatur Für mehr Naturschutz und Schmetterlinge in der Stadt
Schmetterlingsprojekt von BUND Stuttgart und Wilhelma wird mit Landesnaturschutzpreis 2020 der Stiftung Naturschutzfonds ausgezeichnet Stuttgart. Bunte Inseln statt grüner Wüsten. Seit zehn Jahren engagieren sich der BUND Kreisverband Stuttgart und der Zoologisch-Botanische Garten Wilhelma für mehr Stadtnatur in Stuttgart. Sie schaffen und pflegen artenreiche Wiesen mit heimischen Blütenpflanzen als nahrungsreiche Oasen und Lebensraum für Schmetterlinge und Insekten. Das Engagement zahlt sich aus. Heute (9. Februar) ist das Projekt mit dem Landesnaturschutzpreis 2020 der Stiftung Naturschutzfonds ausgezeichnet worden. Ehemals intensiv gepflegte Stuttgarter Parkbereiche wandeln Wilhelma und BUND seit zehn Jahren von „grünen Wüsten“ in wertvolle Lebensräume um. „Mittlerweile haben BUND und Wilhelma ihre Kooperation auf dreizehn Stuttgarter Wiesen ausgeweitet“, sagt Brigitte Dahlbender, Landesvorsitzende des BUND Baden-Württemberg. „Langfristig wollen wir durch die Gewinnung neuer Wiesen im gesamten Stuttgarter Stadtgebiet ein enges Netz an Trittsteinbiotopen aus insektenfreundlichen Wiesen schaffen. So wird eine Verbindung von der Stadt zu den umliegenden Naturschutzgebieten gewährleistet. Das ist ein enorm wichtiger Beitrag für den Biotopverbund und gegen das Insektensterben. Die Parkpflege der Wilhelma und die BUND-Aktiven haben wirklich einen Naturschatz geschaffen und den Landesnaturschutzpreis hoch verdient.“ Neues Pflegekonzept: Seltener mähen. Wenig düngen. Altgrasinseln stehen lassen Die Wilhelma ist nicht nur für die Pflege des Zoologisch-Botanischen Gartens zuständig, sondern als Landesbetrieb betreut ihr Fachbereich Parkpflege alle Flächen, die in der Hauptstadt und dem direkten Umland dem Land gehören, wie Schlossgarten und Rosensteinpark, aber auch die Grabkapelle und Schloss Solitude oder das Universitätsgelände in Vaihingen sowie vieles mehr. Insgesamt kommen außerhalb der Wilhelma rund 100 kleine und große Objekte mit über 300 Hektar zusammen. Um die Anzahl und den Artenreichtum von Schmetterlingen zu erhöhen, haben der BUND und der Fachbereich Parkpflege der Wilhelma ein naturnahes Pflegekonzept eingeführt: Die ausgewählten Wiesen mäht die Parkpflege nur noch zwei Mal im Jahr und düngt sie nicht mehr oder nur noch selten. Außerdem sät sie in bestimmten Bereichen Wildblumen aus, die Insekten anlocken. Bei jeder Mahd bleiben Altgrasinseln stehen, damit die Schmetterlingsraupen Pflanzen finden, um sich verpuppen zu können. Außerdem werden auf diese Weise nicht alle Nektarquellen gleichzeitig abgemäht. Es blüht von Frühjahr bis Herbst, zum Beispiel Wiesensalbei, Margerite oder Rotklee. „Das Projekt liegt uns als Wilhelma sehr am Herzen“, sagt Direktor Dr. Thomas Kölpin. „Damit kommt genau unser Ansatz als Zoologisch-Botanischer Garten zum Tragen: Es gilt für den Erhalt der Artenvielfalt, die Tiere und Pflanzen in ihrem Ökosystem gemeinsam zu schützen und zu fördern. Über unsere eigene insektenfreundliche Pflege der Grünanlagen hinaus muss es aber immer auch das Ziel sein, über die Umweltbildung den Menschen zu zeigen, wie sie sich selbst beteiligen und privat zum erfolgreichen Naturschutz beitragen können.