Portrait: Funkenkehlkolibri

Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Seglervögel (Apodiformes)
Familie: Kolibris (Trochilidae)
Tribus: Lampornithini
Gattung: Heliomaster
Art: Funkenkehlkolibri((Heliomaster constantii)

Funkenkehlkolibri (John Gould)

Der Funkenkehlkolibri erreicht eine Körperlänge von etwa 11,5 bis 13 Zentimetern. Der gerade oder manchmal auch leicht gebogene Schnabel wird zwischen 31 und 37 Millimeter lang. Damit ist er länger als der Rest des Kopfes. Der Schwanz erreicht eine Länge zwischen 27 und 34 Millimetern. Der Kragen, der sich bis zum Kinn erstreckt, ist rußgrau. Im unteren Drittel gehen die Farben in ein dunkles kirsch- bzw. kupferrot über. Das Oberteil ist unauffällig grün bis olive-bronze. Darauf finden sich längliche weiße sowie schwarze Flecken. Das Unterteil ist mausgrau mit matten bronzenen Sprenkeln. Nur während des Flugs sieht man die weißen flankierenden Büschel. Die Flügel sind proportional zum Schwanz relativ groß. Männchen und Weibchen weisen keine deutlichen Unterschiede aus.

Der Flug des Funkenkehlkolibris ist geschickt und wird als elegant beschrieben. Die langsamen Flügelschläge gehen ins Gleiten über. Der Kolibri sitzt bevorzugt auf hohen Ästen. Vor allem in den Morgenstunden geht der Funkenkolibri auf Insektenjagd. Nur unregelmäßig sieht man den Kolibri an Nektarquellen, vor allem an Yambohne und Agaven. Der Vogel ist relativ friedlich und verteidigt seine Nektarvorkommen nicht. Sein Nest baut er als Kelch aus weichen Pflanzen und Spinnengewebe. Die Außenseite tarnt er mit Flechten sowie Pflanzenablagerungen. Sein Nest baut er bevorzugt in den Baumkronen. Die Brutzeit erstreckt sich über den Zeitraum Januar bis Juni.

Die Art hat ein Verbreitungsgebiet, das etwa 530.000 Quadratkilometer in den mittelamerikanischen Ländern Costa Rica, Guatemala, Honduras, Mexiko, El Salvador und Nicaragua sowie den USA umfasst.
Man findet den Funkenkehlkolibri im Wüstengebüsch, tropischem Laubregenwald und in der Nähe von Flussufern. Der Vogel wandert durch verschiedene Habitate insbesondere nach der Brut. Er bewegt sich vorzugsweise in Höhen um 800 bis 1000 Metern über dem Meeresspiegel. Er sucht gerne Ceiba, Wollbaumgewächse, Tabebuia und andere Bäume auf. Gelegentlich sieht man ihn auch an bodennahen Helikonien.

Bisher sind drei Unterarten bekannt:
Heliomaster constantii constantii (Delattre, 1843)
H. c. leocadiae (Bourcier & Mulsant, 1852)
H. c. pinicola Gould, 1853
Die Unterart H. c. surdus (van Rossem, 1934) wird normalerweise als ungültiges Taxon betrachtet.
Die Unterart pinicola findet man im Nordwesten Mexikos. Das Verbreitungsgebiet reicht südlich bis in den Bundesstaat Jalisco. Die Subspezies leocadiae ist im Westen & Südwesten Mexikos und Westen Guatemalas beheimatet. Von El Salvador bis ins südliche Costa Ricas trifft man auf die ssp. constantii.

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