Zoopresseschau

Zoo Berlin 21.10.2020
Mach’s gut, alte Dame – Trauer um Spitzmaulnashorn Kilaguni im Zoo Berlin
Vor fast genau 45 Jahren – am 19. Oktober 1975 – zog sie in die deutsche Hauptstadt und war bis zu ihrem Tod das weltweit älteste Spitzmaulnashorn: Der Zoo Berlin musste heute Abschied von Nashorndame Kilaguni (46) nehmen. Ihr ungewöhnlich markant geformtes Horn war ihr Markenzeichen. Kilaguni brachte im Zoo Berlin fünf Jungtiere zur Welt und trug damit bedeutend zum Erhalt dieser vom Aussterben bedrohten Tierart bei. In den letzten Jahren kämpfte die betagte Dame zunehmend mit typischen Altersbeschwerden. So schaffte sie es zuletzt kaum noch alleine aufzustehen. Um der alten Dame ein weiteres Leiden zu ersparen, beschloss der Zoo Berlin nach eingehender Beratung, Kilaguni einzuschläfern. „Zu einer verantwortungsvollen Tierhaltung gehört es auch, seinen Schützlingen unnötiges Leid zu ersparen, so schwer solche Entscheidungen auch immer fallen“, erklärt Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem. „Mit ihren 46 Jahren hat sie bereits ein beachtliches Nashornalter erreicht, sie war das älteste Spitzmaulnashorn der Welt.“ In ihrem natürlichen Lebensraum werden Spitzmaulnashörner selten älter als 30 Jahre. Die illegale Nashorn-Jagd minimiert ihre Lebenserwartung zusätzlich. So gilt ihr Horn als begehrte Jagdtrophäe, da es irrtümlich als Wundermittel verkauft wird. Spitzmaulnashörner sind somit akkut vom Aussterben bedroht. Ausgewachsene Nashörner haben keine natürlichen Feinde – ihre einzige, dafür aber stärkste Bedrohung – geht also vom Menschen aus. Seit 2008 erleben Süd- und Ostafrika ein bisher nie dagewesenes Ausmaß an Wilderei. Die Verluste sind sogar noch drastischer als während der Krise in den 1980er Jahren und betreffen neben dem Spitzmaulnashorn auch das Breitmaulnashorn und den Afrikanischen Elefanten. Allein in den letzten 10 Jahren haben Wilderer mehr als 7.000 Nashörner getötet. Nach Kilaguni‘s Tod leben noch vier Nashörner im Zoo Berlin – die Spitzmaulnashornkuh Maburi (18) mit Tochter Maisha (2) sowie das Panzernashorn Betty (25) mit Sohn Karl (2).

Zoo Heidelberg 21.10.2020
Starke Freunde für die Heidelberger Gorillas – Tiergartenfreunde spenden 30.000 Euro an den Zoo Heidelberg
Mit dem Verein der Tiergartenfreunde Heidelberg e. V. hat der Zoo Heidelberg seit vielen Jahren einen starken Partner an seiner Seite, der geplante Projekte tatkräftig mit Spenden unterstützt. Bei ihrem letzten Besuch am 20. Oktober 2020 hatten die Tiergartenfreunde wieder ein großzügiges Geschenk im Gepäck: Eine Spende über 30.000 Euro für die neue Außenanlage der Gorillas. Zahlreiche Projekte im Zoo Heidelberg, darunter der Neubau des Elefantenhauses oder die Erweiterung der Löwen-Außenanlage konnten dank der Unterstützung der Tiergartenfreunde in den vergangenen Jahren erfolgreich umgesetzt werden. Dr. Jan Gradel, Vorsitzender der Tiergartenfreunde Heidelberg berichtet über die Arbeit des Fördervereins „Der Zoo Heidelberg ist ein Leuchtturm unserer Stadt und vor allem eine Begegnungsstätte von Jung und Alt, ein Ort des Sehens und Staunens. Die neue Gorilla-Anlage wird sicherlich eines der Glanzlichter des Zoos werden. Umso glücklicher sind wir, in der schweren Zeit der Pandemie, einen Beitrag für unserer Herzensprojekt Zoo leisten zu können“. Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann ergänzt: „Wir sind sehr froh, die Tiergartenfreunde in diesen Zeiten an unserer Seite zu haben. Ihr Engagement motiviert und stärkt uns. Jede Spende bringt uns ein Stückchen näher an unser Ziel: Die vielen sehr guten Ideen unseres Teams, wie wir für Bobo und seine Mädels ein neues Zuhause schaffen können, umzusetzen.“ Im Zoo Heidelberg leben drei westliche Flachlandgorillas: Silberrücken Bobo uns seine beiden Weibchen N’Gambe und Shaila. Die Heidelberger Gorilla-Gruppe soll ein modernes und abwechslungsreich gestaltetes neues Zuhause erhalten. Auf der neuen Freieinlage, die zwölf Mal größer sein wird, als die bisherige Außenanlage, sollen Klettermöglichkeiten und Ruheplätze entstehen, die den vom Aussterben bedrohten Menschenaffen sowohl Beschäftigung als auch Rückzug bieten. Besonders spannend für Tiere und Besucher wird die Vergesellschaftung der Gorillas mit Pinselohrschweinen und einer weiteren Affenart sein. Zum Konzept gehört eine von den Bildungsexperten des Zoos konzipierte Ausstellung, die die Zoobesucher über faszinierende Details der Biologie der Gorillas und über die Bedrohungen der Gorillas in den Regenwäldern informiert. Die Unsicherheiten der Corona-Krise hat die Planungen für einige Zeit ausgesetzt, die nun fortgesetzt werden. Tiergartenfreunde Heidelberg e.V.: Die Tiergartenfreunde Heidelberg e.V. sind der gemeinnützige Förderverein des Zoo Heidelberg. Mit Hilfe der Mitgliedsbeiträge und vielen Spenden unterstützt der Verein seit seiner Gründung im Jahr 1933 zentrale Projekte des Zoos. Im Verein finden Menschen zueinander, denen die Entwicklung des Heidelberger Zoos am Herzen liegt. Den Vereinsmitgliedern stehen unterschiedliche Mitgliedskategorien zur Verfügung, die von der reinen Fördermitgliedschaft bis zu einem inkludiertem Zugangsrecht in den Zoo gehen. Mit der kostenlosen Zusendung der Mitgliederzeitung „ZOO aktuell“ erhalten die Mitglieder regelmäßig aktuelle Informationen über unterschiedliche Zoo-Themen. Neben Aktionen im Zoo werden spezielle Führungen, Vorträge und gegen Kostenbeteiligung organisierte Tagesausflüge in andere Zoologische Gärten angeboten. Weiterführende Informationen unter www.tiergartenfreunde.de

Zoologisch-Botanischer Garten Wilhelma Stuttgart 21.10.2020
Nach Männertausch sollen zwei Blutbrustpaviane aus Rheine die Nachfolge antreten
Damenwahl bei Dscheladas: Neue Herrenriege auf dem Affenfelsen „Harem wählt Pascha“: So plakativ ließe sich der Wechsel an der Spitze der Dscheladas in der Wilhelma fassen. Denn bei den Blutbrustpavianen im Zoologisch-Botanischen Garten in Stuttgart gibt es ein Machtvakuum zu beheben. Zwei neue Affenmänner sind vor rund zehn Wochen eingezogen, um diese Lücke zu füllen. Doch müssen die beiden erst noch in ihre Rolle hineinwachsen. Ausgewählt hat die jungen Halbbrüder „Achim“ und „Johann“ der Koordinator des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP), um frisches Blut, also mehr genetische Vielfalt, in die Wilhelma-Zuchtlinie zu bringen. Die aus den Bergen Äthiopiens stammenden Blutbrustpaviane bilden innerhalb einer großen Herde mehrere Haremseinheiten. Jeweils einen erwachsenen Mann umgibt eine Gruppe von Weibchen, mit der er für Nachwuchs sorgt. Dafür, wem sie sich zuordnen, geht die Initiative von den Weibchen aus. Dafür muss er Führungsstärke beweisen, Streit schlichten und gegebenenfalls die Verteidigung übernehmen. In den letzten Jahren fielen diese Aufgaben den bisherigen Anführern Hope und Haryon zu. Sie waren 2013 aus dem Zoo Zürich nach Stuttgart gekommen und hatten seither zahlreiche Kinder gezeugt. „Sie waren aber keine idealen Leitfiguren“, sagt der Tierpfleger Mathias Roese. „Es gab öfter Durcheinander auf der Felsenanlage. Und normalerweise führt das Männchen auch seine Weibchen abends ins Innengehege und lässt sie nicht alleine draußen. Das klappte öfters nicht so recht.“ Haryon ist inzwischen mit seiner Gefolgschaft nach England „ausgewandert“ in den Yorkshire Wildlife Park in der Nähe von Sheffield. Und Hope hat die Wilhelma Richtung Besançon in Ostfrankreich verlassen. Die neuen Dschelada-Männer kommen aus Westfalen. Der NaturZoo Rheine und die Wilhelma pflegen einen engen Austausch. Die beiden Einrichtungen zählen seit Jahrzehnten zu den Säulen des europäischen Erhaltungszuchtprogramms für diese Affenart. In der Natur lebt sie im Hochland von Äthiopien in 1800 bis 4400 Metern Höhe auf Gebirgswiesen und in Felsschluchten, wo sie sich vor allem von Gräsern und Samen ernährt. Ihr geschätzter Wildbestand von 200.000 Tieren geht seit den 1970er Jahren zurück – nicht zuletzt wegen der immer häufigeren Dürren in der Region am Horn von Afrika. In der Wilhelma-Gruppe toben aktuell rund zwei Dutzend Tiere über Stock und Stein. Im Wettbewerb um die Vorherrschaft gibt es aktuell einen Favoriten. Der sechs Jahre und zehn Monate alte Achim ist dem elf Monate jüngeren Johann optisch deutlich voraus auf dem Weg zum echten Mannsbild. Dazu gehört bei Dscheladas eine stattliche Mähne, die erwachsene Männer bei den Blutbrustpavianen wie eine Kutte tragen. So hat Achim vorerst einen erkennbar besseren Stand bei den Weibchen, die seine Nähe suchen, während Johann öfter allein sitzt. Aber der Jüngere holt auf. Auch bei ihm haben die Hormone eingesetzt und sein Fellmantel sprießt sichtbar. „Körperlich ist Johann sogar schon der Kräftigere“, sagt die Affenkuratorin Marianne Holtkötter. „Selbst wenn er zurückhaltend auftritt, ist es Johann, der abends die Weibchen ins Innengehege holt. Noch haben sich die Gruppen nicht gebildet. Die Wahl liegt – wie im Tierreich oft – bei den Damen. Und die lassen sich Zeit. Wir sind gespannt, wer von beiden letztlich den größeren Harem haben wird.“

