Zoopresseschau

Tiergarten Heidelberg 10.07.2020
Tierische Doppelgänger im Zoo Heidelberg?! Von wegen – Erdmännchen ist nicht gleich Präriehund!
Sie sind eher klein, haben braunes Fell und mindestens einer von ihnen hält in typisch aufrechter Pose „Wache“. Sie leben in unterirdischen Bauten, sind wahre Höhlen-Baumeister und mit ihrer quirligen Art entlocken sie großen und kleinen Besuchern im Zoo Heidelberg oft ein „Oh, guck mal wie süß!“. Erdmännchen und Präriehunde sehen für viele Zoobesucher zum Verwechseln ähnlich aus. Aber handelt es sich hierbei wirklich um „Doppelgänger“ im Zoo Heidelberg? Sandra Reichler, Kuratorin für Säugetiere im Zoo Heidelberg klärt auf: „Mit Doppelgängern haben wir es hier definitiv nicht zu tun. Erdmännchen und Präriehunde würden sich in der freien Natur sogar nie über den Weg laufen. Erdmännchen stammen ursprünglich aus Südafrika, Präriehunde aus Amerika. Biologisch gesehen sind Erdmännchen und Präriehunde nicht miteinander verwandt. Es sind nicht nur unterschiedliche Tierarten, sondern sie gehören auch zu verschiedenen Säugetier Ordnungen: Erdmännchen sind Raubtiere, Präriehunde sind Nagetiere.“ Was die Leibspeise angeht, werden sich Präriehunde und Erdmännchen sich also nie einig. Erdmännchen weisen das typische Raubtiergebiss mit langen Eckzähnen und scharfen Backenzähnen auf. Im Freiland fressen sie alles, was sie überwältigen können, wie Insekten und Würmer oder Skorpione und kleine Reptilien. Zur Fütterungszeit gibt es für sie neben Obst und Gemüse auch tierische Nahrung, wie zum Beispiel Küken, Mäuse, Insekten oder Eier. Präriehunde sind als Vertreter der Nagetiere ausschließlich vegetarisch unterwegs. Sie ernähren sich überwiegend von Gras, nehmen besonders gerne auch Laub, Wurzeln und Kerne zu sich. Mit ihren scharfen, starken Nagezähnen knacken sie aber auch mühelos jede Nussschale. Und wie können Besucher im Zoo Heidelberg beide Tierarten gut auseinanderhalten? Schließlich sind sich beide Tierarten in der Färbung des Fells und in der Größe ähnlich. Hierfür hat Reichler einen Tipp: „Wenn man den Unterschied nicht gerade am Futter, das im Gehege liegt, erkennen kann, hilft ein genauer Blick. Erdmännchen haben markante dunkel umrandete Augen und eine spitzere Schnauze. Bei manchen Tieren verlaufen auf dem Rückenfell dunklere Querstreifen. Präriehunde haben kleine schwarze Knopfaugen und sind einheitlich hellbraun gefärbt.“ Beim nächsten Besuch im Zoo Heidelberg lassen sich also ab sofort Verwechslungen vermeiden. Einig ist man sich als Besucher jedoch über den „Herzchenfaktor“. Es macht sowohl bei den flinken Präriehunden als auch bei den neugierigen Erdmännchen richtig Spaß, ihnen beim gemeinsamen Spielen oder Fressen auf der Anlage zuzuschauen. Besonders dann, wenn im Sommer der Nachwuchs die Gruppe richtig aufmischt und für viel Aktivität in den einzelnen Gehegen sorgt. Bei den Erdmännchen und ebenso bei den Präriehunden haben sich die Jungtiere in den letzten Wochen sehr gut entwickelt und zeigen sich gerne den Besuchern im Zoo Heidelberg.

Zoologischer Garten Berlin 10.07.2020
Eine Torte ganz für Meng Meng allein! Panda-Dame feiert 7. Geburtstag mit herzhaftem Panda-Menü
Vorsichtig greift Panda Dame Meng Meng nach einem bunten Bambusspieß und schiebt sich den Leckerbissen ins Maul. Die Tierpfleger haben Meng Meng anlässlich ihres siebten Geburtstages heute eine Panda-Überraschung der Extraklasse gezaubert: Eine pandagerechte Eistorte aus saftigen Karotten, süßlichen Äpfeln, garniert mit dem frischesten Bambus der Stadt. Auf ihrer Überraschung thront dazu eine mit Rote Beete- und Karotten-Saft gefärbte Sieben. Schön saftig, grün und faserig – der Speiseplan Großer Pandas besteht normalerweise zu 99 % aus Bambus. Bis zu 16 Stunden pro Tag sind Meng Meng und ihre Artgenossen mit der Nahrungsaufnahme beschäftigt. An diese Lebensweise sind Pandas mit Pseudo-Daumen, mit welchem sie die Bambusstangen gut greifen können und ihrer Schädel- und Kieferform fürs bessere Pflanzenfressen, speziell angepasst. Doch auch im natürlichen Lebensraum landet manchmal eine andere Pflanze, ein kleiner Nager oder Vogel zwischen den starken Bärentatzen. Neben großen Rationen des schnellwachsenden Süßgrases bekommen die Pandas im Zoo Berlin daher beizeiten leckeres Obst und Gemüse sowie schonend gegarte Panda-Kekse – bestehend aus einem Mix aus Mais-, Soja- und verschiedenen Getreidemehlen gespickt mit Roter Beete oder nahrhaften Süßkartoffeln – angeboten. „Da Pandas wählerische Nahrungsspezialisten sind – und unsere Meng Meng ist hier keine Ausnahme – müssen wir richtig kreativ werden. Um unsere Tiere ständig zu fordern und zu fördern, beschäftigen wir unsere Tiere aber das ganze Jahr über. Bei unseren Pandas klappt das – ganz klassisch – am besten mit kleinen Leckereien, die wir für sie an den verschiedenen Orten verstecken“, erklärt Tierpfleger Corvin Schmohl. Die Geburtstagsüberraschung konnte Meng Meng ausnahmsweise ohne ihren quirligen Nachwuchs genießen, die Zwillinge schlummerten währenddessen in der Innenanlage. „Für solche Leckereien sind die Pit und Paule noch zu jung, Apfel, Karotte und Co. kennen sie noch gar nicht und an den kleinen Stücken könnten sich die beiden verschlucken“ erklärt Tierpflegerin Anja Seiferth. Auch Panda-Papa Jiao Qing darf sich in der kommenden Woche auf eine Geburtstagsüberraschung freuen, am 15.07.2020 wird er 10 Jahre alt.

Alpenzoo Innsbruck-Tirol 10.07.2020
Mäusefest im Alpenzoo – Zwergmausanlage feierlich eröffnet
Heute war es endlich soweit. Mit einem gebührenden Mäusefest wurde die neueste Anlage im Alpenzoo eröffnet. In über 10 m3 werden nun die kleinen Bewohner der Schilfgebiete präsentiert. Nach 660 Arbeitsstunden Eigenleistung zählt die Anlage zu einer der größten ihrer Art in Europa. Finanziert wurde die Anlage komplett von den „Freunden des Alpenzoo“, worüber sich Zoodirektor Dr. André Stadler sichtlich freute. „Zwergmäuse sind ganzjährig aktive und unglaublich beliebte Tiere, die dringend ein Comeback im Alpenzoo feiern mussten. Ich freue mich, jetzt mit dieser Anlage direkt am Eingang des Alpenzoo, ein neues Highlight beim Zoobesuch zu haben.“ Die Eröffnung verlief gemäß der neuen Normalität, so wurden die Grußworte vom Präsidenten des Alpenzoo, DDr. van Staa und dem Zoodirektor vor Ort gesprochen, während die Grußworte vom Obmann der Zoofreunde, Christoph Kaufmann, der aktuellen Situation angepasst, virtuell hinzukamen. Abschließend gab es ein gebührendes Mäusemahl, eine rundum gelungene Veranstaltung.

Zoo Zürich 10.07.2020
Update Zoo Zürich zum tragischen Vorfall vom Samstag
Am vergangenen Samstag haben wir bei einem tragischen Vorfall im Zoo Zürich eine Arbeitskollegin verloren. Wir sind über das Ereignis zutiefst bestürzt. Wir verstehen, dass das Interesse an diesem tragischen Ereignis gross ist. Was bereits bekannt ist, haben wir mitgeteilt: Medienmitteilung vom Samstag Medienmitteilung vom Sonntag Wir werden Sie auch weiterhin auf dem Laufenden halten. Wir brauchen nun aber etwas Zeit, um die Geschehnisse intern zu verarbeiten und aufzuarbeiten. Zur Person der Verstorbenen äussern wir uns aus Pietäts- und Persönlichkeitsschutzgründen nicht. Mit ihren Angehörigen stehen wir regelmässig in engem Kontakt. Wir bitten Sie höflich, die Trauer der Hinterbliebenen zu respektieren und Angehörige nicht ungefragt zu kontaktieren oder am Wohnort zu besuchen. Am Mittwochabend, 22. Juli 2020, findet eine Trauerfeier zum Gedenken an die verstorbene Mitarbeiterin im Zoo Zürich statt. Wir bitten Sie zu respektieren, dass dieser Abschied unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindet und wir Ihnen dazu keine Auskunft erteilen. Zoo-Direktor Dr. Severin Dressen wird tags darauf für ein Statement zur Trauerfeier zur Verfügung stehen. Weitere Informationen senden wir Ihnen in einer Mitteilung am Donnerstagmorgen, 23. Juli 2020. Der Hergang des Vorfalls wird derzeit von der Staatsanwaltschaft und der Stadtpolizei Zürich untersucht. Wir bitten Sie um Verständnis, dass wir uns bis zum Abschluss dieser Untersuchungen nicht weiter zu den Details des Vorfalls äussern. Auch zu generelleren Fragestellungen, die im weiteren Zusammenhang zum Fall stehen, äussern wir uns gerne, aber zu einem späteren Moment. Zum jetzigen Zeitpunkt erachten wir Diskussionen zu einem Thema, das im Kontext zum Vorfall vom Samstag steht, als nicht angebracht. Wir bitten um Ihr Verständnis.Für Fragen zu anderen Themen stehen wir Ihnen wie gewohnt zur Verfügung.

Tierpark Gotha 10.07.2020
Rückblick auf die erste Jahreshälfte im Tierpark Gotha
Die zurückliegenden sechs Monate brachten viele Veränderungen, emotionale Verluste und erfreuliche Jungtiervielfalt mit sich. Dank an zahlreiche Sponsoren. Der Tierpark Gotha berichtete in den letzten Monaten unter anderem von den Dingo-Welpen aus der Handaufzucht sowie den Jungtieren bei den Damara-Ziegen, Rhönschafen, Axishirschen, Benett-Kängurus, Maras, Wisenten, Nepal-Fasanen, Luchsen und Stachelschweinen. Doch auch von liebgewonnenen Tierparkbewohnern mussten sich die Mitarbeiter und Besucher in den letzten Monaten verabschieden. So trauerten sie Ende März um Tiger Primus und Anfang Juni um Bär Ben, die beide in – für ihre Tierart – sehr hohem Alter verstarben. Dank des Förderverein Tierpark Gotha e.V. und zahlreicher Sponsoren konnten innerhalb des letzten halben Jahres jede Menge Projekte umgesetzt werden. Ein herzlicher Dank gilt zudem Angelika Wimmer, der Fachtierärztin im Tierpark Gotha, für ihr Engagement und ihren persönlichen Einsatz bei der Projektvorbereitung und –umsetzung sowie der zusätzlichen Gewinnung von Sponsoren. Insgesamt konnte sich der Förderverein in den letzten Monaten über rund 17.261 Euro durch Spenden und Patenschaften freuen. Allen Spendern möchten die KulTourStadt Gotha GmbH, der Tierpark Gotha sowie der Förderverein Tierpark Gotha e.V. an dieser Stelle ein ausdrückliches und herzliches Dankeschön ausrichten. Zusätzlich bittet der Tierparkförderverein darum, dass sich die Spender, die eine Spendenbescheinigung wünschen, mit Angabe ihrer Adresse direkt beim Förderverein unter: vorstand@fv-tierpark-gotha.de oder telefonisch bei der 1. Vorsitzenden des Vereins unter: 0179 9101645 melden, damit eine solche ausgestellt werden kann. Selbstverständlich werden die Daten unter Berücksichtigung des Datenschutzes vertraulich behandelt. Unter den angegebenen Kontaktdaten sind zudem Rückfragen zu Spendenmöglichkeiten an den Förderverein Tierpark Gotha e.V. möglich. Zu den Spendern des ersten Halbjahres zählt unter anderem Sabine Köhler aus Eisenach: „Bei solch einem kleinen Tierpark sieht man gleich, wo die Hilfe ankommt. Und das gesteigerte Wohl der Tiere ist es allemal wert, etwas Gutes zu tun. Dieser schöne Park hat viel Potential“. Familie Köhler unterstütze mit über 3.000 Euro die neuen Fenster der Nasenbär-Innenanlage, die nun für einen besseren Luftaustausch im Stall sorgen sowie die großen Wassertanks mit den dazugehörigen Trögen für die Gehege der Lamas, Zwergziegen, Thüringer Landziegen, Wisente, Esel und des Harzer Rotviehs, dank denen diese nun beliebigen Zugang zum nachlaufenden Wasser haben. Zusätzlich baute und spendete sie drei neue Holzhäuschen für das Gehege der Baumstreifenhörnchen. Michael Kiszka aus Erfurt hat ebenfalls sein Herz für den Tierpark Gotha und vor allem die Nasenbären entdeckt: „Bei einer Reise zu den Iguazú-Wasserfällen bin ich das erste Mal in freier Wildbahn auf diese Tiere gestoßen. Danach habe ich festgestellt, dass sie in Tierparks in Deutschland nur sehr selten gehalten werden und war erstaunt, den Tierpark Gotha auf dieser Liste zu sehen. Das musste ich mir gleich mal anschauen. Es ist ein schönes Gefühl, für eine gute Sache gespendet zu haben und zu sehen, was andere Leute damit auf die Beine stellen.“ Kiszka spendete 1.800 Euro für den Umbau der Nasenbär-Anlage mit altersgerechtem Aufgang zum Außengelände sowie neues Spielzeug, Decken, Futternäpfe und ein neues Schlafhaus. Die temporäre Schließung des Tierparks brachte tiefe finanzielle Einschnitte mit sich. So rechnet die KulTourStadt Gotha GmbH, die den Tierpark betreibt, für diesen Zeitraum mit einem Verlust von bis zu 70.000 Euro im Vergleich zu den Vorjahren. „Deshalb sind wir umso mehr erleichtert, dass die Besucher die aktuellen Einschränkungen ohne zu zögern akzeptieren und sich vorbildlich danach richten. Der große Zuspruch nach dieser schweren Zeit spornt uns an und zeigt natürlich auch die hohe Wertschätzung, welche die Besucher unserem Park entgegenbringen. Dieses Freizeitangebot mitten in der Stadt ist in einer Zeit, in der weniger als sonst vereist wird, einfach ideal“, äußert sich Anett Engelhardt, die amtierende Leiterin des Parks.

