Zoopresseschau

Zoologisch-Botanischer Garten Stuttgart 02.10.2020
Umbesetzung in lebhafter Tiergemeinschaft im Amazonienhaus – Mit neuem Weißkopfsaki kehrt Frieden in Südamerika-WG ein
In einer der lebhaftesten Tiergemeinschaften der Wilhelma in Stuttgart ist Harmonie eingekehrt. Nach einer Umbesetzung leben im Amazonienhaus des Zoologisch-Botanischen Gartens in der „Südamerika-WG“ die verschiedensten Arten neuerdings friedlich zusammen: Weißkopfsakis, Faultiere, Goldkopflöwenäffchen und Waldschildkröten. Zumindest so friedlich, wie es in der Tierwelt zugehen kann: Wenn es um die sonnigsten Plätze und die leckersten Bissen geht, wird durchaus schon einmal geschimpft und gedroht, aber nicht gebissen. Neuer Chef in dem Gemeinschaftsgehege ist der Weißkopfsaki Milow. Er kam im Juli aus dem Zoo von Drayton Manor Park in der Nähe der englischen Metropole Birmingham. Inzwischen hat er sich gut eingewöhnt und füllt seine Rolle sanftmütiger aus als sein Vorgänger Diego, den die Wilhelma derweil an den Karlsruher Zoo abgegeben hat. Zuvor war es immer wieder einmal rauer zugegangen. Diego hatte sich mit den Goldkopflöwenaffen angelegt. Außerdem durfte er nicht länger bei seinen inzwischen erwachsenen Töchtern Riane und Paulina bleiben, um Inzucht zu vermeiden. Und deren Mutter Icana hatte einen zunehmend schweren Stand bei den beiden. In dem für Sakis stolzen Alter von fast 30 Jahren darf sie nun ihr Altenteil in einem eigenen Gehege in Ruhe hinter den Kulissen verbringen. Als Seniorin springt sie nur noch ungerne und ist nicht mehr behände genug unterwegs, um sich den Kabbeleien mit ihrem sieben und acht Jahre alten Nachwuchs zu entziehen. Gesucht wurde deswegen mit Hilfe des Koordinators des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) der Zoos ein Saki-Mann, der genetisch zu Riane und Paulina passt und zudem bereits Erfahrung im Umgang mit Goldkopflöwenaffen haben sollte. Deshalb fiel die Wahl auf Milow. Übergriffig wird der Elfjährige nur, wenn er den Faultieren die Kartoffeln als Lieblingsspeise stibitzt. Aber die lassen das meist geduldig über sich ergehen. Dabei bekommen die Affen fünf Mahlzeiten am Tag: vor allem Gemüse, wie Karotten, Fenchel oder Sellerie, und nur etwas Obst, um die Zähne vor dem Fruchtzucker zu schonen. Papaya und Trauben nehmen sie gerne und lieben dazu ein paar Walnüsse. Eiweiß für die ausgewogene Ernährung erhalten sie über Grillen und Heuschrecken. In der Natur leben die Weißkopfsakis in den Regen- und Gebirgswäldern im Nordosten Südamerikas, zum Beispiel in Venezuela, Guayana und Teilen Brasiliens. Dort bewohnen sie die Kronen der Bäume, zwischen denen sie mit mächtigen Sprüngen wechseln. Mit einem Satz können die Sakis an die zehn Meter überbrücken. Einen knappen halben Meter messen die Sakis, der buschige Schwanz ist noch einmal so lang. Ihr Gewicht beträgt anderthalb bis zwei Kilo. Die Männchen sind leicht zu erkennen: Nur sie tragen zu ihrem vorwiegend schwarzen Fell das typisch markante weiße Gesicht. Weibchen haben dagegen ein schwarzgraues Haarkleid mit bräunlichem Bauch und nur zwei weißen Linien am Kopf von den Augen bis zum Mund.

Erlebnis-Zoo Hannover 02.10.2020
Tierischer Nachtlauf für den Artenschutz
Laufaktion im Dunkeln durch den Erlebnis-Zoo Hannover voller Erfolg. Nachts durch den Zoo laufen. Nur die Geräusche der eigenen Schritte hören – und das Brüllen der Löwen, das Rufen der Pfauen, das Rascheln im Bambus… Ein bisschen unheimlich war es schon, und genau das machte den Reiz aus: Der erste „Tierische Nachtlauf“ im Erlebnis-Zoo Hannover war ein voller Erfolg! Rund 300 Läuferinnen und Läufer traten am 1. Oktober von 20 bis 23 Uhr zum Tierischen Nachtlauf an. Gestartet wurde im Abstand von etwa 30 Sekunden, so dass jeder Teilnehmer praktisch alleine durch den dunklen Zoo lief und die nächtliche Atmosphäre auf der teils durch Kerzenschein illuminierten Strecke für sich genießen konnte. Um Laufbegeisterten in dieser schwierigen Zeit das Erlebnis eines ganz besonderen Laufes zu ermöglichen, hatte der Erlebnis-Zoo gemeinsam mit der Agentur eichels:Event das neue Aktionsformat mit viel Abstand und einem umfangreichen Hygiene-Konzept auf die Beine gestellt. „Wir wollten den Läuferinnen und Läufern mit dem Tierischen Nachtlauf eine kleine Freude machen“, erklärt Zoo-Geschäftsführer Andreas M. Casdorff, „auch wenn es mit 2 km nur eine kurze Strecke ist, ist es aufregend, Hannovers Wildnis im Dunkeln zu erleben.“ Das bestätigten auch die Teilnehmer des Nachtlaufs: „Es war super. Ich kenne den Zoo in- und auswendig bei Tag und war überrascht, wie toll es im Dunkeln ist. Ich habe während des Laufs sogar ein paar Tiere gesehen, es hat wirklich Spaß gemacht“, berichtet eine Läuferin, als sie im Ziel ankommt. Ein weiterer Teilnehmer freute sich ebenfalls tierisch über das echt andere Laufevent: „Es war toll, dass der Lauf stattgefunden hat, wo doch so viele andere Veranstaltungen abgesagt werden. Und dass man gleichzeitig etwas Gutes tut, ist eine tolle Sache!“ Zoo-Geschäftsführer Casdorff freut sich, dass der Nachtlauf so gut angekommen ist: „Wir werden ihn gerne nächstes Jahr wiederholen!“ Flotte Schritte für gemächliche Schildkröten – Die Läufer taten mit jedem Schritt auch noch Gutes für den Artenschutz: Sie unterstützten das neue Riesenschildkröten-Projekt des Zoos. 2008 musste sich der Erlebnis-Zoo schweren Herzens von den beliebten Riesenschildkröten verabschieden, weil ihr Warmhaus in die Jahre gekommen war und das Gehege zudem mitten im Baugebiet für die heutige Themenwelt Yukon Bay lag. Jetzt möchte der Erlebnis-Zoo seinen Traum und den lang gehegten Wunsch vieler Zoobesucher erfüllen und die Seychellen Riesenschildkröten zurückholen. Das geplante Glashaus soll begehbar sein und einen spannenden Einblick in die Futterküche ermöglichen. Außerdem wird das Haus Heimat für diverse Insekten, die in ihren Terrarien zu sehen sein werden. „Wir danken allen Läuferinnen und Läufern herzlich für ihren Einsatz und hoffen, die bedrohten Riesenschildkröten bald schon wieder im Erlebnis-Zoo zeigen zu können“, so Casdorff.