“ Um die Anzahl und den Artenreichtum von Schmetterlingen zu erhöhen, haben der BUND und der Fachbereich Parkpflege der Wilhelma ein naturnahes Pflegekonzept eingeführt: Die ausgewählten Wiesen mäht die Parkpflege nur noch zwei Mal im Jahr und düngt sie nicht mehr oder nur noch selten. Außerdem sät sie in bestimmten Bereichen Wildblumen aus, die Insekten anlocken. Bei jeder Mahd bleiben Altgrasinseln stehen, damit die Schmetterlingsraupen Pflanzen finden, um sich verpuppen zu können. Außerdem werden auf diese Weise nicht alle Nektarquellen gleichzeitig abgemäht. Es blüht von Frühjahr bis Herbst, zum Beispiel Wiesensalbei, Margerite oder Rotklee. „Das Projekt liegt uns als Wilhelma sehr am Herzen“, sagt Direktor Dr. Thomas Kölpin. „Damit kommt genau unser Ansatz als Zoologisch-Botanischer Garten zum Tragen: Es gilt für den Erhalt der Artenvielfalt, die Tiere und Pflanzen in ihrem Ökosystem gemeinsam zu schützen und zu fördern. Über unsere eigene insektenfreundliche Pflege der Grünanlagen hinaus muss es aber immer auch das Ziel sein, über die Umweltbildung den Menschen zu zeigen, wie sie sich selbst beteiligen und privat zum erfolgreichen Naturschutz beitragen können.“ Projekt mit Modellcharakter Durch die Kooperation der Wilhelma-Parkpflege und des BUND tragen im Projekt vielseitige Fachleute Wissen und Erfahrung zu innovativen Lösungen zusammen. „Durch die Zusammenarbeit von so unterschiedlichen Akteuren erhält das Projekt einen ziemlich einmaligen Charakter“, sagt Johanna Ruhnau, Geschäftsführerin des BUND Kreisverbands Stuttgart. Andere Städte und Gemeinden können von den Erfahrungen profitieren und etwas für den Naturschutz in der Stadt tun. Auch Bürger*innen können heimische Pflanzen in ihren Gärten und auf Balkonen aussäen und ein wenig mehr Wildnis zulassen. „Wir wünschen uns, dass mehr kommunale Grünflächenämter im ganzen Land ihre Verantwortung für die biologische Vielfalt erkennen und der Natur in der Stadt mehr Raum geben“, so Ruhnau. Naturnahe Wiesenpflege zahlt sich aus Die freiwilligen Kartierer*innen des BUND beobachten alle zwei Wochen im Sommerhalbjahr die Falter auf den Schmetterlingswiesen. Sie beobachten, zählen und dokumentieren die Schmetterlinge und melden diese Daten einmal jährlich an das Helmholtz-Zentrum in Leipzig. Die Kartierungen haben gezeigt: Die naturnahe Wiesenpflege hat sich für die Artenvielfalt ausgezahlt. Mit Himmelblauer-Bläuling und Malven-Dickkopffalter leben hier auch zwei Falter, die in Baden-Württemberg gefährdet sind.

