Klaus Seibel: Chimären (Rezension)

Die neue Sondereinheit Science Force ist kaum gegründet, da startet schon der erste Einsatz: Sie sollen verbotenen Gen-Experimenten mit menschlichen Embryos ein Ende setzen. Der harmlos scheinende Auftrag bringt das Team in Lebensgefahr: Die Experimente sind weiter fortgeschritten als gedacht. In der Sperrzone von Tschernobyl begegnen sie Wesen, die es gar nicht geben dürfte.
Der Klappentext versprach viel, ein interessantes Thema, eine interessante Handlung. Ich habe eine spannende Mischung aus Realität und Science Fiction erwartet und auch wenn ich das bekommen habe, war die Enttäuschung doch groß.
Die Charaktere bleiben farblos, eine Charakterentwicklung ist nur rudimentär vorhanden. Das Abdriften in erotische Szenen finde ich etwas fehl am Platz. Weniger wäre in dieser Hinsicht mehr gewesen. Dafür kommt mir das Thema Genechnik zu kurz, bzw. wird zu oberflächlich abgetan. Der technischen Seite mit diversen Spionage- und Waffentechniken wird mehr Spielraum eingeräumt, macht die Handlung aber nicht spannender, vor allem, wenn man andere Erwartungen hatte.
Man hätte aus dem Thema mehr machen können als Stereotypen mit platten Dialogen. Die zähe Schreibweise (die durchaus ein besseres Lektorat verdient hätte) hilft auch nicht unbedingt Spannung aufzubauen.
Ich habe zwar schon viel Positives über Klaus Seibel gehört, aber Chimären hat mich nicht überzeugt. Ich werde mir die Nachfolgebände nicht zulegen und ich glaube auch nicht, dass ich ein weiteres Buch des Autors lesen werde.
Vielleicht tue ich ihm unrecht, der Großteil seiner anderen Bücher klingt sehr interessant, aber das war bei Chimären auch der Fall.

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