Tierpark Berlin 02.10.2020
Historisches Schloss trifft Beethovens Sonaten – Schloss Friedrichsfelde im Tierpark Berlin startet neue Konzert-Reihe
Der historische Ballsaal mit Kronleuchter und stuckbesetzter Decke wird durch die wunderbare Klavier- und Kammermusik Beethovens durchflutet! In diesem Herbst startet im Schloss Friedrichsfelde im Tierpark Berlin eine vielversprechende neue Reihe klassischer Konzerte. Gerade noch rechtzeitig zum Jahr von Beethovens 250. Geburtstag widmen sich erstklassige Künstler an sechs Terminen seinen einzigartigen Werken. Ein bemerkenswerter Auftakt gelang gestern Hinrich Alpers mit Beethoven Klaviersonate op.109 & 5. Symphonie. „Das Schloss inmitten der herrlichen Parkanlage ist einfach ein ganz besonderer Ort“, erklärt Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem im Rahmen des Auftakt-Konzerts. „Erklingen in diesem historischen Ambiente dann klassische Musikstücke von professionellen Musikern ist die gedankliche Zeitreise perfekt.“ Die folgenden Konzerte stehen nun noch an: 15. Oktober 2020, 19:30 Uhr, Duo Runge & Ammon, Eckart Runge, Violoncello, & Jacques Ammon, Klavier, Beethoven – Revolutionary Icons, 29. Oktober 2020, 19:30 Uhr Max Brod Trio, Die Beethovenschen Klaviertrios, Op. 1/3 und op. 97 (Erzherzogtrio), 12. November 2020, 19:30 Uhr, Niek Baar & Ben Kim, Violine & Klavier, Beethoven Frühlingssonate op.24 und Kreutzersonate op. 47, 26. November 2020, 19:30 Uhr, Heidrun Holtmann, Klavier, Beethoven Klaviersonaten op. 14/2, op. 28 (Pastorale) und op. 111, 10. Dezember 2020, 19:30 Uhr, Duo UNRUH, Dina Bolshakova & Kaja Polivaeva, Violoncello & Klavier, Werke von Beethoven und Andreas J. Winkler Tickets sind streng limitiert und ausschließlich online erhältlich. Die Veranstaltungen im kleinen Kreis finden unter Berücksichtigung der Corona-Maßnahmen statt. In den Räumen des Schloss Friedrichsfelde muss eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. Auf dem Sitzplatz kann diese abgenommen werden. Unter folgendem Link sind weitere Informationen sowie der Ticketshop zu finden: www.tierpark-berlin.de/schlosskonzerte.

Zoo Duisburg 02.10.2020
Ein Stück Australien: Im Zoo Duisburg entsteht eine Outback-Voliere
Gelbfuß-Felskängurus und australische Vogelarten sollen die Steppenlandschaft bevölkern. Die Eröffnung der Voliere ist für 2021 geplant. Im Zoo Duisburg entsteht mit der Outback-Voliere ein weiteres Highlight. Künftig lassen sich dort australische Tierarten beobachten. Das Projekt wird maßgeblich durch den Förderverein des Zoos finanziert. Mit dem Bau der Outback-Voliere baut der Zoo seinen australischen Schwerpunkt weiter aus und schafft Platz für neue Tierarten. Die Szenerie im Inneren der Anlage erinnert an das australische Buschland: Gelbfuß-Felskängurus hüpfen durchs hohe Gras, in der Wasserstelle vor einer verlassenen Farm nehmen Sichelpfeifgänse ein erfrischendes Bad und die Vielfarbensittiche machen am leise plätschernden Bach Rast. Vereinzelte Eukalyptusbäume, Gräser und Felsen prägen das Landschaftsbild.Um Platz für die neue Voliere zu schaffen, wurde die ehemalige Fasanerie bereits 2017 abgerissen. Gemeinsam mit dem Förderverein des Zoos, welcher das Bauprojekt maßgeblich finanziert, entschieden sich alle Beteiligten, eine australische Themenvoliere zu etablieren. „Das Konzept der Outback-Voliere hat uns nachhaltig überzeugt, die finanzielle Unterstützung der Baumaßnahme wurde auf unserer Mitgliederversammlung mit großer Mehrheit beschlossen“, so Frank Schlawe, Vorsitzender der Duisburger Zoofreunde. Zoodirektorin Astrid Stewin weiß um die Bedeutung des Vereins als zuverlässigen Unterstützer: „Den fast 9.000 Mitgliedern unseres Fördervereins ist es zu verdanken, dass diese neue Landmarke in unserem Zoo entstehen kann. Für das Vertrauen und die Unterstützung möchte ich mich im Namen meines gesamten Teams und unserer Tiere ganz herzlichen bedanken.“ Die Landschaftsgestaltung der rund 630 m² großen und bis zu 7 Meter hohen Voliere ist in vollem Gange. Der Bachlauf wurde modelliert, die größeren Felsen gesetzt und die Vorarbeiten für die weitere Gestaltung haben begonnen. Auch die Kunstfelswand im hinteren Bereich der Voliere wurde errichtet. Sie bietet den Felskängurus zusätzlichen Raum zum Klettern. Parallel beginnt schon bald der nächste Bauabschnitt. Für das Stallgebäude, das außerhalb der Voliere errichtet und im Stil einer verlassenen Farm gestaltet wird, wurde der Bauantrag eingereicht. Mit der Fertigstellung der Outback-Voliere rechnet der Zoo im kommenden Jahr.