Zoo Krefeld 09.02.2021
Zoo Krefeld spürt starken Rückhalt aus der Bevölkerung – Vorbereitungen für Wiedereröffnung mit zahlreichen Neuerungen laufen
Affenhausbrand, monatelange Schließung wegen Corona, Tierverluste: 2020 war sicher das schwerste Jahr für den Zoo Krefeld in seiner über 80-jährigen Geschichte. Trotz aller emotionalen Herausforderungen, der andauernden Trauerarbeit und herber Verluste von Tieren gibt es im Rückblick auch viel Gutes zu berichten. Der Rückhalt der Bevölkerung für den Zoo ist durch den Brand viel stärker geworden und dauert bis heute an. Das zeigt sich sowohl finanziell als auch ideell. So hat auch der Verein der Zoofreunde Krefeld über 2.000 neue Mitglieder gewonnen und damit zum Jahresende über 5.000 Mitglieder. Bei den Tierpatenschaften zeigte sich ein ähnlicher Trend. Zum Jahreswechsel gab es 1.929 aktive Tierpatenschaften (2019: 884). Auch die Einnahmen in diesem Bereich konnten deutlich gesteigert werden. Zweimal riefen der Zoo und die Zoofreunde über die sozialen Netzwerke zu Geldspenden für Futterkauf auf. So kamen rund 100.000 Euro zusammen. Gespendet werden kann noch immer über den Link www.paypal.me/zookrefeld. Im normalerweise umsatzstarken Frühjahr musste der Zoo erstmals für 48 Tage wegen Corona schließen. Die zweite Schließung begann am 4. November und dauert bis heute an. Für Jahreskarteninhaber bedeutet die lange Schließung keinen Verlust. Ihre Karten wurden bereits im Frühjahr um den Zeitraum der Schließung verlängert. So wird der Zoo auch nach Ende der Winterschließung verfahren. Da der Zooshop ebenfalls von der Schließung betroffen ist, wurde ein Online-Zooshop eingerichtet, der neben dem Versand auch „Click & Collect“ anbietet. Aktuell bereitet sich der Zoo auf die Wiedereröffnung vor. Die Erfahrungen aus dem letzten Jahr zeigen: Ein Corona konformer Betrieb ist durch eine Besucherzählung, ein Besucherleitsystem und Aufsicht in stark frequentierten Bereichen möglich. Auch ohne Besucher hat sich im tierischen Bereich einiges getan. Der Umbau der Anlage für die bedrohten Bergzebras läuft auf Hochtouren. Die ersten Tiere können im späten Frühjahr in Krefeld einziehen. Bei den Stachelschweinen wird die Anlage modernisiert. Nach Abschluss der Arbeiten wird Stachelschwein Steffi einen Partner aus dem Zoo Schwerin bekommen. Aus dem Natur-Zoo Rheine ist Sumatratiger Leopold eingezogen. Der zweijährige Kater gewöhnt sich noch ein, bevor er mit der Katze Mau vergesellschaftet wird. Ebenfalls neu gestaltet wurden der Stall für die Spießböcke und die Anlage für die Mandschurenkraniche. Bei den Waldrentieren ist ein zweites weibliches Tier eingezogen. In diesem Jahr laufen auch die Detailplanungen zum Artenschutz-Zentrum Affenpark an. Bisher haben Zoo und Zoofreunde über 2,2 Millionen Euro zweckgebundene Spenden für den Neubau erhalten. Die Zeit der Schließung wurde auch an anderen Stellen im Zoo gut genutzt und so können sich die Zoobesucher auf einige Neuerungen freuen. Ein 40 Meter langer Balancierpfad und ein Rutschen-Kletterturm bieten Anreize auch für ältere Kinder. An der Fischotteranlage ist ein kleiner Bachlauf entstanden. Wenn die Corona-Regeln es zulassen, wird es einige Veranstaltungen für große und kleine Zoofans geben. Neu ist die Führung „Morgens im Zoo: Frühstück der Tiere“ im Juni, Juli und August. Ebenfalls neu sind die Sommerabende an allen Donnerstagen in den NRW-Sommerferien. Als BNE-Bildungszentrum (Bildung für nachhaltige Entwicklung) bietet der Zoo in Zusammenarbeit mit dem WWF ein Zukunftscamp an. Die Artenschutzvorträge starten wieder am ersten Dienstag im April. Sie werden nach Möglichkeit als Präsenzveranstaltung und/oder über ZOOM stattfinden.

