Zoopresseschau

Zoo Heidelberg 08.01.2021
Drei Geschwister entwickeln sich prächtig – Nachwuchs bei den Asiatischen Kurzkrallenottern
Der Zoo Heidelberg freut sich über Zuwachs bei den Asiatischen Kurzkrallenottern. Die Jungtiere kamen Mitte November 2020 im Zoo Heidelberg zur Welt. Frisch geborene Otter tragen bereits Fell, die Augen sind noch geschlossen. Inzwischen haben die Kleinen ihre Augen geöffnet und zeigen sich fit und munter. Für das Heidelberger Otter-Paar ist es der erste Nachwuchs. Gemeinsam kümmern sie sich sehr fürsorglich um die Welpen. Die erste tierärztliche Routine-Untersuchung verlief gut und gab Aufschluss über das Geschlecht der drei quietschenden Fellknäuel. Seit Ende des letzten Jahres quietscht und fiept es lautstark aus der hölzernen Wurfkiste im Ottergehege. Ein gutes Zeichen – zeigt es den Tierpflegern doch, dass der Otter-Nachwuchs im Zoo Heidelberg wohlauf ist. Durch das hohe Fiepen kommunizieren die Kleinen mit den Eltern und bekommen die notwendige Aufmerksamkeit. Die meiste Zeit des Tages verbringt der Nachwuchs noch eng aneinander gekuschelt in der Wurfhöhle. Mehrmals am Tag werden die Kleinen von der Mutter gesäugt. In den nächsten Wochen werden die drei jungen Otter immer neugieriger werden und langsam beginnen, die Umgebung außerhalb der Wurfhöhle zu erkunden. Kurzkrallenotter gehören zu den kleinsten Otterarten. Im Gegensatz zu dem einzelgängerisch lebenden, in Europa selten gewordenen, Fischotter, sind sie sehr sozial und bilden Familiengruppen mit bis zu 15 Individuen. Ihr Name verweist auf die sehr kurzen Krallen, welche die Finger kaum überragen – dadurch sind Kurzkrallenotter wahre Meister darin, kleine Dinge, wie Muscheln, mit ihren Fingern zu untersuchen. Für beide Eltern war es der erste Wurf. Das Heidelberger Otterpaar kümmert sich sehr fürsorglich um die Kleinen. Sowohl Mutter als auch Vater sind entspannt im Umgang mit ihnen und lassen es zu, dass die Tierpfleger in den Innenraum kommen, um kurze Sichtkontrollen durchzuführen. Vergangene Woche erfolgte die erste tierärztliche Untersuchung; die drei Welpen sind gesund. Neben der routinemäßigen Kontrolle von Gebiss, Gewicht und der allgemeinen körperlichen Verfassung, wurde jedes der Jungtiere gechippt und dadurch mit einer persönlichen Identifikationsnummer versehen, die sie ein Leben lang behalten werden. Anhand der Nummer wissen Tierpfleger oder Zoo-Tierärztin immer, mit welchem Tier sie es, beispielsweise bei einer notwendigen Behandlung, gerade zu tun haben. Beim diesem ersten „Otter-Check-Up“ konnte ebenfalls das Geschlecht festgestellt werden: Es sind zwei Männchen und ein Weibchen. Die Namen der drei sind noch nicht vergeben – ausgesucht werden sie von den Tierpflegern, die die Kleinen erst einmal in Ruhe kennenlernen möchten.