Zoo Zürich 21.10.2020
WIE DIE GIRAFFE ZU IHREM LANGEN HALS KAM
Netzgiraffe Irma im Zoo Zürich. WIE DIE GIRAFFE ZU IHREM LANGEN HALS KAM Die Giraffe und ihre Lieblingsfutterpflanze, die Akazie, haben sich im Verlaufe der Zeit immer wieder von Neuem aneinander angepasst. So ist ein interessantes evolutionäres Wettrüsten zwischen den Arten entstanden. Die Giraffe ist mit bis zu sechs Metern Höhe das höchste Säugetier der Welt. Die langen Beine und der lange Hals ermöglichen es ihr, an Futter zu kommen, das für andere Tiere ausser Reichweite ist. Somit führte ein langer Hals zu weniger Konkurrenz um Futter, wodurch ein Vorteil gegenüber Giraffen mit kürzerem Hals entstand. Tiere mit einem langen Hals konnten sich über die Zeit besser fortpflanzen, was zu immer längeren Hälsen führte. Hoher Blutdruck normal Das beliebteste Futter der Giraffen sind die Blätter der Akazienbäume. Mit der notwendigen Körperhöhe, um die Blätter der Akazien zu erreichen, sind noch andere körperliche Anpassungen einhergegangen. So haben die Giraffen den wahrscheinlich höchsten Blutdruck im Tierreich, um das Blut bis in den Kopf pumpen zu können. Dabei ist das Giraffenherz im Verhältnis zum Körper etwa gleich gross wie bei anderen Säugetieren. Die Beinarterien sind besonders dickwandig, um einer Entstehung von Ödemen vorzubeugen. Gleichzeitig ist die Haut an den Beinen besonders straff, wodurch sie wie ein Kompressionsstrumpf wirkt. Um einen Überdruck beim Hinunterbeugen des Kopfes zu vermeiden, haben Giraffen vor dem Gehirn eine Reihe elastischer Blutgefässe, die bei einem Druckanstieg Blut aufnehmen können und so zu einer Entlastung führen. Die grossen Halsvenen haben zudem Klappen, die einen Rückfluss des Blutes zum Kopf vermeiden. Für Männchen bedeutet ein langer Hals auch einen Vorteil im Wettkampf mit anderen Männchen. Der Kopf wird bei Giraffen als Waffe gegen den Gegner geschwungen. Je länger der Hals, desto mehr Kraft können die Tiere in den Schlag legen. Auch scheinen Weibchen Männchen mit einem längeren Hals zu bevorzugen. Langer Hals, spitze Dornen, lange Zunge: Giraffe vs. Akazie Im Verlaufe der Zeit hat sich ein eigentliches Wettrüsten zwischen den Giraffen und den Akazien entwickelt. Durch ihre Höhe können Giraffen viele Akazien erreichen, die für andere Tiere unerreichbar bleiben. Als wahrscheinliche Reaktion darauf entwickelten die Akazien lange Stacheln, um ihre Blätter zu schützen. Mit einer langen Zunge und unempfindlichen Lippen konnten die Giraffen aber ihrerseits auf diesen Abwehrmechanismus reagieren. Als neue Abwehrmassnahme produzierten die Akazien Bitterstoffe in den Blättern, sobald der Baum angefressen wird. Diese Bitterstoffe sorgen dafür, dass die Giraffe das Fressen nach kurzer Zeit einstellen muss. Gleichzeitig senden die angefressenen Bäume Botenstoffe aus, um die benachbarten Bäume über die Anwesenheit der Giraffen zu informieren und deren Bitterstoffproduktion anzuregen. Da die Botenstoffe über den Wind verbreitet werden, reagierten die Giraffen ihrerseits darauf, indem sie die Akazienbäume vornehmlich gegen die Windrichtung fressen. Somit fressen sie nur noch von Bäumen, die noch nicht über die Anwesenheit der Giraffe informiert wurden und entsprechend noch keine Giftstoffe produzieren. Ameisen als nützliche Untermieter Als zusätzlichen Abwehrmechanismus stellen gewisse Akazien verschiedenen Ameisenarten Nestmöglichkeiten und Nahrung zur Verfügung. Im Gegenzug beschützen die Ameisen die Akazie vor Angreifern, unter anderem auch vor den Giraffen. Das Verhältnis zwischen der Akazie und der Giraffe ist jedoch nicht nur von Angriff und Abwehr geprägt. Während der Blütezeit können die Giraffen zur Bestäubung der Blüten beitragen, indem sie die Pollen von Baum zu Baum tragen. Die Anpassungen der Giraffe an ihre bevorzugte Futterpflanze und die Anpassungen der Futterpflanze an die Giraffe als Fressfeind sind ein schönes Beispiel für ein evolutionäres Wettrüsten. Unsere Giraffen im Zoo Zürich Mit der neuen Lewa Savanne sind die Giraffen nach langer Abwesenheit in den Zoo Zürich zurückgekehrt. Letztmals waren sie 1956 im Zoo zu sehen gewesen. Im Zoo Zürich sind dies zurzeit die weiblichen Netzgiraffen Jahi, Malou, Irma und Luna. Ein Männchen wird in unbestimmter Zukunft die Gruppe vervollständigen. Giraffen leben in losen Herden, wobei deren Zusammenstellung alle paar Tage ändern kann. Daher war die Vergesellschaftung unserer Giraffenweibchen kein Problem. Dominante Männchen leben meist allein, ohne eigene Reviere zu beanspruchen.

Opel-Zoo Kronberg 20.10.2020
Guanakogeburt im Opel-Zoo: Neue Öffnungszeiten mit Zeitumstellung
Guanakos gehören zu den Neuweltkamelen, leben im Freiland in den kargen und rauen Grassteppen der Anden und der Pampa Südamerikas und kommen bis in über 5.000 m Höhe vor. Vikunjas und Guanakos wurden bereits vor 5.000 Jahren domestiziert. Aus dem Vikunja entstand das Alpaka, aus dem Guanako das Lama. Im Opel-Zoo kam am 10. Oktober ein weiteres Jungtier bei den Guanakos zur Welt, das für die kältere Jahreszeit bereits gut gerüstet ist. Das dichte Fell der Neuweltkamele besteht aus zwei Schichten. Das kürzere, gekräuselte Wollhaar isoliert und schützt vor Kälte. Das längere, glattere Deckhaar liegt darüber und hält Regen und Schnee ab. Mit der Zeitumstellung und dem früheren Eintritt der Dunkelheit am kommenden Wochenende ändern sich auch die Öffnungszeiten im Opel-Zoo: Ab Montag, dem 26. Oktober können die Zoobesucher täglich von 9 bis 17 Uhr auf dem Zoogelände bleiben. Kassenschluss ist um 16 Uhr. Zurzeit können weiterhin Führungen für Kleingruppen und Kindergeburtstage (ab 6 Jahre) gebucht werden. Speziell für Familien gibt es zudem die Zoo-Erkundungstour, ein reich bebildertes Booklet mit Rätseln und Quizaufgaben für den Zoorundgang und zu Hause. Der Kinderzooführer und die ZooApp ergänzen das Angebot zum Zoobesuch. Ab November kann auch wieder das beliebte Winterangebot für Kindergeburtstage gebucht werden, bei dem bis zu 7 Kinder ab 6 Jahren betreut von 2 Erwachsenen unter Leitung eines Zoopädagogen in einer kurzen Führung verschiedene Tierarten kennenlernen und dann in der Zooschule basteln oder spielen. Darüber hinaus gibt es verschiedene Rallyes zum kostenlosen Download auf der Homepage www.opel-zoo.de . Hier sind auch alle aktuellen Informationen zum Zoobesuch und die weiteren Angebote im Opel-Zoo zu finden. Die Kassen im Opel-Zoo haben ab 26.10. täglich von 9 bis 16 Uhr geöffnet. Die Besucher dürfen bis 17 Uhr auf dem Zoogelände bleiben. Weitere Informationen zu den geltenden Auflagen finden Sie unter www.opel-zoo.de . Der Opel-Zoo verfügt über mehr als 1.200 kostenfreie Parkplätze und ist gut mit dem ÖPNV erreichbar: Buslinien 261, X26 und X27.

Naturschutz-Tierpark Görlitz 20.10.2020
Nach Tornado nun Taifun
„Stürmische“ Fortsetzung der Grunzochsenzucht im Naturschutz Tierpark Görlitz-Zgorzelec dank Jungbulle Taifun. Im vergangenen Jahr musste der stattliche, 17-jährige Yakbulle Tornado aufgrund eines Bandscheibenvorfalls eingeschläfert werden. Nun steht sein Nachfolger in den Startlöchern! Der im Juni 2019 im Nordrhein-Westfälischen Tierpark Hamm geborene schwarz-weiß gescheckte Bulle Taifun hat sich mittlerweile sehr gut im Görlitzer Tierpark eingelebt. In Sachen Freundlichkeit und Umgänglichkeit sowohl den tierischen Mitbewohnern als auch Tierpflegern und Besuchern gegenüber steht er seinem Vorgänger in nichts nach. Bleibt zu hoffen, dass er in Sachen Fortpflanzungsfreude ebenfalls mithält. Tornado hat es immerhin auf stolze 31 Nachkommen gebracht. Ein bisschen Zeit wird bis dahin noch vergehen, denn die zentralasiatischen Rinder werden erst mit etwa zwei bis drei Jahren fortpflanzungsfähig.

Tiergarten Schönbrunn 20.10.2020
Dominic Thiem ist Pate des Koala-Jungtieres
Wenn Tennis-Star Dominic Thiem den Tiergarten Schönbrunn besucht, lockt das sogar das Koala-Jungtier aus dem Beutel. Seit 2016 war der Tierfreund Pate von Ameisenbärin Ilse. Nachdem diese im Juli verstorben war, war er auf der Suche nach einem neuen Patentier. Just am Tag nach Thiems Sensationssieg bei den US Open verkündete auch der Tiergarten eine Sensation: das erste Koala-Jungtier in seiner Geschichte. In der Trainingspause fand der Tennisprofi am vergangenen Freitag Zeit für einen Zoobesuch. „Es war ein unglaubliches Erlebnis, den kleinen Koala das erste Mal zu sehen“, so Thiem. Tiergartendirektor Stephen Hering-Hagenbeck: „Mittlerweile zeigt sich das Jungtier immer öfter. Einmal sieht man einen Arm, einmal einen Fuß, dann den Kopf. Es war toll, dass es genau beim Besuch seines prominenten Paten herausgeschaut hat.“ Um das Mutter-Kind-Duo nicht zu stören, posierte Koala-Papa Wirri Wirri mit dem stolzen Paten fürs Foto. Im Tennis hat Thiem eine super Rückhand, aber er beweist auch ein Händchen für Tiere. Thiem fütterte die Giraffen mit Ästen und stattete gemeinsam mit Bruder Moritz Riesenschildkröte Schurli einen Besuch ab. Tiergartendirektor Stephan Hering-Hagenbeck freute sich über das Interesse des Tennis-Stars und bedankte sich herzlich für die Unterstützung. Thiem: „Die Zeit im Tiergarten war für mich eine tolle Regeneration. Es ist einfach einmal etwas komplett anderes und ich habe die kurze Pause damit super genützt.“ Seit Montag steckt Thiem wieder im Training und bereitet sich auf die Erste Bank Open in Wien vor. Vielleicht ist das Koala-Jungtier hier sein Glücksbringer, spätestens aber bei den Australian Open im Jänner.