Zoo Osnabrück 09.02.2021
Schneeberge bei Tigern, Wölfen & Co. Wintereinbruch fordert Zoomannschaft heraus
Der Wintersturm mit viel Schnee sorgt auch im Zoo Osnabrück für Schwierigkeiten: Die Tierpfleger und Handwerker kamen kaum zur Arbeit und im Zoo türmen sich in den Gehegen und auf den Wegen Schneeberge. Einige Tiere freuen sich über die Abwechslung, andere sind beinahe erschrocken über die weiße Pracht und manche setzen lieber keine Pfote vor die Tür. „Für viele unserer Mitarbeiter war die erste Herausforderung am vergangenen Sonntag überhaupt zur Arbeit zu kommen. Ein Kollege benötigte drei Stunden. Anderen, die in der Umgebung des Zoos wohnen, haben wir vom Wirtschaftshof aus mit unseren Arbeitsgeräten geholfen, die Autos aus dem Schnee zu ziehen, um herzukommen“, berichtet Tobias Klumpe, zoologischer Leiter im Zoo Osnabrück. Homeoffice oder Zuhause bleiben ist bei der Arbeit mit Tieren natürlich keine Option. Im Zoo warteten nicht nur die Tiere auf ihr Futter, sondern auch die nächsten Herausforderungen: „Alle Wege sind dick verschneit. Hier zu den einzelnen Revieren zu kommen, das Futter im Zoo zu verteilen oder mit Schubkarre die notwendigen Materialen zu transportieren, erfordert nun sehr viel mehr Kraft und Energie also sonst“, berichtet Katja Lammers, wissenschaftliche Assistentin. Die Tiere reagieren sehr unterschiedlich auf die weiße Pracht: „Unsere Vielfraße oder Hudson Bay-Wölfe finden es natürlich toll. Sumatra-Tiger Diana und Argo waren eher irritiert, wenn nicht gar erschrocken, als wir sie am Sonntag kurz auf die Außenanlage gelassen haben. Die Wasserschweine haben sich bei einem kleinen Ausflug tapfer durch die dicke Schneeschicht gearbeitet – sie sind ja in etwa so hoch wie die Schneedecke“, schmunzelt Lammers. Auch die Guteschafe versinken komplett im Schnee, sodass sie erstmal im Stall bleiben, wo die Tierpfleger ihnen schnell noch mehr Platz geschaffen haben. Wasser darf nicht gefrieren Wichtig bei den extremen Temperaturen ist auch der Wasser- beziehungsweise Eis-Check. „Wir müssen schauen, dass die Tiere genug zu trinken haben. Wenn das Wasser im Trog einfriert, könnten sie ansonsten verdursten. Auch so manche Außenleitung friert schnell ein. Zusätzlich müssen wir überprüfen, ob wichtige Wasserbarrieren zugefroren sind, wie beispielsweise beim Löwengehege. Bildet sich Eis, müssen wir es sofort zerschlagen. Die Löwen kommen bis auf weiteres auch nicht nach draußen, denn zurzeit ist es eh zu rutschig für sie – insbesondere für unseren betagten Kater Nakuru, der nur noch langsam und vorsichtig gehen kann“, so Klumpe. Auch bei Pinguinen und Seehunden schauen die Kollegen sorgsam nach dem Wasser, wie der Biologe berichtet: „Da das Wasser immer in Bewegung ist und dadurch umgewälzt wird, kann es passieren, dass die Wassertemperatur sich im gesamten Becken stark abkühlt und sich überall Eiskristalle bilden. Dann können die Tiere unter Eisschichten eingeschlossen werden. Allerdings mögen unsere Pinguine eh keine Kälte.“ Denn Humboldt-Pinguine stammen aus Peru. Dort ist es selten kalt, weswegen die Vögel bei Minusgraden in ihr Haus müssen, damit sie sich keine Gliedmaßen abfrieren. „Wir müssen bei vielen Tieren auf die Extremitäten wie Finger oder Schwanz achten, deswegen kommen Tiere, die diese Kälte von Natur aus nicht gewöhnt sind, bei diesem Wetter auch gar nicht erst nach draußen oder nur ganz kurz.