Thüringer Zoopark Erfurt 10.07.2020
Nachwuchs im Thüringer Zoopark Erfurt: Gleich 3 Bisonkälber geboren!
In den vergangenen Wochen erblickten im Thüringer Zoopark Erfurt gleich 3 Bisonkälber das Licht der Welt. Das erste Jungtier wurde bereits am 05. Mai geboren, die 2 Artgenossen folgten kurz darauf am 09. und 16. Mai. Alle Jungtiere sind männlich und kerngesund. Die Kälber sind an ihrem hellbrauen Fell zu erkennen. Sie laufen und springen schon viel herum. Gerne schlafen sie auch mal am hinteren Ende der Anlage im Sand bei den großen Steinen. Dort ruht die gesamte Herde gerne im Sandbad. Die Geschichte der Bisonhaltung im Thüringer Zoopark begann übrigens schon vor der Gründung der Zooschau zu Pfingsten 1958. Zu den ersten Tieren, die früher im alten Stadtgut untergebracht waren, gehörte damals auch ein junger Bison.

Tiergarten Schönbrunn 10.07.2020
Herzige Käuze erwartet das Abenteuer „Wildnis“
Nach einem kurzen Gesundheitscheck geht’s ab in die Transportbox: Für drei Habichtskäuze, die Anfang März im Tiergarten Schönbrunn geschlüpft sind, beginnt ein spannendes Abenteuer. Sie werden abgeholt, um im Wienerwald ausgewildert zu werden. In einer großen Voliere mitten im Wald werden die jungen Vögel auf ihr Leben in der Wildbahn vorbereitet. „Die Habichtskäuze können sich ganz in Ruhe an die Geräusche im Wald gewöhnen. Auch ihre Flugmuskeln und der Mäusefang werden noch trainiert, bevor wir in etwa zwei Wochen ein Türchen der Voliere öffnen und die Vögel hinaus in den Wald fliegen werden“, erklärt Richard Zink von der Österreichischen Vogelwarte der Veterinärmedizinischen Universität Wien. Die beiden Brutpaare im Tiergarten Schönbrunn waren heuer besonders fleißig. Deshalb können noch zwei weitere junge Käuze, die Ende März geschlüpft sind, an das Wiederansiedlungsprojekt übergeben werden. Der Habichtskauz ist nach dem Uhu die zweitgrößte Eule Mitteleuropas. In Österreich wurde er vor vielen Jahrzehnten ausgerottet. 2009 wurde ein großes Wiederansiedlungsprojekt ins Leben gerufen. Über 300 junge Habichtskäuze aus Zoos und Zuchtstationen wurden seither im Wienerwald und im Wildnisgebiet Dürrenstein ausgewildert. Zink: „In der Wildbahn gibt es mittlerweile 30 Brutpaare. Das macht uns zuversichtlich, dass der Habichtskauz langfristig in unsere Wälder zurückkehrt. Für die Zusammenarbeit mit Zoos und Zuchtstationen sind wir sehr dankbar.“ Allein aus dem Tiergarten Schönbrunn waren es 41 Habichtskäuze, die im Rahmen des Projektes wiederangesiedelt wurden. „Heuer unterstützen wir dieses wichtige Projekt nicht nur mit Jungvögeln, sondern finanzieren auch den Bau und die Montage von fünf Nistkästen im Wiederansiedlungsgebiet“, so Regina Kramer, Kuratorin für Artenschutz im Tiergarten Schönbrunn.

Opel-Zoo 10.07.2020
Sommerferien im Opel-Zoo Erkundungstouren, Zoo-Rallyes und viele Jungtiere
Für viele lautet in diesem Jahr das Motto „Ferien zu Hause“ und es hat ganz sicher seinen Reiz, die eigene Region und deren Freizeitangebote neu zu erkunden. Im Opel-Zoo sind viele Jungtiere zu beobachten. Nun sind gleich zwei Fohlenbei den Zebras und die ersten Kälber bei den Vietnam-Sikahirschen hinzugekommen. Eine weitere besondere Attraktion sind die nun einjährigen sechs Geparden-Jungtiere mit ihrer Mutter Jamari. Nach jeweils 12 Monaten Tragzeit brachten die beiden Zebrastuten im Opel-Zoo ihre Fohlen im Abstand von fast sechs Wochen zur Welt: bereits am 20. Mai das weibliche Fohlen Amali, am 29. Juni folgte ihr männlicher ‚Halbbruder‘ Ayo. Die beiden Jungtiere sind nun vormittags mit der Herde auf der Anlage Afrika Savanne zu sehen. Die Veranstaltungen des Sommerprogramms und die Tierpfleger-Gespräche im Opel-Zoo können Corona-bedingt zwar nicht stattfinden, für Kleingruppen können aber wieder individuelle Führungen gebucht werden. Speziell für Familien gibt es außerdem die Zoo-Erkundungstour, ein reich bebildertes Booklet mit Rätseln und Quizaufgaben für den Zoorundgang und zu Hause. Der Kinderzooführer und die ZooApp ergänzen das Angebot zum Zoobesuch. Verschiedene Rallyes, darunter eine zur Vielfalt des Lebens, der Biodiversität, findet man zum kostenlosen Download auf der Homepage www.opel-zoo.de.ImOpel-Zoo müssen weiterhin Auflagen beachtet und vor allem die Abstands-und Hygieneregeln eingehalten werden. In der Kassenhalle und den Toilettenräumen herrscht Mundschutzpflicht, nicht aber auf dem Zoogelände. Streichelzoo und Spielplatz mit den Grillhüttensind noch geschlossen, aber neben den Kiosken ist auch das Restaurant Sambesi wieder für die Zoobesucher geöffnet und bietet Ausflugsgastronomie an. Auch Kleingruppen können den Zoo wieder gemeinsam besuchen und Führungen buchen, detaillierte Informationen sind auf der Homepage des Opel-Zoo www.opel-zoo.dezu finden und werden ständig aktualisiert.

Zoopark Erfurt 09.07.2020
Nachwuchs bei den Berberaffen
Im Thüringer Zoopark Erfurt hat am 04. Juli ein kleiner Berberaffe das Licht der Welt erblickt. Das Geschlecht konnte derzeit noch nicht bestimmt werden, die Namenstaufe muss warten. Das Jungtier wiegt rund 450 Gramm und hat ein dünnes, schwarzes Fell. Das dichte, hellbraune Haarkleid der Erwachsenen, das die Tiere im Winter gut vor Kälte schützt, bildet sich innerhalb von vier Monaten. Der Berberaffenberg gehört zweifelsohne zu den Highlights im Thüringer Zoopark Erfurt. Das 1 Hektar große Domizil ist derzeit Heimat von über 16 Berberaffen aus dem nördlichen Afrika. Die Besucher können in die Anlage hineingehen und die Affen ohne störende Einfriedungen beobachten. Berberaffen oder Magots sind ausgezeichnete Kletterer, verbringen aber einen Großteil des Tages auf dem Boden. Aufgrund der Zerstörung ihres Lebensraumes sind die Tiere stark gefährdet.

Tierpark Nordhorn 09.07.2020
Vier Nordhorner Waldbisons nach Sachsen umgezogen
Es ist geschafft! Die vier Waldbisons „Jolon“, „Julius“, „Juni“ und „Jana“, die 2019 im Tierpark Nordhorn geboren wurden, haben ihre neue Heimat im Naturschutzgebiet „Cospudener See“ erreicht. Vorausgegangen waren diesem Transport monatelange Vorbereitungen. Denn die stattlichen Paarhufer laufen nicht so einfach auf einen Anhänger wie beispielsweise die aus dem Hutewald Bad Bentheim bekannten, tierparkeigenen Gallowayrinder. Zwar gehören auch Waldbisons zu den Rindern (Bovini), aber zu einer der Wildformen. Schon die Haustierform des Galloways ist nicht handzahm, jedoch deutlich umgänglicher und friedfertiger als ihre aus Kanada stammenden wilden Verwandten. Waldbisons sind die Wappentiere des Tierparks Nordhorn und die Zucht floriert in den letzten Jahren ungemein. „Nur selten kann ein Jungtier in der Ursprungsherde verbleiben. Dafür ist der Platz im Zoo zu begrenzt und zudem möchte man natürlich Inzucht – also die Zucht nahe verwandter Tiere vermeiden“, so Tierparkleiter Dr. Nils Kramer. Aus diesem Grund suchen die Kuratoren der Tierparks immer nach anderen Zoos, Projekten oder auch spezialisierten Privathaltern, die Jungtiere übernehmen können. Mit dem Wildpark Connewitz, geleitet von Andreas Sickert (Abteilungsleiter Stadtforsten, Forstbehörde der Stadt Leipzig), wurde bereits vor Jahren ein solcher Interessent gefunden. Denn der Wildpark ist in die Beweidung der Naturschutzflächen am Cospudener See, nahe Markkleeberg mit einbezogen. Hier weiden auf verschiedenen Flächen Waldbisons, Sikawild und verschiedene Schafrassen. Die Tiere ernähren sich den größten Teil des Jahres von dem, was die großen Gehegeflächen bieten. Sie verhindern dadurch eine Verbuschung und Bewaldung des Geländes und schaffen so seltenen Pflanzen und Tieren, die offenes Gelände bevorzugen, einen geeigneten Lebensraum. Lediglich in Notzeiten, aus medizinischen Gründen oder zur Kontakthaltung mit den Menschen wird zugefüttert. Dieses sich wirtschaftlich selbst tragende Projekt wird von Forschern der Ökologischen Station Borna-Birkenhain wissenschaftlich begleitet. Sie untersuchen vor Ort die Einflüsse der Gehegetiere auf Flora und Fauna. Ein solchen Arten- und Naturschutzprojekt unterstützt der Tierpark Nordhorn mit seinen Tieren natürlich gerne. Spiegelt es doch genau die Arbeit wieder, die der Zoo auch hier in der Grafschaft mit seinen Tieren betreibt: nämlich regionalen Naturschutz, samt Forschung, Artenschutz, pädagogische Arbeit und Förderung der Naherholung. Dabei dürften die drei großen Tierpark Nordhorn-Projekte „Hutewald Bad Bentheim“, „Tillenbergener Wacholderheide“ sowie „Wachholderhain Bardel“ insbesondere durch die stetig angebotenen Führungen wohl bekannt sein. Die Tiere am Cospudener See in Sachsen werden dagegen nicht direkt vom Wildpark Connewitz, sondern von der Schäferin Kerstin Doppelstein betreut. Diese hat sich mächtig gefreut, als nun zwei weibliche und zwei männliche Waldbisons aus Nordhorn wohlbehalten bei ihr eintrafen. So ein Umzug ist für die Tiere natürlich mit Aufregung verbunden. Diese ging bereits morgens in Nordhorn los, als die vier Bisons durch die Tierpfleger von ihrer Herde im Stall getrennt wurden. Dann kam Zootierärztin Dr. Heike Weber und verpasste ihnen per Blasrohr einen Pfeil mit einem beruhigenden Medikament. „Die Wirkung tritt nach ca. einer halben Stunde ein und hat den großen Vorteil, dass die Tiere etwas entspannter durch einen Treibgang in den angeschlossenen Fangstand laufen,“ erläutert Weber. Dort fixiert wurde es noch einmal kurz unangenehm, da Ohrmarken eingezogen und Blutproben für vorgeschriebene Untersuchungen genommen werden mussten. „Wir waren allerdings sehr überrascht, dass eines der Bisons sogar an den angebotenen Möhren kaute, während ich mich bemühte genügend Blut aus seiner Schwanzvene zu gewinnen“, bemerkt die Zootierärztin weiter. Da die Bisons natürlich nicht total ruhig im Fangstand stehen, ist auch das Blutnehmen bei ihnen deutlich schwieriger als bei Hausrindern. Zwischen dem ständigen Zappeln der Tiere die Kanüle an der richtigen Stelle zu platzieren, diese nicht zu verlieren und sich selber bei dem ganzen Tumult nicht zu verletzen ist schon eine Herausforderung. Aber am Ende hat alles gut geklappt. Neben den super engagierten Tierparkmitarbeitern sowie zwei Zootierarztkollegen aus Osnabrück ist besonders der Transporteur Roy Smith von der Firma „Interzoo“ extrem erfahren im Umgang mit Bisons. Nachdem die Tiere im Fangstand fertig waren ließ er sie auf seinen grünen Hänger laufen und sperrte sie dort einzeln ab. Bei Hornträgern ist das nötig, da sich die Tiere sonst gegenseitig während der Fahrt verletzen könnten. Angekommen am Cospudener See verließen die einjährigen, ca. 300 kg schweren Tiere den Anhänger teilweise erst zögerlich. Aber die großen Grünflächen überzeugten letztendlich dann auch das vorsichtigste Tier, den Interzoo-Anhänger zu verlassen. Bleibt zu hoffen, dass sich die Vier gut in Sachsen einleben und dort zur Erhaltung ihrer Art beitragen. Im Nordhorner Zoo sind in diesem Jahr bereits zwei weibliche Waldbisonkälber geboren worden. Die Kleinen haben noch das hellbraune „Kinderfell“ und es ist wahrlich eine Freude, ihnen beim Spielen und Toben auf der großen Außenanlage zuzuschauen.