Erlebnis-Zoo Hannover 08.01.2021
Neugierige nackte Nase – Nacktnasenwombat-Nachwuchs im Erlebnis-Zoo Hannover schaut erstmals aus dem Beutel heraus
Da ist Bewegung im Beutel: Die Beule im Beutel zwischen den Hinterbeinen von Nacktnasenwombat-Weibchen Maya ist nicht mehr zu übersehen. Und auch die Bewegungen im Beutel-Inneren sind deutlich erkennbar: Es wird sich herumgedreht, gekratzt und wieder gedreht. Und jetzt zeigte sich auch das erste Mal die nackte Nase des Nachwuchses: Das kleine Wombat-Jungtier hat zum ersten Mal aus dem Beutel von Mutter Maya herausgeschaut! Zuerst zeigte sich nur eine Pfote mit langen Krallen, bedeckt mit kaum sichtbarem, zartem Flaum. Dann schob sich ganz vorsichtig die kleine Nase heraus. Und schließlich blickten die Tierpfleger in zwei dunkle, kleine Knopfaugen, die sich neugierig umschauten. „Das Jungtier wird immer aktiver, wir sehen immer mehr Bewegung im Beutel. So langsam wird es darin wohl langweilig“, schmunzelt Tierpfleger Daniel Heiser. Es werde jetzt nicht mehr lange dauern, bis der Nachwuchs zum ersten Mal den warmen Beutel von Mutter Maya verlässt und die Umgebung auf seinen vier Pfoten erkundet, sind sich die Tierpfleger einig. Bis es soweit ist, schaut das Team regelmäßig nach, ob sich ihr neuer Schützling zeigt. Während das Wombat-Weibchen genüsslich im Stall ihre Leibspeisen Süßkartoffeln und Mais zum Frühstück frisst, hocken oder liegen die Pfleger hinter Maya auf dem Boden und hoffen, einen Blick auf das Jungtier zu erhaschen. Denn der Beutel eines Wombats ist nach hinten geöffnet, anders als zum Beispiel bei Kängurus. Da die Plumpbeutler sich auf vier Beinen fortbewegen und mit den Vorderfüßen ihre Höhlen graben, gelangt so keine Erde hinein. Geheime Trächtigkeit – Eine Trächtigkeit bei Beuteltieren bleibt meist ein lang gehütetes Geheimnis. Das Jungtier ist bei der Geburt nur etwa so groß wie ein Gummibärchen. Entlang einer Speichelspur klettert der winzige Nachwuchs, noch nackt und blind, in den Beutel der Mutter und saugt sich dort an einer Zitze fest. Hinweise auf den Nachwuchs lassen sich meist erst nach einigen Monaten erkennen, wenn der Beutel immer größer wird und irgendwann auch Bewegungen im Inneren zu sehen sind. Bei Nacktnasenwombat Maya war es daher ein großer Zufall, dass die Tierpfleger bereits im Sommer ein winziges Jungtier bei einem Routine-Check-Up im Beutel entdeckten und damit ihr Geheimnis lüfteten. Hintergrund: Das zweijährige Tasmanische Nacktnasenwombat-Weibchen Maya kam im Dezember 2019 aus dem Zoo Budapest in den Erlebnis-Zoo. Dort traf sie auf das vierjährige Männchen Kelly aus Kopenhagen. Die beiden verstanden sich nach einer kurzen Kennenlernphase sehr gut, teilten schon bald die Schlafhöhle miteinander. Das Jungtier ist für beide der erste Nachwuchs. Das letzte Jungtier bei den Nacktnasenwombats im Erlebnis-Zoo kam 1993 zur Welt. Die Trächtigkeit bei Nacktnasenwombats beträgt etwa 22 Tage. Danach verbringt das Jungtier noch etwa sechs bis sieben Monate im Beutel der Mutter. Tasmanische Nacktnasenwombats sind die kleinere Unterart der Nacktnasenwombats. Maya und Kelly sind die einzigen Vertreter ihrer Unterart in ganz Deutschland! Steckbrief: Tasmanischer Nacktnasenwombat (Vombatus ursinus tasmanienses), Herkunft: Australien (Tasmanien), Feucht- und Trockenwälder, Nahrung: Gräser, Kräuter, Pilze, Wurzeln, Größe: 70 bis 115 cm lang, Gewicht: 22 bis 39 kg, Erreichbares Alter: bis 26 Jahre in menschlicher Obhut, Tragzeit: 22 Tage + 6 bis 7 Monate Beuteltragezeit, Geburtsgewicht 2 Gramm

Tiergarten Schönbrunn 08.01.2021
Nadelige Neujahrsüberraschung für Schönbrunner Elefanten