“ Die Tierpfleger müssen ebenfalls besonders vorsichtig sein: So werden die Seelöwen zurzeit nur vom Besucherbereich aus gefüttert – auf die Anlage zu gehen ist wegen Eis und Schnee zu rutschig und gefährlich. Der Schnee macht auch den Vogelvolieren zu schaffen, denn die weiße Masse drückt mit großem Gewicht auf die Konstruktionen. Deswegen seien die meisten Vögel sicherheitshalber in ihren Häusern – das sei zurzeit wegen der Vogelgrippe eh bei vielen Arten vorgeschrieben. Jungtiere im Warmen Auch die Jungtiere im Zoo bleiben im Moment lieber im Warmen: Das kleine Kirk-Dikdik liegt im warmen Stroh, Elefantenjungtier Yaro vergnügt sich im Elefantenhaus und der Pinguinnachwuchs, der von den Tierpflegern groß gezogen wird und eigentlich nun nach und nach seine Artgenossen kennenlernen sollte, watschelt zurzeit noch durch die Tierpflegerküche bis die Temperaturen wieder etwas steigen. „Wir sind auf jeden Fall sehr dankbar, dass unsere Mannschaft diese besondere Herausforderung angenommen hat und die Kolleginnen und Kollegen auch bei diesen schwierigen Bedingungen die Tiere bestens versorgen. Dafür ein ganz großes Dankeschön vom gesamten Präsidium, dem Leitungsteam und dem Geschäftsführer“, betont Zoopräsident Dr. E.h. Fritz Brickwedde. Wer den seit dem 1. November aufgrund der Corona-Pandemie geschlossenen Zoo unterstützen möchte, kann dies auf vielfältige Weise: Der Kauf von Jahreskarten 2021, die bis zum 1. April 2022 gültig sind, Tierpatenschaften oder Spenden helfen dem Zoo-Team die 2213 Tiere weiter zu versorgen. Für die Tiere fallen täglich Kosten in Höhe von etwa 13.000 Euro an. Weitere Informationen auf: www.zoo-osnabrueck.de Bildunterschrift: Die Tiere im Zoo Osnabrück reagieren unterschiedlich auf die weißen Schneemassen – die einen freuen sich, die anderen sind irritiert oder bleiben lieber gleich ganz im Warmen. Bildquelle Schnee-Eulen, Hudson Bay-Wölfe, Eurasische Luchse: Zoo Osnabrück (Katja Lammers), zur freien Verwendung im Rahmen der Berichterstattung. Bildquelle Sumatra-Tiger: Zoo Osnabrück (Sabine Springmeier), zur freien Verwendung im Rahmen der Berichterstattung. Über den Zoo Osnabrück Der Zoo Osnabrück wurde 1935 als Arbeitsgemeinschaft Heimattiergarten von Osnabrücker Bürgern gegründet und bereits 1936 als Heimattiergarten eröffnet. Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Heimattiergarten größtenteils zerstört, doch anschließend verfolgten die Osnabrücker weiterhin ihr Ziel, für die Stadt einen Zoo zu schaffen. Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte sich der Heimattiergarten zum Tiergarten und schließlich zum zoologischen Garten. Heute beherbergt der Zoo auf 23,5 Hektar 2.213 Tiere aus 291 Arten (Stand 31.12.2020). Neueste Erlebniswelten sind der Unterirdische Zoo (2009), die afrikanische Erlebniswelt „Takamanda“ (2010), die nordische Tierwelt „Kajanaland“ (2011) und der Affentempel „Angkor Wat“ (2012). Es folgten der Tigertempelgarten (2014 und der „Orang-Utan Dschungeltempel“ (2017) in diesem Bereich.Im Oktober 2018 neu hinzugekommen ist die nordamerikanische Tierwelt „Manitoba“ mit u.a. Hudson-Bay-Wölfen, Schwarzbären, Waldbisons, Stinktieren und Kanadischen Bibern. 2019 und 2020 wurden mit „Mapungbuwe“ die Nashornanlage und die Löwenanlage vergrößert und mit einem Höhenpfad für Besucher versehen. 2019 besuchten den Zoo Osnabrück 1.050.000 Besucher.