Zoologisch-Botanischer Garten Stuttgart 19.10.2020
Der Christmas Garden Stuttgart verwandelt die Wilhelma in ein winterliches Lichtermeer
Neuer Rundweg mit zahlreichen funkelnden Highlights! Umfangreiches Hygienekonzept ermöglicht besinnliches Open-Air-Erlebnis In diesem Winter wird der Christmas Garden Stuttgart bereits zum dritten Mal Groß und Klein in Begeisterung versetzen. Auch 2020 wartet dieses einmalige Format für die ganze Familie mit einem neu konzipierten Rundweg durch das beeindruckende Freigelände der Wilhelma auf. Zahlreiche neue aufwendige Lichtinstallationen werden dank Millionen von Lichtpunkten und musikalischer Untermalung für ganz besondere winterliche Momente sorgen. Vom 13. November 2020 bis zum 10. Januar 2021 lädt der Christmas Garden Stuttgart unter freiem Himmel täglich von 17:00 Uhr bis 22:00 Uhr zum Entdecken und Staunen ein. Geschlossen ist er nur an Heiligabend, 24. Dezember, und Silvester, 31. Dezember. Karten gibt es auf www.christmas-garden.de, an allen bekannten Vorverkaufsstellen sowie auf www.myticket.de und unter 01806 – 777 111 (0,20 EUR/Anruf aus dem dt. Festnetz / max. 0,60 EUR/Anruf aus dem dt. Mobilfunknetz). Christmas Garden 2020 – verstärktes Sicherheitskonzept! Eine verantwortungsvoll organisierte Durchführung der Veranstaltung und die Gesundheit der Gäste und Mitarbeiter*innen sind für den Veranstalter oberstes Gebot. Die Wilhelma ist bereits seit Mai für den Publikumsbetrieb geöffnet. Die guten Erfahrungen aus den vergangenen Monaten seit der Wiedereröffnung – auch mit den individuell umgesetzten Maßnahmen – bieten eine erprobte Grundlage für das erweiterte Hygienekonzept. Der Christmas Garden entspricht letztlich einer verlängerten Öffnungszeit mit besonderem Programm. Ebenso hilfreich ist, dass das Veranstaltungsformat von Christmas Garden an sich schon den neuen Erfordernissen grundsätzlich entgegenkommt. Als Freiluft-Event an einem weitläufigen Ort mit zeitlich gestaffelten Einlasszeiten und dem aktiven Vermeiden von Publikumsstaus enthielt es zuvor bereits Elemente, die dem nun erweiterten Vorkehrungen den Weg bereiten. Das erweiterte und umfangreiche Sicherheits- und Hygienekonzept wird einheitlich an allen Standorten von Christmas Garden umgesetzt und von geschultem Personal begleitet. Es übertrifft die Anforderungen der jeweiligen Verordnungen der Bundesländer und der Veranstalter sorgt dafür, dass die magische Reise nach Einbruch der Dämmerung mit all ihren Inspirationen und Überraschungen von der Einhaltung der Verhaltensregeln nicht geschmälert wird. Zusammen mit den Mitarbeiter*innen des Teams freut sich der Veranstalter in diesem Winter ganz besonders auf die neue Ausgabe des Christmas Garden und seine Besucher*innen. In diesem Jahr erfordert der Besuch von Veranstaltungen verstärkte Rücksichtnahme, und der Christmas Garden Stuttgart bittet seine Besucher*innen schon jetzt um Verständnis für die zusätzlich erforderlichen Maßnahmen. Mit den im Anhang aufgeführten Erläuterungen wird auf die einzelnen Maßnahmen des Hygienekonzepts separat eingegangen. Christian Doll, Geschäftsführer der C2 Concerts GmbH, betont die Bedeutung der partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit der Wilhelma: „Dank der vertrauensvollen Partnerschaft und des engen Austauschs mit den Verantwortlichen der Wilhelma ist der reibungslose Ablauf einer solchen Veranstaltungsreihe in COVID-19-Zeiten überhaupt erst möglich. Die akribische Planung und Umsetzung unseres Corona-Hygienekonzepts wird allen Besuchern eine wahrlich magische Reise bieten können!“ Neue Highlights: Kathedrale des Lichts und magisches Hologramm Den Machern des Christmas Garden Stuttgart liegt es ganz besonders am Herzen, ihren Gästen jedes Jahr aufs Neue ein spektakuläres Erlebnis zu bieten, das sich vom Vorjahr unterscheidet und überraschende Akzente setzt. Rund 30 Illuminationen erhellen den gut zwei Kilometer langen Rundweg, der sich durch die abwechslungsreiche Parklandschaft schlängeln wird. Mit der Kathedrale des Lichts präsentiert der Christmas Garden dieses Jahr eine atemberaubende neue Installation: Als Besucher durchschreitet man einen 20 Meter langen, von Tausenden Lichtdioden erleuchteten Tunnel, der an seiner höchsten Stelle knapp sieben Meter umfasst. Zudem wird zwischen den berühmten Mammutbäumen wie von Geisterhand ein magisches Hologramm schweben, untermalt von Klangwelten des Komponisten und Sound-Designers Burkhard Fincke. Ein imposantes Field of Lights wird dank aufwendiger Programmierung zu weihnachtlichen Melodien tanzen und eine beeindruckende Choreographie wiedergeben. Auf dem Wasser des Seerosenbecksn im Maurischen Garten wird es dank aufwendiger Technik romantisch-verträumte Projektionen zu bestaunen geben, die mithilfe von feinstem Sprühnebel in der Luft tanzen.

Zoo Leipzig 19.10.2020
Eine gewichtige Zusammenführung – Leipziger und Berliner Elefanten lernen sich kennen
Eine gewichtige Zusammenführung: Nach Tagen der Eingewöhnungszeit für die Berliner Elefanten stand heute Morgen das erste direkte Aufeinandertreffen mit der Leipziger Elefantenherde um Bulle Voi Nam auf dem Programm. „Die Zusammenführung der beiden Herden wurde im Vorfeld mit viel Akribie vorbereitet. Zunächst galt es, die Berliner Elefanten an die Leipziger Umgebung und das Handling schrittweise zu gewöhnen, um ihnen Sicherheit und Vertrauen zu geben. Erst dann war der nächste Schritt möglich. Im Vorfeld kann man nie hundertprozentig abschätzen, wie das erste Aufeinandertreffen ausfällt und ob sofort Rangansprüche ausgetragen werden. Wir können aber mit dem heutigen ersten Zusammentreffen zufrieden sein. Es wird sicherlich noch einige Zeit brauchen, bis sich die beiden Subgruppen zu einer homogenen Elefantenherde zusammengefunden haben“, schätzt Seniorkurator Gerd Nötzold ein. Der Auftakt der Vergesellschaftung fand auf der Außenanlage statt. Die Berliner Elefanten waren bereits auf der Anlage, als die Leipzig Herde zu ihnen stieß. „Es gab zunächst ein erwartetes Durcheinander. Mit abgespreizten Ohren und begleitet von einem dezent wahrnehmbaren Tröten orientierten sich die jungen Kühe zunächst an ihren Müttern, während dem Jungbullen Edgar die Existenz noch größerer Bullen ganz offensichtlich ein wenig Ehrfurcht eingeflößt hat. Auch Kiran schien überrascht und hielt sich nur in der Nähe seiner Tante Don Chung und Mutter Rani auf. Nur unser Bulle Voi Nam ließ sich nicht beirren und nutzte sofort die Gelegenheit, um die Berliner Kühe zu berüsseln. Vor allem die Berliner Kuh Kewa weckte sein Interesse. Die nächsten Tage bleiben spannend, sowohl für uns Pfleger als auch für die Elefanten. Vor allem die jungen Elefanten müssen sich mit der neuen Situation erst zurechtfinden“, beschreibt Bereichsleiter Thomas Günther die Szenerie. Auch die Besucher können den Prozess der Zusammenführung bei ihrem Zoobesuch mitverfolgen. Die neun Elefanten können tagsüber alle Außenanlagen nutzen und erhalten damit auch etwas Raum für das Kennenlernen untereinander. Mit der Ankunft der Berliner Elefanten im September wurde der Grundstein für den Aufbau einer sozialintakten Elefantenherde gelegt und damit dem Bestreben, weitere Nachzuchten für die vom Aussterben bedrohten Asiatischen Elefanten zu ermöglichen, der Weg geebnet. Die Zusammenstellung der neuen Herde erfolgte in enger Abstimmung zwischen den beteiligten Zoos sowie dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm.

Zoo Köln 19.10.2020
Wir brauchen Zoos und Aquarien Weltzooverband (WAZA) hielt seine erste virtuelle Jahreskonferenz ab
Vom 12.-15. Oktober 2020 hielt der Weltzooverband (WAZA) seine 75. Jahreskonferenz ab. Über 700 Teilnehmer aus 48 Ländern/Regionen rund um den Globus waren dabei. Die Konferenz unter der Leitung von Prof. Theo B. Pagel, dem amtierenden WAZA-Präsidenten und Direktor des Kölner Zoos, lief diesmal rein virtuell ab. Eigentlich hätten sich die Konferenzteilnehmer in San Diego (USA) treffen wollen, doch Corona hatte dies verhindert. Inhalte der Konferenz waren u. a. Naturschutz, Nachhaltigkeit und Krisenmanagement. Allein die Liste der Festredner machte deutlich, welch hohen Stellenwert wissenschaftlich geleitete Zoologische Gärten heute im Naturschutz haben. Wie wichtig diese Einrichtungen sind, wurde von allen Rednern deutlich betont. Eröffnungsredner Sahil Merchant, Partner bei der Unternehmens- und Strategieberatung McKinsey & Company, hielt einen inspirierenden Vortrag über das Führen in einer komplexen Welt. Er forderte dazu auf, nicht mehr zu tun, sondern Dinge anders zu tun. James Gomme, Direktor des Weltwirtschaftsrates für Nachhaltige Entwicklung erörterte die Bedeutung von Zoos und Aquarien zu den Zielen der nachhaltigen Entwicklung. Hier haben Zoos ein großes Potential. Elizabeth Maruma Mrema, Exekutivsekretärin der Biodiversitätskonvention (CBD), lobte die wertvolle Rolle von Zoos und Aquarien im Naturschutz und in der Naturschutzbildung sowie deren Beitrag zu den Zielen der CBD. Sie erläuterte, wie Zoos dazu beitragen können, das globale Rahmenwerk für die biologische Vielfalt nach 2020 zu unterstützen. Sie unterstrich zudem die Bedeutung und die langfristige Zusammenarbeit von Zoos und Aquarien. Ivonne Higuero, Generalsekretärin von CITES, dem Übereinkommens über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen, erläuterte die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Zoos und Aquarien mit CITES und wie sie sich weiter mit CITES und deren Ausschüssen auseinandersetzen können. Higuero forderte die WAZA-Mitgliedszoos und -aquarien auf, sich noch stärker an der Bereitstellung ihres wissenschaftlichen Fachwissens für CITES-Aktivitäten zu beteiligen. Seit Jahren gibt es eine Absichtserklärung, ein sogenanntes Memorandum of Understanding (MoU), zwischen CITES und WAZA. Während der viertägigen Konferenz gab es eine Vielzahl fantastischer Präsentationen und Podiumsdiskussionen zu unterschiedlichen Themen. Auf einer globalen Podiumsdiskussion zu COVID-19 tauschten sich die Diskussionsteilnehmer über ihre unterschiedlichen Ansätze zur Überwindung und Bewältigung der Krisen aus, die die Pandemie in ihren jeweiligen Ländern darstellt. Eine Podiumsdiskussion zum Thema „Die Wege zur Reduzierung von Kohlenstoffemissionen in Zoos und Aquarien“ befasste sich mit den Themen Dekarbonisierung, Entwaldung und Wiederaufforstung anhand von Beispielen der Wildlife Conservation Society (WCS), des Zoos Helsinki und des Taronga Zoos. Vorgestellt wurden auch die Aktualisierungen der Reverse the Red-Kampagne – eine soziale Bewegung zur Umkehrung der negativen Trends des Artensterbens, die zu strategischem Handeln und kooperativen Partnerschaften aufruft. Corina Newsome hielt einen zum Nachdenken anregenden Vortrag über die Störung der Homogenität und darüber, wie Zoos und Aquarien Integration und Gleichberechtigung fördern und erreichen können. Darüber hinaus wurden Updates über die WAZA-Aktivitäten der letzten 12 Monate ausgetauscht, darunter die Fortschritte bei der Erreichung des WAZA-Tierschutzziels 2023, die kürzlich eingeführten WAZA-Interaktionsrichtlinien für Tierbesucher, Expedias Tierschutzrichtlinie und die Arbeit der WAZA mit der Internationalen Luftverkehrs-Vereinigung (IATA). Es wurde über Fortschritte bei den WAZA-Nachhaltigkeitsverpflichtungen mit dem Forest Stewardship Council (FSC) und dem Roundtable on Sustainable Palm Oil (RSPO) sowie mehr über die WAZA-Kurzbroschüre zum Thema Einwegplastik berichtet. Neue Strategien Zwei neue Strategien wurden vorgestellt. Karen Fifield, Mitglied des WAZA Council und Vorsitzende des Ethik- und Tierschutzausschusses, stellte die Strategie „Unseren Planeten schützen – die WAZA-Nachhaltigkeitsstrategie“ vor. Dr. Sarah Thomas vom Auckland Zoo stellte die neue Strategie „Sozialer Wandel zur Erhaltung – Die Welt-Zoo- und Aquarium-Naturschutzstrategie“ vor. Die Strategie ist eine Gemeinschaftsarbeit der WAZA und des Verbands internationaler Zoopädagogen (IZE) und die erste einheitliche globale Strategie zur Bildung im Naturschutz. WAZA Ehrungen Die WAZA gab anlässlich der Konferenz auch die Gewinner der WAZA Awards 2020 bekannt. Die höchste Auszeichnung des Jahres, der Heini Hediger Award, wurde Prof. Dr. Jörg Junhold, Direktor im Zoo Leipzig, in Anerkennung seiner herausragenden Verdienste und seines Engagements für die Zoogemeinschaft verliehen. Die Detroit Zoological Society wurde am zweiten Tag der WAZA-Jahreskonferenz mit dem WAZA-Preis für ökologische Nachhaltigkeit und damit für ihre nachhaltigen Anstrengungen zur Verringerung der ökologischen Auswirkungen durch ihr Programm einschließlich klarer und erreichbarer Ziele zur Abfallreduzierung und -vermeidung ausgezeichnet. Der WAZA-Naturschutzpreis wurde dem Georgia Aquarium (USA) für seinen ganzheitlichen Ansatz zum Schutz des Walhais verliehen, der ein Gleichgewicht zwischen wissenschaftlichem Lernen, Habitatschutz, Bildung, Kapazitätsaufbau und Fürsprachearbeit zur Verbesserung der Ergebnisse für diese charismatische Art seit 2004 herstellt. Resumee Die Konferenz ging am Donnerstagabend mit der Jahreshauptversammlung zu Ende. WAZA-Präsident Prof. Theo B. Pagel berichtete ausführlich über die letzten 12 Monate der WAZA und das Budget für das nächste Jahr wurde beschlossen. Unterm Strich war es wieder beeindruckend, was der Weltzooverband auf die Beine gestellt hat. Prof. Pagel sagt: „Jetzt gibt es neben der Welt-Zoo-und-Aquarium-Naturschutzstrategie und der WAZA Tierschutzstrategie auch eine über Nachhaltigkeit und über Naturschutz-Biologie – das kann sie sehen lassen. Es verdeutlicht, dass die Mitgliedzoos ihre Aufgabe ernst nehmen und einen wesentlichen Beitrag zum Natur- und Artenschutz, aber auch in der Bildung erfüllen. Moderne Zoologische Gärten und Aquarien sind wichtiger denn je.“