Unsere Dickhäuter freuten sich über Fichte der Bundesforste. Trotz Absage des Kultur- und Weihnachtsmarkt Schloß Schönbrunn und Lockdown übergab heute Vormittag die Veranstalterin des Schönbrunner Weihnachtsmarktes eine nadelige Neujahrsüberraschung an die Afrikanischen Elefanten im benachbarten Tiergarten: einen 18 Meter hohen Christbaum. Die Fichte aus dem Bundesforstrevier Mürzzuschlag in der Steiermark war kurz zuvor noch strahlender Mittelpunkt am Ehrenhof vor dem Schloss Schönbrunn – wenngleich im Corona-Jahr ohne Marktkulisse. „Traditionen gehören bewahrt – auch in schwierigen Zeiten“, erklärt Marktveranstalterin Gabriela Schmidle (MTS Wien) glücklich darüber, den Jahresbeginn mit der traditionellen Christbaum-Verfütterung begehen zu können. Die sechsköpfige Herde freute sich über die willkommene Abwechslung. Elefantenmädchen Kibali war heuer bereits viel mutiger und probierte an der Seite ihrer Mutter Numbi als Erste den nadeligen Snack. Während das nadelige Frühstück für die Elefantenkühe bereits Tradition hat, war es für den Bullen Tembo eine neue Erfahrung. Der viereinhalb Tonnen schwere Elefant ergänzt erst seit November vorigen Jahres die Herde in Wien. „Dieser riesige Christbaum beschäftigt unsere Elefanten über Tage. Zuerst reißen sie die Zweige ab, dann schälen sie die Rinde herunter, bis zum Schluss nur noch der Stamm übrigbleibt. Sogar als Kratzbaum wird er genützt. Große Stoßzähne, wie sie Tembo mitbringt, sind da natürlich hilfreich“, erklärt Tiergartendirektor Stephan Hering-Hagenbeck. Für die planmäßige Übergabe des Christbaums sorgten in bewährter Weise Experten des Forstamtes der Stadt Wien. Bereits um 8 Uhr fällten sie die 118 Jahre alte Fichte am Ehrenhof vor dem Schloss Schönbrunn. In Stücke zerkleinert wurde das nadelige Geschenk der Österreichischen Bundesforste (ÖBf) schließlich per LKW in den benachbarten Tiergarten transportiert. Trotz der coronabedingten Absage des Kultur- und Weihnachtsmarktes Schloß Schönbrunn hat die Fichte in den vergangenen Wochen mit ihrem Anblick zahlreiche Wienerinnen und Wiener erfreut. „Ich bin glücklich, dass wir so ein wenig Weihnachtsstimmung verbreiten konnten und blicke voller Zuversicht ins neue Jahr“, so Schmidle. Seit 2008 wird der Baum auf diese Weise „recycelt“.

Zoo Duisburg 08.01.2021
Einzigartig in Deutschland: Im Zoo Duisburg leben nun erstmals Langschnauzen-Kaninchenkängurus
Der Bestand der kleinen Beuteltiere gilt nicht zuletzt wegen der verehrenden Waldbrände in Australien als gefährdet. Sie laufen mehr als das sie hüpfen und sind vor allem in der Dämmerung aktiv: Langschnauzen-Kaninchenkängurus. Ein Paar dieser etwa 40cm großen Beuteltierart lebt seit Dezember am Kaiserberg. Einzigartig, denn in keinem anderen Zoo in Deutschland werden diese Tiere derzeit gepflegt und auch innerhalb Europas sind sie nicht häufig anzutreffen. Das Männchen zog aus dem englischen Manchester nach Duisburg, kurz darauf folgte seine Partnerin aus dem belgischen Zoo Pairi Daiza. „Glücklicherweise konnten wir den Transport aus Großbritannien noch vor dem Ende der Brexit-Übergangsfrist durchführen“, freut sich Johannes Pfleiderer, zoologischer Leiter in Duisburg. Gemeinsam sollen die Zwei bald durch ihre neue Anlage streifen – und auch für Nachwuchs sorgen. „Wir wollen uns aktiv daran beteiligen, eine gesunde Reservepopulation dieser nur selten in Europa gehaltenen Tierart aufzubauen“, berichtet Pfleiderer. Dass dies notwendig ist, zeigen die Entwicklungen im australischen Buschland. Die verehrenden Waldbrände vor rund einem Jahr zerstörten große Teile des Lebensraumes der dämmerungsaktiven Tiere. „Wie stark der Bestand eingebrochen ist, ist derzeit noch nicht wirklich abzuschätzen“, verdeutlicht der Biologe. „Klar ist aber, dass wichtiger Lebensraum dieser Tierart durch die Feuer vernichtet wurde“. Schon vor den Bränden stufte die Weltnaturschutzunion IUCN die Langnasenpotoroos, wie Kaninchenkängurus auch genannt werden, als „potenziell gefährdete“ Tierart ein. Leben werden die zwei Kaninchenkängurus in einer australischen Wohngemeinschaft: Ein Pärchen Kookaburras, die wegen ihres lauten kecken Rufe auch ‚Lachender Hans‘ genannt werden, zählen ebenso zu den Mitbewohnern, wie Halbmond-Löffelenten und die langbeinigen Langschwanztriele – eine knapp 60cm große australische Vogelart. Um für die neuen Bewohner Raum zu schaffen, wurde die ehemalige Anlage der Waldrappen, einer europäischen Ibis-Vogelart, in den vergangenen Wochen umgestaltet: Der Bodengrund getauscht, Felsen platziert und Äste montiert. Zuvor verließen die Waldrappen den Kaiserberg und wurden in eine bestehende Kolonie des Tierparks Nordhorn auf Empfehlung des zuständigen Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes eingegliedert.