Zoo Berlin 02.10.2020
Endlich schmeckt der Bambus! Panda-Zwillinge im Zoo Berlin sind auf den Bambus gekommen
Auf seinem Lieblingsplatz hoch oben in den Baumwipfeln sitzt Paule und knabbert – noch etwas unbeholfen – die frischen Bambusblätter vom Stängel. So langsam hat er die reine Muttermilch wohl satt und versucht sich nun mit seinen spitzen Zähnen immer häufiger am grünen Blattwerk. Neue Lieblingsspeise Bambus – kalorienarm, immergrün und ganz schön hart zu knacken! Pandas verbringen täglich mindestens zwölf Stunden damit, Bambus zu verputzen. Im Laufe der Evolution haben sich Große Pandas an den Verzehr des schnell wachsenden Süßgrases angepasst. Um die dicken Stangen zu knacken und an das saftige Innere zu gelangen, entfernen sie mit ihren scharfen Zähnen zunächst die harte Rinde. Sie haben zusätzlich eine Art zweiten Daumen – ein verlängerter Handwurzelknochen – entwickelt, mit welchem sie die Bambusstangen optimal greifen können. Ihre Speiseröhre ist sogar mit zusätzlicher Hornhaut versehen, so kratzen sie die scharfkantigen Bambusstücke beim Schlucken nicht. Zum Zermalmen des harten Bambus dienen ihnen ihre breiten Backenzähne, die Beißkraft des Pandas-Gebisses gilt als eine der stärksten im Tierreich. Noch verputzen lediglich Meng Meng und Jiao Qing größere Mengen des Süßgrases, doch in naher Zukunft werden zwei weitere Pandabären nach frischem Bambus verlangen. Aktuell versorgen die Tierpfleger die Berliner Pandas täglich mit rund 80 kg frischem Bambus aus der gut gefüllten Kühlkammer des Panda Garden. „Pandas schlafen und fressen bekanntlich außerordentlich viel. Wir stellen uns darauf ein, zukünftig etliche Extrarunden mit frischem Bambus drehen zu müssen“, sagt Revierleiter Norbert Zahmel. Rund 99 % ihres Nahrungsbedarfs werden bei ausgewachsenen Pandas mit Bambus gedeckt. Und dabei sind sie auch noch echte Feinschmecker: Nicht mit jeder beliebigen Bambussorte geben sich die schwarz-weißen Bären zufrieden, von den mehr als 1.000 bekannten Bambussorten schaffen es bei Pandas gerade mal 24 Arten auf die Speisekarte. „Einen Großen Panda satt zu bekommen ist gar nicht so einfach. Ihren Bambus lassen wir aus Südfrankreich anliefern, wo er klimatisch bedingt gut wächst“, erklärt Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem. „Diesen Aufwand betreiben wir für unsere Schützlinge natürlich gerne. Schließlich sind sie wichtige Botschafter für den weltweiten Artenschutz“, ergänzt er. Aktuell wiegen Pit und Paule jeweils etwa 30 kg. Wenn die beiden mit rund fünf Jahren ausgewachsen sind, werden sie rund 100 kg auf die Waage bringen. Zusätzlich zum Bambus trinken Pit und Paule nach wie vor Muttermilch. So werden sie erst mit anderthalb Jahren gänzlich auf Bambus umstellen. Richtigen Winterspeck müssen die Pandas übrigens nicht anfuttern, im Gegensatz zu anderen Bären halten Pandas keine Winterruhe. Mit ihrem dichten schwarz-weiße Pelz sind die Tiere auch im Winter gut vor Wind und Wetter geschützt. Hintergrund: Im Zoo Berlin leben seit Sommer 2017 Deutschlands einzige Große Pandas. Am 31. August 2019 hat Panda-Dame Meng Meng zwei Baby-Pandas (Pit: 186 g und Paule: 136 g) zur Welt gebracht. Der Vater Jiao Qing (9) ist bei der Aufzucht – wie für Große Pandas typisch – nicht beteiligt. Nach der letzten Zählung des weltweiten Bestandes geht man von nur noch etwa 1.864 ausgewachsenen Großen Pandas im natürlichen Lebensraum aus. Daher wird der Panda auf der Roten Liste für bedrohte Arten der Weltnaturschutzunion IUCN als gefährdet eingestuft. Der Zoo Berlin beteiligt sich aktiv an den Artenschutzbemühungen für die Großen Pandas in China. Mit dem jährlichen Beitrag wird Zucht, Schutzmaßnahmen und Wiederauswilderung der Bambusbärenfinanziert. Pate der beiden Pandas Meng Meng und Jiao Qing ist die Berliner Volksbank.

Tierpark Nordhorn 02.10.2020
Nasenbärenjungtiere im Familienzoo – Seltene Kleinbären sorgen gleich für vierfachen Nachwuchs!
Seit sechs Jahren leben die seltenen Weißrüsselnasenbären im Nordhorner Familienzoo. Sie bereichern den Amerikabereich direkt hinter dem Eingang des Tierparks und sind zu echten Publikumslieblingen geworden. Deutschlandweit halten nur fünf Zoos (Berlin, Braunschweig, Leipzig, Magdeburg und Nordhorn) die hübschen Nasenbären mit ihrer namensgebenden hellen Nasenpartie. Und selbst Europaweit ist die Anzahl der Halter mit gerade mal 21 Zoos überschaubar. Denn entgegen dem in der Zoowelt weit verbreiteten Roten Nasenbären (Nasua nasua) ist die Nachzucht der Weißrüsselnasenbären (Nasua narica) nicht ganz einfach. Nur selten werden Jungtiere geboren und auch erfolgreich aufgezogen. „Neben den tierartlichen Unterschieden scheint es auch große individuelle Unterschiede bezüglich der Ansprüche und Voraussetzungen für eine erfolgreiche Aufzucht zu geben“, beschreibt Kuratorin Dr. Heike Weber die Erfahrungen aus Nordhorn. In diesem Jahr hatte sie zusammen mit den Tierpflegern eine neue Strategie getestet. Nämlich das tragende Weibchen frühzeitig in ein völlig anderes Gebäude zu bringen, um dort ohne jeglichen Kontakt zu den anderen Nasenbären oder den Tierpflegern die Geburt und Aufzuchtphase abzuwarten. Und es hat tatsächlich geklappt! „In diesem Fall hat es so funktioniert. Das heißt jedoch leider nicht, dass es beim nächsten Mal oder bei einem anderen Weibchen ebenso erfolgreich ablaufen wird“, fügt Weber vorsichtig an. In der Vergangenheit hat ein anderes Nordhorner Weibchen auch schon im Mutter-Kind-Abteil mit Kontakt zur Gruppe erfolgreich Junge aufgezogen. Und in anderen Zoos war sogar das Zuchtmännchen anwesend. Zoos leisten hier mit allen Erfolgen und Rückschlägen in der Zucht wichtige Pionierarbeit, um diese Tierart besser verstehen zu können. „Nach einem Jahr Pause sind wir auf jeden Fall sehr froh, dass es wieder mit der Aufzucht geklappt hat,“ freut sich Revierleiter Henning Meyer. Diesmal beim jüngsten der vier weiblichen Tiere, die in Nordhorn leben. „Ginger“ heißt die glückliche Vierlings-Mutter, die selber 2016 im Tierpark Nordhorn geboren wurde. Nun standen der erste Gesundheitscheck der vier quirligen Kleinbären und der Umzug in das eigentliche Nasenbärengehege an. Zootierärztin und Kuratorin Dr. Heike Weber attestierte den Jungtieren beste Fitness und stellte fest, dass es sich um vier Männchen handelt! Die kleinen Nasenbären machten ihrem Unmut über die tierärztliche Kontrolle lautstark Luft. Aber das half nichts, Weber verpasst allen den erforderlichen Transponderchip und erklärte: „Mit dem Lesegerät können wir dann jederzeit die Transpondernummern ablesen und so feststellen, um welchen Nasenbären es sich handelt. Das ist vor allem später wichtig, wenn einige der Tiere an andere Zoos zur Bildung neuer Zuchtgruppen abgegeben werden sollen“. Nach dieser aufregenden Erfahrung kamen „Ginger“ und ihre Vierlinge zunächst einmal alleine in den großen, einsehbaren Innenstall der Nasenbären. Hier können sich vor allem die Jungtiere in Ruhe und unter Begleitung ihrer Mutter an die neue Umgebung und die Besucher hinter der großen Sichtscheibe gewöhnen. Dann steht den Kleinen das Kennenlernen der restlichen ausgewachsenen Nasenbären bevor. Sicherlich ein spannender Moment im noch jungen Kleinbärenleben! Ab sofort können die kleinen Vierlinge also täglich von den Zoobesuchern in der Anlage zwischen Bisons und Alpakas beobachtet werden – sofern sie nicht gerade ein Erholungs-Schläfchen in ihren Holzboxen einlegen.

