| Teilklasse: | Knochenganoiden (Holostei) |
| Ginglymodi | |
| Ordnung: | Lepisosteiformes |
| Familie: | Knochenhechte (Lepisosteidae) |
| Gattung: | Lepisosteus |
| Art: | Gefleckter Knochenhecht (Lepisosteus oculatus) |
Der Gefleckte Knochenhecht ist ein in Nordamerika heimischer Süßwasserfisch mit zahlreichen dunklen Flecken auf Kopf, Flossen und dem pfeilförmigen Körper. Er besitzt ein längliches Maul mit vielen nadelartigen Zähnen, mit denen er andere Fische und Krebstiere fängt. Er ist eine der kleinsten der sieben in Nordamerika vorkommenden Knochenhechtarten und erreicht eine Länge von 61–91 cm und ein Gewicht von 1,8–2,7 kg. Knochenhechte haben rautenförmige, dicke Schuppen aus Zahnschmelz (Ganoid). Der Name Lepisosteus stammt aus dem Griechischen und bedeutet „Knochenschuppe“.
Knochenhechte werden in den zentralen und nördlichen Vereinigten Staaten so gut wie nie verzehrt. Sie enthalten viel Quecksilber und gelten als krebserregend.
Der Gefleckte Knochenhecht ist in Nordamerika heimisch und sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich vom südlichen Ontario im Westen bis zum Devils River in Texas im Osten bis zur Nordküste des Golfs von Mexiko und im Südosten bis zum Unterlauf des Apalachicola River in Florida. Im Norden ist der Bestand gering und im Eriesee durch Lebensraumzerstörung und Umweltverschmutzung bedroht. Häufiger ist der Knochenhecht in südlichen Gewässern wie dem Mississippi-Flussbecken vom südlichen Minnesota bis nach Alabama und Westflorida anzutreffen. Historische Aufzeichnungen belegen, dass der Gefleckte Knochenhecht in den Flüssen Thames und Sydenham in Ontario, Kanada, vorkam. Auch in Illinois war der Fisch einst in den Flüssen Green und Illinois sowie in den Sümpfen von Union County verbreitet; allerdings nur noch sporadisch, ist der Bestand in diesen Gewässern aufgrund des Verlusts seines spezifischen Lebensraums – klare Tümpel mit Wasserpflanzen – stark zurückgegangen.
Gefleckte Knochenhechte bewohnen klare, langsam fließende, flache Gewässer wie Bäche, Flüsse und Seen. Gelegentlich dringen sie auch in Brackwasser oder salzigere Gewässer vor. Als Reaktion auf den geringen Sauerstoffgehalt in langsam fließendem Wasser haben die Knochenhechte die Fähigkeit entwickelt, Luft zu schlucken.
In einer Studie hielten sich die meisten Knochenhechte ufernah auf, bevorzugten untergetauchte Äste als Deckung und mieden exponierte Uferbereiche. Während eines Hochwassers bietet eine Aue Lebensraum zum Laichen und Aufzuchtgebiet für die Hecht-Eier.
Der Gefleckte Knochenhecht ist ein gefräßiger Räuber. Sein scharfzahniger Schnabel ist sehr effektiv beim Fang schnell schwimmender Beute. Knochenhechte ernähren sich hauptsächlich von Fischen, verschmähen aber auch Insektenlarven und Algennicht.
Gefleckte Knochenhechte laichen im Frühling, in den Monaten April, Mai und Juni, oder wenn die Wassertemperatur je nach Standort zwischen 21,0 und 26,0 °C liegt. Sie laichen in flachen Gewässern mit üppiger Vegetation und guten Versteckmöglichkeiten. Ein Weibchen kann mehrere Paarungspartner haben und ist in der Regel größer als das Männchen.
Das Weibchen kann bis zu 20.000 Eier legen, im Durchschnitt sind es jedoch etwa 13.000. Die Eier werden auf Blättern von Wasserpflanzen abgelegt. Sie sind grün und mit einer klebrigen Schicht überzogen, die sie an der Vegetation haften lässt. Für potenzielle Fressfeinde sind sie hochgiftig. Nach 10 bis 14 Tagen schlüpfen die Jungfische. In diesem Stadium sind sie am verletzlichsten.
Männchen werden mit zwei bis drei Jahren geschlechtsreif, Weibchen mit drei bis vier Jahren. Die durchschnittliche Lebenserwartung der Männchen beträgt acht Jahre.