Zoo Osnabrück 07.01.2021
Vorfreude auf den Zoo-Frühling: Neue Anlage für beliebte Tunnelgräber- Großes Erdmännchengehege im Bau – Zebras im Zoo umgezogen
Während der Zoo Osnabrück Corona-bedingt weiterhin geschlossen bleiben muss, entsteht in der afrikanischen Tierwelt „Takamanda“ eine neue Anlage für die Erdmännchen. Das vergrößerte Gehege wird Besuchern einen noch besseren Einblick in das Verhalten der Tiere erlauben und bietet den beliebten Raubtieren deutlich mehr Platz. Ganz in der Nähe des neuen Geheges sind nun auch die Zebras zuhause. Eingebettet zwischen dem „Südamerikahaus“, dem nordamerikanischen „Manitoba“ und dem asiatischen „Angkor Wat“ liegt die bisherige Erdmännchen-Anlage. Die kleinen, aktiven Tiere mit goldbrauen Fell erfreuen sich großer Beliebtheit. „Thematisch passen die afrikanischen Tiere jedoch schon lange nicht mehr an ihren aktuellen Standort und um die Haltung noch weiter zu verbessern, planen wir schon länger einen geräumigeren Neubau“, erklärt Tobias Klumpe, zoologische Leitung im Zoo Osnabrück. Finanziert wird das Projekt nun durch eine Erbschaft, die nur zweckgebunden für allgemeine Weiterentwicklungen im Zoo verwendet werden darf. Das neue Gehege entsteht in der afrikanischen Tierwelt „Takamanda“. Dort hat die Firma Holtmeyer aus Bad Iburg Mitte November mit den Bauarbeiten begonnen, in direkter Nachbarschaft zu den Eseln und dem Spielplatz „Makatanda“. Das Gehege der Esel verkleinert sich durch den Neubau geringfügig, was die Tiere aber nicht stört. „Wir haben sehr betagte Esel, die das Außengelände kaum noch nutzen und sich lieber im Innenbereich aufhalten. Sie haben deshalb einen neuen und größeren Stall bekommen. Falls wir zukünftig wieder jüngere Esel haben, müssten wir einen anderen Platz für sie finden, da haben wir aber auch schon einige Ideen“, beschreibt der zoologische Leiter die Veränderungen. Außenfläche wird verdreifacht – Mit dem Neubau für die Erdmännchen entsteht nicht nur ein moderneres Gehege, sondern auch eine deutlich größere Anlage. „Die Außenfläche wird circa 100 Quadratmeter groß, im Vergleich zur alten Anlage ist das in etwa das Dreifache der Fläche. Die Innenfläche vervierfachen wir sogar. In der neuen Anlage wird dann eine neue Erdmännchengruppe angesiedelt“, berichtet Klumpe. „Unsere verbleibenden drei Erdmännchen sind schon etwas altersschwach und wir wollen ihnen die Aufregung eines Umzugs ersparen. Die alte Anlage wird dann zu einer Art Seniorenresidenz“, so Klumpe. Was später mit der alten Anlage geschieht, hat der Zoo noch nicht entschieden. Künstliche Termitenhügel und Blick auf Augenhöhe – Besucher können die neuen Erdmännchen in ihrer neuen Anlage voraussichtlich ab April beobachten. „Wenn wir dann wieder öffnen dürfen und wenn das Wetter mitspielt“, ergänzt Thorsten Vaupel, technischer Leiter und verantwortlich für Bauprojekte. „Milde Temperaturen sind sehr gut für die Bauarbeiten. Aber wenn wir doch noch einen kalten Winter bekommen, wird das Erdreich zu hart und die Fertigstellung verzögert sich. Denn für die Erdmännchen-Anlage ist viel Bodenarbeit notwendig.“ Circa 100 Kubikmeter Erde werden in der Anlage verbaut. Damit die selbst sehr grabfreudigen Tiere keine Gänge aus ihrem Gehege hinausbuddeln, muss das gesamte Außengelände mit einem Untergrabschutz versehen werden. Das aufgeschüttete Lehm-Sand-Gemisch eignet sich für die Erdmännchen zudem besser zum Tunnelbau, da es stabiler ist. „Dabei wird das erhöhte Erdreich zugleich so gestaltet, dass es ein leichtes Gefälle zu den Besuchern bekommt. So haben sie über und durch eine 20 Meter lange Glasscheibe einen noch besseren Blick auf die Erdmännchen. Wie in der alten Anlage werden wir auch hier wieder künstliche Termitenhügel anlegen. Wenn sich die Erdmännchen auf die Hügel stellen, kann man sie quasi auf Augenhöhe beobachten“, berichtet Vaupel. Auch die Zebras ziehen nach „Takamanda“ – Neben