Güstrower Wildpark-MV 09.07.2020
Umweltbildung zum Anfassen – Unikat Versicherungsmakler GmbH spendet Melkkuh für die Erlebnis-Büdnerei im Wildpark-MV
Ab sofort gibt es eine neue, kleine Attraktion für die ganze Familie in der Erlebnis-Büdnerei: eine Melkkuh in Lebensgröße inkl. Kälbchen zum Anfassen. Die Melkschemel stehen bereit, die Wassertanks sind gefüllt, die Gummizitzen sitzen: Es kann losgehen – ab sofort können sich die Besucher im Melken ausprobieren. Viel Spaß ist garantiert, aber ohne Fingerspitzengefühl läuft hier nichts. Frank Lückemann von der Unikat Versicherungsmakler GmbH in Rostock und gleichzeitig Mitglied des Wildpark-Fördervereins hat die Melkkuh im Wert von rund 2.000 Euro gespendet und gleich selbst getestet: „Das ist tolle Umweltbildung zum Anfassen: Die Kinder werden feststellen, dass die Milch nicht einfach aus dem Supermarkt kommt. Früher wurden die Kühe in mühevoller Handarbeit gemolken. Aber nicht nur die Kinder können sich hier ausprobieren, auch für die Erwachsenen ist das ein einmaliges Erlebnis. Ich freue mich sehr, dass ich den Wildpark ein weiteres Mal unterstützen und Wildpark-Chef Klaus Tuscher einen kleinen Herzenswunsch erfüllen konnte.“

Tierpark Hellabrunn 09.07.2020
Tierpark Hellabrunn zieht Bilanz: Vorstellung des Geschäftsberichts 2019
Auch im Jahr 2019 verzeichnete Hellabrunn weiterhin Besucherzahlen auf einem sehr hohen Niveau: Mit über 2,7 Millionen Besuchern gehört der Münchner Tierpark zu den beliebtesten Ausflugs- und Umweltbildungszielen in Bayern. Und die Besucher kommen gerne wieder: Insgesamt wurden 2019 rund 72.000 Jahreskarten verkauft. Weitere Höhepunkte des vergangenen Jahres waren die Fertigstellung der neuen Tierparkschule im Hellabrunner Mühlendorf sowie wichtige Zuchterfolge für den Artenschutz. So kann die Münchener Tierpark Hellabrunn AG in zoologischer, edukativer, kaufmännischer und bautechnischer Hinsicht auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2019 zurückblicken. Zur Vorstellung des aktuellen Geschäftsberichts luden am Donnerstag, den 9. Juli Hellabrunn-Aufsichtsratsvorsitzende Christine Strobl und Tierparkdirektor Rasem Baban in den Münchner Tierpark. Christine Strobl zieht während ihres abschließenden Auftritts in dieser Funktion eine positive Bilanz: „Die erneut hohen Besucherzahlen verdankt Hellabrunn nicht nur seiner Attraktivität als stadtnaher Naturerlebnisraum, sondern auch weil der Tierpark ein Begegnungsort der besonderen Art ist: Erholung und Wissensvermittlung, emotionale Tierbegegnungen mit allen Sinnen sowie spannende Informationen zur weltweiten biologischen Vielfalt und Artenschutzprogrammen kommen hier auf unvergleichliche Weise zusammen.“ Tierparkdirektor Rasem Baban zeigt sich mit den Ergebnissen des vergangenen Jahres ebenfalls sichtlich zufrieden: „In unserem nun vollständigen Mühlendorf mit der größten Tierparkschule Deutschlands präsentieren wir den Besuchern die heimische Vielfalt des Lebens und vermitteln, wie schützenswert auch unsere direkte Umgebung vor der Haustüre ist und was wir alle dafür tun können, dass diese auch zukünftig erhalten bleibt. Mit dem neuen Pfad der heimischen Biodiversität möchte der Tierpark die Aufmerksamkeit seiner Gäste auf die unzähligen kleinen Schätze in der Hellabrunner Tier- und Pflanzenwelt lenken, die außerhalb der Tieranlagen zu finden sind.“ Erfreuliche Nachrichten gab es auch im zoologischen und bautechnischen Bereich. Im Geschäftsjahr 2019 zählte der Münchner Tierpark etwa 18.133 Tiere in 714 Arten. Damit gehört er zu den tier- und artenreichsten Zoos in Europa. Höhepunkte waren u.a. erfolgreiche Nachzuchten bei Königspinguin, Murnau-Werdenfelser Rind, Rotem Panda und Fischkatze. Zudem freute sich der Tierpark über einige Neuzugänge, etwa einen Banteng-Bullen und einer neuen Gefährtin für den Polarfuchs. Auch 2019 unterstützte Hellabrunn erfolgreich und zielgerichtet Artenschutz- und Umweltmaßnahmen. Im Herbst wurden im Fischbruthaus des Tierparks erstmalig mehrere Tausend Bachforellen bis zum Jungfisch gezüchtet und in zwei Auswilderungsaktionen direkt in den Auer Mühlbach freigesetzt, um zur Erholung des Bestandes dieser heimischen Fischart beizutragen. Auch die weltweite Unterstützung von Schutzprojekten im natürlichen Lebensraum bedrohter Arten hat einen hohen Stellenwert in Hellabrunn. So beteiligt sich der Tierpark an mehreren Artenschutzprojekten finanziell, beispielsweise dem In-situ-Artenschutzprojekt für Drills in Kamerun von Rettet den Drill e.V. Im Fokus der baulichen Maßnahmen stand Mitte Juli 2019 die Fertigstellung der neuen Tierparkschule im Hellabrunner Mühlendorf. Ebenfalls eröffnet wurden weitere Tieranlagen für Dahomey-Zwergrinder, Damara- und Girgentanaziegen, eine Anlage für Zauneidechsen, ein Imkerwagen mit Bienenstöcken sowie das neugestaltete Kinderland mit seiner historischen Eisenbahn. Weitere nennenswerte Bauprojekte im Jahr 2019 waren die Umgestaltung der Großvoliere, die Neugestaltung der Außenanlage der Rotscheitelmangaben, der Beginn der Kernsanierung des Tierparkrestaurants, die grundlegende Überarbeitung der Außenanlage für die Silbergibbons oder die Errichtung einer Blattschneiderameisen-Anlage. „Dass sich der Tierpark Hellabrunn für den Schutz und Erhalt der biologischen Vielfalt so umfangreich engagieren kann und für München, Bayern und darüber hinaus eine wichtige Freizeit- und Bildungseinrichtung darstellt, verdanken wir vielen: in erster Linie natürlich unseren zahlreichen Besuchern aus nah und fern – ob sie nun mit ihrer Jahreskarte oder einem Tagesticket in unseren schönen Tierpark kommen. Zudem tragen zum erfolgreichen Fortbestand Hellabrunns immer wieder unsere langjährigen strategischen Partner und Sponsoren, unsere Förderer, Paten, Spender sowie natürlich unsere Geschäftspartner und Pächter bei. Zusammen mit einer wunderbaren Mannschaft von rund 200 hochmotivierten und kompetenten Mitarbeitern haben wir in 2019 wieder eine erfolgreiche Gemeinschaftsleistung erzielt!“, freut sich Tierparkchef Baban.

Kölner Zoo 09.07.2020
Badespaß mit Jungtier: Nachwuchs bei den Kalifornischen Seelöwen im Kölner Zoo
FC-Profi Marco Höger spendet dem Zoo 1.000 Euro und übernimmt Patenschaft. Zoo-Fans können bei einem Voting unter www.facebook.com/zoo.koeln/ den Namen des kleinen Bullen bestimmen. Sie haben die Wahl zwischen „Luke“ oder „Linus“. Ein eigener Pool, mehrfach am Tag Animations-Programm – und sechs weitere Gefährten zum Plantschen und Erfrischen: Der am 2. Juni im Zoo geborene und noch namenlose Seelöwen-Bulle hat es gut angetroffen. Mutter des putzmunteren Jungtiers ist die zehnjährige „Lina“. Sie wurde 2010 in Köln geboren. Vater „Oz“, 2014 im Münchner Zoo geboren, lebt seit 2015 am Rhein. Letztmals Nachwuchs im Kölner Zoo bei dieser Tierart gab es 2019. Damals kam Weibchen „Lucy“ zur Welt. Auch sie stammt von „Lina“ und „Oz“. Pate des kleinen Seelöwen ist FC-Bundesligaprofi Marco Höger. Der gebürtige Kölner spendet dem Zoo dafür 1.000 Euro. „Wir sagen herzlichen Dank. Das ist ein vorbildlicher Einsatz von Marco Höger für unsere kölsche Seelöwen-Truppe“, so Zoodirektor Prof. Theo B. Pagel bei der Übergabe der Patenschaftsurkunde. Momentan keine Seelöwen-Show – Die Tragzeit bei Kalifornischen Seelöwen umfasst 12 Monate. Ebenso lange wird der kleine Bulle nun noch Milch bei seiner Mutter säugen. Danach stellen die Tierpfleger die Ernährung auf Fisch um. Dann wird er auch mit dem Target-Training beginnen, bei dem er lernt, ersten Kommandos zu folgen. Die Tierpfleger des Kölner Zoos haben mit den sechs Beckengefährten des Jungtiers bereits zahlreiche Tricks und Kunststücke eingeübt. Zu sehen sind diese normalerweise bei der täglich zweimal (11.30 und 16 Uhr) stattfindenden Seelöwenshow im Kölner Zoo. Momentan müssen diese aufgrund der Infektionsschutzmaßnahmen wie auch alle anderen Schaufütterungen leider ausfallen. Kalifornische Seelöwen sind neugierige Tiere, die beschäftigt werden wollen. Einmal erlernte Kommandos können sie über Jahrzehnte abspeichern und bei Abfrage ausführen. Seelöwen sind an den nordamerikanischen Küsten des Pazifiks verbreitet und gehören zu den Ohrenrobben. Sie leben in Haremsgruppen, d.h. ein Bulle paart sich mit mehreren Weibchen. Bullen werden bis zu 220 Zentimeter lang und rund 400 Kilogramm schwer. Die Weibchen kommen auf bis zu 180 Zentimeter Länge und rund 90 Kilogramm Gewicht. Beim Beutefang können Seelöwen 40 Meter tief tauchen. Im Meer suchen sie nach Fischen und Tintenfischen. Seelöwen tauchen in der Regel in Gruppen. So können sie Fischschwärme sehr gut einkreisen. Kalifornische Seelöwen, zu denen auch die Gruppe im Kölner Zoo zählt, gelten als die elegantesten und schnellsten Robben. Sie können Geschwindigkeiten von bis zu 40 km/h erreichen. Zoo-Fans können bei einem Voting unter www.facebook.com/zoo.koeln/ den Namen des kleinen Bullen bestimmen. Sie haben die Wahl zwischen „Luke“ oder „Linus“.