Tiergarten Nürnberg 19.10.2020
Waldschänke erhält „Tierschutz-Kochmütze“
Am Freitag, 16. Oktober 2020, zeichnete die Schweisfurth Stiftung aus München das Restaurant Waldschänke im Tiergarten der Stadt Nürnberg mit der „Tierschutz-Kochmütze“ aus. Georg Schweisfurth, Kurator der Schweisfurth Stiftung, und Bürgermeister Christian Vogel, übergaben den Preis an die Betreiberinnen und Betreiber des Tiergartenrestaurants Waldschänke, Helga, Aurelia und Peter Noventa. Damit wird das herausragende Engagement für mehr Nachhaltigkeit in der Außer-HausVerpflegung gewürdigt, von der mehr als 100.000 Gäste im Jahr profitieren. Ob venezianisch, alpenländisch oder typisch Nürnberger Küche – bei allen Gerichten, die im Tiergartenrestaurant Waldschänke serviert werden, wird auf die Verwendung nachhaltiger Zutaten geachtet. Insbesondere bei tierischen Produkten sind Peter Noventa Herkunft und Qualität wichtig: „Wir verarbeiten ausschließlich bio-zertifiziertes Fleisch. Ausnahme ist derzeit das Lammfleisch der bedrohten Rasse „Coburger Fuchs“. Der Käse aus Milch von Kühen, Schafen und Ziegen kommt von einem Biokreis-Mitglied aus der Nähe von Amberg. Das Restaurant ist – genau wie der landwirtschaftliche Betrieb des Tiergartens Nürnberg – seit 2011 bio-zertifiziert. „Daher verfügen wir über ein regionales Netzwerk von Produktions-, Verarbeitungs- und Handelsbetrieben“, so Noventa. „Diese direkte Lebensmittelbeschaffung gewährleistet uns eine bestmögliche Qualität der Rohstoffe und Produkte und sie sorgt für faire Preise.“ Das Tiergartenrestaurant hat sich auch als Ausbildungsstätte für das Kochhand einen Namen gemacht. Außerdem erreichte es durch die anspruchsvolle Eventgastronomie im Culinartheater und aktuell in der Veranstaltungsreihe „Artenschutz für die Zukunft“ im Blauen Salon der Delphinlagune einen hohen Bekanntheitsgrad weit über die Stadtgrenze hinaus. Bio, saisonal und regional – bei vielen zuhause schon eine Selbstverständlichkeit, im Restaurant oder der Kantine häufig noch eine Seltenheit. Doch es gibt Betriebe, die zeigen, dass Genuss, Qualität und ein verantwortungsvoller Umgang mit Lebensmitteln auch in der AußerHaus-Verpflegung möglich sind. Für dieses Engagement zeichnet die Schweisfurth Stiftung im Rahmen des Projektes „Tierschutz auf dem Teller®“ seit 2008 einmal jährlich Betriebe aus, die bei den Zutaten tierischen Ursprungs auf artgerechte Haltung, regionale Herkunft und Nachhaltigkeit achten. Dadurch werden Köchinnen und Köche unterstützt, die in Sachen Gastro-Tierschutz vorangehen. Weitere Informationen unter: www.tierschutz-auf-demteller. de

Zoo Frankfurt am Main 19.10.2020
Das Single-Leben ist vorbei: Das Gelbrückenducker-Männchen hat eine Partnerin bekommen. Das Paar lebt nun gemeinsam auf einer weitläufigen Anlage, die den Waldbewohnern viele Rückzugsmöglichkeiten bietet. Der Zoo hofft auf Nachwuchs bei der als potenziell gefährdet eingestuften Art. B
evor ein Weibchen nach Frankfurt geholt werden konnte, musste der fünfeinhalb Jahre alte Bock zunächst umziehen, denn sein ursprüngliches Gehege war für ein Paar, das noch dazu züchten soll, zu klein. Eine großzügige und reich strukturierte Anlage, die in der Vergangenheit von Mähnenwölfen bewohnt wurde, bot sich an. Sie bietet WALTER und der fünf Jahre alten DOLLY viel Platz und eine üppige Vegetation, die den Tieren, die ursprünglich in den dichten Wäldern zentral Afrikas beheimatet sind, als Rückzugsraum dient. Beide Tiere sind in Zoos in den USA geboren. Das Männchen kam bereits 2018 nach Frankfurt. DOLLY folgte im September 2020 und verbrachte zunächst ihre Quarantänezeit hier bevor sie in den letzten Tagen die Anlage und ihren neuen Partner kennenlernen konnte. „Gelbrückenducker gehören zweifellos zu den weniger bekannten Arten im Zoo. In europäischen Zoos sind sie selten und nur in Deutschland zu sehen. Außer im Frankfurter Zoo werden sie nur noch im Tiergarten Nürnberg und im Zoo von Wuppertal gehalten“, erklärt Dr. Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft. Im Frankfurter Zoo sind in der Vergangenheit sechs Jungtiere zur Welt gekommen – mehr als in jedem anderen europäischen Zoo. Allerdings ist das viele Jahrzehnte her. Gelbrückenducker wurden zuletzt in den 1970er Jahren in Frankfurt gehalten. „Aktuell arbeiten mehrere europäische Zoos in enger Zusammenarbeit mit Zoos in Amerika daran, wieder eine stabile Zoopopulation in Europa aufzubauen. Frankfurt nimmt dabei eine besondere Rolle ein,“ erklärt Zoodirektor Dr. Miguel Casares, „Wir haben das Monitoring für die Gelbrückenducker übernommen. Das heißt, wir sammeln Daten von allen Haltern der Art. Diese Daten dienen dem Europäischen Zooverband, EAZA, als Grundlage für die Entscheidung, ob für diese Art ein koordiniertes Zuchtprogramm etabliert werden soll“. Kulturdezernentin Hartwig: „Eine neue große Informationstafel am Gehege bietet viele Informationen über die Tiere und ihren Lebensraum, und ich hoffe zusammen mit dem Zoo, dass die Zuchtbemühungen innerhalb des weltweiten Zoonetzwerks Erfolg haben werden.“ Wissenswertes über Gelbrückenducker Gelbrückenducker (Cephalophus silvicultor) – auch Riesenducker genannt – sind in Wald- und Feuchtsavannengebieten in West- und Zentral-Afrika verbreitet. Sie leben nacht- und dämmerungsaktiv als Einzelgänger oder paarweise und ernähren sich von Früchten, Beeren, Pilzen und Laub. Beide Geschlechter tragen kurze Hörner, die sie zum Beispiel bei Revierkämpfen, als effektive Waffen einsetzen. Mit einer Schulterhöhe von bis zu 80 cm und einer Kopf-Rumpf-Länge von 115 bis 145 cm ist der Gelbrückenducker der größte Vertreter der Ducker. Auffällig ist der helle Fellstreifen auf dem Rücken im ansonsten dunkelbraunen Fell der Tiere. Fühlen sie sich bedroht oder gereizt, stellen sie ihr leuchtendes Rückenfell auf. Der Name Ducker verweist auf die geduckte Körperhaltung der Tiere. Damit sind sie an die Bewegung in ihrem Lebensraum Wald bestens angepasst. Über ihre Lebensweise ist nicht viel bekannt. Noch sind Gelbrückenducker als „nur“ potenziell gefährdet eingestuft, aber Jagd und Lebensraumverlust sorgen für einen Abwärtstrend bei der Population.