Serengeti-Park Hodenhagen 09.02.2021
Große Freude über ein ganz besonderes Jubiläum: Die 50. Nashorngeburt im Serengeti-Park
Die 22-jährige Breitmaulnashornkuh Claudia hat ein kleines Kalb geboren. Claudia ist eine erfahrene Mutter, sie hat vor ihrem jüngsten Nachwuchs bereits fünf Nashornbabys erfolgreich aufgezogen. Das kleine Weibchen trägt den Namen „Salma“ und ist das 50. Nashornjungtier, das seit der Gründung des Serengeti-Parks im Jahr 1974 in Hodenhagen geboren ist. „Ich bin überwältigt und stolz, dass in unserem Park so viele dieser wundervollen Geschöpfe das Licht der Welt erblicken konnten. Und das nicht nur, weil Nashörner zu meinen absoluten Lieblingstieren gehören.“, erklärt Parkinhaber Dr. Fabrizio Sepe begeistert. „Diese Geburt ist ein weiterer Beitrag zum Artenschutz, da die südlichen Breitmaulnashörner auf der Roten Liste der IUCN als ‚potentiell gefährdet‘ eingestuft sind. Kleines Mädchen schon mit großem Fan Kaum auf der Welt, hat das kleine Nashorn schon einen riesen Fan: Younes Zarou, den größten TikToker Deutschlands. Younes Zarou wurde die Ehre zuteil, dem Nashörnchen einen Namen zu geben. „Schon als Kind fand ich Nashörner immer interessant. Dass ich jetzt die Möglichkeit habe, ein neugeborenes Nashorn zu benennen, fühlt sich unglaublich an. Ich habe mich für den Namen Salma entschieden, nach meiner kleinen Schwester.“, verrät der 23-Jährige. Salma stammt aus dem arabischen und bedeutet friedlich, sicher und gesund. „Genau was wir uns auch für das Nashorn-Baby wünschen.“ Mit Salma und dem im Januar geborenen Kalb Zawadi leben nun insgesamt neun südliche Breitmaulnashörner in Hodenhagen. Dank seiner weitläufigen Flächen und der naturnahen und artgerechten Haltung kann der Serengeti-Park weltweit die zweitbesten Zuchterfolge bei Breitmaulnashörnern überhaupt vorweisen. Der als zoologischer Garten anerkannte Park nimmt mit seinen südlichen Breitmaulnashörnern (Ceratotherium simum simum) am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm EEP teil. Das EEP koordiniert die Zucht in Zoos zur Erhaltung bedrohter Tierarten und um die genetische Diversität zu erhalten.

Zoologisch-Botanischer Garten Wilhelma Stuttgart 08.02.2021
Umweltpädagogische Angebote jetzt digital Fachleute der Wilhelma kommen ins virtuelle Klassenzimmer
Können die Schülerinnen und Schüler nicht in die Wilhelma kommen, besucht die Wilhelmaschule ab jetzt die Schulklassen daheim, zumindest virtuell mit ihrem neuen digitalen Homeschooling-Angebot. Durch die vorsorgliche Schließung des Zoologisch-Botanischen Gartens in Stuttgart muss im Zuge der Corona-Pandemie auch einer der größten außerschulischen Lernorte in Baden-Württemberg seine Türen geschlossen halten. Unter regulären Bedingungen organisieren die Biologinnen und Biologen der Wilhelmaschule pro Jahr rund 800 umweltpädagogische Angebote von Führungen für Klassen über Workshops bis zu Aktionstagen und Ferienprogrammen – passgenau von Kindergarten bis Oberstufe. Nun gibt es erste Alternativen mit dem Besuch von den Wilhelma-Fachleuten im virtuellen Klassenzimmer für die Jahrgangsstufen fünf bis sieben. „Es ist bedauerlich, dass die Pandemie es derzeit nicht zulässt, Exkursionen in die Wilhelma zu unternehmen“, sagt Direktor Dr. Thomas Kölpin. „Die sind nicht nur unterhaltsam, sondern auch lehrreich. Wir können das große Potenzial der Klassenausflüge mit den persönlichen Erlebnissen vor Ort nicht digital ersetzen. Aber die wichtigen Lerninhalte der Umweltbildung lassen sich mit direktem Bezug zur Wilhelma dennoch anschaulich vermitteln.