Tierpark Bern 09.07.2020
Unterwasserwelten. Eine Ausstellung von Michel Roggo und Aqua Viva im Tierpark Bern
Die Schweizer Bäche, Flüsse und Seen sind voller Leben. In kaum einem Lebensraum tummeln sich derart viele Tier- und Pflanzenarten wie am und im Gewässer. Die faszinierende Vielfalt unserer Gewässer zeigt Aqua Viva anlässlich ihres 60-Jahr-Jubiläums mit Aufnahmen des Naturfotografen Michel Roggo. Die Fotoausstellung „Unterwasserwelten“ ist vom 10. Juli bis zum 31. Oktober 2020 im Tierpark Bern zu sehen. An insgesamt vier Stationen innerhalb des Tierparks zeigt die Fotoausstellung 18 ausgewählte Aufnahmen von Biber, Hecht und Co. Begleitende Texttafeln bieten spannende Informationen zu den Unterwasserbewohnern. Die Besucherinnen und Besucher erfahren beispielsweise, dass Wanderfische bis zu 100 Kilometer pro Tag zurücklegen und Armleuchteralgen die letzten Überlebenden eines über 400 Millionen Jahre alten Stammes sind. «Wir wissen vom Fernsehen, wie das Korallenriff aussieht, doch nicht wie die Welt unter der Oberfläche der Bäche, Flüsse, Seen und Sümpfe vor unserer Haustüre», sagt Naturfotograf Michel Roggo. Mit seinen Bildern hat er die faszinierende Artenvielfalt unserer Gewässer über Jahrzehnte hinweg festgehalten. Gewässer und ihre Auen sind die Regenwälder Mitteleuropas. In der Schweiz beherbergen allein die Auen rund 1500 Pflanzenarten. Dies entspricht etwa einem Drittel der Schweizer Flora, obwohl Auen nur 0,55% der Landesfläche bedecken. Hinzu kommen ca. 1000 Wirbeltiere, Insekten und Weichtiere. Siedlungsbau, Wasserkraftnutzung sowie die intensive Landwirtschaft haben jedoch dazu geführt, dass seit 1850 über 90% der Auen verschwunden sind und nur noch 5% des Schweizer Gewässernetzes als vollständig intakt gelten. In der Folge leidet auch die Artenvielfalt unserer Gewässer: Rund 60% aller Wasserpflanzen und 75% aller Fischarten gelten als gefährdet. «Mit den einzigartigen Aufnahmen von Michel Roggo möchten wir den Menschen die Schönheit der Unterwasserwelten zeigen. Diese Schönheit ist jedoch bedroht und bedarf unseres Schutzes – hierfür kämpft Aqua Viva seit nun 60 Jahren», sagt Hanspeter Steinmetz, Geschäftsführer der Gewässerschutzorganisation. Intakte Gewässerlebensräume und ihre Bewohner sind im Tierpark Bern auch ausserhalb der Foto-Ausstellung entlang der frei zugänglichen Aareufer-Anlage zu bewundern. Diese wurde nach dem Hochwasser von 1999 als Seitenarm des Flusses neu geschaffen. Sie beherbergt beispielsweise den Europäischen Biber und den Fischotter. Ab dem 10. Juli 2020 zeigen hier die Unterwasseraufnahmen den Besucherinnen und Besuchern, was ihnen sonst verborgen bleibt. «Tiere faszinieren uns Menschen und können uns für den Naturschutz begeistern. Wo diese aber im Verborgenen leben, müssen wir sie mit Bildern sichtbar machen, um die Menschen zu erreichen», sagt Bernd Schildger, Leiter des Tierparks Bern.

Tierpark Neumünster 09.07.2020
Luchse aus dem Tierpark Neumünster gehen auf große Reise
Am 08.07.2020 gingen die Luchs Nachzuchten aus dem Tierpark Neumünster auf große Reise. Die Zwillinge, ein weibliches und männliches Tier, die Luchs-Dame „Lucia“ am 19.05.2019 im Tierpark zur Welt gebrachte hatte, wurden am Mittwoch in ihrem Gehege kurz sediert, in Transportkisten gebracht und sind anschießend von polnischen Mitarbeitern der ZTP (Zachodniopomorskie Towarzystwo Przyrodnicze – West -Pommersche Naturgesellschaft) nach Jablonowo transportiert worden. Das staatlich unterstütze, polnische Zuchtzentrum in Jablonowo wird vom ZTP betrieben und hat sich zur Aufgabe gemacht Wisente und Luchse in Polen unter kontrollierten Bedingungen, wieder in der Natur anzusiedeln.Dieser Transport war bereits kurz vor der behördlichen Corona-Schließung des Tierparks g e-plant, konnte jedoch aufgrund der Corona-Situation in Europa nicht mehr durchgeführt werden. „Wir sind sehr glücklich, dass wir die zwei jungen Luchse nun an dieses tolle Auswilderungs-Projekt abgeben konnten.“, so Zoodirektorin Verena Kaspari, „Da Luchskatze „Lucia“ bereits am 20.05.2020 den nächsten Nachwuchs zur Welt gebracht hat, sind wir sehr froh, dass wir gemeinsam mit den polnischen Kollegen und dem zuständigen Neumünsteraner Veterinär-Amt diesen internationalen Transport so schnell organisieren konnten.“, so Kaspari weiter. Aleksandra Smaga, Leiterin des Luchs Auswilderungs-Projektes, hat persönlich den Transport begleitet. „Wir sind immer dankbar neue Partner für unser Auswilderungs-Projekt gewinnen zu können. Der Kontakt zum Tierpark Neumünster besteht bereits seit 2018 und Frau Kaspari hat uns, mit ihrem Netzwerk auch helfen können weitere Partner zu akquirieren. Die genetische Vie lfalt der einzelnen Tiere ist für unser Projekt extrem wichtig.“, erklärt die Projekt-Leiterin. Die zwei Neumünsteraner Luchse selbst sind recht menschenbezogen, da die Tierpfleger die Luch-se im Tierpark auch aktiv trainieren. Diesbezüglich wird kein erlei Risiko eingegangen und die Neumünsteraner Katzen werden langjährig auf den Auswilderungs-Prozess vorbereitet. Im ersten Schritt werden beide Luchse mit neuen Partnern verpaart, um anschließend deren Nachzuchten, die dann unter menschenfremderen Verhältnissen aufwachsen und somit nicht so zahm sein werden, in zweiter Generation in die Auswilderung zu bringen. „In ein paar Jahren werden die Neumünsteraner Luchse die Scheu vor dem Menschen wiedererlangt haben und erst nach einer guten Vorbereitung der Tiere, werden wir diese dann ebenfalls ins Freiland entlassen.“, so Aleksandra Smaga. Alle Luchse die ausgewildert werden, erhalten ein GPS Hals-band und können somit ganz genau in ihren Wanderrouten überwacht werden. „Das Tierpark-Team freut sich wirklich sehr, nun nach dem Wisentmänien, welches wir nun schon seit vielen Jahren begleiten unseren Nachzuchten unterstützen zu dürfen. Es ist die eigenen Nachzuchten wieder sicher im Freiland angesiedelt werden können.“, so Diplom-Biologin Kaspari freudig.

Zoo Osnabrück 09.07.2020
Zoo Osnabrück freut sich über Seehundnachwuchs – Fünfter Seehundnachwuchs und Pinguinküken am Schölerberg
Zum fünften Mal hat Seehundweibchen Biene im Zoo Osnabrück Nachwuchs bekommen. Mit dem Jungtier lebt nun eine dreiköpfige Seehundfamilie am Schölerberg. Nebenan lebt außerdem ein Humboldt-Pinguin-Küken. „Schon seit ein paar Wochen haben wir auf den Nachwuchs gewartet – unserer Seehunddame Biene war nämlich schon deutlich anzusehen, dass das Jungtier nicht mehr lange auf sich warten lassen kann“, schmunzelt Tierpflegerin und Revierleiterin Kirsten Bischoff. Am Donnerstag, 2. Juli war es dann endlich so weit: Bei der allmorgendlichen Kontroll-Runde lag Biene etwas erschöpft am Beckenrand und im größeren der zwei Becken schwamm ein Seehundjungtier. „Wir haben uns sehr gefreut, den kleinen Seehund gesund und munter im Wasser zu beobachten“, so Bischoff weiter. Doch vor einer ungeplanten Aufgabe standen die Tierpfleger noch: Das Becken der Seehundanlage muss einmal die Woche gereinigt werden, was bei der älteren Technik dieser Anlage bedeutet, dass das Wasser komplett abgelassen und erneuert werden muss. „Mehrere Tausend Liter Wasser abzulassen dauert natürlich seine Zeit und so kam es, dass Biene genau in dieser Zeit ihr Jungtier bekam“, erklärt die Tierpflegerin. In der Wildbahn bringen Seehunde ihre Jungtiere während der Ebbe auf Sandbänken zur Welt. Deshalb verläuft die Geburt recht zügig, denn wenn die Flut zurückkommt, müssen die Jungtiere direkt schwimmen können. Die „Ebbe“ am Schölerberg wurde jedoch immer mehr und so wurden Mutter und Kind durch den sinkenden Wasserstand am Übergang vom größeren zum kleineren Becken getrennt. Andreas Wulftange, zoologische Leitung berichtet: „Um die Familie wieder zu vereinen, mussten wir das Jungtier aus dem Becken holen und es anschließend zu seiner Mutter setzten. Bei der Aktion hatten wir dann natürlich direkt einen nähren Blick auf den Nachwuchs und konnten feststellen, dass es sich um ein Weibchen handelt. Wir konnten auch sehen, dass es ihr gut geht und sie aktiv und munter ist. Mutter und Kind waren schnell wieder zusammen.“ Getauft wurde die kleine Seehunddame von den Tierpflegern auf den Namen Bente. Von Muttermilch zu futterfest – Wieder vereint konnten die Tierpfleger beobachten, dass Biene sofort begann zu stillen und eine Mutter-Kind-Bindung aufzubauen: „Sie legte sich dabei an den Beckenrand und stillte ihr Neugeborenes mehrmals an dem Vormittag“, erzählt Bischoff weiter. Bis Bente etwa acht Wochen alt ist wird sie Muttermilch trinken, danach wird sie sich wie ihre Eltern von Fisch ernähren. „Doch das muss das junge Seehundweibchen erst einmal lernen“, erklärt der Biologe Wulftange. „Wenn wir der dreiköpfigen Seehund-Gruppe einfach regulär Fisch füttern würden, würde Bente kaum etwas abbekommen, denn ihre Eltern Max und Biene sind viel schneller und geübter darin, sich das Futter zu schnappen.“ Aus diesem Grund wird Bente zum Fressen von ihren älteren Artgenossen separiert und sie kann in Ruhe lernen sich den Fisch zu holen – sie wird „futterfest“ gemacht. „Bei der Gelegenheit werden wir erneut näher an das Jungtier herankommen und unser Zootierarzt wird sie untersuchen. Bis dahin lassen wir die Seehundfamilie bei der Jungenaufzucht in Ruhe.“ Viele kleine Punkte – Besucher können Bente neben ihrer Körpergröße auch sehr gut an ihren Punkten erkennen: Neben der Maserung, die das Fell der Seehunde immer hat, hat die kleine Seehunddame schwarze Punkte, die fast an Sommersprossen erinnern. Im Gegensatz zu ihren Geschwistern aus den letzten Jahren ist sie außerdem eine regelrechte „Wasserratte“: Bente schwimmt gerne und viel und schläft auch auffällig häufig im Wasser. „Dabei treibt sie wie eine Boje im Wasser und sinkt schlafend zu Boden. Zum Luftholen taucht sie wieder auf und dann fängt das Spiel von vorne an. So kommt es vor, dass ihre Mutter sie quasi mal aus dem Wasser scheuchen muss“, schmunzelt Bischoff. Nachts kommt die ganze Familie zum Schlafen an Land – ähnlich wie in der Wildbahn, wo die Seehunde auf einer Düne oder Sandbank schlafen. Gefiederter Nachwuchs nebenan – Direkt nebenan können Besucher außerdem bei den Humboldt-Pinguinen Nachwuchs beobachten. „Am 22. April schlüpfte ein Pinguinküken, doch leider haben wir schnell festgestellt, dass es von seiner Mutter nicht ausreichend versorgt wird“, erzählt Andreas Wulftange. „Deswegen haben wir uns kurzerhand dazu entschieden das Küken per Hand aufzuziehen.“ Das Küken wurde zu einer Tierpflegerin nach Hause gebracht, damit es dort rund um die Uhr versorgt werden kann. „Ich habe es in eine kleine Wanne mit einem feuchten Handtuch und Kuscheltier gesetzt und den Raum angenehm warm gehalten – so wurde ein Elternteil imitiert, dass das Küken mit seinem feuchten Gefieder wärmt“, berichtet Tierpflegerin Alina Niebler. „Vier bis fünf Mal am Tag musste es zu Beginn mit einem speziell angefertigten Fischbrei gefüttert werden. Dabei habe ich den Schnabel vorsichtig festgehalten und den Brei mit den Fingern gefüttert.“ Das Küken nahm täglich zu und entwickelte sich gut, sodass es bald auch kleine Fischfiletstücke und Sprotten fressen konnte. Niebler erklärt: „Der Körper des Kükens muss sich erst daran gewöhnen Gräten und ganze Fische zu verdauen, deswegen führen wir es sehr langsam an diese Nahrung.“ Seit dem 3. Juni lebt der kleine Pinguin nun wieder am Schölerberg bei seinen Artgenossen, erst im sogenannten „Nichtschwimmerbecken“ und bald wird er mit den andern pfeilschnell durchs tiefe Wasser flitzen. Auch einen Namen hat das Küken schon: Es heißt Clementine und ist ein Weibchen. Bei Humboldt-Pinguinen kann das Geschlecht wie bei vielen Vögeln nur über eine Feder-DNA-Probe bestimmt werden, die am gestrigen Mittwoch, 8. Juli das Ergebnis lieferte. Wissenswertes zu Seehunden (Phoca vitulina) – Seehunde gehören zur Familie der Hundsrobben. Ein besonderes Merkmal ist das Fehlen einer äußeren Ohrmuschel. Sie besitzen kurze Vordergliedmaßen, die ihnen nur ein Rutschen oder „Robben“ an Land erlauben. Das Fell besteht aus steifen, glänzenden Haupthaaren, den so genannten Grannenhaaren, unter denen sich eine spärliche Unterwolle befindet. Frisch geborene Junge sind hellgrau-weiß-wollig. Sie werfen ihren Jungpelz jedoch vor oder während der Geburt ab. Bereits wenige Stunden nach der Geburt können sie schwimmen und tauchen. In der Regel wird ein Jungtier geboren, in Ausnahmefällen auch Zwillinge. Wissenswertes zu den Humboldt-Pinguinen (Spheniscus humboldti) Der Humboldt-Pinguin gehört zu der Art der Brillenpinguine und lebt ursprünglich an der Pazifikküste Südamerikas in Peru und Nordchile. Sie haben eine Körpergröße von circa 65 Zentimetern und rund vier Kilo Körpergewicht. Nach einer Brutdauer von bis zu 42 Tagen schlüpfen in der Regel ein bis zwei Jungtiere. Es ist die einzige Pinguinart, die zweimal im Jahr brüten kann. Das Hauptbrutgebiet waren in früherer Zeit die Guanoinseln vor der chilenischen und peruanischen Küste. In den Guano (der Kot der Seevögel) gruben sich die Pinguine ihre Bruthöhlen. Der Guano wurde schon zu den Zeiten der Inkas als Dünger genutzt. Bedingt durch industriellen Abbau haben die Humboldt-Pinguine ihre natürlichen Bruthöhlen verloren und ziehen jetzt in Felsgrotten und Höhlen ihre Nachkommen auf, was für sie aber sehr schwierig ist. Der Guano-Abbau, Überfischung, aber auch Klimaphänomene wie El-Nino führten zur starken Dezimierung des Bestandes. Die Art gilt als „gefährdet“ (IUCN – Rote Liste). Sphenisco – Schutz des Humboldt-Pinguins e.V. Der Zoo Osnabrück ist Mitglied bei Sphensico e.V. Sphenisco – Schutz des Humboldt-Pinguins e.V. möchte in Zusammenarbeit mit chilenischen Naturschützern und Wissenschaftlern dazu beitragen, den Humboldt-Pinguin vor der Ausrottung zu bewahren. Der frei lebende Bestand an den Küsten Chiles und Perus ist durch eine ganze Reihe von Faktoren bedroht. Der Rückgang des Fischbestandes durch Überfischung und Klimaveränderungen, Meeresverschmutzung, und illegaler Guanoabbau nehmen dem Humboldt-Pinguin zunehmend die Lebensgrundlage. Zudem verenden Tiere in Fischernetzen, sterben beim Fischfang mit Dynamit oder werden gefangen, verzehrt oder als Fischköder benutzt. Unkontrollierter Tourismus stört die Tiere in ihren Brutkolonien und vermindert den Bruterfolg.

