| Unterklasse: | Neukiefervögel (Neognathae) |
| Ordnung: | Regenpfeiferartige (Charadriiformes) |
| Familie: | Regenpfeifer (Charadriidae) |
| Unterfamilie: | Kiebitze (Vanellinae) |
| Gattung: | Kiebitze (Vanellus) |
| Art: | Bronzekiebitz (Vanellus chilensis) |
Bronzekiebitze haben ein graues Kopfgefieder, der Rücken ist grau, grün oder braun gehalten. Der Bauch ist weiß, die Brust, der Schwanz und die Federn der Kopfhaube sind schwarz gefärbt. Der Schnabel und die Beine sind rot. Auffällig sind die beiden Sporne an den Flügeln, die ein Überbleibsel der Daumenkralle darstellen. Charakteristisch sind des Weiteren der lange schwarze Streifen am Kopf bis zur Brust und die braunen Stellen an den Schultern. Die Flügel sind an der Oberseite grau und unten weiß und an den Flügelspitzen schwarz. Der Bereich um die Augen ist rötlich.
Die Art kommt in weiten Teilen Südamerikas – und in jüngerer Zeit auch zunehmend bis Mittelamerika – vornehmlich in Savannen, Feuchtwiesen und Lagunengebieten vor, hat sich mittlerweile aber auch auf landwirtschaftlich genutzten und bewohnten Flächen verbreitet und dringt teils sogar bis in die Innenstädte vor.
Es sind folgende Unterarten bekannt:
Vanellus chilensis cayennensis (Gmelin, JF, 1789) kommt von Nicaragua über das nördliche Südamerika nördlich des Amazonas und dem nördlichen Amazonas-Regenwald vor.
Vanellus chilensis lampronotus (Wagler, 1827) ist verbreitet vom Rio Madeira bis zentral Argentinien verbreitet.
Vanellus chilensis fretensis (Brodkorb, 1934) kommt vom südlichen Chile und südlichen Argentinien bis Kap Hoorn vor.
Vanellus chilensis chilensis (Molina, 1782) ist im Chile und westlichen zentralen Argentinien verbreitet.
Die Tiere ziehen das ganze Jahr in kleinen bis mittelgroßen Gruppen auf der Suche nach Würmern, Insekten und deren Larven durch die Landschaft. Sie sind laut und schreckhaft und stoßen beim kleinsten Anzeichen von Gefahr einen grellen Warnruf aus. Bei Störungen fliegen sie auf und kreisen über längere Zeit kreischend über ihrem Futterplatz. Sie sind sowohl tagsüber wie auch bei Dunkelheit aktiv.
Ihre bräunlichen Eier, meist vier Stück, legen sie in flache Erdmulden. Die Brutdauer beträgt 18 bis 38 Tage. Bei der Brut verteidigen sie ihr Nest sehr aggressiv gegen jegliche Störung. Die Jungen verlassen sofort nach dem Schlupf das Nest und werden von beiden Eltern noch bis zu einem Monat lang versorgt.



