Portrait: Dickschwänzige Schmalfußbeutelmaus

Unterklasse: Beuteltiere (Metatheria)
Überordnung: Australidelphia
Ordnung: Raubbeutlerartige (Dasyuromorphia)
Familie: Raubbeutler (Dasyuridae)
Gattung: Schmalfuß-Beutelmäuse (Sminthopsis)
Art: Dickschwänzige Schmalfußbeutelmaus (Sminthopsis crassicaudata)
Dickschwänzige Schmalfußbeutelmaus (John Gould)

Dickschwänzige Schmalfußbeutelmaus (John Gould)

Die Dickschwänzige Schmalfußbeutelmaus erreicht eine durchschnittliche Körperlänge von 83 mm, eine Schwanzlänge von etwa 70 mm sowie ein Gewicht von 10 bis 15 Gramm. Das dichte und wellig wirkende Fell weist eine bräunliche bis gelblichbraune Grundfärbung auf. Ventral zeigt sich eine weißliche bis cremefarbene Färbung. Der etwa körperlange Schwanz ist an der Wurzel zeitweise verdickt und läuft spitz zulaufend aus. Die großen und rundlich geformten Ohren sitzen leicht seitlich, weit hinten am Schädel. Die Schnauze ist länglich und spitz zulaufend. Die großen Augen sind ein Indiz für die strikte Nachtaktivität und liegen mittig, seitlich am Kopf. Dunkle Flecken sind insbesondere im Bereich der Ohren und am Kopf erkennbar.

Dickschwänzige Schmalfußbeutelmäuse sind in weiten Teilen des südlichen Australiens verbreitet. Sie finden sich in South Australia, dem südwestlichen Queensland, dem südöstlichen Northern Territory, dem südlichen Western Australia, dem westlichen New South Wales und dem westlichen Victoria. Ihr Lebensraum sind unter anderem Grasländer und offene Buschländer, sie meidet allerdings intensiv landwirtschaftlich genutzte Gebiete.

Dickschwänzige Schmalfußbeutelmäuse sind nachtaktiv. Sie scheinen durchaus gesellig zu sein, da sie in Gefangenschaft auch in kleinen Gruppen von 2 bis 8 Tieren leben. Dies ist vor allem während der kalten Monate der Fall. Über die soziale Organisation der Gruppen in freier Wildbahn ist jedoch nur wenig bekannt. Studien in Gefangenschaft konnten jedoch die Sozialität der Tiere belegen. Festgestellt werden konnte auch, dass Weibchen mitunter den eigenen Nachwuchs töten. Über die Gründe ist nichts bekannt. Man geht jedoch davon aus, dass es mit der Territorialität der Weibchen zu tun haben muss. Die Reviergröße liegt je nach Lebensraumqualität und Verbreitungsgebiet zwischen 0,5 und 1,3 Hektar. Die Reviere einzelner Tiere oder einzelner Gruppen überlappen sich an den Außengrenzen.
Ihre Nahrung besteht aus Insekten wie etwa Heuschrecken, Motten und Käfern.

Die Geschlechtsreife erreichen Dickschwänzige Schmalfußbeutelmäuse im Alter von gut 6 Monaten. Es sind polyöstrische Tiere, das heißt es treten mehrere Zyklen pro Jahr auf. Die Paarungszeit erstreckt sich für gewöhnlich von Juli bis in den Februar hinein. Der Östrus erstreckt sich über 25 bis 37 Tage. Während dieser Zeit kommt es zu mehreren Würfen. Nach einer Tragezeit von 13 bis 14 Tagen bringt ein Weibchen bis zu 3 bis 10 (7-8) Jungtiere zur Welt. Nach der Geburt kriechen die Jungen selbständig in den Beutel der Mutter und verbleiben hier für die nächsten 42 Tage. Im Alter von 63 Tagen ist die Entwöhnung von der Muttermilch abgeschlossen.

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