Portrait: Hakengimpel

Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Familie: Finken (Fringillidae)
Unterfamilie: Stieglitzartige (Carduelinae)
Tribus: Pyrrhulini
Gattung: Pinicola
Art: Hakengimpel (Pinicola enucleator)

Hakengimpel (A. Thorburn)

Der 23 cm lange Hakengimpel gehört zu den größten Finkenarten. Es handelt es sich um etwa drosselgroße, robust gebaute Finken mit kräftigen Schnäbeln. Die Geschlechter unterscheiden sich, ähnlich wie bei den Kreuzschnäbeln, in der Gefiederfärbung, wobei die Männchen mehr oder weniger intensiv rote Partien, die Weibchen eher gelblichgrünes Gefieder zeigen. Bei den intermediären Kleidern (ältere Weibchen und junge Männchen) spielen diese Partien ins Orange oder Bräunliche. Das Gefieder des Männchens ist am Kopf, Brust und Bürzel rosafarben bis rot und am Rücken und den Flanken grau gefärbt. Das Weibchen ist am Bürzel und an der Brust gelb, am Rücken und der Unterseite grau befiedert. Beide Geschlechter haben schwarze Flügel mit weißen Federnrändern, einen dunklen gegabelten Schwanz und einen markanten Schnabel.

Der Hakengimpel hat eine holarktische Verbreitung und ist ein Bewohner der nördlichen Waldzone Nordamerikas, Sibiriens und Europas. Er besiedelt vorwiegend offene Wälder der borealen Nadelwaldzone, aber auch mancherorts Gestrüppe und Bestände aus krüppelig wachsenden Zwergsträuchern. Populationen nördlich des Polarkreises ziehen im Winter nach Süden, andere sind Teilzieher, Stand- oder Strichvögel. Die Art neigt in nahrungsarmen Wintern stark zu Evasionen.

Der Hakengimpel ernährt sich von Knospen, Beeren, Samen und Insekten. Mit dem großen Schnabel kann er größere Samen und Knospen gut ausknacken. Im Winter schließen sich Hakengimpel zu Schwärmen zusammen, um Futter zu suchen.

Der Hakengimpel baut hoch oben in einem Nadelbaum ein Schalennest aus Zweigen, das mit Moos und Heidekraut gepolstert wird. Das Weibchen bebrütet drei bis vier Eier 13 bis 15 Tage lang und wird in dieser Zeit vom Männchen mit Futter versorgt. Die Küken werden von beiden Elternvögel mit Insekten und Spinnen, später auch mit pflanzlicher Kost gefüttert. In der Brutzeit bildet der Altvogel eine spezielle Schlundtasche aus, in der Futter für die Jungen gespeichert werden kann.

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