Tierpark Hellbrunn München 01.10.2020
Zwei neue Eisbären in Hellabrunner Polarwelt eingezogen
Die Eisbären-Anlage in Hellabrunn ist fortan eine Dreier-Damen-WG: Zwei Eisbären-Weibchen sind heute gut im Münchner Tierpark angekommen und werden sich in nächster Zeit behutsam mit ihrer neuen Umgebung und den neuen Spielgefährtinnen vertraut gemacht. In Zukunft werden sich die beiden die Tundra- und Felsen-Anlage in der Polarwelt mit der Hellabrunner Eisbärin Giovanna teilen. Beide Neuzugänge sind um die drei Jahre alt und wurden nach dem Inuit-Wort für Eisbär benannt: Eisbärin Nanook wurde in der ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen in Nordrhein-Westfalen geboren und bezog ihr neues Zuhause in Hellabrunn am Donnerstagvormittag. Eisbärin Nanuq aus dem Zoo de Cerza in der französischen Normandie erreichte den Münchner Tierpark am Donnerstagnachmittag. Zur besseren Unterscheidung wird das Eisbären-Weibchen aus Frankreich noch einen neuen Namen erhalten. Vor dem Umzug hatten die Tierpfleger der jeweiligen Zoos ein sogenanntes Kistentraining mit beiden Eisbären absolviert. So hatten die Tiere ausreichend Zeit, sich an ihre Transportkiste zu gewöhnen und zu lernen, dass diese keine Gefahr für sie darstellt. Am Tag der Abreise haben sie die Kiste dann freiwillig betreten. Eine Narkose, die immer mit einem gewissen Risiko verbunden ist, konnte dadurch vermieden werden. Mithilfe eines Krans wurden beide Transportkisten vorsichtig über die Glasfronten der Eisbären-Anlage gehievt und passgenau an den Eingang des Hauses angedockt. Nachdem die Transportboxen mit Sicherungsgurten festgezurrt worden waren, konnte der Schieber zum Hauseingang hin geöffnet und die Eisbärinnen in ihre separaten Schlafhöhlen geleitet werden. „Der Transporttermin für beide Eisbärinnen wurde eigens so gelegt, dass sie taggleich in Hellabrunn ankommen und sich somit gemeinsam an die neue Umgebung gewöhnen können. Keine der beiden jungen Eisbärinnen verfügt dadurch schon über einen ‚Heimvorteil‘ vor der anderen. Um sie sukzessive an die unbekannte Umgebung heranzuführen, werden sie die Tundra- und Felsenanlage in den nächsten Tagen zunächst separat erkunden. In einem zweiten Schritt werden beide Neuzugänge zusammengeführt. Zu guter Letzt lernen sie ihre neue Mitbewohnerin Giovanna kennen“, erklärt Beatrix Köhler, Kuratorin für Eisbären und Zoologische Leiterin in Hellabrunn. „Aufgrund der Eingewöhnungen kann es zu kurzfristigen Sperrungen der Besucherwege in der Polarwelt kommen. Grundsätzlich haben Besucher aber in den nächsten Wochen die Möglichkeit, diese Zusammenführung mitzuverfolgen.“ Da Eisbären in europäischen Zoos in den letzten Jahren sehr erfolgreich nachgezüchtet werden konnten, lebt in Hellabrunn nun eine gleichgeschlechtliche Gruppe. Das Zusammenleben in solchen Bachelorette-Gruppen verläuft in der Regel sehr harmonisch und ist auch in der Natur zu beobachten. Beide Eisbärinnen kamen auf Empfehlung des Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes (EEP) nach Hellabrunn. Für die Bestände von besonders seltenen oder bedrohten Tierarten wird europaweit ein Zuchtprogramm koordiniert. Ziel ist immer, einen gesunden Bestand in Zoos zu gewährleisten, der nicht miteinander verwandt ist. Dafür hat der Koordinator des jeweiligen Europäischen Erhaltungszuchtprogramms eine Übersicht über alle verfügbaren Individuen und deren Stammbäume, auf deren Basis er Zucht- und Tauschempfehlungen ausspricht. Wenn herangewachsene Jungtiere ihre Gruppe verlassen müssen, benötigen sie früher oder später einen neuen Platz in einer anderen zoologischen Einrichtung. So war auch Giovannas Tochter Quintana im Juli von Hellabrunn in den Zoo de La Flèche in Frankreich gezogen. Denn auch im natürlichen Lebensraum ist es üblich, dass Mutter und Nachwuchs zu gegebener Zeit getrennte Wege gehen. Die neue Hellabrunner Eisbären-Gruppe: Eisbärin Giovanna: Giovanna wurde am 28.11.2006 im italienischen Fasano geboren. Seit 2008 ist Giovanna im Münchner Tierpark Hellabrunn zu Hause. Am 9. Dezember 2013 hat sie die Eisbärenzwillinge Nela und Nobby geboren, die im Frühjahr 2016 im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms für Eisbären an den holländischen Wildlands Adventure Zoo Emmen und an den englischen Yorkshire Wildlife Park abgegeben wurden. Am 21. November 2016 brachte Giovanna ihre Tochter Quintana zur Welt, die am 08.07.2020 im Rahmen des EEP für Eisbären an den Zoo de La Flèche in Frankreich abgegeben wurde. Eisbärin Nanook (Tierpate gesucht): Nanook wurde am 04.12.2017 in der ZOOM Erlebniswelt in Gelsenkirchen geboren. Sie war der erste Eisbärnachwuchs in der ZOOM Erlebniswelt in Gelsenkirchen. Eisbärin Nanook wird ihren Namen behalten. Für sie wird derzeit noch ein Tierpate gesucht. Der Jahresbeitrag für die exklusive Eisbären-Patenschaft beträgt 5.000,- Euro. Mit einer Tierpatenschaft unterstützen die Paten die artgerechte und naturnahe Pflege und Versorgung der Hellabrunner Tiere und zeigen, dass ihnen eines unserer Tiere besonders am Herzen liegt. Eisbärin Nanuq (Eisbärin wird noch umbenannt): Nanuq wurde am 07.11.2016 im Zoo Mulhouse im Elsass in Frankreich geboren. Anfang April dieses Jahres zog Nanuq in den Zoo de Cerza in der Nähe von Lisieux. Eisbärin Nanuq ist – wie schon zuvor Eisbärin Quintana – an die F. Linster & Co. GmbH – Edelstahlhandel verpatet. Das Unternehmen darf sich einen neuen Namen für die Eisbären-Dame aussuchen.