Zoologischer Garten Schwerin 09.07.2020
Zoolauf mit neuem Termin am 24. September 2020 – Jetzt Firmen- oder Vereinsstaffel bilden und dabei sein!
Endlich ist es so weit: der Zoo Schwerin möchte allen Interessenten den neuen Termin für den, aufgrund der Coronakrise, verschobenen Zoolauf mitteilen. Am Donnerstag, den 24. September 2020 um 17 Uhr heißt es auf die Plätze, fertig, los! Also jetzt vier Mitarbeiter oder Mitglieder zusammen trommeln, eine Firmen- bzw. Vereinsstaffel bilden und die Home Office Pfunde schwinden lassen. Über ca. 2,55 km geht es kreuz und quer, bergauf und bergab durch den Zoo. Auszeichnungen wie der Titel „Die schnellste Firma“ oder „Der schnellste Verein“ warten auf das Team. Bei diesem tierischen Sportereignis heißt es “Dabei sein ist alles!“. Mit der Teilnahme am 3. Zoolauf wird die Arbeit des Zoos für den Artenschutz unterstützt. 80% der Einnahmen kommen direkt dem Zoo Schwerin und seinen Projekten zugute. Da die Strecke sogar für echte Zookenner eine Herausforderung ist, bietet der Zoo allen Interessenten einen Erkundungslauf am Donnerstag, den 27. August 2020 um 17 Uhr. Gleichzeitig eine tolle Gelegenheit, um für den Zoolauf zu trainieren und die anderen Teilnehmer kennenzulernen. Anmeldungen werden unter www.zoo-schwerin.de/lauf entgegengenommen.

Wilhelma – Zoologisch-Botanischer Garten Stuttgart 09.07.2020
Ungewöhnliche Adoption bei den Totenkopfäffchen
Seit Ende April hatten vier Totenkopfäffchen in der Wilhelma in Stuttgart Nachwuchs. Doch muss man schon mehrmals hinschauen: Nur drei Weibchen ziehen Jungtiere auf. Dafür hat Lissi doppelt schwer zu tragen. Gleich zwei Babys hängen an ihrer Brust. Dabei ist auch sie nur einfache Mutter geworden –Zwillinge sind bei diesen südamerikanischen Primaten selten. Ein anderes Weibchen muss ihr Kleines direkt nach der Geburt an Lissi übergeben haben. „Bei den Totenkopfäffchen ist es üblich, dass Tanten und ältere Schwestern des Neugeborenen die frischgebackene Mutter entlasten und das Jungtier herumtragen, aber zum Säugen müssen sie es zu ihr zurückbringen, weil sie selbst keine Milch haben“, erklärt Marianne Holtkötter, Kuratorin für die Affen im Zoologisch-Botanischen Garten. „Daher ist es außergewöhnlich, dass eine Mutter, die ein eigenes Baby zu versorgen hat, ein zweites adoptiert und als Amme stillt. „Bei Lissi klappt das prima. Beide Jungtiere entwickeln sich gut. Aber sie hat alle Hände voll zu tun, denn die Sprösslinge wachsen schnell und trinken immer noch bei ihr, obwohl sie schon gut die halbe Größe der Erwachsenen erreicht haben. Die in Bolivien und Brasilien beheimateten Schwarzkappen-Totenkopfäffchen werden bei grob einem Kilo Körpergewicht rund 30 Zentimeter groß. Ihr Schwanz misst nochmal um die 40 Zentimeter. Sie durchstreifen den Regenwald auf der Suche nach Nahrung und verlassen die Baumkronen kaum. Bei der Wahl des Futters zeigen sie sich flexibel: Eier, Frösche und Kleinvögel zählen ebenso dazu wie Früchte und Samen. Während in der Natur in den großen Gruppen der Totenkopfäffchen die Mutter meist leicht erkennbar und der Vater ungewiss bleibt, ist in der Wilhelma dieses Mal das Gegenteil der Fall. In der 17-köpfigen Gruppe ist unklar, wer die leibliche Mutter des zweiten Schützlings von Lissi ist. Sicher ist nur, dass die Jungtiere Halbgeschwister sind. Denn die Vaterschaft ist unstrittig. Als Teil des Europäischen Erhaltungszucht-Programms (EEP) für diese Affenart setzt die Wilhelma jeweils einen Zuchtmann ein, den der EEP-Koordinator aufgrund von Genen und Verwandtschaftsverhältnissen empfiehlt. So kam2017Illampuaus dem südfranzösischen Zoo de La Barbenbei Aix-en-Provencenach Stuttgart. An der Aufzucht beteiligen sich die Väter allerdings grundsätzlich nicht. Für Lissi ist Illampu trotz Doppelbelastung also keine Hilfe. „Die Totenkopfäffchen gehören in der Wilhelma immer zu den Publikumsmagneten, bei Nachwuchs ganz besonders“, sagt Holtkötter. „Weil die Corona-Pandemie noch nicht ausgestanden ist, bitten wir zu Disziplin bei der Maskenpflicht vor den Außengehegen von Affen und Raubtieren. Diese Tiergruppen können sich erwiesenermaßen beim Menschen mit COVID-19 anstecken. „Die geselligen und quirligen Totenkopfäffchen halten ihrerseits keinen Mindestabstand ein und kommen oft zu den Besucherinnen und Besuchern direkt ans Gitter. „Von den Äffchen lässt man sich schnell in den Bann ziehen. Umso wichtiger ist es, dass die Gäste ihren Mund-Nasen-Schutz richtig tragen und die Tiere nicht füttern“, betont die Kuratorin. „Es wäre bitter, wenn wir durch Nachlässigkeit Tiere verlieren würden.“

Zoo Krefeld 08.07.2020
Jo & Joline erweitern die WG Zwei neue Galápagos-Riesenschildkröten im Zoo Hoyerswerda ein
Jo & Joline sind die zwei neuen im Schildkrötenhaus des Zoo Hoyerswerdas. Die beiden Galápagos-Riesenschildkröten ergänzen die zwei im Zoo lebenden Galápagos-Riesenschildkröten Bert & Jolante. Auch wenn die zwei neuen Schildkröten zu den Riesen ihrer Art gehören, war heute nichts davon zu sehen. Denn mit vier, Jo dessen Geschlecht noch nicht genau feststeht, und sechs Jahren, Joline, sind beide noch nicht sonderlich riesig. Sie stammen aus dem Zoo Zürich und sind seit Juli letzten Jahres im Zoo Hoyerswerda. Bisher befanden sie sich in Quarantäne und mussten erst noch ein wenig an Gewicht und Größe zulegen. Denn als Jo & Joline nach Hoyerswerda kamen, wogen sie gerade einmal drei und sechzehn Kilogramm. Um sich jedoch gegen den 135 Kilogramm schweren Bert behaupten zu können, benötigten sie etwas mehr. Jetzt passten Größe, Gewicht und auch die Temperaturen für einen Umzug ins Schildkrötenhaus. Mit Frauen- und Manneskraft wurden die zwei Neuen und mittlerweile fast doppelt so schweren Riesenschildkröten aus ihrem Quarantänequartier ins Schildkrötenhaus getragen. Dort angekommen gab es zur Begrüßung ein ordentliches Salatbuffet und vier neue Mitbewohner. Neben Deutschlands einzigem Galápagos-Riesenschildkröten-Paar bewohnen noch die zwei Spornschildkröten Bonnie & Clyde das Schildkrötenhaus des Zoos. Die Kontaktaufnahme verlief ruhig und gelassen, so wie Schildkröten eben sind. Bevor sich aber alle gemeinsam am Buffet genüsslich laben konnten, hieß es erstmal ab auf die Waage. Bert mit seinen 56 Jahren hat ein stattliches Gewicht von 135,4 Kilogramm und seine Partnerin Jolante mit 60 Jahren 89 Kilogramm. Die Spornschildkröten Bonnie & Clyde wiegen 37 und 72,4 Kilo. Die zwei Jungspunde Jo & Joline bringen 7,4 und 26, 4 Kilogramm auf die Waage. Eugène Bruins, Zoologischer Leiter freut sich, dass die Schildkröten an Gewicht zugenommen haben: „Bert wiegt fünf Kilogramm mehr als im Februar. Das zeigt uns, dass die Verbesserungsmaßnahmen im Schildkrötenhaus effektiv waren.“ Die Züricher Schildkröten sollen im Zoo Hoyerswerda die Zuchtchancen der bedrohten Riesen erhöhen. Im Herbst 2018 wurde das Schildkrötenhaus des Zoos energetisch saniert und der Außenbereich mit einem Wellness-Schlammbad und mehreren Hügel für eine bessere Paarungsmöglichkeit versehen. Momentan ist der Zoo Zürich die einzige zoologische Einrichtung neben Ecuador, die Galápagos-Riesenschildkröten züchten. Mit den zwei neuen Schildkröten und der Sanierung der Anlage hofft der Zoo Hoyerswerda nun ebenfalls züchten zu können. Bert & Jolante kamen 2002 in den Zoo Hoyerswerda und sind die ältesten Bewohner des Zoos und haben bisher noch nicht gezüchtet. Mit ihren 56 und 60 Jahren sind sie für ihre Art noch jugendlich frisch. Riesenschildkröten können bis zu 200 Jahre alt werden, es ist also noch Zeit genug für Nachwuchs.

