Portrait: Gemeiner Baumschliefer

Überordnung: Afrotheria
ohne Rang: Paenungulata
Ordnung: Schliefer (Hyracoidea)
Familie: Schliefer (Procaviidae)
Gattung: Baumschliefer (Dendrohyrax)
Art: Gemeiner Baumschliefer (Dendrohyrax dorsalis)
Gemeiner Baumschliefer (Joseph Smit)

Gemeiner Baumschliefer (Joseph Smit)

Der Gemeine Baumschliefer erreicht eine Körperlänge von 45 bis 60 Zentimetern mit einem kurzen Schwanz von 10 bis 30 Millimetern Länge. Das Fell ist grau und im Gegensatz zum Steppenwald-Baumschliefer (Dendrohyrax arboreus) besitzt er ein kurzes und raues Fell. Unter dem Kinn befindet sich ein weißer Fleck und die Nase ist unbehaart. Auf dem Rücken befindet sich ein auffälliger gelblich-weißer Fleck mit einer unbehaarten Stelle von 42 bis 72 Millimetern Länge.

Das Verbreitungsgebiet des Gemeinen Baumschliefers umfasst Teile von West- und Zentralafrika von Sierra Leone bis Nord-Uganda und im Süden bis in das nördliche Angola und den Nordosten der Demokratischen Republik Kongo.

Als Lebensraum bevorzugt die Art feuchte Wälder und Savannengebiete im Flachland, sie kann jedoch auch im Bergland bis in Höhen von 3.500 Metern angetroffen werden.

Gemeine Baumschliefer sind nachtaktiv und leben überwiegend einzelgängerisch. Gelegentlich sind sie jedoch auch in kleinen Gruppen von 2 bis 3 Tieren anzutreffen. Meist handelt es sich dabei um kleine Familiengruppen. Gemeine Baumschliefer verfügen über ein breites Repertoire an Lauten, die im Wesentlichen der Kommunikation untereinander dienen. Aufgrund ihrer Nachtaktivität entfalten die Tiere ihre Hauptaktivität, insbesondere die Nahrungssuche, erst mit Einbruch der Dunkelheit. Gemeine Baumschliefer sind durchaus territorial. Die Reviermarkierung erfolgt durch Reiben des Rückens an Ästen und Baumstämmen. Ähnlich wie Eichhörnchen nehmen Gemeine Baumschliefer ihre Nahrung zwischen die Vorderpfoten und führen diese seitlich zum Maul.

Gemeiner Baumschliefer (Joseph Wolf)

Gemeiner Baumschliefer (Joseph Wolf)

Gemeine Baumschliefer erreichen die Geschlechtsreife im Alter von 16 bis 18 Monaten. In einer Saison kommt es lediglich zu einem Wurf. Die Paarungszeit ist je nach Verbreitungsgebiet variabel und erstreckt sich für gewöhnlich von März bis August. Zu den meisten Geburten kommt es während der Regenzeit, da in diesem Zeitraum Nahrung reichlich vorhanden ist. Das dominante Männchen begattet alle geschlechtsreifen und empfänglichen Weibchen einer Gruppe. Alle Weibchen bringen ihren Nachwuchs nahezu gleichzeitig in einem Zeitfenster von ein bis zwei Wochen zur Welt. Die Wurfgröße liegt bei 1 bis 2 Jungtieren. Die Tragezeit beträgt zwischen 195 und 225 Tage. Der Nachwuchs ist bei der Geburt bereits voll entwickelt. Sowohl die Augen als auch die Ohren sind bei der Geburt bereits geöffnet und auch das Fell ist voll entwickelt.

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