Tiergarten Nürnberg 01.10.2020
Tiergarten unterstützt Rettungsaktion im Pantanal
Das brasilianische Sumpfgebiet Pantanal brennt und die dort lebenden Tiere, darunter Tapire, erleiden zum Teil massive Brandverletzungen, viele sterben daran. Das Ökologische Forschungsinstitut (Instituto de Pesquisas Ecológicas / IPÊ) mit Sitz in Brasilien hat eine Soforthilfemaßnahme eingeleitet. Der Tiergarten der Stadt Nürnberg unterstützt diese Aktion. Der Tiergarten Nürnberg und der Verein der Tiergartenfreunde Nürnberg e.V. haben zusammen bereits 5 000 Euro als Soforthilfe geleistet, um die verletzten Tiere behandeln zu können. Insgesamt werden jedoch noch rund 75 000 Euro benötigt. Der Zoologische Leiter des Tiergartens Nürnberg und stellvertretende Vorsitzende der Fachgruppe für Tapire und Schweineartige des Europäischen Zooverbands (Taxon Advisory Group der EAZA), Jörg Beckmann, weiß, dass „das Projekt dringend Geld für die veterinärmedizinische Versorgung und Pflege von Tapiren und anderen, durch das verheerende Feuer verletzten Tieren wie Jaguare benötigt.“ Außerdem fehlt es an Mitteln für Feuerwehrausrüstungen, um die Brände weiterhin bekämpfen zu können. Die „Lowland Tapir Conservation Initiative“ des IPÊ setzt sich seit 1996 für den Schutz der Flachlandtapire ein. Ein Schwerpunkt liegt auf der Erforschung der Tapire, der Umweltbildung und der Entwicklung und Umsetzung von Strategien zum Schutz der Tiere. Die Biologin Patrícia Medici leitet dieses Tapirprojekt. Zur aktuellen Lage im Pantanal schreibt sie: „Die Situation ist beispiellos, tragisch, katastrophal. Große Teile des Pantanals sind bereits zu Asche geworden, tausende von Tieren sterben“. Das Pantanal ist eines der größten Binnenland-Feuchtgebiete der Welt, das sich über 230 000 Quadratkilometer erstreckt. Davon sind bereits 17 Prozent verbrannt und damit eine Fläche, die mehr als fünf Mal so groß ist wie Mittelfranken. Laut Medici konzentrieren sich „die meisten Brände im Pantanal auf den nördlichen Teil des Ökosystems, aber auch das südliche Pantanal wurde schwer in Mitleidenschaft gezogen. Die Brände werden meist von Viehzüchtern gelegt, um Land für Weideland zu roden, haben sich aber in letzter Zeit durch ungewöhnlich trockene Bedingungen noch verschlimmert.“ dem Jahr 2000 ist das Pantanal UNESCO Welterbe. Die dort beheimateten Flachlandtapire sind die größte landlebende Säugetierart Südamerikas und von großer ökologischer Bedeutung. Die Vegetarier werden auch als „Gärtner des Waldes“ bezeichnet, weil sie Samen ihrer Nahrungspflanzen verteilen. Flachlandtapire, die auch im Tiergarten Nürnberg gehalten werden, gelten laut der Weltnaturschutzunion (IUCN) als „gefährdet“, ihr Bestand ist innerhalb der letzten gut 30 Jahre, das sind drei Tapir-Generationen, um 30 Prozent zurückgegangen. Schuld daran sind die Nutzung des Lebensraums der Tiere durch den Menschen, eine nicht nachhaltige Jagd und Verkehrsunfälle. Spendengelder nimmt das IPÊ entgegen unter www.ipe.org.br/en/donate-now/donate-to-tapir

Kölner Zoo 01.10.2020
Kleinster Hirsch der Welt: Südlicher Pudu im Kölner Zoo geboren
Zuwachs bei den Südlichen Pudus im Kölner Zoo: Am 19. September kam ein Jungtier bei dieser kleinsten Hirschart der Erde zur Welt. Mutter „Auryn“ wurde 2018 im Kölner Zoo geboren. Es ist ihr erstes Jungtier. Der neunjährige Vater „Dursley“ kam 2019 aus Wuppertal nach Köln. Er hat bereits mehrfach Nachwuchs gezeugt. Die Tierpfleger haben das Geschlecht des Neugeborenen noch nicht bestimmt, um die Mutter-Kind-Bindung nicht unnötig zu stören. Das muntere Jungtier, das bereits vorsichtig die Außenanlage erkundet, ist daher noch ohne Namen. Pudus zählen zu den Hirschartigen. Es gibt zwei Unterarten – den Südlichen und den Nördlichen Pudu. Süd-Pudus, wie sie der Kölner Zoo hält, leben in Patagonien. Im Gegensatz zum Nord-Pudu, der in den kargen Hochgebirgslagen der kolumbianischen, ecuadorianischen und peruanischen Anden vorkommt, sind Süd-Pudus reine Waldtiere. Sie sind scheu und überwiegend nachtaktiv. Ihre Nahrung besteht aus Blättern, Rinde, Früchten, Blüten und jungen Baum-Trieben. Süd-Pudus leben in der Regel einzelgängerisch und kommen nur zur Paarung zusammen. Pudus werden kaum größer als Hasen. Die Wild-Bestände dieser hübschen Tiere gehen zurück. Gründe sind u. a. Bejagung und Auseinandersetzungen mit Haushunden, die Menschen einst in Patagonien eingeführt haben. Die Pudu-Anlage des Kölner Zoos liegt im Südamerikabereich im Herzen des Zoos, zwischen der Anlage für den Großen Ameisenbären und den Primaten und Aras im Kleinen Südamerikahaus. Pudus erreichen in Zoos ein Alter von bis zu 20 Jahren. In Deutschland leben aktuell 22 Pudus in fünf verschiedenen Zoos; in Europa sind es 62 in 20 Zoos.

Tierpark Hagenbeck 01.10.2020
Ferienzeit ist Hagenbeck-Zeit
Ferienzeit ist Hagenbeck-Zeit. Nicht nur Elefanten, Tiger und Löwen zählen zu den Publikumslieblingen im Tierpark, sondern auch die lebhaften Pinguine im Eismeer. Und davon hat Hagenbeck gleich drei Arten zu bieten: Humboldt-, Esels- und Königspinguine leben im Eismeer – eine spannende Vielfalt, die für die Tierpfleger eine Herausforderung darstellt, da die verschiedenen Arten völlig unterschiedliche Gewohnheiten und Herkunftsgebiete haben. Humboldt-Pinguine – Die Gruppe der vom Aussterben bedrohten Humboldt-Pinguine zählt inzwischen 41 Tiere, eine echte Wohlfühlgröße für die Südamerikaner, die es gern gesellig mögen. In diesem Jahr bekamen die Pinguine, deren Heimat Peru und Nordchile ist, gleich acht Küken. Die Herausforderung für die Tierpfleger liegt darin, den Küken das eigenständige Fressen beizubringen. In der Natur versorgen die Elterntiere ihre Sprösslinge in den ersten 60 Tagen, danach kehren die Jungtiere nicht mehr in ihr Nest zurück. In menschlicher Obhut ist das anders, hier müssen sie erst einmal lernen, den Fisch richtig herum zu fressen, denn mit dem Kopf voran „flutscht“ er besser. Inzwischen sind alle acht Küken futterfest und tummeln sich mit dem Rest der Gruppe in der großzügigen Außenanlage – gut zu unterscheiden an ihrem grauen Federkleid. Eselspinguine – Auch in der Anlage der antarktischen Pinguine geht das Leben weiter – obwohl die Besucher diesen Bereich coronabedingt zurzeit nicht betreten dürfen. Ein kleines Update mit einem Blick hinter die Kulissen: Die 34 Eselspinguine, die in diesem Jahr ebenfalls für fünf Jungtiere sorgten, haben ganz andere Anforderungen: Sie bauen ihre Brutplätze auf einer leicht erhöhten Stelle aus kleinen Steinen, die sie sich immer wieder untereinander wegschnappen. Die Tierpfleger sorgen solange für Nachschub, bis alle Paare zufrieden sind. Das Herkunftsgebiet der Eselspinguine liegt in Südgeorgien und auf den Falklandinseln. In Hagenbecks Eismeer bewohnen sie zusammen mit den deutlich größeren Königspinguinen die sieben Grad Celsius kalte Anlage der antarktischen Pinguine.Königspinguine – Die Gruppe der farbenprächtigen Königspinguine, die eine Größe von bis zu 95 Zentimetern erreichen, besteht bei Hagenbeck aus sieben Männchen. Da es europaweit einen Männerüberschuss gibt, entschloss sich Hagenbeck, eine sogenannte Bachelorgruppe einzurichten, um den nicht verpaarten männlichen Tieren ein Zuhause zu schaffen. Nutzen Sie die sonnigen Herbsttage für einen entspannten Spaziergang durch den farbenprächtigen Park und beobachten Sie in aller Ruhe die mehr als 1.850 exotischen Tiere.

