Portrait: Weißbart-Schattenkolibri

Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Seglervögel (Apodiformes)
Familie: Kolibris (Trochilidae)
Unterfamilie: Eremiten (Phaethornithinae)
Gattung: Schattenkolibris (Phaethornis)
Art: Weißbart-Schattenkolibri (Phaethornis hispidus)

Weißbart-Schattenkolibri (John Gould)

Der Weißbart-Schattenkolibri erreicht eine Körperlänge von etwa 13,0 bis 14,0 cm, bei einem Gewicht von ca. 4,0 bis 6,0 g. Der Oberkopf, die Wangen und die Halsseiten sind graubraun, der Rücken und die Flügeldecken bronzegrün. Der Überaugen-, der Bart- und der Kinnstreif, sowie die Bauchmitte sind weißlich bzw. mehr oder minder grauocker verwaschen. Die Flügel sind schwärzlich purpurn. Die schwärzlichen Schwanzfedern haben weiße Spitzen. Die mittleren Steuerfedern sind an den Wurzeln grünlich und haben lange weiße Spitzen. Der Oberschnabel ist schwarz, der Unterschnabel gelb mit schwarzen Spitzen. Die Füße sind braun. Die Unterschwanzdecken haben graue Säume. Das Weibchen hat kürzere Flügel und einen etwas gebogeneren Schnabel. Jungvögel unterscheiden sich durch ockerfarbene Säume an den Unterschwanzdecken.

Der Weißbart-Schattenkolibri ernährt sich wie andere Kolibris von Nektar. Ebenso ernährt er sich von kleinen Arthropoden. Als Trapliner fliegt er regelmäßig in rascher Folge ganz bestimmte verstreute Blüten an.

Die Brutzeit ist nur örtlich bekannt. Aus Kolumbien gibt es Berichte über Brutaktivitäten im Juni. Daten über Gonadenaktivitäten weisen darauf hin, dass er im Juni, August und von Dezember bis April in Kolumbien, im Dezember in Ecuador, von Juli bis Dezember in Peru und von Juli bis September in Bolivien brütet. Das kegelförmige Nest befestigen die Tiere an der Unterseite eines langen hängenden Blattes. Das Gelege besteht aus zwei weißen Eiern. Nach 20 bis 22 Tagen werden die Nestlinge flügge.

Der Gesang besteht aus einer fortgesetzten Serie heller sip Töne, die der Vogel in einer Frequenz von einem Ton pro 1,5 Sekunden von sich gibt. Oft treffen sie sich an Leks, wo einige Männchen sich auf Ästen im Unterholz zusammenfinden und singen. Der Ruf klingt hier wie ein kurzes explosives pip.

Der Weißbart-Schattenkolibri bevorzugt die feuchten Tieflandgebiete meist in überflutetem Habitat. So bewegt er sich an Flüssen, in Várzea und Übergangswäldern. Seltener ist er in Sekundärvegetation, Helikonien bzw. Bambus Dickicht, Sumpfwäldern und Plantagen anzutreffen. Außerhalb der feuchten Tieflandgebiete findet man ihn in eher feuchten Gebieten wie Galeriewälder, Campos cerrados, Llanos und laubabwerfende Wälder. Sein Vorkommen ist hauptsächlich in den Tiefebenen, doch kann er in den peruanischen Anden in Höhenlagen bis 1200 Meter vorkommen.

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