Portrait: Blauschwanzamazilie

Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Seglervögel (Apodiformes)
Familie: Kolibris (Trochilidae)
Gattung: Amazilia-Kolibris (Saucerottia)
Art: Blauschwanzamazilie  (Saucerottia cyanura)

Blauschwanzamazilie (John Gould)

Die Blauschwanzamazilie erreicht eine Körperlänge von etwa 9 bis 10 cm bei einem Gewicht von 4 g. Der schwarze gerade mittelgroße Schnabel des Männchens ist nur an der Basis des Unterschnabels rötlich. Der Oberkopf, der Nacken und der Rücken sind bronzegrün, wobei der Bürzel kupferfarben bis purpurn spiegelt. Die Basis der äußeren Armschwingen und die inneren Handschwingen sind weitgehend rötlich braun. Die Unterseite glitzert goldgrün. Die Oberschwanzdecken variieren von purpurviolett bis tiefblau, die bläulichen Unterschwanzdecken haben grau bis rötlich braune Säume. Das Aussehen der Weibchen ähneln dem der Männchen, doch haben sie einen kleineren Flügelfleck. An Kehle und Bauch zeigen sie etwas mehr Graufärbungen. Die Säume der Unterschwanzdecken sind breit grau gesäumt.

Ihren Nektar holen sie von den Blüten aller Straten. Oft sieht man sie an den Blüten der Gattung Inga. Außerdem jagen sie im Flug Insekten.

Der Ruf der Blauschwanzamazilie ist wenig erforscht. Es ist zu vermuten, dass er dem der Stahlgrünen Amazilie ähnelt und aus 5 bis 6 Tönen, die sich wie tzi-tzii-tzup … tschuptschuptschup anhören, besteht. Zu den Tönen, die sie von sich geben, gehört ein holpriges Schnattern.

Das Verbreitungsgebiet der Blauschwanzamazilie umfasst Teile der Länder Mexiko, Guatemala, Honduras, El Salvador, Nicaragua und Costa Rica.
Die Blauschwanzamazilie lebt in feuchten und in trockenen Gebieten mit Kiefern und Eichen, in Sekundärvegetation, an Lichtungen und halboffenem bis offenen Gebieten mit Gestrüpp. Gelegentlich sieht man sie auch in Kulturlandschaften wie Kaffee-Plantagen. In Honduras lebt sie in den trockenen zum Pazifik gerichteten Gebirgshängen sowie in den feuchteren laubabwerfenden Habitaten der Karibikküste. Meist sind sie in Höhenlagen unter 1000 Meter anzutreffen. Die Nominatform bewegt sich in Höhenlagen von Meeresspiegel bis 1200 Meter, A. c. guatemalae zwischen 150 und 1800 Meter. Neuere Daten deuten darauf hin, dass A. c. impatiens Primarwald in Höhenlagen zwischen 500 und 1000 Meter bevorzugt.

Es sind drei Unterarten bekannt:
Saucerottia cyanura guatemalae (Dearborn, 1907) kommt im Süden Mexikos bis in den Süden Guatemalas vor. Die Unterart hat eine etwas purpurnere Tönung mit weniger Bronzefärbung im Rückenbereich. Bürzel und an den Flügeln zeigen weniger rötlich braune Färbung.
Saucerottia cyanura cyanura (Gould, 1859) ist im Süden Honduras, dem Osten El Salvadors und dem Nordwesten Nicaraguas verbreitet.
Saucerottia cyanura impatiens (Bangs, 1906) kommt im nordwestlichen und zentralen Costa Rica vor. Das rötliche Braun der Flügel ist flächenmäßig deutlich größer, die Unterschwanzdecken sind breiter und dunkler, sowie rötlich braun gesäumt.

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