Tiergarten Schönbrunn 23.10.2020
Elefanten-Kuh Drumbo ist übersiedelt
Heu, Äpfel, Karotten und ein großer Wassertank: So sieht der Proviant aus, wenn ein Elefant verreist. Elefantenkuh Drumbo hat gestern den Tiergarten Schönbrunn Richtung Tschechien verlassen. Ihre neue Heimat ist, in Abstimmung mit dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP), der rund 280 Kilometer entfernte Zoo Dvůr Králové. Seit 1992 lebte Drumbo in Wien. In Dvůr Králové erwarten die 46-jährige Elefantenkuh zwei ebenfalls schon ältere Damen. „Wir freuen uns, dass Drumbo in eine Gruppe kommt, die ihren Bedürfnissen im fortgeschrittenen Alter gerecht wird. Das Treiben in der großen Herde und die Dominanz unserer Leitkuh Tonga wurden ihr zunehmend zu viel“, so Tiergartendirektor Stephan Hering-Hagenbeck. Der 72 Hektar große Zoo Dvůr Králové, östlich von Prag, hat einen Schwerpunkt auf die afrikanische Tierwelt. Drumbos zukünftiger Tierpfleger war bereits am Montag aus Dvůr Králové angereist, um seinen neuen Schützling kennenzulernen. Damit Drumbo die Eingewöhnung leichtfällt, wurde sie außerdem von ihrem vertrauten Tierpfleger Ramon Messinger in ihr neues Zuhause begleitet. Er bleibt fünf Tage vor Ort und wird seinen tschechischen Kollegen alle Tipps im Umgang mit Drumbo verraten. Messinger: „Wir bereiten unseren Elefanten beispielsweise jeden Tag ein Bett aus Hackschnitzeln. Drumbo möchte die Schnitzel in einer speziellen Bogenform aufgestreut ohne den kleinsten Ast, damit sie gut schlafen kann.“

Tierpark Bern 23.10.2020
Dählhölzli des Tierpark Bern ist wieder zu!
Infolge der erneuten starken Ausbreitung der Coronavirus-Pandemie ist die Schliessung des Dählhölzli-Zoo zu Ihrer Sicherheit wie auch zur Sicherheit der Mitarbeitenden bis auf weiteres erforderlich. Der Regierungsrat des Kantons Bern hat heute weitere drastische Massnahmen gegen die Coronavirus-Pandemie beschlossen. Unter anderem die Schliessung von öffentlichen Einrichtungen, wie Museen, Kinos etc. Hierunter fällt auch der Tierpark Bern. Der Dählhölzli-Zoo ist hiermit ab 24. Oktober 2020 bis auf weiteres geschlossen. Der Kinderzoo bleibt wie bis anhin geschlossen. Wir danken für Ihr Verständnis und wünschen eine gute Gesundheit!

Tierpark Gotha 23.10.2020
Gruselatmosphäre im Tierpark Gotha – Zum Thementag am 31. Oktober 2020 verwandelt sich die Erlebniswelt in einen Ort mit schaurigen Überraschungen.
Das diesjährige Halloweenfest im Tierpark Gotha kann aufgrund der aktuellen Thüringer Verordnung in Hinblick auf die Durchführung von Veranstaltungen während der Corona-Pandemie nicht stattfinden. Daher wird der 31. Oktober 2020 in diesem Jahr lediglich als Thementag mit verlängerten Öffnungszeiten gewürdigt. Bis 21.00 Uhrerwarten die Besucher themendekorierte Wege und Gehege sowie schaurige Überraschungen. Das tägliche Versorgungsangebot wird über die reguläre Öffnungszeit hinaus zur Verfügung stehen. Im Konzertgarten des Tierparks sorgt zudem die Band „Pappschlump“ ab 17.00 Uhr mit ihrer frechen und witzigen Kinderlieder-Rockmusik für musikalische Unterhaltung. Für die Besucher gilt weiterhin auf dem gesamten Gelände des Tierparks der Mindestabstand von 1,5 Metern zu haushaltsfremden Personen. Die Zahl der gleichzeitigen Besucher im Tierpark ist auf 500 Personen begrenzt und die Tierhäuser dürfen nur mit Mundschutz sowie im Rahmen der an der Tür einsehbaren Personenanzahl betreten werden. Ordner sorgen für die Einhaltung der Vorgaben im Park und Personenbeschränkungen im Konzertgarten sowie für die Vermeidung von Stauungen entlang der Wege und an den Gehegen. Der Töpfleber Weg wird aus Sicherheitsgründen den ganzen Samstag für den Fahrzeugverkehr gesperrt. Die KulTourStadt Gotha GmbH bittet hierfür um Verständnis und empfiehlt die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel. Vom südlichen Ausgang des Gothaer Hauptbahnhofs sind es beispielsweise knapp 10 Minuten zu Fuß bis zum Eingang des Tierparks am Töpfleber Weg 2. Der Tierpark Gotha befindet sich am Töpfleber Weg 2 in 99867 Gotha und hat außerhalb der Veranstaltungen in der Sommerzeit täglich von 09.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt in den Tierpark kostet 6,00 €, ermäßigt 4,00 €. Weitere Informationen zum Tierpark sind unter www.tierpark-gotha.de zu finden. Der Halloween-Thementag 2020 um Tierpark Gotha wird unterstützt von der Stadtwerke Gotha GmbH, dem Förderverein Tierpark Gotha e.V. sowie dem AHG -Seat Autohaus Gotha.

Jaderpark 23.10.2020
Jaderpark zu jeder Jahreszeit
Ab 31. Oktober ist Wintersaison im Jaderpark. Trotz unsicherer „Coronazeiten“ möchten die Betreiber des Parks allen Interessenten die Möglichkeit bieten, einen Ausflug in den Tier- und Freizeitpark nach Jaderberg zu unternehmen. Gerade weil es zurzeit nur wenige Veranstaltungen gibt, wurden hier Bemühungen unternommen auch in der kalten Jahreszeit, ein Freizeiterlebnis für die ganze Familie anzubieten. So bleibt zwar in dieser Wintersaison die Spielscheune aus Sicherheitsgründen geschlossen, als Ausgleich werden dafür die Kinderkarussells im Bereich Bauernhof geöffnet. So kann man auf Pferdereitbahn, Schweinerondell, Kindereisenbahn und Marienkäferbahn an den Wochenenden fröhlich eine Runde drehen. Alles im Freien und an frischer Luft und somit gefahrlos. Aber Achtung: Alle anderen Fahrattraktionen sind in der Wintersaison geschlossen. Doch es gibt noch viel mehr Freizeitspaß. Die Kletterwelt Grizzly Mountain, der große Spielplatz Löwenpalast und weitere Spielgeräte sind witterungsbedingt nutzbar. Der Tierpark ist natürlich zu jeder Jahreszeit ein lohnendes Ziel. Exotische Tiere wie Giraffen, Zwergflusspferd und Tapire können in ihren Warmhäusern besucht werden. Viele andere wie Pinguine oder Affensind auch im Winter auf den Freianlagen zu beobachten oder es werden durch große Fenster Einblicke in ihre Tagesräume gewährt. Einem erlebnisreichen Rundgang steht also nichts im Weg. Für eine gemütliche Kaffeepause oder etwas Deftiges werden die Besucher im Hauptrestaurant des Parks erwartet. Natürlich gelten in der gesamten Einrichtung die derzeitigen Hygieneregeln, die bitte zwingend zu beachten sind. Vor dem Besuch empfehlen wir einen Blick auf die Öffnungszeiten, da der Park nicht durchgängig geöffnet hat. Die Eintrittspreise sind stark reduziert. Dazu und zu den geltenden Corona-Regeln stellt der Jaderpark ausführliche Informationen auf seiner Internetseite unter www.jaderpark.de bereit

Serengeti-Park 23.10.2020
Jerusalema Dance Challenge im Serengeti-Park
Hoffnung und gute Laune aus Südafrika findet ihren Weg um die ganze Welt – Natürlich ist auch das Stück Afrika mitten in der Lüneburger Heide dabei! Mit seinem Song „Jerusalema“ begeistert der Südafrikaner DJ Master KG, mit bürgerlichem Namen Kgaogelo Moagi, derzeit Millionen Menschen weltweit. In dem Lied geht es um einen spirituellen Ort, an dem die Menschen Frieden finden und keine Sorgen mehr haben. In „Jerusalema“ gibt es nur fröhliche Menschen. Besonders in diesem Jahr mit seinen besonderen Herausforderungen sind hoffnungsstiftende Botschaften sehr wichtig. Das möchte auch der Serengeti-Park unterstützen und hat sich an der internationalen Dance Challenge beteiligt. Zusammen mit den Maskottchen Leo und Karsten tanzen Mitarbeiter, um diesen ganz besonderen „Gute-Laune-Gruß“ an alle Menschen in der Region sowie Fans des Parks in aller Welt zu schicken. Beim Zuschauen muss man einfach lächeln und mitwippen

Erlebnis-Zoo Hannover 23.10.2020
Unheimlich lecker! Gruseliger Kürbis-Besuch im Erlebnis-Zoo Hannover
Zum Auftakt der Halloween-Touren (22.-31. Oktober) im Erlebnis-Zoo Hannover bekamen die Eisbären, Elefanten und Erdmännchen heute unheimlich leckeren Besuch: Kürbisse mit gruseligen Gesichtern, aber schmackhaften Füllungen! Zum Spielen, Herumschubsen, Knabbern, Schnüffeln, Kaputtmachen. Das Zooteam lässt sich für die Tierbeschäftigung immer wieder Neues einfallen. So werden beispielsweise Düfte (Parfüm oder Gewürze) im Gehege verteilt oder auch spezielle Futterbehälter eingesetzt, wie – passend zur Herbstzeit – die Halloween-Kürbisse. Nachdem die Tiere dem orangefarbenen Etwas auf den ausgefransten Zahn gefühlt haben, war ihnen schnell klar: Das ist kein neuer Mitbewohner, sondern ein eigenwillig geformter Futterspender, dem dann recht schnell der Garaus gemacht wurde. Satt und zufrieden schienen sich alle Tiere einig: Die gruselige Halloween-Überraschung war unheimlich lecker. Azubi-Aktion – Die Kürbisse für die Tierbeschäftigung wurden in einer Gemeinschaftsaktion von vier der neun Tierpfleger-Auszubildenden aller Lehrjahre liebevoll gruselig geschnitzt – die Aktion ist inzwischen Tradition im Erlebnis-Zoo. Besonders Eisbär-Jungtier Nana untersuchte die leuchtenden „Dinger“ ganz genau, schnüffelte an den Öffnungen für Augen und Münder, stupste sie mit den Pfoten, sprang sie, schüttelte und stieß sie schließlich ins Wasser, wo die Kürbisse endgültig erlegt wurden. Mutter Milana machte sich derweil über die köstliche Füllung der Kürbisse aus Nüssen, Trauben, Salat und einem Hauch Lebertran her. Die Asiatischen Elefanten stürmten das Herbst-Büffet mit Getröte und lehrten den gruseligen Kürbissen das Fliegen, bevor sie sie mit einem entschlossenen Fußhieb in mundgerechte Stücke zerteilten. Die Erdmännchen untersuchten jede Rundung der seltsamen Dinger, kletterten durch jede Öffnung und gruben mit ihren spitzen Krallen schließlich die in Erdmännchenkreisen unwiderstehlichen Mehlwürmer aus den Kürbissen. Ausgebucht: Spuktakuläre Halloween-Touren im Erlebnis-Zoo Hannover – Wenn die Sonne hinter dem Horizont verschwindet und die Wölfe ihr Abendlied anstimmen, liegt ein ganz besonders schaurig-schöner Zauber über dem Erlebnis-Zoo Hannover. Aufgrund der aktuellen Situation gehen mutige Grusel-Teams in diesem Jahr bei den Halloween-Touren vom 22.-31. Oktober nicht geführt von Scouts durch den Zoo, sondern müssen in kleinen (vorher gebuchten) Gruppen selbst den Weg durch das dunkle Reich finden, um das Märchenreich von den finsteren Wesen zu retten. Dabei läuft die Zeit… Auf ihrer Spurensuche durch den schaurigen Zoo begegnen die kleinen und großen Gruselfans magischen Wesen und finsteren Gestalten… und hat sich dort hinten im Gebüsch nicht gerade etwas bewegt? Die Halloween-Führungen sind für Kinder zwischen acht und 13 Jahren geeignet, die mindestens eine mutige, erwachsene Begleitperson finden. Auch Erwachsene, die sich ohne kindliche Begleitung in den verwunschenen Zoo trauen, sind den magischen Wesen herzlich willkommen. ACHTUNG: Die Halloween-Touren sind bereits ausgebucht!!