Alpenzoo Innsbruck 08.07.2020
Auftakt geschafft – Ausstellungsetage in der Weiherburg nimmt Form an
Der Alpenzoo ist seit geraumer Zeit Pächter der Weiherburg. Die Idee, eine Etage der Weiherburg wieder für Besucher zu öffnen und dort naturkundliche Ausstellungen in Ergänzung zum Alpenzoo zu zeigen, wird nun umgesetzt. In den nächsten Jahren werden wechselnde Ausstellungen in Zusammenarbeit mit den Tiroler Landesmuseen in der Weiherburg gezeigt. Möglich gemacht wird dieses Projekt durch die Landesgedächtnisstiftung Tirol.

Zoo Basel 08.07.2020
Neu im Zoo Basel: Der seltenste Fisch der Schweiz
Zwei neu eingerichtete Aquarien im Zoo Basel zeigen bedrohte Fischarten der Schweiz. Darunter mit dem Rhone-Streber – auch Roi du Doubs genannt – die seltenste Schweizer Fischart überhaupt. Fische gehören zu den am stärksten bedrohten Tieren der Schweiz. Der Zoo Basel widmet deshalb im Vivarium die neu eingerichteten Aquarien Nummer 5 und 7 der Äsche, deren Status erst 2019 von «gefährdet» zu «stark gefährdet» geändert wurde, und dem Roi du Doubs. Roi du Doubs: seltenster Schweizer Fisch Der Rhone-Streber (Zingel asper) wird in der Schweiz neben «Roi du Doubs» auch «Apron» genannt. Der bis zu 20 Zentimeter lange Fisch ist vor allem nachts aktiv. Er lebt am Boden von 30 bis 80 Zentimeter tiefen Flüssen und laicht im März und April. Letzteres meist nur einmal in den dreieinhalb Jahren, die sein Leben üblicherweise dauert. Nur noch etwa 10 Quadratkilometer oder 17 Prozent des ursprünglichen Verbreitungsgebietes in der Rhone und ihren Nebenflüssen sind von Rhone-Strebern besiedelt. Seit 1996 wird die Art in der Roten Liste der Schweiz als «von der Ausrottung bedroht» geführt. Was dem «König des Doubs» das Leben schwermacht, sind künstliche Schwellen und Stauwehre, die seine Wanderung behindern, aber auch die durch die Zuflüsse der Kraftwerke massiv schwankenden Wasserstände und die Wasserverschmutzung. Es gibt derzeit noch vier voneinander getrennte Teilpopulationen: in Frankreich in Flüssen Drôme, Durance und Beaume. In der Schweiz ist er einzig noch im Doubs zu finden. Bei der letzten Zählung 2012 wurden dort nur noch 52 adulte Tiere gezählt. Es handelt sich somit um die am stärksten gefährdete Fischart der Schweiz. Die Rohne-Streber im Zoo Basel stammen aus der Zucht des Aquatis Lausanne, ihre Vorfahren aus der Durance. Der Zoo Basel nimmt an einem Zuchtprogramm teil, welches von der CEN (Conservatoire d’espaces naturels) Rhône-Alpes geführt wird. Heisse Sommer machen Äschen den Garaus In der Schweiz gilt die Äsche (Thymallus thymallus) als stark gefährdet, in der Roten Liste international wird sie noch nicht als gefährdet aufgeführt. In den Hitzesommern von 2003 und 2018 geriet die Äsche durch das Massensterben im Rhein in den Fokus der Medien und des Artenschutzes. Steigt die Wassertemperatur über 27 Grad, wird dies zum tödlichen Problem für die Fischart, die klares und kühleres Wasser bevorzugt. Trotzdem findet sich in der Schweiz zwischen Bodensee und Rheinfall noch eine der grössten Äschen-Populationen in Europa. Für gute Lebensbedingungen sorgt dort der Bodensee, der Plankton liefert und im Winter milde Temperaturen garantiert. Nach der Äsche ist eine der fünf Fischregionen benannt, die Äschenregion. Fischregionen bezeichnen Zonen von Fliessgewässern, für die bestimmte Fischarten besonders charakteristisch sind. Die Äschenregionen liegt im Oberlauf des Flusses, für den eine starke Strömung und hoher Sauerstoffgehalt typisch ist. Der Untergrund besteht hauptsächlich noch aus Geröll und grobkörnigem Kies. Der Kies ist jedoch schon feiner als in der weiter oben gelegenen Forellenregion, und es wachsen dementsprechend auch mehr Wasserpflanzen. Die Äsche gehört zur Ordnung der Lachsfischartigen. Während der Balzzeit von Februar bis April färben sich die langen Rückenflossen der Männchen rot, violett und blau. Huckepack auf Mutters Rücken: Acht junge Totenkopfäffchen im Zoo Basel Huckepack auf Mutters Rücken: Acht junge Totenkopfäffchen im Zoo Basel Nach zwei Jahren ohne Nachwuchs ist bei den Totenkopfäffchen im Zoo Basel jetzt eine ganze Schar Jungtiere zu sehen. Acht winzige Äffchen klammern sich auf dem Rücken ihrer Mutter fest. Die kleinen Äffchen mit der auffällig gelben Fellfarbe, kamen zwischen dem 10. Mai und dem 17. Juni im Zoo Basel zur Welt. Die Nachwuchspause ist einfach zu erklären: Nachdem die Gruppe zwei Jahre männerlos war, traf Ende 2019 ein neues Männchen ein. Der aktuelle Kindersegen ist die erfreuliche Folge davon. Erst einmal, vor 34 Jahren, gab es noch mehr junge Totenkopfäffchen zur gleichen Zeit. Von den elf Weibchen der aktuellen Gruppe haben nur das älteste (26) und die beiden jüngsten (3) keinen Nachwuchs. Von den drei Männchen ist das älteste das Zuchtmännchen (13) und somit der Vater der acht Jungtiere. Im Zoo Basel leben die Totenkopfaffen zusammen mit den Wollaffen in der gleichen Anlage. Die beiden Arten verstehen sich gut. Ältere Jungtiere klettern beim Spielen gerne auf den Wollaffen herum und dürfen manchmal auf deren Rücken mitreiten. Männer nur zur Paarungszeit geduldet Saimiris leben in Weibchengruppen, die aus einer Mutter und ihren erwachsenen Töchtern mit deren Jungtieren bestehen. Die Männchen werden im Alter von zwei bis drei Jahren aus der Gruppe vertrieben und leben dann in Junggesellengruppen. Die stärksten Junggesellen legen vor der Paarungszeit enorm an Gewicht zu und wechseln in eine Weibchen-Gruppe, um Nachwuchs zu zeugen. Die saisonale Paarungszeit ist eine Ausnahmeerscheinung unter den Affen. Im Zoo Basel dauert sie von November bis Januar. Nach fünf Monaten kommen die Jungen zur Welt. Rechtzeitig zum Beginn der Insektensaison, denn Insekten gehören zu den Leibspeisen der Totenkopfäffchen. Nach der Paarungszeit dulden die Weibchen das Männchen nicht mehr und vertreiben es. Anders als viele Primaten markieren Totenkopfäffchen ihr Revier mit Duftmarken und kommunizieren so untereinander. Sie haben dafür keine speziellen Drüsen, sondern urinieren über ihre Hände und Füsse. Danach reiben sie sich mit den so benetzten Händen und Füssen das Fell ein, verteilen damit den Geruch über den ganzen Körper und geben ihn beim Herumlaufen an Äste und Seile weiter. Wichtige Stellen im Gehege reiben sie mit dem Rücken oder der Brust, um sich mit dem Urin der anderen Gruppenmitglieder zu parfümieren oder den eigenen Geruch zu hinterlassen. Totenkopfäffchen können den Geruch von Gruppenmitgliedern und Fremden unterscheiden. Besonders intensiv betreiben sie das «urine washing» (so heisst das Verhalten auf Englisch) während der Paarungszeit. Totenkopfäffchen haben deshalb einen ihnen eigenen typischen Geruch. Die Tierpfleger reinigen die Kletterstrukturen absichtlich nicht allzu intensiv, damit die Duftmarken nicht entfernt werden. Jagd auf Insekten Totenkopfäffchen werden auch «Saimiri» genannt. Sie leben im südöstlichen Amazonasbecken, in Nordbolivien, Südperu und Ostbrasilien im Regenwald, meist an Flussufern. Sie ernähren sich von Früchten und Insekten. Etwa 80 Prozent der Futtersuche verbringen sie mit der Jagd nach Insekten und anderen kleinen Tieren. Sind keine Früchte zu finden, fressen sie ausschliesslich Insekten. In der Natur sind Totenkopfäffchen nicht bedroht, der Trend der Population ist aber klar abnehmend. Vor allem der Verlust von Lebensraum und die Jagd sind ein Problem. In Zoos wird die Art in einem Europäischen Zuchtprogramm (EEP – EAZA ex-situ Programm) koordiniert. Der Zoo Basel ist für diese Koordination verantwortlich. Das Programm umfasst gut 900 Tiere. Schutzkonzept im Zoo Basel bewährt sich Seit dem 6. Juni ist der Zoo Basel wieder für das Publikum geöffnet. Aufgrund der gemachten Erfahrungen waren nur wenige Anpassungen nötig. Am Eingang des Zolli werden Besucherinnen und Besucher mit einem Merkblatt zu den Schutzmassnahmen empfangen. Die letzten Wochen haben gezeigt, dass die Gäste diese ernst nehmen und sich an die Vorschriften halten. 4000 Personen dürfen sich gleichzeitig im Zoo aufhalten (in dieser Zahl nicht eingeschlossen sind die eigenen kleineren Kinder). Seit dem 6. Juni wurde diese Zahl zu keiner Zeit erreicht. Die Zählung der Besucher am Eingang wurde daher wochentags eingestellt. Wartezeiten gibt es einzig beim Eintritt ins Affenhaus, ins Vivarium, ins Etoschahaus oder ins Haus Gamgoas. Nur zeitweise geöffnet sind der Kinderzoo-Stall und das Nashornhaus. Bei der Eingangs-Kontrolle wird der Zoo Basel von Freiwilligen des Freundevereins unterstützt. Geschlossen sind das Vogelhaus, welches zurzeit saniert und mit Neubauten ergänzt wird, und das Antilopenhaus, ebenfalls aufgrund von Sanierungsarbeiten. Führungen sind im Zoo Basel in kleineren Gruppen weiterhin möglich. Drei Zolli-Abendöffnungen während der Sommerferien In den Sommerferien haben Zoobesucherinnen und -besucher an drei Tagen Gelegenheit, in der Abenddämmerung durch den Zoo zu flanieren: Der Zoo Basel bleibt am 10. Juli, 7. August und 14. August bis 22 Uhr geöffnet. Verpflegung gibt es in der Cafeteria am Haupteingang sowie beim Pavillon vor dem Zoo-Restaurant. Zusätzlich ist das Glacé-Velo unterwegs. Das Zoo-Restaurant schliesst wie gewohnt um 17.45 Uhr (warme Küche bis 15.30 Uhr). Die meisten Tierhäuser sind bis 22 Uhr geöffnet. Es gelten die normalen Eintrittspreise. Abos sind gültig.