Zoo Schwerin 01.10.2020
Öffentlicher Herbstputz im Zoo Schwerin – Der Zoo macht sich winterfest und hofft auf viele Helfer!
Kaum hat die Sommersonne noch einmal alles gegeben, fallen auch schon die ersten bunten Blätter von den Bäumen – es ist Herbst geworden! Da der öffentliche Frühjahrsputz dieses Jahr ausfallen musste, ruft der Schweriner Zoo nun auf zum Arbeitseinsatz im Herbst. Bei hoffentlich bestem Herbstwetter gilt es das frische Laub gar nicht erst sesshaft werden zu lassen. Es darf gerecht, geharkt und auch mal geworfen werden. Für fleißige Bastler gibt es Arbeit an den Benjeshecken, die mit frischem Baumschnitt aufgefüllt werden müssen. Also rein in die Gummistiefel und anmelden für einen aktionsreichen Herbsttag an der frischen Luft. Die Aktion findet am Samstag, den 24. Oktober 2020 ab 09:00 Uhr statt. Alle fleißigen Helfer erhalten nach Voranmeldung an diesem Tag natürlich freien Eintritt in den Zoo. Das Mindestalter zur Teilnahme beträgt 16 Jahre. Im Anschluss an die Aufräumaktion lädt der Zoo alle Teilnehmer zu einem warmen Mittagessen und heißen Getränken ein. Alle Helfer können sich bis zum 19. Oktober unter 0385-39551-0 oder per E-Mail unter info@zoo-schwerin.de anmelden. Treffpunkt am 24. Oktober ist um 9 Uhr am Haupteingang. Hier werden alle Freiwilligen in Arbeitsgruppen und verschiedene Einsatzbereiche eingeteilt und in die jeweiligen Tätigkeiten eingewiesen. Natürlich bietet sich dabei auch die Gelegenheit sich mit dem Zoopersonal einmal persönlich auszutauschen und einen Einblick in den Arbeitsalltag zu bekommen. Eigene Arbeits- oder Gartenhandschuhe sind bitte mitzubringen. Ablauf für den Tag des Frühjahrsputzes: 09.00 Uhr Einlass (Treffpunkt Haupteingang) & Gruppierung, 09.15 Uhr Einweisung & Arbeitsaufnahme, 13.30 Uhr Mittagessen und Feierabend für alle Helfer

ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen 01.10.2020
ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen: Eisbärin Nanook ab jetzt in München
Gelsenkirchen. Die fast dreijährige Eisbärin Nanook aus der ZOOM Erlebniswelt ist gut in ihrem neuen Zuhause, dem Münchner Tierpark Hellabrunn, angekommen. Gestern hat sie den Zoo in Gelsenkirchen verlassen, um nach München gebracht zu werden. „Der Transport der Eisbärin ist gut verlaufen, alles hat nach Plan geklappt“, sagt Nadja Niemann, Kuratorin der ZOOM Erlebniswelt. Nach einem wochenlangen Training war Nanook gut auf ihre Reise vorbereitet. Regelmäßig hatten die Tierpfleger mit ihr geübt, in die Transportkiste zu gehen, wenn nach ihr gerufen wird. Wichtig hierbei war auch, die Trennung von Eisbärmutter Lara zu trainieren. „Dadurch konnten wir erreichen, dass sich Nanook auf Zuruf, ganz entspannt und ohne Narkose in die Transportkiste begeben hat und Lara sie ohne Probleme hat gehen lassen“, so Kuratorin Niemann. In einer für Eisbären speziellen Transportbox und einem klimatisierten Transporter ging es dann nach München. Dort lebt Nanook künftig mit zwei weiteren Eisbärweibchen zusammen: Eisbärin Giovanna (geb. am 28.11.2006 im Zoo in Fasano, Italien) kam vor zwölf Jahren in den Tierpark Hellabrunn. Die andere Eisbärin ist hingegen auch neu in München. Sie heißt wie die Eisbärin aus Gelsenkirchen ebenfalls Nanuq und wurde am 7.11.2016 im Zoo Mulhouse, in Frankreich geboren. Eisbärin Nanook verlässt den Zoo in Gelsenkirchen aufgrund der Empfehlung des Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes (EEP), das den Austausch von Tieren für den Erhalt der genetischen Vielfalt in europäischen Zoos koordiniert. So stand bereits vor der Geburt von Nanook fest, dass sie eines Tages den Zoo wechselt. Die Eisbärin war der erste Eisbärnachwuchs in Gelsenkirchen und ist am 4. Dezember 2017 geboren. In einem Video hat die ZOOM Erlebniswelt die schönsten Eindrücke aus Nanooks Zeit in Gelsenkirchen zusammengestellt – von der Geburt an über den ersten Spaziergang auf der Außenanlage bis zur Abfahrt.