Zoo Krefeld 23.10.2020
Brandruine des Affenhauses wird bis Jahresende abgerissen – Neubeginn im „Artenschutz-Zentrum-Affenpark“ im Jahr 2021
Knapp elf Monate nach der kompletten Zerstörung des Affenhauses durch den Brand in der Silvesternacht im Zoo Krefeld erfolgt ab Montag,26. Oktober, der zweite Teil zum Abriss der Brandruine: die Entsorgung des Betonfundamentes. Mit einem 50 Tonnen schweren Spezialfahrzeug werden 3.900 Tonnen Beton zerkleinert und anschließend mit Lastwagen abtransportiert. Insgesamt müssen 1.400 Kubikmeter Material abgefahren werden. Zur anschließenden Verfüllung der Baugrube werden 2.700 Kubikmeter Füllkies benötigt. Nach der Ausschreibung gaben fünf Firmen ein Angebot ab, teilt der Zoo mit. Die ausgewählte Firma hat einen möglichst geräusch- und erschütterungsarmen Abriss zugesagt. Bis spätestens zum Jahresende soll der Abriss abgeschlossen sein. Für die Zoomitarbeiter sei dies ein wichtiger Schritt in Richtung Verarbeitung der schrecklichen Ereignisse der Brandnacht. Die Abrissarbeiten erfolgen rückseitig, sodass der Gorilla-Garten für Besucher zugänglich bleibt. Mit dem Abriss der Affenhaus-Ruine wird der Weg frei für eine zukunftsweisende Menschenaffenhaltung im „Artenschutz-Zentrum-Affenpark“. Zukünftig sollen 20.000 Quadratmeter (zwei Hektar) der Gesamtfläche des Zoos (14 Hektar) für die Haltung von Gorillas, Schimpansen und Orang-Utans zur Verfügung stehen. Bis zum Brand waren es nur 0,5 Hektar der Zoofläche. Die Vision des Zoos sieht eine Nutzung der Fläche ab der Zoobrücke vor, wo zukünftig Menschenaffen mit kleineren Affen und weiteren Tieren wie den Riesenschildkröten leben sollen. Gemeinschaftshaltungen von Tieren werden -wann immer möglich –umgesetzt. Immer noch erhalten Zoo und Zoofreunde Spenden für die Zukunft der Menschenaffen im Zoo Krefeld. Inzwischen sind beim Zoo rund 954.500 Euro eingegangen, die Zoofreunde haben 1.250.900 Euro Spenden bekommen. Zusammen mit den bereits vorhandenen Geldern für den geplanten Schimpansen-Wald sei der Beginn eines ersten Bauabschnittes schon im nächsten Jahr realistisch, heißt es aus dem Zoo.

ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen 23.10.2020
ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen: STEAG Fernwärme Pinguin Bay bekommt weitere Pinguine
Die ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen freut sich über dreizehn neue Brillenpinguine in der STEAG Fernwärme Pinguin Bay. Sie kommen aus dem Allwetterzoo Münster und durften heute Morgen zum ersten Mal ihr neues Zuhause sowie ihre neuen Mitbewohner kennen lernen. „Die Zusammenführung der beiden Pinguingruppen verlief problemlos“, sagt Judith Wabnitz, Tierärztin der ZOOM Erlebniswelt. Anfangs waren die „Neuen“ erwartungsgemäß zurückhaltend und trauten sich nicht sofort aus ihrer Transportkiste. Nach kurzer Zeit und mit ein bisschen Nachhilfe der Tierpfleger war das Eis aber gebrochen: Neugierig schauten sie sich auf der Anlage um und probierten gleich den großen Wasserbereich aus. „Da Pinguine absolute Gruppentiere sind, werden die Münsteraner Vögel schon bald gut in Gelsenkirchen integriert sein“, ist sich Wabnitz sicher. Zu den bereits vorhandenen zwölf Brillenpinguinen sind vier Weibchen und neun Männchen hinzugekommen, so dass in der ZOOM Erlebniswelt jetzt insgesamt 25 Brillenpinguine beobachtet werden können. Die STEAG Fernwärme Pinguin Bay im Gelsenkirchener Zoo ist großzügig angelegt und bietet deshalb noch Platz für weitere Brillenpinguine. Eine Zuchterlaubnis vom europäischen Zuchtprogramm EEP hat die ZOOM Erlebniswelt noch nicht. Die Vögel sind allerdings noch so jung, dass Nachwuchs zumindest in nächster Zeit nicht zu erwarten ist. Zwar haben sich teilweise schon erste Pinguinpärchen gebildet, die Eier gelegt und bebrütet haben. Diese waren jedoch nicht befruchtet. Im Juni dieses Jahres wurde die STEAG Fernwärme Pinguin Bay neu eröffnet und wird von den Besuchern sehr gut angenommen. Das naturnah gestaltete Gehege in der Erlebniswelt Afrika bietet eine große Unterwassereinsicht, so dass die Vögel beim Schwimmen und Tauchen beobachtet werden können. Brillenpinguine sind die einzige Pinguinart Afrikas. Ihr Bestand in der Natur nimmt ab, sie gelten als stark gefährdet. Die meiste Zeit des Tages verbringen sie im Wasser, wo sie bis zu 20 Stundenkilometer schnell sein können.

Wilhelma Zoologisch-Botanischer Garten Stuttgart 23.10.2020
Maskenpflicht kommt – Häuser schließen – Wintertarif gilt ab Samstag – Herbstdeko und Coronaschutz prägen Wilhelma in Schulferien
Der Herbst als eine Zeit des Wandels ergreift die Wilhelma an diesem Wochenende geballt: Ferienbeginn, Zeitumstellung und Herbstdeko bringen ebenso Veränderungen wie unweigerlich der Coronaschutz. Das rasche Wiederauflammen der Infektionen lässt auch den Zoologisch-Botanischen Garten in Stuttgart nicht unberührt. „Nach wie vor haben wir bisher keinen Fall von COVID-19 in der Belegschaft und es ist nicht bekannt, dass Gäste sich bei uns im Park untereinander angesteckt hätten“, sagt Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin. „Das ist ermutigend in dieser schweren Zeit und wir wollen dazu beitragen, dass es dabei bleibt.“ Daher ergreift die Wilhelma entsprechend der aktuellen Landesverordnung zusätzliche Maßnahmen für den Infektionsschutz, die sich im Frühjahr in der Hochphase der ersten Pandemie-Welle bewährt hatten. Ab Samstag, 24. Oktober, gilt vorsorglich eine generelle Maskenpflicht auf dem Gelände während des ganzen Besuchs. Zudem bleiben alle Häuser außer Restaurants und Toilettenanlagen geschlossen. Da normalerweise in den Schulferien mehr Menschen in die Wilhelma strömen, wird die Gesamtzahl der erlaubten Gäste pro Tag auf 4000 reduziert, damit es denen noch leichter fällt, den gebotenen Mindestabstand einzuhalten. Wie zuletzt, können Eintrittskarten und Parkscheine nur online für bestimmte Einlasszeitfenster gebucht werden – die Kassen bleiben geschlossen, die Automaten außer Betrieb. Denn Warteschlangen gilt es zu vermeiden. Durch die Zeitumstellung am Sonntag rückt die Parkschließung wegen der früheren Abenddämmerung auf 16.30 Uhr vor, da der Park über keine Außenbeleuchtung verfügt. Angesichts dieser Einschränkungen zieht die Wilhelma den Beginn des Wintertarifs vor. So gelten bereits in den Schulferien die um mehr als ein Viertel vergünstigten Eintrittspreise: Erwachsene zahlen 14 statt 19 Euro, Kinder 5,50 statt 8 Euro. Die Gastronomie auf dem Gelände hält Marché mit entsprechenden Hygienevorkehrungen weiterhin offen. „Bei dem allerorten ausgedünnten Freizeitangebot möchten wir den Menschen – gerade in der Ferienzeit – einen Ausgleich an der frischen Luft bieten“, sagt Kölpin. „Unter verantwortungsvollen Bedingungen ist ein Spaziergang durch die herbstliche Wilhelma unbedenklich und reizvoll.“ Die gesamten Außenanlagen des historischen Parks sind begehbar und bei den derzeit milden Temperaturen lassen sich viele der Tiere in den Freigehegen beobachten. Für ein beschauliches Herbstambiente sorgt neben dem farbenfrohen Laub des altehrwürdigen Baumbestands die Dekoration mit Boten der Jahreszeit, wie Heuballen und Kürbissen. Wobei Freunde von Halloween ebenso auf Anklänge des Gruselbrauchs gespannt sein dürfen: ganz familientauglich, wie etwa überdimensionierte Spinnennetze und Gespenster oder auch ein Harry Potter als Kürbiskopf mit Corona-Maske. Wer mag, darf am 31. Oktober kostümiert in die Wilhelma kommen. Da aus Infektionsschutzgründen größere Veranstaltungen untersagt sind, muss jedoch auf die Besonderheiten des Halloween-Events der Vorjahre wie freier Eintritt für verkleidete Kinder, verlängerte Öffnungszeit am Abend und besonderes Programm verzichtet werden. Bei der Anreise mit dem Auto ist während der Schulferien zu beachten, dass durch eine Baustelle für den Rosensteintunnel auf der Neckartalstraße (B14) vor der Wilhelma ein Rückstau entstehen kann.

Alpenzoo Innsbruck-Tirol 23.10.2020
Die Scherenritter im Alpenzoo
Pünktlich zum Start des langen Wochenendes und der Herbstferien zeigt der Alpenzoo nach kurzen Umbauarbeiten wieder ein spannendes Gehege: Vier Edelkrebse sind im Aqua-Terrarium zu bestaunen. Der Edelkrebs ist die größte unter den in Europa heimischen Krebsarten. Der wissenschaftliche Artname ist vom griechischen Wort astakos, „Krebs“ abgeleitet. Der Edelkrebs kann bis zu 18 cm (seltener 20 cm) groß werden und dabei ein Gewicht von bis zu 400 g erreichen. Am Kopf sitzen zwei Fühlerpaare, wovon eines etwa ein Drittel der Länge des Körpers hat. Der Edelkrebs besitzt zwei Scheren, die zum Festhalten der Beute und zur Verteidigung dienen. Der Körper ist meist einheitlich braun bis rotbraun, es kommen aber auch mehr oder weniger intensive rote, grüne oder blaue Tiere vor. Die Scherenunterseite und -gelenke sind rot, was ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zu anderen Flusskrebsarten, wie dem Steinkrebs (Austropotamobius torrentium), darstellt. Edelkrebse werden bis zu 20 Jahre alt. „Wir freuen uns immer, wenn der Alpenzoo den Tieren und unseren Besuchern ein verbessertes Gehege bieten kann, was für unsere Edelkrebse bestens gelungen ist – überzeugen Sie sich selbst“, rät Zoodirektor Dr. André Stadler.

