Portrait: Gelbkopfamazone

Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae)
Ordnung: Papageien (Psittaciformes)
Familie: Eigentliche Papageien (Psittacidae)
Unterfamilie: Neuweltpapageien (Arinae)
Gattung: Amazonenpapageien (Amazona)
Art: Gelbkopfamazone (Amazona oratrix)

Doppelgelbkopfamazone (Zoo Schmiding)

Die kurzschwänzige Gelbkopfamazone ist 35–38 cm groß, ihr Gefieder hauptsächlich grün und der namensgebende Kopf gelb. Je nach Art variiert der Gelbanteil. Der Flügelbug ist weitgehend rot mit unregelmäßiger gelber Befiederung. Schnabel und Wachshaut sind hornfarben hell. Weibchen und Männchen sind anhand optischer Merkmale nicht zu unterscheiden. Die Iris ist leuchtend orange. Noch nicht ausgewachsene Vögel lassen sich an der dunkelbraunen Iris erkennen. Generell sind die gelben Farbpartien am Kopf bei Jungvögeln weniger ausgeprägt als bei adulten.
Es werden vier Unterarten anerkannt:
Doppelgelbkopfamazone (Amazona oratrix oratrix Ridgway, 1887) – Mexiko
Gelbkopfamazone (Amazona oratrix belizensis Monroe & T. R. Howell, 1966) – Belize und im Nordosten von Guatemala
Gelbkopfamazone (Amazona oratrix hondurensis Lousada & S. N. G. Howell, 1997) – Honduras und im Osten von Guatemala
Tres-Marias-Amazone (Amazona oratrix tresmariae Nelson, 1900)[5] – Tres Marias Inseln/Mexiko, wird auch als eigenständige Art (Amazona tresmariae) eingestuft.

Die Papageien bewohnen Savannen, hohe Laubwälder und auch feuchtere Flussgebiete, gelegentlich in Höhen bis zu 500 m (mit einem Bericht von bis zu 1377 m bei Totula, Veracruz, Mexiko [Monterrubio-Rico 2013]). Die Vögel bevorzugen halbtrockene Regionen im nördlichen atlantischen Tiefland, aber feuchtere Savannen weiter südlich. In Belize bewohnt sie Kiefernsavannen und angrenzende immergrüne Waldgebiete. In Guatemala kommen die Amazonen in Küstenregionen, Palmensavannen und Mangroven vor (Lousada und Howell 1996, Eisermann 2003). Nahrungsentzug und Feuer verursachen gelegentliche Wanderungen. Sie nisten in Baumhöhlen und in Baumstümpfen.

Die Gelbkopfamazonen ernähren sich von Samen, Nüssen, Früchten, Beeren, Blüten und Knospen. Gelbkopfamazonen leben in der Brutzeit meist paarweise. Außerhalb der Brutzeit auch in kleinen Familiengruppen oder in kleinen Schwärmen. Ihre Brutzeit ist abhängig vom Verbreitungsgebiet. In Belize brüten die Gelbkopfamazonen im Zeitraum von März bis Mai. Ein Gelege kann bis zu 4 Eier umfassen. Die Brutdauer beträgt ca. 26 Tage. Jungvögel sind nach etwa 9 Wochen flügge.

Gelbkopfamazone (Stuttgart)

Es gibt im Stuttgarter Stadtteil Bad Cannstatt eine freilebende Population von Gelbkopfamazonen. Die Neozoon-Population entstand durch eine im Jahr 1984 entflogene Gelbkopfamazone, die im Zoo Wilhelma nach Artgenossen suchte und den Winter überstand. Mittels einer im Jahr 1985 vermutlich ausgewilderten Gelbkopfamazone erfolgte im Jahr 1986 die erste Brut mit drei Jungvögeln als Resultat. Ende der 1990er Jahre kamen zwei Blaustirnamazonen (Amazona aestiva) zur Population hinzu. Die beiden Arten hybridisierten miteinander. Die Hybride zwischen den beiden Arten sind fertil.
Weitere Populationen der Gelbkopfamazonen außerhalb ihrer natürlichen Habitate gibt es in Kalifornien und Puerto Rico.

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