Zoo Zürich 08.07.2020
USHINDIS SEHVERMÖGEN DEUTLICH VERBESSERT
Der Gesundheitszustand des Nashornkalbes Ushindi hat sich in den letzten Tagen deutlich verbessert. Sie scheint viel besser sehen zu können und kann deshalb nun auch in die für die Zoobesucherinen und -besucher einsehbare grosse Aussenanlage der Lewa Savanne gelassen werden. Das am 7. Mai 2020 geborene weibliche Nashornkalb Ushindi scheint ihre anfänglichen Augenprobleme überwunden zu haben. Kurz nach der Geburt stellte man bei Ushindi Probleme beim Erkennen der Umgebung fest. Sie schien ein eingeschränktes Sehfeld zu haben und zeigte entsprechend Schwierigkeiten, sich in ihrer Anlage zurechtzufinden. Die tierärztlichen Untersuchungen brachten jedoch keine klare Diagnose. Ansonsten zeigte sich Ushindi gesund und legte beträchtlich an Gewicht zu. In den letzten Tagen veränderte sich die Situation nun. Ushindi reagierte vermehrt auf Bewegungen und schien sich in der Hintergrundanlage immer besser zurechtzufinden. Aus diesem Grund liessen die Tierpfleger sie zusammen mit ihrer Mutter Tanda versuchsweise auf den Winterplatz vor dem Giraffenhaus. Erfreulicherweise verhielt sich Ushindi dort wie ein gesundes junges Nashornkalb. Sie erkundete aktiv die Umgebung, folgte ihrer Mutter, spielte ausgiebig und zeigte keine visuelle Beeinträchtigungen mehr. Ushindi und ihre Mutter werden nun an die grosse Savannen-Aussenanlage und die anderen Tiere gewöhnt. Somit ist das Jungtier ab sofort für die Besucherinnen und Besucher ersichtlich. Breitmaulnashörner sind in ihrem Bestand bedroht. Ushindi ist, wie auch ihre Mutter Tanda und ihre Schwestern, Teil eines europaweiten Erhaltungszuchtprogrammes. Der Zoo Zürich unterstützt zudem seit über zwanzig Jahren das Lewa Wildlife Concervancy, ein Reservat in Kenia, das zum UNESCO-Weltnaturerbe gehört. Zum Engagement gehören die Bekämpfung der Wilderei, die Minderung von Mensch-Wildtier-Konflikten sowie sozioökonomische Projekte für die Bevölkerung.

Zoo Berlin 08.07.2020
Auf Flossen die Welt entdecken Seelöwen-Nachwuchs im Zoo Berlin
Vorsichtig nähert sich die kleine Stupsnase der Wasseroberfläche. Werden die Schnurrhaare nass, geht es erschrocken wieder zwei Schritte zurück. Schließlich siegt die Neugier. Noch etwas unbeholfen, aber zielstrebig erkundet eine kleine Robbe ihre Umgebung. In diesen Tagen bestreitet der jüngste Seelöwen-Nachwuchs im Zoo Berlin die ersten Ausflüge auf die Außenanlage. Am 21. Juni 2020 erblickte ein junger Kalifornischer Seelöwe im Zoo Berlin das Licht der Welt. Es ist bereits das sechste Jungtier von Seelöwen-Dame Sandra (16). Nach gut zwei, geborgenen Wochen im Stall, stehen nun die ersten Ausflüge nach draußen an. Junge Seelöwen müssen anfangs viel lernen. So können sie erst mit zwei bis drei Wochen richtig schwimmen. Dafür haben Sandra und ihr noch namenloser Sohn auf einer separaten Anlage ausreichend Zeit und Ruhe, bevor sie zum Rest der Berliner Seelöwen-Gruppe stoßen. Dann wird das Jungtier auch Vater Enzo (20) kennenlernen. „Als erfahrene Mutter kümmert sich Sandra vorbildlich um ihren Nachwuchs. Ganz behutsam begleitet sie die ersten Schwimmversuche und passt auf, dass die Neugier nicht zur Übermut wird“, erzählt Robben-Tierpfleger Corvin Schmohl. Damit das neuste Mitglied der Seelöwen-Gruppe nicht lange namenlos bleibt, können in den kommenden Tagen Namensvorschläge über die Social-Media-Kanäle des Zoo Berlin abgegeben werden. Aus diesen werden die Tierpfleger schließlich einen passenden Namen heraussuchen. Neben Sandra, Enzo und ihrem jüngsten Nachwuchs leben noch acht weitere Kalifornische Seelöwen im Zoo Berlin. Hintergrund: Kalifornische Seelöwen sind deutlich schlanker und athletischer als ihre Verwandten, die Seehunde. Sie können ihre kräftigen Hinter­flossen unter den Körper drehen und so auf allen vieren laufen, statt schwerfällig zu robben. Die meiste Zeit verbringen sie dennoch im Wasser. Dort können sie bis zu 30 km/h schnell werden und bis zu 100 m tief tauchen. Die Haare an der Schnauze sind hochempfindlich. Seelöwen orientieren sich damit und orten ihre Beute, indem sie feinste Schwingungen wahrnehmen. Am liebsten ernähren sich Seelöwen von Lachsen, Tintenfischen und Krebsen.

Zoo Magdeburg 07.07.2020
Zuchterfolg bei den Weißkopfsakis Fliegende Affen bekamen Familienzuwachs
„Kurz vor den Ferien bekam der Zoo besonders niedlichen Nachwuchs. Auf der begehbaren Weißkopfsaki-Anlage können die Besucher das putzmuntere Weißkopfsaki-Jungtier ganz nah bestaunen“, freut sich Zoo-Geschäftsführer Dirk Wilke. Das Weißkopfsaki-Weibchen Kim hat nach einer Tragzeit von rund sechs Monaten am 21. Juni 2020 ein gesundes Jungtier zur Welt gebracht. Bei kaum einer Primatenart unterscheiden sich die Geschlechter so deutlich in der Färbung wie beim Weißkopfsaki. Nur die Männchen tragen den prächtigen weißen Haarkranz rund ums Gesicht. Sollte das Jungtier ein Männchen sein, wird sich bei dem kleinen Affen die weiße Gesichtsbehaarung bereits im Alter von etwa zwei Monaten zeigen. Die südamerikanischen Kletterkünstler, die bei ihrer Fortbewegung vorwiegend springen und dabei Weiten von bis zu zehn Metern erreichen, erhielten aufgrund dessen den Beinamen „Fliegende Affen“. Charakteristisch bei dieser Art ist das Hüpfen nur mit den Hinterbeinen ohne Unterstützung der Hände. Sakis sind territorial und verteidigen ihre Reviere gegenüber andere Familien. Sie unterhalten sich mit Lauten, die eher an das Zirpen von Vögeln erinnern, können in bis zu 10 Meter weiten Sätzen durch die Baumkronen preschen und ernähren sich von allerlei Samen, Blättern und Früchten sowie tierischer Beikost in Form von Insekten. Der Nachwuchs lernt von den übrigen Familienmitgliedern, was bekömmlich ist, und wird im Alter von etwa 4 Monaten entwöhnt. Der Zoologische Garten Magdeburg ist am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm für Weißkopfsakis beteiligt.

Naturschutz-Tierpark Görlitz 07.07.2020
Über Tische und Bänke Neue Zebramangustenanlage im Naturschutz Tierpark Görlitz- Zgorzelec eingeweiht.
Ein 40-köpfiges Empfangsteam der ganz besonderen Art heißt die Görlitzer Tierparkbesucher seit kurzem Willkommen. Die in den letzten Jahren zahlenmäßig rapide gewachsene Gruppe der afrikanischen Zebramangusten konnte nun endlich in ihr neues Domizil direkt im Eingangsbereich des Tierparks umsiedeln. Dort scheinen sich die agilen kleinen Raubtiere ausgesprochen wohl zu fühlen. Gestalterisch nimmt die Anlage das Thema Biergarten auf. „Zebramangusten gelten in ihren Herkunftsgebieten als Kulturfolger. Man sieht sie häufig in mensch-beeinflusster Umgebung, so z.B. in Camps und Lodges. Da ein Klein-Afrika in unserem Eingangsbereich recht deplatziert wirken würde, haben wir uns entschieden, den vorhandenen Stil aufzunehmen und mit entsprechender Einrichtung einen artgemäßen Ersatzlebensraum für die Mangusten zu schaffen. Statt über Termitenhügel geht’s hier drüber, drauf, durch und unter Fässer, Kisten, Tische und Bänke“, so Kuratorin Catrin Hammer. Zu dem Mangusten-Biergarten gehören auch eine überdachte Sandkiste, die sich die Tiere mit spielenden Kindern gefühlt teilen, einem Brunnen mit magischem Wasserhahn, der sowohl als Aussichtspunkt aber auch gern zur Abkühlung genutzt wird, einem für Besucher einsehbaren Haus, natürlich ebenfalls im passenden Stil, und viel Infotainment. Großflächige Panoramascheiben erwecken den Eindruck, die Tiere würden sich komplett frei im gesamten Biergartenareal bewegen können und so sehen sich die Tierparkmitarbeiter derzeit immer wieder mit aufgeregten Ausrufen wie: „Die sind ja alle ausgerissen!!“ konfrontiert, schmunzelt Catrin Hammer.

Zoo Krefeld 07.07.2020
Forsa-Studie: 82 Prozent der Deutschen von Zoos überzeugt
Eine deutliche Mehrheit der Deutschen befürwortet, dass es zoologische Einrichtungen gibt, bewertet deren Artenschutzbemühungen als sehr wichtig und lernt in ihnen Wertschätzung für Tiere kennen. Das ist das Ergebnis der aktuellsten und umfassendsten Studie zur Einstellung der Deutschen gegenüber Zoos, die das Meinungsforschungsinstitut Forsa durchgeführt hat. „Diese Umfrage-Ergebnisse erfüllen uns mit Stolz“, sagt Professor Jörg Junhold, Präsident des Verbandes der Zoologischen Gärten, dem auch der Zoo Krefeld angeschlossen ist. Er ergänzt: „Sie zeigen neben der hohen Akzeptanz, dass es unseren Zoos gelingt, als Brücke zwischen urbaner Lebenswelt und den Anliegen des Natur- und Artenschutzes zu fungieren, indem sie diese wichtigen Themen transportieren.“ Die zentrale Frage der repräsentativen Studie im Auftrag des Verbandes war jene nach dem Grad der Akzeptanz. Gefragt, ob sie Zoos in Deutschland befürworten, antworteten überwältigende 82 Prozent mit „Ja“. Zwölf Prozent der Deutschen lehnen demnach Zoos ab, die übrigen Befragten machten keine Angaben. Erfreulich für die Zoos ist, dass sich der Zustimmungswert auf diesem hohen Niveau einpendelt. Gegenüber der ersten Auflage der Umfrage im Jahr 2017 ist er noch um einen Prozentpunkt gestiegen. Moderne zoologische Gärten haben sich dem Schutz der schwindenden Biodiversität verpflichtet, indem sie bedrohte Tierarten in Zoos und im natürlichen Lebensraum pflegen und erhalten. Diese gesellschaftliche Aufgabe wird von der deutschen Bevölkerung besonders hoch eingeschätzt. Demnach sagen 65 Prozent der Befragten, dass diese Bemühungen „sehr wichtig“ sind, für weitere 28 Prozent sind sie „wichtig“. Ähnlich verhält es sich mit dem Engagement der Zoos vor ihren Toren: 55 Prozent der Deutschen halten es für „sehr wichtig“, wenn sich Tiergärten und Zoo direkt in den bedrohten Lebensräumen für die Tiere stark machen, für weitere 36 Prozent ist es noch „wichtig“. VdZ-Präsident Junhold, der als Direktor auch den Zoo Leipzig leitet, sagt dazu: „Das sind sehr erfreuliche Werte, die sich mit unserem Ansinnen und Selbstverständnis decken: Wir sind als Zoos die Artenschutzzentren der Gegenwart.“ Die Forsa-Studie zeigt ebenso, dass ein Zoobesuch im 21. Jahrhundert sehr positiv auf die Besucher wirkt. Mehr als zwei Drittel haben nach eigenen Aussagen bei ihrem letzten Besuch etwas über Tiere (11 Prozent „sehr viel“; 58 Prozent „viel“) gelernt. Darüber hinaus entsteht bei einer Mehrheit auch eine emotionale Verbindung: 32 Prozent der Befragten sagen, dass sich ihre Wertschätzung für Tiere durch den Zoobesuch vergrößert hat („voll und ganz“), weitere 48 Prozent stimmen dieser Aussage „eher“ zu. 71 Prozent (20 Prozent „voll und ganz“, 51 Prozent „eher“) sagen, dass sie sich während des Zoobesuches mit der Natur verbunden gefühlt haben. „Wir sind sehr glücklich, dass die Arbeit unserer modernen Zoos inzwischen solch positiven Widerhall in der Bevölkerung findet“, sagt Jörg Junhold. „Das ist uns Auszeichnung und Ansporn zugleich – wir werden in unseren Bemühungen nicht nachlassen.“ Die Forsa-Befragung wurde mittels Online-Tool im November 2019 durchgeführt. In Deutschland wurden 1.508 nach einem systematischen Zufallsprinzip ausgewählte Personen ab 14 Jahren befragt. Parallel dazu hat der Verband der Zoologischen Gärten dieselbe Untersuchung in Österreich und der deutschsprachigen Schweiz durchführen lassen. Alle Untersuchungsergebnisse finden sich auf www.vdz-zoos.org. Der 1887 gegründete Verband der Zoologischen Gärten (VdZ) mit Sitz in Berlin ist die führende Vereinigung wissenschaftlich geleiteter Zoologischer Gärten mit Wirkungsschwerpunkt im deutschsprachigen Raum. Aktuell gehören 71 Mitgliedszoos in Deutschland, Schweiz, Österreich und Spanien dazu.