den Erdmännchen werden Besucher auf den verschlungenen Wegen durch „Takamanda“ zukünftig auch Zebras entdecken können. „Die Huftiere sind aus dem Nashorngehege ausgezogen und teilen sich seit kurzem ein Gehege mit den Pinselohrschweinen in ‚Takamanda‘“, erklärt Klumpe. Die Herde hat sich dabei sogleich vergrößert, denn eine neue Zebrastute aus dem Zoo Saarbrücken ist nach Osnabrück gekommen und in Kürze wird eine weitere Stute aus dem Zoo Breslau die Gruppe komplettieren. Der im Juli 2020 zur Welt gekommene Zebrahengst Barbaros wird den Zoo hingegen verlassen. „Unser 8 Jahre alter Hengst Django duldet kein zweites geschlechtsreifes Männchen in seiner Herde, auch nicht seinen Sohn“, begründet Klumpe den Abschied. Im Frühling in den Zoo – Mit den neuen Lockdown-Verschärfungen ist zwar noch unklar, wann der Zoo wieder öffnen darf, spätestens im Frühling ist es aber hoffentlich soweit. Neben den Neuerungen in „Takamanda“ dürfen sich Besucher auf viele spannende Beobachtungen freuen, wie zum Beispiel das Elefantenbaby Yaro, das kurz vor Weihnachten im Zoo geboren wurde. Wer nichts verpassen möchte, sollte sich darum schon jetzt eine Jahreskarte für den Zoo Osnabrück sichern – damit hilft man dem Zoo in der schwierigen Zeit. Da sich die Jahreskarte bereits mit dem zweiten Besuch rentiert, lohnt sie sich auch finanziell.

Tierpark Weeze 07.01.2021
Zotteliger Neuzugang im Tierpark Weeze
Auch wenn der Tierpark seit dem 2. November 2020 geschlossen ist und daher für Besucher grade nicht geöffnet ist, gibt es in dieser schwierigen Zeit Unterstützung von vielen Seiten. Die Stiftung „Jetzt Weeze“ hat dem Tierpark eine großzügige finanzielle Spende zukommen lassen. So hat der Tierpark die Möglichkeit für wichtige Investitionen, die ohne diese finanzielle Unterstützung nicht möglich gewesen wären. Um die Haltung der Tiere im Tierpark zu verbessern und gleichzeitig Kosten für den Stroheinkauf und die Mistentsorgung zu sparen, wurden dicke Stallmatten aus recyceltem Gummi angeschafft und in den Ställen verlegt. Die Matten bieten eine gute Isolierung gegen Kälte und sind durch ihre Elastizität gesund für die Gelenke der Tiere. Bei den Poitoueseln gibt es einen Neuzugang. „Da im März die Poitoustute Ambre plötzlich verstorben ist, waren wir auf der Suche nach einer neuen Stute, damit wir die Erhaltungszucht dieser schönen Rasse auch zukünftig fortsetzen können“, so Tierparkleiterin Marie-Christine Kuypers. „Da Poitouesel vom Aussterben bedroht sind und man auch bestrebt ist die genetische Vielfalt dieser Rasse zu erhalten, mussten wir auch eine Stute auswählen, die genetisch zu unserem Hengst Ti‘Ane passt“, so Kuypers. Mit Halma haben wir so eine Stute gefunden. Halma ist 3,5 Jahre alt und lebt seit Mitte November im Tierpark. Sie ist absolut gutmütig, neugierig und zutraulich. Das zeigte sie vor allem bei dem Fototermin mit Frau Raymann vom Stiftungsvorstand der Stiftung „Jetzt Weeze“. Die Fotos wurden natürlich coronaconform mit einer „Esellänge Abstand“ erstellt. Momentan lebt Halma noch in einer WG mit der Eselstute Giny, aber im Frühjahr soll sie von Ti‘Ane gedeckt werden. „Ich freue mich sehr, dass wir durch die Stiftung „Jetzt Weeze“ eine so große Unterstützung erfahren. Denn nur so konnten wir Halma anschaffen und die Haltungsbedingungen unserer Tiere weiter verbessern. Das ist nicht selbstverständlich in einer Zeit, in der auch wir finanzielle Einbußen durch die Schließung des Tierparks haben und uns genau überlegen müssen, welche zusätzlichen Ausgaben wir tätigen können und welche nicht“, so die Tierparkleiterin.Wer den Tierpark weiter unterstützen möchte, kann dies durch die Übernahme von Patenschaften machen oder durch den Kauf einer symbolischen Jahreskarte. Patenschaften und die Jahreskarte können über den Onlineshop des Tierparks, erreichbarüber die Internetseite des Tierparks (www.tierparkweeze.de) erworben werden.