Zoo Zürich 23.10.2020
Koala-Update: Erstamals Köpfchen gesichtet
Das Koalaweibchen Pippa trägt ein Jungtier im Beutel. Bisher ist alles gut verlaufen. Vor zwei Tagen konnten die Tierpfleger nun erstmals einen kurzen Blick auf das Köpfchen des Joeys erhaschen. Seit dem Frühling trägt das Koalaweibchen Pippa zum ersten Mal ein Jungtier im Beutel (wir informierten). Das sogenannte Joey, inzwischen rund sechs Monate alt, wächst gut verborgen in der «Bauchtasche» seiner Mutter heran – von aussen bisher nur durch die wachsende Ausbuchtung auf Pippas Bauch zu erkennen. Vor zwei Tagen konnten die Tierpfleger in der Australienanlage nun erstmals einen kurzen Blick auf das Jungtier erhaschen. Das Köpfchen lugte einen Moment lang aus dem Beutel heraus – gerade lange genug für ein schnelles Handyfoto, dann war es auch schon wieder verschwunden. Wann sich das Joey das nächste Mal blicken lässt und wie lange es noch dauert, bis es regelmässig aus dem Beutel schaut, lässt sich nicht vorhersagen. Den Zeitpunkt bestimmen allein Pippa und ihr Jungtier. Gefährliches Virus – Pippa ist eines von zwei Koalaweibchen in der Australienanlage des Zoo Zürich und hat zum ersten Mal Nachwuchs. Trotz bester Betreuung kann einiges schief gehen. Zum einen ist es Pippas erstes Jungtier. Sie ist als Mutter noch unerfahren und könnte das Joey verwerfen oder zu wenig Milch haben. Zum anderen trägt Pippa das sogenannte Koala-Retrovirus in sich. Die Ansteckungswege mit diesem Virus sind vielfältig und noch wenig erforscht. Ein bestimmter Typus des Virus hat sich aber bereits dauerhaft im Erbgut der Koalas eingenistet. Das Retrovirus wird dem Koala vor allem dann gefährlich, wenn es sich massenhaft zu vermehren beginnt. Dann schwächt es das Immunsystem und es kommt zu Folgeerkrankungen. Die beiden Koalamännchen des Zoo Zürich, Mikey und Milo, starben im Dezember 2019 und März 2020 beide an den Folgen eines solchen heftigen Retrovirenschubs. Die Möglichkeit, einen Koala vom Retrovirus zu «heilen» gibt es derzeit nicht. Aktuell geht es Pippa aber bestens und der erste kurze Blick lässt hoffen, dass auch das Joey bei guter Gesundheit ist und sich weiterhin wie gewünscht entwickelt.

ZOOM Erlebnsiwelt 23.10.2020
Ab sofort generelle Maskenpflicht in der ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen
Für die Besucherinnen und Besucher sowie für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen besteht ab sofort (Freitag, 23. Oktober 2020) eine generelle Pflicht zur Mund-Nasen-Bedeckung. Bisher galt diese in geschlossenen Räumen wie den Tierhäusern, sanitären Anlagen, dem ZOOM Shop und Service Center. Außerdem war das Betreten der Lemureninsel in der Erlebniswelt Afrika nur mit Mund-Nasen-Schutz möglich. Vor dem Hintergrund des steigenden Inzidenzwertes von Corona-Neuinfektionen hat sich der Zoo entschieden, die Maskenpflicht auf das gesamte Gelände auszuweiten. Vor dem Hintergrund der von nun an geltenden uneingeschränkten Maskenpflicht und zum Schutz aller Gäste wird Besucherinnen und Besucher mit ärztlichem Attest über die Befreiung des Mund-Nase-Schutzes dringend empfohlen, auf einen Zoobesuch in Gelsenkirchen zu verzichten. Die ZOOM Erlebniswelt bittet außerdem darum, die Mund-Nase-Bedeckung bereits auf dem Weg zum Zoo ab Verlassen des Parkplatzes bzw. der Haltestelle zu tragen. Alle anderen Schutzmaßnahmen in der ZOOM Erlebniswelt gelten unberührt: Maximal 3.500 Besucherinnen und Besucher dürfen den Gelsenkirchener Zoo gemäß der aktuell geltenden Coronaschutzverordnung des Landes NRW gleichzeitig betreten. Die Regeln zum Mindestabstand und zum Kontaktverbot sind zwingend einzuhalten. Attraktionen wie die Bootstour African Queen, das Alaska Ice Adventure, der Indoorspielplatz Drachenland oder der Huawei Green Planet bleiben bis auf Weiteres geschlossen. Auch Tierpflegergespräche, Fütterungen, Schnupperkurse und Kindergeburtstage können aufgrund der Corona-Pandemie bis auf Weiteres nicht angeboten werden.

Tiergarten Worms 23.10.2020
Herbstprogramm im Tiergarten Worms in abgespeckter Version
Corona-bedingt konnte der traditionelle und besucherstarke Herbstmarkt im Tiergarten und Wormser Erlebnisgarten nicht stattfinden. Allerdings bot das Tiergarten- und Freundeskreis-Team seinen treuen Besucher*innen ein kleines alternatives Programm an – den Herbstaktionstag am 17. Oktober. Auch das beliebte Ferienprogramm konnte in den Herbstferien des Coronajahres mit stark reduzierten Plätzen durchgeführt werden. „Der Herbstmarkt im Tiergarten Worms hatte in den vergangenen Jahren über 10.000 Besucherinnen und Besucher begrüßen können – ein Markt mit rund 30 Händlern und einer Strahlkraft weit über die Wormser Stadtgrenze hinaus bedarf es eines immensen organisatorischen Aufwands, der in dieser Form und mit den bestehenden Auflagen nicht zu leisten gewesen wäre. Trotzdem wollten wir unseren Tiergartenfreunden zumindest ein kleines herbstliches Highlight bieten“, so Uwe Franz, Beigeordneter der Stadt Worms. Herbstliche Bastelaktionen, der Verkauf von kunstvoll bemalten Kürbissen sowie einen Stand mit leckeren Waffeln – betreut von den fleißigen Ehrenamtlichen des Freundeskreises Tiergarten Worms e.V. – wurden am Samstag, 17.10., zur Freude der großen und kleinen Besucher*innen angeboten. Der Tiergarten bietet seit Jahren ein abwechslungsreiches Ferienprogramm für Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren. „Uns war es wichtig, auch in dieser Zeit eine Kinderbetreuung anzubieten und eine willkommene Abwechslung mit Spiel, Spaß und jeder Menge Spannung aus dem Tierreich zu ermöglichen“, betonen Nina Scharer, Geschäftsführerin der Tiergarten Worms gGmbH, und Tiergartenleiter Wilfried Adelfinger und Marco Mitzinger. Im diesjährigen Herbstferienprogramm drehte sich alles um die erstaunlichen Sinne und Fähigkeiten der tierischen Bewohner des Tiergartens. Die Kinder erfuhren, wer den besten Riecher hat, wer selbst im Dunkeln noch ausgezeichnet sehen kann und viele weitere spannende Geschichten über Nasenbär, Wolf, Wildschwein und Co. „Natürlich kam dabei der Spaß nicht zu kurz und so gab es während der zwei Ferienwochen auch verschiedene Spiel- und Bastelaktionen passend zum Thema Herbst“, so Biologin Miriam Schall, die das diesjährige Ferienprogramm konzipiert und mit den erfahrenen Mitarbeitern der Tiergartenschule durchgeführt hat.

Tierpark Hellabrunn 23.10.2020
Erfolgreicher Abschluss des Artenschutzprojekts „Rotmilan – Land zum Leben“
Der Tierpark Hellabrunn engagiert sich regelmäßig über den eigenen Tierbestand hinaus für bedrohte Tierarten in Deutschland: So unterstützte der Münchner Zoo durch die Übernahme einer Patenschaft für die vier Rotmilane Herbert, Pinocchio, Karin und Hans seit 2018 die Arbeiten des Dachverbandes Deutscher Avifaunisten (DDA) im Rahmen des Artenschutzprojektes „Rotmilan – Land zum Leben“. Das Vorhaben war ein Gemeinschaftsprojekt des Deutschen Verbandes für Landschaftspflege (DVL), der Deutschen Wildtier Stiftung und des DDA und wurde jetzt offiziell erfolgreich abgeschlossen.
„Da mehr als die Hälfte der gesamten Weltpopulation des Rotmilans in Deutschland brütet, trägt die Bundesrepublik eine besondere Verantwortung für den Erhalt dieser Vogelart. Der weiträumige Anbau von Mais, Raps und Wintergetreide macht dem Rotmilan die Nahrungssuche in vielen Regionen schwer, denn in hoch und dicht aufgewachsenen Anbaukulturen lassen sich Beutetiere weder einfach entdecken noch greifen, was zur Folge hat, dass der Nachwuchs nicht mehr richtig ernährt werden kann.“, erklärt Carsten Zehrer, der für Greifvögel zuständige Kurator in Hellabrunn. Das Schutzprojekt „Rotmilan – Land zum Leben“ hat mittels Besenderung und dem konstanten Monitoring von rund 30 Rotmilanen die Zusammenhänge zwischen Landnutzung, Landschaftsstruktur und geeigneten Lebensraumbedingungen im Zusammenhang mit dem Verhalten dieser spannenden Vogelart erforscht. Wo suchen Rotmilane ihre Nahrung während der Brutzeit? Wie muss ein Rotmilan-Revier beschaffen sein, damit die Vögel erfolgreich brüten können? Welche Landschaftspflegemaßnahmen steigern den Bruterfolg? In drei Projektregionen in Niedersachsen, Sachsen und Thüringen wurden die Tiere mit GPS-Sendern ausgestattet, um ihre Flugwege und Aufenthaltsorte während Brut- und Zugzeiten festzuhalten und auszuwerten. Einzelne Rotmilane legten zur Überwinterung bis zu 2.000 km zurück oder flogen eine Distanz von über 500 km pro Tag – zumeist nach Südwest-Frankreich, teils aber sogar bis nach Spanien und Portugal. Zudem wurden Erkenntnisse über die unterschiedliche Bindung von Weibchen und Männchen zu ihren Brutstätten und den notwendigen Versorgungsflügen für den Nachwuchs während der Aufzucht gewonnen. Hierbei wurde festgestellt, dass umso mehr Jungtiere eines Geleges flügge werden, je kleiner der gemessene Aktionsradius der Eltern während der Aufzucht- und Fütterungsperiode ist oder anders ausgedrückt, je größer das Nahrungsangebot in unmittelbarer Nähe zum Nest ist. Dörfliche Siedlungen sind als Lebensraum idealer als monokulturell angebaute Getreideflächen, da diese ein vielseitigeres Beuteangebot zur Verfügung stellen. Auch ausgewiesene Brachflächen, Grünstreifen und Blühflächen wurden für die Beutejagd bevorzugt angeflogen. „Ein weiterer Beleg dafür, dass eine vielseitige Flächennutzung der Biodiversität von Nutzen ist.“ freut sich Carsten Zehrer weiter. Rasem Baban, Vorstand und Tierparkdirektor in Hellabrunn bestätigt: „Es ist sinnvoll, dass sich Hellabrunn über den eigenen Tierbestand hinaus an derartigen Artenschutzprogrammen beteiligt. Nur durch professionell organisierte Forschungsprojekte können nachhaltige Erfolge im ornithologischen Umfeld erzielt werden. Da wir uns als Naturschutz- und Bildungseinrichtung auch für die heimische Biodiversität engagieren, freuen wir uns, dass wir zum Erkenntnisgewinn wichtiger Informationen und damit zu einer möglichen Verbesserung der Lebensbedingungen für diese heimische Greifvogelart beitragen konnten!“