Zoo Duisburg 07.07.2020
Zoo Duisburg freut sich über Seelöwennachwuchs
Noch sind die Jungtiere mit ihren Müttern hinter den Kulissen. Hier macht der Nachwuchs auch schon die ersten Schwimmversuche, die lautstark kommentiert werden. Duisburg Bei der Seelöwenfamilie am Kaiserberg hat es doppelten Nachwuchs gegeben. Mandy und Sunny ziehen mit viel Routine jeweils ein Jungtier auf. Noch sind die Mini-Robben nicht zu sehen, denn zur Festigung der Mutter-Kind-Bindung bleiben sie noch einige Zeit im rückwärtigen Bereich der Robben-Anlage. Während Familienoberhaupt Atze Siesta am Seelöwen-Pool macht, haben die frisch gewordenen Mütter Mandy und Sunny alle Flossen voll zu tun. Mit Argusaugen beobachten sie jeden Schritt ihrer Jungtiere – und das mit großem Getöse, wie Revierleiter Maik Elbers erzählt: „Die Mütter geben den Kleinen genau zu verstehen, was sie dürfen und was nicht. Da wird es schon sehr laut, wenn sich ein Jungtier beispielsweise zu weit weg bewegt“. Auch die ersten Schwimmversuche der Kleinen im hinteren Bereich der Anlage wurden von den Müttern lautstark kommentiert. Komm her, schwimm nicht zu weit weg, raus aus dem Wasser – all das wird von Mandy und besonders Sunny abwechselnd durch die Gegend geschrien. „Das mag sich für die Besucher vielleicht komisch anhören, ist aber vollkommen normal. Seelöwen sind eben sehr extrovertierte Zeitgenossen“, erklärt Elbers. Die Geschlechter der kleinen Robben kennt der Zoo auch. Es ist ein Männchen und ein Weibchen. Wann der Nachwuchs für die Besucher zu sehen sein wird, hängt vor allem davon ab wie sicher sie schwimmen können. Erst dann geht es raus aus dem „Nichtschwimmerbereich“ und auf die große Anlage.

Tiergarten Schönbrunn 07.07.2020
Tiergarten Schönbrunn freut sich über Robben-Nachwuchs
Grau, faltig und sehr herzig: So lässt sich der jüngste Nachwuchs im Tiergarten Schönbrunn beschreiben. Am 2. Juli ist bei den Mähnenrobben ein Jungtier zur Welt gekommen. In den ersten Tagen befanden sich Mutter und Jungtier im Backstage-Bereich. Nun ist die Babyrobbe für die Besucherinnen und Besucher zu sehen. „Es ist der erste Nachwuchs für das junge Robben-Weibchen Peaches, das 2016 aus dem Münchner Tierpark Hellabrunn zu uns übersiedelt ist. Peaches macht sich als Mutter ganz prima. Sie säugt ihr Kleines und gibt gut darauf acht“, erzählt Tiergartendirektor Stephan Hering-Hagenbeck. Das Jungtier ist ein Männchen. In der freudigen Aufregung blieb allerdings noch keine Zeit, sich über einen passenden Namen Gedanken zu machen. Peaches und ihr Nachwuchs bewohnen den eigens dafür eingerichteten Flachwasserbereich der Robbenanlage. Robben können zwar von Geburt an schwimmen, es wird aber noch ein paar Tage dauern, bis das Kleine die Freude am Planschen entdeckt. Ist das Jungtier an Land und im Wasser geschickt genug, stößt es mit seiner Mutter zur restlichen Gruppe. Mit der Entwicklung des Jungtieres zeigt sich der Tiergarten zufrieden. Hering-Hagenbeck: „Das Kleine wiegt etwa zehn Kilogramm. Die ersten sechs bis acht Monate wird es gesäugt. Wenn es hungrig ist, macht es schon lautstark auf sich aufmerksam.“ Mähnenrobben sind an den Küsten Südamerikas heimisch. Die Männchen halten sich einen Harem. In Schönbrunn ist Comandante der Chef und Vater des Jungtieres.

Tierpark Cottbus 06.07.2020
Aktuelles Zooschulangebot
Nach der langen, unfreiwilligen Pause aufgrund von Corona-Eindämmungsmaßnahmen ist die Zooschule inzwischen wieder mit Kindergarten- und Hortgruppen unterwegs. Wir freuen uns mit thematischen Rundgängen oder einer Tierpark-Rallye das Ferienprogramm der Gruppen zu bereichern. Nach zahlreichen Einschränkungen, sind stufenweise folgende Angebote der Zooschule wieder möglich: Zooschulangebote, die nun wieder angeboten werden: – Wandertage für eine Kindergartengruppe (z.B. „Tier im Buch“) – Zooschulunterricht und Wandertage für eine Schulklasse oder Hortgruppe – Rallye mit Auswertung Ganz NEU: ein „Rätselspaß“ begleitet das Kind auf dem Rundgang durch den Tierpark (ab sofort an der Kasse erhältlich, 1,00 Euro pro Heft) Erst wieder im neuen Schuljahr ab 10.August möglich: – Führungen für private Gruppen, Vereine, Jugendclubs oder ähnliches – Kindergeburtstage mit Führung sowie Kindergeburtstage mit Bastelangebot Kindergeburtstage und Führungen bieten wir nach heutigem Stand zum Schuljahresbeginn wieder an und sind somit ab 10. August wieder buchbar. In der Zwischenzeit empfehlen wir als spannende Alternative den „Rätselspaß“ an, der ab sofort als Heft für 1,00 Euro an der Kasse verkauft wird. Ob mit Eltern, Großeltern oder beim Kindergeburtstag, der „Rätselspaß“ begleitet die Kinder auf ihrem Rundgang durch den Tierpark. Ganz unter dem Motto „Schau mal genauer hin“ lernen die Kinder ganz nebenbei noch etwas dazu.

Zoo Berlin 06.07.2020
Ein schattiges Plätzchen für Pit und Paule Neuer Kuschelplatz für die Pandas im Zoo Berlin
Ganz schön flink erklimmt Paule die robusten Baumstämme und zieht sich mit gezielten Griffen auf die Liegeplattform. Bruder Pit interessiert sich derweil mehr für den frischen Bambus und beißt beherzt in die hellgrünen Blätter. Die Zwillinge sind mittlerweile dem Babyalter entwachsen und munter auf der Außenanlage unterwegs. Da sich Pit und Paule jedoch trotz schattenspendender Bäume für ihre häufigen Nickerchen immer wieder in die prallen Sonne legten, mussten die Kletterstrukturen auf der Außenanlage nun angepasst werden. Junge Pandas können ihre Körpertemperatur noch nicht so gut eigenständig regulieren, die Tierpfleger mussten die beiden Bären dementsprechend häufig von den favorisierten Liegeplattformen herunterholen und in den kühlen Innenraum bringen. Die Holzbretter der bestehenden Liegeplattformen wurden also kurzerhand abmontiert. „Damit die Bärenbrüder auch in den Sommermonaten wohl temperiert ins Land die Träume reisen können, wurde im schattigen Teil der über 1000 qm großen Außenanlage eine alternative Kletter- und Schlafmöglichkeit geschaffen“, erklärt Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem. Beim ersten Testklettern blieb kein Spalt unentdeckt und jedes Astloch wurde genauestens beschnüffelt. Pit und Paule bringen mittlerweile jeweils 22 kg auf die Waage und haben mit ihren rund 10 Monaten nun auch ein beinahe vollständiges Bärengebiss. Noch trinken sie hauptsächlich Milch, beißen aber bereits in frische Bambusstangen. Wenn die Zwillinge ausgewachsen sind, werden sie jeweils bis zu 20 kg frischen Bambus pro Tag verputzen. Einzelne Tageskarten-Kassen geöffnet! Nachdem die Zoologischen Gärten Berlin nach der Wiedereröffnung Ende April auf einen reinen Online-Verkauf umgestellt hatten, wurden nun für Gäste ohne Online-Zugang im Zoo und Tierpark einzelne Tageskarten-Kassen geöffnet. Ein Besuch in den Zoologischen Gärten Berlin soll – gerade in der derzeitigen Situation – für jedermann möglich sein. Selbstverständlich gelten auch in Zoo, Tierpark und Aquarium die Hygiene- und Verhaltensregeln des Berliner Senats. Grundsätzlich ist von anderen Personen ein Abstand von etwa 1,5 Metern zu halten.

Zoo Dresden 06.07.2020
Artenschutzeuro im Zoo Dresden – Bergwiesenprojekt freut sich über 10.000 €
Seit Dezember 2018 beinhalten die Eintrittspreise des Zoo Dresden einen freiwilligen Artenschutzeuro. Die Akzeptanz bei den Besuchern ist hoch, mehr als 90 % der Besucher zahlen diesen freiwilligen Beitrag für den Natur- und Artenschutz, so dass im vergangenen Jahr eine stolze Summe in Höhe von 343.000 € eingenommen werden konnte. Oberster Dank gilt laut Zoodirektor Karl-Heinz Ukena daher den Gästen des Zoo Dresden, mit deren Unterstützung nunmehr deutlich höhere Zuwendungen an Organisationen geleistet werden können, die sich für den Schutz von frei lebenden Wildtierpopulationen und deren natürlicher Lebensräume einsetzen. „Mit dem Artenschutzeuro werden wir nicht die Welt retten. Aber dafür kleine wertvolle Projekte in der Welt“, so Ukena. Auch Aufsichtsratsvorsitzender Detlef Sittel sah in der hohen Quote ein deutliches Signal, dass sich die Besucher für den Natur- und Artenschutz engagieren wollen. Bei der Auswahl der Projekte, die durch den freiwilligen Artenschutzeuro unterstützt werden, war es nach Sittel dem Aufsichtsrat besonders wichtig, dass die Projekte nicht nur weltweit verteilt sind, sondern auch im direkten Einzugsgebiet des Zoo Dresden und seiner Besucher aktiv sind. Das Bergwiesenprojekt im Osterzgebirge macht gerade für Stadtkinder Natur- und Artenschutz quasi vor der eigenen Haustür erlebbar. Der Förderverein für die Natur des Osterzgebirges e.V. ist Träger des Bergwiesenprojektes im Osterzgebirge. Stellvertretend für alle acht Projekte, für die sich der Zoo Dresden mit dem Artenschutzeuro engagiert, nahm Holger Menzer, Projektkoordinator dieses regionalen Naturschutzgroßprojektes einen Spendenscheck in Höhe von 10.000 € entgegen. Die Zuwendungen fließen in eines der größten noch zusammenhängenden Bergwiesengebiete in deutschen Mittelgebirgen. Auf mehr als 3.000 ha Gesamtfläche werden nicht nur typische Biotope wieder belebt und erhalten, sondern so auch Lebensräume für Wiesenbrüter wie Braunkehlchen, Bekassine oder Wachtelkönig geschaffen. Gerade letzter zählte bis 2008 zu den weltweit vom Aussterben bedrohten Vogelarten. Im Osterzgebirge hat sich der Bestand des Wachtelkönigs nunmehr auf 25 bis 35 Brutpaare etabliert und zählt damit als sächsischer Verbreitungsschwerpunkt dieser Art. Neben den 10.000 € für das Bergwiesenprojekt wurden weitere 240.000 € an Non-Profit-Organisationen verteilt.

Zoo Hoyerswerda 06.07.2020
Bert und Jolante bekommen Gesellschaft – Zwei neue Galápagos-Riesenschildkröten ziehen im Zoo Hoyerswerda ein
Die zwei im Zoo lebenden Galápagos-Riesenschildkröten Bert & Jolante bekommen Gesellschaft von zwei Jungspunden. Der Zoo Hoyerswerda lädt alle ein, dabei zu sein, wenn die beiden Schildkröten in die Gemeinschaftsanlage mit den Spornschildkröten ziehen. Am Mittwoch, den 8. Juli, um 10:00 Uhr, werden Jolien und Jo ihr neues Zuhause samt Mitbewohner erstmalig Kennenlernen. Die zwei neuen Riesenschildkröten sind gerade einmal vier und sechs Jahre jung. Bert & Jolante hingegen schon 59 und 60 Jahre, damit aber im besten Riesenschildkröten-Alter. Beide werden auch am Mittwoch ihr Gewicht verraten und bei der Gelegenheit gleich gewogen.

Dieser Beitrag wurde unter Zoopresseschau veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.