“ In einem ersten Schritt hat die pädagogische Abteilung 45- bis 60-minütige Programme erstellt, mit denen Lehrkräfte ihren Fernunterricht für 11- bis 13-Jährige dem Lehrplan entsprechend ergänzen können. Über die gängigen Plattformen zum Online-Unterricht werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Wilhelmaschule von der Lehrkraft zugeschaltet und tragen zu der Schulstunde eine Präsentation zum gewählten Thema bei. Sie stellen die Gruppen der Wirbeltiere vor, geben Einblick in die faszinierende Welt der Insekten oder erwecken das Ökosystem des tropischen Regenwalds mit Beispielen von Tieren aus der Wilhelma zum Leben. Je nach der technischen Ausrüstung der Schulklasse können die Schülerinnen und Schüler selbst live Fragen stellen und zum Abschluss an einem Quiz zum Thema teilnehmen. Dieses Angebot ist im Rahmen der personellen Kapazitäten der Wilhelma für die Schulen kostenlos. Anmeldung und Absprachen sollten zwei Wochen vor dem gewünschten Termin erfolgen. Möglich sind diese jeweils montags bis donnerstags zwischen 9 und 13 Uhr unter der Tel. 0711 / 54 02-115. Das Online-Angebot ist eine Initiative, die Umweltbildung zu stärken. Als erster Zoo und Botanischer Garten in Deutschland ist die Wilhelma der globalen Koalition „Vereint für die Artenvielfalt“ beigetreten, welche die Europäische Kommission ins Leben gerufen hat. Hier schließen sich Fachinstitutionen wie auch Nationalparks, Forschungszentren, Wissenschafts- und Naturkundemuseen zusammen, um dem Erhalt der Natur eine stärkere Stimme zu geben. Im Zuge ihres Engagements will die Wilhelma die Öffentlichkeit über die Zusammenhänge der Ökosysteme, den notwendigen Schutz der Lebensräume und die Bedeutung des Klimaschutzes für den Erhalt der Artenvielfalt informieren.

Tiergarten Schönbrunn 08.02.2021
Kleines Affen-Mädchen, große Kämpferin
Der Tiergarten Schönbrunn darf seine Tore heute wieder öffnen. Auch ein Großteil der Tierhäuser ist zu besuchen – unter anderem das historische Affenhaus. Hier wurde am 2. November ein Bärenstummelaffe geboren. Bei dieser stark gefährdeten Tierart ist jede Nachzucht ein besonders freudiges Ereignis. Allerdings verstarb zwei Wochen nach der Geburt die Mutter des Jungtieres, Kwaku, an einer akuten bakteriellen Infektion. „Trotz bester tiermedizinischer Behandlung konnten wir Kwaku leider nicht retten. Das Jungtier hatte bei all der Tragik gute Voraussetzungen. Es hat zum Glück die wichtige erste Prägephase mit seiner Mutter verbracht und konnte bei ihr die sogenannte Kolostralmilch trinken, die beim Aufbau des Immunsystems hilft“, berichtet Tiergartendirektor Stephan Hering-Hagenbeck. Die Tierpfleger haben dem Affen-Mädchen passend zum Verbreitungsgebiet der Bärenstummelaffen den Namen „Nafana“ gegeben – eine Stadt in Westafrika. Dank des großen Einsatzes des Tierpfleger-Teams hat es Nafana trotz des schweren Starts geschafft. Die kritische Phase ist aber noch nicht gänzlich überstanden. Hering-Hagenbeck: „Erwachsene Bärenstummelaffen sind Blätterfresser. Nafana bekommt ihrem Alter entsprechend noch Aufzuchtmilch, sie frisst aber auch schon Blätter. Am besten schmecken ihr Kirschlaub, Weiden- und Eschenblätter.“ Derzeit wird die verspielte Kleine backstage gefüttert, damit sie von den Familien-Mitgliedern nicht abgelenkt wird und in Ruhe fressen kann. Alle Artgenossen tragen sie gerne herum und spielen mit ihr. Sobald sie selbstständig frisst, kann sie immer bei der Gruppe sein.

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