Zoo Osnabrück 22.10.2020
Kürbisfest für Elefanten und Schwarzbären – Kürbis-Aktion in der L&T Markthalle zugunsten der Elefanten
Was essen Bären und Elefanten im Oktober? Natürlich Kürbisse! Und große Tiere bekommen auch große Kürbisse. Zumindest heute standen im Zoo Osnabrück die orangen Riesen auf dem Speiseplan der grauen Riesen und großen Schwarzbären. Zeitgleich tauscht in der Osnabrücker Innenstadt die L&T Markthalle Kürbisse gegen Spenden für „Rüssel voraus“ – die Spendenkampagne für eine größere Elefantenanlage. Mit dem Herbst beginnt für viele Menschen die Kürbiszeit – und auch Tiere finden Gefallen an den meist orangefarbenen Pflanzen. So genossen die Elefanten im Zoo Osnabrück eine ganz besondere Fütterung und machten damit auf eine Aktion in der L&T Markthalle zugunsten des Zoos aufmerksam: „Wir haben von Kürbiszüchter Wolfgang Willmann große Kürbisse bekommen und den größten heute für die Elefanten auf ihre Außenanlage gebracht. Das ist für die Tiere eine tolle Abwechslung“ erklärt Daniel Menken, Revierleiter bei den Elefanten im Zoo Osnabrück. „Wir überlegen uns immer wieder kleine Aufgaben und Überraschungen, um die Elefanten zu beschäftigen und sie ein wenig herauszufordern. Aber die Riesenkürbisse – das ist natürlich schon etwas Besonderes für die Tiere“, so Menken weiter. Neugierig wurde der orange Riese von den grauen Riesen untersucht und es dauerte nicht lange bis sich Douanita mutig mit einem Vorderbeinen auf den Kürbis stellte. Dieser hielt dem Gewicht nicht lange stand, sodass die Elefanten schnell an das schmackhafte Innere gelangten. Der 3-jährige Minh-Tan war zunächst etwas schüchterner und traute sich nicht so richtig an den Kürbis heran. Schließlich näherte er sich der Pflanze rückwärts mit den Hinterbeinen und trat Stücke heraus, um das Kürbisfleisch zu verspeisen. Auch bei Schwarzbärin Honey, Patentier des Modehauses L&T, stand heute Kürbis auf dem Speiseplan. Allerdings waren diese Exemplare etwas kleiner entsprechend der Größe der Allesfresser. Da die Schwarzbären Honey und Spike aufgrund der nahenden Winterruhe zurzeit einen ausgewählten Geschmack haben, ließen sie sich den Kürbis erst richtig schmecken, als dieser ausnahmsweise mit ein wenig Honig versüßt wurde. Kürbisse gegen Spenden für die neue Elefantenanlage – Die Kürbisse im Zoo gab es passend zu einer besonderen Aktion in der L&T Markthalle, die eine große Auswahl an Zier- und Esskürbissen zurzeit unter anderem zugunsten des Zoos abgibt. Hier steht mitten in der Halle ein großer Kürbisstand mit Sorten wie Butternut und Hokkaido. „Die Kürbisse stammen genau wie die Exemplare im Zoo von Kürbiszüchter Wolfgang Willmann“, erzählt Rogee Wildung, Leiter der L&T Markthalle. „Kürbisfans können für eine Spende zwischen 1 und 3 Euro einen Kürbis mitnehmen. Aus dem Erlös gehen dann 30 Prozent an den Zoo Osnabrück, den L&T bereits seit vielen Jahren unterstützt“, so Wildung weiter. An dem Stand lädt zudem ein Gewinnspiel zum Mitmachen ein, denn auch in der L&T Markthalle ist ein besonders großer Riesen-Kürbis zu finden. Wer am besten schätzt, wie schwer der Kürbis ist und ein wenig Glück hat, kann Einkaufsgutscheine, Jahreskarten für den Zoo, Wein, Kochbücher oder Frühstücksgutscheine gewinnen. Zusätzlich findet am 30. Oktober ein Kürbisschnitzwettbewerb für Kinder statt, bevor die Aktion inklusive Gewinnspiel am 31. Oktober endet. „Der Anteil für den Zoo wird in die Aktion ‚Rüssel voraus‘ für unsere neue Elefantenanlage fließen“, berichtet Tierpfleger Menken. „Wir bedanken uns ganz herzlich für die Aktion bei Kürbiszüchter Herrn Willmann, bei der L&T Markthalle und natürlich bei allen Kürbisfans, die einen Kürbis gegen eine Spende holen.“ Weitere Informationen zu „Rüssel voraus“ finden Interessierte auf der Homepage des Zoos: www.zoo-osnabrueck.de.

Kölner Zoo 22.10.2020
Prevost-Hörnchen im Kölner Zoo Tropenhaus geboren
Wir freuen uns, dass unsere ersten Prevost-Hörnchen Jungtiere im Tropenhaus nun immer häufiger zu sehen sind. Sie wurden am 29. August 2020 in einer Baumhöhle hoch oben im Gehege im Tropenhaus geboren und von den Eltern versorgt. Inzwischen sehen sie aus wie Miniatur Versionen der schönen Elterntiere. Der 3-jährige Vater „Balimo“ kam bereits im März 2019 aus dem englischen Chester Zoo zu uns während die erst 10-Monate alte Mutter „Sajah“ erst ein Jahr später, im März 2020 aus dem Tierpark Dessau folgte. Nach einer Tragzeit von 42-48 Tagen kamen zwei fast nackte und mit geschlossenen Augenspalten, etwa 16 g schwere Junge zur Welt, die während 8-9 Wochen gesäugt werden. Die Hauptaktivitätszeit der tagaktiven Hörnchen liegt am frühen Morgen sowie am späten Nachmittag. Zum Schlafen benutzen sie Baumhöhlen oder selbstgebaute Nester aus Blättern und Zweigen. Die prächtig gefärbte Art aus der Gattung der Echten Schönhörnchen von der Tropeninsel Sumatra ist auch im Südlichen Thailand, auf der Malaiischen Halbinsel, und der großen Sunda-Insel Borneo verbreitet. Sie haben eine Kopf-Rumpf-Länge von etwa 24 Zentimetern, einen ebenso langen buschigen Schwanz und ein Gewicht von 350 bis 400 Gramm. Die Unterart, die wir im Kölner Zoo zeigen ist besonders prächtig gefärbt, mit einem schwarzen Rücken und einem kastanienbraunen Bauch. Von der Schulter zieht sich ein helles cremefarbenes Band zu den Hüften, das nach hinten breiter wird. Die Wangen sind grau mit einem weißen Fleck seitlich der Nase. Prevost-Hörnchen sind Bewohner immergrüner tropischer Wälder. Sie besiedeln auch Sekundärwälder und gehen in Obstplantagen. Die Tiere sind geschickte Kletterer und können mühelos mit dem Kopf voran stammabwärts steigen. Die Orientierung im Geäst erfolgt hauptsächlich mit ihrem ausgesprochen guten Gesichtssinn. Anders als unsere heimischen Eichhörnchen haben Schönhörnchen keine jahreszeitlich reduzierten Aktivitäten und sammeln auch keine Vorräte, tragen aber das Futter zum Fressen jeweils zu einem geschützten Ort. Dadurch verbreiten sie Baumsamen innerhalb des Waldes. Sie verbringen die meiste Zeit in den mittleren und oberen Baumregionen in Höhen zwischen 6 und fast 40 Metern. Sie ernähren sich vor allem von Pflanzen, insbesondere Samen und Früchten, sowie Rinden und Baumharz, Blättern und Knospen, sowie Blüten. Hinzu kommen Insekten, etwa Termiten und Käferlarven, die sie aus Totholz herausholen. Unter den Früchten favorisieren sie süße und ölig-fleischige Früchte. Gelegentlich transportieren die Tiere Früchte und Samen von einem Baum an eine andere, häufig geschütztere Stelle und fressen diese dort, oder nutzen sie, um Jungtiere zu füttern. In einigen Plantagen, vor allem in Palmöl- und Kokosnussplantagen werden die Tiere als Schädlinge betrachtet. Bisher ist die Art aufgrund ihrer weiten Verbreitung und gewissen Anpassungsfähigkeit an Lebensraumveränderungen nicht vom Aussterben bedroht. Als potenzielle Bestandsbedrohungen gelten allerdings in den Flachlandgebieten der Holzeinschlag und die Umwandlung von Waldflächen in Plantagen. In einigen Teilen ihres Verbreitungsgebietes, wird sie für den Haustierhandel stark bejagt.Nach dem Neubeginn unserer Haltung im Jahr 2018 freuen wir uns über die erste Nachzucht.

Zoo Basel 22.10.2020
Elefantenbulle Jack vom Zoo Basel nach Ungarn gereist
Dreieinhalb Jahre weilte Elefantenbulle Jack (27) im Zoo Basel. Nun ist er zurück in seinem Herkunftszoo Sóstó in Ungarn. Die Hoffnung, dass er in Basel für Nachwuchs sorgt, hat sich leider nicht erfüllt. Im Mai 2017 zog Jack in die kurz zuvor neueröffnete Elefantenanlage Tembea. Letzten Dienstag ist er wie vereinbart wieder zurück nach Ungarn gereist. Nachwuchs hat es in Basel in der Zwischenzeit nicht gegeben. Jack hatte die Basler Elefantenkühe zwar gedeckt, trächtig wurde aber keine von ihnen. Dabei standen die Chancen nicht schlecht, denn Jack war in Sóstó bereits zweimal Vater geworden. Jetzt hofft man dort auf weiteren Nachwuchs. Jungtiere sind wichtig zur Erhaltung der Elefantenpopulation in den europäischen Zoos, die durch das Europäische Ex-situ-Programm (EEP) gesteuert wird. Warum es in Basel keinen Nachwuchs gab, darüber lässt sich nur spekulieren. Kurator Fabian Schmidt: «Das Alter der Kühe, aber auch medizinische Gründe können eine Rolle spielen. Vielleicht passten sie aber einfach nicht zusammen, sowas kommt auch bei Elefanten vor.» Nachwuchs ist bei Afrikanischen Elefanten generell nicht sehr häufig. Die Tragzeit liegt bei fast zwei Jahren (rund 22 Monate), und Elefantenkühe sind nur während des sogenannten Östrus jeweils einige Tage befruchtungsfähig. Mit fünf Tonnen Ladung unterwegs – Jack reiste in einem extragrossen Spezialcontainer. Bereits seit Wochen hatten diemit ihm den Transportvorgang schrittweise eingeübt. Daher blieb das Elefantenhaus in der Woche vor der Abreise geschlossen. Dank dem Training zeigte sich Jack auch am Transporttag kooperativ und konnte in ruhiger Atmosphäre verladen werden. Der über fünf Tonnen wiegende Container wurde mitsamt dem ebenso schweren Jack mit einem Kran auf das Transportfahrzeug gehievt. Unterstützt wurde der Zolli dabei durch eine Transportfirma, die viel Erfahrung mit der Überführung von Elefanten in andere Zoos hat. Unterwegs erhielt Jack regelmässig Futter und Wasser, und so kam er am Mittwoch Abend wohlbehalten im Zoo Sóstó an. Inzwischen sucht der Zoo Basel mithilfe des EEP nach einem neuen, erfahrenen Bullen für die Elefantenkühe Rosy (25), Maya (26) und Heri (44). Bis es so weit ist, wird es aber noch eine Weile dauern. Wobei Heri aufgrund ihres hohen Alters wohl keinen Nachwuchs mehr haben wird. Ob es bei Maya oder Rosy noch klappt, wird sich zeigen.Für die Elefanten in der Natur beteiligt sich der Zoo Basel an einem Schutzprojekt. Der Bestand der Elefanten in Afrika ist in den letzten Jahren stark zurückgegangen. Verantwortlich dafür sind unter anderem die Wilderei sowie Mensch-Tier-Konflikte. Seit der Eröffnung der neuen Elefantenanlage Tembea unterstützt der Zoo Basel deshalb das Projekt «Anti-Poaching» der Big Life Foundation (BLF) in Kenia. Dieses Projekt im Amboseli-Tsavo-Ökosystem an der Grenze zu Tansania will zum einen die Elefanten vor Wilderei schützen und zum anderen Konflikte zwischen den Bewohnern, den Massai, und den Tieren entschärfen.

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