Erlebnis-Zoo Hannover 01.10.2020
Zooschule Hannover erhält Auszeichnung als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt – Konzept aus direkter Tierbegegnung, Theorie und Kreativität überzeugt Jury
Der Workshop „Vielfalt der Insekten“ der Zooschule im Erlebnis-Zoo Hannover wurde als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet. Die Auszeichnung wird an vorbildliche Projekte verliehen, die sich in besonderer Weise für die Erhaltung der biologischen Vielfalt in Deutschland einsetzen. Mit dem Workshop „Vielfalt der Insekten“ hat die Zooschule im Erlebnis-Zoo ein neues Angebot für Schülerinnen und Schüler der Klassen 1-4 entwickelt. Das Konzept aus direkter Tierbegegnung, Theorie und Kreativität hat die Fachjury des UN-Wettbewerbs „Biologische Vielfalt“ nachhaltig beeindruckt. „Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung. Sie verdeutlicht, auf welch hohem Niveau unsere Zooschule als außerschulischer Lernort die schulische Ausbildung ergänzen und künftige Generationen für nachhaltiges Handeln sensibilisieren kann“, so Zoo-Geschäftsführer Andreas M. Casdorff. Mehr als 60 Prozent aller bekannten Tiere sind Insekten. Das Wissen über sie ist aber eher gering, Kinder teilen Insekten meist nur in zwei Gruppen ein: Zu den „Guten“ gehören Schmetterlinge und Marienkäfer, die angeblich „Bösen“ sind Mücken und Schaben. In dem Workshop betrachten die die Schülerinnen und Schüler zunächst sehr große Insekten, und zwar hautnah: Die direkte Begegnung unter anderem mit Wandelnden Blätter und Madagaskar-Fauchschaben vermittelt ein gänzlich neues Verständnis für die vermeintlichen Kribbeltiere, entwickelt Empathie. Die Kinder lernen den Grundbauplan der Insekten und ihre Besonderheiten kennen. In Ausdrucksstarken Bildern werden einheimische Insekten vorgestellt, wodurch die Artenkenntnis erweitert wird: den Kindern präsentiert sich so eine große biologische Vielfalt. Anschließend basteln die Schülerinnen und Schüler mit ihrem neuen Wissen ihr Fantasie-Insekt und stellen es typisierend vor. Die meist farbenfrohen Modelle können dann als Mobile eine kleine Klassen-Erinnerung an den Zoobesuch sein. Am Ende des Workshops dienen die Insekten als Vorbild: Anhand von Blattschneiderameisen untersucht die Klasse die Kreislaufwirtschaft und vergleicht sie mit den menschlichen Handlungen. Die UN-Dekade Fachjury hat sich für die Auszeichnung des Projekts „Vielfalt der Insekten“ entschieden, da „das Projekt in vorbildlicher Weise positive Zugänge zur Vielfalt von Insekten vermittelt. Der umfassende Ansatz ist positiv hervorzuheben, da so, neben der Vermittlung von Wissen über die biologische Vielfalt, auch für eine nachhaltige Zukunft sensibilisiert wird“.Die Vereinten Nationen haben den Zeitraum von 2011 bis 2020 als UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgerufen, um dem weltweiten Rückgang der Naturvielfalt entgegenzuwirken. Ein breit verankertes Bewusstsein in unserer Gesellschaft für den großen Wert der Biodiversität ist eine wichtige Voraussetzung. Die UN-Dekade Biologische Vielfalt in Deutschland lenkt mit der Auszeichnung vorbildlicher Projekte den Blick auf den Wert der Naturvielfalt und die Chancen, die sie uns bietet. Gleichzeitig zeigen diese Modellprojekte, wie konkrete Maßnahmen zum Erhalt biologischer Vielfalt, ihrer nachhaltige Nutzung oder der Vermittlung praktisch aussehen können. Über die Auszeichnung von Projekten entscheidet eine unabhängige Fachjury, an der Vertreter/innen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen beteiligt sind. Die UN-Dekade Fachjury tagt zweimal im Jahr. Der Wettbewerb ist jetzt abgeschlossen, Informationen zur UN-Dekade finden Sie weiterhin online bei der Geschäftsstelle UN-Dekade Biologische Vielfalt unter www.undekade-biologischevielfalt.de. Der Begriff „biologische Vielfalt“ umfasst die Vielzahl der Tier- und Pflanzenarten sowie die Vielfalt der Mikroorganismen und Pilze. Einbezogen wird auch die genetische Vielfalt innerhalb der Arten, die sich bei Pflanzen in den verschiedenen Sorten wiederspiegelt und sich bei Tieren mit den Rassen verbindet. Aber auch die verschiedenen Lebensräume und komplexe ökologische Wechselwirkungen sind Teil der biologischen Vielfalt. Die Biodiversität ist Voraussetzung für das Funktionieren der Ökosysteme mit ihren verschiedenen Ökosystemleistungen.

Wildpark Lüneburger Heide 01.10.2020
Wildpark und Heide Himmel topp bewertet – Positive Bilanz nach einem Jahr Baumwipfelpfad – Wildpark erreicht Spitzenplatz in deutschlandweiter Studie
Der Wildpark Lüneburger Heide steht sehr hoch im Kurs, wenn es um die Zufriedenheit seiner Besucher geht. Das bestätigt einmal mehr die Studie „Deutschlands Beste – die besten in der Freizeit“, durchgeführt vom Institut für Management- und Wirtschaftsforschung (IMWF) im Auftrag der Zeitschrift Focus Money. In diesem Jahr hat der Wildpark deutschlandweit den zweiten Platz in der Kategorie „Zoos“ erreicht. Die Studie wertet Kommentare und Beiträge in Kundenbewertungsportalen und Social Media Kanälen aus und zeichnet Unternehmen aus, die bei den Kundenbewertungen im Internet besonders positiv abschneiden. Der Wildpark erreichte dabei einen Wert von 94,7 von 100 erreichbaren Punkten. „Wir sind sehr stolz auf dieses Ergebnis und freuen uns, dass unsere Besucher den Wildpark und sein Angebot so schätzen“, sagt Wildpark-Geschäftsführer Alexander Tietz. „Wir arbeiten weiter hart daran, besser zu werden und im nächsten Jahr den ersten Platz zu belegen.“ Ein hohes Maß an Kundenzufriedenheit kann auch der Baumwipfelpfad Heide Himmel verzeichnen. „Die Bilanz nach einem Jahr Heide Himmel stimmt uns sehr positiv für die Zukunft und zeigt, dass wir mit dem Baumwipfelpfad die Zeichen der Zeit erkannt haben und die Sehnsucht der Menschen nach Erlebnissen in der Natur bedienen können“, sagt Tietz, der auch Geschäftsführer der Weitblick Tietz GmbH & Co. KG ist, die den Heide Himmel betreibt. Die Besucherzahlen haben sich sehr positiv entwickelt und sind so, wie im Vorfeld erwartet. Tietz freut sich besonders über jede Menge positives Feedback. „Eine Jubiläumsfeier zum einjährigen Bestehen des Heide Himmels kann aufgrund der Corona bedingten Einschränkungen zur Zeit leider nicht stattfinden, wird aber nachgeholt, sobald es das Infektionsgeschehen und die gesetzlichen Vorgaben dies wieder zulassen.“ Herzstück des Baumwipfelpfades ist der 40 Meter hohe Aussichtsturm, den die Besucher über einen 700 Meter langen Pfad erreichen. Entlang des Pfades warten viele interaktive Stationen auf die Besucher, die Wissenswertes über die heimische Flora und Fauna vermitteln. Von der obersten Plattform des Aussichtsturms lässt sich ein atemberaubender Blick über die Heideregion und an schönen Tagen bis nach Hamburg genießen. Menschen mit körperlichen Einschränkungen profitieren von der Barrierefreiheit des Heide Himmels. Die Steigung der Pfade ist Rollstuhl geeignet und die Aussichtsplattform in luftiger Höhe kann bequem mit dem Aufzug erreicht werden.