Natur- und Umweltpark Güstrow 07.01.2021
Noch mehr Ziegenlämmer im Wildpark-MV ­- Winterruhe unterbrochen – Braunbären wieder draußen
Jetzt 9 kleine Zwergziegen im Streichelzoo – Die Ziegenfamilie wird immer größer. Zurzeit tummeln sich neun kleine Ziegenlämmer im Streichelzoo des Güstrower Wildpark. 2-3 könnten in den nächsten Tagen noch dazu kommen. Das Kuscheln und Streicheln dieser kleinen Ziegen wäre für die Kinder ein Riesenspaß. Leider ist auch der Wildpark coronabedingt bis einschließlich 31. Januar geschlossen. Winterruhe unterbrochen – Braunbären wieder draußen – Die beiden Braunbären Fred & Frode laufen zurzeit wieder durchs 3 ha große Freigehege. Sie haben nur eine zweimonatige Winterruhe eingelegt. In den letzten Tagen wurden sie immer aktiver. Tierpflegemeisterin Petra Koppe öffnete den Schieber ins Freigehege. „Der erste Gang führt die beiden mittlerweile 17-jährigen Petze immer direkt ins Wasser zum Baden. Als wollten sie sich den Staub der Ruhezeit abspülen,“ so Petra Koppe. „Das kuschlige Strohbett in der Bärenhöhle bleibt aber noch. Hier können sich die beiden weiterhin nach Lust und Laune zurückziehen. “

Zoo Leipzig 06.01.2021
Mit Zuversicht ins neue Jahr starten – Zoo Leipzig zieht Bilanz und blickt voraus
Das Jahr 2020 geht als ein außergewöhnliches Jahr in die Geschichte ein. Dies gilt für jeden Einzelnen und alle zusammen – weltweit. Auch der Zoo Leipzig hat besondere 365 Tage hinter sich. Noch nie in seiner Geschichte war er so lange geschlossen, im Frühjahr waren es knapp sieben Wochen und nun bleiben die Zoo-Tore seit dem 2. November erneut für mindestens 13 Wochen geschlossen. „Wir haben im Frühjahr eine Welle der Solidarität erlebt, die uns durch diese außergewöhnliche Zeit getragen hat und in zahlreichen Spenden, Bienchen- und Tier-Patenschaften sowie Weihnachts-Leckerbissen gemündet ist. Dieser unglaubliche Rückhalt, den unser Freundes- und Förderverein und wir gespürt haben und das Erleben, wie fest wir im öffentlichen Leben verankert sind, ohne tatsächlich unsere Besucher begrüßen zu können, lassen uns tierisch dankbar sein“, sagt Zoodirektor Prof. Jörg Junhold und ergänzt: „Wir sehnen den Tag herbei, an dem unsere Zoo-Tore wieder öffnen können. Bis dahin müssen wir als Gesellschaft viel Disziplin beweisen.“ Schlussendlich konnte der Zoo im letzten Jahr angesichts der Schließungen und Beschränkungen mit 1,35 Millionen Gästen rd. 400.000 weniger begrüßen als geplant. Im Jahr 2019 hatten noch 1,8 Millionen den Zoo besucht. Was bringt das neue Jahr Während der Lockdown und damit die Zoo-Schließung andauern, laufen das Tagesgeschäft sowie die Vorbereitungen auf einen Alltag mit Zoobesuchern weiter. Neben dem Fortgang der liebevollen und professionellen Tierpflege und dem Management des wertvollen Bestandes soll der Masterplan Zoo der Zukunft weiter umgesetzt werden. „Die Arbeiten am Aquarium laufen auf Hochtouren, sodass wir hoffentlich planmäßig in diesem Jahr eröffnen können. Auch auf der Fläche des künftigen Feuerlandes soll im Frühjahr der offizielle Baubeginn sein“ blickt Prof. Jörg Junhold voraus. In Abhängigkeit von der pandemischen Entwicklung sollen nach Rückkehr der Besucher auch verschiedenen Angeboten den Zoobesuch bereichern. Die im vergangenen Jahr ausgefallene Dinosaurier Ausstellung soll nach Möglichkeit in Zusammenarbeit und mit Unterstützung der regionalen Tourismusförderung nachgeholt werden. Auch liebgewonnene Aktionen wie tierische Entdeckertage, Pfingsten und das K!DZ-Riesenkinderfest zugunsten der Uni-Kinderklinik sollen im Laufe des Jahres wenn möglich wieder stattfinden.

