Portrait: Aperea-Wildmeerschweinchen

Teilordnung: Hystricognathi
ohne Rang: Meerschweinchenverwandte (Caviomorpha)
Familie: Meerschweinchen (Caviidae)
Unterfamilie: Eigentliche Meerschweinchen (Caviinae)
Gattung: Echte Meerschweinchen (Cavia)
Art: Aperea-Meerschweinchen (Cavia aperea)
Aperea-Wildmeerschweinchen (Tierpark Hellabrunn)

Aperea-Wildmeerschweinchen (Tierpark Hellabrunn)

Das Gemeine oder Wildmeerschweinchen, häufig auch als Aperea-(Wild)Meerschweinchen bezeichnet, galt lange Zeit als Stammform (oder eine der Stammformen) des Hausmeerschweinchens. Durch neuere molekulare Untersuchungen gibt es immer mehr Hinweise dafür, dass die Hausmeerschweinchen vom Tschudi-Meerschweinchen abstammen.
Vom Hausmeerschweinchen unterscheidet sich das Aperea-Wildmeerschweinchen äußerlich durch die einheitliche graue oder braune Färbung, das eher raue, lange Fell, der schlankere Körperbau und die etwas geringere Größe. Es wird rund 20 cm lang und kann 700 bis 1500 g wiegen.

Aperea-Wildmeerschweinchen sind nahezu in ganz Südamerika (mit Ausnahme Kolumbiens und Venezuelas, des Amazonasbeckens und des äußersten Südens des Kontinents) verbreitet.

Aperea-Wildmeerschweinchen bewohnen eine Reihe von Lebensräumen, darunter Grasflächen und Gebirgsregionen bis in über 4000 Meter Seehöhe. Es sind dämmerungsaktive Tiere, die selbst gegrabene Baue oder Höhlen als Unterschlupf bevorzugen und in kleinen Gruppen von fünf bis zehn Tieren zusammenleben. Da Meerschweinchen nicht sehr gut sehen können, sind Gehör und Geruchssinn extrem gut ausgebildet, um vor Fressfeinden geschützt zu sein.

Aperea-Wildmeerschweinchen (Wildpark Poing)

Aperea-Wildmeerschweinchen (Wildpark Poing)

Aperea-Wildmeerschweinchen erreichen die Geschlechtsreife bereits nach vier bis sechs Wochen. In den kalten Verbreitungsgebieten erstreckt sich die Paarungszeit über den Sommer, in den warmen Verbreitungsgebieten kann es ganzjährig zu Paarungen kommen. Innerhalb einer Gruppe paart sich ein Männchen mit mehreren Weibchen. Nach einer Tragezeit von 65 bis 70 Tagen bringt das Weibchen im geschützten Erdbau bis zu vier Junge zur Welt. Sie sind bereits weit entwickelt, können sehen und selbständig laufen. Von Anfang an nehmen sie neben der Muttermilch auch feste Nahrung zu sich. Nach rund einer Woche sind die Jungtiere selbständig.

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