Zoo Hoyerswerda 30.09.2020
Erdmännchen-Nachwuchs heißt jetzt Stefan ZooKultur würdigt damit langjährige Unterstützung durch den Oberbürgermeister
Zu einer etwas anderen Namenstaufe lud die Zoo, Kultur und Bildung Hoyerswerda gGmbH (ZooKultur) den Oberbürgermeister der Stadt Hoyerswerda, Stefan Skora, in den Zoo Hoyerswerda. Er durfte den aktuellen Erdmännchen-Nachwuchs des Zoos taufen. Eines der beiden Jungtiere vom August trägt jetzt den Namen Stefan. „Wir wollten unseren Dank für die langjährige Unterstützung der fünf Einrichtungen der ZooKultur auf eine besondere Weise ausdrücken“, betont Arthur Kusber, Geschäftsführer der ZooKultur. „Wir wissen, dass dem OB unsere Zootiere besonders am Herzen liegen und freuen uns deshalb, einen unserer Besucherlieblinge nach ihm zu benennen“, führt er weiter aus. Und damit auch das Jungtier Bescheid weiß, wurde den Erdmännchen der Name mit kleinen und großen Köstlichkeiten persönlich vom Namensgeber überreicht. Doch ehe die Jungen sich über das Buffet her machen konnten, schauten erst die Großen nach dem besten Leckerbissen. Ganz nach Erdmännchen-Manier wurde dann fleißig gebuddelt und die Erde aus dem frisch angepflanzten Weizen-Namen umgegraben. Ganz vorne mit dabei das kleine Erdmännchen-Jungtier Stefan, dem der Buddelspaß anschließend merklich anzusehen war. „Ich freue mich schon sehr darauf, Stefan jetzt öfter im Zoo Hoyerswerda zu besuchen und bin gespannt auf seine weitere Entwicklung“, berichtet Oberbürgermeister Stefan Skora freudig.

Tiergarten Schönbrunn Wien 30.09.2020
Tierpflegerin gelang Schnappschuss von Koala-Jungtier
Für Tierpflegerin Simona Gabrisova im Tiergarten Schönbrunn war gestern ein ganz besonderer Morgen. Wie üblich hat sie nach den Koalas geschaut und ihnen die Morgenration Eukalyptus gebracht. Und plötzlich schaute das Koala-Jungtier erstmals aus dem Beutel von Weibchen Bunji. Auf diesen Moment haben der Zoo und seine Besucherinnen und Besucher schon gebannt gewartet. „Das Jungtier ist Mitte April geboren, aber gesehen hatte es bis jetzt noch niemand. Ich habe gleich mein Handy geholt, um Fotos zu machen“, verrät Gabrisova. Von Anfang an, seit 2002, betreut sie mit ihrem Team die Koalas in Schönbrunn. Der erste Nachwuchs ist auch für sie aufregend. „Es kann sein, dass man das Jungtier nun wieder einige Tage nicht sieht, aber mit der Zeit wird es sein Köpfchen oder auch ein Füßchen immer häufiger aus dem Beutel strecken.“ Seit über fünf Monaten wächst das Koala-Jungtier im Beutel seiner Mutter Bunji heran. Bei der Geburt nur so groß wie eine Bohne, ist es mittlerweile schon faustgroß. Gabrisova: „Derzeit trinkt das Kleine ausschließlich Muttermilch. Schon bald wird es zusätzlich den so genannten Pap zu sich nehmen – eine besondere Form der Ausscheidung mit Bakterien aus der Darmflora der Mutter. Diese Mikroorganismen sind später wichtig, um Eukalyptus-Blätter verdauen zu können.“ Der Tiergarten rechnet mit großem Interesse am ersten Koala-Nachwuchs in seiner 268-jährigen Geschichte und hat vorgesorgt. Zur Wahrung des Mindestabstandes wurde vor dem Koalahaus ein Anstellsystem mit Blockabfertigung eingerichtet. Vater Wirri Wirri bekommt von den spannenden Entwicklungen nur wenig mit. Er ist an der Aufzucht nicht beteiligt und beobachtet alles ausschließlich aus der Ferne.

Tierpark Görlitz 29.09.2020
Kleiner Igel was nun? Wann brauchen Igel wirklich menschliche Hilfe.
Die Tage werden kürzer, die Temperaturen sinken. Für die Igel wird es bald Zeit sich auf den kommenden Winter vorzubereiten. Bis zum Dauerfrost bedeutet dies: Futtern was das Zeug hält! Die Tiere müssen sich einen Energievorrat anlegen, von dem sie während des Winterschlafs zehren können. Aus dem Grund sind die stacheligen Vierbeiner derzeit besonders aktiv, was viele besorgte Tierfreunde annehmen lässt, die Tiere wären krank oder unterernährt und bedürften menschlicher Hilfe. Das ist allerdings in den wenigsten Fällen notwendig. Selbst junge Igel im Alter zwischen drei und vier Wochen verlassen oft tagsüber für kurze Zeit das Nest. Sie finden allein zurück und benötigen keine Hilfe! Die Fortpflanzungszeit der Igel liegt zwischen Mai und September, das bedeutet, dass es ganz normal ist, bis in den späten Herbst hinein noch kleinen Stachelträgern zu begegnen. Es ist nicht nur verboten geschützte Arten, zu denen auch der Igel zählt, aus der Natur zu entnehmen. Es bedeutet auch sehr viel Stress für das Tier. Stress, den man vermeiden kann. Um Igeln zu helfen, bietet man den stacheligen Gesellen Versteckmöglichkeiten in Form von großen, geschützten Laubhaufen, oder isolierten Holzkisten im Garten an. Der Verzicht auf den Einsatz von Insektiziden ermöglicht es den Tieren in ihrem Territorium zu verbleiben. Ein wichtiger Punkt, denn gute Igelterritorien sind meist belegt. Das bedeutet, dass die im Frühjahr in vermeintlich idealem Igel- Lebensraum wiederausgewilderten Stachelträger dazu gezwungen werden zu wandern. Bei den vielen Straßen kann das oft den Tod bedeuten. Durch eine Zufütterung mit getrockneten Insekten, Katzenfutter, Ei oder angebratenem Hackfleisch – kann man den Igeln ebenfalls helfen ihre Winterenergiereserven aufzufüllen. Auf keinen Fall darf Milch angeboten werden, diese führt zu lebensbedrohlichen Durchfällen. Obst gehört ebenfalls nicht auf den Speiseplan der von Insekten und Wirbellosen lebenden Tiere!

Tierpark Gotha 28.09.2020
Nachwuchs bei den Axishirschen im Tierpark Gotha Das zweite Jungtier im Jahr 2020 bereichert die Herde.
Nach einer Tragezeit von etwa 230 Tagen erblickte am 13. September 2020 ein Hirschkalb auf der nordwestlichen Außenanlage des Gothaer Tierparks das Licht der Welt. Das Axishirsch-Jungtier folgte der Mutter bereits nach kurzer Zeit auf wackeligen Beinen über die Anlage. Axishirsche behalten auch im Erwachsenenalter ihr „Fleckenkleid“, welches ihnen beim Licht- und Schattenspiel im Wald als Tarnung dient. Der Kontrast zwischen den hellen Punkten und dem restlichen, rotbraunen Fell ist bei ihnen stärker ausgeprägt, als bei anderen Hirsch-Arten. Das Geschlecht des Jungtiers im Tierpark Gotha ist noch nicht bekannt. Axishirsche ernähren sich überwiegend von Gräsern, Kräutern und frischem Laub. Ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet umfasst Indien, den Süden Nepals und Sri Lanka, wo sie offenes Gelände und baumbestandenes Buschland den dichten Wäldern vorziehen.

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