Tiergarten Schönbrunn Wien 05.01.2021
Drillinge bei Kaiserschnurrbarttamarinen
Mitten in der Corona-Zeit sorgt der Tiergarten Schönbrunn einmal mehr für erfreuliche Nachrichten. Der Wiener Zoo vermeldet bärtigen Affennachwuchs. „Unsere Kaiserschurrbarttamarine Tamaya und Purple haben Drillinge bekommen. Markenzeichen dieser Krallenaffenart ist ihr langer, weißer Schnurrbart, den Weibchen und Männchen tragen. Auch bei den drei Winzlingen ist der Bartansatz bereits gut zu sehen“, so Tiergartendirektor Stephan Hering-Hagenbeck. Der letzte Nachwuchs bei den Kaiserschnurrbarttamarinen liegt schon fünf Jahre zurück. Die Drillinge sind am 1. Dezember zur Welt gekommen. Ohne Schwänzchen sind sie nur geschätzte fünf Zentimeter groß. Ob es sich um Weibchen oder Männchen handelt, konnten die Tierpfleger noch nicht erkennen. Für Tamaya und Purple ist es der erste Nachwuchs. Die Drillinge halten vor allem Vater Purple ordentlich auf Trab. Bei den Kaiserschnurrbarttamarinen ist die Jungenaufzucht nämlich Sache der Männchen. Hering-Hagenbeck: „Den Großteil der Zeit trägt der Vater die Jungtiere auf seinem Rücken. Werden die Kleinen hungrig, übernimmt sie die Mutter zum Säugen.“ Mit jedem Tag werden die Affen-Minis mutiger. Sie unternehmen schon erste eigene Kletterversuche. Krallen an Fingern und Zehen geben ihnen dafür den nötigen Halt. Heimisch sind die putzigen Kaiserschnurrbarttamarine in den Regenwäldern Südamerikas. In Schönbrunn wartet die Affenfamilie noch auf Tierpaten. Wer den derzeit geschlossenen Zoo unterstützen möchte, kann um 80 Euro monatlich Pate werden.

Zoo Vivarium Darmstadt 05.01.2021
Leckerlis für Esel, Spielzeug für Affen – Vivarium nimmt am 16. Januar Bio-Weihnachtsbaumspenden an
Am Samstag, 16. Januar 2021, nimmt das Vivarium – der Zoo der Wissenschaftsstadt Darmstadt am Schnampelweg 5 – von 13 bis 15 Uhr Bio-Weihnachtsbäume (gerne auch mit Ballen) entgegen. Diese Bäume werden zum Beispiel an Esel und Ziegen verfüttert, als Beschäftigungsmöglichkeit für Affen und Aras, aber auch zur Gehege-Einrichtung – falls Ballen vorhanden sind – verwendet. Zum Wohl der Tiere können nur Bäume angenommen werden, die per Kassenbeleg als Bio-Weihnachtsbaum ausgewiesen sind, also nicht mit Pestiziden oder ähnlichem behandelt wurden. Auch beim Anliefern der Bäume gelten Abstandsregeln und die Pflicht zur Mund-Nase-Bedeckung.

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